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am 4. September 2010
Kennern der US-Ökonomenszene ist Robert Frank seit den 1980er Jahren ein Begriff. Mit seiner interdisziplinären und verhaltensökonomischen Orientierung gehört er nicht zum Mainstream, gerät aber mit der Blüte der Behavioral Economics immer mehr in dessen Nähe. Dieser Essay ist inhaltlich recht dicht für ein Sachbuch und gleichzeitig sehr ansprechend geschrieben. Im Zentrum steht die Theorie positionaler Güter beim privaten Verbrauch, also Statusgüter, deren Konsum stark von dem Konsumverhalten der Mitmenschen geprägt wird. Die vier wichtigsten Thesen werden angenehmerweise bereits in der Einleitung kurz und verständlich genannt (ich werde sie nicht wiederholen), trotzdem kommt beim weiteren Lesen nicht das Gefühl der Wiederholung auf.

Die Idee ist, dass das Streben nach Status zu einem "Aufrüsten" im Konsum solcher Güter führt, mit der Konsequenz hochgradiger Ineffizienzen. Dies geschieht (nach Franks Theorie) in den USA vor dem Hintergrund einer sich stark spreizenden Einkommensverteilung. Die Mittelschicht muss sich immer mehr recken und strecken, um nicht (relativ) zurückzufallen und nimmt zunehmende Entbehrungen in Kauf, um ein angemessens Eigenheim (Auto, Schulbildung der Kinder) zu finanzieren und so den angestrebten Status zu bewahren. Neben regulatorischen Eingriffen schlägt Frank vor allem eine progressive Konsumbesteuerung vor, um diesen Tendenzen entgegen zu wirken.

Aus dem Blickwinkel des Jahres 2010 betrachtet ist es überraschend, dass Frank die gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichte in den USA (Leistungsbilanzdefizit, niedrige Sparquote der peivaten Haushalte, Immbilienpreisblase) zwar zum Teil anspricht, aber nicht in einem Gesamtkontext integriert.Dies hätte dem Argument noch mehr Facetten entlocken können. So wirkt die Diskussion, gerade wenn es um politische Folgergungen geht, etwas eindimensional. Dennoch: Ein sehr anregendes Buch, das sich eher wie ein längerer Essay liest und wichtige Aspekte des Konsumverhaltens ausleuchtet, die in der traditionellen Wirtschaftsanalyse bislang leider wenig Beachtung finden.
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