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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An interesting read for everyone who ever stumbled upon "lingchi" pictures, and read Georges Bataille or Octave Mirbeau, 22. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Death by a Thousand Cuts (Gebundene Ausgabe)
I read this book because I came across "lingchi" execution photos many years ago. The French writer Georges Bataille had published them in his book "Tears Of Eros".
I forgot the pictures, but remained ever appalled by how Bataille could see "ecstasy" in the face of the victim. I couldn't wait to read "Death by a Thousand Cuts" now, because I wanted to find out what was really behind those pictures. It was unexpected and a pleasant surprise that the authors dedicated a whole chapter to Bataille's interpretation.
The first part of the book is about justice/criminal history, and I was relieved to learn that "lingchi" never was a regular or frequent way of execution, and that when it was inflicted upon someone, it was not out of sadism but for superstitious reasons.
And I found the second part of the book particularly fascinating (Chinese Torture in the Western Mind (Octave Mirbeau e.g.) -, Misreading Lingchi, etc.).
Besides all that, I found it very well written, so I read the whole book through in two evenings. I am no English native speaker, but my impression is that the authors manage to talk about this horrible topic in a tactful and humane way.
It's not an easy read of course. The photos will make you feel ill, even if you have seen them before, and also do many of the quoted texts. It is a book that certainly needs time to settle.
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5.0 von 5 Sternen Zum Teil Aufarbeitung historischer Tatsachen, zum Teil Selbst-Reflektion, 26. Februar 2012
Von 
G. Remrow (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Death by a Thousand Cuts (Gebundene Ausgabe)
Die Behauptungen früherer Kolonialimperien, die "Wilden müssten zivilisiert werden", sollten noch jedem aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein. Dass die "Wilden" zivilisierter waren als ihre späteren Herren, sieht man zum Beispiel hier beim Vergleich der Todesstrafe für Kapitalverbrechen im kaiserlichen China und dem Vereinigten Königreich: Im U.K. wurden die Verurteilten bei vollem Bewusstsein beinahe gehängt, dann kastriert, die Gedärme aus dem Leib geschnitten und vor ihren Augen verbrannt, bevor sie gevierteilt wurden. In China wurden die mit Opium sedierten, nach den ersten Schnitten durch einen Stich ins Herz getöteten Verurteilten zu Sushi verarbeitet: In kleine Stücke geschnitten. Dies nicht etwas, um ihnen spitze Schreie der äußersten Qual zu entlocken, sondern ihre Seelen zu verdammen: Nach dem Jenseitsglauben des kaiserlichen Chinas sucht die Seele der Verstorbenen ihren Körper. Ist dieser in viele Teile zerteilt, ist sie für alle Ewigkeit verdammt.
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4.0 von 5 Sternen Der Tod der tausend Schnitte, 19. Dezember 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Death by a Thousand Cuts (Gebundene Ausgabe)
Das Verhältnis zwischen China und Europa war immer schwankend. Zunächst geprägt von Unkenntnis, die sich in Mystifizierung äußerte, dann von Halbwissen, das im politisch aufgeheizten Weltklima des 19.Jh. zu Abgrenzungs- und Kolonialisierungszwecken mißbraucht wurde, und schließlich heute von fast ausschließlich wirtschaftlichen Betrachtungen, ist China trotzdem noch ein Geheimnis für viele Europäer. Ein Thema, das immer schon für Spannungen sorgte, war die unterschiedliche Bestrafungskultur, oder zumindest die unterschiedliche Wahrnehmung derselben. Um dieses Thema dreht sich dieser Band, der als Aufhänger für die Diskussion ein spektakuläres Beispiel heranzieht: Den Tod durch Zerschneidung des Körpers in Einzelteile, chinesisch "lingchi".

Die Geschichte dieser Todesstrafe wird von ihrem wohl mongolischem Ursprung durch die Ming- und Qing-Dynastien erzählt, doch in diesem Buch geht es um mehr als nur diese Strafe an sich: Die Hintergründe, warum gerade das lingchi als schlimmer erachtet wurde als das Köpfen oder Erwürgen, die gegenseitige Beeinflussung der diesseitigen Justiz mit religiösen Nachweltbeschreibungen wie dem Yuli chaozhuan, sowie die Rezeption der chinesischen Bestrafungskultur im Westen, die sich durch einen extremen voyeuristischen Fetischismus auszeichnet, werden ausführlich beleuchtet - das Buch gibt daher eine detaillierte Einführung in die Geschichte der Rechtsexekutive des kaiserlichen China.

Leider hält der Schreibstil des Autorentrios manchmal nicht mit dem äußerst interessanten Inhalt mit. Ich als Lektor hätte gerade bei der Einleitung jeden dritten Satz ersatzlos gestrichen - die Autoren haben die Neigung, alles dreimal zu sagen, nur mit anderen Worten, und das ermüdet sehr. Ebenso wenig gelungen finde ich die extrem übertriebenen, andauernden, ständig wiederholten Hinweise darauf, dass man doch nicht so erschrocken sein darf, so entsetzt, und dass die Leser nicht so panikartig auf die in den Methoden zur Schau gestellte Grausamkeit reagieren dürfen. Ganz ehrlich - ich glaube nicht, dass jemand heutzutage so auf Illustrationen oder sogar Fotos von abgeschnittenen Körperteilen reagiert, insbesondere, wenn man die Zielgruppe des Buchs in Betracht zieht. Das hätten sich die Autoren echt sparen können, ja sogar müssen. Glücklicherweise legt sich das mit Fortschreiten des Buchs, und gerade die mittleren Kapitel sind distanzierter und gleichzeitig spannender geschrieben, doch man kann anhand des Schreibstils die drei Autoren recht klar unterscheiden. Die Kapitel über George Bataille's "Les Larmes d'Éros" und die Diskussion über die Textgeschichte wirken allerdings unabhängig davon wie ein Fremdkörper.

Die Reproduktionsqualität der Schwarzweißfotos und der Holzschnittillustrationen ist durchweg gut, ebenso die Bindung. Das Papier ist unangenehm grob, fühlt sich sehr rauh an. Die Gestaltung des Schutzumschlags, passend zur Thematik in Blutrot gehalten, gefällt. Ein ausführlicher Index, eine ebensolche Literaturliste sowie eine Zeittafel komplettieren das Werk.

Allen Lesern, die mehr erfahren wollen über die Bestrafungen des kaiserlichen China, sei es ausgehend von Literatur oder auch Geschichtskunde, ist dieses Buch ans Herz zu legen, trotz der Minuspunkte in der B-Note.
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Death by a Thousand Cuts
Death by a Thousand Cuts von Gregory Blue (Gebundene Ausgabe - 4. März 2008)
EUR 28,48
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