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am 22. März 2008
Eine Graphic Novel ohne Worte - gibt es öfter. Aber eine auf einem derart hohen zeichnerischen Niveau? Kenne ich keine. Shaun Tan ist ein vollendeter Gestalter von meist 32-seitigen Bilderbüchern, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen faszinierend sein können. Dies ist seine erste Graphic Novel, obwohl - irgendwie ist Shaun Tan letztendlich doch beim Bilderbuch geblieben. "The Arrival" ist eine Art Hybrid und vereint das Beste aus beiden Disziplinen. Farbe nutzt er diesmal keine, seine mit Bleistift gezeichnete Welt kennt höchstens noch ein zurückhaltendes Braun. Man kann sich kaum satt sehen an diesen grandiosen Bildern. Vier Jahre hat er daran gearbeitet. Einzigartig wird diese Einwanderergeschichte aber durch die virtuose, gleichfalls leichthändige Verknüpfung der Bilder - manche doppelseitig, wiederum andere nur briefmarkengroß. Das Medium hat einen neuen Meister gefunden. "The Arrival" darf man in die Genialitäts-Schublade stecken. Und es ist sehr merkwürdig, wenn man danach "King Cat Classix" von John Porcellino in Händen hält, man kann sich denken, warum das so ist.

Ein Familienvater verlässt Frau und Tochter, um in einer den USA sehr ähnlichen Industrienation Fuß zu fassen. Es ist eine fremde, seltsame Welt, die er nur allmählich begreifen lernt (und wir mit ihm), denn es handelt sich weder um einen realen Ort, noch lässt sich die Erzählung zeitlich konkret zuordnen. Fahrzeuge und Kleidung der Figuren deuten auf das frühe 20. Jahrhundert hin, es gibt auch Hinweise auf die 40er Jahre und auf Schuiten/Peeters und ihre "Geheimnisvollen Städte". Unser Freund kennt die Sprache nicht, Gegenstände des täglichen Lebens sind ihm fremd (und uns erst recht), er muss sich durchschlagen, mühsam Arbeit finden, sich sehr langsam eine halbwegs solide Existenz aufbauen. Bis er seine Frau und seine Tochter in die neue Heimat holen kann, vergeht einiges an Zeit. Er trifft Menschen, die ihre jeweils eigene Leidensgeschichte haben. Diese knappen Einfügungen haben es in sich. Auf wenig Raum entfaltet Shaun Tan lakonische Dramen. So wird die soldatische Vergangenheit eines Arbeitskollegen praktisch nur über seine Beine erzählt. Wie er als Soldat in Stiefeln und mit einem gewissen Stolz in den Krieg zieht, wie er marschiert, wie er läuft, wie er rennt, um sein Leben rennt, dem Tod entrinnt, als Einbeiniger zurück bleibt, und deshalb nur einen miesen Job am Fließband bekommt. Das alles wirkt keineswegs verkünstelt, sondern jedes einzelne Bild, und auch der Weißraum dazwischen, das alles wirkt wie von jemandem erdacht, der genau wusste, was er da tat. Auch vor dem Schluss muss man seinen Hut ziehen.
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am 24. Dezember 2014
"The Arrival" ist eine wunderschön detaillierte Autofiktion. Wie in anderen Graphic Novels geht es um Zeitgeschichte und Sozialkritik. Die Bilderwelt in "The Arrival" erinnert an "Der phantastische Planet" (von Rene Laloux) und spielt in einem fiktiven New York um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. Ein Immigrant kommt in diesen fremden Ort und muss seltsame Einbürgerungsformalitäten über sich ergehen lassen. Er kommt in der Fremde eher schwer zurecht, aber findet Menschen, die, ehemals auch Immigranten, ihre Geschichte erzählen. Auffallend an "The Arrival" ist, dass es die mit Abstand kunstvollsten Zeichnungen in der Graphic Novel-Landschaft enthält. Wer sich für andere Graphic Novels interressiert, hier ein paar Tips:

Peer Meter: Vasmers Bruder
Jiro Taniguchi: Vertraute Fremde
Marjane Satrapi: Persepolis
Peer Meter: Gift
Peer Meter & Isabel Kreitz: Haarmann
Jaroslav Rudis: Alois Nebel
Michel Dufranne & Milorad Vicanovic: Rosa Winkel
Jiro Taniguchi: Die Sicht der Dinge
Jörg Ulbert: Gleisdreieck
Alexander Hogh: Tagebuch 14/18
Max Mönch & Alexander Lahl: Treibsand
Pénélope Bagieu: Wie ein leeres Blatt
Jiro Taniguchi: Von der Natur des Menschen
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am 8. Februar 2012
Ein Familienvater wandert aus. Eine schon tausendmal erzählte Geschichte.
Aber wie sie Shaun Tan erzählt, ist das eigentliche Wunder.

Man schlägt das wunderbare, gebundene Buch mit seinen poetischen Bildern auf und erlebt eine Art Film zunächst mit seinen Augen, dem Kopf und irgendwann auch mit dem Herzen.
Diesen Sog erzeugt Shaun Tan allein mit zeichnerischen Mitteln. Es gibt keinen Text.
Er zeigt etwa Gegenstände in briefmarkengroßen Bildern um nach einigen Perspektiv-Wechseln eine unglaublich fremdartige Stadt zu entwerfen, die sich zu einem grandiosen Panorama erweitert.

Der Abschied von der Familie und das Ankommen in einer fremden Stadt erinnert zunächst an das New York, wie es viele Auswanderer in vorigen Jahrhundert erlebt haben dürften.
Aber diese Stadt, dieses Land ist so fremdartig, das sie auf einem anderen Planeten liegen könnte.
Die surreale Architektur, die Tiere, die Pflanzen, ja selbst die schönen unverständlichen Schriftzeichen hat man so noch nicht gesehen.
Aber es gibt Menschen in dieser fremden Welt, die oft nach tragischem Schicksal hier gestrandet sind. Wie selbstverständlich helfen sie dem Neuankömmling hier zu überleben und zu verstehen. Denn alles muss neu gelernt werden. Brot? Gibt es nicht. Man muss mit den einheimischen Pflanzen und Tieren vorlieb nehmen. Selbst die monströse Maschinerie im Bad sollte man beherrschen lernen.
Trotz allem fremden Zauber, das ist nicht das Paradies. Auch hier lauert Fließbandarbeit vor dem Hintergrund gigantischer Maschinen und Fabriken. Aber es lässt sich ganz gut Leben. Als endlich auch Frau und Tochter eintreffen, kommt es zum versöhnlichen Ende.

Das graphische Wunder dieses Buches gelingt mit scheinbar einfachen Mitteln. Die Zeichnungen zeigen neben vielen skurrilen Einfällen einen unglaublichen Reichtum an Details.
Die Farben passen sich der Stimmung an. Genau genommen gibt es kaum Farben. Sie reichen nur wenig über ein Braun, Grau oder blasses Blau hinaus. Die Schattierungen und Schraffuren erinnern an alte Kupferstiche.
Es kann kaum wundern, das Shaun Tan dafür viele Auszeichnungen eingeheimst hat.

Ich bin restlos begeistert. Man kann sich statt dem englischen 'The Arrival' natürlich auch die deutsche Version 'Ein neues Land' kaufen.
'The Arrival' hat einen sehr schönen Hardcover-Einband und ist auf gutem Kunstdruck-Papier gedruckt. Bis auf die letzte Seite 'Artist's Note' gibt es ohnehin keinen Text. Wozu auch, bei diesen Bildern.
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am 9. Dezember 2009
Shaun Tans "The Arrival" ist nicht bloß ein Comic - es ist ein Bilderreigen, der einen zwischen malerischer Melancholie, Momenten der Glückseligkeit und Tränen des Verständnis, Migration erleben lässt. Ohne Worte.
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am 2. März 2013
Dass man eine Geschichte nur mit Bildern erzählen kann, ist ja nichts neues. Bei dem Thema dieses Buches war ich zuvor aber ziemlich skeptisch. Ist der vollständige Verzicht auf Sprache nicht eine unnötige Komplikation? Wird das Ganze dadurch nicht zu plakativ? Das Gegenteil ist der Fall. Wie das gelingt? Mit wunderbaren Bildern, von denen viele auch gerahmt an der Wand hängen könnten. Dabei entwickelt Shaun Tan ein unheimliches Gespür für den eindrucksvollen Einsatz von "Nahaufnahmen". Zwei Hände, die sich berühren. Das Foto auf dem Kaminsims. Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte.

Wer sich Sozialkritik erhofft, ist hier vielleicht falsch. Das Buch klagt nicht an. Weder diejenigen, die durch Krieg und Unterdrückung die Flucht nötig machen, noch diejenigen im Ankunftsland, die den Einwanderern skeptisch gegenüber stehen. Stattdessen lässt es uns die Freude und die Dankbarkeit derjenigen miterleben, die das Glück haben, in der Fremde eine neue Heimat zu finden.

Nicht jedermanns Sache ist vielleicht der Kunstgriff, mit dem uns Shaun Tan die Fremdartigkeit des fremden Landes ohne Worte erleben lässt. Obwohl die Zeichnungen so realistisch, alle handelnden Personen unzweifelhaft "normale Menschen" mit nachvollziehbaren Schicksalen sind, landet der Auswanderer in einem Land, das keinem Land ähnelt, das irgendwer von uns je besucht hätte. So erleben wir den Kulturschock des Neuankömmlings mit. Wir wissen ebenso wenig wie die Hauptperson, ob wir diese seltsamen Schriftzeichen jetzt von rechts nach links oder von oben nach unten lesen sollen. Wir können nicht mit dem abgeklärten Blick eines aufgeklärten Weltbürgers auf ihn herabsehen, wenn er verzweifelt versucht, die fremdartigen Geräte zu bedienen, die ihm überall begegenen. Wir sehen diese Welt genauso mit einer Mischung aus Neugier und Unglauben wie die Hauptfigur. Und so kann die Komik, die sich daraus teilweise ergibt, natürlich auch niemals in Schadenfreude oder Spott abgleiten.

Jedes Detail, jedes noch so kleine Bild ist so liebevoll gestaltet. Die Geschichte ist so behutsam erzählt. Dieses Buch muss man einfach lieben.
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am 2. November 2010
Jeder von uns ist irgendwann einmal an einem fremden Ort angekommen. Und kennt das Gefühl: Hilflosigkeit angesichts unverständlicher Schrift, Verlorenheit in unübersehbarer Hektik nach undurchschaubaren Regeln, die Erleichterung, wenn jemand einen an der Hand nimmt gemischt mit ein wenig Angst, ob er es auch gut meint. Menschen aller Zeiten und an allen Orten haben so etwas erlebt und werden es weiter erfahren. Shaun Tan hat diesem universellen Gefühl Bilder gegeben. Bilder, so surreal, dass man sie nicht beschreiben kann, Bilder so eigen, wie ich sie noch nicht gesehen habe. So löst der Zeichner bei mir ein Gefühl aus zwischen Stummfilm schauen von ferner Zeit und Blick in das nächste Zimmer mit Untermieter. Ohne ein Wort Text ist die Geschichte so klar und pur wie sie seit Menschengedenken nun mal ist: der Verlust der Heimat durch eine umfassende Bedrohung, der Aufbruch in ein neues Land, die Familie zurückgelassen, die Orientierungslosigkeit im neuen Land, die Angst und die kleine Freude dort, schließlich das Glück der Zusammenkunft im neuen Land. Eine einfache Geschichte. Und deshalb und trotz dem: Es gibt keine Altersgrenze für diese Geschichte und keinen Grund sie nicht wahr zu finden. Weil es in jeder Familie irgendwann einen Punkt gab, als einer neu angefangen hat und fremd in einem fremden Land war.
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am 8. Dezember 2010
Wir haben dieses tolle Buch selber geschenkt bekommen und sind so beigeistert, daß wir es nun unsererseits gerne verschenken. Eine bewegende Geschichte ganz ohne Worte. Kein Comic, sondern eine surrealistische Reise veranschaulicht durch unglaublich schöne Zeichnungen. Sehr empfehlenswert.
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am 22. April 2015
Dies ist die erste Graphic Novel, die ich gelesen bzw. angeguckt habe und sie hat die Messlatte für weitere sehr hoch gelegt.

Man wird mitgenommen auf eine Reise in eine andere (neue) Welt mit all ihren Hürden und Hindernissen, aber auch Überraschungen und Glücksmomenten. Die eigene Stimmung wechselt von kindlicher Begeisterung und Staunen über die phantastischen Ideen, zu Nachdenklichkeit, Bedrückung und Traurigkeit über die Grausamkeiten, zu denen manche Menschen fähig sind.
Doch es gibt auch immer wieder Hoffnungsschimmer: die vielen fremdartigen, liebenswerten Tiere oder die helfenden, freundlichen Mitmenschen.

Dieses Buch mit den fein gezeichneten, wundervollen Bildern lädt Erwachsene wie auch Kinder immer wieder zum blättern und nachdenken ein.
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am 20. Januar 2010
Dieses Buch hat mich sofort in den Bann gezogen. Das ganze Buch ist ein Kunstwerk, es sind Bilder die man nicht wieder vergißt, mit sehr viel Gefühl gezeichnet. Man weiß genau was er damit sagen will. Deswegen braucht man auch keine Worte. Wenn ich mir das Buch nochmal anschaue, erkennt man wieder andere Details. Ich habe inzwischen schon zwei weitere Bücher von ihm. Bin schon zum Fan geworden. Man taucht in eine andere Welt hinein, als würde man ein Film ansehen. Warte schon sehnsüchtig auf seine nächsten Bücher.
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am 29. November 2010
Ein sehr schönes Design, es erinnert ein wenig an abgegriffene Bücher der 20er. Dadurch ensteht das Gefühl einer altbekannten Thematik und nicht wie uns oft vorgegaukelt wird: höchst aktuell und schmarotzerisch die Ausländer und Gastarbeiter. Im Gegenteil sind wir die Einheimischen die Nutznieser der Ankömmlinge.
Ein Buch für all jene die noch genug Feingefühl besitzen und sich der Bilderflut dieser Geschichte hingeben wollen und gegen Polemik aus Politik und Gesellschaft wehren.
Gruß D. Marliot
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