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am 7. Juli 2010
Kurz zusammengefasst erleuchten uns die Autoren George A. Akerlof (Nobelpreis 2001) und Robert J. Shiller mit der Erkenntnis, dass die gängigen makro-/mikroökomischen Modelle idR das irrationale Handeln der beteiligten Personen und Organisationen nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigen. Dazu bemühen die Autoren den von Keynes verwendeten Begriff des "Animal Spirit", der eben für jene Irrationalität steht.

Akerlof und Shiller zeigen fünf Elemente dieses "Animal Spirit" auf - Confidence, Fairness, Corruption and Bad Faith, Money Illusion und Stories.

In typisch amerikanischer Pädagogenmanier werden zahlreiche Fallbeispiele herangezogen, um die Aussagen der Autoren zu konkretisieren bzw. zu verdeutlichen.

Letztlich stellt sich jedoch die Frage, was man nun mit der gewonnenen Erkenntnis anfangen kann. Hier formulieren die Autoren acht Fragen, anhand derer sie weithin akzeptierte Lehrmeinungen und Praxislösungen auf ihre Tauglichkeit in der Realität prüfen und um den Faktor der "Animal Spirits" erweitern. Die acht Fragen lauten:

1. Why do economies fall into depression?
2. Why do central bankers have power over the economy?
Post script zu 2.: The current financial crisis: What is to be done?
3. Why are there people who cannot find a job?
4. Why is there a trade-off between inflation and unemployment in the long run?
5. Why is saving for the future so abitrary?
6. Why are financial prices and corporate investments so volatile?
7. Why do real estate markets go through cycles?
8. Why is there special poverty among minorities?

Naturgemäß fokusieren die Autoren ihre Thesen auf ihre Heimatökonomie, die USA, wie man beim Thema Savings besonders sehen kann (fehlende Sparmentalität der US-Amerikaner im Vergleich zu China und Japan). Das ist nicht weiter störend, da es ja um die Bereicherung gängiger Ansichten um die irrationalen Aspekte menschlichen Handelns im Allgemeinen geht.

Das Englisch der beiden Autoren ist für den Leser mit guter Sprachkenntnis einfach verständlich, zumal sich die Autoren um einen doch gehobenen aber populärwissenschaftlichen Stil bemühen und langwieriges Dozieren vermeiden.

Fazit:
Alles in allem liegt hier ein gelungenes Buch zweier wissenschaftlicher Kapazunder der Ökonomie vor, die im Gegensatz zu eher reisserischen Werken wie bspw. "The Black Swan" neue Ansichten zu volkswirtschaftlichen Themen in relativ leicht verdaubaren Portionen präsentieren. Vier Sterne!
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am 12. Mai 2009
Das Buch bezieht sich auf die Finanzkrise 2008/2009 und beschreibt, wie die heftigen Wirtschaftszyklen der letzten hundert Jahre nicht allein durch rationales Handeln der Beteiligten, sondern durch sich aufschaukelnde Bauch-Entscheidungen [animal spirits] zu erklären sind; dieses Schlagwort wurde bereits durch John Maynard Keynes geprägt. Akerlof und Shiller gruppieren diese Bauch-Entscheidungen in fünf Bereiche: 1) Vertrauen [confidence] und sein Aufschaukeln bis zum blinden Vertrauen; 2) Gerechtigkeitsempfinden [fairness]; 3) Gier und Misstrauen [corruption and bad faith]; 4) Fehleinschätzung des Geldwerts [money illusion]; 5) Märchenglauben [stories]. Dazu geben die Autoren vielfältige Beispiele und illustrieren die Auswirkungen der Bauchentscheidungen auf Inflation, Arbeitslosigkeit, Aktienkurse, Sparverhalten, Immobilienpreise, Armut unter Randgruppen, die Rolle der Zentralbanken usw. Um jetzt und in Zukunft übermässiges Aufschaukeln durch Bauch-Entscheidungen zu dämpfen, plädieren Akerlof und Shiller für effektivere staatliche Kontrollmechanismen, für einen stärker gezügelten Kapitalismus. Eine quantitative Erklärung vergangener oder gar Prognose künftiger Entwicklungen liefern die Autoren natürlich nicht.

Das Buch ist mit mittleren Englischkenntnisen flüssig zu lesen, wobei eine auffällige Diskrepanz zwischen dem durch viele Quellenangaben und Fussnoten erkennbaren wissenschaftlichen Anspruch (Autor Akerlof?) und der sich mehr an den Laien wendenden einfachen Darstellung (Autor Shiller?) auffällt. Leider gibt es keine Tabellen, Grafiken oder sonstige Illustrationen, dafür aber ein gutes Schlagwortregister. Die zahlreichen "Fuss"noten sind leider als "End"noten am Buchende vor den Quellenangaben zu finden, so dass man drei Lesezeichen benötigt um den jeweiligen Einsprung wiederzufinden. Für meinen Geschmack wird die einleuchtende These der Bauch-Entscheidungen mächtig aufgebläht, 50 Seiten Text hätten genügt.

Fazit: Lesenswert, wenn es auch keine Wunderformel zur Lösung der aktuellen Krise präsentiert.
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am 14. August 2009
George Akerlof und Robert Shiller sind die Stars einer an Einfluss gewinnenden verhaltensorientieren Wirtschaftsforschung. Entsprechend Hoch waren meine Erwartungen an ihr neuestes (Populär)-Wissenschaftliches Buch. Wie bei Akerlof üblich werden komplexe Sachverhalte in viele leicht verständliche Geschichten zur Untermauerung eingebettet. Robert Shiller bietet wie immer profundes Wissen über die komplexen Finanzmärkte leicht verständlich an, ohne dabei übermäßig zu Vereinfachen. Beide zusammen glänzen durch eine stilistisch sehr schön dargestellte Einführung in einige Kerngedanken einer psychologisch fundierten Ökonomie. Auch die angebotenen vorwiegend Makroökonomischen Anwendungsgebiete stellen eine abwechslungsreiche und interessante Kost dar.

Als einziger Wehrmutstropfen könnte dieses Buch, trotz weitestgehend einfacher Darstellung für den kompletten Laien manchmal zu spezialisert sein, da sich Witz oft nur durch Fachkenntnis einstellt. Für den Fachmann hingegen bleiben Akerlof und Shiller oft zwar unterhaltsam aber manchmal zu wenig konkret. Trotzdem stellt dieses Buch einen wichtigen neuen Einblick in neue Denkweisen über Ökonomie dar, welche dringend auch in einer breiten Öffentlichkeit gehör brauchen.
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am 4. Januar 2010
Der Titel meiner Rezension soll keine Despektierlichkeit gegenüber den von mir hochgeschätzten Autoren sein, sondern wurde von Ihnen selbst nahegelegt:

Mit dem auf Keynes zurückgehenden Begriff animal spirits beschreiben Akerlof & Shiller fünf bestimmte menschliche Bewegründe für ökonomische Vorgänge, abweichend von der monokausalen neoklassische Nutzenmaximierung. Diese sind nicht neu und wurden teilweise auch schon in der Nobel laureate speech von Akerlof (2001) ausführlich behandelt. Nach dem großen ökonomischen Fressen der hedge fonds Ära und mit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise war aber der richtige Zeitpunkt gekommen, auch einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, was bisher als verdächtiges Abweichler-Gedankengut galt: "It would violate the etiquette of textbooks to mention that some other factor, outside the formal discipline of economics, is the fundamental cause of certain major economic phenomena. It would be like burping loudly at a fancy dinner. It is just not done." (Akerlof-Shiller S. 21).

Dieser "Rülpser" ist ihnen analytisch hervorragend und höchst amüsant gelungen. Das Buch ist sicher auch für nicht-Ökonomen ein unterhaltsames und erhellendes Lesevergnügen. An Hand von acht wirtschaftlichen Phänomenen beschreibt es die Wirkungsweise der animal spirits und die Absurditäten der konventionellen ökonomischen Interpretationen. Am Ende fehlt aber dann doch ein schlagkräftiges und abgerundetes Gesamtbild, mit dem man zu neuen disziplinären Ufern aufbrechen könnte. Wahrscheinlich kommt das noch, warten wir auf das nächste Buch. Trotzdem sollte man zunächst dieses lesen.
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am 3. September 2009
Akerlof und Shiller sind sehr gut darin, für den interessierten Laien wie für den studierten Volkswirt Sinn und Unsinn vieler ökonomischer Grundannahmen wie "perfektes Wissen", "Rationalität", "perfekten Egoismus" u.v.a. aufzuzeigen. Selbstverständlich gibt es den "Homo Oeconomicus" nur im Lehrbuch.
Zwar haben in den vergangenen Jahrzehnten auch die Wirtschaftswissenschaften Irrationalität, Herdentrieb, blindes Vertrauen und Gier mit in ihre Modelle aufgenommen, doch sind diese dadurch häufig nur umso unberechenbarer und esotherischer geworden. Hier bieten Akerlof und Shiller einen, wie ich finde, nötigen Wachrüttel-Effekt für die verschlafenen Wirtschaftswissenschaften.

Die große Schwäche dieses Buches liegt, wie ich finde, im vermeintlichem Lösungsansatz der Autoren: In bekannter keynesianischer Manier sollen Staat und Notenbanken dort aushelfen, wo der Markt über die Stränge geschlagen hat. Dieser Ansatz mag zwar auf dem Papier ganz nett klingen, doch beinhaltet er das typisch keynesianische Axiom, dass der Staat ein guter Investor wäre, ähnlich wie die Marxisten glaubten, der Staat wäre ein guter Unternehmer.

Dass er das nicht ist, stellt er zur Zeit vielfach unter Beweis: In Deutschland waren es die staatlichen Landesbanken, die sich am heftigsten verspekulierten, in den USA haben die staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac den Billighypothekenmarkt finanziert. Greenspans FED hat mittels ihrer Billigzinspolitik den Stein erst ins Rollen gebracht und Regierungen weltweit haben den Subprimemarkt subventioniert, um den Wählern den Traum von den eigenen vier Wänden verkaufen zu können.

Akerlof und Shiller gehen von einem vernünftigen, weisen Staat aus, den es in der Realität einfach nicht gibt. Menschen versagen, egal ob an der Wall Street oder in der Politik. Der Markt hat im Gegensatz zum Staat aber noch den Vorteil, dass hier Misswirtschaft gnadenlos aufgedeckt und abgestraft wird, bei der Politik darf man sich da nicht so sicher sein.

Daher mein Fazit: Akerlof und Shiller erkennen durchaus Probleme und sprechen sie an. Die allgemein menschliche Tendenz, sich von den eigenen Gefühlen täuschen zu lassen, können aber auch sie nicht lösen. Zwei Sterne.
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am 3. Dezember 2009
Das Buch beschreibt die Psychologie hinter dem wirtschaftlichem Handeln, und nicht nur die Annahme "effektiver" Maerkte und rein rationalen Handelns.
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am 27. Juli 2009
Dieses Buch könnte die Grundlage dafür schaffen, dass menschliche Irrationalität endlich die ihr zustehende Aufmerksamkeit innerhalb der ökonomischen Theorien bekommt. Wahrscheinlich müssen solche unbequemen Erkenntnisse erst laut und deutlich von Nobelpreisträgern ausgesprochen werden, um in der Scientific Community angemessene Resonanz zu finden.
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am 23. Mai 2009
Was für Adam Smith eine unsichtbare Hand" ist, ist für John Maynard Keynes animal spirits". Es handelt sich dabei um menschliche Verhaltensweisen, die in die Modellwelt der Wirtschaftswissenschaftler nicht integriert sind. Viele ökonomische Aktivitäten werden aber von animal spirits", d.h. von Instinktverhalten gesteuert. Menschen haben nicht (nur) wirtschaftliche Motive. Es geht vielmehr um Emotionen und psychologische Faktoren. Die zentrale Annahme der klassischen Wirtschaftstheorie wird also in diesem Werk in Frage gestellt. Robert Shiller ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Uni Yale. In diesem Buch unternimmt Shiller mit George Akerlof, ebenfalls Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Uni California, Berkeley den Versuch, Keynes' Konzept in die Welt der Verhaltensekonomik" (behavioral economics") zu binden.

Im ersten Abschnitt des Buches beschreiben die Autoren die 5 Aspekte von animal spirits": 1) Vertrauen und dessen Multiplikator, 2) Fairness, 3) Korruption und Bösgläubigkeit, 4) Money Illusion", und 5) Erzählungen. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat zweifelsohne eine Renaissance der Keynes'schen Wirtschaftstheorie hervorgerufen. Die klassische Theorie postuliert, dass die Finanzmärkte stabil sind. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise belegt aber, dass das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte des Marktes sich als töricht erwiesen hat. Es gibt so was wie Marktdisziplin" nicht. Sich selbst überlassen, tendieren Märkte nicht zum Gleichgewicht. Die Folgen sind schwere Exzesse und Ausuferungen für die Öffentlichkeit. Mittels Subprime-Sektor" hat der Markt Nepp" produziert. Der Marktfundamentalismus (Theorie des vollkommenen Wettbewerbs") hat kläglich versagt. Es steht heute fest, dass Grossbanken nicht mehr in der Lage sein dürfen, die Stabilität des ganzen Systems zu gefährden. Deshalb bedarf es Regulierung für die Wertpapiermärkte, fordern Shiller und Akerlof. Die beiden Autoren halten zudem fest, dass der Staat ferner die Aufgabe hat, mit Steuer- und Geldpolitik Vollbeschäftigung zu bewahren.

Shiller und Akerlof behandeln im zweiten Abschnitt dieses hervorragenden Buches in Form von 8 Fragen und 8 Antworten die praktischen Angelegenheiten der Wirtschaft im Spannungsverhältnis zum Menschen. Warum Volkswirtschaften in Depression fallen", Warum Zentralbanken Macht über die Wirtschaft haben", Was in der aktuellen Finanzkrise zu tun ist", Warum es Menschen gibt, die keinen Job finden", usw. Auch die kurze Beschreibung der beiden Depressionsphasen der US-Wirtschaft (1890 und 1930) ist sehr aufschlussreich.

Die Botschaft des Buches dürfte lauten: Die Märkte in den Dienst der Menschen stellen. Die Laissez-faire Politik", die in den 1980er Jahren während der Reagan-Amtszeit in den USA und während der Thatcher-Amtszeit in Europa politisch zu einem beherrschenden Glaubensbekenntnis erkoren wurde, stellte die Gesellschaft in den Dienst der Wirtschaft. Diese Ära ist nun vorbei. Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft da, sondern die Wirtschaft ist für den Menschen da. Ein dynamisches Buch. Empfehlenswert.
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Wem die traditionelle Ökonomie mit seiner vereinfachend angenommenen Rationalität bisher suspekt war bzw. suspekt ist, wird dieses Buch lieben!
Anstatt Super-rationale Marktteilnehmer in einfachen Situationen anzunehmen, werden 'normale' Menschen in komplexen Situationen zur Erklärung der Wirtschaft angenommen.
Der Bezug zur aktuellen Krise ist erhellend. Das Buch insgeamt ist erfrischend in der von der vorherrschenden Theorie abweichenden Perspektive und der flüssigen Darstellung.
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am 18. November 2009
Ich habe dieses Buch gelesen, weil es mir empfohlen wurde. Ein Professor meinte, dass dieses Buch auf der Höhe der momentanen Forschung, besonders bezüglich Spekulationsblasen, wäre.
Leider musst ich feststellen, dass es sowohl einseitig und fehlerhaft ist. Wer das Buch gelesen hat sollte sich nur noch einmal das Beispiel bezüglich der Politik der kanadischen Notenbanken zur Preisstabilität anschauen! Dort wurden die Beobachtungen der Realität einfach ausgeblendet nicht sehen zu müssen, was man nicht sehen wollte. Unwissenschaftlich und zutiefst enttäuschend.
Der Rest des Buches besteht leider aus Trivialitäten, die jedem Studenten der Wirtschaftswissenschaften bereits im ersten Semester auffallen. Menschen handeln nicht rational? Es gibt keine vollkommenen Märkte und kein vollkommenes Wissen aller vollkommenen Marktteilnehmer? Wer hätte dies vor der Lektüre dieses Buches für möglich gehalten?
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