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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spion und Schneider
Wenn ich eine Top-10-Liste der besten Star Trek Romane erstellen müsste, so wäre "A Stitch in Time" ganz oben platziert. Es handelt sich um einen der besten Deep Space Nine Romane, die ich bisher gelesen habe. (Und ich habe schon mehr als dreissig DS9-Romane gelesen.)

Beim Lesen dieses Buches hatte ich das Empfinden, Garak selber sprechen zu...

Veröffentlicht am 8. Mai 2002 von d_arean

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer Garak liebt, wird dieses Buch lieben. Alle anderen: Finger weg...
Aufgrund eines Briefes von Dr. Bashir nimmt der am Aufbau Cardassias unterstützende Elim Garak sich die Zeit und beantwortet seinem Freund nicht nur den Brief, sondern schickt ihm gleichermaßen auch ein autobiographisches Werk aus seinem Leben. - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Autor des Romans ist auch der Darsteller Garaks! Demnächst soll ein...
Veröffentlicht am 24. August 2008 von Hemeraner


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spion und Schneider, 8. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Wenn ich eine Top-10-Liste der besten Star Trek Romane erstellen müsste, so wäre "A Stitch in Time" ganz oben platziert. Es handelt sich um einen der besten Deep Space Nine Romane, die ich bisher gelesen habe. (Und ich habe schon mehr als dreissig DS9-Romane gelesen.)

Beim Lesen dieses Buches hatte ich das Empfinden, Garak selber sprechen zu hören, so als würde er Dr. Bashir seine Geschichte erzählen.

Ein anderer Rezensent hatte bemängelt, dass er der Geschichte nur schwer folgen konnte. Diese Beschwerde ist mir unverständlich, es stimmt zwar, dass konzentriertes Lesen notwendig war um nicht den Faden zu verlieren, Andrew Robinson hat das Buch jedoch so interessant gestaltet und soviele verblüffende Wendungen und Details eingebaut, dass mir dies nicht sonderlich schwer gefallen ist.

Die Geschichte beginnt in Garaks Kindheit, erzählt über seine Ausbildung zum Spion, enthält eine ziemlich traurige Liebesgeschichte, beschreibt ein von Garak durchgeführtes Attentat auf Romulus und erklärt an einer Stelle wieso Garak während seines Exils die Möglichkeit hatte als Schneider zu arbeiten.

Garak hat auf Dr. Bashirs Frage, welche Geschichten wahr wären, einmal geantwortet: " Sie sind alle wahr. Besonders die Lügen."

Ich habe mich nach dem Lesen des Romans gefragt, wie Garaks Leben auf Cardassia Prime, jetzt nachdem der Planet durch die Kriegshandlungen mit dem Dominion so verwüstet wurde, aussehen wird, was er mit seinem restlichen Leben anfangen will. Ich hoffe, diese Fragen werden irgendwann noch geklärt. Wenn nicht, auch Geheimnisse haben ihren Reiz.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die dramatische Story einer Person in einem fremden System!, 10. Juli 2005
Von 
Stefan Seitz (Upperaustria, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Beschämt muss ich gestehen, dass ich dieses Novel eigentlich nur las weil ich dachte es wäre das Vorspiel der Relaunch Serie und ich wollte es der Vollständigkeit halber gelesen haben. Aber zum Glück wurde ich eines besseres belehrt. Andrew J. Robinson hat sich hier sichtlich Mühe gegeben sich mit der von ihm dargestellten Person des mysteriösen Mr. Garak auseinander zu setzten. Man erfährt hier viel über Elims Backround, wodurch alles was man bisher über Garak erfahren hat, wie kleine Steine ins Musaik seines Lebens einfügt. Die Lebensgeschichte Garaks ist eigentlich ein Drama, dass auch sehr viel über die cadassianische Gesellschaft verrät und erklärt wie Elim zu dem wurde wie wir ihn aus der Serie kennen. Wie er immer wieder Schickalsschläge erlitt, sich aufraffte und wieder verraten wurde. Als Ausgestoßener der Heimat fast ein Jahrzehnt fern, in eine zerzörte Welt zurüchkehrte um beim Wiederaufbau mitzuhelfen.

Ich halte A stitch in Time eindeutig für das bewegenste STAR TREK Drama.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen excellent book; great story; super plot; awesome characters, 9. Mai 2000
Von 
Marc DelMonico (Washington, DC United States) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Very rarely have I found a "Trek" novel so well written. Andrew Robinson's portrayal of Garak on Deep Space 9 made him one of my all time favorite Trek characters. Now, Robinson's story about Garak fills in a superb amount of detail around this mysterious character. Robinson was very meticulous, both in playing the character on TV and in the story, about maintaining an aura of mystery around this "plain, simple tailor." While he fills in important details about Garak's life, from childhood, to his time in the intelligence organization of Cardassia -- the Obsidian Order -- to his exile on the station Terok Nor that would become Deep Space 9, Robinson weaves an excellent story with a well-developed central character and the several supporting characters that we have known from the series (Gul Dukat, Enabrin Tain, etc.) as well as some new ones. We also see Garak at work "behind the scenes" of the TV show's last season, leading up to the culmination of the Dominion War and the destruction of Cardassia. Finally, Robinson portrays a very believable future for our beloved tailor on Cardassia, working to bring his battered world and the Cardassians battered spirits back together. In spite of all this great storytelling, I put down the book with more questions than ever in my head about Garak, which is as is should be for "plain, simple Garak." The telling of the story via snippets from a "journal" of sorts, organized and embellished in a letter to Garak's dear friend, Dr. Bashir, makes the story much more readable than it would have been if it had been a straight, linear timeline. We are able to see the "tapestry" of Garak's life which he has "stiched" together. Andrew Robinson's / Garak's humor also comes through very nicely at important points too, making this book even more enjoyable. A definite must-read for all you Garak fans out there!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissendes Buch, 21. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Das wohl Besondere an "A Stitch in Time" sind die Zeitspruenge nach jedem Kapitel, die Garak zwischen dem von den Gruendern zerstörten Cardassia, dem Leben auf DS9 und dem Aufstieg in den Obsidianischen Orden sowie seine Verbannung auf Empok Nor zeigt. Der letztere Teil ist m.E. am Eindringlichsten geschildert. Man erfährt viele Details ueber Garaks Vergangenheit sowie ueber cardassianische Machtstrukturen. Andrew J. Robinson schafft es in seinem Roman, den Leser zu fesseln und kann den geistigen Wandel im Leben seines Protagonisten gut in den Mittelpunkt des Geschehens stellen - ich will an dieser Stelle nicht zuviel verraten.
Fuer Trekkis, die tiefgehende Charakterepisoden schon aus der Serie lieben und die politische Brisanz Deep Space Nine's mögen, ist dieses Buch ein Muss. Wer allerdings auf Suche nach Kriegsschauplätzen und Phasergewitter ist, ist mit diesem Buch nicht gut beraten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You love Garak? You're going to love this book!, 18. September 2000
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
I don't want to repeat everything the other people said who wrote a review. But let me tell you this: this book makes great reading material, and I wish it would get turned into an audio-book. The story is complex but one doesn't get confused by too many plots or characters. The style is great too, and ..hey, what can I say?... it allows you to meet Garak on a much more personal level than the series DS9 ever allowed you to. Oh, and of course it makes you wish there would be another stich to read from.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stich zur richtigen Zeit..., 5. Februar 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Inhalt
Wie keine andere Serie zeichnete sich Deep Space Nine durch eine Fülle wiederkehrender Gastcharaktere aus, welche der Geschichte ihren eigenen Stempel aufzuprägen verstanden. Die wohl faszinierendste Figur war in diesem Zusammenhang der mysteriöse Stationsschneider Garak, ein ihm Exil lebender Cardassianer, hinter dessen kultivierten Worten und charmantem Lächeln eine überaus dunkle und tragische Vergangenheit lauert.

Versatzstücke dieser Vergangenheit, die Garak etwas Unberechenbares verleiht, durften wir im Laufe der sieben Jahre von DS9 kennenlernen, und uns offenbarte sich ein Mann, der nicht nur weit mehr ist, als er zu sein vorgibt, nicht nur vermeintlich gewissenloser Täter war, sondern gleichsam Opfer, Abziehbild einer Gesellschaft, die ihm ihre Werte mit dem Holzhammer einflößte. Garaks Leben liest sich in enger Verbundenheit mit dem kaltblütigen Obsidianischen Orden. Die Geschichte seiner überaus komplexen Persönlichkeit wurde jedoch nie erzählt.

Mit A Stitch in Time, einer unmittelbar an die Geschehnisse von What You Leave Behind anknüpfenden Erzählung, schließt sich der Kreis. In diesem, von Garak-Schauspieler Andrew J. Robinson maßgeblich miterstellten Roman werden die entscheidenden Stationen in der Biographie des Cardassianers offengelegt. Alles beginnt damit, dass Garaks so viele Jahre gehegter Traum Wirklichkeit wird: Er darf nachhause zurückkehren, zurück nach Cardassia.

Doch was ist davon jetzt noch übrig? In den letzten Tagen des Dominion-Kriegs legten die Jem'Hadar große Teile des Planeten in Schutt und Asche; Hunderte Millionen Cardassianer fanden den Tod. Nach seiner Ankunft läuft Garak durch Staub, Feuer und Ruinen. Allmählich beginnt er sich der Welt zu erinnern, die ihn großzog; der Welt, die er stets verachtete und doch über alles liebte. Es ist ein introspektiver Rückblick, der mit Schmerzen einhergeht. Doch nur so ist es möglich, Frieden mit sich zu machen. Erst indem der Schneider die Fetzen eines wechselhaften Lebens voller Bürde aufgreift und zum alles entscheidenden Stich ansetzt, ist es möglich, sich dem neuen Cardassia, der Zukunft, zuzuwenden.

Kritik
Der vierhundert Seiten lange Roman besteht aus drei Handlungsbögen, die in unterschiedlichen Zeitperioden spielen und einander ständig abwechseln. Klug ineinander verschachtelt, werden sie alle aus Garaks Perspektive in der Ich-Form als Teil seiner urpersönlichen ,Memoiren` erzählt, die er Doktor Bashir (mit dem er nach seinem Weggang von der Station nun in mehr oder minder regelmäßiger Korrespondenz steht) mit einem Brief zu Beginn von A Stitch in Time anvertraut.

Der erste Plot spielt in der Gegenwart. Er schildert die unmittelbaren Eindrücke und Gedanken des Schneiders im Angesicht des untergegangenen Cardassia, auf dem er sich in Rettungsteams engagiert, in den Ruinen nach Überlebenden Ausschau hält und sich von Zeit zu Zeit in einen kleinen Schuppen am Rande des zerstörten Anwesens von Enabran Tain zurückzieht, um sein Leben Revue passieren zu lassen.

Dort zeichnet er vermutlich einen Großteil der Einträge des zweiten Plots - Kern der Geschichte - auf, die sich mit dem Rückblick auf sein Leben beschäftigen. Hier geht es im Wesentlichen um die Schilderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zur Zeit seiner Kindheit und Jugend, seine frühzeitige Rekrutierung für den cardassianischen Geheimdienst und die darauf folgende Ausbildung (kleine Kritik: war mir ein bisschen zu lang und breit geschildert), eine ziemlich traurige, da unerfüllte Liebesgeschichte, eine Spionagemission auf Romulus, die letztendliche Verbannung nach Empok Nor...und immer wieder um sein in der Schwebe verharrendes Verhältnis zu Tain, der von Anfang eine Rolle in Garaks Leben spielt, die Wahrheit seiner Vaterschaft jedoch hinter einer Lüge verbirgt.

Bereits früh beschleicht den Jungen das Gefühl, Tain würde die Fäden in seinem Leben ziehen und nicht seine Eltern. Dabei ist gerade das unausgesprochene, gescheiterte Vater-Sohn-Verhältnis zwischen Tain und Garak, welches in In Purgatory's Shadow sein Ende finden wird, ein getreuer Ausdruck des cardassianischen Wesens in Garaks prägender Lebensphase: Tain, von Paranoia in einem intriganten, totalitären Staatswesen zerfressen, lässt sich so sehr vom Pflichtgefühl für seine Welt vereinnahmen, dass er in einem offenen Bekenntnis zu seinem Sohn eine unkalkulierbare Gefahr sieht.

So wird - wie so häufig auf Cardassia - das Gefühl der Pflicht geopfert. Obwohl Garak mehrmals in seinem Leben die Rollen wechseln wird, bis ihm schließlich jene des Schneiders auf DS9 zufällt, wird er das unausgesprochene Leiden niemals los. Es ist ein Leiden, in der Heimat zu leben und doch dort niemals wirklich anzukommen, eine Befremdung und eigentümliche Betäubtheit. Im Laufe seiner weiteren Jahre wird er Tain zeitweilig sogar verblüffend ähnlich: Auch er beginnt um Dienst und Pflichterfüllung zu buhlen und stößt dabei an seine inneren Grenzen.

Der dritte Handlungsbogen beinhaltet Tagebuchaufzeichnungen im Zeitraum der Invasion des cardassianischen Territoriums durch Sternenflotten- und alliierte Verbände im letzten Kriegsjahr. Sie schildern Begebenheiten auf der Station, Gespräche mit seinen Kameraden von DS9, das Verhältnis zu einer jungen Bajoranerin und immer wieder Garaks große Sehnsucht nach der Rückkehr in die Heimat. Und doch spricht gerade aus diesem Plot immer wieder der große Zweifel, den er mit seinen Gedanken an die Heimkehr verbindet. Sie leisten gleichsam einer schonungslosen Auseinandersetzung mit seinem frühen Leben Vorschub.

Hierbei bündelt sich meiner Meinung nach die Essenz der im Grunde traurigen Geschichte in jenen Passagen, in denen er Jadzias Tod betrauert und anschließend in Bezug auf sein eigenes, zerrüttetes Leben zu einer zentralen Erkenntnis findet: We all - to some degree - contain the memories, traits, fragments of those personalities that came before us. Indeed, perhaps we are even 'joined' in a deeper, more spiritual level. The first Hebitians believed this. Each generation is not only succeeded by the next, it is subsumed by it, so that the past is always present and actively involved in creating the future. So in a sense there is no past and future; there is only the present (Seite 151).

Wenn man sich philosophische Anwandlungen wie diese ansieht, so kann eigentlich kein Zweifel bestehen: A Stitch in Time ist eine Perle, prall gefüllt mit Weisheiten, die häufig zwischen den Zeilen liegen, und einer wunderbaren Sprache. Nebenbei verzichtete Robinson nicht, dem Werk ein paar autobiographische Züge anzudichten, wie er selbst in einem Interview zu Protokoll gab. Am Beispiel des nach sieben Jahren bekannten und doch ominösen Schneiders kündet der Roman vom Leben in einer Gesellschaft, die sich in den eigenen Abgründen eines Rausches verloren hat, dessen Symptome gewalttätige Expansion und Totalitarismus sind.

In einer solchen Gesellschaft gibt es kein Mitgefühl, sondern nur das gnandenlose Leistungsprinzip, Macht und Intrigen. Jeder Einzelne in ihr ist erstaunlich einsam, und deshalb gibt es bloß ein Rezept: Man muss sich innerlich von den Gräueln abschotten, die man im Namen der eigenen Nationen zu tun genötigt wird - und um jemand zu sein. Dieses elitäre Gefühl, dieser krankhafte Ehrgeiz, seinem Vaterland einen besonderen Dienst zu tun, erfasst auch Garak früh und trägt seinen Teil zum Entstehen einer Person bei, die sowohl schmeicheln als auch entsetzen kann. Der Verlust einer früher einflussreichen Religion in der cardassianischen Gesellschaft ist dabei stellvertretend für das eigentliche Problem zu sehen: Irgendwann verlernte es diese Nation, sich Idealen zu verschreiben und danach zu streben, besser zu werden als sie ist. Sie wurde zu ihrem eigenen Dämon.

Im Laufe von A Stitch in Time wird nichtsdestotrotz fühlbar, dass Garak durchaus starke charakterliche Ansätze der Eigenständigkeit entwickelt. Seine Liebe Palandine gegenüber steht hierfür ebenso wie die zeitweilige Beschäftigung mit dem Oralianischen Weg, jener verschütteten Spiritualität der cardassianischen Ahnen, die einen Ausweg aus dem nimmersatten Macht- und Mordgelüst eines vergifteten Gemeinwesens in der Union weisen könnte. Garak ist somit an manchen Stellen beinahe bereit, das herrschende System zu hinterfragen, hinter die Fassade zu blicken und eigenen Wertvorstellungen einen Platz einzuräumen. Am langen Ende ist er jedoch machtlos, denn gegen eine ganze soziale Maschinerie kommt er nicht an. Da erscheint in der Retrospektive seine Verbannung nach Terok Nor, unter der er dauernd zu leiden hat, beinahe wie eine Freikarte der besonderen Art.

Eines ist sicher: Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird man auch eine neue Lesart auf Garak entwickeln. So ist es möglich, ihn zu verstehen - und im Sinne der Allegorie, die Star Trek gerne sein möchte, überhaupt eine Vielzahl von Personen, die in undemokratischen, von Misstrauen und Drill überwucherten Staaten groß wurden. Mehr noch als das: Garaks Geschichte ist deshalb so mitreißend, weil sie uns eindrucksvoll und erschreckend zugleich vor Augen führt, dass selbst eine herausragende und in sich ruhende Gestalt wie der weise Schneider sich letztlich nicht lossagen kann von ihren eigenen Wurzeln.

Wir sind alle Kinder unserer Zeit und der Verhältnisse, in denen wir leben. Doch indem Garak seinen Stich zur rechten Zeit macht, beginnt er sich das einzugestehen - und erfährt Vergebung. Diese Vergebung liegt in den Erinnerungen an seinen falschen Vater Tolan begründet, einem Anhänger der alten hebitianischen Hochkultur, deren Losungen von Frieden und Harmonie die Hoffnung auf ein neues, besseres Cardassia bereithalten. Ausdrucksstarkes Symbol hierfür wird die edosianische Orchidee: Sie verkörpert nicht nur eine wichtige Reminiszenz in Bezug auf Garaks Leben, sondern steht auch für jenen Teil in ihm, der bereit ist, Abschied zu nehmen von der kalten Gesellschaft, in der er groß wurde.

Gerade, weil er um seine Vergangenheit weiß, kann Garak am Ende von A Stitch in Time Frieden mich sich machen und zu einem Prototypen des Aufbruchs in ein neues, demokratisches Cardassia werden, während andere Cardassianer diesen Neubeginn nicht schaffen. Zum ersten Mal scheinen seine Horizonte offen zu sein, denn sein Leben ist nicht länger an die Entscheidungen Anderer oder höhere Zwänge gebunden. Garak erhebt sich aus der Asche seiner Heimatwelt, und so fällt doch ein besonderes Licht auf diese ruinierte Welt. Bei all dem darf sein Freund Bashir (und mit ihm der Leser) Zeuge sein - bestes Rezept für einen bittersüßen Ausklang.

Das neue Kleid ist fertig. Wie es wohl weitergehen wird mit unserem Schneider? Pardon. Orchideenzüchter.

Fazit
DS9 in absoluter Topform: Wer immer schon einmal wissen wollte, wie Garak zu seinem Lächeln kam - und vieles mehr -, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Bestechender noch als die Schilderung der Ereignisse ist die Sprache, die vielen kleinen Geschichten und Lehren in der großen Geschichte, die A Stitch in Time zu einem schweren, schöpferischen Werk machen. Dieses Werk besticht durch die Erkenntnis und das Eigengeständnis über eine Gesellschaft voller Selbstverleugnung und wächst dabei über sich wie auch über das Popkorn-Star Trek weit hinaus.

Schade nur, dass Robinson es bei diesem einen Roman belassen hat.
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5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 10. August 2007
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Dieser Roman ist erstaunlich gut und erstaunlich dicht geschrieben. Vom Stil her erinnert er in bester Weise von Sprache und Aufbau an die Romane von John Le Carre. Davon abgesehen könnte man „A Stitch in Time“ sicherlich auch als einen psychologischen Entwicklungsroman sehen und dabei als einen sehr überzeugenden Vertreter dieser Gattung. Für einen Erstlingsroman ist diese Kombination von zwei bisher kaum miteinander in Verbindung gebrachten Gattungen sehr mutig. Dass es sich hierbei dann auch noch um SF handelt, was eine weiteres „pushing of the envelope“ ist, macht dies geradezu zu einer Meisterleistung. Es ist zu hoffen, dass Robinson weiter schreibt. Vor der Theorie, dass in jedem Menschen EIN Roman steckt muss man annehmen, dass dies Mr Robinsons Roman war. Obwohl immer Hoffnung besteht, dass man sich irrt.
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4.0 von 5 Sternen Aliens?, 7. Juli 2000
Von 
Liam Sauer-wooden "author" (Seattle, WA USA) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) (Taschenbuch)
Excepting a couple of proof-reader's errors, this book has a lot going for it, especially for Deep Space 9 fans. The author articulately provides the reader with a history for Garak as well as some history for Cardassians in general, all of which he weaves into an interesting story. The biggest disappointment is that the Cardassians, except for phenotype, don't seem alien, and are no different from paranoid humans living under a military government.
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5.0 von 5 Sternen Für alle, denen Garak bei DS9 zu kurz kam, 16. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich schätze, man muss den Charakter des Elim Garak und allgemein die Darstellung der Cardassianer in Star Trek ebenso interessant finden wie ich, um diesem Buch SO viel abzugewinnen, wie ich es tat. Ich würde sagen, es ist für alle Fans des Franchise ein spannender und kurzweiliger Roman, der obendrein wesentlich besser geschrieben ist, als ich es erwartet hätte.

Dennoch gehe ich davon aus, dass meine persönliche Faszination für die Darstellung der Cardassianischen Union in Star Trek ihren Anteil daran hat, dass es mir so gefallen hat. Die offensichtlichen Analogien zu Nazi-Deutschland, die menschenverachtende Ideologie, der große Stellenwert von Disziplin und der allgegenwärtige Militarismus hatten für mich schon immer den besonderen Reiz, dass sie (wie so oft bei Star Trek) auf der fiktionalen Ebene ein vertrautes Feindbild nachzeichneten. Im Grunde erweitert Robinson dieses Bild lediglich um eine Vielzahl von Details - und vor allem um die Innenperspektive. Genau das macht den Roman jedoch für Fans so lesenswert: A Stitch in Time fügt sich ausgezeichnet in den bekannten Rahmen und verwendet teils vertraute Ereignisse und Charaktere, bietet jedoch einen völlig neuen Blickwinkel.
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5.0 von 5 Sternen Awesome Journey into one of the most interesting ST Characters, 22. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Written by the original actor with great detail and atmosphere.
Much higher standard than many other ST novels in my opinion.
Everything a Garak Fan would want..
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A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback))
A Stitch in Time (Star Trek Deep Space Nine (Unnumbered Paperback)) von Andrew J. Robinson (Taschenbuch - 1. Mai 2000)
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