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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel
Mit diesem Buch geht es einem wie mit einer langen Wanderung: Es dauert etwas, in den Tritt zu kommen. Und vielleicht weiß man mit Dingen, die einem auf dem Weg begegnen, nicht immer gleich etwas anzufangen.
Ich hatte begeisterte Rezensionen dieses Buches gelesen und das, was ich über die Geschichte von Harold Fry erfuhr, hatte mich berührt. Also...
Veröffentlicht am 10. Juni 2012 von TillaE

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zieht sich wie ein zäher Honig
Da sollte man lieber Coelho lesen, wenn man auf Selbsterfahrung beim Wandern steht. Der Held der geschichte ist nicht besonders sympathisch und seine Überlegungen nicht sehr tiefsinnig. Nach dem ersten Kapitel hofft man, dass das Tempo etwas zulegen möge, was aber leider nicht der Fall ist. Ich habe dann angefangen querzulesen und gemerkt, dass ich wohl nichts...
Vor 7 Monaten von Erik veröffentlicht


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel, 10. Juni 2012
Mit diesem Buch geht es einem wie mit einer langen Wanderung: Es dauert etwas, in den Tritt zu kommen. Und vielleicht weiß man mit Dingen, die einem auf dem Weg begegnen, nicht immer gleich etwas anzufangen.
Ich hatte begeisterte Rezensionen dieses Buches gelesen und das, was ich über die Geschichte von Harold Fry erfuhr, hatte mich berührt. Also wollte ich dieses Buch sofort lesen. Doch es war keineswegs die ganz große Liebe von der ersten Seite an; zu flach schien mir Manches. Doch als Harold mit seinem Brief in der Hand am Briefkasten vorbei läuft und nicht zu stoppen ist, den ganzen Weg bis Berwick upon Tweed zu Fuß zu gehen - da nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf. Mich jedenfalls hat sie mehr und mehr in ihren Bann gezogen.
Die Autorin, Rachel Joyce, hat bisher haupsächlich Hörspiele geschrieben. Und ich könnte mir vorstellen, dass eine Umsetzung in eine Form der Dramatisierung - Fernsehfilm oder Hörspiel - dem Ganzen den letzten Kick geben könnte. - So gerne ich Harold auf seinem Weg gefolgt bin: der ganz, ganz große Roman ist es halt doch nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend - eigentlich 6 Sterne, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da der Inhalt des Buches schon hinreichend beschrieben wurde, möchte ich gleich zu meinem Fazit kommen.

Es hat schon lange kein Buch mehr gegeben, welches mich so "angefasst" hat.
Diese Pilgerreise zu sich selbst enthält im Grunde alles, was das Leben ausmacht: Liebe, Vergebung, Verständnis, Mitgefühl...
Ein Roman, der uns auffordert, auch mal einen unkonventionellen Weg zu gehen; nicht so vieles ungesagt zu lassen.

Und diese Thematik dann in einem Roman so leicht und rund erzählen zu können, ist schon große Kunst. Der Autorin ist vor allem auch ein so fulminantes Ende gelungen: das Ende der Pilgerreise des Harold Fry löst alles auf und ist der Start in einen neuen Lebensabschnitt.

UNBEDINGT LESEN
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen, 6. November 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wusstet ihr, dass „The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry“ ursprünglich ein Radio Hörspiel war? Rachel Joyce hat es für BBC Radio 4 geschrieben, in Gedenken an ihren Vater, der an Krebs litt und leider nicht lange genug lebte, um es zu hören. Später dann schrieb sie es zu einem vollwertigen Roman um. Dafür bin ich ihr sehr dankbar, denn hätte sie das nicht getan, wäre ich wohl nie in den Genuss dieser wundervollen Geschichte gekommen.

Harold Fry ist seit sechs Monaten pensioniert, aber maßgeblich verändert hat sich sein Leben dadurch nicht. Jeder Tag gleicht dem anderen und meist ist er seiner Ehefrau Maureen im Weg. Doch eines Morgens reißt ihn das Eintreffen eines Briefes aus seinem Trott. Es ist eine Nachricht einer alten Freundin. 20 Jahre lang hat Harold Queenie Hennessy weder gesprochen noch gesehen. Nun liegt sie im Sterben. Wie soll er nur darauf antworten, nach allem, was Queenie für ihn getan hat und nach all den Jahren? Als er seine ersten Schritte in Richtung Briefkasten macht, um sein Antwortschreiben einzuwerfen, ist das der Beginn einer fantastischen Reise. Denn während Harold läuft, kommt ihm die Idee, dass er genau das für Queenie tun kann: laufen. Über 600 Meilen, von Kingsbridge im Süden Englands bis nach Berwick-upon-Tweed ganz im Norden, wo Queenie in einem Hospiz ihre letzten Tage verbringt. Harold ist fest überzeugt, solange er läuft, wird Queenie leben. Sie wird auf ihn warten. Erst während seiner Reise merkt Harold, dass diese ihm weit mehr abverlangt, als nur einen Fuß vor den anderen zu setzen: sie konfrontiert ihn mit Erinnerungen. Und nicht nur mit Erinnerungen an Queenie.

Fragte man mich, wovon „The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry“ handelt, wüsste ich keine andere Antwort als „Vom Leben“. Verpasste Chancen, genutzte Gelegenheiten, enttäuschte Erwartungen, Liebe und Freundschaft, Schmerz, Verlust, Leidenschaft, Unausgesprochenes – um all das geht es in diesem Roman. Ich wage zu behaupten, dass sich einfach jeder in Harolds Geschichte wiederfinden kann, weil sie in ihrer Gewöhnlichkeit absolut außergewöhnlich ist. Es sind die kleinen Dinge, die ein Leben besonders machen; das Wesentliche liegt nicht an der Oberfläche, sondern steht zwischen den Zeilen. Rachel Joyce hat genau diese Eigenheit des Daseins mit erstaunlicher Klarheit herausgearbeitet und in den Mittelpunkt ihrer Erzählung gestellt. Ihre Art zu schreiben ist dabei unmissverständlich und direkt, sodass ich keine Probleme hatte, eine Verbindung zu Harold und auch seiner Frau Maureen aufzubauen, obwohl uns etwa 40 Lebensjahre trennen. Harolds Reise entfacht das Leben und die Liebe in ihnen beiden aufs Neue; Gefühle, die jahrzehntelang geschlafen haben, werden wiedererweckt. Während er läuft, verschwimmen für Harold die Grenzen von Realität und Erinnerung. Während er läuft, überwindet Maureen uralten Groll und Schmerz. Je mehr geografische Distanz zwischen ihnen liegt, desto näher kommen sie sich emotional. Joyce ließ mich hautnah an dieser Entwicklung teilhaben; es war so wunderschön, sie zu beobachten. So etwas warmherziges, sanftes, zärtliches und intimes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, auf jeder einzelnen Seite. Ein bisschen erinnerte es mich an „Schiffbruch mit Tiger“. Vermutlich hätten Harold und Maureen es jedoch nie geschafft, die Gräben zwischen sich zu überwinden, wäre Queenie nicht gewesen. Queenie Hennessy hat schon einmal sehr viel für Harold getan und jetzt tut sie es erneut. Noch mit ihrem letzten Atemzug macht sie ihm ein unschätzbares Geschenk. Sie bringt die Liebe zwischen Harold und Maureen erneut zum Glühen und lässt sie verstehen, dass manche Momente des Lebens einfach zu groß und zu schmerzhaft sind, um sie allein zu verarbeiten. Ist das nicht schlicht bezaubernd?

Ich bin noch nicht 60, aber auch ich habe Teile meines Ichs in „The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry“ entdeckt. Eine Botschaft nehme ich ganz sicher daraus mit und hoffe, ich habe sie nicht vergessen, wenn ich so alt bin wie Harold. Es ist niemals zu spät, um etwas zu tun, zu sagen oder zu verändern. Es ist oft nicht das Alter, das uns aufhält, es sind unsere negativen Erfahrungen. Niemals möchte ich den Mut verlieren, einfach zu springen und etwas Verrücktes zu tun, mein Leben noch einmal völlig umkrempeln, wenn es sein muss – ganz wie Harold.
Ich empfehle dieses Buch an LeserInnen, die in der Lage sind, das Besondere im Gewöhnlichen zu erkennen. In jedem Leben steckt ein wenig Magie. Manchmal muss man nur genauer hinsehen, um sie zu finden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zieht sich wie ein zäher Honig, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Unlikely Pilgrimage Of Harold Fry (Taschenbuch)
Da sollte man lieber Coelho lesen, wenn man auf Selbsterfahrung beim Wandern steht. Der Held der geschichte ist nicht besonders sympathisch und seine Überlegungen nicht sehr tiefsinnig. Nach dem ersten Kapitel hofft man, dass das Tempo etwas zulegen möge, was aber leider nicht der Fall ist. Ich habe dann angefangen querzulesen und gemerkt, dass ich wohl nichts wesentliches verpasst hatte. Nun ja, wenn ich das Buch nicht geschenkt bekommen hätte, hätte ich es nicht gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen so ein starker anfang und dann? große enttäuschung..., 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte mir das Buch gekauft, weil ich die Leseprobe sehr sehr interessant und vor allem vielversprechend fand. Eine tolle Geschichte hätte daraus werden können. Aber auf den nächsten Seiten wechselte mein Gefühl von sterbenslangweilig, bis zu: kommt doch noch was spannendes, und: wozu das denn jetzt? Am ende bin ich mit keinem stück schlauer oder weiser gewesen, was mir sonst gute bücher immer mitgeben können. Es war bei mir am ende nicht nur ein fragezeichen, sondern ganz klar eine zornesfalte zu sehen, dass ich meine zeit mit diesem buch verschwendet habe, aber wahrscheinlich auch, weil ich mich so habe hereinlegen lassen mit dieser guten anfänglichen leseprobe. Selbst schuld?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sollte man gelesen haben, 5. Februar 2013
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
"The Unlikley Pilgramage of Harold Fry" ist ein selten schönes Buch, das man und das sage ich selten,gelesen haben sollte.
Wenn man das Buch aufschlägt ist man ohne große Einleitung in dem Buch und der Geschichte drin. Kein Wort ist soviel, kein Gedanke nicht nachvollziehbar, den der Protagonist dieses Buches Harold Fry, während seines Pilgermarsches quer durch England, bis an die schottische Grenze zurücklegt.Aber wer ist dieser Mann, der glaubt durch seine Pilgerreise das Leben eines Menschen retten zu können ?

Harold ist Pensionär, gewollt unscheinbar, da er glaubt im Leben alles falsch gemacht zu haben. Seine Mutter verließ die Familie recht früh und wurde durch wechselnde " Tanten" ersetzt, bis sein Vater ihn mit 16 Jahren vor die Tür setzt. Einen Schulabschluss hat er nicht und so verdient er sein Geld mit verschiedenen Jobs.Irgendwann lernt er seine große Liebe Maureen kennen, sie heiraten, doch ihre Ehe ist seit 20 Jahren mehr ein nebeneinander Herleben, jeder in seinem Schlafzimmer. Sprachlosigkeit und Routine begleitet ihren Alltag.Bis....Harold einen Brief einer ehemaligen Kollegin erhält, die ihm mitteilt, das sie in einem Hospiz in Berwick auf ihren Tod wartet, da sie an Krebs erkrankt ist.Harold antwortet auf diesen Brief,doch an jedem Briefkasten in den er die Rückantwort werfen will, geht er vorbei zum nächsten, bis er zu einer Tankstelle kommt, wo er etwas isst.Dem jungen Mädchen, das dort arbeitet, erzählt er von seiner kranken Kollegin Queenie und sie sagt einen Satz der für Harolds nahe Zukunft entscheidet ist "Man darf den Glauben daran , dass ein Mensch gesund wird,niemals aufgeben." Dieser Satz gibt Harold die Kraft für eine bedeutungsschwere Entscheidung.Er lässt im Hospiz anrufen und mitteilen, dass er zu Fuß zu Queenie kommen wird, über 100 km zu Fuß und sie solle mit dem Sterben warten.Er ist davon überzeugt es zu schaffen und das Leben seine Kollegin zu retten.
Der Marsch zu Queenie, der aus einer spontanen emotionalen Entscheidung getroffen wurde, bringt Harold manchmal nicht nur an seine physischen Grenzen, sondern hilft ihm auch ,viele Dinge aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, sich auf das wesentliche zu beschränken und auch die Beziehung zu seiner Frau neu zu ordnen.Sein Wille, diese Aufgabe zu bewältigen, gibt ihm eine neue Orientierung, die ihn über sich selbst hinauswachsen lässt, die aber auch an eine Art eigene Buße denken lässt.

Die Autorin hat es wirklich geschafft ihr Herz in dieses Buch zu legen, dies merkt man ab der ersten Seite , die man genießt wie jede dann folgende und am Ende das Gefühl entsteht, etwas ganz Besonderes miterlebt zu haben. Harold, der zu Anfang sehr unscheinbar und auch tollpatschig wirkte, wurde mir mit jeder Seite sympatischer und ich habe mit seinen Gedanken und Erlebnissen mit gelitten und habe mich mit ihm gefreut. Das Ende, das für mich immer ausschlaggebend dafür ist, ob ein Buch gelungen ist oder nicht, habe ich als wunderbar empfunden und es ist der Autorin gelungen, dies ohne Kitsch und Pathos hin zubekommen.

Ich sage dies nicht oft, aber dieses Buch sollte man wirklich gelesen haben, da man sonst etwas verpasst.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jakobsweg reloaded; nicht frei von Kitsch, 12. August 2012
Rachel Joyces Debutroman "The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry" ist eines von elf Büchern auf der diesjährigen Longlist für den Booker Prize, der am 16. Oktober vergeben wird. Es ist eher selten, dass neue englische Romane von unbekannten Autoren so schnell ins Deutsche übersetzt werden wie in diesem Fall. Doch nicht nur das: Unter dem Titel Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry hat es der Roman bis an die Spitze der deutschen Bestsellerliste geschafft und hier bei Amazon bereits mehr als 100 zumeist überschwengliche Bewertungen erhalten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Begeisterung für "Harold Fry" nicht allein in der Qualität des Romans begründet liegt, sondern etwas anderes für diesen Hype verantwortlich ist.

Der Plot ist eher überschaubar: Der frisch pensionierte Harold Fry erhält einen Brief seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy, die er das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen hat. Sie teilt ihm mit, dass sie im Sterben liegt. Harold verfasst ein kurzes Antwortschreiben, verlässt das Haus, um dieses in den nächsten Briefkasten zu werfen. Doch dann überlegt er, doch noch ein paar Meter zum nächsten Briefkasten weiterzugehen. Und plötzlich befindet er sich auf der Wanderschaft nach Berwick, das 627 Meilen von Harolds Wohnort Kingsbridge entfernt liegt.

Auf seiner Wanderschaft wird in Rückblenden die besondere Beziehung zwischen Harold und Queenie offenbart. Selbiges passiert mit der Geschichte seiner Ehe mit Maureen und vor allem dem Schicksal ihres gemeinsames Sohnes David. Mehr und mehr nähert sich Harold dem Epizentrum seines Schmerzes und mehr und mehr nimmt Harolds Wanderung die Form einer Pilgerreise an, auf der er nach Vergebung sucht: "He understood that in walking to atone for the mistakes he had made, it was also his journey to accept the strangeness of others" (87).

Je weiter Harold und der Roman fortschreiten, desto mehr teils religiöse und teils esoterische Elemente mischen sich in die Handlung. Das Buch reiht sich somit nahtlos ein in die Masse der Erbauungsliteratur für Sinnsucher à la Hape Kerkling, die so zahlreich in den Bestsellerlisten zu finden sind. Das geht dann aber auch das eine oder andere Mal auf Kosten der Logik. Harold, der sein Leben lang völlig unfähig war Konflikte auszutragen, der zu allem ja und amen gesagt hat, der von heftigen Minderwertigkeitskomplexen geplagt wird und einen Hang zum Selbstmitleid hat, soll plötzlich auf die Idee kommen, von der Südküste Englands nach Schottland zu laufen? Das ist schwer nachvollziehbar, vor allem da im Roman betont wird, dass sich der Charakter von Harold eigentlich nicht ändert.

Fazit: "Harold Fry" ist ein einfach zu lesender Roman. Die insgesamt 32 Kapitel sind kurz gehalten und wirken teilweise sehr episodenhaft mit wenig Bezug zur Gesamthandlung. Ich bin gespannt, ob es "Harold Fry" auf die Shortlist schafft. Die Jury hat in den vergangenen Jahren immer großen Wert auf sprachliche und erzählerische Qualität gelegt, die dieser Roman nicht zu bieten hat. Man darf gespannt sein...
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Einband war das beste am Buch ...., 10. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
leider wusste ich dies beim Kauf nicht, denn der Plot klang wirklich spannend und originell. Aber leider ging es nach dem ersten Kapitel, in dem Harold und seine Frau vorgestellt wurden, nur noch bergab:
Harold, ein unsympatischer Mittsechziger, der einem leider während seiner Pilgerreise nicht sympatischer wird - zu unglaubwürdig ist auch seine Wandlung, seine Besinnung und Selbstfindung während seines "Roadtrips".
Kein Kapitel bringt die Geschichte voran - in jedem Kapitel erzählt er zwar etwas aus seinem Leben, aber es geht nicht in die Tiefe, alle Probleme werden nur angekratzt. Wahrscheinlich soll dies die Spannung steigern. Aber der Leser wird nur ungeduldig und hofft, dass Harold etwas Gas gibt und endlich am Ziel ankommt.
Und das Ende? Einfach nur kitschig, auf die Tränendrüse drückend, unglaubwürdig, das richtige für Hollywood. Wahrscheinlich wird die Story verfilmt mit einem raubeinigen Haudegen à la Robert Redford als rührselige Schmonzette.
Fazit: Schade, es hätte ein wirklich sehr gutes, berührendes und originelles Buch werden können. Was herauskam, war eine langweilige, zähe Geschichte mit wenig Tiefgang und rührseligem Ende. Für mich definitiv eine Enttäuschung!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sixth Sence meets Peter Jenkins, 24. Oktober 2012
I'm very biased towards books that feature long walks but that's not the reason why I loved it.

First of all, Rachel Joyce can tell a story. I liked how she had me making various assumptions that eventually turned out to be all wrong. The characters were all very much alive and three dimensional. Her portrayal of Harold's marriage especially, with all its ups and downs, struck me as unusually realistic. (In my experience, few authors can do it right, mostly focusing on either the good or the bad, rarely going beyond the superficial.)

Then of course, there's the walking. Even for someone who has been there and done that, it can be hard to explain what exactly is so special about it. The author did a remarkable job of showing how it can help, emotionally and physically, when nothing else can or will. I particularly enjoyed reading about the various characters Harold met along the way and, even though it did get rather Forrest Gumpy for a while, his tolerance and lack of judgment reminded me how little we have of it and how much it's needed.

Last but not least there's the issue of his former co-worker Queenie Hennessy and his son. This was an immensely tall order but Rachel Joyce pulled it off admirably. I needed several tissues in the end. But it's all a part of the book's basic premise: that sometimes you have to lose yourself, in order to find yourself.

I'm looking forward to her next book.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nice story but takes long to get to the point. (But that's the point...), 11. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I got this book because it was highly recommendet by a friend.
While it is well written, it was just a bit too slow for me. I skipped a lot as I wanted to get o the bottom of things rather than indulging on the different stories that happen along the way. THe point of this book, however, are those very stories. And I am sure for some people that's exactly what they like (e.g. my friend). For me it didn't quite work. Sorry.
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The Unlikely Pilgrimage Of Harold Fry
The Unlikely Pilgrimage Of Harold Fry von Rachel Joyce (Taschenbuch - 3. Januar 2013)
EUR 7,00
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