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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trari trara, die Post ist da ...
Zur Handlung: Moist von Lipwig ist ein echter "con artist", ein Lügner, Betrüger, Verkäufer falscher Diamantringe. Leider wurde er festgenommen und in Ankh Morpork zum Tod durch Hängen verurteilt. Nach seiner Hinrichtung erwacht er im Büro des Patriziers, der ihm erklärt wie er überlebte und ihm eine Chance für ein neues Leben...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2004 von kroeti666

versus
1 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entertaining as always but a bit disapointing
Going Postal has an interesting plot, good character and some funny moments like any Terry Pratchett book. But I was very disappointed that the entire story takes place in Ankh-Morpork with barely a mention of the Watch. It seems almost contrived - the plot is exactly the sort that would attract Watch attention and almost demands interesting insights and the occassional...
Veröffentlicht am 19. April 2005 von L. Schroeder


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trari trara, die Post ist da ..., 12. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zur Handlung: Moist von Lipwig ist ein echter "con artist", ein Lügner, Betrüger, Verkäufer falscher Diamantringe. Leider wurde er festgenommen und in Ankh Morpork zum Tod durch Hängen verurteilt. Nach seiner Hinrichtung erwacht er im Büro des Patriziers, der ihm erklärt wie er überlebte und ihm eine Chance für ein neues Leben bietet: Moist soll das marode Postsystem von Ankh Morpork wieder in Gang bringen. Widerwillig akzeptiert er. Damit er nicht abhaut, wird ihm Mr. Pump, ein Golem der bisher als Pumpe unter der Erde arbeitete, als Gehilfe, Leibwächter und Aufpasser zur Seite gestellt. Im Postamt angekommen trifft er weitere Helfer (einen uralten Briefträger und dessen jungen Gehilfen, der auf das Sammeln von Stecknadeln fixiert ist) und stellt zu seinem Erschrecken fest, dass das gesamt riesige Gebäude mit nicht zugestellten Postsendungen angefüllt ist. Außerdem erfährt er, dass mehrere Vorgänger im Amt ums Leben kamen.

Im weiteren Verlauf wird erzählt wie es zu dieser Situation kam und wie Moist beginnt, die Sendungen zuzustellen. Der Bedarf ist nämlich da: es gibt zwar mittlerweile die Clacks-Türme, die Nachrichten schneller übermitteln können, aber diese sind seit sie von einer zwielichtigen Firma übernommen wurden, die viel Personal und Service/Wartung einspart, vor allem teuer und unzuverlässig. Das bietet Moist und seinen neu angeheuerten Postkollegen eine Marktlücke. Hilfe bekommt er vor allem von den Nachfahren der früheren Postmitarbeiter sowie von der Gesellschaft zur Befreiung der Golems. Diese organisiert das Freikaufen von Golems (Vorgeschichte siehe "Feet of Clay") aus ihren Tätigkeiten, und Golems erweisen sich als ideale Postmitarbeiter, weil sie stundenlanges Sortieren nicht scheuen und nicht von Hunden beim Briefeaustragen gebissen werden ;-) Die attraktive Leiterin der Gesellschaft gibt Moist zusätzlichen Auftrieb.

Den Chef der Clacks-Firma lässt die neue alte Konkurrenz nicht unberührt und er versucht mit allen legalen und illegalen Mitteln sich diese vom Hals zu schaffen. Er ist eine zwielichtige Gestalt und hat die Firma durch Betrug und Unterschlagung an sich gebracht. Er ist ebenfalls ein berufsmäßiger Betrüger, ein Neureicher, der aus dem Nichts kam. Moist erkennt sofort einen Meister seines Faches.

Ein Zweikampf zwischen den beiden Firmen und den beiden Schwindlern entbrennt. Die Ankh-Morpork Times (Vorgeschichte siehe "The Truth") berichtet über alles und heizt den Zweikampf an. Das ganze kulminiert in einem Wettrennen: wer schafft es, eine Nachricht als erster nach Genua zu bringen?

Mein Eindruck: das Buch ähnelt von der Aufmachung her "The Truth", denn es spielt in Ankh-Morpork und die Hauptakteure sind neu. Allerdings ist der Hauptdarsteller Moist von Lipwig ("I am Moist - don't laugh!") kein aufrechter Kerl wie William de Worde in "The Truth", sondern ein Verbrecher. Anfänglich hat er kein richtiges Unrechtsbewusstsein und glaubt Klassen besser zu sein als Mörder, Räuber und Diebe, denn er hat ja noch nie jemandem weh getan. Später lernt er durch Konfrontation mit einigen der Existenzen, die er durch seine Betrügereien zerstört hat, dass das nicht alles so einfach ist. Dieser Wandel ist interessant zu sehen, wenn Moist erst nur daran denkt, wie er sich aus der unbequemen Aufgabe herauswinden kann, und dann später seine ganze Kraft und sein Talent auf den Erfolg der Post richtet.

Insgesamt ist das Buch weniger düster als die direkten Vorgänger, besonders Night Watch war ja eher deprimierend. Es hat mir wieder sehr gut gefallen, ähnlich wie "The Truth". Die neuen Figuren sind interessant und teilweise liebenswert, besonders über die Golems, bei denen sich ja in "Feet of Clay" eine Veränderung anbahnte, erfahre ich hier gerne mehr.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pratchett, wie man ihn liebt, 2. November 2004
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die letzten paar Discworld-Novels aus verschiedenen Gründen ein wenig aus dem Rahmen fielen ("Night Watch" & "Monstrous Regiment" wegen ihres unerwartet ernsten und teils eher zynischen als humoristischen Tones, "The Wee Free Men" & "A Hat Full of Stars" wegen ihres offensichtlichen Jugendbuchcharakters), gibt Pratchett mit Going Postal seinen LeserInnen genau das, was sie vor allem haben wollen: eine spannende, zum Brüllen abstruse Geschichte mit einem interessanten Helden und der scheibenwelteigenen Korkenzieherlogik, die schon Pratchetts beste Romane ausgezeichnet hat. Wie so oft gelingt die Fusion aus Witz und Spannung virtuos: die Hauptfigur Moist von Lipwig erinnert stellenweise etwas an Rincewind, aber zum Glück für den Roman hat Pratchett diesmal seinen Gestalten mehr Raum für Entwicklung und innere Veränderung gegeben. Auch die ein und andere elegant eingeschobene Tiefgründigkeit fehlt nicht, wenngleich diesmal sparsamer gesät als z.B. in Small Gods.
Die Story (kein Spoiler!): Ein verurteilter Trickbetrüger wird vom Patrician, dem Herrscher Ankh-Morporks, unter der Bedingung begnadigt, daß er das marode Briefpostsystem der Stadt wieder in die Gänge bekommt. Nicht nur, daß der unfreiwillige Held mit zunächst gänzlich ungeeigneten Helfern vor einem Riesengebäude voller unausgelieferter Post steht (und wir wissen alle, was auf der Scheibenwelt mit großen Ansammlungen von Worten geschieht: sie entwickeln ihre eigene Magie...), es entbrennt ein gänzlich ungleicher Kampf mit den resoluten, skrupellosen Eignern der Clacks, der Telegraphenlinien, die keine schmutzigen Wege scheuen, um die Wiedergeburt der Post aufzuhalten...
Pratchett vermischt hier wieder geschickt jede Menge herrliche Anleihen aus der Realität (von der Rivalität der großen Eisenbahnlinien der U.S.-Pionierzeit bis hin zur seltsamen Welt der Hacker und Programmierer), paßt sie in seine Story ein und läßt ihr ihren Lauf. Obwohl der Roman zu Beginn nur etwas schleppend in die Gänge kommt, wird es im weiteren Verlauf ausgesprochen rasant und auch spannend, wenn der unfreiwillige Postmeister seine Trickkiste aus alten Zeiten öffnet, um seiner Aufgabe Herr zu werden. Wie schon Alan Dean Foster seinerzeit in "Krull" eine der Figuren sagen läßt: "Wir stehen vor einer unlösbaren Aufgabe. Du schlägst eine nicht durchführbare Lösung vor... ich sehe keine Probleme."
Insgesamt ist Going Postal zwar nicht der beste Scheibenwelt-Roman, aber dennoch geprägt von allem, was Pratchettleser lieben. Auch einige dieser schönen Sätze und Fußnoten sind wieder enthalten, für die allein der Gute schon einer meiner Lieblingsautoren wäre... (z.B. angesichts einer Verfolgungsjagd im Dunkel: "And that is when you realize that however hard you try to look behind you, there's a behind you, behind, you, where you aren't looking"). Pratchetts Umschreibung der Ordnungsgewohnheiten des Kanzlers der Unsichtbaren Universität, die sog. "First Available Surface Method" kommt denn wohl auch vielen bekannt vor. Kann man es besser ausdrücken?
Ach ja: die zahlreichen anderen beliebten Figuren aus Ankh-Morpork (Commander Vimes, Corporal 'Carrot' Ironfoundersson usw.) spielen hier nur ganz am Rande eine Rolle, obwohl einige ihre kurzen Gastauftritte haben. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Neben den Hauptfiguren sind es hier besonders die Golems, über die man eine Menge Neues erfährt.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pratchett, wie man ihn liebt..., 2. November 2004
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die letzten paar Discworld-Novels aus verschiedenen Gründen ein wenig aus dem Rahmen fielen ("Night Watch" & "Monstrous Regiment" wegen ihres unerwartet ernsten und teils eher zynischen als humoristischen Tones, "The Wee Free Men" & "A Hat Full of Stars" wegen ihres offensichtlichen Jugendbuchcharakters), gibt Pratchett mit Going Postal seinen LeserInnen genau das, was sie vor allem haben wollen: eine spannende, zum Brüllen abstruse Geschichte mit einem interessanten Helden und der scheibenwelteigenen Korkenzieherlogik, die schon Pratchetts beste Romane ausgezeichnet hat. Wie so oft gelingt die Fusion aus Witz und Spannung virtuos: die Hauptfigur Moist von Lipwig erinnert stellenweise etwas an Rincewind, aber zum Glück für den Roman hat Pratchett diesmal seinen Gestalten mehr Raum für Entwicklung und innere Veränderung gegeben. Auch die ein und andere elegant eingeschobene Tiefgründigkeit fehlt nicht, wenngleich diesmal sparsamer gesät als z.B. in Small Gods.
Die Story (kein Spoiler!): Ein verurteilter Trickbetrüger wird vom Patrician, dem Herrscher Ankh-Morporks, unter der Bedingung begnadigt, daß er das marode Briefpostsystem der Stadt wieder in die Gänge bekommt. Nicht nur, daß der unfreiwillige Held mit zunächst gänzlich ungeeigneten Helfern vor einem Riesengebäude voller unausgelieferter Post steht (und wir wissen alle, was auf der Scheibenwelt mit großen Ansammlungen von Worten geschieht: sie entwickeln ihre eigene Magie...), es entbrennt ein gänzlich ungleicher Kampf mit den resoluten, skrupellosen Eignern der Clacks, der Telegraphenlinien, die keine schmutzigen Wege scheuen, um die Wiedergeburt der Post aufzuhalten...
Pratchett vermischt hier wieder geschickt jede Menge herrliche Anleihen aus der Realität (von der Rivalität der großen Eisenbahnlinien der U.S.-Pionierzeit bis hin zur seltsamen Welt der Hacker und Programmierer), paßt sie in seine Story ein und läßt ihr ihren Lauf. Obwohl der Roman zu Beginn nur etwas schleppend in die Gänge kommt, wird es im weiteren Verlauf ausgesprochen rasant und auch spannend, wenn der unfreiwillige Postmeister seine Trickkiste aus alten Zeiten öffnet, um seiner Aufgabe Herr zu werden. Wie schon Alan Dean Foster seinerzeit in "Krull" eine der Figuren sagen läßt: "Wir stehen vor einer unlösbaren Aufgabe. Du schlägst eine nicht durchführbare Lösung vor... ich sehe keine Probleme."
Insgesamt ist Going Postal zwar nicht der beste Scheibenwelt-Roman, aber dennoch geprägt von allem, was Pratchettleser lieben. Am ehesten ist er wohl vergleichbar mit The Truth. Auch einige dieser schönen Sätze und Fußnoten sind wieder enthalten, für die allein der Gute schon einer meiner Lieblingsautoren wäre... (z.B. angesichts einer Verfolgungsjagd im Dunkel: "And that is when you realize that however hard you try to look behind you, there's a behind you, behind, you, where you aren't looking"). Pratchetts Umschreibung der Ordnungsgewohnheiten des Kanzlers der Unsichtbaren Universität, die sog. "First Available Surface Method" kommt denn wohl auch vielen bekannt vor. Kann man es besser ausdrücken?
Ach ja: die zahlreichen anderen beliebten Figuren aus Ankh-Morpork (Commander Vimes, Corporal 'Carrot' Ironfoundersson usw.) spielen hier nur ganz am Rande eine Rolle, obwohl einige ihre kurzen Gastauftritte haben. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Neben den Hauptfiguren sind es hier besonders die Golems, über die man eine Menge Neues erfährt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen From pillory to post..., 3. November 2005
This is the 29th Discword novel, but can be read as a stand-alone.
26-year-old Moist von Lipwig is a talented con artist. Or used to be: this morning he (well actually his "Mr Spangler" identity) was hanged. At least that's what the citizens of Ankh-Morpork witnessed. In truth, Moist von Lipwig was secretly and discreetly "rescued" by the Patrician, Lord Vetinari, and proposed a unturndownable challenge: to become the city's new Postmaster.
The book tells of how he'll get Ankh-Morpork's ancient postal service up and running again, with the help of Mr Groat the old postman, of Stanley the pinhead and keeper of the Rules, of Miss Adora Belle Dearheart of the Golem Trust, and of his parole officer Mr Pump.
Of course he'll face many obstacles, especially in this modern world where clacks can deliver a message in the blink of a shutter tower... yes, but there's been an unusual number of deaths on the clacks lately... Could he outrun them?
Going Postal hooked me right from the start. It was so exciting to explore the Post Office's old building, literally packed with old, undelivered mail, and to witness the invention of stamps... Of course Death makes his usual appearance (or apparition?), and the punny references (to The Lord of the Rings, the Internet, etc) are legion. The final race reminded me of an old film, the title of which I can't for the life of me remember, where some old fashioned service competes against the modern one... oh well. With this book, as well as with Monstrous Regiment and the Tiffany Aching sub-series, it seems to me that Sir Terry Pratchett is finally back on track after some years at half throttle.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amüsant und clever, 3. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch mit dem 29. (Erwachsenen) DW-Roman wird diese Welt nicht langweilig. Diesmal gibt es eine neue und gut gelungene Hauptfigur. Moist van Lipwig ist ein genialer Trickbetrüger, der leider gerade seiner Hinrichtung entgegensieht. Nun wäre aber Lord Vetinari nicht Lord Vetinari wenn er nicht das enorme Potential dieses kriminellen Genies erkennen würde und versuchen würde, dies für seinen eigenen Zwecke einzuspannen. Hintergrund ist, dass die Clacks-Tower von einem Konsortium übernommen wurden, das etwas Konkurrenz durch die altmodische Post ganz gut vertragen könnte... Wettbewerb belebt nun mal das Geschäft! Das Postgebäude selbst ist bevölkert von skurrilen Gestalten, es gibt einen Geheimbund der pensionierten Postler mit merkwürdigen Riten, Banshees, die gerne Tauben essen und einen Stecknadelsammler, der sich für Briefmarken begeistern könnte. Dann gibt es da auch noch Adora Belle Dearhart, eine kettenrauchende, klarsichtige Zynikerin und Golem- Rights! -Vertreterin, für die Moist sich ordentlich ins Zeug legt.
Kurz: Ein sehr amüsantes und kurzweiliges Buch! von Lipwig wird hoffentlich noch öfter eine prominente Rolle spielen. Wobei nicht übersehen werden sollte, dass der Großteil des Vergnügens daher kommt, dass TP die Skrupellosigkeit des Wirtschaftsleben ganz schön treffsicher karikiert.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam auf allen Ebenen, 3. Oktober 2004
Von Ein Kunde
"Going Postal" ist (nach dem etwas schwächeren "Monstrous Regiment") ein großartiger Scheibenwelt-Roman. Er spielt im Ankh-Morphok der Vetinari-Ära, und zeigt uns das Wiederaufleben eines einst mächtigen, aber über dem rasanten technischen Fortschritt beinahe in Vergessenheit geratenen Molochs: der Post. Dabei geht es selbstverständlich auch um Macht und Geld, wobei hier die Trennung zwischen Hochfinanz und Trickbetrügern nicht immer ganz eindeutig möglich ist (was auch diesen Roman wieder eindeutig in die Kategorie "Fantasy" einordnet).
Sowohl die mit "Going Postal" neu eingeführten Personen als auch die Gastauftritte bekannter Größen aus Ankh-Morphok sind allesamt gelungen. Komik und Tiefsinn funktionieren auf allen Ebenen von Handlung bis Wortwitz (zumindest soweit für den Nicht-Muttersprachler ersichtlich) und machen das Buch zu einem inspirierenden Lesevergnügen.
Der einzige, unvermeidliche Kritikpunkt: Die Wartezeit bis zum Erscheinen des nächsten Scheibenwelt-Romans erscheint direkt nach der Lektüre eines neu-erschienenen Buches geradezu unerträglich lang.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Big Business, Small Stamps and Glom of Nit, 27. April 2006
Pratchetts Discworld-Novel GOING POSTAL ist nach dem für meine Begriffe recht enttäuschenden THE TRUTH der Beweis, daß es nicht einer der drei Sub-Series der Discworld bedarf, um einen dennoch kurzweiligen und einfallsreichen, auf der flachsten Welt im Universum spielenden Roman zu schreiben.

Das traditionelle Postgewerbe in Ankh-Morpork liegt in Trümmern, der Glanz der alten Tage ist mit Taubendreck verkrustet, und Briefe aus über vier Jahrzehnten sind kunstvoll in allen Räumlichkeiten des ehemaligen Prunkbaus des Hauptpostamts verstaut worden, wo notwendig mit grober Gewalt. Der Discworld-Machiavelli Lord Vetinari sieht angesichts der in Heuschreckenhand gefallenen Clacks-Technologie die Autarkie seiner Tyrannenherrschaft in Gefahr und bläst zur Gegenoffensive. Die traditionelle Auslieferung von Nachrichten von Hand bekommt eine letzte Chance, sich gegen das Blitzmedium des Grand Trunk, das nun unter der Ägide eines gewissenlosen Finanzkonsortiums steht, zu behaupten.

Dafür braucht es einen Mann mit Visionen. Oder zumindest jemanden, der anderen die Illusion von Visionen vorgaukeln kann, kurz: es braucht dazu einen Betrüger. Praktischerweise hat soeben der Trickbetrüber Moist von Lipwig a. k. a. Albert Spangler sein Leben am Strang ausgehaucht und erhält nun eine zweite ... naja, Moist kann sich aussuchen, ob er sein Schicksal mit seinem verblichenen alter ego Mr Spangler teilen will oder lieber die Berufung zum Postmaster General annimmt.

In GOING POSTAL hält die Großfinanz in Form der schlimmsten Alpträume der Private Equity Einzug in die größte Stadt der Discworld. Die Clacks-Technologie, die die Reiche der Discworld zur discal village verknüpft, ist in die Hand dieser Maraudeure geraten und wird nun als politisches Druckmittel eingesetzt. So fatal die nur technische Kompetenz der Erfinder des Grand Trunk sich für sie selbst ausgewirkt hat, so sehr wirkt sich die nur finanzielle Interessenlage der auf Kostenersparnis und Rationalisierung setzenden neuen Besitzer auf die Funktionstüchtigkeit der Technik aus - Verbindungsabbrüche und erhöhte Anfälligkeit für Sabotageakte von Clacks-Hackern nehmen stetig zu. Hier zeigt sich Pratchett erneut als hochpolitischer Fantasy-Autor mit einem Herz für die Unterdrückten: Seine Beschreibung trifft die Weltlage des globalisierten Wirtschaftsgebarens in Kern - das Lächeln über die Winkelzüge des Antagonisten Reacher Gilt, der als Vorstandsvorsitzender des Konsortiums den größten Betrüger überhaupt gibt, ist nur ein halbes. Man ahnt, daß einiges von dem selbstherrlichen und gewissenlosen Gebaren auch im irdischen Manager steckt.

Gottlob wird diese finstere Welt der Großfinanz flankiert von dem belebenden Geist des Start-Ups (oder Start-Agains) des Ankh-Morpork Post Office, dessen um ein paar Buchstaben beraubtes Motto mitteilt, daß "neither Rain nor Snow nor Glom of Nit" die Postboten von der Ausübung ihrer Pflicht abzuhalten vermag. Wo Worte auf engem Raum zusammengedrängt sind - das wissen wir hinlänglich von der Unseen University Library und ihrem L-Space - da geschehen seltsame Dinge; so auch im Hauptpostamt von Ankh-Morpork. Die einzig verbliebenen Beamten, der betagte Junior Postman Groat und der autistische Stecknadelsammler Stanley, lassen sich von dem in seine Rolle geradewegs hineinwuchernden Moist ebenso mitreißen wie die über die Ankh-Morpork Times informierte Bürgerschaft der Stadt, bis der offen ausgetragene Wettbewerb mit dem Clacks-Imperium halsbrecherische, ja sogar lebensgefährliche Züge annimmt.

Fazit: Wer sein Urteil nicht allein auf dem Handlungsanteil der bekannteren Discworld-Charaktere aufbaut, den dürfte nichts davon abhalten können, diesen Roman (wie üblich bitte im Original) mit wachsender Begeisterung von A bis Z zu verschlingen. Nicht einmal Glom of Nit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pratchett in Hochform, 29. Januar 2007
Von 
H. Rinkenbach (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Going Postal ist wie fast jeder neue Pratchett mal wieder einer der besten Bände, der im Rahmen dieser Serie erschienen ist. Die Geschichte spielt in Ankh-Morpork und beschreibt den Wiederaufbau des Postwesens, das bedingt durch neuere, schnellere Kommunikationstechnik nicht mehr existiert. Mit Moist von Lipwig führt Terry Pratchett eine neue Hauptfigur ein, einen liebenswerten und äußerst intelligenten Gauner, der von Lord Vetinari gezwungen wird, das Postwesen zu reorganisieren und gegen einen mächtigen Gegner, die Grand Trunk Semaphore Company, anzutreten und deren Monopol zu brechen. Ähnlichkeiten zu Vorkommnissen und Personen auf unserem Planeten sind wie immer bei Pratchett nicht zufällig. Aufgrund der Thematik ist das Buch auch etwas weniger mystisch als seine Vorgänger, aber wie immer voller Seitenhiebe auf unsere Gesellschaft. Lesenswert, auch für Neueinsteiger in die Discworld Stories geeignet. Und wie immer: unbedingt auf englisch lesen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pratchett wieder weniger düster, 25. November 2006
Von 
Going Postal ist ein Roman in der alten Tradition der Pratchett Bücher. Als Thema gibt es die Post und ihre Wichtigkeit in sozialen Netzen. Allerdings ist Going Postal weitaus weniger düster als viele der letzten Pratchetts. Es gibt den üblichen Humor, die Seitenhiebe auf unsere Welt, die abgedrehten Charaktere und skurrilen Ideen, aber das Thema ist weitaus zahmer als man es von den letzten Büchern gewöhnt war.

Dennoch bleibt der Roman definitiv empfehlenswert. Diesmal speist sich die Spannung mehr aus der Geschichte selbst, als aus dem thematischen Hintergrund. Es kommen natürlich viele der bekannten und beliebten Charaktere vor, welche die Scheibenwelt bevölkern und zu diesem einzigartigen Ort machen.

Fazit: Ein Pratchett, der sich zu lesen lohnt. Für Fans sowieso, aber auch Nicht-Kenner werden ihren Spaß damit haben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guter Pratchett, 13. Januar 2005
Neue Figuren tauchen auf, alte ebenso, wenn auch nur am Rand, während Pratchett eine Geschichte sich entfalten lässt, die nur sehr wenige typische Fantasy-Elemente in sich birgt.
Wie immer sehr gut zu lesen; im Vergleich zu älteren Büchern fällt auf, dass er mehr darauf achtet, eine "glaubwürdige" Geschichte zu erzählen statt Kalauer anzubringen (die gibt es zwar immer noch, aber weniger als früher).
Very good, Mr. Pratchett.
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Going Postal (Discworld Novels, Band 33)
Going Postal (Discworld Novels, Band 33) von Tony Robinson (Audio CD - 23. November 2004)
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