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5.0 von 5 Sternen Von wegen "Von Wegen!"
Der Kommentator ("Von Wegen!") hat recht, wenn er sagt, dass Feuerbach als überholt gilt. Aber ob dies zurecht der Fall ist, ist ein ganz anderes Thema. Meiner Meinung nach ist Feuerbach hochaktuell.

Und zwar deshalb, weil er erstens erkannt hat, dass der Mensch ein 'metaphysisches Bedürfnis' hat (selbst der Atheist) und zweitens, dass die...
Vor 4 Monaten von Sundance veröffentlicht

versus
1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von wegen!
Universalwissenschaft ist für den Autor die Anthropologie einschl. Physiologie. In seinen Grundzügen der Philosophie der Zukunft ist das Sinnliche ein Hauptthema, denn: »Sonnenklar ist nur das Sinnliche; nur, wo Sinnlichkeit anfängt, hört aller Zweifel und Streit auf. Das Geheimnis des unmittelbaren Wissens ist die Sinnlichkeit«. Nicht die...
Veröffentlicht am 7. Februar 2011 von Roman Nies


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5.0 von 5 Sternen Von wegen "Von Wegen!", 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kommentator ("Von Wegen!") hat recht, wenn er sagt, dass Feuerbach als überholt gilt. Aber ob dies zurecht der Fall ist, ist ein ganz anderes Thema. Meiner Meinung nach ist Feuerbach hochaktuell.

Und zwar deshalb, weil er erstens erkannt hat, dass der Mensch ein 'metaphysisches Bedürfnis' hat (selbst der Atheist) und zweitens, dass die Philosophie dies deshalb und vernünftigerweise nicht ignorieren kann. Statt nun aber wie Plotin, Augustinus oder andere Theisten in irrationalen Offenbarungsschwulst zu verfallen, setzt Feuerbach auf die VERNUNFT und nennt es "ein sinnfälliges Beispiel von Wahrheit, dass Gott als der Inbegriff aller Realitäten und Vollkommenheiten nichts anderes ist, als der zum Nutzen des beschränkten Individuums kompendiarisch zusammengefasste Inbegriff der unter die Menschen verteilten, im Laufe der Weltgeschichte sich realisierenden Eigenschaften der Gattung."
Feuerbach nutzt hier offensichtlich die Hegelsche System-Terminologie um einen ganz bestimmten Begriff ins Spiel zu bringen: die Vernunft. Und tatsächlich - Feuerbach kann nur deshalb seitenlang vernünftig über Gott referieren (viel vernünftiger als Hegel), weil er gleich zu Beginn des Referats klarstellt: "Gott ist nichts anderes als das Wesen der Vernunft selbst." Er meint das vollkommen wörtlich.
Feuerbach ist also alles andere als ein klassischer Sensualist. Denn der oberste Sinn ist eben nicht der 'äußere', sondern der innere: die Ratio, die Vernunft. Feuerbach ist Materialist, aber mit eindeutiger Betonung der Vernunft. Das ist alles andere als 'out'!

Damit gelingt Feuerbach ein brillanter logischer Spagat (vor dem selbst der vielleicht größte Philosoph überhaupt kapituiert hat. Kant löst das "Gottproblem" nämlich durch 'Wegschweigen': nachdem er festgestellt hat, dass sich über Gott nichts sinnvolles sagen lässt, da er schlicht transzendent ist, nimmt er die religiöse "Neigung" der Menschen einfach resignativ als gegeben hin, ohne sich mit ihr weiter zu beschäftigen - wohl auh um der Zensur zu entgehen):
Feuerbach nimmt die religiöse Neigung der Menschen wahr und behandelt sie auf die einzig möglich vernünftige Art: er definiert den Gegenstand der Neigung derart um (Gott=Vernunft), dass Religion plötzlich vernünftig wird. Eine Meisterleistung. Würden wir tatsächlich so intensiv vernünftig sein, wie manche von uns fundamental-intensiv beten, wäre die Welt zweifellos eine bessere ...
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1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von wegen!, 7. Februar 2011
Von 
Roman Nies (Helibrunna) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Grundsätze der Philosophie der Zukunft (Taschenbuch)
Universalwissenschaft ist für den Autor die Anthropologie einschl. Physiologie. In seinen Grundzügen der Philosophie der Zukunft ist das Sinnliche ein Hauptthema, denn: »Sonnenklar ist nur das Sinnliche; nur, wo Sinnlichkeit anfängt, hört aller Zweifel und Streit auf. Das Geheimnis des unmittelbaren Wissens ist die Sinnlichkeit«. Nicht die »pöbelhaften, rohen«, sondern die »gebildeten« Sinne sind gemeint, nicht die Augen des Anatomen oder des Chemikers, sondern die des Philosophen! Den einzigen Gegenstand der Philosophie bildet der Mensch und »seine Basis«, die Natur. Der hat sich Feuerbach zunehmend gewidmet. Das sieht man auch an dem Satz, den jeder kennt: »Der Mensch ist, was er ißt«, zu dessen gerechter Beurteilung man ihn im Zusammenhange lesen muß. Unmittelbar vorher heißt es: »Die Lehre von den Nahrungsmitteln ist von großer ethischer und politischer Bedeutung. Die Speisen werden zu Blut, das Blut zu Herz und Hirn, zu Gedanken- und Gesinnungsstoff. Menschliche Kost ist die Grundlage menschlicher Bildung und Gesittung. Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen«. Völlig dem Materialismus, dem allerdings solche Sätze sehr nahe stehen, sich hinzugeben, hinderte Feuerbach, wie er auch selbst bekannt hat, sein Grundstandpunkt: das Ausgehen nicht von der Materie, sondern der unkorrigierbaren und unverlierbaren Empfindung.
Kein Wunder also, dass für Feuerbach dieser Sensualismus auch am Anfang seiner Ethik steht. Der wahre und ursprüngliche Grund des Wollens, also auch der Ethik, ist der Glückseligkeitstrieb. Ich bezweifle, dass es die pure Glückseligkeit sein muss, wenn man sein Leben für andere opfert. Dass es aus ethischer Gesinnung geschieht, ist unzweifelhaft. Für Feuerbach ist aber Sittlichkeit ohne Glückseligkeit ein Wort ohne Sinn; ihm geht es allerdings nicht einfach nur um eine Glückseligkeit des Ich allein, sondern die des Ich und des Du. Sein erster kategorische Imperativ ist die Stimme des Gefühls. Nicht Entsagung gebietet die Pflicht, sondern den Genuß. »Folge unverzagt deinen Neigungen und Trieben, aber allen: dann wirst du keinem einzigen zum Opfer fallen.« Das ist doch zu eudämonistisch gedacht! Feuerbach hat an sich selber bitter genug erfahren müssen, dass der Weg zu diesem Epikureismus des Genusses nur durch den Stoizismus der Arbeit und der Entsagung ghet.
Was Feuerbach fehlt, ist die Erkenntniskritik. Er bleibt dogmatisch und gefühlsmäßig auch da, wo er ganz naturalistisch auftritt. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb übte sein Hauptwerk zu Anfang der vierziger Jahre des damailgen Jahrhudnerts. Engels z.B., wurd von ihm stark beeinflusst. Die Philsophie Feurbachs gilt heute als überholt. Nur seine Kritik am Chrstentum wird hin udn wieder aus dem Dunkel der Zeit vorgezerrt. Von wegen Philosophie der Zukunft!
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Grundsätze der Philosophie der Zukunft
Grundsätze der Philosophie der Zukunft von Ludwig Andreas Feuerbach (Taschenbuch - 2. Februar 2001)
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