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115 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller Erzählstil, spannende Story, aber beklemmend...
Ich habe diese Bücher geradezu verschlungen. Dass sie eigentlich Jugendbücher sein sollen, war mir schon nach wenigen Seiten entfallen (ich glaube, es macht sich -wenn überhaupt- nur an dem Fehlen von allzu heißen Liebesszenen bemerkbar). Ich bin auch nicht sicher, ob alle Jugendlichen eine so desillusionierende Story vertragen. Denn eins wird beim...
Veröffentlicht am 27. Juni 2011 von sarawi

versus
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toll, aber...
Als ich die Tribute von Panem zum ersten Mal auf deutsch in der Hand hatte, habe ich sie nach der ersten Seite wieder weggelegt, weil es mich gestört hat, dass die Story im Präsens geschrieben ist. Auf englisch hat mich das hingegen nicht gestört und ich habe alle drei Bücher hintereinander weggelesen. Meine Meinung zu den Bücher ist aber ziemlich...
Veröffentlicht am 7. Juli 2012 von Amazon Customer


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115 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller Erzählstil, spannende Story, aber beklemmend..., 27. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunger Games Trilogy Boxed Set (Gebundene Ausgabe)
Ich habe diese Bücher geradezu verschlungen. Dass sie eigentlich Jugendbücher sein sollen, war mir schon nach wenigen Seiten entfallen (ich glaube, es macht sich -wenn überhaupt- nur an dem Fehlen von allzu heißen Liebesszenen bemerkbar). Ich bin auch nicht sicher, ob alle Jugendlichen eine so desillusionierende Story vertragen. Denn eins wird beim Lesen schnell klar: Aus dieser Geschichte kommt keiner heil und glücklich heraus.

Für mich als Erwachsene war dies eins der besten Fantasy-/Science Fiction-Bücher seit langem. Vielschichtig, unglaublich packend und geradezu beklemmend folgerichtig - ohne (wie so viele andere) mit zu vielen Details und geschichtlichen Hintergründen zu langweilen. Das Leben (und Sterben) der Leute in den Distrikten ist unmenschlich und brutal, und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass sich in einer gar nicht allzu fernen Zeit alles tatsächlich genau so zutragen könnte... Suzanne Collins schildert eine mögliche Welt, die bis ins Detail schlüssig ist. Und genau wie in der Realität gibt es hier unerwartet viele "Grautöne". Klar, das Capitol ist durch und durch böse, und die Rebellen sind durch und durch gut ... bis man einen Blick hinter die Kulissen wirft und feststellen muss: Keine Friede-Freude-Eierkuchen-Idylle. Das macht das Beklemmende der Geschichte aus: Nichts ist einfach nur gut. Alles ist teuer erkauft. Keiner der Helden kommt mit einer blütenweißen Weste aus der Sache raus, und es gibt auch kein "Happily ever after". Nach solchen Erlebnissen kann einfach niemand mehr happy sein. Übrig bleiben verwundete Menschen, die mühsam erste Schritte in ein neues Leben versuchen, und die Hoffnung, dass es künftig besser wird...
Dem Ende voran geht eine abenteuerliche, aber selten wirklich unbeschwerte Geschichte mit vielen einfallsreichen Wendungen. Und obwohl selbst die Helden voller Schwächen stecken, falsche Entscheidungen treffen oder gar zu verwerflichen Mitteln greifen - sie bleiben immer lebendig, menschlich und liebenswert. Wie die unangepasste und doch so verwundbare Katniss mit ihren Schicksalsschlägen zurechtkommt, wie sie unter unfassbarem Druck versucht, wenigstens einen Rest ihrer Ideale zu retten - das ist so fesselnd geschildert, dass ich mitfiebern musste bis zum Schluss.

Zur "Hardware":
Ich würde jedem, der die Möglichkeit hat, unbedingt empfehlen, die Geschichte im amerikanischen Original zu lesen.
Und wer -so wie ich- Wert darauf legt, dass seine Lieblingsbücher nicht so schnell aus dem Leim gehen, dem lege ich die wunderschön aufgemachten, gebundenen Bücher dieses Boxsets ans Herz.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut genial!, 2. Juli 2012
Von 
V. Lanz "flychan" (Jagsttal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Sooo, habe gestern Nacht Teil 3 zu Ende gelesen. Heulend wie ein Schlosshund XD Seltsam, dass ich gerade bei Jugendbüchern so sentimental werde. Als würden sie mich zurück ins Teenie-Alter versetzen.

Hunger Games. Das erste Mal habe ich davon gehört, als ich den Filmtrailer in einer Kinovorschau gesehen habe. Sah spannend aus, gefiel mir. Habe mich aber zusammengerissen und bin NICHT ins Kino gegangen, da ich diesen Film einfach sabotieren musste (lange Geschichte). Aber die Bücher, die habe ich mir gekauft.

Der erste Satz ist ein schockierender Moment: das Buch ist in PRÄSENS geschrieben! Och nööö... das erste Buch das ich in dieser Erzählweise gelesen habe, hat es ganze 2 Kapitel lang überstehen dürfen (ich kann mich nicht mal mehr an den Titel erinnern). Und nun habe ich eine Trilogie vor mir! Kann ja heiter werden...
Aber, ich muß sagen, Collins schafft es bereits auf den ersten Seiten eine Spannung zu erzeugen, ein Interesse an der Geschichte. Sie beschreibt die Welt Panem in kurzen Sätzen, einer einfachen Sprache, ohne zu viele Informationen preiszugeben. Man erfährt nach und nach in groben Umrissen, dass wir die Zukunft schreiben. Die Welt ist verändert durch Naturkatastrophen, die Gesellschaft wie wir sie jetzt haben existiert nicht. Vieles bleibt offen - wie z.B. der Rest der Welt aussieht, welches Jahr es ist, wie genau das Kapitol in die Bezirke entstanden sind. Was meiner Meinung nach in Ordnung ist.

Ich will an dieser Stelle auch gar nicht groß auf den Inhalt eingehen. Nur eben das beschreiben was mir persönlich gut gefallen hat.

Panem ist im Grunde genommen wie unsere Welt, nur eben etwas überspitzt. Damit auch "einfache Gemüter" - in diesem Fall Jugendliche ab 12 Jahren - Parallenen ziehen können und erkennen: hey, unsere Gesellschaft funktioniert eigentlich auf genau die gleiche Weise. Die Tatsache erkennen, dass der größte Teil der Erdbevölkerung in Armut lebt und Hunger leidet, während der andere, bedeutend kleinere Teil, im Überdruss lebt. Lebensmittel und Ressourcen verschwendet. Auf die verrücktesten Ideen in Sachen Mode, Schönheitsideale und Unterhaltung kommt.
Besonders schön finde ich dazu eine Stelle aus Band 3 (keine Sorge, kein Spoiler ;-)), als ein Bürger des Kapitols unfreiwillig in einem Bezirk landet und von allen angestarrt wird, weil er/sie eine besonders auffällige Schönheitsbehandlung hinter sich hat. Er/sie wird von allen angestarrt und wie eine Erscheinung aus dem Gruselkabinett aufgenommen. Ein Kind sprich ihn/sie dann naiv und offen darauf an warum er/sie denn so aussieht. Als Antwort kommt ein "Es sollte schön sein." und dann bricht diese Person in Tränen aus.
Es gibt noch mehr solcher Momente.

Das ist das, was in an diesen Büchern besonders zu schätzen weiß. Wie die Masken langsam bröckeln. Wie die Erkentniss durchsickert. Bei den Protaginisten und bei den Lesern. Die Spiele sind ein Teil davon, wenn auch ein kleinerer. Es wird nicht besonders brutal dargestellt, nicht körperlich. Die Verletzungen, die besonders blutig und ekelig beschrieben werden, sind meist nicht tödlich. Also ein-zwei Tote gibt es schon, die näher beschrieben werden und man denkt: uuuugh... ob das jugendfrei ist? Meiner Meinung nach schon, ja. Das Groteske bei diesen Spielen soll ja nicht der Tod an sich sein, sondern die Art und Weise wie er nach Aussen präsentiert wird. Als ein lang erwartetes Event. Das highlight des Jahres überhaupt. DAS TV-Ereignis schlechthin. Jeder Spieler bekommt ein eigenes Stylisten-Team, wird behandelt wie ein VIP, Luxus ohne Ende. Zumindest die paar Tage vor den Spielen. Dann wartet auf dich der Tod, oder der größte Ruhm überhaupt. Wenn du dann in der Lage bist ihn zu genießen, wenn die Spiele - nein, nicht die Spiele an sich sondern das, das danach kommt - dich nicht in ein menschliches Wrack verwandelt haben. Nach und nach kommt es raus. Im Band 2 ist es teilweise zu sehen und teilweise zu erahnen, im Band 3 wird einem unmissverständlich die Wahrheit offenbart. Die Welt der "Gewinner".

Und das ist das andere, das mich an diesen Büchern gewegt. Die Abgründe. Es beginnt recht harmlos: eine neue Welt, zwar grausam, aber mit vielen Fluchtmöglichkeiten und Verstecken. Und dann werden einem nach und nach die Verstecke genommen. Zuerst bewegt man sich in hier und jetzt, auf Aktion erfolgt Reaktion. Später bedeutet jeder Schritt und jedes Wort weitreichende Folgen - und zwar in einem Ausmaß, welches man nicht in der Lage ist zu überblicken. Man verliert sich in Lügen und in der Angst. Band 3 war für mich ein Horrortrip. Ich habe versucht alle meine Lieblingscharaktere im Auge zu behalten, nach jedem Satz und jeder Aktion zu überlegen: ok, welche Konsequenzen hat es für den- und diejenige? Und dann einen nach dem anderen tot oder bis zur Unkenntlichkeit verändert zu sehen... mann oh mann. Und das wirklich geniale ist: Jede Geste, jede Mimik, jedes Wort hat eine Bedeutung die man später herausfindet. (ok, vielleicht nicht JEDE, aber doch ganz schön viele)

Wenn man es kurz zusammenfassen könnte, dann wäre die Moral dieser Geschichte: Im Krieg gibt es nur Verlierer. Es gibt kein Schwarz und kein Weiß. Keine Guten und keine Bösen. Einfach nur Menschen, die versuchen ihre Interessen zu verfolgen.

Ich hoffe, dass die, die sich darüber aufregen, dass es unmoralisch ist in einem Buch Kinder in die Schlacht zu schicken, einfach mal darüber nachdenken, wieviele sie selbst auf dem Gewissen haben. So krass sich das anhört: jedes Mal wenn wir an die Fleischtheke gehen verhungert irgendwo ein Kind. Weil das Getreide, das ihn am Leben halten könnte, an Rinder verfüttert wird damit wir eine schöne Mahlzeit bekommen. Wenn man einkaufen geht und ein T-Shirt für 3,50 Euro kauft, einfach mal darüber nachdenken wie der Preis zustandekommt. Dass die Baumwolle von Kindern gepflückt wird. Dass die Fabriken, die die Stoffe färben im Ausland stehen wo keine Umweltauflagen existieren und die Chemikalien einfach ins Wasser abgeleitet werden ohne gefiltert zu werden. Dass Menschen für 7,50 Euro Lohn im Monat (!!!) bis zu 12 Stunden am Tag arbeiten um diese T-Shirts zu nähen. Dass das verseuchte Wasser auf die Felder und ins Trinkwasser gelangt - und Kinder es zu sich nehmen und krank werden. Die Erde spielt schon lange Hunger Games. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir es nicht TV-Show mäßig aufziehen. Das Ergebnis bleibt aber das selbe.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung von der 1. bis zur letzten Seite, 16. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Bis vor kurzem hatte ich noch nie von den Hunger Games Büchern oder das ein Film hierzu heraus kommt gehört.
Die deutsche Übersetzung (Die Tribute von Panem) war mir zwar schon im lokalen Buchladen aufgefallen, aber zum Kauf hat es nie gereicht.
Die Zusammenfassung hat mich im ersten Moment gleich an den Schwarzenegger Film "Running Man" erinnert und grundlegend geht es auch um das gleiche.
Allerdings ist Hunger Games ungleich komplexer und man erfährt sehr viel über Panem und seine Distrikte (entspricht den USA nach einen Atomkrieg) sowie das Leben der Menschen. Die Haupstadt regiert Panem mit eiserner Hand und reagiert mit extremer Härte gegen jedweden Ungehorsam und während die Bewohner der Hauptstadt im Überfluss schwelgen müssen die meisten Bewohner der Distrikte Hunger leiden, obwohl sie es sind, die Rohstoffe und Geräte an die Hauptstadt liefern.
Hierzu kommt auch das jeder Distrikt jährlich 1 Jungen und ein Mädchen zu den Hunger Games schicken muss, wo sie gegeneinander kämpfen müssen bis nur noch einer übrig bleibt. Hier setzt das Buch an und man begleitet Katniss, Peeta etc. von deren Nominierung für die Spiele über das Training und die Kämpfe in der Arena bis...
Lest selbst was sonst noch passiert, Ihr werdet es nicht bereuen :)
Es geht aber nicht nur um die Kämpfe, sondern um Freundschaft, Liebe, Verrat und man erfährt viel über das bisherige Leben der beteiligten.
Insgesamt sind die Bücher sehr spannend geschrieben und ich musste mich teilweise wirklich zwingen sie aus der Hand zu legen.
Ich freue mich nun bereits auf den Kinofilm, der noch diesen Monat anläuft und hoffe das er den Büchern gerecht wird.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tick, tock, tick, tock ..., 9. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunger Games Trilogy (Kindle Edition)
ständig wiederholt Wiress diese Worte um ihre Verbündeten darauf aufmerksam zu machen, dass die Arena, in der sie im Third Quell ums Überleben kämpfen, wie eine riesige Uhr funktioniert, die gnadenlos im Stundenrhythmus immer wieder die gleichen Schrecken entlässt. So ähnlich tickt auch das ganze Buch (man sollte die drei Bände direkt hintereinander lesen), das einen, Umdrehung für Umdrehung, immer tiefer in den Bann zieht und einen periodisch mit immer neuen und ständig wachsenden Gefahren konfrontiert. Befindet sich die Ich-Erzählerin Katniss erst nur selbst in Lebensgefahr, betrifft das bald auch Ihre Familie, alle ihre Bekannten, dann ihren ganzen Bezirk und schlussendlich ganz Panem (was die gesamte bekannte Menschheit darstellt). Je öfter sie sich aus tödlichen Situationen befreit, je raffinierter ihre Ideen und Methoden dabei auch sind, desto mehr stachelt sie den Ehrgeiz ihrer Feinde an, sie umso gründlicher zu vernichten. Ihr Tod reicht da bald schon nicht mehr aus. Und das Ende? Hat sie gewonnen oder verloren? Die Frage scheint gar keine Rolle mehr zu spielen. Sie lebt, das muss genügen. Man spürt, der Kampf Gut gegen Böse ist eine Etappe weiter, aber nicht entschieden. Gut und Böse lösen sich von den Protagonisten, können auch unabhängig existieren, tauchen an unerwarteten Orten auf. Die Frage: Wer ist der Feind?" so einfach sie zunächst zu sein scheint, lässt Katniss verzweifeln und führt am Ende zu einem dramatischen Höhepunkt. Denn sie impliziert eben auch: Habe ich überhaupt Freunde? Wem kann ich trauen?"
Als SF-Leser bin ich eher zufällig auf das Buch gestoßen, ohne zu wissen, dass es ein Jugendbuch sein soll (und dann noch für Mädchen?) und ohne Kenntnis des Hypes um die Verfilmung. Natürlich merkt man bald die Unterschiede zu Standard-SF. Zum Beispiel, dass die Hauptperson von einen 4-köpfigigen Anzieh- und Schminkteam betreut wird, dass Körperbehaarung entfernt werden muss usw. ist wohl der Zielgruppe geschuldet (wird aber glaubhaft in die Story integriert). Auch das totale Fehlen von Sex, (max. hauchzarte Andeutung von Erotik), ist ungewöhnlich, aus meiner Sicht aber passend.
Das Buch ist aus der Perspektive der Katniss Aberdeen geschrieben und besitzt nur einen Erzählstrang. Wer diverse SF-Werke bewältigt hat, wo man sich mit bis zu diesen fünf herumschlagen muss und den Überblick nur mit Hilfe des 20-seitigen Personenverzeichnisses bewältigt, ist überrascht, wie einfach eine Geschichte aufgebaut sein kann, die mindestens die gleiche Spannung erzeugt.
Die Personen werden gut entwickelt. Durch die Erzählperspektive sitzt der Leser in Katniss` Kopf und weiß nur das, was sie weiß, hört und sieht. Und er muss auch an allen ihren Überlegungen und Schlussfolgerungen teilnehmen, die meist richtig, manchmal genial aber öfters eben auch total daneben sind. Daraus folgt natürlich, dass man sie am besten kennenlernt, bei den ca. ein dutzend anderen Hauptpersonen dauert es seine Zeit. Dieses Enthüllen nach und nach ist besonders spannend. Scheint der Charakter und Standpunkt oft schnell klar zu sein, wandelt sich dieses Bild im Laufe der Zeit oft erheblich. Die Hauptperson, mit der alles steht und fällt ist natürlich Katniss selber. Für einen Teenager ist sie zu erstaunlich tiefsinnigen Gedankengängen fähig, nervt aber oft durch zu schnelles ziehen falscher und rigoroser Schlüsse. Mit ihrem kongenialen Jagdpartner Gale und mehr noch mit ihrem stillen Verehrer Peeta ergeben sich lesenswerte Dialoge, die die Grundlagen der abendländischen Philosophie und Ethik anreißen.
Wichtige Fragen drehen sich um Verantwortung, Freundschaft, Verrat und Vertrauen. Darf ich alles tun, um mich zu retten? Darf ich noch mehr tun, um andere zu retten? Welche Mittel rechtfertigt der Krieg? Dürfen Unbeteiligte getötet werden, wenn andere dafür gerettet werden? Ganz stark: Die Fragen werden eben nicht zufriedenstellend gelöst. Der Lauf der Ereignisse erfordert ein durchwurschteln", die Zeit für grundsätzliche Überlegungen kommt immer erst zu spät. Ebenfalls ganz stark: Die Rolle der Medien. Dass hier ausschließlich gelogen und getürkt wird scheint so selbstverständlich, dass hierüber gar keine Diskussion mehr geführt werden muss. Auch ein Statement.
Ach ja, dann ist da auch noch die Action. Der Kampf ums Überleben in den Arenas nimmt einen großen Raum ein, allerdings nicht so groß, wie er in manchen Beschreibungen erscheint. Sicher sind die Hunger Games die zentrale Idee des Buches, aber darauf kann man es nicht reduzieren. Die direkte Darstellung von Gewalt steht auch nicht im Vordergrund. Gruselig ist eher die indirekte Gewalt, wenn z.B. von Folter erzählt wird, oder dass eine Stadt ausgelöscht wurde. Eigentlich so, wie auch wir es aus der Presse gewohnt sind.
Alles in allem ein ungewöhnliches Buch das mich begeistert hat. Das Ende macht es zum Drama, ohne den Epilog sogar zur Tragödie. Diese Rezension macht zwar nach hunderten von anderen zum gleichen Thema nicht wirklich Sinn, ich sehe sie eher als Tribut an die Tribute von Panem". Auf den Film werde ich zunächst verzichten, zu lebendig sind die Figuren in meiner eigenen Fantasie und ich möchte sie nicht überschreiben. Es war mein erstes Kindle-Buch und ich bin froh aber auch entsetzt, dass sich der Preis nach meinem Kauf um 50% erhöht hat. Da zockt jetzt wohl einer gewaltig ab.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katniss, das Mädchen, das in Flammen steht, 13. September 2012
Kürzlich habe ich alle drei Bücher gelesen.
Ich finde sie beklemmend, eklig und wirklich gut.
Zum Inhalt an sich werde ich nicht mehr viel schreiben. Das sollte den meisten bekannt sein.

Zuerst möchte ich sagen, dass es mir egal ist, woher die Autorin die Idee hat, ob sie bei den Japanern geklaut hat oder wie sie sagt von Theseus und dem Minotaurus (die Athener mussten jedes Jahr 14 Kinder dem Minotaurus ins Labyrinth schicken, der sie gefressen hat bis Theseus in erschlug) inspiriert wurde.
Ich bewerte allein dieses Buch.

Für mich ist die Reihe und insbesondere das erste Buch absolut lesenswert. Es spricht viele Themen an wie Hunger, Diktaturen, Kapitalismus und menschliche Abgestumpftheit. Beispielsweise zeigt es wie "Fahrenheit 451" was aus Menschen wird, die sich der Technologie und dem Fortschritt verschreiben, die ihr Leben an leichtfertige Unterhaltung verschenken.

Ich glaube, "Die Tribute von Panem" sind die Bücher unserer Generation, die uns warnen und aufrütteln sollen. Früher waren es "Fahrenheit 451", "Brave new world", "1984" und "Animal Farm". Viele dieser Bücher werden in der Schule nicht mehr gelesen. Stattdessen gibt es "Avatar" (furchtbarer Film, brauchbarer Inhalt, Buch ist besser), "Matrix" und eben "Die Tribute von Panem".

Die Gewaltdarstellungen, das scheinbare widerstandlose Fügen in das grausame Schicksal und das Zelebrieren des Abschlachtens rufen Abscheu und Ekel hervor.
Doch manche ziehen daraus andere, meiner Meinung nach, falsche Schlüsse.
Ich lese von dem grausamen Tod der Kinder und bin entsetzt, weil ich an die Perversion denke, mit denen die Menschen im Capitol diesen Tod feiern, weil ihr Favorit noch im Rennen ist. Und ich denke an die Botschaft, die eine Regierung dem Volk vermittelt, wie es Katniss im Buch sinngemäß beschreibt: "Wir nehmen euch eure Kinder und ihr könnt nichts dagegen machen. Und um euch weiter zu demütigen, zwingen wir euch nicht nur zuzuschauen, sondern wir lassen euch die Spiele feiern."

Ich lese von einer 16-Jährigen, die nach dem Tod ihres Vaters und der Depression der Mutter die Familie ernährt und am Ende sich einmal mehr opfert, um die geliebte Schwester zu retten. Sie muss früh lernen, dass ihre Eltern sie im Stich lassen, ihr Vater durch den Tod und ihre Mutter durch die Krankheit. Sie weiß auch, dass der "Staat" ihr nicht hilft, sondern sie ins Heim steckt, was ihre Schwester nicht überleben wird.
Das Mädchen versucht sein ganzes Leben lang nur zu zu überleben, um ihre Familie durchzubringen. Genau das versucht sie bei den Spielen auch. Welche Wahl hat sie, scheinbar allein, gegen ein übermächtiges und unverlässliches Regime?
In ihrer Abgestumpftheit gibt es nur einen Ausweg: Den Sieg! Und der Preis sind Albträume, die sich nur durch Drogen und Alkohol ertragen lassen. Ich denke nicht, dass Hamish aus Spaß trinkt.

Ich lese von einer Frau, die allen fröhliche Hungerspiele wünscht und fühle mich angewidert von der Perversion der Massenmedien. Das Buch erzählt von einer abgestumpften, grausamen Welt, in der die Hoffnung das Mädchen, das in Flammen steht, ist. Und das wissen alle außer ihr in diesem ersten Buch, weil sie als Einzelkämpferin nie begriffen hat, welche Wirkung sie auf andere hat. Gale stellt die Ausnahme da, weil er genauso ist wie sie. Das kann sie verstehen.

Nichts an Katniss ist anders, wenn man sich auf Fühlen oder Handeln bezieht. Sie fordert das Kapitol nicht direkt als rebellische Handlung heraus. Aus all den unterdrückten Gefühlen flammt der Zorn am stärksten auf und er lässt sie impulsiv handeln, wenn sie die Respektlosigkeit des Kapitols erkennt. Sie ist nicht gefühllos, sie hat nur früh gelernt, all ihre Gefühle hinter einer Maske zu verbergen. Daher tut sie sich schwer mit Peetas Gefühlen. Und mal ehrlich, wer würde über Liebe und Kinder nachdenken, wenn das bedeutet, dass sie in dieser Welt leben müssten.
Ähnlich wie der Feuerwehrmann Guy Montag ist auch sie zu abgestumpft durch ihre Realität und die eigene schreckliche Kindheit, in der sie gelernt hat, dass sie niemand vertrauen kann.

Abschließend möchte ich noch zwei Dinge sagen:
Erstens, wer einen starken Magen hat, sollte die Bücher unbedingt lesen.
Zweitens, vergesst alle Kritiken. Das sind nichts weiter als Meinungen von anderen Leuten, die ihr im Zweifel gar nicht kennt und die sollen wissen, ob euch ein Buch gefällt oder nicht? Eure Freund kennen euch und können euch Tipps geben, doch am Ende müsst ihr das selbst wissen. Bücher sind Geschmackssache.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich war/bin fasziniert, 3. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Noch niemals in meinem langen Leben, NEVER EVER ist es geschehen, dass ich ein Werk drei Mal ununterbrochen hintereinander gelesen habe. Warum mich dieses Buch so gefesselt hat, könnte ein Psychologe klären. Vielleicht ein Mix aus eigenen Erfahrungen und der aktuellen Weltlage. Ich bin im November 1944 während eines Bombenangriffs geboren, habe somit bewusst die Zerstörungen und Nachwirkungen des Krieges gesehen und als junger Mensch die ungarische Revolution und den Prager Frühling aus einer Entfernung von wenigen Kilometern mitbekommen. Zuerst habe ich die vielen Parallelen zur aktuellen Lage wahrgenommen: Regierungen schießen auf ihre eigenen Bürger, Regierungen schicken ihre eigenen Soldaten in lebensgefährliche Einsätze, um ihre Macht oder Wirtschaft zu festigen. Suzanne Collins gelingt eine meisterhafte Schilderung der psychologischen Zustände und Veränderungen ihrer Hauptpersonen, das Wechselbad der Gefühle, das Unvermögen, schwere Traumen jemals wieder zu überwinden. Sowohl an Haymitch Abernathy als auch an den übrigen Siegern kann man erkennen, dass sie niemals wirklich gesiegt haben. Die Autorin vermeidet auch jede Schwarz-Weiß-Zeichnung, keiner ist nur gut oder nur böse. Von den vielen Schlüsselszenen möchte ich zwei besonders erwähnen, die, in der Katniss erkennt, dass ein Leben unter einer faschistoiden Präsidentin Coin auch von Vergeltung und Gleichschaltung geprägt wäre und die, in der Buttercup zurückkehrt. Katniss ist zuerst wütend, doch dann erkennt sie unbewusst, dass dieser Kater das Letzte ist, was ihr von Prim geblieben ist, und dass er aus Liebe zu Prim und in der Hoffnung sie wiederzusehen, unglaubliche Strapazen auf sich genommen hat. In der Liebe zu ihrer Schwester findet sie nun eine verwandte Seele und ihre harte Schale bricht. Erst dann kann sie versuchen, das Leben wieder aufzunehmen.
Es gibt kein Happy-End, denn die Vergangenheit kann nicht ausradiert werden. Aber der Mensch findet einen Weg, zu überleben.
Meine Rezension bezieht sich auf den Originaltext.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amazing!, 11. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Ich habe die Bücher gekauft nachdem ich den ersten Film im Kino gesehen habe, da mich die Story so begeistert hat.
Gleichzeitig gesellschaftskritisch und psychologisch so krass beschrieben, dass es einem manchmal vorkommt, als wäre man selbst die Hauptfigur.
Nach einlesen in die deutsche Übersetzung, hab ich beschlossen, die englischen Bücher zu kaufen. Die Übersetzung ähnelt dem Schreibstil der Autorin nicht und ist eher dürftig als gut.
Obwohl ich den Film schon gesehen habe, hab ich das erste Buch an einem Tag gelesen und auch die beiden folgenden wurden in kürzester Zeit von mir verschlungen, hab gar nichts anderes mehr gemacht :)
Super Schreibstil, leicht zu folgen, überraschend, und manchmal wahnsinnig.

SUPER! 5 Sterne!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toll, aber..., 7. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Als ich die Tribute von Panem zum ersten Mal auf deutsch in der Hand hatte, habe ich sie nach der ersten Seite wieder weggelegt, weil es mich gestört hat, dass die Story im Präsens geschrieben ist. Auf englisch hat mich das hingegen nicht gestört und ich habe alle drei Bücher hintereinander weggelesen. Meine Meinung zu den Bücher ist aber ziemlich zwigespalten.
Über das erste Buch kann ich am wenigsten negatives berichten. Der Roman war spannend und dahinter steckt viel Gesellschaftskritik. Man kann sich gut in Katniss hinein versetzen und leidet mit ihr und Peeta gemeinsam bis zum Schluss. Ich finde zwar nicht, dass das Buch für Jugendliche unter 16 besonders geeignet ist, aber die Szenen sind nicht ganz so grausam, wie ich es mir anfangs ausgemalt hatte.

Vorsicht Spoiler.

Das zweite Buch hat mir persönlich fast noch besser gefallen, als das erste.
Man lernt die Hauptpersonen näher kennen und Katniss schließt neue Freundschaften. Finnick gehörte schnell zu meinen neuen Lieblingsdarstellern. Dennoch muss ich einigen der kritischen Stimmen recht geben, dass die Autorin es sich relativ leicht gemacht hat, indem sie Katniss ein zweites Mal in die Arena schickt. Dadurch ist Spannung, Tod und Aufregung vorprogrammiert. Vor allem der plötzliche Übergang hat mich gestört. Es ging alles so schnell. Zuerst plant Katniss noch fröhlich ihre Hochzeit und im nächsten Moment erfährt sie, dass sie zurück in die Arena muss. Und statt zu fliehen nimmt sie es hin und beschließt sich für Peeta zu opfern.
Und damit kommen wir zu Teil 3, den ich ganz und gar nicht gelungen fand. Zu viel Tod, zu viel Grausamkeit und zu viel Sinnlosigkeit. Jeder, der das Buch gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Es sterben Personen, die man lieb gewonnen hat, und durch deren Tod Katniss Leben, aber auch die Geschehnisse aus Teil 1 und 2 ihren Sinn verlieren. Am Ende habe ich mich nur noch gefragt: Wozu das alles?
Hinzu kommt, dass das Hin und Her zwischen Gale und Peeta zu nerven beginnt. Es scheint ein neuer Trend zu sein, dass in jedem Teenieroman das Mädchen mindestens zwei tolle Typen zur Auswahl haben muss. Ich finde das unnötig. Gale ist zwar ein netter Charakter, aber die Story hätte sicherlich auch ohne ihn funktioniert. Auch ihr Verhalten Peeta gegenüber finde ich grausam und berechnend. In Teil 3 konnte ich Katniss Gefühle und Beweggründe nur noch sehr schlecht nachvollziehen und mochte ihren Charakter überhaupt nicht mehr.
Am Ende des Buches war ich ziemlich enttäuscht. Es muss ja nicht am Ende jeden Buches alles Friede Freude Eierkuchen sein. Aber ich hatte selten ein so schlechtes Gefühl im Magen, nachdem ich ein Buch weggelegt habe. Das Buch hat zwar so eine Art Happy end, strahlt aber anderseits so viel Hoffnungslosigkeit aus, dass es mich richtig traurig gemacht hat. Sicherlich ist das teilweise auch von der Autorin gewollt. Aber ich fand es trotzdem schade, weil mir die ersten Bücher so gut gefallen haben.

Alles in allem daher 3,5 Sterne für die gesamte Triologie. 5 für das erste. 4 für das zweite und 1 für das dritte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, mitreißend, deprimierend, 4. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunger Games Trilogy (Kindle Edition)
Der Film “Die Tribute von Panem” konnte mich vor allem in der zweiten Hälfte nicht überzeugen. Wie wird die Geschichte wohl im Buch erzählt? Ist mehr Politik enthalten? Ist es düsterer und detaillierter? Sind die Handlungsbrüche des Films auch im Buch vorhanden? Nach Anlesen des sprachlich eher plumpem deutschen Buches bin ich schnell beim englischen Buch gelandet. Die drei Teile in einem Werk - um die 800 Seiten - kosten bei Amazon glücklicherweise unter 20 Euro.

Die Trilogie ist in einem postapokalyptischen Nordamerika angesiedelt: Der Staat ist zerfallen und durch den diktatorischen Staat Panem ersetzt, der sich in 13 Distrikte und das regierende, in Luxus und Überfluss lebende, Capitol unterteilt. Jeder der 13 Distrikte ist auf einen Wirtschaftszweig optimiert, welcher das Capitol ernährt. Das Bildungssystem wird inhaltlich vorgegeben und formt die Geschichte so um, wie es der Regierung genehm ist. Die Bewohner leben in ärmlichen, quasi vorindustriellen Verhältnissen und werden gezwungen in der für den Distrikt typischen Wirtschaft zu arbeiten, z.B. in der Landwirtschaft oder dem Bergbau. Preise für Lebensmittel werden von der Regierung vorgegeben, sodass die Bewohner trotz Lohn stets nah am Verhungern sind. Medikamente existieren nicht und müssen der Natur entnommen werden. Reisen zwischen den Distrikten sind nicht möglich - die Distrikte sind durch Zäune voneinander abgetrennt, die teils Strom führend und durch Wachtürme kontrolliert sind. Eventuell vorhandene Naturräume zwischen Distrikten dürfen ebenfalls nicht betreten werden; auch Handel zwischen den Distrikten findet nicht statt. Zuwiderhandlungen werden drakonisch durch öffentliche Auspeitschungen, Erschießungen oder das Erhängen am Galgen bestraft. Ein verstecktes Überwachungssystem ist ebenfalls vorhanden.

In der Vergangenheit führte dieses gesellschaftliche System zu einem Aufstand, der niedergeschlagen wurde (Distrikt 13 gilt seitdem als zerstört). Um die Stärke der Regierung gegenüber den Distrikten stets in Erinnerung zu behalten, werden seitdem jährlich sogenannte Hungerspiele durchgeführt. In jedem Distrikt werden zwei Personen (“Tribute”) ausgelost. Die Auslosung erhöht den psychologischen Druck auf die Bewohner, da sie sich Nahrungsmittel gegen ein höheres Auslosungsrisiko erkaufen können.

Nach einer kurzen Trainingseinheit im Capitol müssen alle Tribute in einer großen, künstlich geschaffenen Arena, gegeneinander antreten. Der künstliche Ursprung der Arena ermöglicht es, die Umgebung stets anzupassen: Wetterbedingungen und Wasserstände können kontrolliert werden, wilde Tiere in die Umgebung eingefügt und selbst Feuersbrünste ausgelöst werden. Der letzte Überlebende gilt als Gewinner und darf anschließend in seinem Distrikt in einem vergleichsweise luxuriösen Haus leben und erhält bis an sein Lebensende Reichtum und Nahrung, muss aber bei kommenden Spielen als Berater für seinen Distrikt in Erscheinung treten.

Für die Bewohner des Capitols sind die Spiele das unterhaltende Großereignis des Jahres. Die Tribute werden gefeiert, in Fernsehshows präsentiert und lösen neue Modewellen aus. In den Distrikten sieht es anders aus: Die Spiele werden öffentlich übertragen und müssen als Zeichen der Demütigung betrachtet werden. So erklärt sich, dass bereits kleine Gesten des diesjährigen weiblichen Tributs, Katniss von Distrikt 12, als Widerstand gegen die Regierung aufgefasst werden, da sie zeigen, dass die Regierung nicht allmächtig ist. Die schwelende Unzufriedenheit wird in Brand gesetzt und versetzt im Laufe der Bücher alle Distrikte in den Zustand einer offenen Rebellion. Angeführt vom Distrikt 13 und mit der symbolischen Strahlkraft von Katniss wird der letzte Angriff auf das Capitol durchgeführt, um den Diktator zu stürzen.

Die drei Bücher leben durch die innere Zerrissenheit von Katniss, die stets ihre Handlung und die ihrer Mitmenschen in Zweifel zieht und zwischen ihrem eigenen und dem vorgegebenen Weg wählen muss. Sie entwickelt sich dabei von der Jägerin aus dem Bergbau-Distrikt zur Anführerin der Rebellion, unterstützt von mächtigen Freunden. Mit Messern geführte Kämpfe der Hungerspiele wandeln sich im Laufe des Buches zu unsichtbaren Flotten von Hovercrafts, die die Distrikte bombardieren. Die Entwicklung der Handlung geht flüssig und glaubhaft voran, die Entwicklung von Katniss dagegen ungestüm und plötzlich. Auch dies ist glaubhaft, denn durch die Ich-Perspektive und Beschreibung der Gedanken hat man die Hintergründe, aus denen erneut ein Knoten platzt, stets miterlebt. Überwiegt in den ersten beiden Büchern noch die teils gespielte, teils ehrliche Liebesgeschichte zwischen Katniss und Peeta, so wird der dritte Teil deutlich düsterer: Niederlagen, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit breiten sich aus. Aus den in sich geschlossenen Spielen des ersten Buches ist ein echter Krieg zwischen zwei mächtigen Gegnern mit eigener Agenda geworden. Lieb gewonnene Charaktere sterben oder werden durch das erlittene Leid psychologisch so mitgenommen, dass am Ende des Buches reine Trostlosigkeit übrig bleibt. Ein klassisches Happy End gibt es hier nicht. Wer während des Lesens noch die passende Begleitmusik hört, kann sich auf einige mitreißende Stunden einstellen, an deren Ende zerbrochene Charaktere und ein zerbrochener Leser stehen.

Die Trilogie ist (im Original) flüssig geschrieben, leicht verständlich und mitreißend. Die Charaktere werden gut ausgearbeitet. Überflüssige Nebenhandlungen gibt es nicht und auch keine “losen Enden”. Es ist aber dennoch ein Jugendbuch. Dies fällt weniger durch fehlende Brutalität auf, sondern eher durch fehlende Tiefe in der Beschreibung der gesellschaftlichen und politischen Strukturen vor allem im ersten Buch. Nebenschauplätze gibt es nicht bzw. werden nur dann erzählt, wenn Katniss von ihnen erfährt - ein Nachteil der Ich-Perspektive des Buches. Es bleibt der Eindruck einer grandiosen Geschichte, die man hätte breiter erzählen können.

Wer den Film gesehen und wegen seiner hanebüchenen Sprünge und wenig glaubhaften emotionalen und kaum vorhandenen charakterlichen Entwicklung nicht mochte, der sollte die Bücher lesen. Der Film wirkt wie ein Skelett, welches nicht mit dem Leben des Buches gefüllt wurde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Bücher, Achtung: Bindung von Band 3 kontrollieren, 21. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger Games Trilogy Boxset (Taschenbuch)
Zum Inhalt der Bücher muss ich wohl nicht mehr viel sagen - ich habe die ersten beiden Bände innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Als ich gestern Abend mit dem dritten Band anfing, musste ich feststellen, dass von Seite 59 bis Seite 394 fälschlicherweise Seiten aus dem ersten Band eingebunden wurden.
Jetzt habe ich dieses schöne Box-Set und muss mir den dritten Band nochmal einzeln nachkaufen, um die Trilogie zu Ende lesen zu können.

Ich gehe mal davon aus, dass sich dieser Bindefehler nicht auf mein Exemplar beschränkt - also: Finger weg von diesem Box Set!

Ergänzung: Natürlich war Amazon wie immer sehr kulant und hat das Box-Set trotz lange überschrittener Rückgabefrist gegen ein fehlerfreies Exemplar umgetauscht.
Die obige Bewertung war durch meine extreme Frustration beeinflusst, dass ich am Freitag Abend plötzlich dasaß und nicht weiterlesen konnte - so gut sind die Bücher!
Ich hoffe, dass dieser Zusatz jetzt meine Kritiker besänftigt! ;-)
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The Hunger Games Trilogy Boxed Set
The Hunger Games Trilogy Boxed Set von Suzanne Collins (Gebundene Ausgabe - 28. August 2010)
EUR 28,95
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