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Kundenrezensionen

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Weder den Titanen der digitalen Revolution, Bill Gates und Steve Jobs, noch den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page wurde bisher derart viel Aufmerksamkeit geschenkt wie Facebook-Schöpfer Mark Zuckerberg. Ein Grund dafür ist Ben Mezrichs "The Accidental Billionaires" über die Gründung Facebooks als "a Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal". Wer an die Spitze will macht sich auf diesem Weg zweifelsohne schnell Feinde, wovon auch Mark Zuckerberg angesichts des raketenhaften Anstiegs der Facebook-Userzahlen nicht ausgenommen ist. Die ersten jener auf diesem Weg Verstoßenen und Zurückgelassenen, zumindest ihrer Ansicht nach, haben Ben Mezrich den Stoff für seine Zuckerberg-Facebook-Biografie geliefert.

Wenn das Buch auch eine relativ negative Schlagseite hat, so zeigt es aus der Perspektive des Facebook-Mitbegründers und ersten Investors Eduardo Saverin mit welcher klarer Vision Zuckerberg schon zu Studienzeiten an seine Projekte herangegangen ist. Wäre ihm mit Facebook der Durchbruch nicht gelungen, Zuckerberg hätte wohl auch irgendwie anders seinen Platz im Silicon Valley gefunden.

Wie es dazu kam dass aus dem jungen etwas unbedarften Informatikstudenten (anders als in manchen Porträts behauptet studierte Zuckerberg in Harvard Informatik und nicht Psychologie) der Gründer und CEO des neben Google mittlerweile zweitbedeutendsten Web-Dienstes werden konnte war jedoch keinesfalls bloßer Zufall wie Ben Mezrichs Buchtitel andeutet. Viel eher wird schon bei der Lektüre von "Accidental Billionaires" dass sich Zuckerberg schon mit seinem Freeware-Tool Synapse (das anhand der Hörgewohnheiten des Nutzers eine individuelle Playlist für diesen ermittelt) ein Millionenangebot Microsofts eingehandelt hatte und mit seinem Programm Course Match (anhand dessen Harvard Studenten verfolgen konnten wer gerade welche Kurse belegt) gezielt jenen Weg beschritt auf dem eines Tages Facebook das Licht der Welt erblicken sollte. Ein Weg der ihm mittlerweile viele verbitterte Feinde eingebracht hat, gerade wenn man sich ansieht dass sich bereits alle Mitbegründer Facebooks von Zuckerberg abgewandt haben. Was wohl auch mit dem problematischen Charakter des Genies Zuckerberg zusammenhängen dürfte, der sich wohl nicht umsonst lange Zeit scherzhaft den Spruch "I'm CEO, bitch!" auf seine Visitenkarten drucken ließ.

Eine Geschichte über "Sex, Money, Genius and Betrayal" wie jede andere? Vielleicht, doch Zuckerberg hat eben nicht irgendein milliardenschweres Onlineunternehmen aus der Taufe gehoben, sondern die längst unumstrittene Nummer eins unter den Social Networks und sich mit seinen kontroversen Aussagen zu Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten selbst zu einer Person des öffentlichen Interesses gemacht. Alles auf "Privat" zurücksetzen und damit diesem öffentlichen Interesse wieder entziehen kann sich jedoch selbst der Facebook-Gründer nicht mehr und wird damit zum Opfer der von ihm selbst angeregten Abschaffung der Privatsphäre.

So wundert es nicht dass sich mit "Accidental Billionaires" schnell ein Autor für diese fast schon klassische Society-Geschichte über Freundschaft und Verrat im Angesicht des Erfolges gefunden hat. Ehemalige Freunde, Geschäftspartner und Kommilitonen standen ja längst bereit, um Zuckerberg jeweils auf ihre Weise eine Abfuhr zu erteilen. Daher wundert es auch nicht dass gerade die Perspektiven jener vier Personen diese erste Zuckerberg-Biographie dominieren, von denen drei bereits Prozesse gegen den Facebook-Gründer geführt haben. Namentlich sind das der Mitbegründer Eduardo Saverin, der seinen Status als ebensolcher Mitbegründer erst einklagen musste, nachdem die Partnerschaft mit Zuckerberg durch den Einfluss dessen neuen Finanziers Peter Thiel und Mentors Sean Parker in die Brüche ging. Es war Saverin der Mark von der Entstehung der Idee zur fertigen Website und den ersten großen Erfolgen begleitete und die Finanzierung übernahm, während er zugleich als Geschäftsführer für die ersten Werbeaufträge zu sorgen hatte, damit irgendwann auch so etwas wie Gewinne zu verzeichnen seien. Neben Saverin sind es die beiden Olympia-Ruderer Tyler und Cameron Winklevoss, die mit ihrem Freund Divya Narendra Mark Zuckerberg aufgrund seines Erfolges mit Match Course und dem FaceMash-Vorfall (Zuckerbergs Hot-or-Not-Seite die ihm beinahe den Univerweis einbrachte) für ihr Projekt der Partnerbörse "Harvard Connection" gewinnen wollten, sich beim Start von "TheFacebook" jedoch um ihre Idee betrogen sahen. Und zuletzt ist da noch Sean Parker, der Napster- und Plaxo-Mitbegründer, dem es anzurechnen ist Zuckerberg und Facebook ins Silicon Valley und zum ersten großen Investor geführt zu haben. Er entdeckte Facebook auf einem Notebook eines weiblichen Gasts in der Wohnung seines Mitbewohners und erkannte sofort das Potential von Zuckerbergs Konzept, auch wenn es neben dutzenden anderen Social Networks mit MySpace bereits einen dominierenden Marktführer gab. Wegen einer seiner Bettgeschichten musste natürlich auch Parker am Ende gehen. Jedoch wohl mit weniger Groll als Saverin oder die Winklevoss-Zwillinge.

Ben Mezrichs Buch ist genau genommen nicht mehr und nicht weniger als der Versuch die Gründungsgeschichte Facebooks aus den drei Perspektiven Saverins, der Winklevoss-Zwillinge und Sean Parkers nachzuzeichnen. Dass Mark Zuckerberg dabei naturgemäß ungünstig wegkommt liegt wohl an der Verbitterung manch einstiger Weggefährten, die sich Mezrich für seine Recherchen als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt haben. Doch in der ganzen Geschichte findet sich auch eine Art Ausgleich, denn Zuckerbergs Zerwürfnis mit den Winklevoss-Brüdern wird als Marks Eigenart angedeutet, nicht direkt Nein sagen zu können und ist damit ein direkter Ausdruck seiner sozialen Hemmungen. Die Entfremdung mit Saverin klingt aus dessen Perspektive dann auch deutlich negativer, als in den Augen Sean Parkers, der einigermaßen den Druck erkennen lässt mit dem er und Peter Thiel Mark schließlich zur geschäftlichen Trennung von Eduardo gebracht haben. Nun, man merkt dem Buch diese jeweiligen Perspektiven deutlich an, denn es ist ja wie ein Roman geschrieben, mit vier Protagonisten und eben auch Mark Zuckerberg. Dabei spielt Mezrich nicht nur mit ihren Aussagen sondern auch ihren Gedanken, die sie ihm wohl bei einer Nacherzählung des Geschehenen zuteil werden ließen.

Schlussendlich bleibt dieser biographische Roman allerdings ein wenig unvollständig, denn weder erfährt man Mark Zuckerbergs Perspektive, noch wird die Bedeutung der anderen Weggefährten wie Zuckerbergs ehemaligen Vize Dustin Moskovitz (der ebenfalls noch eine Milliarden schwere Beteiligung am Unternehmen hält) oder des PR-Verantwortlichen Chris Hughes (der maßgeblich für den Erfolg von Barack Obamas Onlinewahlkampagne verantwortlich ist) hervorgehoben. Vom Einfluss Peter Thiels und Zuckerbergs großen Vorbilds Donald Graham (dem Washington Post-Herausgeber und Facebook-Miteigentümer) erfährt man außer einem gegen Ende hingeworfenen Satz schon gar nichts, ebenso bleibt die Rolle von Zuckerbergs späterer Verlobter und College-Liebe Priscilla Chan ausgespart.

Schon der Titel "Accidental Billionaires" ist übrigens ehrlicher zum Leser als jener der 2010 erschienen Übersetzung ins Deutsche, welche nur von einem "Milliardär per Zufall" spricht. Doch das Buch konzentriert sich sehr stark auf die gescheiterte Freundschaft Mark Zuckerbergs mit Eduardo Saverin, der ja nach erfolgreicher Klage wieder mit einigen Prozent und damit Milliarden am Konzern beteiligt ist. Im Untertitel "eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug" wird einem im Gegensatz zum Originaltext "A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal" zudem noch das Genie Zuckerbergs unterschlagen, welches trotz aller zwischenmenschlicher Unbeholfenheit den Ausschlag für den Erfolg Facebooks gegeben hat. Kleinigkeiten, aber damit wird dem Werk in der Übersetzung gleich einmal eine Tendenz aufgezwungen die es eigentlich nicht hat. Vielleicht also ein Grund mehr zum unvoreingenommeneren Original zu greifen.

Fazit:
Trotz der relativ negativen Berichterstattung über Zuckerbergs Charakter ist Ben Mezrich trotzdem ein relativ objektives Werk gelungen, das äußert lebendig und spannend geschrieben ist. Denn Mezrich scheut sich nicht vom Talent des Selfmade-Milliardärs zu berichten, das ihm diesen fast unglaublichen doch verdient wirkenden Erfolg trotz massivster Widerstände ermöglicht hat.

"I Like it"
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am 10. Juni 2015
"The Accidental Billionaires" by Ben Mezrich tells you a lot about the creation of Facebook.com.
But the book is more about the people and the situation in which they are. In addition if you have to do some researches about Facebook you should check out other sources than this book. Because the story is definitely modified.
Like many people already said, includes the novel a lot of superficial content, to fill more pages with text. But in my opinion this superficial content creates a lot of atmosphere and helps me to imagine the situation. Without these parts the book just were a like a modern history book about the origin of a large company. But with these parts it's (in the most time) like a great story which is very nice to read.
It's interesting for someone who know nothing about computers but there a probably some nice aspects for the ones who know computers well.

In the end I would say that this book is entertaining and is fun to read but if you want true facts about the creation of the website Facebook.com, this is not the right information source for you.
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am 31. Januar 2014
In dem Buch werden sehr viele Details angesprochen, wie Facebook entstanden ist. Auf diesem Buch basiert auch der Film "The social network". Wie bei vielen Filmen bin ich auch hier der Meinung, dass das Buch besser gelungen ist, als der gute Film dazu. Es werden sehr viele Details genannt und wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Es ist interessant geschrieben und hatte einen hohen Unterhaltungswert. Interesse für das Thema ist natürlich die Voraussetzung.

Da ich einfach keine Kritikpunkte finde, konnte ich nur fünf Sterne geben.
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am 21. Mai 2012
Wenn man den Film gesehen hat, dann kann man sich das Buch sparen. Das Buch und der Film stimmen eins zu eins über ein. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt und die Aussenansicht von anderen Leuten wieder gegeben aber nie Mark Zuckerberg selber interviewt oder seine Sichtweise wieder gegeben. Ich bin kein Mark Zuckerberg Fan und ich kann auch nicht unbedingt nach voll ziehen warum viele Leute so viel Zeit auf Facebook verbringen, aberr das Buch ist leider viel zu einseitig. Besser ist auf jeden Fall "the Facebook effect" von David Kirkpatrick gelungen.
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am 6. März 2012
Das Buch ist auch für denjenigen interessant, der mit Facebook/Internet/Computern nichts zu tun hat, denn es ist wie ein spannender Krimi geschrieben, der seine Leser fesselt. Dies ist umso mehr bedeutsam, als der Roman größtenteils auf Tatsachen beruht und nicht frei erfunden ist.
Die Geschichte ist so ähnlich auch bei anderen Firmengründungen abgelaufen, sicher nicht nur solchen aus der IT-Branche. Vieles fängt mit der Freundschaft oder engen Geschäftsbeziehung von zwei Freunden an, endet im Streit, von dem einer schließlich übrigbleibt und die Firma bzw. das Projekt weiterführt. Wer erinnert sich noch an Paul Allen, Steve Wozniak und all die anderen, die auf der Strecke geblieben sind? Das gleiche ist auch Eduardo Saverin passiert, was in interessanten Details und auf spannende und unterhaltsame Art in diesem Buch geschildert wird.

Der Film von Oliver Stone (Social Network) hält sich fast hundertprozentig an dieses Buch und ergänzt nur in ein oder zwei Details, etwa der persönlichen Freundin von Zuckerberg oder den ausführlichen Gesprächen mit den Anwälten. Ohne dieses Buch wäre daher der Film nicht möglich gewesen und es ist fast schon eine Schande, daß es bzw. sein Autor (Ben Mezrich) bei der Oscarverleihung 2011 keine Erwähnung fand, denn dort wurde nur der Drehbuchautor genannt.
Nach einem weiteren Buch von Ben Mezrich ist übrigens auch der Film "21" (mit Kevin Spacey - über den Casino-Coup beim Blackjack) entstanden. Jenes Buch hieß "Bringing down the House". Scheint also, als wäre keines von beiden Büchern eine Eintagsfliege und vielleicht sollte man ein Auge auf diesen Autor haben (der übrigens sein Harvardstudium zu Ende gemacht hat ;-).
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am 9. Januar 2016
Das Buch wie auch der Film sind leider gar nicht interessant, für Fans ist es denke ich nicht schlecht aber normalerweise würd eich es nicht lesen.
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