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Zahlreiche (sich widersprechende) Doppel- und manchmal Dreierversionen derselben Ereignisse in den Berichten über die Wanderung der Erzväter, dem Auszug aus Ägypten und der Gesetzgebung lassen unterschiedliche Quellen erkennen, die zu verschiedenen Zeiten aus bestimmten Gründen zusammengefügt oder redaktionell überarbeitet wurden. Die alttestamentarischen Geschichten sind demnach als nationale Mythen einer pan-israelitischen Idee zu betrachten.....

Neben der historischen Verschwommenheit (13. Jahrhundert v. Chr.) des "Auszuges aus Ägypten" gibt es keine archäologischen Beweise dafür, dass zu dieser Zeit eine große Volksgruppe den Sinai durchzogen hat. Die Auseinandersetzung zwischen Moses und dem Pharao ist vielmehr eine Spiegelung der historischen Konfrontation zwischen dem judäischen König Josia (639-609 v. Chr.) und Pharao Necho. Ebenso gab es keine gewaltsame Einnahme Kanaans. Jericho Mauern haben auch nicht einstürzen können, da die kanaanitischen Städte keine Stadtmauern besaßen.. Die meisten Menschen, die man als frühe Israeliten bezeichnen kann, waren vielmehr Einheimische, die sich um 1200 v. Chr. infolge eines dramatischen sozialen Wandels weitab der kanaanitischen Städte im westjordanischen Bergland niederließen und zweihundertfünfzig Dörfer gründeten. Aus dieser Zeit stammt der älteste kultische Ritus, kein Schweinfleisch zu essen. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dass Jerusalem zur Zeit der "Könige" David und Salomon (ca. 1005 - 931 v. Chr.) nicht größer als ein kleines Bergdorf gewesen ist. Beide waren lediglich Stammesoberhäupter mit einer ziemlich kleinen und lokal beschränkten Verwaltung. Denn es gab immer zwei verschiedene Gemeinwesen im Bergland, von dem das südliche (Juda) stets ärmer, schwächer und ländlicher war als das Nordreich (Israel). Die Könige des Nordreiches, die in Alten Testament ausnahmslos als Götzendiener beschrieben werden, besaßen tatsächlich eine außerordentliche militärische Macht und eine hochentwickelte Verwaltung und ließen architektonische Leistungen vollbringen. Da sie jedoch auch Baals- Astartekulte nicht nur zuließen, sondern auch förderten, werden sie im Alten Testament negativ dargestellt. Gleiches gilt auch für den judäischen König Manasse (698-642 v. Chr.), der als schlimmster aller Apostaten beschrieben wird und dem die Bibel die Schuld für die spätere Zerstörung des 1. Tempels und die Verschleppung nach Babylon (586 v. Chr.) gibt....

Sachlich kontrovers, jedoch frei von Polemik weisen die Autoren auch auf einige Anachronismen hin. So gibt es bereits in der Geschichte der Erzväter massenhaft Kamele, obwohl diese erst weit nach 1000 v. Chr. im alten Orient als Lasttiere Verwendung finden sollten. Isaak begegnet Abilech, dem König der Philister. Dieses Volk sollte jedoch erst nach 1200 v. Chr. an der kanaanitischen Küste auftauchten und dort sesshaft werden. Die Buchautoren kommen zu dem Schluss, dass die unter der Herrschaft König Josias (639-609 v. Chr.) zusammengestellten Sage (von der Geschichte des Auszuges aus Ägypten bis zur Auffindung des Gesetzbuches im Jerusalemer Tempel) eine glänzende, mit Leidenschaft geschriebene Komposition ist, die mit dem Ziel verfasst wurde, Ereignisse der Vergangenheit und der Zukunft zu erklären, die Notwendigkeit religiöser Reformen zu rechtfertigen und die Gebietsansprüche der davidischen Dynastie zu untermauern.

Neben zahlreichen Landkarten, Rekonstruktionen von archäologischen Stätten und anderen Abbildungen, bietet das Buch auch tabellarische Listen der Könige von Israel und Juda, mit einer Gegenüberstellung ihrer alttestamentarischen Beschreibung, den außerbiblischen Belegen und den archäologischen Funden. Ein 38-seitiges Literaturverzeichnis und ein alphabetisches Register runden das Bild des auf dem neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden, sehr empfehlenswerten Sachbuches ab. 5 Amazonsterne.
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am 27. April 2016
A highly commendable book which shows how a great deal of what is related in the first dozen or so books in the Bible is not historical fact, but a series of legends, folk tales, myths and plain wishful thinking.There is, for example, no historical or archælogical proof that the Exodus (when Moses led the children of Israel out of Egypt to the "Promised Land") ever took place. Similarly, there is no evidence that Canaan was conquered in war.

The well-known tale of Joshua and his people circumambulating the walls of Jericho and blowing on trumpets until the walls fell down, is just that - a tale. Joshua was Moses' successor, so we're in the late 11th century BC and, rather inconveniently at that time, no towns in the region had defensive walls to be blown down; that didn't occur 'til centuries later on.

Also the great kingdom that David was supposed to rule over, was a myth. 10th century BC Jerusalem was little more than a small town perched on a rock that had no control over any other territory. Likewise there is no archæological proof for all the great building works attributed to Solomon - they came much later.

The books from Genesis to Chronicles were very largely written in the 7th century BC, by four different sources, and reflected the theological and political outlook of the time. The authors' agenda was to show that the Jews were the "chosen people", that Jehovah would look after them if they followed His laws - and if they didn't, they would suffer. As a consequence theocratic wishful thinking supplanted the hard facts of history. To be fair, all related history at the time (just look at Herodotus) included a good dose of "creativity" and fantasy. For anybody interested in Biblical history this book is absolutely first-rate.
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am 28. Juni 2013
Der Archäologe Israel Finkelstein und der Historiker Neil Asher Silberman, zwei weltbekannte Wissenschaftler, waren in der Lage innerhalb eines internationalen Forschungsprojektes den Stellenwert der Bibel als mythisches und national-episches Sammelwerk zu identifizieren und zu dokumentieren. Die wertvollen Resultate ihres Forschungsprojektes haben sie in diesem Werk, das bereits als Klassiker gilt, mit großem Verständnis und Einfühlungsvermögen der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Forschungsteam konnte eindeutig feststellen, daß die Übermittlung konkreter historischer Fakten kein Anliegen der Bibelautoren war. Im 7. Jahrhundert AC fand dort unter der Aufsicht von König Josias eine politisch motivierte Kultur- und Religionsreform statt und während dieser Zeit wurde die Bibel zusammengestellt wobei alle anderen Glaubensformen die in Juda bisher ein tolerantes Klima vorfanden nicht mehr willkommen waren und Priester und Anhänger einer Lynchjustiz ausgesetzt und ermordet wurden. Das alles geschah nach der Vereinnahmung des Königtums Israel in das assyrische Großreich wobei viele Flüchtlinge in das kleine Königtum Juda strömten. Es war dies eine Zeit großer politischer Ungewissheit. Während dieser Zwischenperiode wurde die Bibel zusammengestellt. Dieses Vorhaben wurde von rein nationalplitischen Impulsen diktiert. Es galt ein religiös-nationales Gedankengebäude zu schaffen das dann in eine einheitliche schriftlich-sprachliche Form gefaßt wurde. Dieses Werk sollte die Gedanken- und Vorstellungswelt der verschiedenstämmigen Hebräern mit ihren verschiedenen Stammesmythen und Religionsformen vereinen und auf einen einzigen Nenner bringen. Diese gesammelten Schriften waren dazu bestimmt starke Impulse für die Motivierung einer Zurückeroberung des verlorenen Königreiches Israel auszusenden. Es kam aber nicht dazu. Die inzwischen zerbröckelne Großmacht Assyrien bat nun um ägyptische Hilfe gegen die aufstrebende baylonische Macht. Die Situation in Ägypten hatte sich inzwischen auch wieder konsolidierte und Necho, der ägyptische König von damals, war nun in der Lage die um Hilfe bittenden Assyrer zu unterstützen . Während dieser Kampagne wurde König Josias getötet. All dies wird dem Leser sehr klar präsentiert wobei die Ergebnisse der archäologischen Forschungen, die auf die Angaben in der Bibel Bezug nehmen, eindeutig beweisen, daß die Leitfiguren in der Bibel wohl mythologische Figuren, jedoch keine historischen Persönlichkeiten repräsentieren können. Auf Grund der eindeutigen achäologischen Funde kann es keine ägptische Gefangenschaft und somit auch keinen Exodus gegeben haben. Die Beweislage wird sehr fundiert präsentiert und wer mehr erfahren will muß das Buch selbst zu Rate ziehen. Die Autoren haben auch eine vierteilige Videoserie mit demselben Namen produziert die bei der Lektüre des Buches sehr hilfreich sein kann.
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