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Kundenrezensionen

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am 19. Oktober 2005
Nach langer Wartezeit ist nun endlich der vierte Band von Martins A Song of Ice and Fire-Reihe erschienen: A Feast for Crows, wobei Martin nicht alle gewünschten Elemente unterbringen konnte. Über Jahre verzögerte sich das Erscheinen, weil Martin Passagen ändern und Storyentwicklungen neu konzipieren musste. Die Fans waren relativ geduldig, obwohl diese Verzögerungen zu wilden Spekulationen in diversen Internetforen führte. Eingefleischte Fans wissen schon slängst, dass Martin viele Handlungsstränge in das nächste Buch der Reihe, "A Dance with Dragons", ausgliedern musste. Das vorliegende Buch behandelt deshalb nur einen Teil der bekannten POVs (Charaktere, aus deren Blickfeld die Story beschrieben wird).
Die Handlung knüpft da an, wo das letzte Buch "A Storm of Swords" sein Ende genommen hat: Die sieben Königreiche von Westeros sind von dem Krieg der fünf Könige in weiten Teilen verwüstet. Robb Stark und auch sein Widersacher Tywin Lannister, die Hand des Kindkönigs Tommen, sind tot. Währenddessen reist die totgeglaubte Arya Stark in die Freie Stadt Braavos, wobei sie von Rache erfüllt ist. Auch wenn sie nichts davon ahnt, sind ihre anderen Geschwister aber noch am Leben: Sansa Stark befindet sich unter dem "Schutz" des dubiosen Petyr Baelish, genannt Littlefinger, der versucht, die Macht im Tal von Arryn an sich zu reißen.
Währenddessen verliert die Regentin Cersei Lannister immer mehr den Verstand und gefährdet gleichzeitig die große Allianz mit dem mächtigen Haus Tyrell, während Jaime Lannister sich von ihr abwendet und sich in die Flusslande begibt, um dort den letzten verbliebenen Widerstand von Stark-Loyalisten zu brechen. Brienne von Tarth, neben Cersei ein neuer POV-Charakter, hat sich derweil auf die Suche nach Sansa Stark gemacht, um damit ihr Versprechen gegenüber Lady Caitlyn zu erfüllen.
Samwell Tarly begibt sich derweil nach Oldtown, während die Nachtwache sich auf den bevorstehenden Kampf mit den "Others" rüstet. Die Ironmen hingegen planen ebenfalls ihre nächsten Schritte und fallen in die Weite ein. Im südlichsten der sieben Königreiche, Dorne, brodelt es, und Doran Martell, Prinz von Dorne, der träge auf die Ereignisse zu reagieren schien, verfolgt nun weitreichendere Pläne. Währenddessen gelangen nach Westeros immer mehr Geschichten über Daenerys Targaryen und ihre drei Drachen...
Der Stil Martins ist gewohnt erstklassig: vor allem vielen kleineren Erzählungen wird deutlich mehr Platz eingeräumt, wobei der gewohnte, eher düstere Grundton beibehalten wurde. Gleichzeitig wird die Haupthandlung aber weniger als erhofft vorangetrieben, wenngleich Martin durchaus die eine oder andere Überraschung parat hat, wenngleich viele Handlungen weniger miteinander verknüpft sind, als dies in den vorherigen Büchern der Fall war, Man mag sich darüber streiten, ob denn nun das Buch unbedingt nötig gewesen ist und es nicht vielleicht doch sinnvoller gewesen wäre, eine zusammenhängende und gestrafftere Darstellung aus den Büchern "Feast" und "A Dance with Dragons" zu schreiben. Dennoch ist das Buch keineswegs schlecht, ein Leser, der sich ein zweites "Storm of Swords" erhofft hat, wird aber sicherlich enttäuscht sein. Störender ist aber das Fehlen von lieb gewonnen Charakteren wie Tyrion und Dany sowie Jon (der im vorliegenden Buch nur kurz und am Rande vorkommt). Dennoch ist eine Trennung nach Handlungsorten - wenn mann schon die Handlung aufsplitten will - auch m. E. sinnvoller.
Wie bereits gesagt: das Buch ist kein Meilenstein, aber sicherlich eine hervorragend erzählte Geschichte, die sich kein Fan entgehen lassen sollte, wenngleich die Handlung sicherlich nichts für Kinder ist. Zwei Punkte stören außerdem: zum einen sind die der UK-Version beigefügten Karten ein deutlicher Rückschritt gegenüber "Storm", zudem hätte die Erklärung Martins, weshalb "Feast" nun das Buch ist, was es ist, eindeutig nach vorne gehört. Beides ist schlechter Stil, mindert den Lesegenuss aber freilich nur am Rande.
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am 27. Mai 2007
Ich habe lange auf diese Fortsetzung gewartet und sie dann doch nicht sofort gelesen, als ich erfuhr, dass dies nur die Hälfte der urspünglich geplanten Geschichte ist. Da Martin in der anderen Hälfte aber steckengeblieben zu sein scheint und "Song of Ice and Fire" - jedenfalls die ersten drei Bände - auf den Olymp der Fantasy Literatur gehört, habe ich mich schließlich doch ... durchgebissen. Dass mich hier niemand falsch versteht: Martin kann immer noch schreiben wie kaum ein anderer, seine Charaktere sind vom Feinsten. Aber. Großes ABER. Diese 800 Seiten bringen das Epos keinen Schritt voran. Kein Höhepunkt, keine Weiterentwicklung. Das Königreich Westeros dümpelt vor sich hin, man leckt die Wunden der vorangegangenen Schlachten. Manches Neue wird vorbereitet, aber am Ende ist man eigentlich immer noch genau da, wo man am Ende des dritten Bandes auch schon war, 800 Seiten vorher. Und manchmal wirds dann auch langweilig. Briennes Geschichte etwa, die über zig Kapitel letztlich nur erzählt, wie sie einer falschen Spur folgt, was man aber von vornherein weiß. Das ist unverzeihlich. Da fühlt man sich als Leser zeitweilig wie eine Krähe auf einem Kadaver, der zu lange im Wasser gelegen hat und unangenehm aufgequollen ist. Bleibt zu hoffen, dass doch noch Leben in diesem - grandiosen! - Stoff ist. Und dass Martin noch einmal die Kurve kriegt.
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am 16. November 2005
I finished it yesterday and was not disappointed. I was wary out of fear that Martin might be pulling a Jordan on us - you know, writing 1000 pages with no content, but this fear was unreasonable.
Things happen in this book, oh yes. No huge battles but a lot of character developments, intrigues and murder AND you learn a lot of the history of Westeros in countless small anecdotes and stories from the characters, which I personally found very satisfying (War at the Stepstones, Bloodraven etc)
I only hope that Dance with Dragons comes out 2006/2007 and NOT 2010, the five years we had to wait for this book.
Which brings me to two minor points of critisicm:
Five years waiting for this book - which is only a "half one"- was too long. I understand Martin's reason to cut it in half but he should have taken one more character in to make the book bigger. It merely has 680 pages and - though it is great to read it - one is left with the feeling, "that was all?"
Then, the cliffhangers at the end - sorry Mr Martin but this was a bit cheap. After waiting so long for this book you could at least bring it to a satisfying end like you did with the other ones (examples: Game of Thrones ended with THE KING IN THE NORTH!, Clash of Kings with the Battle for Kings Landing and storm of Swords with many furious finales like Stannis breaking the Wildling siege and others.
This ending here - it hangs suspended in midair and that is neither very professional from you nor fair for your fans. I wouldn't complain if the next installment came out in a couple of months but it is known how long it takes you to write and to wait four or more years on the solution is not good (Dance with Dragons which is announced for 2006 -which I doubt- won't bring the solution because it will focus on other characters. So we have to wait for the book after it to know what happened with Queen Cersei, Brienne and Arya)
Hmm these minor points have taken quite long to write and I realize for myself that they are indeed troubling me. I really hope you are able to finish Dance with Dragons 2006 Mr Martin then I might glue the two volumes together because they should be one book not two.
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am 22. November 2005
Wer nach den furiosen ersten drei Teilen des Zyklus eine ebenso mitreißende Fortsetzung erwartet hat, wird von "A Feast for Crows" etwas enttäuscht sein.
Nachdem ein großer Teil der Protagonisten mittlerweile das Zeitliche gesegnet haben und die meisten Schlachten geschlagen sind, baut Martin im vierten Band seiner Serie einige neue Fraktionen auf und arbeitet einige Charaktere, wie Cersei Lannister und Brienne von Tarth weiter aus. Leider verliert er, in seinem Bestreben, sowohl die Geschichte Westeros weiter zu entwickeln, als auch die persönlichen Blickpunkte einige Charaktere darzustellen, zum Teil die Dramatik aus den Augen.
Waren in den vorangegangenen Bänden des Liedes von Eis und Feuer die Erlebnisse der betrachteten Charaktere noch zu einer packenden Gesamterzählung verbunden, fasert die Geschichte nun immer mehr auf, die einzelnen Handlungsfäden sind kaum mehr verbunden, sie betrachten lediglich den jeweiligen Protagonisten.
Martin legt einige Grundsteine für (wahrscheinlich) wichtige Geschehnisse in den Bänden 6 und 7 und klärt ein paar kleinere Geheimnisse auf, verrät aber selten genug, um mehr als dunkle Vorahnungen zu erzeugen, was der Spannung ebenfalls nicht wirklich gut tut.
Sein wichtigstes Stilmittel, die dramatische Wendung der Geschichte setzt er nicht mehr so gekonnt ein, wie man es von ihm gewohnt ist. Einige der Wendepunkte erscheinen eindeutig als Effekthascherei, es soll Spannung aufgebaut werden, ohne dass die Geschichte davon profitiert, andere sehnt man fast herbei, um zum Teil recht langatmigen Entwicklungen ein Ende zu machen.
Am Ende drängt sich der Eindruck auf, das Martin mit einer wesentlich gestraffteren Handlung und durch den Verzicht auf einige Protagonisten und Fraktionen eine wesentlich bessere Erzählung abgeliefert hätte, Sprache und Charaktere bleiben farbenfroh und mitreißend wie eh und je, der Leser vermisst aber die zum Teil großartigen Spannungsbögen seiner früheren Werke.
Es bleibt zu hoffen das „A Feast for Crows“ nur die Ruhe vor dem Sturm ist.
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am 28. Dezember 2007
Ich gehöre zu denjenigen, die lange auf diese Fortsetzung gewartet haben. Um so schaler der Geschmack, den dieses Buch in meinem Mund hinterließ. Martin ist und bleibt zwar ein sehr guter Autor, aber auf der Höhe der vorherigen Bände ist "A Feast For Crows" nicht.
Wie andere Rezenten schon mehrfach erwähnt haben, werden in diesem Teil nicht alle Charaktere behandelt. Die einzigen von früher bekannten Perspektiven sind Jaime, Arya, Samwell und Sansa. Abgesehen von Jaime wird jedoch keinem mehr als 3-4 Kapitel gewidmet. Einen wirklichen Fortschritt gibt es jedoch bei keinem.
Und somit bin ich schon bei dem hauptsächlichen Problem dieses Buches. Die Geschichte dümpelt nur vor sich hin. So könnte man alles interessante und relevante um Brienne in einem Kapitel zusammenfassen. Alles um Samwell sogar in einem Absatz. Die teils Schlag auf Schlag kommenden Ereignisse der vorherigen Bücher sind hier nicht mehr zu finden. Das ist um so bedauerlicher, wenn man bedenkt, wie umfassend und vielschichtig die Handlung teils war. Wenn das Tempo sich dermassen reduzieren sollte sind wir in 20 Bänden noch nicht fertig.
Sehr seltsam finde ich vor allem Martins Begründung für die Entscheidung, die Geschichte auf diese Art aufzuteilen. Angeblich wollte er ein "To Be Continued..." am Ende vermeiden. Trotzdem wird keiner der Handlungsstränge abgeschlossen und bei vielen Charakteren finden sich sogar klassische "Cliffhanger".
Um nun die Fortsetzung zu erfahren müssen wir jetzt nicht auf das nächste, sondern das übernächste Buch warten. Toll. Na zumindest wird das nach diesem Teil wesentlich leichter fallen als bisher.
Leider hebt auch die Vorschau auf "Dance With Dragons" nicht die Spannung, denn sie verspricht ein ähnlich lahmes Tempo.
Bleibt nur zu hoffen, dass Martin wieder in die Gänge kommt. Im Moment jedenfalls befindet er sich im Leerlauf!
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am 26. November 2008
I started reading last month, after delaying for several years.

I gave only 2 stars because:
1. The book is too long for the content it holds
2. The dialogs are ordinary, I thought they were better
3. Before dividing the characters in two, someone should have divided the story
4. Why only choose the lesser characters, except Jamie
5. All other characters are only mentioned, but they could be dead as well. I missed a summary at the beginning - one page would suffice.
6. The characters Sansa and Cersei do not touch me. I do not know why, but they act as if they were not real. i.e. Cersei pretending what she is not
7. Only one chapter to introduce the whole universe of religion - too short for me

But if you loved to read the first three books, you might have already discovered yourself. As for the "dance with dragons", the next publishing date is now April 2009
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am 24. August 2012
A Game of Thrones habe ich verschlungen, A Clash of Kings ebenso, doch mit A Storm of Swords fing es plötzlich an zäher zu werden. Die erste Möglichkeit für diese Entwicklung ist, dass eigentlich in A Clash of Kings die perfekte Konstellation für eine epische Geschichte besteht, voller Schlachten und Intriegen. Doch dann beginn Martin die Figuren von seinem Schachbrett zu nehmen - scheinbar kurz bevor es richtig spannend wird. Zuerst steigert das die Erwartungen über den nächsten Schritt, man erwartet neue Spieler und ein komplettes zusammenbrechen des Status Quo. Doch Martin liefert das nicht. Geschlagene Figuren werden nicht durch neue Gegenspieler ersetzt und das entstehende Vakuum verursacht keine Katastrophe - es bleibt einfach nur eine große Lücke in der Geschichte. Die Schlachten sind geschlagen, die Intrigen geknüpft und auf Eis und keiner - weder Martin, der Leser, noch die Charaktere des Buches - scheint nun zu wissen, wie es weiter gehen soll.
Der Kommentar von Martin am Ende des Buches scheint meine Vermutung zu bestätigen, dass sich der Autor schon vor vielen hundert Seiten in die Ecke geschrieben hat und nun versucht, das Beste daraus zu machen.
Entsprechend habe ich mich durch diese Schwarte wie einen alten Kanten Brot gekaut, getrieben von der Erwartung, die die anderen drei Bücher geweckt haben. Und ich fand nichts als belanglose Geschichten, zum großen Teil über Charaktere, die mich in vorherigen Bänden schon nicht besonders interessiert hatten.
Schade, aber ob ich mir wirklich den nächsten Band antun soll, ist sehr fraglich. Wahrscheinlich aber schon.
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am 9. Februar 2010
Martin sagt es selber. Er hat zu viel geschrieben und musste den 4. Band auf zwei Bücher aufteilen. Die Aufteilung nimmt Martin gemäß den POV-Figuren vor. Die zusätzlichen Seiten sollten eigentlich ein Grund zur Freude sein, nur leider packt Martin scheinbar alle langweiligen Figuren in dieses Buch und alle interessanten Figuren in das nächste Buch. Das Ergebnis ist leider konsequent: Die Kapitel sind oftmals langatmig, die Handlung kommt kaum voran. Insgesamt ist es ein schwaches Buch.
Ein Beigeschmack bleibt: Vielleicht hat Martin es nicht geschafft, die Geschichte wie geplant weiter zu entwickeln und vertröstet seine Leser mit diesem Lückenfüller. Vom nächsten Teil erwarte ich nicht nur eine rasende Handlung, sondern auch ein Stück Wiedergutmachung für 1000 Seiten Langeweile. Bitte bitte bitte, lass dieses Buch eine Ausnahme sein!
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Auch im vierten Band seiner “A Song of Ice and Fire”-Reihe bleibt George R.R. Martin seinem Konzept treu und setzt mit “A Feast for Crows” direkt nach den turbulenten Ereignissen des Vorgängers “A Storm of Swords” an. Allerdings gibt es im Vergleich zu den bisherigen Büchern nun einen wichtigen Unterschied, denn der Autor sah sich nach eigenen Angaben aufgrund des während des Schreibprozesses immer größer werdenden Ausmaßes seines Werkes dazu gezwungen, die für den Roman vorgesehenen Ereignisse auf zwei Bücher aufzuteilen. Und damit man als Leser am Ende von “A Feast for Crows” nicht mit lauter halb erzählten Handlungssträngen zurückgelassen wird, hat Martin für das vierte Buch und den Nachfolger “A Dance with Dragons” eine Aufteilung der Charaktere vorgenommen.

Allerdings erfolgte diese Splittung meiner Meinung nach etwas unglücklich, zumindest was meine persönlichen Lieblingscharaktere betrifft – diese tauchen im vierten Teil nämlich leider überhaupt nicht auf. Im Klartext bedeutet das: Kein Tyrion Lannister, kein Jon Snow, keine Dany Targaryen und somit auch keine Drachen. Für meinen Geschmack sind aber gerade dies die Figuren, welche die Reihe so interessant machen, und wenn diese plötzlich alle wegfallen, kommen einem die 976 Seiten des Buches gleich doppelt so lang vor. Das liegt mitunter auch daran, dass die neuen POVs die entstandenen Lücken bei weitem nicht gleichwertig ausfüllen können, denn bis auf die ausgeweitete Rolle von Brienne of Tarth handelt es sich bei den Neulingen in meinen Augen eher um langweilige Nebencharakte – so nehmen z.B. die von mir ungeliebten Greyjoys eine deutlich größere Rolle als in den Vorgängern ein.

Mit den etwas blassen Charakteren könnte ich aber leben, wenn die Story nicht über die gesamte Dauer äußerst behäbig vor sich hinplätschern würde und an Langatmigkeit den eher unspektakulären zweiten Band “A Clash of Kings” noch deutlich übertrifft. George R.R. Martins Schreibstil ist immer noch toll, aber nachdem man sich doch recht mühsam durch die erneut knapp 1000 Seiten gekämpft hat, muss man eher ernüchtert feststellen, dass die Geschichte im Endeffekt keinen Schritt weiter vorangekommen ist. Gerade im Vergleich zu dem an dramatischen Höhepunkten kaum zu überbietenden Vorgänger “A Storm of Swords” ist “A Feast for Crows” vor allem eines: langweilig. Zudem ist der Autor im vierten Buch bei weitem nicht mehr so kompromisslos wie in den bisherigen Bänden, was sich letztlich darin auswirkt, dass fast niemand stirbt – zumindest keine für die Handlung wichtigen Charaktere. Das mag Fans dieser Figuren freuen, aber das geliebte Zittern und Bangen um das Leben der Favoriten fällt aufgrund kaum vorhandener Action fast vollständig weg, und damit eben auch ein Großteil des Nervenkitzels. Somit ist “A Feast for Crows” leider mit Abstand der bisher schwächste Band des Epos und wirft letzten Endes die Frage auf, ob es nicht doch die bessere Entscheidung gewesen wäre, alle Charaktere in das Buch zu packen und dafür vielleicht nur die “halbe” Geschichte zu erzählen oder ob eine Aufteilung aufgrund der ereignisarmen Story überhaupt nötig gewesen wäre.
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am 2. August 2012
Nach den dramatischen Ereignissen in "Storm of Swords" wendet sich die Handlung neuen Schwerpunkten zu.

Zunächst einmal werden die Martells eingeführt, die bislang mit Ausnahme von Oberyn eher am Rande erwähnt werden. Da sind zunächst der vermeindlich zaghafte und unentschlossene Prince Doran, seine intrigante Tochter Arianne und die heißblütigen Sandsnakes. Zwar sind sich alle hinsichtlich des Ziels - Rache - einig, verfolgen dies jedoch auf ganz unterschiedliche Weise.

Die Handlung kehrt auf die Iron Isles zurück, wo in einer traditionellen Versammlung der Nachfolger von Balon Greyjoy gefunden werden soll.
Vorgestellt werden hier insbesondere Balons Brüder Victarion und der unheimliche Euron "CrowŽs Eye" Greyjoy. Die Iron Men begnügen sich nun nicht mehr mit kleinen Raubzügen, sondern wollen ein ganz großes Stück vom Kuchen...

Arya kommt in Braavos an und landet im Tempel des "Many Faced God", wo sie immer mehr in den Bann des Assassinen-Ordens gezogen wird.

Sam wird von Jon per Schiff nach Oldtown geschickt, wo er zum Maester ausgebildet werden soll. Begleitet wird er von Maester Aemon, Gilly und Sänger Daeron. Natürlich verläuft die Reise nicht reibungslos...

Unterdessen wird in Kings Landing die Handlung unmittelbar nach den Ereignissen aus "Storm of Swords" wieder aufgenommen.

- Brienne geht ihrer persönlichen Queste nach, nämlich der Suche nach den Stark-Mädels,
- Cersei versucht nun die ganze Macht an sich zu reißen und geht gegen jeden vor, den sie als Bedrohung sieht,
- Jaime wendet sich von seiner Schwester enttäuscht ab und versucht sein Glück in den Riverlands,

Die anderen Hauptcharaktere, insbesondere Dany, Jon, Tyrion und Bran kommen schlicht nicht vor, weil deren Geschichte erst in "Dance with Dragons" weitererzählt wird.

Man merkt, ähnlich wie bei "Dance", dem Buch an, daß es ursprünglich eigentlich gar nicht geplant war und eher aus der Not heraus geschrieben wurde, um das Finale plausibel zu machen. Dies hat zur Folge, daß es die ganz großen Knaller, die es in "Storm" ja reihenweise gab, so nicht unbedingt gibt. Dies - und die Abwesenheit einiger Hauptpersonen machen dieses Buch selbst unter Fans so umstritten.

Gleichwohl finde ich das Buch keineswegs langweilig. Es ist schon spannend zu verfolgen, wie Cersei den Boden für ihren eigenen Untergang bereitet. Welches Ass hat Doran im Ärmel? Was sind die Pläne von CrowŽs Eye? Dazu gibt es ein paar nette kleinere Geschichten und ein paar Überraschungen - insbesondere am Ende einige doch recht gemeine Cliffhanger. Ich persönlich mag das "Feast", daher volle Wertung!
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