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86 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, überwältigend und dabei noch wunderschön geschrieben
Ich habe Graceling innerhalb von eineinhalb Tagen gelesen und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand viel länger brauchen wird; um es besser auszudrücken: niemand wird es KÖNNEN, denn dieses Buch zieht einen wahrhaftig in seinen Bann.
Kristin Cashore hat eine Welt kreiert, die so ausgefeilt und mit den schönsten, passendsten Worten...
Veröffentlicht am 23. November 2008 von Amazon Customer

versus
2.0 von 5 Sternen Schlechte Charakterdarstellung
Das Buch ist locker-flockige Unterhaltung. Die Spannung wird konstant aufrecht erhalten, die Handlung ist weder zu verstrickt, noch zu langatmig. Katsa als Protagonistin und innerlich von Moralkonflikten gespaltene Heldin ist ganz sympathisch, meiner Meinung jedoch etwas flach gezeichnet, teilweise kommt sie mir sogar etwas einfältig vor. Einige ihrer Handlungen und...
Veröffentlicht am 1. Mai 2013 von Muspilli


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86 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, überwältigend und dabei noch wunderschön geschrieben, 23. November 2008
Ich habe Graceling innerhalb von eineinhalb Tagen gelesen und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand viel länger brauchen wird; um es besser auszudrücken: niemand wird es KÖNNEN, denn dieses Buch zieht einen wahrhaftig in seinen Bann.
Kristin Cashore hat eine Welt kreiert, die so ausgefeilt und mit den schönsten, passendsten Worten beschrieben ist, dass man gar nicht genug von diesem Ort und seinen Bewohnern lesen kann. Die Charaktere sind wohl überlegt, stark und überzeugend. Die Geschichte birgt Überraschungen, wo man keine erwartet, selbst für solche Leser, die den Ausgang einer Geschichte immer schon im Voraus erahnen - das weiß ich, weil ich selbst so jemand bin, der alles schon vorher weiß. ;)
Und obendrauf gibt es noch eine zum Träumen schöne Liebesgeschichte, die nicht ein einziges Mal kitschig oder überflüssig ist.

Kurz zum Inhalt:
In Kristin Cashores Welt gibt es sieben Königreiche, in denen immer wieder Kinder geboren werden, die eine Gabe haben (auf Englisch heißt es "grace", ich vermute mal die Übersetzung wäre in etwa "Gabe"). Diese Kinder erkennt man daran, dass sie zwei unterschiedliche Augenfarben haben und weil die Gaben so vielseitig und unvorhersehbar sind, werden die "Begabten" (auf Englisch "gracelings") gefürchtet und ausgenutzt. (Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Diese Gabe kann wirklich ALLES sein, zum Beispiel Schwimmen, Klettern, Kämpfen oder Gedanken lesen ... wirklich alles ist möglich.) Katsa, die Hauptperson, hat die Gabe zu Töten und der König, ihr Onkel, benutzt sie, um seine Feinde zu bestrafen und einzuschüchtern.
Die Geschichte beginnt damit, dass Katsa einen alten Mann aus dem Verlies eines anderen Königs befreit und dabei jemandem begegnet, der offensichtlich auch eine Gabe hat, denn er ist der erste, der in einem Kampf gegen sie wenigstens eine Zeit lang bestehen kann.
Das Buch entwickelt sich dann relativ rasant und Katsa lernt unter anderem Dinge über ihre Gabe, die sie nicht für möglich gehalten hätte.

Was mir am besten an diesem Buch gefallen hat war, dass Katsa ein so direkter Charakter ist - wenn sie etwas neues erfährt, konfrontiert sie andere damit und das gibt der Story gehörigen Schwung schon von Anfang an.
Ich war richtiggehend traurig als ich auf der letzten Seite war, weil Graceling eines der besten Fantasy-Bücher ist, die ich gelesen hab. Und zum Glück erscheint nächstes Jahr (allerdings erst im Herbst) die Fortsetzung, die aber, soweit ich das richtig gedeutet hab, nicht von Katsa handelt. Ich werde sie aber mit Sicherheit lesen, weil ich nach der Lektüre von Graceling bei weitem noch nicht genug von Kristin Cashore und ihrer wunderbaren Welt habe.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Graceling kein Debütroman wäre, wäre ich jetzt im Kaufrausch, 12. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich ist der perfekten Rezension meiner Vorgängerin gar nichts mehr hinzuzufügen. Ich könnte bei ihr unterschreiben. Das habe ich auch getan, in dem ich ihre Rezension als hilfreich eingestuft habe.

Ein so wundervolles Buch darf aber nicht mit nur einer Rezension im Katalog stehen bleiben, finde ich. Deshalb muss ich meiner Euphorie auch etwas Ausdruck verleihen.

Wenn ich Bücher wie Graceling lese, dann weiß ich ich, warum ich mich durch Stapel und Stapel mittelmäßiger und guter Fantasybücher lese: Nämlich um auf Juwelen wie Kristin Cashores Erstlingswerk zu stoßen.

Ich bin gestern fertig geworden (habe morgens angefangen und zwischendurch einen Happen gegessen) und heute ist der Rausch noch nicht verflogen. Bis jetzt mochte ich auch noch nichts Neues beginnen. Seit ich City of Bones von Cassandra Clare (plus Folgeband) gelesen habe, ist mir noch nichts in die Hände gekommen, was mir so ein wohliges Lesegefühl verschafft hat.

Her mit den nächsten Banden (Fire und Bitterblue), die aber andere Protagonisten haben werden! Kein Problem: Ich glaube im Moment kaum, dass Frau Cashore Bücher schreiben wird, die mich nicht fesseln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wirklich gelungen und für alle Altersklassen geeignet, 19. April 2013
Katsa, die mit der Gabe des Tötens beschenkt ist, muss schon seit frühester Kindheit die schrecklichsten Aufträge für ihren Onkel, König Randa von Middluns, ausführen. Ihre Gabe wurde entdeckt, als sie gerade mal acht Jahre alt war, weil sie einen Verwandten umbrachte, der ihr zu Nahe getreten war. Das war jedoch keine Absicht sondern vielmehr ein furchtbarer Unfall, weil weder Katsa noch sonst irgendjemand sich ihrer Gabe bewusst war. Nach diesem Vorfall wurde sie darauf trainiert ihre Gabe zu kontrollieren und muss seitdem Randas Racheengel spielen, wofür sie in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet ist. Obwohl sie diese Aufgabe verabscheut und nicht als Wilde oder Monster angesehen werden will, weiß sie sich zunächst nicht anders zu helfen, als die Aufträge ihres Königs auszuführen, wobei sie aber immer öfter mildere Mittel wählt, als die von Randa befohlenen.

Katsa nutzt ihre Gabe jedoch nicht nur für Randas Befehle. Um seinen Ungerechtigkeiten und denen von anderen Königen etwas entgegen zu setzen, hat sie den Rat gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in allen Königreichen zu helfen, die von anderen keine Hilfe bekommen.

Bei einem dieser geheimen Aufträge des Rates lernt sie Bo, einen der Prinzen von Lienid, kennen, der ebenfalls ein Beschenkter ist und dessen Großvater sie gerade gerettet hat, was ihr zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht bewusst ist. Als er ihr zu Randas Schloss folgt, beginnen beide miteinander zu trainieren, weil Katsa zunächst glaubt, dass er mit der Gabe des Kampfes beschenkt ist. Dabei kommen sie sich langsam näher und zwischen ihnen entwickelt sich zunächst eine Art Freundschaft.

Diese scheint jedoch fast zu zerbrechen, als Katsa schließlich herausfindet, was seine wahre Gabe ist und dass er sie deswegen belogen hat. Da sie aber bereits tiefe Gefühle für ihn hat, will sie versuchen darüber hinweg zu kommen und beide machen sich schließlich gemeinsam auf den Weg in andere Königreiche um herauszufinden, wer Bos Großvater entführt hat.

Auf ihrem langen und beschwerlichen Weg kommen die Beiden sich immer näher und werden schließlich zu einem Paar, als auch Katsa sich ihre Gefühle für Bo endlich eingesteht.

Bo scheint jedoch nicht der einzige Beschenkte zu sein, der seine Gabe geschickt versteckt hat. Katsa und er müssen eine schreckliche Entdeckung machen, die ihnen vieles abverlangt und ihr Leben ernsthaft in Gefahr bringt, da offensichtlich nur Bo und eine weitere Person dazu in der Lage sind, sich gegen diese besondere Gabe zu wehren.

Graceling hat mir im Endeffekt wesentlich besser gefallen, als ich es für möglich gehalten hatte. Zu Beginn konnte das Buch mich noch nicht so begeistern, wie ich es nach der ganzen Promotion und den vielen positiven Rezensionen erwartet hatte. Das lag aber vielleicht auch daran, dass ich mir Katsas Gabe völlig anders vorgestellt hatte.

Doch nach den ersten etwa 100 Seiten gelang es der Handlung, mich immer mehr zu fesseln und zum Ende des ersten Teils (von drei) hin wurde es schon ziemlich spannend, was sich dann bis zum Ende des Buches immer weiter steigerte, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie die Handlung weiter gehen würde.

Auch Katsa, der ich am Anfang eher skeptisch gegenüberstand, wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Die Beziehung, die sich zwischen Bo und ihr entwickelt, trägt ebenfalls maßgeblich zu meiner positiven Meinung über das Buch bei. Bo ist ein wunderbarer Charakter. Er respektiert Katsa und liebt sie, so wie sie ist. Außerdem kann er damit leben, dass Katsa niemals heiraten will und versucht gar nicht erst, sie umzustimmen und zu verändern.

Der Autorin ist es gelungen, mich - entgegen meiner anfänglichen Meinung - voll und ganz zu überzeugen und hat mir sogar nach dem eigentlichen Höhepunkt der Handlung noch einen kleinen Schock verpasst. Ich würde wirklich gerne wissen, wie es mit Bo und Katsa weiter geht und hoffe, dass ich in dem Roman über Bitterblue, in dem beide auf jeden Fall auftauchen werden, etwas darüber erfahren.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, auch wenn man nicht unbedingt ein Fan von Fantasy- und/oder Jugendromanen ist, denn dieses Buch ist wirklich gelungen und für alle Altersklassen geeignet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ich bin beeindruckt, 6. Juli 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Graceling (Graceling Realm Books) (Taschenbuch)
Das hätte ich bei diesem Buch nicht gedacht, dass es mich so fesseln könnte. Zugegeben, die Geschichte ist im Grunde genommen recht einfach gestrickt, aber wie sie gestrickt ist, ist eine andere Sache. Die Idee von einer Gabe, die einen perfekt töten lässt, ist wirklich interessant. Menschen mit unterschiedlichen Augenfarben und somit auch unterschiedlichen Geschicken. Spannend erzählt, auch wenn ich sagen muss, dass der Höhepunkt der Geschichte doch ziemlich plötzlich kam und ebenso plötzlich auch schon zu Ende war. Ich war gefesselt und konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen. Was die Autorin auch sonst in naher Zukunft noch schreiben mag, ich werde es wohl kaufen.
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4.0 von 5 Sternen Die fantastische Welt der sieben Königreiche, 28. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Graceling (Taschenbuch)
Wenige Menschen in den sieben Königreichen zählen zu den Beschenkten, erkennbar an ihren unterschiedlich farbige Augen, die besondere Fähigkeit besitzen. Katsa gehört zu ihnen, ihre Gabe ist furchteinflössend: Schon als Achtjährige konnte sie mit bloßen Händen töten. Als Nichte des Königs Randa sollte sie eigentlich ein privilegiertes Leben führen, doch Randa zwingt sie als Schläger zu arbeiten. Widerstand leistet sie dagegen nur im Verborgenen. Doch alles ändert sich nach einer geheimen Rettungsmission mit einer folgenschweren Begegnung …

Kurz nach der Befreiung eines Entführten kommt der mysteriöse Prinz Po, beschenkt mit Kampffertigkeiten, an den Hof von Randa. Misstrauisch aber fasziniert nähert sich Katsa ihm an. Sie erwartet nicht, dass er ihr Freund wird. Sie ahnt nicht, wie er ihr Leben verändern wird. Doch nach und nach deckt sie neue Wahrheiten und schreckliche Geheimnisse auf – auch über sich selbst …

Meinung

Der Schreibstil des Buches erinnerte mich vom Duktus her sehr an ein Märchen – was natürlich auch super zum Inhalt passte, welcher ebenfalls sehr märchenhaft ist. Jedoch lag für mich darin auch ein wenig die Schwäche der Geschichte. Denn es störte mich, dass vieles auf mich kindlich-naiv wirkte. Um ein Beispiel zu geben: Direkt in den ersten Kapiteln wird die Heldin als Anführerin eines in allen sieben Königreichen tätigen Spionagerings eingeführt, welcher für Gerechtigkeit sorgt. Das kann ich mir noch recht gut vorstellen. Dass aber anscheinend alle Helfer bis hin zu Gastwirten wissen, dass sie die Leiterin ist – aber alle Könige dies nicht wissen! – erschien mir dann nicht sehr plausibel. Ein weiter Punkt war, dass ich echte Bösewichte vermisste. Die meisten Charaktere wirkten auf mich einfach harmlos. Selbst der Antagonist der Geschichte beeindruckte mich trotz all seiner bösen Taten nicht sonderlich. Stattdessen gab es sehr viele Menschen mit einem guten Herz. Aus diesen und anderen Gründen kam es mir deshalb so vor, als wäre die Geschichte von einen sehr talentierten Teenager und nicht von einer erwachsenen Frau geschrieben worden. Ich denke, das ist ein Punkt, der jeder für sich unterschiedlich schwerwiegend empfindet, aber mich hinderte es daran, vollends in die Welt der sieben Königreiche einzutauchen.

Der Fokus der Geschichte liegt vor allem auf zwei Charakteren. Im Mittelpunkt steht natürlich Katsa, welche von der Erzählung durchgängig begleitet wird, die sich durch eine recht eigenwillige Art auszeichnet. Mir fiel es relativ schwer, so richtig warm mit ihr zu werden, da sie einerseits in ihrer Denkweise so weit und manchmal doch so eng war. Anders hätte allerdings auch die ganze Geschichte nicht funktioniert. Ihre eher nüchterne Art die Welt zu betrachten schlägt sich auch in der Art der Erzählung wieder. Insgesamt eine starke Heldin, die auch recht viel Identifikationspotenzial bietet, mit der ich mich aber trotzdem nicht identifizieren konnte. Ganz anders Po. Im Deutschen heißt Po Bo, was aufgrund der mit Po verbundenen Assoziationen sicherlich keine schlechte Umbenennung war. Er zeigt seine Emotionen und Gefühle recht offen, daher ist er wesentlich umgänglicher als Katsa. Zusammen bilden sie ein tolles Paar, welches sich nicht überstürzt bildet, sondern sich langsam findet. Die anderen Charaktere sind zwar liebenswert gestaltet, bleiben aber bis auf Prinzessin Bitterblue ziemlich blass.

Die Erzählung war wohltuend knapp, es gab keine ausufernden Szenen und Passagen, in denen nichts passiert, wurden konsequent gerafft. Auch gab es die ein oder andere Überraschung. Die eigentliche Handlung empfand ich jedoch zwar als durchaus interessant, aber relativ vorhersehbar. Wer den Text aufmerksam liest, ahnt früh, wo die Reise schlussendlich hingeht. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ich ziemlich genau einen Monat an der Geschichte gelesen habe. Die Geschichte war nicht als zäh oder langweilig, aber außerhalb meiner speziellen Lesezeiten habe ich das Buch nicht in die Hand genommen. Doch trotz all der nun geäußerten Kritik war “Graceling” für mich eine schöne Geschichte. Denn die Grundidee mit den Beschenkten hat der Welt einen stimmigen Touch Fantasy verliehen, ganz ohne spezielle Kreaturen und andere Magie. Ich bin gespannt auf die beiden anderen Büchern, die ebenfalls in den sieben Königreichen spielen.

Fazit

Eine märchenhafte Fantasy, die jedoch auf mich ein wenig kindlich-naiv wirkte und mich vermutlich deshalb ein wenig auf Distanz hielt.

4 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Genau das Richtige für mich, 16. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin glücklich, mich zum Kauf dieses Buches entschieden zu haben.
Es hat mich komplett in seinen Bann gezogen und es fiel mir nicht besonders leicht, Lesepausen einzulegen. Da ich aber normalerweise viel zu schnell lese, habe ich mich dazu gezwungen, nicht allzu viel auf einmal zu lesen. Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, da ich das Buch dadurch länger genießen konnte :)

Gelesen habe ich das Buch auf Englisch; es ist eines meiner ersten Bücher, die ich nur auf Englisch gelesen habe. Ich finde den Schreibstil und die Beschreibungen der Gedanken und Konflikte wunderbar, wobei ich im Lesen von Englischen Romanen kaum Übung habe und man sich an meiner Aussage dabei nicht unbedingt orientieren sollte c:

Die Protagonistin Katsa habe ich gleich zu Beginn ins Herz geschlossen. Man versteht jeden ihrer Gedankengänge und sympathisiert dadurch mit ihren Handlungen. Man kann die Beziehungen zu den anderen Charakteren förmlich fühlen, was mir sehr gut gefallen hat. Das Setting allgemein gefällt mir auch sehr, da ich aufgrund der Serie Game of Thrones (lese ich gerade zusätzlich in Buchform) im Moment sehr an Szenarios mit Königreichen und deren Problemen interessiert bin.

Da mich das Buch in keiner Art und Weise enttäuscht hat, ich immer wieder Lust auf das Lesen hatte, es keinen Mangel an Spannung gab und ich mit dem Ende sehr glücklich bin, bekommt Graceling von mir fünf Sterne. Ich mag vielleicht noch in der Euphorie der Vollendung des Buches schweben, aber genau das gefällt mir. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mir so gefallen hat und deshalb bekommt es von mir auch einen kleinen Pluspunkt :)

Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für "Graceling".

Die Nachfolger "Fire" und "Bitterblue" werde ich auf jeden Fall auch noch lesen. Die Protagonisten sind zwar andere, aber es spielt immer noch in der selben Welt, die mir so sehr gefallen hat. Ich bin mir sicher, dass Kristin Cashore es auch bei diesen Büchern schafft, mich in den Bann der "Graceling-Welt" zu ziehen :D
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2.0 von 5 Sternen Schlechte Charakterdarstellung, 1. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Graceling (Taschenbuch)
Das Buch ist locker-flockige Unterhaltung. Die Spannung wird konstant aufrecht erhalten, die Handlung ist weder zu verstrickt, noch zu langatmig. Katsa als Protagonistin und innerlich von Moralkonflikten gespaltene Heldin ist ganz sympathisch, meiner Meinung jedoch etwas flach gezeichnet, teilweise kommt sie mir sogar etwas einfältig vor. Einige ihrer Handlungen und Gedankengänge sind in ihrer Naivität, ihrer Engstirnigkeit und ich wage sogar zu sagen ihrer Begriffsstutzigkeit kaum glaubhaft. Niemand kann mir erzählen, dass eine 18-jährige sich ihrer (als sehr wohlgeraten beschriebenen) Körperlichkeit und Wirkung auf Männer völlig unbewusst ist und um nichts in der Welt checkt, dass sie von allen möglichen männlichen Seiten umschwärmt wird. Und dass man sich die Haare lieber abschneidet, als sie zu bürsten… ich weiß nicht recht. Ich kann schon verstehen, dass die Autorin damit vermitteln will, in welcher Männerwelt das Mäderl aufgewachsen ist und wie offensichtlich mangelhaft weiblicher Einfluss in ihrer Erziehung zu Tragen kam und dass sie so ist, weil sie immer nur kämpft und Krieger verkloppt und königliche Feinde tötet, aber bitte! Man muss doch sonst auch ein kleines bisschen Hausverstand haben! Aber gut, Moral hat sie, das muss man ihr groß anrechnen. Da hat sie ganz heimlich eine karitative Untergrundorganisation gegründet und hilft dem armen und gebeutelten Volk. Und nach Jahren der Metzelei und des Gliedmaßen-Abschneidens geht ihr dann noch ein Lichtlein auf und sie rebelliert gegen den bösen Onkel König. Man sieht: der Mensch ist nicht von Grund auf böse. Auch wenn er echt gut töten kann. Aber das ist ja dann auch wieder ganz anders mit ihrer Gabe… das will ich aber nicht verraten, weil das ist ja dann der große Kracher gegen Ende des Buches!

Ich muss trotz aller bösen Worte zugeben: die Geschichte war spannend. Zwar haben mich einige charakterliche Differenzen an den Protagonisten doch recht gestört, aber naja.
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4.0 von 5 Sternen Toller Debütroman, der Lust auf mehr macht, 19. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich so viel Positives über dieses Buch gehört und gelesen hatte war für mich klar, dass ich es auch lesen möchte. Ich hatte also hohe Erwartungen an Kristin Cashores Debutroman. Als ich anfing zu lesen war ich zuerst ein wenig erstaunt, da ich dank des Klappentexts eine ganz andere Handlung erwartet hatte. Auch war der Schreibstil zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig und ich fragte mich, warum das Buch so hoch gelobt wurde, denn es kam mir keinesfall außergewöhnlich vor.

Doch je länger ich las, desto mehr begeisterte mich die Story, bis ich schliesslich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen und das letzte Drittel des Buches in einem Rutsch durchlas. Die Story mag also langsam und etwas schleppend begonnen haben, doch der Rest des Buches war dafür umso mitreissender. Auch der Schreibstil gefiel mir mit der Zeit immer besser, liess Berge, Täler und Königspaläste in meinem Kopf entstehen und entführte mich in eine fantastische Welt.

Die Geschichte spielt sich auf einem fiktiven Kontinent ab, der in sieben Königreiche unterteilt ist. In jedem dieser Reiche gibt es Menschen, die von Geburt an anders sind als die anderen, die so genannten Gracelings oder Begabten. Jede Gabe wirkt sich anders aus, sodass keine zwei Personen genau dieselbe Fähigkeit haben. Manche Gaben sind körperlicher Natur, z.B. Schwimmen oder Bogenschießen, andere, z.B. Gedanken lesen, sind mentaler Art. Jedes der Königreiche geht anders mit den Begabten um: manchmal werden sie vergöttert, anderswo sind sie gefürchtet und werden von der Gesellschaft gemieden.

Katsa, die Heldin der Geschichte, ist eine ganz besondere Persönlichkeit. Sie wirkt manchmal ein wenig kratzbürstig und eigenbrötlerisch, ist aber daran selber nicht schuld. Denn sie hat eine angeborene Gabe, die sie zu einer perfekten Killerin macht. In dem Königreich, in dem sie lebt ist sie als Begabte/Graceling per Gesetz im Besitz des Königs Randa, ihres Onkels, der ihre Gabe schamlos nutzt um sich eigene Vorteile zu verschaffen. Katsa ist deshalb im ganzen Reich gefürchtet, einem der Reiche, dass die Begabten ohnehin als Menschen zweiter Klasse sieht. Im Laufe des Buches jedoch lernt sie ihre Gabe schätzen und sogar stolz darauf zu sein, etwas zu können, dass nur ihr vergönnt ist und niemand besser kann.

Auch emotional entwickelt sie sich weiter. Anfangs ist sie ein Mensch mit vielen Vorurteilen, insbesondere den Menschen gegenüber, die sich als Begabte fürchten. Sie kann einer Welt nicht positiv gegenüberstehen die ihr nur negative Gefühle entgegenbringt. Einziger Lichtblick sind die Aufträge des Königs bei der ihr Prinz Raffin sowie die Kämpfer Oll und Giddon, mit denen sie sich gut versteht sowie die Zeit die sie mit der Hofdame Helda verbringen kann. Doch sie fühlt sich wie in einem Käfig, solange sie unter Randas Einfluss steht.

Durch Zufall lernt sie Po (in der deutschen Ausgabe verständlicherweise: Bo) kennen, einem Prinzen des Reiches Lienid, der ebenfalls eine Gabe hat. Durch ihn lernt Katsa, was es mit ihrer Gabe tatsächlich auf sich hat und dass sie diese nicht verachten sollte, und auch Po hat ein Geheimnis, dass im Verlauf der Geschichte gelüftet wird und Katsa ordentlich durcheinander bringt.

Überhaupt wächst Katsa durch Pos Gesellschaft weit über sich hinaus und entwickelt sich bis zum Ende des Buches von einer gefangenen jugendlichen Kampfmaschine in eine unabhängige, passionierte und selbstsichere junge Frau, die weiss was sie will und die mit ihrer Gabe im Reinen ist.

Po hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er weiss immer genau, was er wann zu sagen hat, er ist fleissig und ehrgeizig immer noch etwas neues dazuzulernen, ohne daraus persönliche Vorteile oder Macht ziehen zu wollen. Und obwohl er ein Prinz ist, hat man stets das Gefühl, dass er sich nichts aus seiner Position macht. Die Familie und das Wohlergehen seiner Lieben liegen ihm mehr am Herzen; aber er ist keineswegs verweichlicht, sondern ein sehr guter Kämpfer, der auch gerne mal eine unbequeme Wahrheit ausspricht. Von allen Personen in diesem Buch hat mir Po durch seine absolute Menschlichkeit am besten gefallen.

Auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Katsa und Po entwickelt, war in meinen Augen sehr gut beschreiben - es wirkt weder zu kitschig noch zu übereilt. Die beiden wissen anfangs selbst noch nicht so genau, was sie fühlen, und wachsen Schritt für Schritt in ihre Rolle als Partner hinein.

Kern der Handlung ist die Suche, auf die sich Katsa und Po begeben, um den Grund für die Entführung von Pos Großvater aufzuklären. Doch je weiter sie voran kommen, desto klarer wird ihnen, dass viel mehr als die Entführung eines alten Mannes im Spiel ist. Die Fäden im Hintergrund hält der einäugige König Leck, den seltsamerweise alle in den höchsten Tönen für sein Mitgefühl, seine Hilfsbereitschaft und seine Mildtätigkeit loben...obwohl seine Adoptiveltern, der alte König und seine Frau, nur kurze Zeit nach seiner Krönung auf wundersame Art verstorben sind.

Kristin Cashore gelingt es in ihrem Debutroman eine neue Welt zu erschaffen, die voller Geheimnisse steckt, die man ergründen möchte, während man mit den Charakteren mitfiebert, wie es ihnen wohl ergehen wird auf der Reise durch die sieben Königreiche.

Fazit:
Nach einem etwas holprigen Start entfaltet sich beim Lesen nach und nach eine wohl durchdachte, dreidimensionale Fantasywelt, die einen in ihren Bann zieht. Vielschichtige Charaktere, eine interessante und abwechslungsreiche Story sowie eine gute Portion Spannung machen dieses Buch aus. Ich vergebe solide 4 Sterne und freue mich schon darauf, die beiden Nachfolgebände zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen It was a land of seven kingdoms. Seven kingdoms, and seven thoroughly unpredictable kings., 6. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Graceling (Taschenbuch)
Wie es sich wohl anfühlt, mit der Gabe des Tötens beschenkt, die Aura einer Unbesiegbaren zu verbreiten? Lady Katsa empfindet es mehr als Fluch denn als Segen. Zwar vermag sie mit Hilfe ihrer Autorität Gutes zu bewirken, doch es muss stets in aller Heimlichkeit geschehen: Seit dem Tod ihrer Eltern nämlich beansprucht König Randa Katsas Fähigkeit für seine niederen Zwecke, obwohl sie die Rolle des furchterregenden Racheengels verabscheut. Erst ihre Bekanntschaft mit einem anderen Beschenkten gibt Katsa endlich die nötige Kraft, aus Randas 'Käfig' auszubrechen.
Anfänglich ist Bo, jüngster Prinz der Lienid und auf der Suche nach seinem Großvater, der Heldin ein Rätsel: Augenscheinlich mit der Gabe des Kämpfens beschenkt, fordert er Katsa nie ernsthaft heraus. Im Gegenteil: Bo hält eher seine zweite Wange hin, statt sie bei einem ' wenngleich spielerischen ' Gegenangriff zu verletzen. Aus einer vorsichtigen Annäherung wird, dank Bo's unerschütterlichem Glauben an Katsas weichen Kern, Freundschaft. Gemeinsam spüren sie den Entführer von Bo's Großvater auf und durchkreuzen infolgedessen die Pläne eines bestialischen Mörders: eines Königs mit der Gabe, die Gedanken der Menschen so zu manipulieren, dass sie an seine Unschuld glauben. Wer, wenn nicht zwei nach Gerechtigkeit strebende Beschenkte, aus deren Freundschaft allmählich Liebe erwuchs, könnten seinem entsetzlichen Treiben ein Ende bereiten?

Leseeindruck:
Ich bin damals über eine Rezi zu 'Die Beschenkte' gestolpert. Die Rezi las sich nicht umwerfend, aber ansprechend. Das Thema mit den 'beschenkten Gaben' also den verschiedenen 'Graces' die die Leute in den sieben Königreichen haben können, dass hat mich sofort für sich gewinnen können. Solche kleinen magischen Details, eine mysteriöse Story und ne gute Portion Liebe, dass kann mich sofort begeistern. Dazu kam, dass ich gerne Reihen lese und das Cover mich ebenso zu faszinieren wusste. (Das zu Teil 2: Die Flammende sogar noch mehr) Also habe ichs mir gleich mal gewünscht.
Ich habe dann aber zu Weihnachten den zweiten Teil 'Fire' bekommen und jetzt endlich dank eines 5€ Gewinngutscheins mir den ersten Teil (gebraucht) zugelegt, um die Reihe lesen zu können.

Der Schreibstil von Kristin Cashore (ich kann wieder nur den englischen Schreibstil bewerten) ist echt wunderbar. Er erinnert mich sehr und das sofort an den von Juliet Marillier und sie ist meine Lieblingsautorin. Soll heißen: ich war schwer und bin schwer verliebt in Mrs. Cashore *-* :))
Sehr flüssig fliegt man durch die Seiten und erlebt viel Gefühl, eine detailierte Gedankeneinsicht und eine Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Nach Außen wie eine starke, unbesiegbare Wildkatze, innen drin verloren, beinah ängstlich, weil ihre Gabe, zu töten, so oft schon für Zwecke missbraucht wurde, die sie nicht gut heißen kann.
Obwohl die Autorin sehr detailiert beschreibt, wird es nie langweilig. Ich fand selbst die langen Reisebeschreibungen angenehm zu lesen und ich dachte oft (ging mir schon nach 150 Seiten so) mein Gott, wie viel kommt da denn noch, weil ich immer den Eindruck hatte, ich müsste inhaltsmäßich schon mindestens das Doppelte gelesen haben. Also keine leeren Worte, sondern richtig viel Inhalt, viel Gefühl eine superschöne, sich langsam entwickelnde, romantische Lovestory und natürlich Geheimnisse und jede Menge Spannung. Ein bisschen Drama gibt es auch und so hat das Buch eigentlich wirklich alles, was ich mir wünsche.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist das Ende. Das ist verhältnismäßig kurz, dafür dass der Rest einem so lang vorkommt. Hier wäre ich gerne noch etwas mehr in die Romantik eingetaucht, die sich dann aufbaut und hätte die positive Stimmung genossen. Die ist nach dem 'Drama' etwas zu kurz, zu gerafft für meinen Geschmack ausgefallen.
Die Figuren sind mir indess so ans Herz gewachsen, dass ich hoffe, sie tauchen in den Folgebänden noch auf, auch wenn es so aussieht, als ginge es in Fire, um eine neue Protagonistin. Besonders gefreut hat mich jedoch, dass Bitterblue im dritten Teil (der heißt auch Bitterblue) ihren Auftritt als Frau bekommt. (Sie ist hier ein junges Mädchen, das von Katsa gerettet wird. Warum kann ich nicht verraten :D )

FAZIT:
Eine magische, gefühlsgeladene, wunderschön geschriebene und rundherum harmonische Geschichte, die nicht nur Fantasyliebhaber begeistern wird. Absolut empfehlenswerter Reihenbeginn, den ich jedem nur ans Herz legen kann. Gebt euch der Lese-Grace hin und lasst euch verzaubern!

Ich vergebe für Graceling:

4 und 1/2 Sterne von 5

Einen halben muss ich aufgrund des zu kurz ausgefallenen Endes, dass mich nicht ganz befriedigen konnte, abziehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Spur von Wow-Effekt, 18. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Graceling (Graceling Realm Books) (Taschenbuch)
Am Anfang des Buchs findet man eine Karte, auf der die sieben Königreiche eingetragen sind, samt Straßen, Städten, Bergen, Wäldern, Flüssen, Seen. Eine Karte die man nicht braucht, da im Buch davon sowieso nichts vorkommt. Man bewegt sich im Grunde nur auf einem sehr kleinen Areal, die sieben Königreiche lernt man nicht wirklich kennen. Den einzigen Zweck den die Karte sonst noch hat, ist ansatzweise zu erklären, wieso man auf der Hinreise das Gefühl hat, daß sie nur zwei Tage dauert, die Rückreise aber unzählige Wochen. Im Buch selbst geschieht das leider nicht, da hat man nur ein komisches Gefühl dabei.

Desweiteren fehlen auch die Übergänge. Du bist gerade am Frühstücken und dann kommt Darth Vader um die Ecke. Das ist einfach Abbruchkante, als ich die Stelle gelesen habe wusste ich erstmal nicht, ob die Autorin das nun ernst meint, oder ob die Hauptfigur gerade fantasiert, oder ob das nun wirklich so sein soll. Mir kam das so vor als würde dazwischen einfach eine Textpassage fehlen, als wäre ich in einem Film zwischendurch aufs Klo gegangen und hätte eine wichtige Szene verpasst.

Dann kommt eine wilde Verfolgungsjagd, die gleichzeitig irgendwie sinnlos ist, weil man ja merkt daß das Buch schon zu Ende geht, gleichzeitig aber klar ist, daß es sowas wie ein Happy End geben wird. Entsprechend vorhersehbar und unspektakulär geht das Buch dann auch zu Ende. Man klappt das Buch zu und stellt es wieder ins Regal, ganz ohne den versprochenen Wow-Effekt. Ich kann mir nicht vorstellen, es ein zweites Mal zu lesen. Dazu gibt die Story, so wie sie hier umgesetzt ist, einfach nicht genug her. Da hätte man im Grunde viel mehr draus machen können.

Für Kinder ist das Buch leider auch nichts. Es ist nicht jugendfrei, stattdessen werden Kinder vergewaltigt, auch wenn das nicht direkt beschrieben sondern nur unmißverständlich angedeutet wird. Das Thema hat mich überrascht und zugleich genervt, weil man es von dem Buch nicht erwartet, und weil es so wie es hier eingebaut wurde, mehr wie ein vorgeschobenes Motiv wirkt als sonst etwas. Als hätte man nichts anderes gefunden, womit man den Bösewicht böse erscheinen lassen kann. Es macht den Charakter nicht überzeugender und die Story nicht stimmiger.

Man muss im Vergleich zu diesem Buch, mal ein deutlich älteres lesen: Der Brief für den König von Tonke Dragt. In beiden Büchern gibt es Königreiche, Könige, einen Bösewicht, es wird auf Pferden geritten und Berge überquert. Da wo das eine Buch vergleichsweise viel Tiefgang und packende Story liefert, hat man beim anderen eine flache Story, die mit halbherzigen Hollywood-Effekten etwas aufgepeppt wird.

Ich werde nun noch Fire lesen, weil ich es mir gleich mitbestellt hatte. Wenn das nicht deutlich besser ist, werde ich von weiteren Büchern die Finger lassen.
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Graceling (Graceling Realm Books)
Graceling (Graceling Realm Books) von Kristin Cashore (Taschenbuch - 7. September 2009)
EUR 9,71
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