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Kundenrezensionen

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am 2. April 2011
In seinem neuesten Roman "When the Killing's done" wendet sich Boyle wieder seinem Lieblings-Thema zu: Der Einfluß des Menschen auf Natur und Umwelt. Dieses Mal sind allerdings alle Roman-Protagonisten auf der Seite der Natur, nur interpretieren Sie die Wege, um dieser zu helfen, sehr unterschiedlich. Da wäre auf der einen Seite Alma Boyd Takesue, die es sich zum beruflichen Ziel gesetzt hat, die Lebenswelt der kalifornischen Channel Islands wieder in ihren Urzustand vor der Einflußnahme des Menschen zurückzuversetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es allerdings alle vom Menschen eingeschleppten Tierarten auszumerzen, um so den tierischen Ureinwohnern ihren Lebensraum zurückzugeben. Bedarf es hierzu der Ausmerzung ungezählter Ratten und einiger Tausend Schweine, so ist Alma bereit, diesen Preis zu zahlen. Dieses geplante Gemetzel bringt nun allerdings die eingefleischten Tierschützer auf den Plan: Allen voran Dave LaJoy und Anise Reed. Sie machen es sich zum Ziel, die Ratten und Schweine zu retten und greifen dafür notfalls auch zu illegalen Methoden. Dass sowohl Alma als auch Anise eine persönliche Vergangenheit besitzen, die sie ganz besonders mit den Channel Islands verbindet und dass sich auch Alma und Dave bereits früher einmal über den Weg gelaufen sind, wird Boyle-Fans nicht überraschen.

"When the killing's done" läßt sich sehr gut lesen: Es wimmelt an erinnerungswürdigen Figuren. Boyle gibt sich - wie immer - viel Mühe, die Lebenswege der Hauptfiguren auszuschmücken und springt gekonnt durch die Jahrzehnte. Immer dann, wenn Boyle sich die Zeit nimmt, eine Lebesn-Episode detailliert zu schildern, kommt das Erzähltalent des Autors voll zum Tragen. Gerade in den Schilderungen scheinbar nebensächlicher Geschehnisse, wie z.B. der Verwüstung des frisch verlegten neuen Rasens auf dem LaJoy'schen Anwesen durch ein Paar Waschbären, läßt Boyle seiner ironischen Erzähllaune freie Hand.

Leider sind dieses nur Episoden, zu häufig bricht der Erzählfluß mit dem Kapitelende abrupt ab und der Spannungsbogen wird im Folgekapitel nicht wieder aufgenommen. Überhaupt ist die Story zu fleischlos, um 370 Seiten eines Romans zu tragen. Der Konflikt zwischen Naturkonservatoren und Tierschützern wirkt zwar plausibel, liefert aber keine Basis für ein großes Showdown, welches der Roman gebraucht hätte. Im Ergebnis schwappt die Erzählung zu häufig vor sich hin, wie das Wasser des Santa Barbara Channels an einem ruhigen und sonnigen Tag.

Boyles Begeisterung für Frauennamen, die auf A beginnen, hat mich im übrigen Nerven gekostet: Alma, Anise, Alicia, Annabella und Allison spielen alle mehr oder weniger zentrale Rollen, was für einen Leser mit schlechtem Namensgedächtnis eine besondere Herausforderung bedeutet.

Insgesamt ist Boyles "When the killing's done" eine gut lesbarer Roman, reicht aber nicht an seine früheren Meisterwerke heran.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Oktober 2012
Nein, sagt Alma Boyd Takesue, Mitarbeiterin des National Park Service (NPS). Die Biologin leitet ein Projekt zur Eliminierung von Ratten auf Anacapa, einer Insel vor der kalifornischen Küste. Die Ratten waren dort vor langer Zeit eingeschleppt worden und sind nach Auffassung des NPS nur Ungeziefer, das für die Ausrottung der meisten Vogelarten auf der Insel verantwortlich ist, und das dort nichts zu suchen hat.

Ja, sagt Dave LaJoy, Unternehmer und Gründer der radikalen Tierschutzorganisation FPA (For the Protection of Animals), in der Überzeugung, dass jedes Tier ein Recht auf Unversehrtheit hat, während es dem Menschen nicht zusteht, zu Gunsten einer Spezies auf Kosten einer anderen zu intervenieren.

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden spitzt sich zu, wenn schließlich auch die Wildschweine auf der Nachbarinsel Santa Cruz ins Visier des NPS geraten. Dave LaJoy versucht mit allen Mitteln, die Projekte auf beiden Inseln zu sabotieren. Dabei orientiert er sich, wie es für fanatische Tierschützer nicht ungewöhnlich ist, bei der Wahl seiner Mittel nicht unbedingt an der Gesetzeslage. Dass beider Lebenswege vor Jahren einmal privat gekreuzt hatten, macht den Konflikt nicht weniger brisant.

T. C. Boyles Roman stützt sich auf wahre Gegebenheiten. Die Ratten auf Anacapa wurden 2002 ausgerottet, die Wildschweine auf Santa Cruz 2007.

Lange Rückblenden entwickeln eine ausführliche Besiedlungsgeschichte der Inseln, die eigentlich mehr eine Geschichte erfolgloser Besiedlungsversuche ist. Beide Protagonisten sind mit den Inseln persönlich verbunden: Almas Großmutter ist dort als Schiffbrüchige gestrandet (das ist der mitreißende Beginn des Romans), und Dave LaJoys Freundin hat als Jugendliche mit ihrer Mutter lange dort gelebt. Wer unbedingt wissen möchte, wie es denn mit der Auseinandersetzung der Umweltschützer weitergeht, muss bei diesen Exkursen einiges an Geduld aufbringen, wird dafür aber mit interessanten Nebengeschichten reich belohnt.

Auch wenn es offensichtlich ist, mit wem Boyle sympathisiert, gelingt es ihm, Überzeugungen und Handlungsweisen beider Seiten nachvollziehbar darzustellen, bei Alma allerdings etwas besser als bei Dave. Es ist mit Sicherheit kein Schwarz-Weiß-Gemälde mit klar verteilter Zuordnung von Gut und Böse, sondern ein sehr facettenreiches, nachdenklich machendes Buch. Dass man am Schluss dann noch einen regelrechten Thriller in der Hand hält, rundet die Lektüre zu einem kompletten Vergnügen ab.
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am 11. September 2014
Vorweg, ich liebe T.C. Boyle für seine meist genialen Kurzgeschichten. Überraschen, fesselnd, oft im Gedächtnis bleibend. Dies war das erst längere Werk von ihm, das ich gelesen habe. Die Kritiken waren ja sehr positiv

Setting klingt spannend: Inseln vor Californien: Zustand-bewahrender Naturschutz pur, sprich menschengemachtes Naturmuseum, trifft auf amoklaufenden Überzeugungstäter, der die Natur Natur sein lassen will. Oder doch nur seinem Ego frönen? Bietet viel Raum für spannende und überraschende Entwicklungen.

Aber was gibts im Buch: Personen, durchaus gut dargestellt - das kann er wirklich gut - aber deren Motive für mich irgendwie schwammig und im dunkeln blieben. Sie macht im Naturschutz ihren Job, aber echte Leidenschaft oder Überzeugung konnte ich nicht erkennen - er als Dauerquerulant, weil er halt mal so ist. Aber warum blos? Was bezweckt er eigentlich? Die Antwort ergab sich bis zum Schluss nicht.

Dazwischen längliche Beschreibung der Inseln und ihrer Geschichte, ohne echten Mehrwert für die Geschichte an sich. Und das ist wohl auch mein Problem mit diesem Buch: die Geschichte plätschert irgendwie vor sich hin, mal schneller, mal sehr langsam. Aber vieles von dem, wofür ich T.C. Boyle mag, fehlt oft. Der Funke sprang zwar über, zündete aber kein Feuer der Begeisterung. Nicht uninteressant, aber: Ich denke, man hätte einfach mehr aus der Frage machen können, wie wir die Natur (gestaltet) haben wollen.

Ist es nicht bezeichnend, dass er jetzt noch ein Buch über die Inseln geschrieben hat? Vielleicht zu viel Recherche, zu wenig Emotionen.

Manche scheinen es zu mögen, manche garnicht, ich fand es nicht schlecht, aber begeistert hat es auch nicht.
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am 26. Dezember 2012
Der Ausgangskonflikt der Handlung in Boyles "When the Killing’s Done" ist ein geradezu klassisch tragischer: Wie immer sich die Protagonisten verhalten, sie machen sich schuldig. In der griechischen Tragödie muss der Held diese Schuld alleine auf sich nehmen, bei Boyle wird die Schuld auf zwei Schultern verteilt, auf die der Heldin Alma und die des Helden Dave nämlich.

Die tragische Ausgangssituation und der Konflikt haben ihren Ursprung im menschlichen Eingriff in die Natur, hier zwei Inseln vor der kalifornischen Küste, Anacapa und Santa Cruz. Auf der kleineren Insel sind es die Ratten, die das ursprüngliche Gleichgewicht durcheinander gebracht haben, auf der größeren sind es Schweine. Alma nimmt die Position ein, Ratten und Schweine auszurotten, um so das Gleichgewicht wiederherzustellen und das Überleben der Lebewesen, die durch die vom Menschen angesiedelten Eindringlinge in ihrer Existenz gefährdet sind, zu gewährleisten. Dave dagegen will der Natur, so wie sie derzeit ist, einfach ihren freien Lauf lassen. Wer immer von beiden sich durchsetzt, siegt, lädt auch Schuld auf sich. Alma das Ausrotten der Ratten und Schweine, Dave das Aussterben der ursprünglichen Tiere und Pflanzen durch die Neuankömmlinge.

Handwerklich brillant ist es, wie Boyle den beiden Hauptfiguren eine schlüssige, gewissermaßen evolutionäre Entwicklung, eine Vor- und Familiengeschichte verpasst, so dass die Haltung der beiden Antagonisten in sich schon wieder konsequent natürlich und unausweichlich ist. Boyle erzählt auktorial, nimmt aber eindeutig die Perspektive der jeweiligen Personen ein, mit unterschiedlichen Einfärbungen, was er besonders über seine Metaphorik erreicht, die konsequent auf die Wahrnehmung der Figuren abgestimmt ist. Was sich auch an den Namen ablesen lässt, die in vielen Fällen sprechende Namen sind mit stark ironischen Konnotationen: Alma Takesue und Dave LaJoy beispielsweise. "Alma" kennt man von "alma mater", die Bezeichnung für Universitäten und wörtlich "nährende Mutter"; "sue" heißt "vor Gericht klagen" und "joy" "die Freude", noch dazu mit französischem Artikel "la". Bei einem gemeinsamen Essen der beiden bei Almas Lieblingsitaliener lässt LaJoy mehrere hundert Dollar teure Weine an den Tisch bringen und als nicht annehmbar zurückgehen. Auf einer Fahrt zu einem wichtigen Treffen der Naturschützer überfährt Alma ein Eichhörnchen; jedes Detail, jede noch so winzige Einzelheit ist wohlkalkuliert.

Ich glaube nicht, dass man diesen Stoff auf irgendeine Art und Weise besser konstruieren und durchkomponieren könnte. Im Gegenteil, vielleicht liegt gerade darin ein möglicher Schwachpunkt, indem die Fiktion zu glatt, geradezu perfekt ausgearbeitet ist und somit den Schuss Widerspruch und Chaos vermissen lässt, der jedem genialen Streich anhaftet.
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am 30. Dezember 2012
This is like the most boring book I've tried reading, and one of the very few I will not finish.
The plot sounded interesting, and maybe in the second half may develop a certain surprising dynamic, I won't be getting there.
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am 16. September 2013
Typischer Reisser des Authors. Nicht emphelenswert. Auf diese Buch kann man gut verzichten. Der Author hat hier mal wieder kräftig daneben gegriffen.
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am 19. März 2012
This book which I expected to be an ecological thriller to my great disappointment turned out to be just one thing: A terrible bore! I most certainly won't read another book by this author.
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