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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Swiftsche aller Pratchett-Romane
Ähnlich wie bei J.R.R. Tolkien, T.H. White, M. Peake und den anderen genialen Autoren der Phantastik bemerkt man auch in Pratchetts Hauptwerk - den Discworld-Novels -, daß sich im Laufe der Jahre Stil und Stimmung verändern. Darauf muß man sich einlassen können - und "Monstrous Regiment" ist, was Pratchett betrifft, da wohl ein Buch, das die...
Veröffentlicht am 31. Januar 2004 von Schulthe, Hendrik

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das letzte Drittel macht es lesenswert
Eingefleischte Pratchett-Fans werden mit diesem Buch anfangs so ihre Probleme haben; gut 100 Seiten liest man vor sich hin und immernoch hat man nicht einmal laut aufgelacht, hoechstens geschmunzelt, oft betroffen geschluckt. Krieg ist ein ernstes Thema und Pratchett macht nicht den Versuch, die beklemmende Sinnlosigkeit der ganzen Angelegenheit durch Witz und Wittiness...
Veröffentlicht am 29. November 2003 von Ingrid Lommer


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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Swiftsche aller Pratchett-Romane, 31. Januar 2004
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ähnlich wie bei J.R.R. Tolkien, T.H. White, M. Peake und den anderen genialen Autoren der Phantastik bemerkt man auch in Pratchetts Hauptwerk - den Discworld-Novels -, daß sich im Laufe der Jahre Stil und Stimmung verändern. Darauf muß man sich einlassen können - und "Monstrous Regiment" ist, was Pratchett betrifft, da wohl ein Buch, das die Geister scheiden wird (bzw. es - nach den Anmerkungen meiner Vorrezensenten - bereits tut).
"Monstrous Regiment" ist - gemeinsam mit "Night Watch" und teilweise auch "The Wee Free Men" - der sicherlich ernsteste Scheibenwelt-Roman. Von den doch recht albernen Anfangsromanen wie "The Light Fantastic" ist er so meilenweit entfernt wie - um es mit Tolkien auszudrücken - Theodens Sterbeszene vom naiv-heiteren Aufbruch Bilbos mit den Zwergen. Das macht das Buch definitiv nicht schlechter, aber schwerfälliger. Der Hintergrund eines vor Generationen schon sinnlos gewordenen Krieges ist nun auch nicht gerade ein Schenkelklopfer; Pratchetts humorsprühender Aberwitz vermischt sich hier mit dem Lachen der Verzweiflung, das manchmal die einzig noch mögliche Reaktion auf die Verdrehtheit der Realität ist. Es ist demnach kein reiner Entspannungs- und Ablachroman, und einige der üblichen Pratchett'schen Zutaten (wie der Auftritt des photographierenden Vampirs, der natürlich jedesmal zu Staub zerfällt, wenn das Blitzlicht losgeht) wirken etwas deplaziert bzw. aufgesetzt. Der Witz mit den Socken wird etwas zu oft bemüht.
Dennoch ist es ein sehr gutes Buch - ich glaube, Pratchett kann gar nicht anders. Besonders gefiel mir die Hauptfigur Polly, irgendwie eine Geistesverwandte des Johnny aus Pratchetts Jugendbüchern. Noch nie zuvor hat Pratchett so zynisch geschrieben - und der dauernde Vergleich mit Swift auf Pratchetts Buchcovern ist hier mehr als gerechtfertigt.
Kurz und gut: auch "Monstrous Regiment" habe ich mit Begeisterung gelesen, und ich werde auch weiterhin jedes neue Pratchettbuch ungesehen kauufen. Ihm fehlt die virtuose Leichtigkeit meines (auch vom Hintergrund her sehr ernsten) Lieblings-Discworldromans "Small Gods", aber empfehlen kann ich es allemal guten Gewissens. Wer allerdings wirklich NUR abvlachen möchte, dem seien in der Tat ältere Discworld-Romane empfohlen.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Times are Changing, 8. Oktober 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jedes Jahr im Oktober erfreut Terry Pratchett seine Fangemeinde mit einem neuen Scheibenwelt Roman.
"Monstrous Regiment" ist jetzt der 28. Roman der Serie und obwohl ich in den Letzten Monaten die ganze Serie wiedergelesen habe werden sie immer noch nicht langweilig.
Gerade das Wiederlesen bringt Freude, da man die vielen kleinen Links mit denen die Bücher verbunden sind besser erkennt.
"Borogravia führt Krieg mit Mouldavia" hieß es in "Night Watch" in einem Nebensatz. Der Neue Roman führt uns nun direkt hinen in diesen Krieg (auch wenn der Haupt gegener jetzt Zlobenia heißt, was aber keine Rolle spielt da Borogravia eigentlich gegen alle kämpft)
Vergleicht man das neue Buch mit den frühen Scheibenwelt Romanen so hat sich viel geändert. War es am Anfang noch eine magisch mittelalterliche Märchenwelt für Erwachsene, so hat die Scheibenwelt oder zumindest die Länder um Ankh Morpork inzwischen das 19. Jahrhundert erreicht. (in 20 Jahren keine schlechte leistung).
Es gibt nach wie vor keine Feuerwaffen, aber ansonsten gleichen die Armeen die hier gegeneinander kämpfen eher den Armeen aus den napoleonischen Kriegen.
Und mittendrin ein Mädchen das als Junge verkleidet in den Krieg zieht um ihren Bruder zu finden.
Eine im Grunde altbekannte Ausgangssituation für eine Geschichte, abe Pratchett wäre nicht Pratchett wenn die Story nicht bald die ausgetretenen Pfade verlassen und die alten Klischees auf den Kopf stellen würde.
Und Polly, die Titelheldin, stellt bald fest, daß sie nicht das einzige Mädchen ist.
Die Hauptfiguren des Romans sind neu, unter den Nebenfiguren tummeln sich aber wie immer einige bekannte Namen.
Commander Vimes ist wie in den meisten jüngeren Romanen mit dabei mit einer kleinen auswahl seiner Wachleute. Und es hat mich sehr erfreut, daß auch William de Worde aus "The Truth" gemeinsam mit seinem Fotografen einen Auftritt hat.
Der Humor ist etwas gedämpft, das Buch ist ernster als die meisten anderen, aber es gibt noch genug zu lachen, und spannend ist es alle mal.
Und damit beginnt wieder das lange warten auf Roman Nr. 29.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lachen mal anders, 12. Oktober 2004
Cover und Titel
Das Cover - wie schon bei Night Watch - eine Parodie eines bekannten Bildes, nämlich des Fotos "Raising the flag at Iwo Jima". Der Titel - ein schönes Wortspiel. Wenn man es erklärt, ist es nicht mehr witzig, aber ich versuche mein bestes:
1558 veröffentlichte der schottische Calvinist John Knox eine Kampfschrift mit dem Titel "The First Blast of the Trumpet Against the Monstrous Regiment of Women" (Erster Trompetenstoß wider das monströse Weiberregime), der sich gegen die katholischen Herrscherinnen der Zeit (Maria von Schottland und Mary Tudor von England) richtete.
Die Hauptaussage in dieser Schrift ist, daß die Ausübung von Autorität durch Frauen im Gegensatz zum Naturgesetz und zur Religion steht.
Im Buchtitel von Terry Pratchett wird also mit der Doppelbedeutung Regiment/Regime gespielt und weiterhin klingt an, dass nach "Monstrous Regiment" noch "of women" folgen müsste ... eine Tatsache, die einem beim Lesen des Buches schnell klar wird.
Die Story
In Borogravia (ein Staat in der Nähe von Überwald) ist immer Krieg. Das Land wird von einer uralten Herzogin regiert, die sich von den Untertanen gottgleich verehren lässt und von der keiner weiß, ob sie überhaupt noch lebt. Gleichzeitig macht die Staatsreligion (unter Gott Nuggan) den Menschen mit sinnlosen Verboten das Leben schwer. Zu essen gibt es auch nichts. Rekrutierungskommandos grasen das Land nach neuen Rekruten ab, aber jeder halbwegs waffenfähige Mann ist schon eingezogen, gefallen, verwundet oder verkrüppelt. Der Krieg läuft schlecht, das Nachbarland hat eine wichtige Festung eingenommen und droht mit Unterstützung aus Ankh Morpork mit der Übernahme. Der Herrscher des Nachbarlandes Zlobenien ist nämlich gleichzeitig der einzig legitime Erbe der Herzogin von Borogravia. Ankh-Morpork mischt sich deshalb ein, da Borogravia die dort aufgestellten Clackstürme (die spontan von Gott Nuggan zur Sünde erklärt wurden) abgerissen hat.
In dieser Situation verläßt die Wirtstochter Polly ihr Zuhause um nach ihrem Bruder Paul zu suchen. Als Junge verkleidet lässt sie sich mit einigen anderen von Seargant Jackrum anwerben. Der ist erfreut, an nur einem Tag mehrere Rekruten zu bekommen, die komischerweise auch noch fast alle schreiben können. Es sind ein Troll, ein kaffesüchtiger Vampir, ein Igor, Polly und noch einige "Jungs".
Auf dem Weg zum Ausbildungscamp stellt Polly (genannt Oliver) fest, dass es um die Armee, das Land und den Krieg schlecht steht. Außerdem bemerkt sie, dass sie nicht die einzige verkleidete Frau im Regiment ist.
Im weiteren Verlauf der Geschichte wird beschrieben, wie Polly/Oliver und ihre KameradInnen die erste Feindberührung haben und dann später versuchen, die wichtige Festung einzunehmen. Durch einen Bericht in der Ankh-Morpork-Times werden sie zu Anti-Helden und haben unerwarteten Einfluß auf den Ausgang des Krieges.
Witzig oder nicht?
Im Vergleich zu "Night Watch" ist "Monstrous Regiment" nicht ganz so düster. Es ist durchaus wieder Slapstick-Humor vorhanden. Die üblichen schon seit "Charley's Tante" bekannten Gags, die immer dann Anwendung finden, wenn "gecrossdessed" wird, sind natürlich im Überfluß vorhanden.
Personen
Ohne zu viele Pointen zu killen kann man sagen, dass in dem Buch ziemlich wenig Männer mitspielen. Zu den wenigen Ausnahmen gehören aber unter anderem Gaststars wie Duke Vimes (Mumm) und William de Worde mit seinem Fotografen Otto Chriek als Kriegsberichterstatter. Die neuen Charaktere sind durchaus liebenswürdig und gut gezeichnet.
Besonders nett ist mal wieder der Igor gelungen, man erfährt auch wieder etwas mehr über diesen seltsamen Clan.
Fazit
Gefiel mir besser als Nightwatch. Die Schrecken des Krieges werden nicht verschwiegen, und es wird gut dargestellt, wie man in solchen Extremsituationen in Galgenhumor verfallen MUSS, um zu überleben und nicht durchzudrehen. Im Gegensatz zu "Jingo", wo es um den Unsinn Krieg im allgemeinen geht (warum fange ich einen an?), dreht es sich hier um die Situation der Soldaten, also eher den Mikrokosmos. Das Thema "Homosexualität beim Militär" wird natürlich zwangsläufig auch angeschnitten, wenn auch - pratchett-typisch - aus überraschend anderer Richtung. Wie jeder Pratchett - unbedingt lesenswert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... und wieder ein Kick ernster!, 27. Oktober 2003
Von Ein Kunde
TP gilt als Meister der humoristische Fantasy - aber in den letzten Jahren sind seine Romane spürbar ernster geworden. Schon im letzten Roman "Nigtwatch" hat er eine recht düstere Stimmung erzeugt - "The Monstrous Regiment" setzt noch einen drauf. Diesmal geht es um Krieg - wahrhaftig kein lustiges Thema - und ein junges Mädchen, das als Junge verkleidet in diesen Krieg zieht, um seinen vermißten älteren Bruder zu finden. Dieses Versteckspiel birgt einige Probleme (vor allem bzgl. der Hygiene), und anfangs beschränkt sich der Humor leider hauptsächlich auf eben diese Probleme. Zum Glück ändert sich dies im Verlauf des Buches, so daß es doch noch Spaß macht, weiterzulesen. Zwar haben mir "Thief of Times" und "Nightwatch" besser gefallen, aber auch dieser neue Roman ist absolut lesenswert. Zum Einstieg in die Scheibenwelt sollte man aber vielleicht eines der früheren Bücher wählen (das Auftauchen bekannter Figuren aus Ankh Morpork z. B. macht sicherlich nicht halb so viel Spaß, wenn man diese Figuren gar nicht kennt).
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich und düster, aber trotzdem genial, 19. November 2004
Von 
M. Auerswald (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Monstrous Regiment (Discworld Novels, Band 31) (Taschenbuch)
Warum sage ich trotzdem, eher sogar gerade deshalb genial. Von dem teilweise manchmal in den Slapstick hingrenzenden Humor der ersten Tage ist in diesem Roman nicht mehr viel übrig (mal von einigen Einlagen abgesehen). Vielmehr hat die ganze Story einen ausgesprochen düsteren Hintergrund und auch die Charaktere sind allesamt eher tragische Figuren. Mehr als zuvor wird Wert auf die Interaktion zwischen den Figuren gelegt. Natürlich bleiben die üblichen Scheibenweltspezifischen Absurditäten nicht aus, aber im großen und ganzen bleibt Prattchet dieses Mal sehr realistisch. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch! Nur darf man nicht mit der Einstellung ans Lesen herangehen, während der nächsten 300 Seiten von einem Lacher zum nächsten zu jagen, diese bleiben einem nämlich im Halse stecken. Wer jedoch offen für eine ironische Herangehensweise an ernste Themen das Buch beginnt, der wird mit einem weiteren fantastischen Pratchett Werk belohnt.
Nettes Gimmick: man erfährt so ganz nebenbei, dass über die 'Clacks' offenbar auch JPEGs übertragen werden...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ernst und gut, 5. März 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zuerst dachte ich "Wie schön, Vimes & Co. sind wieder dabei", aber das täuscht leider; ihre Rolle in diesem Buch ist nicht besonders groß. Ohne sie wäre es allerdings auch nicht gegangen. Auch das Auftauchen des Reporters ist ganz schön, aber vor allem die neuen Charaktere sind gut - insbesondere Polly ist glaubhaft beschrieben.
Pratchett hat meines Erachtens hier schon fast einen Frauenroman vorgelegt - so habe ich (als Frau) sehr oft genickt, wenn Pratchett mal wieder treffend den Umgang von Männern und Frauen miteinander, mit Macht und mit Hierarchie und Regeln beschrieben hat.
Das letzte (und beste) Drittel des Buches ist wohltuend "langsam" geschrieben, d.h. es häufen sich nicht auf 10 Seiten fünf Handlungsstränge, die dann flott irgendwie verwoben werden müßten. Pratchett gibt dem Leser die Zeit, mit der Handlung mitzugehen, ohne sich dabei zu langweilen. Manchen Aha-Effekte gegen Ende des Buches fand ich etwas übertrieben, aber jedes Wort mehr würde die Spannung verderben...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geistreich, spannend und fern ab von ankh-morpork, 2. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Monstrous Regiment (Discworld Novels, Band 31) (Taschenbuch)
Es ist nicht das erste Mal, dass Pratchett uns an einen fernen Ort der Scheibenwelt fuehrt und beginnt, eine Geschichte zu erzÃhlen, die wir ja eigentlich schon kennen. Eigentlich. Diesmal landen wir in Borogravia, einem kleinen Land, dem langsam die Menschen ausgehen, da es ununterbrochen Krieg fÃhrt. Da entschließt sich die junge Polly zu 'Oliver' zu werden, um ihren verschollenen Bruder zu suchen.
Begeisterte Pratchettleser vermuten hier vielleicht schon eine Quelle an sarkastischen Pointen und boesen Seitenhieben auf unsere Weltgeschichte.
Darf der Pratchett das? Sich Ãber den Krieg lustig machen?
Auch im 28. Roman der Scheibenweltserie, den man wieder unabhaengig vonallen anderen Romanen lesen und verstehen kann, schafft Pratchett den schwierigen Spagat zwischen gutem Geschmack, Humor, Moral und Wahrheit (Wunderschoen, dass auch die "The Truth"- Charaktere deVorde und sein Photograph Otto Chriek wieder auftauchen). Klischees aus Raeuberbuechern (zb. Waschfrauen-Einbruchs-Technik) werden aufgegriffen, durch Wortwitz und Ironie gepfeffert und Ãberspitzt witzig in den Plot gewoben.
Ansonsten haben wir es mit den Charakteren der Ueberwald-Region zu tun (Trolle, Vampire, Igor, Menschen, Prinzen). Wieder einmal kreeiert Pratchett einen Faechern an Figuren, die durch ihre Handlungen und Wuensche an Tiefe und Menschlichkeit gewinnen, egal, ob sie nun 3 Tonnen wiegen oder aus mehr als 12 NÃhten bestehen.
Leser, die sich bereits viel mit der Scheibenweltserie beschÃftigt haben, werden sich Ãber die Hinweise auf andere Buecher + die bekannten Charaktere (u. a. auch Vimes + Angua) freuen. Und eigentlich hat so eine kleine Truppe an Gruenschnaebeln doch nur eine Chance von 1 zu 1 Millionen etwas gegen den Kriegswahnsinn auszurichten, oder?
Vielleicht liegt es daran, dass ich langsam aelter werde und Pratchetts Hints besser verstehe - mir kommt es tatsÃchlich so vor, als steigerte sich die Spannung in jedem seiner letzten Buecher. Monstrous Regiment aus den Haenden zu geben, war schlicht unmoeglich.
Das Thema Krieg ist nicht zum Spassen geeingnet. Pratchetts Beschreibunen und Ansichten verleihen dem Leser wieder eine andere Perspektive, ueber dieses urmenschlichen Problem nachzudenken, ohne, dass der Autor einen demonstrativ moralischen Daumen auf sein Werk gelegt hÃtte.
Ich habe auch das Gefuehl, dass der Humor in diesem Buch etwas zuruecktritt und die Story ganz in den Vordergrund stellt. Vielleicht ist dieses Thema zu heikel. Dazu kommt eine Menge an kleinen Wortspielen (immerhin ist Polly ein Maedchen unter - hummm - Maennern) und natuerlich auch die beliebte Situationscomic. Zweifelsohne hat man trotzdem wieder eine Menge zu lachen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie zu erwarten: tolles Buch, 7. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monstrous Regiment (Discworld Novels, Band 31) (Taschenbuch)
Ich kann jedem Leser, der seine literarische Kost gern mit viel Witz und Ironie gewürzt zu sich nimmt, Terry Pratchetts Romane wärmstens empfehlen. Die deutschen Übersetzungen sind zwar auch erstaunlich gut gemacht, jedoch finde ich, dass bei dem englischem Original einige Wortwitze einfach besser rüber kommen. Monstrous Regiment ist vor allem den wahren Fans von Vimes (hier mit dem Beititel: "The Butcher") zu empfehlen, da man ihn zur Abwechslung mal aus der Perspektive eines mit Ankh-Morpork verfeindeten Landes erleben kann.
Das Buch handelt von Emanzipation und Nationalstolz, zweiteres eher ein ungewöhnliches Thema für Pratchett.

Ich wünsche allen, die das Buch noch kaufen werden, einen Lesespaß der vermutlich viel zu früh (mit der letzten Seite) enden wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Discworld farce., 2. Mai 2005
Polly Perks is a young woman who works at her father's inn, the Duchess (named after an iconic Borogravian figure). However, since it is one of the numerous "abominations unto Nuggan" for a woman to own pubs in Borogravia, she realizes that if she wants to keep the Duchess, she needs to get her brother Oliver back from the front. Indeed, Borogravia is at war, again, with one of its neighbours.
So when the recruiting party goes through town, she cuts her hair, disguises as a man, kisses the portrait of the Duchess and gets the Shilling. Now she's in Sergeant Jack Jackrum's army, along with a group of other makeshift soldiers, among which Maladict the reformed Vampire (who's given up blood for coffee), a Troll and an Igor. Soon enough she learns to walk and swear like a man, and to wear a pair of socks in her trousers.
I found Monstrous Regiment hard to get in at first, because I got all the names and nicknames mixed up and I wasn't familiar with military vocabulary, let alone military slang. But in the middle of the book the story started flowing more naturally and became much more exciting, and in the end I liked its "farce" twists and turns a lot.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das letzte Drittel macht es lesenswert, 29. November 2003
Eingefleischte Pratchett-Fans werden mit diesem Buch anfangs so ihre Probleme haben; gut 100 Seiten liest man vor sich hin und immernoch hat man nicht einmal laut aufgelacht, hoechstens geschmunzelt, oft betroffen geschluckt. Krieg ist ein ernstes Thema und Pratchett macht nicht den Versuch, die beklemmende Sinnlosigkeit der ganzen Angelegenheit durch Witz und Wittiness zu lockern. Erst im letzten Teil, als die neuen Charaktere etabliert und die unmittelbare Gefahrensituation etwas geloest ist, bricht der "alte" Pratchett durch und das letzte Drittel ist wirklich hilariously funny mit einem netten unerwarteten Plot-Twist am Ende.
Das Auftauchen bekannter Charaktere wie Vimes, Wiliam de Worde und Otto Chriek ("I really hope ze new filter would do ze trick!") macht zwar Spass, aber ich finde, er haette sich auch ruhig ganz auf die neuen Charaktere konzentrieren koennen.
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Monstrous Regiment (Discworld Novels, Band 31)
Monstrous Regiment (Discworld Novels, Band 31) von Terry Pratchett (Taschenbuch - 31. August 2004)
EUR 8,10
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