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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten der Vergangenheit
Alec und Seregil erholen sich von ihrer Flucht aus der Sklaverei und müssen sich überlegen, wie es weitergehen soll. Wohin mit einem magischen Wesen, das aussieht wie ein Kind, heilen - und Tote auferwecken - kann und die tödlichste Waffe darstellt, sobald es den Mund aufmacht? Eine Rückkehr nach Skala ist ausgeschlossen, es bleibt nur die Flucht nach...
Veröffentlicht am 28. Mai 2010 von javelinx

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deutlich besser als der letzte Band
Dieses Buch ist aus meiner Sicht wirklich schwierig zu bewerten.
Einerseits scheint die Autorin in diesem Band stilistisch wieder überwiegend zu ihrer alten Form zurückgefunden zu haben, andererseits lässt auch dieser Band inhaltlich noch einiges zu wünschen übrig.

Vor allem das erste Viertel besteht hauptsächlich aus...
Veröffentlicht am 31. Mai 2010 von Amberyl


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten der Vergangenheit, 28. Mai 2010
Von 
javelinx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Alec und Seregil erholen sich von ihrer Flucht aus der Sklaverei und müssen sich überlegen, wie es weitergehen soll. Wohin mit einem magischen Wesen, das aussieht wie ein Kind, heilen - und Tote auferwecken - kann und die tödlichste Waffe darstellt, sobald es den Mund aufmacht? Eine Rückkehr nach Skala ist ausgeschlossen, es bleibt nur die Flucht nach vorn: aufzuklären, was es mit den rhekaros auf sich hat, und eine weitere Produktion dieser Wesen, vor allem auf Kosten von Alecs Blut, zu verhindern.
Auf ihrer Mission werden sie von mehreren Parteien verfolgt, die ihre ganz eigenen Ziele haben: den Hazadrielfaie und ihrem Zauberer, die von Rache getrieben werden und alle verfolgen, die Mischlinge hervorgebracht haben, wie schon Alecs Eltern; Ulan, der ein Heilmittel sucht und seine eigenen politischen Ziele verfolgt, mit Ilar im Gefolge, der von Seregil immer noch wie besessen scheint.

Von der Form her handelt es sich um die klassische Suche nach einem Ziel wie in der High Fantasy; die Gefährten von früher finden zusammen, Micum ist wieder mit von der Partie und auch ein Stück weit der Kapitän der "Green Lady". Die Rückkehr nach Bokthersa vor dem endgültigen Aufbruch erinnert an die Szene im "Herr der Ringe", als in Bruchthal die Gefährten eine Phase der Heilung und Orientierung durchlaufen, vor sie auf ihren gefährlichen Weg aufbrechen. Alec mit seinen langen blonden Haaren und seinem Geschick mit dem Bogen würde einen guten Legolas abgeben.
Flewelling gibt der weiteren Handlung ihre ganz eigene Note, wenn es um die Beziehung der beiden Männer zueinander geht und um Alecs Sehnsucht, in dem unnatürlichen Wesen Sebrahn sein Kind zu sehen und damit die ersehnte Familie zu bekommen, die ihm mit Seregil zuvor nicht möglich schien. Die Konfrontation mit den Realitäten, die diesen Wünschen entgegenstehen, ist sehr schmerzhaft, die Reifung kommt für Alec nicht ohne Preis. Auch die Begegnung mit seinen bisher unbekannten "Verwandten" verläuft alles andere als harmonisch.

Die weiteren Ereignisse bringen mehr Tempo und Spannung, und die Handlung beinhaltet mehr Elemente, die an die Nightrunner in ihren besten Zeiten erinnern. Dennoch fehlt der Charme der alten Tage. Der Funke springt nicht über, die verschmitzte Gaunerhaftigkeit und die schwungvolle Mantel-und-Degen-Atmosphäre kommen inmitten der düsteren Gedanken und gequälten Überlegungen nicht zur vollen Entfaltung. Der Abenteuergeschichte fehlt angesichts des immer wiederkehrenden Motivs Verfolgung-Überfall-Entführung ebenfalls der Pep, Humor oder spielerische Leichtigkeit fehlen. Wenigstens erspart die Autorin dem Leser weitere alptraumhaft anmutende und widerwärtige magische Rituale wie in Folge 4.
Insgesamt solide Fantasy mit ernsteren und reiferen Hauptcharakteren, die nicht den Charme und die Atmosphäre der ersten Trilogie erreicht. 4 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch meine Lieblingsserie..., 26. Februar 2012
Von 
Zoltan Carnovasch (Bavaria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Der fünfte Band der Nightrunner-Serie war für mich wie der vorhergehende, der gemischte Kritiken bekam, wieder ein Leseerlebnis, das heraussticht. Nach den an Dramatik zum Teil nicht mehr zu toppenden vorhergehenden Teilen und besonders der gewissen Düsternis des vierten Bandes ist "The White Road" etwas leichtfüßiger, ohne aber an Spannung zu verlieren.

Man könnte ihn fast eine Road Story nennen, da der Hauptteil aus der abenteuerlichen Reise zurück ins verhasste Plenimar besteht, um die Bücher des toten Alchemisten Yakobin zu stehlen, auf die alle so scharf sind. Wieder ist das ganze aber mit wechselnden Verfolgern und Hintergrundintrigen alter Feinde (oder Ex-Freunde...) sehr geschickt konstruiert, wie auch die vielen Anspielungen auf die vorhergehenden Erlebnisse. Da fühlt man sich wie zu Hause, wenn die Figuren plötzlich an Ereignisse aus den ersten Bänden denken ;o).

Emotional im Mittelpunkt steht diesmal Alecs Verhältnis zu seinem "child of no mother" wie seine Herkunft. Höhepunkt ist wieder ein dramatischer Showdown, der aber, man muss es leider sagen, ein bisschen problemloser vonstatten geht als die früheren. Aber ganz ehrlich, nach all dem Aufruhr der letzten Bände hat man es sich verdient, nicht alle Fingernägel vor Spannung anknabbern zu müssen. Und mitreißend ist die Geschichte allemal und hat diesmal ein versöhnliches Ende, das unbeschwertere Abenteuer in Rhimminee verspricht - und der sechste Band wurde ja bereits angekündigt. Ich werde wieder dabei sein!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deutlich besser als der letzte Band, 31. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Dieses Buch ist aus meiner Sicht wirklich schwierig zu bewerten.
Einerseits scheint die Autorin in diesem Band stilistisch wieder überwiegend zu ihrer alten Form zurückgefunden zu haben, andererseits lässt auch dieser Band inhaltlich noch einiges zu wünschen übrig.

Vor allem das erste Viertel besteht hauptsächlich aus beschaulichen Landschaftsschilderungen und der Beschreibung diverser Charakterbeziehungen, insbesondere in Bezug auf Sebrahn, was sich in gewisser Weise wie eine Wiederholung der Sarikali-Geschichte aus Band drei liest.
An Fahrt gewinnt die Geschichte erst in der zweiten Hälfte des Buches, in der Seregil und Alec ausziehen, um die Erschaffung weiterer Rhekaros zu verhindern, und dabei von verschiedenen Gruppierungen verfolgt werden, die alle ein mehr oder minder berechtigtes Interesse daran haben, Sebrahn und Alec in ihre Gewalt zu bringen. Allerdings sind auch hierbei die mehrmals wiederkehrenden Überfall-Gefangennahme-Flucht-Szenarien ziemlich vorhersagbar, und verläuft insgesamt alles viel zu glatt und gefahrlos.
Ein wenig kommt es mir so vor, als habe die Autorin mit Sebrahn einen völlig neuen Weg einschlagen wollen, selbst erkannt, dass die Geschichte nicht besonders spannend ist, wenn man die Charaktere praktisch auf Knopfdruck heilen und sogar wieder Auferstehen lassen kann, und deshalb in diesem Band fleißig zurückgerudert, was schließlich auch das Ende erklären würde.

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass diese im vorliegenden Band wieder mehr Ähnlichkeit mit ihrem ursprünglichen Selbst haben und auch die Beziehung zwischen Seregil und Alec wieder stimmig ist, wenn auch sichtlich getrübt von den vergangenen Ereignissen und der eigenen Unsicherheit in Bezug auf ihre Zukunft.
Sebrahn als Charakter - einerseits seine Kindlichkeit und andererseits seine unmissverständliche Andersartigkeit - ist sehr einfühlsam beschrieben und hat mir wirklich gut gefallen.
Auch Ilars innere Zerrissenheit ist in meinen Augen glaubhaft und hat mich durchaus für ihn eingenommen, wobei ich hoffe, dass sein Handlungsstrang in künftigen Bänden wieder aufgenommen wird.

Insgesamt ist das Buch wirklich nicht schlecht und hat es mich zumindest so weit überzeugt, dass ich die Nightrunner-Serie noch nicht völlig abschreiben werde. Vier Sterne hat es in meinen Augen jedoch noch nicht verdient.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als Shadows Return: 3,5 Sterne, 27. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Neben Albträumen und frischen Narben haben Alec und Seregil ein weiteres Souvenir aus Plenimar mitgebracht. Sebrahn sieht aus wie ein kleines Kind, doch er wurde in einem dunklen Ritual mit Alecs Blut, Schweiß und Tränen gezeugt. Der rekharo besitzt ungeheure Kräfte; kann Wunden heilen, Tote wieder ins Leben rufen und mit einem Lied töten. Weder Alec noch Seregil wissen genau, was ein rekahro genau ist, was er kann oder was sie mit Sebrahn anfangen sollen und es gibt viele, die ihnen am liebsten die Entscheidung aus der Hand nehmen würden.

Obwohl THE WHITE ROAD keine Rückkehr zu ihrer Bestform darstellt, kann sich Lynn Flewelling im Vergleich zu ihrem letzten Nightrunner Roman etwas steigern. Die Geschichte ist kompakter und spannender. Die Quest, zu der Alec und Seregil schlussendlich aufbrechen ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber ihre Beweggründe sind logisch und es passiert genug. Man erfährt mehr über die rhekaro, die Hazadrielfaie und Alecs Familie und die Erklärungen bilden ein interessantes, einleuchtendes Bild.
Auch Alec und Seregil gefielen mir besser als in Shadows Return. Seregil wirkt etwas selbstsicherer, Alec schnappt nicht mehr so leicht ein und sie agieren wieder mehr als Paar. Allerdings finde ich, dass Flewelling es nicht mehr schafft ihre Chemie, ihre Persönlichkeit so sprühend darzustellen, wie in den ersten zwei Bänden. Ein Blick ist dort oft wirkungsvoller als ein Gefühlsausbruch in THE WHITE ROAD. Am meisten fiel mir das bei Alecs Szenen mit Sebrahn, dem rekahro, auf. Ich konnte nie nachempfinden, was Alec wirklich für ihn fühlt Ich hatte nie den Eindruck, dass er sich richtig mit ihm auseinandersetzt. Zu sehr behandelt ihn Alec wie ein Haustier oder eine Puppe, die er zur Seite legt, wenn er gerade nicht mit ihr spielen mag.
Ich will nicht zu viel von der Handlung verraten, möchte dennoch erwähnen, dass sich die Einstellung eines Charakters mir zu schnell, zu glatt, zu passend verändert. Diese Figur ist Alec und Seregil gegenüber negativ eingestellt, entwickelt sich aber zu einem Verbündeten. Der Handlungsverlauf erfordert diesen Meinungsumschwung, doch auch hier schafft Flewelling es nicht die passenden Emotionen zu transportieren, obwohl manche Kapitel aus seiner Sicht erzählt werden.
Der wahre Grund für meine eher lauwarme Einstellung zu diesem Buch liegt gegen Ende. Die Charaktere werden in eine alte Position zurückgedrängt - die Ereignisse der letzten zwei Bände hätten genau so gut nicht passieren können.

THE WHITE ROAD ist gut genug um mein Interesse zu halten. Zu meinen Lieblingsreihen gehört der Nightrunner Zyklus allerdings nicht mehr.
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4.0 von 5 Sternen solide Fortsetzung nach schwächerem 4. Band, 9. Juli 2013
Von 
Koriko - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Story:
Die beiden Nightrunner Alec und Seregil haben mit Hilfe ihrer Freunde Micum und Thero das feindliche Plenimar verlassen können und erholen sich bei einem befreundeten Clan in Aurënen. Allerdings stehen die Dinge nicht zum Besten, haben sie doch das weiße Kind Sebrahn, das der Alchemist Yakhobin aus Alecs Blut erschaffen hat, bei sich. Dass Sebrahn nicht nur über gewaltige Heilkräfte verfügt, sondern auch mit seinem Gesang töten und Tote zum Leben erwecken kann, lässt die zwei nicht zur Ruhe kommen. Da seine Aura die eines Drachens ist, suchen sie schließlich Rat bei einem der ältesten Drachen Aurënens, der sie unvermittelt zu dem Ursprung des Kindes zurückschickt, um die Quelle der Rhekaros zu vernichten - Bücher, die sich im Besitz des toten Alchemisten befinden. Somit beschließen die beiden Freunde zusammen mit Micum Carvish in das verhasste Land der dunklen Hexerei zurückzukehren.

Zeitgleich haben die im Norden lebenden Hâzadriëlfaie von der Erschaffung eines weißen Kindes erfahren und senden den Faie Rieser und seine Gruppe Ebrados aus, um Sebrahn und dessen Ursprung Alec zu töten. Begleitet werden sie von dem Hexer Turmay, der die Faie den Weg weist, und der seine eigenen Ziele verfolgt.

Als sie Seregil und seine Freunde schließlich ausfindig machen und der Kampf mit einem Unentschieden endet, beschließt Rieser die Gruppe nach Plenimar zu begleiten, um die Bücher und das weiße Kind in den Norden nehmen zu können. Im Gegenzug garantieren sie Alecs Leben zu verschonen. Wiederwillig nimmt Seregil die Bedingung an, auch wenn Alec Sebrahn nicht aufgeben will. Zu viert kehren sie nach Plenimar zurück, ohne zu wissen, dass noch eine weitere Partei auf der Jagd nach dem Rhekaro, den Büchern und dem Blut der Hâzadriëlfaie ist.

Meinung:
Mit dem fünften Band der populären "Nightrunner"-Serie setzt Lynn Flewelling dort an, wo der Vorgänger endete und führt die Geschichte um den Rhekaro Sebrahns und die Abenteuer in Plenimar fort. Dieses Mal steht endlich wieder das typische Nightrunning (Kampf, Einbruch, Spionieren) und die komplexe Hintergrundgeschichte im Zentrum des Geschehens, was dafür sorgt, dass sich "White Road" wesentlich angenehmer und schneller lesen lässt, als der vierte Band des Reihe. Während sich "Shadows Return" fast ausschließlich um die Gefangenschaft und die Experimente des Alchemisten drehte, was auf längere Sicht ein wenig ermüdend war, ist nun endlich wieder mehr Action vorhanden. Zudem gibt es ein schönes Intrigenspiel im Hintergrund und einen Gegner, der nicht mit dunkler Magie und Kampfkunst auftrumpft, sondern seine Stärke in der Politik und dem Spinnen von Intrigen hat. Das macht "White Road" mehrdimensional und komplex, was der Handlung und der Spannung zugutekommt

Positiv ist auch, dass der Leser endlich mehr über die Hâzadriëlfaie, deren Beweggründe und die Hintergründe von Alecs Familie erfährt. So wird viel über den "weißen Weg" ("White Road") offenbart, warum sich die Hâzadriëlfaie in den Norden zurückgezogen haben und was es mit den Rhekaros eigentlich auf sich hat.
Neben der spannenden Handlung, trumpft "White Road" mit einer Vielzahl alter Bekannter, aber auch neuer Figuren auf. Seregil und Alec treten als eingespieltes Team auf, beide Männer sind gleichberechtigte Partner geworden. Alec ist längst nicht mehr der Lehrling des Faie Seregil, sondern steht mit beiden Beinen im Leben, was sich deutlich innerhalb der Dialoge zwischen ihm und seinem Lehrmeister niederschlägt. Beide Figuren sind gereift und wirken wesentlich erwachsener. Nach wie vor sind die beiden ein Paar, ohne dass ihre Beziehung in irgendeiner Art und Weise die Geschichte negativ hemmt oder beeinflusst. Die homoerotische Komponente wird, bis auf einige Kussszenen kaum angeschnitten, der Schwerpunkt des Buches liegt deutlich auf der Geschichte, den Abenteuern und den Kämpfen.

Mit Rieser ist Lynn Flewelling ein interessanter Charakter gelungen, der der eingespielten Gruppe um Seregil einen neuen Anstrich verleiht und die Geschichte in eine neue Richtung treibt, da man ihn nur schwer einschätzen kann. Auch das Einbinden des alten Nightrunners Micum Carvish ist angenehm und passend, hat man ihn doch in den vorherigen Bänden ein wenig vermisst. Dafür kommt der Magier Thero ein wenig zu kurz, da er lediglich am Rande vorkommt, um der Gruppe auf ihrer Mission zu helfen.

Neben den Helden fällt dieses Mal auch der Antagonist positiv hervor, handelt es sich bei ihm doch endlich um einen würdigen, sehr mächtigen Gegner. Ulan í Sathil, Khirnari (Anführer) des Aurënfaieclans Virésse tauchte bereits in Band 3 und 4 auf und war bereits dort aufgrund seiner Handlungen nur bedingt ein Freund der Gruppe. Dieses Mal tritt er deutlich als Gegner hervor, der alles unternimmt, um seinen Clan zu beschützen, auch wenn dies Intrigen und einige unschöne Zwischenfälle bedeutet. Das macht ihn zu einem tollen Antagonisten, der nicht böse ist, weil es einen bösen Gegner geben muss, sondern der seine Gründe hat und der im Wohl seiner Leute handelt.

Stilistisch ist "White Road" solide Fantasykost, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Lynn Flewelling hat einen schönen, lebendigen Stil und eine sehr komplexe Hintergrundwelt, die von vielen unterschiedlichen Rassen bevölkert ist. Mit den Retha'noi und den Drachen treten zwei neue Rassen auf den Plan, die durchaus interessant sind und die gut zur Rahmenhandlung passen. Neben den detaillierten Beschreibungen sind auch die Kampfszenen und die Nightrunning-Passagen gelungen. Es macht Spaß Alec und Seregil bei der Arbeit zu beobachten, man fiebert bei ihren Einbrüchen in Yhakobins Villa mit und verfolgt die Abenteuer in Plenimar mit Spannung. Zudem hat Lynn Flewelling endlich zu ihrem Wortwitz zurück gefunden. Gerade in den Dialogen gibt es immer wieder einige lustige Szenen, die das Buch ein wenig auflockern und die man im vierten Band bei den Figuren vermisst hat. Es ist schön, dass die Autorin wieder zu ihren Stärken zurück gefunden hat.

Es ist schade, dass von der "Nightrunner"-Serie lediglich die ersten drei Romane in Deutschland (unter dem Titel "Schattengilde") erschienen sind. So muss der interessierte Leser leider zu den englischsprachigen Originalbänden greifen. Diese sind glücklicherweise gut verständlich, so dass dem Lesevergnügen nichts im Wege steht.

Fazit:
Alles in allem ist der 5. Band der „Nightrunner“-Reihe ein Muss für Fans der Autorin und für Fantasyfans, die komplexe, gut durchdachte Abenteuergeschichten mögen. Lynn Flewelling überzeugt mit Wortwitz, tollen Beschreibungen, interessanten Charakteren und einer gut durchdachten Rahmenhandlung, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern Lust auf mehr macht. Wer in „Shadows Return“ das typische Nightrunning und eine spannende Handlung vermisst hat, wird in “White Road” voll auf seine Kosten kommen. Lediglich den 4. Band sollte man im Vorfeld gelesen haben, um alle Zusammenhänge verstehen zu können.
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4.0 von 5 Sternen Besser als Band 4, aber noch nicht auf der alten Höhe, 4. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Gleich vorneweg an diejenigen, die nach Band 4 das Handtuch werfen wollten: Nicht aufgeben! Es geht aufwärts!

Zugegeben: Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich nach der Enttäuschung von Band 4 den fünften Band der Reihe lesen sollte - oder ob ich mich nicht einfach der schönen Illusion hingeben sollte, dass die Geschichte um Alec und Seregil mit Band 3 endet.
Inzwischen bin ich froh, dass ich mich durchgerungen habe, denn Flewelling mach hier einiges wieder gut.
Der Anfang des Buches zieht sich noch ein wenig, aber ab der Hälfte gewinnt es an Fahrt und sie nähert sich wieder ihrer alten Höhe an.

Alles in allem habe ich das Gefühl, dass sie einsehen musste, dass die Idee um die Rekharos irgendwie nicht ganz so funktionierte, wie sie es sich erhofft hatte. Mit Band 5 scheint dieser Handlungsstrang dann auch geschlossen zu werden. Band 6 (der so fantanstisch ist wie Band 1-3) könnte auch ohne das Zwischenspiel aus Band 4 und 5 fast identisch erzählt werden. Tatsächlich hat man das Gefühl, dass in Band 6 extra ein paar (wenige) Anspielungen eingestreut werden, damit die Handlung um Sebrahn zumindest etwas eingebunden wird. Bedeutung hat sie allerdings keine.

Kurz gesagt: Band 4 und 5 ergeben zusammengenommen offenbar eine Art "Zwischenspiel", das man bei der Lektüre der Serie durchaus herauslassen könnte, ohne größere Verständnisprobleme zu haben.
Bei Band 5 würde dem Leser dann aber doch Lesevergnügen entgehen, denn Flewelling findet langsam wieder zu ihrer alten Größe zurück, die sie in Band 6 wieder vollkommen erreicht hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 - 3,5 Sterne: Besser als der Vorgänger, insgesamt aber eher mäßig, 19. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Nachdem sich Alec und Seregil aus Plenimar retten konnten, kehren sie zusammen mit Micum nach Aurenen zurück, um sich von ihren Strapazen zu erholen und Klarheit über Sebrahn zu gewinnen. Ihre Atempause währt jedoch nicht lange. Sebrahns Seltsamkeit und seine magische Aura beunruhigen Seregils Familie und um wirkliche Antworten zu finden, müssen sie sich wieder auf große Fahrt begeben, um das Rätsel, das den kleinen rhekaro umgibt, zu lösen. Sie ahnen jedoch nicht, dass sich die Hazadrielfaie an ihre Fersen geheftet haben, um Alec und Sebrahn in ihre Gewalt zu bringen, und auch Seregils alter Feind Ulan i Sathil hat noch eine Rechnung mit ihnen zu begleichen.

Obwohl mir THE WHITE ROAD um einiges besser gefällt als das enttäuschende SHADOWS RETURN, bin ich nicht wirklich glücklich mit dem Roman. Alec und Seregil sind charakterlich Gott sei Dank halbwegs wieder die Alten und ihre Beziehung erholt sich ebenfalls. Sie müssen sich aber mit Sebrahn arrangieren, was nicht immer einfach ist. Alec wünscht sich verzweifelt, den rhekaro als Sohn behalten zu können, während Seregil nicht wirklich von dem Homunkulus begeistert ist. Obgleich Sebrahn ein interessantes Mittel ist, um die Paardynamik zwischen Seregil und Alec zu beeinflussen, und wir über ihn mehr über Alecs Herkunft erfahren, bin ich mehr als erleichtert, dass für das Geschöpf am Ende des Romans eine Lösung gefunden wird. Ich finde, dass Sebrahn mehr stört, als er zur Geschichte beiträgt. Ich konnte auch nie Alecs starke Gefühle für den Homunkulus verstehen und seine Handlungsweisen sind auch zweifelhaft. Mal kann er sich kaum von dem Wesen trennen, dann parkt er es wieder einfach so in einer Ecke. Das passt hinten und vorne nicht zusammen.
Obwohl Flewelling mit THE WHITE ROAD eine reichere Erzählung mit mehreren Subplots liefert, bin ich insgesamt eher wenig angetan von der Handlung, da sie im Grunde nichts Neues oder Überraschendes bietet. Es wird herumgereist, verfolgt und gekämpft, aber man kann relativ bald voraussagen, wie sich die Geschichte weiterentwickeln und letztendlich enden wird. Die ersten zwei Drittel von THE WHITE ROAD ziehen sich wie Kaugummi, obwohl es doch einige interessante Momente gibt, das letzte Drittel hat mir dagegen aber eigentlich recht gut gefallen. Alec, Seregil und Micum kehren zum Nightrunning zurück und dieser Abschnitt ist spannend und packend.
Das Ende des Romans lässt mich einerseits hoffen, dass Flewelling im nächsten Band zu ihren alten Stärken zurückkehren wird, andererseits kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass die Ereignisse von SHADOWS RETURN und THE WHITE ROAD im Grunde vollkommen belanglos waren.
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4.0 von 5 Sternen Spannende Fortsetzung zu Band 4, 3. Mai 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Das Buch schließt unmittelbar ab Band 4 an und führt die Ereignisse zu einem Abschluß. Im Gegensatz zu anderen Lesern fand ich aber Band 4 wesentlich runder. Hier wird mir zu viel rumgereist und ständig der Schauplatz gewechselt, die Story zieht sich teilweise und kommt nicht voran. Trotzdem ein spannendes Abenteuer für die Fans der Nightrunner und wer Band 4 gelesen hat will auf jeden Fall wissen wie es weitergeht.

Die geringere Seitenzahl wird hier durch kleinere Schrift und dicht bedruckte Seiten wieder wettgemacht, das Buch kam mir genauso lang vor wie Band 4 (mit großer Schrift und relativ großen Abständen).
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen enttäuschend...., 29. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
...denn die spannungsgeladene Grundsituation, mit der der letzte Band endet, verpufft praktisch ins nichts. Weder tauchen irgendwelche ersthaften Gefahren für Sebrahn auf, noch muss Alec um seinen Rhekaro und seine Freiheit kämpfen. Die wenigen halbherzigen Szenen, die die Thematik dann doch noch aufgreifen, reichen bei weitem nicht, um das Buch noch zu retten.

Das schleppt sich fast 200 Seiten lang träge hin, bevor es dann endlich der Autorin gelungen ist, alle Protagonisten in die richtige Position zu bringen. Aber die Mission, die dann ausgeführt wird, zieht sich eher schleppend dahin, da einfach alles viel zu einfach und glatt läuft. Fragen werden im Grunde keine wirklich beantwortet...und am Ende ist wieder alles so, wie es vorher war. Was hat Sebrahn eigentlich für einen Zweck, wenn seine Existenz keine Konsequenzen nach sich zieht?

Das Buch ist an sich nicht schlecht, aber nur noch ein Schatten der vorhergegangenen Nightrunner-Bücher...

es fehlen einfach die Details, die liebevollen Characterzeichnungen, die Intrigen und ein wirklich ernstzunehmender Gegner.
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4.0 von 5 Sternen Solide Fortsetzung, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: The White Road (Nightrunner) (Taschenbuch)
Auch dieser Band ist gut gemacht, die Handlung sehr interessant, aber nicht ganz so spannend wie im 4. Band; dies ist auch gar nicht so schlecht, im letzten Band musste man sich ja fast die Fingernägel abkauen. Alec und Seregil haben aber trotz alledem so einiges durchzustehen. Insgesamt gut gemacht, die Konsequenzen die gezogen werden müssen sind schlüssig. Schnell lesen und dann auf den Folgeband warten, der Ende Mai erscheint!
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The White Road (Nightrunner)
The White Road (Nightrunner) von Lynn Flewelling (Taschenbuch - 25. Mai 2010)
EUR 6,50
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