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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Commander Vimes auf Zeitreise
Eigentlich sollte Vimes es inzwischen ja besser wissen: Jedes mal, wenn er sich darüber beklagt, dass sein Job zu langweilig geworden ist, passiert etwas, das ihn eines Besseren belehrt. Dieses Mal wird er durch eine magische Explosion in der Unsichtbaren Universität in die Vergangenheit katapultiert und wird dort, aus vollkommen logischen Gründen, sein...
Veröffentlicht am 2. November 2002 von Amazon Kunde

versus
2.0 von 5 Sternen Schwach!
Ich kann mich beim besten Willen nicht den begeisterten Kommentaren anschließen: Die ganze Story ist ab dem Beginn der Zeitreise vorhersehbar und man quält sich durch weitere 300 Seiten ohne Tempo und Überraschungen.
Ja, es wird die Vergangenheit von manchen bekannten Gestalten erzählt, aber weder Lord Vetinaris noch Fred Colons Jugend haben mir...
Vor 1 Monat von mf1972 veröffentlicht


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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Commander Vimes auf Zeitreise, 2. November 2002
Eigentlich sollte Vimes es inzwischen ja besser wissen: Jedes mal, wenn er sich darüber beklagt, dass sein Job zu langweilig geworden ist, passiert etwas, das ihn eines Besseren belehrt. Dieses Mal wird er durch eine magische Explosion in der Unsichtbaren Universität in die Vergangenheit katapultiert und wird dort, aus vollkommen logischen Gründen, sein eigener Ausbilder. Während er versucht, sich im Ankh-Morpork seiner Jugend zurecht zu finden, muss er sich mit der städtischen Geheimpolizei herumschlagen, eine Revolution anführen und natürlich darauf achten, dass sein jüngeres Selbst ein guter Wachmann wird.
Eine Warnung: Dies ist wahrscheinlich das düsterste Discworld-Buch bislang. Wem Jingo schon zu ernst war, der sollte um Night Watch einen weiten Bogen machen. Es geht um Krieg und Tod und Menschlichkeit (bzw. den Mangel daran) und lässt einen nicht mehr los, bis man die gesammten 364 Seiten ausgelesen hat.
Ein besonderer Reiz liegt natürlich darin, dass man viele der bekannten Discworld-Charaktere wiedertrifft. Man erfährt etwas über die Vergangenheit von Vimes selbst, Colon, Nobby, Dibbler, Lord Vetinari, Reg Shoe (inklusive dramatisch-heroischer Todesszene) und vielen anderen.
Ein wirklich faszinierendes Buch und für Fans der Discworld-Serie ein Muss!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...die dunkle Seite der Scheibenwelt??, 3. Januar 2003
Von Ein Kunde
Im Großen und Ganzen schliesse ich mich den vorangegangenen Rezensionen an. Hinzufügen möchte ich jedoch, dass ich den Eindruck gewinne, Terry Pratchetts Schreibstil und der damit verbundene Humor erreichen eine andere Stufe. Wo ich zuvor von einer Seite laut lachend auf die nächste blätterte, schmunzel ich jetzt eher nachdenklich, wenn überhaupt...
Dieses Buch ist spitze, das ist keine Frage, jedoch überwog diesmal nicht die ironische Komponente, die das Herz so erfrischt. Wo sonst dem Menschen ein Spiegel vorgehalten wird, um ihn zu zeigen wie pfiffig, phantasievoll und, manchmal auch, lächerlich er ist, so wird ihm jetzt eher die dunkle Seite gezeigt, zu der er fähig ist. Es gibt "Gut" und "Böse", aber häufig ist dieses versteckt unter einem Deckmantel, einer Definition, so wie der Wolf im Schafspelz. Der Kampf zwischen diesen Fronten findet statt, aber welche Seite gewinnt? Kann man den Zeitablauf ändern, wenn man zukünftiges Wissen hat? Würde alles besser laufen, wenn man es ändert? Schlechter? Lohnt es sich, zu hoffen und zu kämpfen und wenn ja, wofür??
Wieder hat Terry Pratchett mich zum Nachdenken gebracht. Auf ein andere, eher ernste Weise als sonst, aber ebenso intensiv. Zwar bin ich mehr der Mensch, der gerne lacht, trotzdem werde ich auch diesen Pratchett nicht nur einmal lesen!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es hört nicht auf!, 17. Februar 2003
Pratchett wird (immer noch und immer wieder) besser und besser. Waren seine Scheibenwelt-Romane anfangs eher witzige Fantasy, hat sich inzwischen eine eher philosophische Grundlinie herausgebildet, die immer noch mit wirklich gutem Humor durchsetzt ist. Nun gut, teilweise ist dieser Humor nur für Stammleser verständlich, besonders dann, wenn Pratchett einmal wieder eine seiner Kernfiguren in den Mittelpunkt eines Romans stellt.
Dieses Mal ist es Samuel Vimes, Hauptmann der Wache und Adliger - erinnert man sich noch an seine Anfänge als vom Job "irgendwie angenervter" Nachtwächter? Davon ist nichts übrig geblieben. Vimes hat sich durch die verschiedenen Romane, in denen er bzw. die Wache im Mittelpunkt standen, zu einem der glaubwürdigsten, weil dreidimensionalsten Charaktere der gesamten Scheibenwelt-Serie entwickelt, was "Night Watch" deutlich unterstreicht.
Vimes findet sich nach einem Blitzschlag urplötzlich 30 Jahre in der Vergangenheit wieder - zusammen mit dem gefährlichen Mörder Carcer, den er, als der Blitz sie beide traf, gerade im Begriff war festzunehmen. Natürlich trifft er auf niemand Geringeren als sich selbst - den jungen Vimes, den er zu einem anständigen Wachmann ausbilden will. Die Zeiten sind alles andere als ruhig, eine Revolution steht an, und Vimes schlüpft in die Rolle des von Carcer ermordeten Wachmanns John Keel, eines Revolutionshelden, zu dem er erst noch werden soll...
LESEN! ALLERWÄRMSTE EMPFEHLUNG!!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen back to the roots, 20. September 2003
Von Ein Kunde
Nach Ausflügen in "neue" Erzählstränge kehrt T. P. zurück zu einem der Bekanntesten, der Wache. Sam Vimes, der Oberkommandeur der Wache, wird bei der Jagd nach einem gefährlichen Mörder durch einen magischen Sturm in seine eigene Vergangenheit zurückversetzt. Dort muss er sich als die Person ausgeben, von der er all sein Wissen als Wachmann hat, um die Geschichte so geschehen zu lassen, wie sie laufen muss.
Dieses Buch ist von der Grundstimmung her sehr ernst, philosophisch und auch etwas düster. Kann man den Lauf der Dinge überhaupt verändern? Wenn ja, sollte man es wirklich tun?
Der Humor bleibt sehr tiefgründig, kein "Sahnetortenhumor" zwischendurch wie bei anderen Büchern. Aber das muss ja auch nicht immer sein.
Wer den "Zeitdieb" noch nicht gelesen hat, sollte dieses Buch zuerst lesen, denn dann besitzt man schon etwas Hintergrundwissen über die Zeitmönche und ihre Aufgabe.
Es ist bestimmt nicht als erstes Buch der Scheibenwelt geeignet, aber dafür eins der besten. Hoffentlich wird es nicht wieder als Hörbuch verstümmelt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen With a twist... wie immer., 24. Oktober 2006
Von 
Jenny Dolfen (Jülich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Night Watch" ist für mich so mit das beste, was Pratchetts Scheibenwelt zu bieten hat. Dabei gelingt es ihm wie immer, die gängigen Fantasy-Klischees auf die Schippe zu nehmen, ohne dabei auch nur ansatzweise in eines hineinzulaufen.

Ankh-Morpork gewinnt in diesem Buch noch mehr an Detail und Gesicht hinzu, wenn Commander Sam Vimes durch zeitmanipulierende Mönche 30 Jahre in die Vergangenheit versetzt wird, in eine Zeit, in der die Nachtwache sich darauf beschränkte, mit einem Glöckchen "All's well" zu rufen und reißaus zu nehmen, wenn man nicht alles gut war. Eine Zeit vor Lance Constable Carrot... und ohne den Sam Vimes, den wir kennen und lieben.

Hier liegt der Knackpunkt der Geschichte, der mir anfänglich schwer im Magen lag. Denn es ist Sam Vimes, frisch aus der "Zukunft" in die Vergangenheit zurückgeplumpst, der einem jungen Rekruten namens Sam Vimes all das beibringt, was ihn ausmacht: Wie man durch papierdünne Schuhsohlen die Viertel von Ankh-Morpork erkennt, was richtig und was falsch ist... und wie man mit einer Art von Gerechtigkeitssinn in diesem Ankh-Morpork länger als fünf Minuten überlebt.

Im Umkehrschluss: Sam Vimes wäre nie passiert, hätte er als junger Mann nicht sein älteres Ich getroffen (ohne etwas davon zu ahnen, natürlich).

Dieser Umstand könnte nun bedeuten, dass Vimes plötzlich weniger besonders ist, weil er all das, was er erreicht hat, nicht aus sich selbst heraus erreicht hat ("strictly speaking"), sondern von einem an Lebenserfahrung reicheren Vimes.

Dass Sam Vimes aus dieser Geschichte nicht nur *noch* menschlicher, sondern auch noch genauso bewundernswert (in seiner strumpfhosenverachtenden Art) hervorgeht, ist für mich der größte Verdienst des Autors. Tatsächlich ist "Night Watch" in seiner Gesamtheit eine grandiose Sam-Vimes-One-Man-Show, mit jeder Menge Action, genialen Twists (die man, im Gegensatz zu 90% aller Zeitreise-Bücher, nicht auf hundert Meter gegen den Wind riecht). Und natürlich lässt es sich Pratchett nicht nehmen, 30 Jahre jüngere Versionen seiner beliebten Ankh-Morpork-Charaktere einfließen zu lassen. Colon war immer schon ebenso liebenswert wie inkompetent, Nobby war immer schon... Nobby, und Vetinari war immer schon cool.

Und wir wissen nun auch, woher Cut-Me-Own-Throat-Dibbler seine Lieblingszeile hat (auch wenn es eine Weile dauerte, bis er kapierte, was sie bedeutete.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ab in die Vergangenheit, 31. Dezember 2003
Zeitsprünge sind wirklich nicht nach meinem Geschmack, egal in welche Richtung. Pratchett jedoch schafft es die Handlung nicht ins Peinliche abgleiten zu lassen, sondern spielt mit den Widersprüchen der Thematik.
Die Höchstwertung erhält Night Watch nicht, da man der ganzen Handlung anmerkt, dass Pratchetts Hauptinteresse die Entwicklungen vor 30 Jahren betreffen. Zusammenhänge zu "aktuellen" Personen und Ereignissen sind nur rudimentär ausgeprägt. Die Zeitsprünge wirken so aus dem Zusammenhang gerissen, und auch die Jagd nach Carcer ist nur Fassade für dieses Hauptinteresse.
Von der Zeitsprungthematik abgesehen ist Night Watch ein sehr überzeugender Roman mit dem gewohnt qualitativen Wortwitz. Geschickt spielt Pratchett mit dem Thema der Verantortung der Polizei und der Bürger gegenüber den Autoritäten und der Gesellschaft.
Trotz der hohen Frequenz von Neuerscheinungen, schafft es der Autor auch hier das hohe Niveau seiner Bücher zu halten. Wer Pratchett mag wird Night Watch lieben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Pratchetts, 11. August 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Schicksal meint es nicht gut mit Mumm, seines Zeichens Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork. In der einen Sekunde noch verfolgt er den gefährlichen Schwerverbrecher Carcer über das Dach des Forschungstrakts für hochenergetische Magie an der Unsichtbaren Universität, und einen Blitzeinschlag später findet er sich in einem Bett wieder; umgeben von ihm unbekannten Menschen.
Nach und nach dämmert es ihm - er wurde um einige Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt. In die dunkle Zeit des wahnsinnigen Patriziers Winder, der folternden Geheimpolizei (bekannt unter dem Namen „Die Unaussprechlichen"), der nächtlichen Ausgangssperre - und nicht zuletzt die Zeit seiner eigenen Jugend.
Bald wird klar, dass auch Carcer in diese Zeit versetzt wurde, und zusammen mit dem Mönch Lu-Tze (bekannt aus dem Roman „Der Zeitdieb"), hat Mumm in dieser von schweren politischen Krisen gebeutelten Zeit vor allem nur ein Ziel: Nach Hause zu kommen, und dafür zu sorgen, dass die Vergangenheit auch wirklich passiert. Bzw. die Zukunft. ;-)
Mir persönlich hat dieses Buch sehr gefallen; es ist sehr spannend, und man bekommt sehr viel des typischen, leicht abstrusen Pratchett-Humors, und den einen oder anderen Kopfschmerz-verursachenden Gedanken über temporale Paradoxa. Ebenso fällt jedoch auf, dass die Scheibenwelt kein ganz so lustiger Ort mehr ist; viele dunklen Aspekte, wie z.B. die Verhör-und Folter-Methoden der „Unaussprechlichen" werden hier thematisiert. Die Scheibenwelt hat eine weitere Facette unserer Realität übernommen und adaptiert, und macht nun für mich einen erwachseneren Eindruck.
Im Kampf gegen all das Übel, und schlimmer noch: Unrecht, den Mumm (unter dem Namen John Keel) natürlich aufnimmt, begegnen ihm und dem Leser viele bekannte, wenn auch wesentlich jüngere Gesichter, wie die von einem gewissen Havelock Vetinari, Nobby Nobbs, Reg Schuh, und nicht zuletzt ein jüngerer, just der Nachtwache beigetretener Mumm.
Für mich in allen Belangen einer der bislang besten Scheibenweltromane, und allen, die Pratchett auch nur ein wenig mögen, dringend ans Herz gelegt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Night Watch : Terry Pratchett goes Revolution, 4. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Night Watch. A Discworld Novel. (Taschenbuch)
Night Watch ist meiner Meinung nach - wie fast jedes Scheibenweltbuch - ein echtes Meisterwerk. Wie bereits von anderen Rezensenten erwähnt, ist Terry Pratchett in diesem Titel sehr zurückhaltend,was Humor betrifft. Natürlich mangelt es nicht an Wortwitz, aber das gesamte Thema ist "rather not so jovial", und verleiht dem ganzen Buch einen dunklen touch.
Auch die Wortwahl, die beschreibung von Brutalitäten etc., die sonst eher humorvoll dargestellt wurde, sind hier sehr finster.
Schreibtechnisch,habe ich das Gefühl, wird Pratchett besser und besser. Dieser Roman ist das spannendste Scheibenwelt-Buch, das ich jemals gelesen habe, und obwohl es nicht so witzig war wie viele seiner anderen werke, ein absolutes muss!Ich kann es nur jedem empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Darker Shade of Discworld, 1. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Night Watch. A Discworld Novel. (Taschenbuch)
"Night Watch" ist - das vorab - zweifellos einer der besten Discworld-Romane, die ich jemals gelesen habe. Und Pratchett wird mit zunehmender Dauer der Reihe nicht etwa zum mittelmäßigen Plagiator seiner eigenen Ideen, nein, er wird immer besser.

Sam Vimes ist zudem zweifellos diejenige Figur, die die größte charakterliche und insbesondere tragische Tiefe aller Handlungstragenden der Discworld besitzt. Das letzte Highlight der Reihe vor diesem Band war "The Fifth Elephant", und es ist kaum verwunderlich, daß nach dem nur mittelprächtigen "The Truth" und dem immerhin kurzweiligen "Thief Of Time" den Leser mit "Night Watch" erneut ein mitreißendes Abenteuer erwartet.

Durch einen magischen Unfall (was täten wir nur ohne die Unseen University) wird Sam Vimes mit dem wahnsinnigen Massenmörder Carcer in die Vergangenheit geschleudert, in ein Ankh-Morpork, das kurz vor dem Machtwechsel von einem Wahnsinnigen (Lord Winder) zum nächsten (Lord Snapcase) steht. Schlimmer noch: durch den Zeit-Unfall ist der Mann, der Sam Vimes zu dem gemacht hat, was er heute ist (bzw. später sein wird), zu Tode gekommen. Und Vimes muß übernehmen, um sein gerade in die Wache eingetretenes junges Ich in der Identität seines getöteten Mentors John Keel auf den rechten Pfad zu bringen. Das Problem: Vimes weiß nur zu genau, was den Männer der Treacle Mine Road Watch bevorsteht, und das gefällt ihm gar nicht. Und auch, wenn er nichts lieber will, als zu seiner Sybil, zu seiner Wache und in sein Ankh-Morpork zurückzukehren: ein Copper macht den Job, der vor ihm liegt.

Trotz der üblichen skurillen Personage, einem frischgegründeten C.M.O.T. Dibbler, einem noch lebendigen Reg Shoe, einem pubertierenden Nobby Nobbs und vielen anderen bekannten Figuren hat der Roman eine sehr düstere Hintergrundstrahlung. Das Ankh-Morpork der Vergangenheit erinnert an eine faschistische Schreckensherrschaft, insbesondere die als Unmentionables bekannte Geheimpolizei läßt sich als eine willkürliche Unrechtsorganisation im Stile der SA lesen. Und die doppelte Besetzung von Vimes als jungem Wachmann, der sich den Umständen beugt und altem Copper, der sich der schreienden Ungerechtigkeit dieser Umstände eben nicht zu beugen bereit ist, stellt die unangenehme Frage an den Leser, was er tun würde. Nicht zuletzt kann man das Ende von 'Night Watch" bestenfalls melancholisch nennen: Zum Glück und leider findet die Geschichte nämlich einen Weg ...

Hinweis: Man sollte, bevor man diesen Roman zur Hand nimmt, die übrigen Watch-Romane Pratchetts schon gelesen haben, andernfalls dürften viele der Andeutungen, die der Roman birgt, ins Leere laufen. 'Thief of Time" schadet als Vorlektüre sicherlich auch nicht, wenngleich sie zum Verständnis nicht zwingend ist.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black Pratchett, 17. November 2003
Von Ein Kunde
I think this is the best Pratchett I ever read, and I've read them all, but ooops its NOT funny, its dark. Yeah, it has got the usual word-play, but sometimes the laughter died in my throat. And when it came to watchmen grieving over dead comrads by singing dirty songs remembering the times they sang with their now dead friends, I almost cried. Pratchett seems now grown up, and better than ever. I read this book through almost without stopping to eat or drink.
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Night Watch. A Discworld Novel.
Night Watch. A Discworld Novel. von Terry Pratchett (Taschenbuch - 29. September 2003)
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