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5.0 von 5 Sternen Geschichte Nigerias, 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: A History of Nigeria (Taschenbuch)
In Nigeria leben mehr als 200 ethnolinguistische Gruppen. Es gibt etwa 250 Sprachen. Ölfirmen beherrschen das Land. Sie dürfen das Erdöl holen und das Land hat gar nichts davon. So kommt es, dass viele Nigerianer von etwa einem Dollar pro Tag leben müssen. Der Reichtum kommt bei der Bevölkerung nicht an. Gegenüber der letzten Ausgabe von 1999 ist das hier ein völlig neues und viel besseres Buch. Die Autoren beginnen mit der Zeit vor 11.000 Jahren. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten begann die Eisenzeit in Nigeria. In der frühen Neuzeit kamen die Portugiesen, blieben aber nicht lange. Die Zeit bis zum 19. Jahrhundert ist von oral history geprägt, die zwar verständlich beschrieben ist, aber wenig Aussagekraft hat. Trotzdem muss man das den Nigerianern zugestehen. 1850 kamen die Engländer, 1861 begann ihre Herrschaft, als sie die muslimischen Emirate im Norden zerschlugen. Vorher war dort der Islam zugange, viele Nordnigerianer wurden Muslime, die Scharia herrschte. Die Briten beuteten das Land aus. Sie behaupteten zwar, dass sie die Wirtschaft des Landes ankurbeln wollten, aber in Wirklichkeit heimsten sie die satten Gewinne ein, während die Nigerianer leer ausgingen. Die Briten erhoben Steuern, obwohl sie keine Nigerianer waren. 1807 verboten die Briten die Sklaverei, mit der die Nigerianer schon etwa im 11. Jahrhundert begannen. Hauptsächlich versklavten die Nigerianer Kriegsgefangene. Die Briten gewährten den Nigerianern eine Grundschulausbildung. Mehr sollte es nicht sein, denn die Nigerianer sollten nichts erfahren von Liberalismus, Freiheit und Selbstregierung. Dennoch kam es dazu, dass auch Sekundarschulen eröffnet wurden und bald auch die ersten Universitäten. Die ersten Nigerianer studierten in Großbritannien und den USA und kamen zurück mit dem Wunsch, dass sie Jobs in der Politik und in der Verwaltung bekamen, aber der Zugang zu diesen Jobs wurde ihnen von Briten verwehrt. Erst langsam bekamen sie diese ersehnten Jobs. Die Nigerianer wollten auch die Unabhängigkeit ihres Landes. 1960 erreichten sie dieses Ziel. 1966 ermordeten Nordnigerianer etwa 100.000 Ostnigerianer, Igbos. 1967 kam es zu einem Bürgerkrieg, bei dem die Ostnigerianer sich von Nigeria abspalten wollten und einen eigenen Staat gründen wollten, der Biafra hieß. 1966 kam es zu einer Militärdiktatur im Land. Die Diktatoren schnitten Biafra wirtschaftlich ab, um die Menschen dort verhungern zu lassen. Insgesamt starben bei dem Bürgerkrieg etwa drei Millionen Menschen. Erst 1999 wurde das Land demokratisch. Die Autoren schreiben noch über Nigerianer im Ausland und nigerianische Außenpolitik. Das Buch ist absolut spitze.
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A History of Nigeria
A History of Nigeria von Toyin Falola (Taschenbuch - 24. April 2008)
EUR 22,30
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