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am 30. Januar 2016
Klappentext:

Millionen Leser hat Val McDermid mit ihren psychologischen Krimis begeistert. Jetzt bezaubert sie mit einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey.

Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.

Erster Satz:

Für Catherine Morland war es eine Quelle ständiger Enttäuschung, dass ihr eigenes Leben der Welt in ihren Büchern nicht ähnlicher war.

Meine Meinung:

Als erstes muss ich sagen, dass ich überhaupt nicht gern Klassiker lese (eine Ausnahme stellt nur die Sturmhöhe von Emily Bronte dar) und am aller wenigsten mag ich die von Jane Austen. Ja, ich weiß, viele werden mich jetzt dafür hassen! Ich habe aber damals schon mal "Stolz und Vorurteil" von ihr gelesen und fand die Handlung absolut langweilig. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ich "Northanger Abbey" noch nie gelesen habe.

Der Klappentext der Neuadaption dieses Klassikers hat mich aber auf jeden Fall angesprochen, deshalb habe ich mich auf das Buch unheimlich gefreut. Leider muss ich sagen, dass ich davon doch ziemlich enttäuscht war.

Die Geschichte hält sich in meinen Augen ziemlich stark an der Vorlage des Klassikers, so zumindest hatte es den Anschein für mich, obwohl ich den Roman von Jane Austen nicht gelesen habe. In erster Linie geht es um das Gesellschaftliche in unserem Jahrhundert und um 17-jährige Mädchen, die sich einen reichen Mann angeln wollen. Die Tatsache, dass Jugendliche so früh heiraten möchten, passt doch gar nicht mehr in unsere heutige Zeit. Auch über die Ansichten mancher, dass Mädchen nicht studieren oder sich weiter bilden sollten, sondern eben nur für den Nachwuchs und Haushalt sorgen müssten, habe ich jedes Mal den Kopf geschüttelt. Die Autorin hat versucht, diese konservative Einstellung durch moderne Wörter wie z.B. "Twitter", "Facebook" und ganz viel "Twillight" aufzulockern - in meinen Augen jedoch vergeblich. Ich fand, dass diese Mischung ihr überhaupt nicht gelungen ist und dass diese Begriffe völlig fehl am Platz wirkten. Zudem hatte ich ständig das Gefühl, dass sie absichtlich in einen alten Klassiker eingefügt wurden, obwohl sie da überhaupt nicht hingepasst haben.

Die Protagonistin Cathrin, genannt, Cat, fand ich sympathisch, trotz der Tatsache, dass sie sehr naiv rüber kam. Ihre ständigen Vergleiche mit den "Twillight" - Vampiren waren an manchen Stellen völlig unpassend und ich fragte mich ständig, wie ein Mädchen, das bald 18 wird an so eine Realitätsverzerrung und falsche Wahrnehmung glauben kann... Aus diesem Grund konnte ich ihre Handlung oft gar nicht richtig nachvollziehen.

Die anderen Charaktere waren auch gut beschrieben und facettenreich, somit konnte ich sie mir immer gut vorstellen. Den gutaussehenden Realisten Henry fand ich am sympathischsten und im Gegensatz zu Cat einmal zur Abwechslung bodenständig.

Die Handlung zieht sich leider bis zur Mitte des Buches in die Länge. Es gab kaum Stellen, die mich fesseln konnten. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es spannender, düsterer und geheimnisvoller. Die Protagonistin Cat bekommt nämlich von Henry und ihrer Freundin Ellie eine Einladung, mit ihnen gemeinsam, einige Tage auf den Northanger Abbey zu verbringen. Schnell vermutet sie, dass es dort spukt und ein schrecklicher Mord begangen wurde...Ab diesem Zeitpunkt hat mich die Geschichte endlich in den Bann gezogen. Leider muss ich sagen, dass mich der komplette Ausgang dieser Story dennoch enttäuscht hat, aber ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, deshalb gehe ich nicht mehr darauf ein :)

Den Schreibstil der Autorin fand ich flüssig und ich habe gemerkt, dass sie sie sich sehr um einen jugendlichen Ton bemüht hat, auch wenn dieser an den meisten Stellen dann doch stark zurück zu dem Klassiker abschweifte. Diese Mischung aus den modernen Begriffen und solchen die aus dem 18. Jahrhundert stammen, fand ich überhaupt nicht gelungen und leider unpassend und verwirrend.

Das Ende der Geschichte hat mich, wie ich schon sagte, stark enttäuscht. Es gab nur eine Geheimnisenthüllung, die mich ein bisschen überraschen konnte und die ich dann aber absolut gut fand.

Zitat:

"Im Moment konnte sie nur Vermutungen anstellen. Aber binnen Kurzem würde sie die Gelegenheit haben, jede Ecke von Northanger Abbey selbst zu erkunden. Und sie war entschlossen, genau das zu tun. Egal, wie grauenerregend es sein mochte, Cat Morland würde sich nicht unterkriegen lassen."

Cover:

Das Cover spricht mich auf jeden Fall an, es vermittelt auch gleich den Eindruck, dass es sich um einen Jugendroman handelt, der düster angehaucht ist. Zudem gefällt mir der matte Effekt auch sehr, da die meisten Cover doch eher glänzend gestaltet werden und es ist eben mal was anderes.

Fazit:

Leider habe ich von der Neuadaption von "Northanger Abbey" viel mehr erwartet. Ich fand das Buch an sich oft widersprüchlich, was wohl daran lag, dass das Moderne aus unserer Zeit eben nicht mit der Weltanschauung aus dem 18. Jahrhundert zusammen passt. Für meinen Geschmack hielt sich die Autorin zu stark an der Vorlage und all die modernen Begriffe, die sie hier einzubauen versuchte, wirkten auf mich sehr gekünstelt.
Mit der Protagonistin konnte ich nicht recht warm werden, obwohl sie auf mich einen sympathischen und liebenswürdigen Eindruck machte. Dagegen fand ich die anderen Charaktere da schon mal viel interessanter.
Die Handlung war mir auch zu zäh und zu langatmig. In der ersten Hälfte passierte auch nicht wirklich etwas nennenswertes und auch mein gesamter Eindruck von dem Buch ist, dass es nicht genug spannend ist - leider!
Das schöne war jedoch, dass hier einmal ein bestimmtes Thema angesprochen wurde, das auch in der heutigen Zeit leider immer noch auf Intoleranz stößt und sehr aktuell ist.
Von mir gibt es deshalb 3 von 5 möglichen Sternen!

Weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Ilys Bücherblog
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am 28. Januar 2016
Val McDermid hält sich beim Inhalt sehr nah an die Vorlage von Jane Austen. Die Adaption weicht dabei so gut wie gar nicht von den groben Inhalten Austen's Original ab. Das Buch soll eine moderne Version des Klassikers darstellen, in dem die Geschichte rund um das Gruselkloster in die heutige Zeit des 21. Jahrhunderts versetzt wird. Val McDermid versucht dies, indem sie heutige Medien (Facebook, Twitter etc.) und Jugendsprache in die Geschichte einwirft. Diese Kombination funktioniert allerdings nicht sehr.

Ich werde gar nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen, möchte aber bei meiner Rezension einige inhaltliche Punkte ansprechen, mit denen ich Probleme hatte. Mir gefällt Austen's Northanger sehr gut, und weil ich grundsätzlich ein Fan von modernisierten Klassikern bin, habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Ich hatte im Vorfeld auch schon bestimmte Vorstellungen. Das Cover hat mir eine düstere Grundstimmung vermittelt, die vielleicht auch in eine gewisse "Ghetto"-Richtung gehen könnte?! Beim Lesen merkt man aber schnell, dass es in eine andere Richtung schlägt. Es ist nicht sonderlich düster und auch den Aufenthalt der Hauptfigur Cat im Northanger Kloster, fand ich nicht gruselig. Cat liest sehr gerne und hat dabei eine Vorliebe für gruselige Fantasybüchern, speziell welche mit Vampiren. Aufgrund ihrer enormen Vorstellungskraft reimt sie sich dann auf verschiedenste Tatsachen zusammen, dass die Tilneys Vampire sein könnten. Für die heutige Zeit ist sowas allerdings unglaubwürdig, auch mit viel Fantasie finde ich es unrealistisch von der Existenz von Vampiren wirklich überzeugt zu sein.
Der Sprachstil wechselt zwischen Hoch- und Jugendsprache. Es gibt einige Figuren wie Erwachsene oder "vornehmere" Leute, die dabei durchgehend Hochsprache verwenden. Im Gegensatz dazu springen aber auch manche Personen (Cat) zwischen Hochsprache und Jugendjargon hin und her. Das führt dazu, dass man Cat schwer einschätzen kann. Cat wurde zu Hause unterrichtet und ist deswegen etwas weltfremd und gutmütig anderen Menschen gegenüber. Alles in allem ist sie als Hauptfigur 'okay', ich konnte mich aber nicht sonderlich für sie erwärmen. Sie redet zwar auch immer wieder davon wie toll sie Henry Tilney findet, und dass sie in ihn verliebt ist, von dieser Magie spürt man beim Lesen von Gesprächen oder Treffen zwischen den beiden aber herzlich wenig. Gerade weil die Geschichte nun ins moderne 21. Jahrhundert versetzt wurde, hätte man die gesellschaftliche Entwicklung, die es seit der Austen-Zeit gab nutzen und etwas dicker auftragen können.
Da der Inhalt nicht stark von dem schon bekannten Klassiker abweicht, wird es irgendwann etwas langweilig und meine Begeisterung hat im Laufe des Buches immer mehr abgenommen. Das Ende (der Epilog) hat dem ganzen dann noch die Krone aufgesetzt. Von Modernität und heutigem Zeitgeist keine Spur!

Fazit:
Jemandem, der Austens Original kennt und liebt, würde ich von dieser Adaption abraten. Die Handlung unterscheidet sich in keiner Weise, wodurch es etwas langweilig ist. Außerdem gelingt es Val McDermid nicht ganz die Geschichte durch moderne Elemente genug "aufzupeppen", um die Geschichte interessant zu machen. Ich konnte auch nicht verstehen, was die Moral des Buches sein sollte? Dass sich seit dem 18. Jahrhundert nichts geändert hat und die Emanzipationsbewegung nie stattgefunden hat?
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am 28. Januar 2016
Beim englischen Harper Collins Verlag erscheinen im Augenblick sechs Romane verschiedener namhafter Autoren, die Orignalbücher von Jane Austen in ihrer eigenen modernen Interpretation neu umgesetzt haben.
Northanger Abbey von Val McDermid ist einer davon. Wer die Geschichte nicht kennt, es geht um ein junges Mädchen aus gutbürgerlichen ländlichen Verhältnissen, welches ohne Familie in die große Stadt geschickt wird und dort einen jungen Mann kennen und lieben lernt. Da sie noch unerfahren und naiv ist, fällt sie aber auch auf falsche Freunde herein und wird irrtümlich sogar für das Kind vermögender Eltern gehalten. Am Ende gibt es einen mittelgroßen Knall und alles findet doch noch zu einem guten Ende.
McDermid schreibt spannende Thriller. Ich war also sehr gespannt was sie aus dieser Vorlage machen würde. Mir war nicht ganz klar, dass es wohl eine jugendliche Zielgruppe für dieses Buch gibt. Die Hauptdarstellerin Cat ist zwar erst 17 Jahre alt aber heutzutage ist das ja nicht mehr so wie zu Jane-Austen-Zeiten. Dank Internet und Fernsehen sind die Jugendlichen doch schon viel reifer, als damals. Nicht so in diesem Buch. Die Heldin ist wahnsinnig naiv und blauäugig und hat keinerlei Gespür dafür, wenn sie von einigen ausgenutzt oder gar angelogen wird. Außerdem fällt es ihr schwer sich abzugrenzen und eigene Wünsche durchzusetzen. Und sie träumt sich die Welt voller Phantasiewesen aus ihren Lieblingsbüchern. Das mag für die alte Vorlage noch einigermaßen realistisch wirken aber in dieser neuen Fassung ist es einfach nur seltsam und skurill wenn sie überall Vampire und Untote vermutet. Die Geschichte an sich läuft dann haarklein genauso ab, wie im Original. Es gibt keinerlei Überraschungen. Außer jeder Menge Handynachrichten und viel zu schneller Autos kann man kaum erkennen, dass man sich in der Gegenwart befindet.
Mich hat die Story nicht packen können. Die Darsteller waren allesamt mehr oder weniger unglaubwürdig und haben sich für das 21. Jahrhundert sehr seltsam benommen. Cat wirkte auf mich wie eine 12-Jährige, die Liebesgeschichte war langweilig und ohne das geringste Knistern. Auch die Erwachsenen haben sich Großteils seltsam verhalten, einfach so, als wären sie aus dem letzten Jahrhundert übrig geblieben.
Die Geschichte hätte sicherlich das Potential gehabt, in einem wirklich neuen Gewand dennoch das rüber zu bringen, was Austen mit ihrem Buch einst sagen wollte. Aber McDermid hat sich leider nicht die Mühe gemacht, sich wirklich Neues einfallen zu lassen sondern einfach fast alles so belassen, wie es war und dass ohne den Charme, der dem Austenbuch nachgesagt wird.
Ich war enttäuscht, gelangweilt und genervt und kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.
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am 28. Januar 2016
Cat Morland ist eine verträumte Siebzehnjährige, die (Vampir)Bücher liebt, eine blühende Phantasie hat und in ihrem Leben noch nie über die unmittelbare Umgebung ihres Heimatortes im beschaulichen Piddle Valley in Dorset hinausgekommen ist. Nicht einmal eine Schule hat sie besucht, denn ihre Mutter hat sie und ihre drei Geschwister zu Hause unterrichtet. Umso aufregender ist es für sie, als sie die Gelegenheit erhält, mit Bekannten ihrer Eltern zum Fringe Festival nach Edinburgh zu fahren. Dort freundet sie sich mit der weltgewandten Bella Thorpe an und lernt die Geschwister Henry und Ellie Tilney kennen. Ellie ist ihr grundsympathisch, und Henry lässt ihr Herz sowieso höher schlagen, aber irgendein Geheimnis scheint die beiden zu umgeben.

Northanger Abbey, das ehemalige Kloster, in dem Henry und Ellie aufgewachsen sind, fasziniert Cat alleine schon vom Erzählen her. Zu gerne würde sie sich das alte Gemäuer einmal in echt anschauen ... und tatsächlich bietet sich ihr eines Tages diese Chance.

Wem das in Grundzügen bekannt vorkommt, hat wahrscheinlich das gleichnamige Original von Jane Austen gelesen. Val McDermid, eher als Krimiautorin bekannt, versucht sich hier an einer Neuauflage der altbekannten Geschichte in modernem Gewand. Könnte interessant sein, denn die grundlegenden Themen, die Austen behandelt - Liebe, Familie und überhaupt Zwischenmenschliches - sind universell.

Leider macht McDermid aber in ihrem Neuaufguss einen entscheidenden Fehler und überträgt das literarische Vorbild aus dem 18. Jahrhundert fast schon Szene für Szene ins 21. Jahrhundert, was so natürlich nicht funktioniert. Anno 2015 wird eine Siebzehnjährige sich nicht mehr nach wenigen Wochen gleich mit dem Objekt ihrer Begierde verloben wollen, und auch bei den konservativsten Eltern ist es kaum vorstellbar, dass ein Vater seiner Tochter nicht mal eine Ausbildung zuteil werden lässt.

Das alles ließe sich noch verschmerzen, wenn nicht auch noch die Dialoge oft so hölzern und die Figuren schablonenhaft daherkämen und die Autorin unter "moderner Adaptation" hauptsächlich verstünde, möglichst häufig Twitter und Facebook zu erwähnen, ein paar aktuelle Buch- und Filmreihen zu "namedroppen" und flotte Kutschen durch flotte Sportwagen zu ersetzen, während die Denkweise der Figuren fast durch die Bank altertümlich bleibt. Am allermeisten genervt haben mich aber diese vermaledeiten Vampire. Ich war kurz davor, eine Strichliste zu führen, wie oft die langzähnigen Blutsauger in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen Erwähnung finden, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein 17jähriges Mädchen, und sei es noch so phantasievoll und weltfremd, tatsächlich glaubt, Vampire gäbe es wirklich!

Immerhin lässt sich das Buch relativ schnell lesen, es gab ein paar recht stimmungsvolle und vereinzelt sogar etwas gruselige Szenen, und die Tilney-Geschwister sind mir durchaus ein wenig ans Herz gewachsen.
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Kurzbeschreibung
Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.

Meinung
Die Autorin Val McDermid kennt ja jeder aus dem Genre Krimis und Thriller. Bei diesem Buch versuchte sie sich an einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey. Ich habe diesen Klassiker noch nicht gelesen, aber schon viel davon gehört. Also war ich natürlich ganz gespannt, was daraus geworden ist.

Der Einstieg ins Buch fiel mir schon ziemlich schwer, ich verstand lange den Sinn hinter der Geschichte nicht. Es gab zwar einige spannende Szenen, aber im großen Ganzen erschien mir dieses Buch nur als eine nervige Beschreibung von Teenagern, die nichts anderes zu tun hatten, als sich ständig an zu zicken und zu prahlen. Mir fehlte die Tiefgründigkeit eines solchen Klassikers, auch wenn er modernisiert wurde.

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, sie passten nicht in das Gesamtbild der Handlung. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber die Vermischung der „alten“ Geschichte und die „neuzeitlichen“ Teenager fühlten sich für mich richtig deplatziert an. Ich wurde auch mit keinem richtig warm, mir ging das Gezicke mit der Zeit richtig auf die Nerven.

Was mich auch noch störte, oder sagen wir mal, was unrealistisch war, war die Tatsache, dass alle Personen, egal ob Jugendliche oder Erwachsene, ständig und zu jeder Tageszeit, bei Dinners, Vorlesungen, Bällen, Musicals und nochmals Essenseinladungen waren. So etwas ist doch nicht normal, oder? Auch in der heutigen Zeit, kann man sich das doch gar nicht leisten und früher schon gleich gar nicht…..aber wie gesagt, im Buch hieß es immer nur ich habe für heute Karten für das und das und wir sind zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen hier und hier eingeladen….total unrealistisch.

Das Ende war gut, aber nichts Besonderes. Ein Happy-End musste es ja geben, auch wenn die Liebesgeschichte nicht so wirklich rüber kam, dennoch hinterließ mich dieser Roman mit einem komischen Gefühl. Ich habe mir so eine Klassiker-Adaption anders vorgestellt und von der Modernisierung habe ich rein gar nicht gemerkt, außer ein paar neumodischen Wörtern aus unserer Zeit.

Der Schreibstil der Autorin war schon einfach, leicht und schnell zu lesen, dennoch etwas an die damalige Zeit angepasst. Es wurden viele modere Begriffe wie Facebook, Twitter, Harry Potter und Twillight eingearbeitet, diese wirkten auf mich jedoch fehl am Platz. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schriftgröße war ok.

Cover
Das Cover wurde in Brauntönen gehalten. Im Vordergrund sehen wir Cat und unten ganz klein die Mauern von Northanger Abbey. Es wirkt modern und zeitgemäß.

Fazit
Mein Geschmack war jetzt dieses Buch nicht so. Gut, ich habe das Original nicht gelesen und vielleicht kann es deswegen auch nicht so beurteilen, dennoch erschien mir vieles als überzogen und unrealistisch und die Charaktere passten einfach nicht in die Geschichte selbst hinein. Ich vergebe somit gutgemeinte 2 von 5 Sternen, aber nur eine bedingte Leseempfehlung.
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am 28. Dezember 1999
Okay, so it's not Pride and Prejudice, which is Austen's most popular (deservedly so, since it's so much fun to read) novel, but Mansfield Park is certainly her deepest and most thoughtful book. Jane Austen's classicism stands in stark contrast to the Bronte sisters' romanticism, and Mansfield Park, written at a time when the Industrial Revolution was about to transform England, represents the timeless values that meant so much to Austen: stability, morality, and steadiness; and thus Fanny Price, who represents these values simply by her inertia. The plot of Mansfield Park is well known enough so that it doesn't need another rehash; but the problem of Fanny Price continues to fascinate Austen's legion of admirers. How could such an unsympathetic character be the heroine of such a great book? Because Fanny, to put it bluntly, is a royal pain in the neck. Her lack of gumption, her stubborn insistence that everybody is out of step but herself, and her narrow-minded sense of virtue and morality, manage to irritate almost everyone who reads this book, and gives her much less appeal than Elizabeth Bennet, Emma Woodhouse, or even Anne Elliot. Fanny reminds me of an ostrich with its head stuck in the sand, refusing to see what she doesn't want to acknowledge. Ultimately, we realize that Mansfield Park, built on the hellish cruelty of West Indian slave labor, and Fanny Price herself, represent a last stand against an inexorably changing world that, for better or worse, will make them obsolete. Perhaps Jane Austen saw this herself, which accounts for the dark undertone of the book. It's the most profound of her six novels, and, although it's not my favorite (P&P will always hold first place), it's arguably her best book.
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am 17. August 2006
In diesem Buch geht es um Fanny Price, die als Kind zu ihrer reichen Verwandtschaft ziehen darf, da ihre Verwandten, die Bertrams, ihre ärmere Mutter, die noch eine ganze Menge weiterer Kinder hat, entlasten wollen. Fanny wächst also bei ihrer Tante, ihrem Onkel ihren zwei Cousinen (Julia und Maria) Cousins (Edmund und Tom) auf. Nur mit Edmund kann sie sich während ihrer Jugend anfreunden und sie verliebt sich in ihn.

Leider erwidert Edmund ihre Liebe nicht sondern er verliebt sich in Miss Crawford...

Fanny hat einen sehr sanftmütigen Charakter und ist sehr schüchtern. Außerdem hat sie gelernt darauf zu achten, dass sie ja niemandem zur Last fällt oder jemandem anders unangenehme Umstände bereitet. Dadurch, dass sie ziemlich still ist, fällt sie im Gegensatz zu ihren Cousinen kaum auf.

Das Buch hat mir größtenteils sehr gut gefallen, weil die Entwicklung der Charaktere und der Handlung sehr schön dargestellt wird. Außerdem ist Fanny eine sehr sympatische Protagonistin. Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Tatsache, dass im letzten Kapitel einfach ganz viel was später noch passierte ("die beiden finden irgendwann zusammen", "er entwickelt einen besseren Charakter",..) kurz zusammengefasst wird. Mir ist nicht klar warum diese Ereignisse nicht auch wie der Rest der Handlung erzählt werden.
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am 7. Februar 2016
Cat fährt mit Freunden ihrer Eltern zu einem Festival nach Edinburg. Bisher in einem ruhigen behüteten Zuhause als Pfarrerstochter aufgewachsen, ist sie schon auf die neuen Eindrücke gespannt. In Edinburg lernt sie ihre neue beste Freundin Bella kennen, die sich in den Bruder von Cat verliebt. Auch die Geschwister Henry und Ellie Tilney, die in Northanger Abbey zuhause sind, gehören zu ihren neuen Bekanntschaften.

Auf die Adaption von Northanger Abbey hatte ich mich sehr gefreut und war gespannt, was Val McDermid aus der Geschichte von Jane Austen gemacht hat.
Nicht viel, kann ich dazu nur sagen.

Von einer Adaption erwarte ich mehr, als nur "moderne" Begriffe wie "Facebook, Twitter oder simsen" in die Vorlage einzubauen. Auch die Unterhaltungen zwischen den Jugendlichen wirken aufgesetzt. Spannung und jegliche Art von Stimmung, ausser Langeweile beim Lesen des Buches, habe ich vermisst.

Aus Catherine wird Cat, aus Isabella wird Bella, mehr Einfallsreichtum hätte dem Buch gut getan. Positiv war, dass der Schreibstil angenehm zu lesen war. Möglicherweise gefällt das Buch als Jugendbuch jemandem, der das Original nicht kennt.

Gespannt bin ich auf die weiteren Jane-Austen-Adaptionen, die noch folgen werden. Andere Autoren haben da vielleicht ein glücklicheres Händchen.
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am 29. Januar 2016
Inhalt:
Janes Austens großer Roman Northanger Abbey, neu verfasst von Krimimeisterin Val McDermid. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist …
(Quelle: HarperCollins)

Über die Autorin:
Val McDermid stammt aus Schottland. Bereits mit siebzehn Jahren besuchte sie das renommierte St. Hilda‘s College in Oxford. Sie arbeitete als Journalistin und Bühnenautorin. Ihre psychologischen Krimis, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, dienten mehrfach als Filmvorlage. Val McDermid lebt mit ihrem Sohn und ihrer Lebensgefährtin im Nordosten Englands.
(Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:
Vorneweg sei gleich gesagt, dass ich das Original von Jane Austen nicht kenne. Der Klappentext von diesem Buch hat mich sehr begeistert, musste aber leider im Nachhinein feststellen, dass es mich nicht überzeugen konnte.
Val McDermid hat einen guten Schreibstil der sich flüssig lesen lässt. Dennoch fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht schwer und ich konnte mich nicht in die Handlung vertiefen geschweige denn fesseln lassen.
Bis über die Hälfte dümpelte die Geschichte so vor sich hin und viele Stellen sind mir etwas zu langatmig und zu ausgeschmückt gewesen, wobei ich bei anderen wieder gerne mehr erfahren hätte. Erst gegen Ende des Buches kam ein bisschen Spannung auf.
Zudem kam für mich das Flair des Originals sehr deutlich rüber und das, kombiniert mit den Neuheiten der Gegenwart wie Facebook, Twitter, SMS und Co. harmonieren für meinen Geschmack überhaupt nicht zusammen.
Die Autorin hat es trotz allem wunderbar geschafft die Intrigen, Missgunst und den Neid gut hervorzuheben.
Die Protagonisten sind gut beschrieben und man kann sie sich auch schnell vorstellen. Cat hat mir hier aber recht wenig zugesagt, auch waren ihre Gefühle und Handlungen teilweise nicht sehr nachvollziehbar.
John Thorpe war mir am wenigsten sympathisch. Er kommt rechthaberisch, tyrannisch und sehr aufdringlich rüber und stößt dabei nicht nur Cat vor den Kopf.
Die Nebencharaktere sind recht unterschiedlich gestaltet und mitunter auch spannender und liebreizender als John oder Cat.
Henry Tilney eroberte mit seiner gentlemanlike-art schnell mein Herz. Seine liebenswürdige, und zuvorkommende Art gefielen mir ausnehmend gut und er lies Cat auch immer zur richtigen Zeit in Ruhe. Dennoch weiß er gut um seine Ziele zu kämpfen.
Was ich allerdings am meisten bei diesem Roman vermisst habe, war das im Klappentext angegebene Mysteriöse und Düstere.

Fazit:
Leider konnte mich "Jane Austen's Northanger Abbey" nicht ganz von sich überzeugen, da mir die Spannung fehlte und auch die Protagonisten teilweise nicht sehr überzeugend waren.
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TOP 500 REZENSENTam 29. Januar 2016
geht es für Cat, also Catherine, Morland. Sie ist schon sehr aufgeregt, denn es ist das erste Mal, dass sie ihr kleines englisches Nest verlassen kann und zwar einzig und allein deswegen, weil die Allens, Nachbarn der Pfarrersfamilie Morland, sie mit zum Festival nach Edinburgh nehmen - eine mehr als willkommene Abwechslung.

Dort geht es dann eher beschaulich zu, zumindest im Hinblick auf das Gesellschaftliche: jeder kennt jeden - so scheint es - und bei jeder neuen Bekanntschaft offenbaren sich Cat die verwegensten Verbindungen zu Freunden bzw. sogar ihrer Familie. So lernt sie rasch Bella kennen, die für ihren Bruder schwärmt, den sie wiederum als Studienfreund ihres eigenen Bruders kennengelernt hat und - Schwuppdich - schon mit ihm die (Verlobungs)Ringe tauscht.

Cat selbst ist allerdings abgelenkt, hat sie doch den überaus anziehenden Henry Tilney kennengelernt, dem sie sich über dessen Schwester Ellie zu nähern versucht. Umso größer ihre Freude, dass sie für einige Zeit auf den Landsitz der Familie, die Abtei Northanger eingeladen wird, wo sie hofft, sich dem Mann ihrer Träume nähern zu können. Aber... nun, aber das müssen Sie selbst lesen!

Eng hält sich Val McDermid an die Vorlage: zumindest inhaltlich durchlebt Cat im Großen und Ganzen das Selbe wie ihre Vorlage, Catherine Morland um die vorvorletzte Jahrhundertwende. Manchmal ist es sogar zu ähnlich - schnell macht die Heldin bzw. deren Umfeld Heiratspläne, dagegen bleibt man mit dem Angebeteten - auch er höchstens ein Twen, wohingegen Cat 17 Jahre alt ist - lange per Sie. Authentizität wird hier zwar im Hinblick auf die Adaption des Romanstoffes geboten, nicht jedoch hinsichtlich der lupenreinen, nachvollziehbaren Darstellung der Gesellschaft im 20. Jahrhundert (der Roman spielt 2014).

Trotzdem ein spannendes und unterhaltsames Buch, das ich gern gelesen habe, obwohl ich mich über die ein oder andere Passage durchaus ein wenig aufgeregt habe und immer noch der Ansicht bin, die Autorin hätte es sich an der ein oder anderen Stelle zu einfach gemacht. Dennoch: Val MacDermid vermag es auch diesmal, ihre Leser zu fesseln - ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor ich es beendet hatte!
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