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Kundenrezensionen

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am 2. Oktober 2007
"Billy Pilgrim has come unstuck in time" - er hat sich von der Zeit gelöst. Das ganze ist passiert, als er im Dezember 1944 in Deutschland buchstäblich vom Himmel gefallen ist - als 22jähriger Ersatzmann für einen gefallenen Militärmusiker. Seitdem irrt er zufällig durch Raum und Zeit seines Lebens, immer mit Herzklopfen, wo er wohl als nächstes landen wird.

Billy findet nicht mal sein Regiment, das längst von der letzten deutschen Offensive zersprengt worden ist. Stattdessen mäandert er unbewaffnet und in lächerlicher Uniform hinter den Linien herum. Als ihn der 18jährige Roland Weary zum Soldaten trimmen will, werden beide von der Wehrmacht verhaftet. In dem Gefangenenlager, in das man Billy bringt, kann niemand recht was mit ihm anfangen, weil er weder Rang, noch Einheit zuzuordnen ist. Dafür erlebt er einen bizarren Morphium-Trip in einem Lazarett, bevor er auf Umwegen im Keller des Schlachthofs Nummer fünf ("Slauterhouse five") den Großangriff auf Dresden erlebt: Eine blühende Stadt wird in eine Mondlandschaft aus glühenden Trümmern und leblosem Menschenfleisch verwandelt.

Eine weitere prägende Station in Billys Lebens ist die Entführung durch Außerirdische auf den Planeten Tralfamadore im Jahr 1967, wo er als lebendiges Exponat in einem Zoo landet. Auf der Erde zurück lehrt er die tralfamadorische Philosophie, nach der man keinen Einfluss auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft habe. Damit wird er berühmt und es kann ihm nichts mehr etwas anhaben - nicht mal seine eigene Ermordung.

Der Roman erzählt den Krieg als Abfolge völlig abstruser Situationen, in denen Tragik und Komik so fest aneinanderzukleben scheinen wie zwei offene Sekundenkleberflaschen. Kurt Vonneguts Anti-Kriegshaltung zeigt sich noch mehr in der bizarren außerirdischen Philosophie, die nur als sarkastische Aufforderung, das Gehirn abzuschalten verstanden werden kann: Krieg lässt sich nur durch Zynismus bewältigen oder noch besser, indem man völlig den Verstand verliert.

Vonnegut braucht ganze 210 Seiten, um mit einem Duktus aus messerscharfen, bösen Metaphern und chorusartig wiederholter lakonischer Kommentierung des Schrecklichen ("So it goes") einen Mikrokosmos der Selbstverständlichkeit zu schaffen, der genauso abstrus ist wie der Krieg selbst. Nie zuvor wurde man so unangestrengt vom Pazifismus überzeugt.

"Slaughterhouse Five" war u.a. wegen der Darstellung fluchender amerikanischer Soldaten und eines lächerlichen Jesus in den USA teilweise verboten - eine Auszeichnung, die mehr Wert ist als mancher Literaturpreis. Vonnegut hat als GI den Angriff auf Dresden selbst erlebt und zwanzig Jahre gebraucht, um diese Romanform dafür zu finden. Bei den Fakten, z.B. der Anzahl der Toten, hat er sich auf die Darstellung David Irvings gestützt, von der man heute weiß, dass sie deutlich übertrieben war. Vor einem halben Jahr starb Vonnegut 85zigjährig an den Folgen eines Sturzes.

"Slaughterhouse five" würde ich zu den zehn besten und klügsten Büchern zählen, die ich je gelesen habe - und das ist eher eine Untertreibung.
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am 1. Oktober 2004
Kurt Vonnegut, 1922 in Indianapolis als Sohn einer deutschstämmigen Familie geboren, tritt 1943 in die US-Armee ein und gerät 1944 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Zusammen mit anderen Kriegsgefangenen wird er nach Dresden gebracht. Er ist einer der wenigen, die den apokalyptischen Feuersturm von Dresden im Jahre 1945 überleben sollten. Seine traumatischen Kriegserlebnisse verarbeitet Vonnegut auf ungewöhnliche Weise in seinem Roman 'Slaughterhouse 5', erstmals erschienen im Jahre 1969.
'Slaughterhouse 5' ist dennoch keine Autobiographie, auch wenn die autobiographischen Elemente des Romans nur allzu offensichtlich sind. Protagonist des Romans ist Billy Pilgrim, ein Optiker, der für die USA als Soldat in den 2. Weltkrieg zieht. Vonneguts Erzählweise durchbricht bewußt jegliche chronologische Konvention. Tatsachenbericht und Fiktion wechseln einander ab. Der Autor schafft es, ohne moralisch erhobenen Zeigefinger eine deutliche Anti-Kriegs-Botschaft zu vermitteln. Darüber hinaus gelingt es ihm - auf einzigartige Weise - den Leser zu unterhalten. Denn trotz der Schilderung grausamster Kriegserlebnisse hat dieses Buch auch seine satirischen Momente. Das mag wie ein Widerspruch klingen. Wer Vonnegut gelesen hat, weiß aber genau, wovon ich rede.
Der Roman 'Slaughterhouse 5' wird oft dem Genre der Science Fiction zugeordnet. Vonnegut hat bereits mehrfach Einwände dagegen geäußert. Tatsache ist, dass sich dieser Roman nicht in eine Schublade zwängen lässt. Der ungewöhnliche Erzählstil mag für den Leser vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein. Doch hat einen die Geschichte erst einmal in ihren Bann gezogen, so läßt sie einen bis zum Schluss und darüber hinaus nicht mehr los.
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Dieses Buch sollte ich fürs Studium lesen. Und tat das auch pflichtbewusst. Das gleiche gilt auch für Ulysses Ulysses und The Sound and the Fury The Sound And The Fury (Vintage Classics) - während die Lektüre der letztgenannten Werke zwar bereichernd, aber mühsam war, hat mir Voonegut richtig Spaß gemacht! (mir fällt das der Song Hello Muddah,Hello Faddah von Allan Sherman ein: "And the head coach wants no sissies So he reads to us from something called Ulysses").

Vonnegut vermischt Geschichte, Satire und Literatur verschiedenster Gattungen, gerne auch Science-Fiction. Er findet klare Worte für den NS-Staat. Und er wagt sich an ein sehr dunkles Kapitel heran: die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten. Militärisch umschritten, wenn auch natürlich Dresden etwa Bahnhöfe und andere strategisch wichtige Ziele besaß. Entscheidend ist aber, dass so viele Zivilisten qual- und sinnlos ums Leben kamen. Ein Amerikaner, der über amerikanische Greueltaten schreibt - und das, wenn ich das Buch richtig verstanden habe, ohne so sehr über Schuldfragen zu urteilen, sondern eher um vorzuführen, wie wenig sich die Menschheit bisher weiterentwickelt hat. Es ist genug für alle da, wir könnten gemeinsam arbeiten - aber stattdessen türmen wir groteske und absurde Ereignisse aneinander.

Ein brillantes, zugleich sehr anspruchsvoller, aber auch höchst anregend geschriebenes Buch!
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am 25. Oktober 2014
Das beste Buch, das ich für die Schule lesen musste. Hier hat das Kultusministerium ausnahmsweise die richtige Wahl getroffen. Die Lektüre ist witzig, spannend und liest sich wunderbar.
Inhaltlich gibt es nur zu sagen, dass dies ein wunderbares Buch ist, das auf lustige Art und Weise darlegt, wie schrecklich der Zweite Weltkrieg war, ohne ihn zu verherrlichen oder ins Lächerliche zu ziehen.
Habe es an einem Abend gelesen, da ich es nicht weglegen konnte.
Zuerst erscheint der Stil etwas skurril, jedoch wird dieser im Laufe der Lektüre sehr sympathisch.
Die Anmerkungen dieser Fassung müssen für das Abitur abgeklebt werden, die Vokabeln sind allerdings sehr hilfreich.
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am 14. März 2016
This is a great anti-war novel with strange elements of science fiction. It was written by the "fourth generation German-American" Kurt Vonnegut who witnessed the firebombing of Dresden and was in a way traumatized by this for all his lifetime. Slaughterhouse 5 means Schlachthof 5 and is the address of a building with deep cellar vaults in which a group of American prisoners of war survived the firestorm. I was reading this original English edition simultaneously with the German translation of Kurt Wagenseil, published by Rowohlt Taschenbuch. By this way, I found out lots of mistakes of the translation which already have been described in some reviews. At the same time, I discovered some facets which I wouldn't had discovered by reading just the German edition. I like to recommand this method to all readers who understand some English. It is easy and really fascinating and enthralling! And not too expensive.
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am 3. August 2014
I have only read 2 books of Vonnegut so far, but it seems his characters are the special 'kick' of his writing. In this one, he presents us with American WW2-veterans who witnessed the destruction of Dresden in Feb. 1945. It is one of the war crimes that was hardly ever given much public attention; one of the reasons might be that it would always sound like 'tallying', which for good reason is frowned upon in Germany. Vonnegut, through some marvellous, surprising, and also confusing (he has studied his Brecht, apparently) literary tricks. The reader finds her/himself forced to think about the terror of war regardless of one's politics, and about the meaning of live regardless of one's chosen self-image. A very fine read, though somewhat sobering.
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am 9. Oktober 2014
Von der Idee her eine interessante Geschichte, die mich aber ohne das Gefühl zurückgelassen hat, dass ich hier meine Zeit gut investiert hätte. Der "Clou" an alledem hat mir letztendlich gefehlt.
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am 2. Dezember 2005
Ein komisches Anti-Kriegsbuch, eine Science-Fiction-Parodie, die ausschließlich in der Gegenwart spielt (oder besser: in den Gegenwarten...) -- Vonnegut zieht in "Slaughterhouse Five" alle Register literarischer Klischees durch den Kakao und verkehrt sie in ihr Gegenteil.
Vordergründig geht es um Kriegserlebnisse, die der Erzähler der Rahmenhandlung, Yon Yonson, nicht verarbeiten kann -- er erlebte die Bombardierung Dresdens als Kriegsgefangener. In dem Roman, den er schließlich schreibt, geht es um die Geschichte von Billy Pilgrim, der ebenfalls als Kriegsgefangener die Bombenangriffe auf Dresden erlebte -- und überlebte. Und eigentlich geht es darum, wie man die Welt, die Geschichte der Menschheit, das Wesen des Menschen sehen soll. Nicht umsonst ist der Protagonist Billy Pilgrim ein Optiker, der in einem nachgerade grotesken Optiker-Milieu lebt mit dem berufsbedingten Auftrag, das Sehvermögen der Menschheit zu korrigieren. Man fragt sich nun, auf welcher Norm diese Korrekturen definitionsgemäß beruhen müssen -- und ob es diese Norm überhaupt gibt, geben kann. Genau dies ist nämlich der Punkt, der Billys Erkenntnisse deutlich in Frage stellt.
Doch was hat es mit diesem Billy Pilgrim auf sich? Er erinnert an einen modernen Narren in Christo -- schon die abenteuerliche Kostümierung, in der er Krieg und Gefangenschaft erlebt, ist alles andere als soldatisch. So war ein Hofnarr aus früheren Zeiten gekleidet, der als einziger seinem König die Wahrheit sagen durfte. Doch da in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert keine Hofnarren mehr vorgesehen sind, erklärt man ihn irgendwann für verrückt. Die anderen Figuren im Roman hingegen bleiben Typen, seltsam farblos, egal wie lebhaft und ergreifend sie geschildert sein mögen. Auf mich wirkte der Roman daher auch wie die Romanfassung einer modernen commedia dell'arte -- komisch, grotesk und grausam zugleich; ein Narrentanz, der eine grauenhafte Geschichte mit den Mitteln der Komik erzählt.
Prägend in Billys Biographie war der Bombenangriff auf Dresden -- so scheint es. Aber in seiner Kurzbiographie zu Beginn von Kapitel 2 kommt der nicht vor: Man erfährt hier lediglich von seiner Gefangennahme durch die Deutschen und seiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee -- und von einem Nervenzusammenbruch, mit dem es eine eigene Bewandtnis hat: Billy Pilgrim hat seinen Namen nicht umsonst, er ist tatsächlich eine Art Pilger -- aber seine Pilgerfahrt führt ihn nicht durch den Raum, sondern durch die Zeit. Ein Raumschiff aus Tralfamadore hat ihn einmal in eine Zivilisation entführt, die in vier Dimensionen lebt, die also auch die Zeit "sieht". Chronologisch scheinende Abläufe sind für sie punktuell darstellbar und wiederholbar -- aber nicht zu ändern. Alles ist, wie es ist, ein für allemal. Man kennt die Zukunft, die keine Zukunft mehr ist. "So it goes" -- "So kann's gehen", dieser Satz zieht sich als resignatives Leitmotiv durch den Roman. Billy lernt von den Tralfamadoriern diese Wahrnehmung der Welt und nutzt sie fortan, um sich assoziativ durch die Zeit(en) zu bewegen -- oder aber, um vor den eigenen Erinnerungen zu fliehen, oder auch, um sie nochmals zu durchleben: Die Klotür in seiner Wohnung führt in zu den Latrinen im Gefangenenlager von 1944, und der Rückweg führt wieder ins Schlafzimmer von 1953... Zusätzlich sind diese Zeitreisen verschränkt mit den Groschenromanen eines erfolglosen Science-Fiction-Autors, und diese Verflechtung der Handlungsstränge lässt den Leser bis zuletzt im Ungewissen: Spricht der für verrückt erklärte Billy die Wahrheit, oder sind seine Zeitreisen assoziative Bewusstseinsströme, beeinflusst durch die Phantasie eines drittklassigen Schriftstellers? Oder, allgemeiner: Nach welchem Maßstab beurteilt Billy, welche Korrekturgläser zur Wahrnehmung der Wirklichkeit er der Menschheit verpassen will? Gibt es diesem Maßstab überhaupt?
Die Romanhandlung, in deren Zentrum die Erlebnisse von Billy Pilgrim während des Krieges stehen, ist also nicht chronologisch geordnet -- denn in Billys Wahrnehmung gibt es keine Chronologie, alles ist immerwährende Gegenwart. "Slaughterhouse Five" schildert eine Art stream of conscious, Komisches und Grausames steht gleichberechtigt nebeneinander, die Sinnlosigkeit (und Unvermeidbarkeit, wie Billy meint) des Krieges wird gerade dadurch drastisch vorgeführt.
Ob Kriege tatsächlich ein unabänderliches Übel der Menschheit sind, egal wie viele Existenzen durch sie direkt oder indirekt zerstört werden -- diese Frage lässt Vonneguts Roman offen.
"Slaughterhouse Five" ist ein außergewöhnlich geistreiches Buch über den Sinn oder Unsinn des Lebens, ein faszinierendes Gedankenexperiment, ein bestürzend authentischer Bericht über die Auswirkungen des Krieges auf den Menschen, der zeigt, wie nahe Komik und Grauen beieinander liegen können.
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am 2. April 2015
Der eine Stern gilt lediglich der schrottigen sogenannten "gebundenen Ausgabe". Zwar handelt es sich um ein hardcover, leider ist alles andere miese Qualität: dünnstes Papier, Klebebindung... kein schönes Buchobjekt! Da hätte ich mir das billigere Taschenbuch kaufen sollen.
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am 6. Juni 2015
Schwer, dieses Buch zu beschreiben. Aber wer eine etwas andere Art der Verarbeitung des Krieges sehen will (aus der Sicht eines amerikanischen Kriegsgefangenen in Deutschland), der sollte dieses Buch lesen.
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