Kundenrezensionen

17
4,9 von 5 Sternen
5 Sterne
16
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
The Grand Chessboard: American Primacy And Its Geostrategic Imperatives
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:13,14 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2015
Wegen des Ausverkaufs der deutschen Ausgabe habe ich auf die englische "The grand chessboard" von 1999 zurückgegriffen. Wenn man auf die deutsche Version angewiesen ist, kann man diese anscheinend, wie in anderen Rezensionen geschrieben wird, durch "googlen" finden. Der gegenwärtige Preis für gebrauchte Bücher ist in der Tat vulgär.
Wie bereits von anderen Leuten berichtet, beschreibt dieses Buch wie kein anderes die hegemonialen Interessenskonflikte aus Sicht der US Amerikaner seit 1990. Es ist sehr lesenswert, bereitet es doch viele Einblicke.
Die Entwicklungen der letzten 15 Jahre sind in geradezu gespenstischer Weise abgebildet. Im Wesentlichen geht es um die Vereinnahmung von Eurasien als zentralen Kontinent durch die USA. Brzezinksi argumentiert, dass die USA das erste globale Weltreich geschaffen haben und dabei als einziger im Besitz der vier Dimensionen der Macht (Militär, Ökonomie, Technologie und Kultur) sind.
Weiterhin wird in unglaublicher Dreistigkeit explizit eine Geostrategie propagandiert, in welcher die USA die Herrschaft über Eurasien erkämpfen soll, um ihre weltweite Vorherrschaft zu sichern. Grundsätzlich wird aus US Perspektive geschrieben.
Ein Auszug wichtiger Punkte zum Mitnehmen:
- Entscheidungsprozesse zwischen Partnern werden durch Konsense geführt, wobei eine amerikanische "Vormachtstellung" gegeben ist, sodass Entscheidungen niemals gegen Washington DC getroffen werden können
- Ausländische Regierungen beschäftigen auch amerikanische Lobbyisten
- China und Russland können zwar auch einen suizidalen Atomkrieg anfangen, diesen im Gegensatz zur USA aber nicht gewinnen
- Frankreich und Deutschland werden als wichtigster Brückenkopf in Westeuropa beschrieben, ohne welche die Vorherrschaft in Eurasien nicht möglich sein wird
- IMF und Weltbank geben nur vor globale Institutionen zu sein, sie sind aber US amerikanisch dominiert.
- Transatlantisches Freihandelsabkommen um Europa an die USA zu binden
- Eine Vereinigung von China - Russland (und Frankreich, Deutschland) schadet imperialen Interessen
- Es ist zentral Russland in ein europäisches Machtgefüge zu drängen, dabei wird es zentral sein den Post-Sowjetraum geopolitisch pluralistisch zu gestalten. Dafür wäre explizit keine gute Beziehung zu Russland nötig.
- Dazu im Gegensatz muss China in einen ernsthaften, respektvollen Dialog eingebunden werden. (evtl. G7)
- Das grundlegende Herrschaftsprinzip ist die Kooptation (z.B. Japan+Deutschland); Es wird indirekt Einfluss auf ausländische Eliten ausgeübt, während man trotzdem vorgeben kann, dass es sich um einen demokratischen Staat handelt.
- Hitlers Lebensraumpolitik zielte lediglich auf strategische wirtschaftliche Interessen ab
- Kurzfristiges Ziel ist der Erhalt der einzigartigen globalen Machtposition, während es langfristig wichtig ist den Grad an institutioneller Kooperation zu erhöhen
Einige Wichtige Punkte, die sich für mich persönlich aufwerfen (stehen nicht explizit im Buch)
- Ist die Formulierung deutscher Kulturüberlegenheit "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" keine exklusiv deutsche Eigenschaft, sondern Teil eines jeden imperialistischen Reiches zuvor und danach? Römer (Civis Romanus sum), Franzosen, Spanier, Briten (Mandela: Britain was the home of everything that was best in the world) und jetzt die Amerikaner (ohne Worte).
- Reiht sich TTIP ein in andere Kooperationsverträge, welche vom Grunde her asymmetrisch sind, das heißt dass es sich nicht um Kooperationen, sondern um Herrschaftsverträge handelt?
- Implikationen für den dt. Journalismus, Ukraine und Merkel's Politik mag jeder selber treffen
Es fällt immer wieder auf, dass Brzezinksi in geradezu glorifizierender Weise von Demokratie, freiem Handel und anderer "amerikanischer" Werte schreibt, obwohl er diese gleichzeitig als kulturimperialistische Herrschaftswerkzeuge über andere "Vasallen" beschreibt. Weiterhin ist die Thesen, dass der "Primat der USA in der Weltpolitik zu weniger Gewalt und mehr Wachstum führt" und, dass die "USA daheim zu demokratisch sind, um in der Außenbeziehung autokratisch zu sein" abenteuerlich. Als Zusatz- \ Vorlektüre würde ich dem interessierten Leser "Clinton's Vision" von Noam Chomsky empfehlen, da dies hilft den Propagandagebrauch und Wirklichkeit dieser Begriffe zu trennen (evtl. sind weitere Werke des Autors hinzuziehen; Mearsheimer Lüge Vom Wert der Unwahrheit mag auch Augen öffnen). Dadurch wird weiterhin der immer wieder auftretenden Selbstgefälligkeit Brzezinki's Grenzen setzt und es sollte zu etlichen Lachern kommen. Zudem wird eine gemeinsamen juristische Struktur (z.B. World Court) propagiert, wobei nicht erwähnt wird, dass die USA öfters versucht sich berechtigter Ansprüche anderer Staaten zu entziehen (z.B. Republic of Nicaragua v. The United States of America (1986)). Brzezinkski's Buch zeigt schonungslos eine Machtpolitik, welche diametral zu einer in der Öffentlichkeit propagierten "wir achten Demokratie \ Souveränität anderer Staaten" (O-Ton Joe Biden) Heidiwelt steht.
Wer an polit-ökonomischer Einflussnahme durch die USA in Drittländern interessiert ist, sollte sich die beiden Bücher von John Perkins z.B. "Confessions of an Economic Hitman" anschauen (Auch als ORF Dokumentation auf Youtube zu finden).
Brzezinkis Buch sollte zur Pflichtlektüre während des Abiturs gemacht werden.
Alles in allem ist das Buch ein brillantes Werk über geopolitische Machtpolitik aus amerikanischer Sicht, leider leidet es in weiten Teilen an unglaublicher US amerikanischer Selbstgefälligkeit und Märchenpropaganda.
Wer keine Lust auf das Lesen des Buches hat, kann sich auf Youtube die verkürzte Version "Amerika Die einzige Weltmacht" anschauen.
Da einem erfahrungsgemäß bereits bei der neutralen Wiedergabe solcher Sichtweisen, aus welchem Grund auch immer, der blanke Hass entgegen schlägt, bemerke ich vorab, dass mir schlechte Bewertungen egal sind. Das ist eine Rezension in welcher es um den Inhalt des Buches, dadurch aufgeworfene Fragen und meine Einschätzung dazu geht. Auch Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 2014
Der Autor sieht in Amerika die einzige übrig gebliebene Weltmacht. Amerika muß folglich alles tun, diese Vorherrschaft weltweit zu behalten um weiter Schiedsrichter der Welt spielen zu können. In erster Linie geht es Brzezinski um die Nicht-Wiederherstellung der Sowjet-Union. EG und Nato sind für ihn simultane Werkzeuge, dieses Ziel zu erreichen. Das Buch wurde vor 15 Jahren geschrieben und ist nach wie vor hochaktuell. Der Ukraine-Konflikt 2014 lässt grüßen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Dezember 2014
Vor 16 Jahren hat dieser Herr ein Buch über die amerikanische Geopolitik geschrieben. Im wichtigsten Kapitel, dem über Europa, steht, daß die Macht, welche den alten Kontinent beherrscht, dadurch Eurosien beherrscht und letztlich die Hegemonialmacht der Welt bleibt.

Es wird die schrittweise Natofizierung Mittel- und Osteuropas gefordert und prognostiziert, daß die Ukraine der letzte Schlüsselstein der USA bezüglich Beherrschung Europas und Einzingelung Rußlands sein wird - dieses Szenario ist nun 2914 eingetreten.

Den Deutschen wird rückblickend vorgeworfen, daß sie Hitlers "Mein Kampf" nicht aufmerksam gelesen hätten; Mein Kampf ist verworren und verschwurbelt gegenüber diesem klaren amerikanischen Strategiepapier, in dem jeder seit 1998 nachlesen konnte, was der Welt bevorsteht.

Genutzt hat es auch nichts, unsere Regierung (wer so eine Regierung hat braucht eigentlich keine äußeren Feinde mehr) sowie unsere Medien, man für gleichgeschalteter halten möchte als unter Adolf, sehen ja die Ursache in Rußland und nicht in den USA - wer führt eigentlich seit Jahrzehnten einen blutigen Krieg mit anschließender Zerschlagung des Staates nach dem anderen ?

Die USA oder Rußland ?
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2014
Das Buch zu lesen hatte ich mir schon vor Jahren vorgenommen; die Ereignisse in der Ukraine brachten es mir wieder in Erinnerung. Da die deutsche Übersetzung nur für einen horrenden Preis im Antiquariat zu haben war bestellte ich mir den englischen Text und erhielt von Amazon sogar ein Exemplar der Erstausgabe!
Ich frage mich allerdings, ob es jemals ein Deutscher wagen würde, ein vergleichbares Werk zu schaffen. Wir Deutschen haben keine geostrategischen, aber großräumige regionale Interessen, die zu analysieren und zu formulieren derzeit offenbar niemand bereit ist.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2014
Warum die deutsche Übersetzung nicht nachgedruckt wird...? Nunja, die schematischen Karten im Buch sprechen für sich. Der Text ist für mich mit recht guten Englisch-Kenntnissen nur langsam zu lesen, da viele politisch-strategische Fachworte verwendet werden.

Als leichteren Einstieg empfehle ich The Fog Of War. Wer weiter hinter den Vorhang schauen will der kann dann noch forschen, wie es zur Watergate-Affäre kam, was die Pentagon-Papiere offenlegten,...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2014
dieses Buch beschreibt die heutige Krise in der Ukraine, und dass obwohl das Buch in den achzigern geschrieben wurde, so zu sagen die Blaupause für die aktuelle undd evtl. zukünftige Politik.
Ich kann es nur jedem empfehlen, dann sieht er heutige Geschehnisse verstehen will, man wird sehen, dass so mancher Experte im TV und Radio nur ein Plappermaul ist.
Das Buch ist so spannend wie ein Schachspiel!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2014
... Nachfolgewerk bereits veröffentlicht ist, so sind die historischen und politischen Zusammenhänger hier weiterhin hervorragend dargestellt, natürlich mit der US-Brille, was aber niemanden überraschen kann. Liest sich gut!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2014
Highly revealing.
Brzezinski is extraordinaryly clear and concise in his depiction and conclusions.
For every person interested in politics, this is a must to read.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2014
Schon die kursorische Lektüre führt zu vielen Aha-Erlebnissen. Brzezinskis Buch liefert den Kontext zum Geschehen im Nahen Osten, der Ukraine und - wie zu Befürchten steht - bald wohl auch im Fernen Osten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Dezember 2012
Wohl schon älter - aber noch immer hochaktuell.
Wer wissen will, warum und wie die Amis die Welt an der Nase herumführen - der ist hier richtig.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Psychologie der Massen
Psychologie der Massen von Gustave Le Bon (Gebundene Ausgabe - April 2009)
EUR 4,95

Die Herren der Welt: Essays und Reden aus fünf Jahrzehnten
Die Herren der Welt: Essays und Reden aus fünf Jahrzehnten von Noam Chomsky (Broschiert - 6. März 2014)
EUR 17,90

Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft
Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft von Zbigniew Brzezinski (Gebundene Ausgabe - 1997)