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5.0 von 5 Sternen " Wenn er sagt " Vergebt euren Feinden", so meint er nicht, den Feinden zuliebe, sondern sich selbst zuliebe und weil die Liebe
schöner ist als der Hass." ( Oscar Wilde)

Der englische Dramatiker und Erzähler Oscar Wilde (1854-1900) wurde 1895 wegen Homosexualität zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Reading verbüßte.

" De Profundis " ist der ergreifende Prosatext, den Oscar Wilde während seines Aufenthaltes in Reading an seinen...
Veröffentlicht am 28. März 2009 von Helga König

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Things Profound and Shallow
The three stars do not refer to Wilde's achievement, but to that of the editor. The edition has not been renewed since the first publication in 1954. The foreword is consequently more than outdated. The book lacks an apparatus of annotations, a service that Penguin usually provides. As to what concerns the text, I think that 'de profundis' is overrated...
Veröffentlicht am 6. November 2005 von aporos


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Wenn er sagt " Vergebt euren Feinden", so meint er nicht, den Feinden zuliebe, sondern sich selbst zuliebe und weil die Liebe, 28. März 2009
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
schöner ist als der Hass." ( Oscar Wilde)

Der englische Dramatiker und Erzähler Oscar Wilde (1854-1900) wurde 1895 wegen Homosexualität zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Reading verbüßte.

" De Profundis " ist der ergreifende Prosatext, den Oscar Wilde während seines Aufenthaltes in Reading an seinen Geliebten Lord Alfred Douglas, genannt Bosie, verfasste.

In diesem Text reflektiert er seine Beziehung zu seinem Geliebten und befasst sich darüber hinaus mit Fragen zur Kunst und zur Religion.
Seine Beziehung zu Bosie nennt er im Brief geistig erniedrigend. Er beklagt, dass der Geliebte nie elegant mit Ideen spiele, sondern nur mit radikalen Ansichten auftrumpfen könne und Bosie sich stets zwischen ihn und seine Kunst gedrängt habe. Lord Alfred interessierte sich, wie Wilde schreibt, nur für seinen Magen und seine Marotten. Der Dichter macht sich Vorwürfe, dass er Bosie damals nicht das Haus verboten hatte und bekennt sich zur eigenen Schwäche. Er resümiert, dass bei einem Künstler Schwäche ein Verbrechen sei , wenn diese Schwäche die schöpferische Phantasie lähme.
Als Hauptfehler Bosies nennt er dessen Eitelkeit und seine Beziehungslosigkeit zum Geld und bezieht sich damit auf eine entsprechende Charakteranalyse von Lord Alfreds Mutter. Ausführlich beschreibt Wilde die ausschweifenden Geflogenheiten seines Geliebten, um ihn damit zu konfrontieren und zum Nachdenken anzuregen.
Schenkt man Wilde Glauben, so war Bosie ein Mensch, der seine Gefühle nicht beherrschen konnte, " die sich bald in langem schmollendem Schweigen äußerten, bald in jähen fast epileptischen Wutanfällen." Wilde konstatiert, dass er nur die Möglichkeit hatte Bosie nachzugeben oder ihn aufzugeben. Aus tiefer, wenn auch verfehlter Zuneigung, aus großer Nachsicht mit Bosies Unausgeglichenheit und seinen Schwächen, aus seiner ihm eigenen sprichwörtlichen Gutmütigkeit und keltischen Trägheit, aus der Aversion des Künstlers gegen derbe Auftritte und rüde Ausdrücke aus seiner zu jenem Zeitpunkt typischen Unfähigkeit, jemanden etwas nachzutragen verließ Wilde seinen Geliebten nicht, wie er resümierend schreibt. Wilde sieht sich als Opfer in den Händen des launischen Lord Alfred, dem er vorwirft: " Nachdem Du mein Genie, meine Willenskraft und mein Vermögen in Beschlag genommen hattest, verlangtest Du in blinder , unersättlicher Gier meine Existenz. "
Der Zuchthaussträfling stellt fest, dass er im Konflikt zwischen Bosie und dessen Vater aufgerieben wurde, seinen Kopf und seine Urteilsfähigkeit verlor und ihn besagte Tatsache schließlich in die Strafanstalt brachte.
Immer wieder erfährt man an Beispielen wie erbärmlich selbstbezogen und eitel sich Bosie in der Beziehung zu Wilde verhielt und ihn - seinen Gönner - nicht selten im Stich ließ, wenn er seelischen Beistand nötig hatte.
Wilde sieht die geistige Seichtheit seines Geliebten und hält diesen nicht für würdig für die Freundschaft und Liebe zu ihm, gleichwohl weiß er: " Doch die Liebe feilscht nicht auf dem Markte und rechnet nicht auf der Krämerwaage. Ihre Freude besteht wie die Freuden des Intellekts darin, dass sie sich lebendig weiß. " Wilde resümiert, dass Bosie sein Feind war: " Ein Feind , wie kein Mensch in je gehabt hatte. Ich hatte Dir mein Leben geschenkt, und um die niedrigsten, aller menschlichen Leidenschaften zu befriedigen; Hass, Eitelkeit und Gier, warfst Du es weg. In weniger als drei Jahren hast Du mich vollständig ruiniert. "
Wilde ist nicht bereit Bosie für das, was er ihm antat zu hassen, er möchte ihn weiterhin lieben, um die Tage im Gefängnis zu überstehen. Deshalb beschließt er in Bosie ebenfalls einen Leidenden zu sehen.
Im Leid sieht Wilde eine Wunde, die unter der Berührung einer fremden Hand zu bluten beginnt, ja selbst unter der Hand der Liebe von neuem aufbricht, wenn auch nicht schmerzt.
Für Wilde ist das Leid die vornehmste Gemütsbewegung, deren Menschen fähig sind, zugleich auch Urform und Prüfstein aller großen Kunst.
Das Geheimnis des Lebens sei Leiden. Hinter allem verberge sich nur dieses. In dieser Erkenntnis sieht man Oscar Wildes gedankliche Nähe zum Buddhismus sehr deutlich.
Wilde hält fest, dass er alles verloren habe, ihm allerdings die Demut geblieben sei, deren hohen Wert er im Zuchthaus erst wirklich erkennt.
Er reflektiert in der Folge die direkte Verbindung des Lebens Christus mit dem Leben des Künstlers und zeigt auf, weshalb er Christus für den größten Individualisten hält. Seine Begründung hierfür lautet " Seine Demut ist, wie die Unterwerfung des Künstlers unter jede Art von Erfahrung, nur eine Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Christus ist auf der Suche nach der Seele des Menschen.... Er tut das , weil man sich der eigenen Seele nur dadurch bewusst wird, dass man sich aller fremden Leidenschaften entäußert, aller angelernten Bildung und aller irdischen Güter, mögen sie gut oder schlecht sein."
Über seine im Zuchthaus gewonnene Demut, gelangt Wilde zu dem innersten seiner Seele, deren Feind er solange war und die ihn als Freund erwartete. Der brillante Denker schreibt, dass die Berührung mit der eigenen Seele den Menschen einfältig mache wie ein Kind, was er nach Christus Worten auch sein solle. Wilde nennt es tragisch, wie viele Menschen bis zu ihrem Tode nie ihre Seele besaßen.
Diese Nähe zu seiner Seele macht Wilde unfähig zu hassen. Er liebt und möchte Bosie den Sinn des Leids nahebringen und ihm klar zu machen, dass Hass, intellektuell betrachtet, die " Ewige Verneinung " verkörpert, dass Hass vom Standpunkt der Emotion betrachtet eine Art Auszehrung ist, die alles tötet, nur nicht sich selbst.

Wilde hat im Rahmen des langen Briefes seine Opferhaltung aufgegeben und durch seine klare Absage gegenüber dem Hass sich zur Liebe und zur Selbstverwirklichung bekannt.
Großartig.

Lesenswert auch ist die dem Text angefügte " Ballade vom Zuchthaus Reading " und die Interpretation des Gedichtes durch Jorge Luis Borges.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sincerely True Though Perhaps Not Truly Sincere, 21. Januar 2000
Rezension bezieht sich auf: De Profundis (Taschenbuch)
I agree that this is a book that should be read by all and I do not deny the great emotional intensity with which it is written. For these two reasons and the very nature of the work, it certainly merits a 5 star rating. However, my primary criticism is that I was discomforted with an underlying feeling of insincerity when I read the words Wilde wrote to Douglas. I do believe that the circumstances were as Wilde listed, but I did not feel that Wilde was as forgiving as he depicted himself to be, nor made as independent by the time in prison. I wondered if, after his release, he really was able to be happy without all the pleasures and indulgences he had known in life before his sentence; if his compromised social status was honestly no longer of importance to him. The lesson he claimed in humility were repeatedly contradicted with his own claim to genius and superiority. And though he claimed to have always wanted out of his involvement with Douglas (and I beleive he did) and that he had now found the strength to resist him, I felt quite certain that he wanted nothing more than Douglas' return to him. All of this aside, however, the letter still makes for an interesting study in the human emotion under almost inhumane conditions and should be read for such. Whether his feelings were authentic and carried on into his life, likewise contribute to the intrigue of the expressions. He wrote what he surely believed to be true at the time and that alone is worth the time spent reading it.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Aus der Tiefe der Seele", 29. März 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist ein 170 Seiten langer Brief Oscar Wildes an seinen Geliebten Lord Alfred Douglas, den er im Zuchthaus schrieb. Man erfährt durch den Brief, wie Wilde in eine unglaubliche Abwärtsspirale geraten ist. Der Leser begleitet Wilde in diesem sehr persönlichen Buch in seine tiefste Gefühlswelt, die dabei zwischen Liebe, Wut, Selbstmitleid, Selbstanklage und Glauben schwankt. Der Brief erlaubt es Wilde nun den Hass und seine Verzweiflung aus seinem Körper zu reißen.
Die Geschichte berührt das Herz eines jeden Lesers: Der große gefeierte Schriftsteller abgestürzt, nur noch ein elendiges seelisches Wrack, wirtschaftlicher Konkurs, entrechtet, verlassen...schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen! Dann erkennt Wilde worauf es im Leben wirklich ankommt.

Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anklage und Bekenntnis, 27. März 2003
... ist dieses Werk Oscar Wildes, und es geht weiter: Wilde schildert seine persönlichste Bedrückung, seine Metamorphose im Gefängnis, seine Ansichten über die Welt der Liebe, des Hasses, der Kunst.
Wie Klaus Mann sich ausdrückte, es ist wohl das beste, was Oscar Wilde je geschrieben hat, fern von jedem unnützen Wort, ausholend zwar, aber doch nur, um die Welt sich, und dem Adressaten, dem ehemaligen Geliebten, und schließlich auch dem Leser neu zu offenbaren. Denn eine Offenbarung ist dieses Buch allemal: ein Bekenntnis Wildes zu wahrer Humanität, grenzenloser Liebe, tiefer Empfindung.
Ein Buch, das dem geneigten Leser die Welt öffnet, literarisch, menschlich.
Und so kann ich mich schließlich nur John Cowper Powys anschließen, der sagte: "Der Name O.W. wird durch De profundis zu einem >Zaubermittel< und phantastischen Leuchtfeuer, bei welchem die >Erniedrigten und Beleidigten< Zuflucht finden und neue Hoffnungen schöpfen können."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I cannot summarise my feelings on this, 19. Juli 1999
Von Ein Kunde
This is quite possibly one of the most profound pieces of literature ever written. It is, for those of you who do not know, a letter written from prison to Alfred Douglas. It is all about suffering and how in the end we can but love, like Antigone in Sophocles' play Wilde 'must love not hate'. This really does deserve to be more widely read - very few people I know had heard of it.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das größte Laster ist die Seichtheit (Oscar Wilde), 9. Februar 2010
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lord Alfred Douglas (Oscar Wildes Geliebter) ist der Inbegriff der menschlichen Schönheit, die die Welt anzubieten hat. Um so schwerer fällt es einem, den Gedanken in Erwägung zu ziehen, dass ein so von überdurchschnittlicher Anmut gezeichnetes Wesen die auf den ersten Blick unsichtbaren Werte eines Flegels und Wütenden in sich vereint. Oscar Wilde klagt in "De profundis" seinen ehemlaigen Geliebten, liebevoll "Bosie" genannt, an, ihn ins unermessliche Verderben gestürzt zu haben. Wie Wilde sagt, hat Bosies Eitelkeit und seine Beziehungslosigkeit zum Geld seinen Freund, einer der angesehensten Künstler der damaligen Zeit, Wilde ins Zuchthaus von Reading, England, gebracht. Wilde wurde vorgeworfen homosexuelle Abenteuer mit Lord Alfred Douglas vollbracht zu haben, Kläger war Bosies Vater. Schließlich wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Er schildert in diesem Werke nicht nur wie hart er Tag um Tag arbeiten, schmerzlichen Gedanken der Vergangenheit nachgehen und hat miterleben müssen wie seine Frau sich von ihm scheiden ließ und ihm die Vormundschaft für seine beiden Söhne weggenommen wurde, sondern auch, wie er eine Seite im Leben, dank seines Gefängnisaufenhalts, entdeckt hat: Das Leid(en). Er schreibt, dass er vor seiner Einweisung nach Reading das Leben von der schönen Seite gesehen hat und mit Leid nichts zu tun haben, bzw. seine Werke nicht damit bestäuben wollte. Doch nach der Belehrung in H.M. Prison, Reading wird er eines Besseren belehrt und sieht es zukünftig als seine Pflicht an, die Menschheit über das Leid aufzuklären.

Er hat in absehbarer Zukunft vor, zwei Werke zu vollbringen: Er will einerseits über Christus schreiben, da er ihn als ersten Künstler überhaupt ansieht und andererseits etwas über das Leid(en) verfassen. Leider stirbt er wenige Jahre nach seiner Entlassung.

"De profundis" ist ein Werk, welches aus Briefen an Bosie besteht. Er klagt ihn an, ihn in den finanziellen Ruin gebracht zu haben und erklärt ihm ohne je ein Blatt vor den Mund zu nehmen (wovon er sowieso nichts hält, denn zum Schluss des Buches sagt er zu Alfred, er solle ihm zurückschreiben, und es so formulieren wie seine Worte ihm gerade durch den Kopf gehen, denn jedes geheuchelte oder unehrliche Wort würde er sofort erkennen), dass Bosie immer zwischen ihm (Oscar) und seiner eigenen Kunst stand. Ständig wenn Wilde etwas anfing, stand Bosie schon im Türrahmen und ließ sich dann mit Hilfe Wildes Gutmütigkeit und dem immer währenden Fehler Wildes Bosie alles zu verzeihen, in Luxusrestaurants ausführen, spielte in Spielhallen und vergnügte sich leidenschaftlich auf Wildes Kosten.

Wilde macht ihm den Vorschlag sich nach seiner Entlassung mit ihm zu treffen, da es ihm wichtig erscheint. Selbst wenn Bosie ihm während seines Aufenthaltes im Gefängnis nie einen Brief schrieb, ihn nie besuchte, die Unverfrorenheit besaß ein Gedichtband zu verfassen und es Wilde zu widmen (obwohl Oscar dies nicht wollte, da er nie gefragt wurde) und auch noch Auszüge aus Wildes Briefen an ihn in der französischen Zeitung veröffentlichen wollte - selbst dann wollte Wilde seinen ehemaligen Freund nochmals sehen, auch wenn er Bosies Wutanfälle, seine ständige Rage, wenn er nicht das bekam was er wollte, nie hätte vergessen können.

Es ist ein Werk das aufklärt über die Verhältnisse im Gefängnis (vor allem Dank der "Ballade des Zuchthauses zu Reading", welche am Schluss von "De profunis" angehängt ist), ein Werk, das durch Nachdenklichkeit in einem finsteren Kerker überzeugt, indem die dort drinnen eingefangenen Gedanken fest auf Papier gesetzt werden und das Wilde dazu bringt zu sagen: "Ich werde nach meiner Entlassung nicht in der Zukunft leben, was ich vor mir haben werde, ist die Vergangenheit und ich muss mich, die Menschheit und Gott dazu bringen sie mit anderen Augen zu sehen". Dieses Buch beweist, dass man sich während eines schrecklichen, anstrengenden Aufenthaltes im Zuchthaus besinnt und an das Wesentliche denkt und dadurch auch andere Facetten des Lebens erkennt, die man vorher nie betrachtet hat: Das Leiden.

Für einen Wilde-Liebhaber ein absolutes Muss und auch für andere Leser ein spannender Einblick, der sich einem bietet. ICH HABE NACH DER ERSTEN LEKTÜRE VON WILDE GEWUSST, DASS ICH DIESEN SCHRIFTSTELLER AUCH NOCH IN ZUKUNFT VERGÖTTERN WERDE UND DIESE VERMUTUNG/WUNSCH HAT SICH DANN BESTÄTIGT, ALS ICH WEITERE WERKE VON IHM GELESEN HABE. MITTLERWEILE HABE ICH EINIGE VON IHM GENOSSEN UND KENNE SEINEN STIL. ICH LIEBE DICH, OSCAR, OH MEIN LIEBSTER MEINER LIEBEN!

~Bücher-Liebhaberin~
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Things Profound and Shallow, 6. November 2005
The three stars do not refer to Wilde's achievement, but to that of the editor. The edition has not been renewed since the first publication in 1954. The foreword is consequently more than outdated. The book lacks an apparatus of annotations, a service that Penguin usually provides. As to what concerns the text, I think that 'de profundis' is overrated. Parts of it show that Wilde had had a long think about his former life, and he movingly claims to be on his way to a better life. Apart from that he blames 'Bosie' for everything, and goes on for ages about how he ruined his life, his art, his reputation, his wealth... Then, there are quite a few little reflections on theory of art, philosophy and religion. Some of it is quite interesting, and also revealing with regard to Wilde's art. If one has read Wilde's novel and his comedies, then I reckon it is worthwile reading 'de profundis', even though Wilde does not live up to his own moral: 'The supreme vice is shallowness.'
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufschrei aus dem Kerker, 29. Juni 2007
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
"De profundis" ist ein Aufschrei aus dem Kerker. Der schillernde Dandy und gefeierte Theaterautor Oscar Wilde wurde auf dem Höhepunkt seines Ruhms wegen homosexueller Beziehungen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Anfang 1897, schon gegen Ende der Haft, schrieb er sich mit einem Brief an den ehemaligen Geliebten Lord Alfred Douglas die Verzweiflung vom Leib. Der Brief wurde später unter dem Titel "De profundis" veröffentlicht. Wilde rechnet schonungslos mit Douglas ab und wirft ihm – während er die fatale Beziehung noch einmal Revue passieren lässt – Herzlosigkeit, Verschwendungssucht, Egozentrik und Fantasielosigkeit vor. Dann schwenkt er vom Gestern aufs Heute und versucht seinem harten Leben im Gefängnis etwas Gutes abzugewinnen: Er habe dort Demut und das Leiden gelernt. Beide Erfahrungen, die er zu früheren Zeiten als Liebling der Gesellschaft wohl gering geschätzt hätte, erscheinen ihm nun essenziell und zur Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit unverzichtbar. Bis zum Schluss ist der Text von tiefem Groll und hilfloser Liebe zu Douglas geprägt. Dabei geht er in Ton und Umfang weit über die briefliche Form hinaus. Obwohl unausgewogen und gedanklich gewagt, ist Wildes Werk ein bewegendes persönliches Bekenntnis und ein bewundernswertes Stück Selbstbehauptung.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spiegel mit Rückseite, 18. Juli 2001
Von Ein Kunde
Oscar Wilde kannte ich nur aus einer alten Gesamtausgabe. Daß einer seiner wichtigsten Texte dort fehlen mußte, ging mir bei "De profundis" auf. Ich habe es in einem Zug verinnerlicht (und vieles früher Verinnerlichte stieg wieder auf). Junge Menschen sollten das lesen und daraus lernen, was Kunst, was Leben sein kann und was sie nicht sein sollten. Allein was der Antimoralist Wilde über Jesus als Künstler schreibt, kann Heiden wie Christen frommen. Der höchste Zweck der Kunst ist der Künstler selbst (mal nicht zynisch gemeint), sind alle, die durch ihn lachen, weinen, denken. Wilde über Christus: "Er ist selbst einem Kunstwerk gleich." - Ich bin dankbar, Oscar Wilde in seiner Weise, künstlerisch und menschlich, noch einmal kennengelernt zu haben. Auch mit Irrtümern (herrlich, von Jorge Luis Borges zu lesen, "daß Wilde fast immer recht hat"). Ich liebe das Unvollkommene, wenn es so vollendet ist. Er schließt diesen "Brief mit seinen wechselnden schwankenden Stimmungen, seinem Hohn und seiner Bitterkeit, seinem Sehnen und dem Unvermögen, dieses Sehnen zu verwirklichen", mit der einfachen Wahrheit: "... so unvollständig und unvollkommen ich bin, Du könntest dennoch viel von mir profitieren". Das geht alle an.
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5.0 von 5 Sternen Top!, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alles gut, alles toll. Was muss ich noch schreiben? Zehn Worte verbleiben erfoderlich... Brauch ich nicht. Alles einwandfrei verlaufen und so.
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De Profundis (Modern Library Classics)
De Profundis (Modern Library Classics) von Oscar Wilde (Taschenbuch - 12. September 2000)
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