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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin überzeugt,
dass Nicholas Carr recht hat: Die Nutzung des Internets verändert das Gehirn.
Nicholas Carr argumentiert mit der Plastizität des Gehirnes. Er beschreibt, welche physiologischen Änderungen sich im Gehirn durch bestimmte Verhaltensweisen, wie das Lesen eines Buches oder das "Lesen" einer Webseite ergeben. Er stellt dar, dass die Änderungen jeweils...
Veröffentlicht am 14. Juli 2010 von Amazon Customer

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neurowissenschaft kann nicht halten, was Carr daraus ableitet
Einige Rezensenten schreiben hier, der Leser könne selbst entscheiden, was die von Carr zitierten Befunde bedeuten sollen. Das sehe ich anders. Schon der Titel spricht ganz eindeutig von den Verflachungen (Shallows), die das Internet unserem Gehirn antue. Sicher, er lobt die Nützlichkeit des Netzes, und hält es für unsere Gesellschaft als...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2012 von Dr. Heino Apel


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin überzeugt,, 14. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
dass Nicholas Carr recht hat: Die Nutzung des Internets verändert das Gehirn.
Nicholas Carr argumentiert mit der Plastizität des Gehirnes. Er beschreibt, welche physiologischen Änderungen sich im Gehirn durch bestimmte Verhaltensweisen, wie das Lesen eines Buches oder das "Lesen" einer Webseite ergeben. Er stellt dar, dass die Änderungen jeweils verschieden sind.
Dadurch ergeben sich natürlich auch für den jeweiligen "Gehinbesitzer" andere Fertigkeiten und Schwächen.
Ob diese Veränderung eine positive ist oder nicht, muss letztlich jeder Leser für sich selbst entscheiden, dass sie vorhanden ist, erläutert Nicholas Carr sehr verständlich.
Das Buch ist so geschrieben, dass jeder Abiturient es auch auf Englisch lesen können sollte.
Insgesamt ein wichtiges Buch für die Diskussion über die Nutzung von neuen Medien
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neurowissenschaft kann nicht halten, was Carr daraus ableitet, 29. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einige Rezensenten schreiben hier, der Leser könne selbst entscheiden, was die von Carr zitierten Befunde bedeuten sollen. Das sehe ich anders. Schon der Titel spricht ganz eindeutig von den Verflachungen (Shallows), die das Internet unserem Gehirn antue. Sicher, er lobt die Nützlichkeit des Netzes, und hält es für unsere Gesellschaft als unverzichtbar, aber, je mehr wir es nutzen, desto mehr verblöden wir nach Carr. Diese Kernthese wird durch die intensive Nutzung des "power browsing", des Multitaskings, der Unterbrechungen durch Hyperlinksprünge etc. begründet, der wir offensichtlich zwanghaft (durch ein Belohnungssystem beim Schnipseln im Netz, wo immer wieder Neues zu finden ist) unterliegen. Mit dieser Hochaktivität sei wesentlich das Vorderhirn (Hypocampus) beschäftigt, das für Entscheiden zuständig sei, das dadurch gewissermassen überlastet sei. Diese Überlastung verhindert aber den Verstehensprozess, der nach Kandel und anderen beschworenen Neurowissenschaftlern ein intensiven Austausch zwischen Hypocampus und dem cerbral cortex (für das Langzeitgedächtnis zuständig) erfordere.
Die Neurowissenschaft hat sicher viele spannenden Einzelheiten entdeckt, aber über die Lokalisierung des Gehirnflackerns mit bildgebende Verfahren und bio-chemische Analysen hinaus ist diese Wissenschaft noch meilenweit davon entfernt, zu verstehen, wie das Gehirn denkt, was überhaupt "Verstehen" bedeutet, etc. Die Einsicht, dass ich kaum etwas lernen kann, wenn gleichzeitig Musik läuft, ein Freund anruft, und im Fenster eine spannende Szene zu beobachten ist, scheint mir trivial, dazu brauche ich keine Wissenschaft. Aber die Behauptung, dass Googlen zur Demenz führt, wie auch der deutsche Neurowissenschftler Spitzer in seinem jüngsten Buch formuliert, scheint mir blanker Unsinn zu sein. Der Autor Carr äußert sich nicht zu dem Vorgang des "Verstehens". Wenn ich "google" ist mein Vorderhirn nicht mit reinem "Entscheiden" überfordert, sondern bevor ich entscheiden kann, muss ich einen Textabsatz, den ich über einen Link von Google finde, erst einmal als sinnvoll für meinen Suchkontext identifizieren. Das setzt aber voraus, dass ich diesen Text verstanden haben muss, denn sonst kann ich ja gar nicht entscheiden, ob er für mich passt oder nicht. Carr scheint wohl anzunehemn, das Netz wäre eine Fülle von Wissensschnipseln, die wir nur durchscannen, um sie einzusammeln (was uns auf Dauer verblöden läßt). Ich halte dagegen, das Netz ist ein Datenhaufen, mit dem jemand, der nichts weiß, rein gar nichts anfangen kann. Jede gezielte Googlerecherche ist eine intellektuelle Anstrengung, bei der ich mein Wissen über den Sachverhalt mit einbringen muss, um eintscheiden zu können, dass mein Suchfund nicht Schrott, sondern eine Perle ist. Wer mit Verstand googelt, treibt Gehinrnjogging, was ihn weiter bildet. Und wer keine Ahnung hat, ist leider abgehängt im Netz. Wenn ich studentische Arbeiten korregiere, dann fällt sofort auf, wer tumb im Netz "rumgoogelt" und irgendwas zusammenschustert, und wer sehr gekonnt mit den Fundestellen zur Aufgabenstellung umgehen kann, sie richtig ausgewählt hat, und logisch sauber zu einem sinvollen Text zustammenstellt. Verflachung durch Googeln - wo bitte? Carr nennt meist nicht den Kontext, in dem eine Aktion stattfindet. z.B. zitiert er eine Studie, bei der über eye-tracking bei Probanten festgestellt wurde, dass sie im Schnitt nur 18 Sekunden auf einer Internettextseite verweilen. Daraus schließt er, die Leute lesen überhaupt nicht mehr im Netz. Er sagt uns aber nicht, welchen Leseauftrag die Probanten hatten. Wenn ich in einem Fachgebiet recherchiere, in dem ich mich auskenne, langen mir auch 18 Sekunden, um zu entscheiden, dass ich eine für mich unbrauchbare Seite vor mir habe, und ich springe zur nächsten. Wenn ich aber eine relevante Seite gefunden habe, dann kann das Lesen schon mal 5 Minuten dauern. Der Kontext entscheidet.
Carr denkt und schreibt extrem aufs Medium bezogen und berücksichtigt an nur ganz wenigen Stellen das gesellschaftliche Umfeld. Wenn heute ein Journalist kein "deep reading" macht und im Eiltempo durchs Netz flitzt, um zu einem Ergebnis zu kommen, dann könnte es doch sein, dass dieser Mensch nicht ein Netzjunkie ist, sondern dass sein Auftraggeber aus Rationalisierungsgründen fordert, dass ein Beitrag an nur einem Tag verfasst werden soll, zu dem früher eine Woche Zeit war. Oder wenn ein Angestellter seine Unterhaltung, oder seinen Schreibvorgang unterbricht, weil sich eine Mail oder eine SMS durch einen Piepser ankündigt, dann könnte es doch sein, dass dieser Angestellter es sich nicht leisten kann, auf eine Mail nicht rechtzeitig zu reagieren?
Es gibt ein langes Kapitel zu Google. Da wird die Konzerngeschichte beschrieben, und wir erfahren, wie Google Geld macht, schön. Dann schießt sich Carr wieder auf sein Kernthema ein, Google überfordert das Vorderhirn, und das trägt (bis auf Ausnahmen) zur allgemeinen Verflacung bei. Ich hätte mir in diesem Kapitel gerne eine Reflexion zur "filter bubble" (Eli Pariser) gewünscht, wo ich das "wirkliche" Problem der Googlerecherche sehe, dass nämlich über die Algorithmen (die übrigens erwähnt werden) der Suchende nur noch das als Fundstelle präsentiert bekommt, was zu seinem Profil passt, so dass er in der Tendenz nicht zur Erweiterung seines Gesichtsfeldes geführt wird.
Fazit: Die Kernthese des Buches finde ich höchst ärgerlich, weil sie letztlich verhindert, die sicherlich enormen Auswirkungen des Internets in unserem gesellschaftlichen Lebenskontext adäquat erfassen zu können. Zwei Punkte hat er aber doch verdient, weil die Beschreibungen, wie uns das Medium in den Bann ziehen kann, und welche zerstörerischen Wirkungen bei gegebenen Kontexten möglich sind, hautnah erzählt werden.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen teils mit Längen aber doch gehaltvoller Message, 4. Januar 2011
Von 
Charles Halloway (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Puh, das war aber doch irgendwie anstrengend, Herrn Carr über fast 300 Seiten zu folgen. Wenn die Nachforschungen von Nicolas Carr stimmen, hat das (auch) damit zu tun, dass ich - wie die meisten Menschen heutzutage - viel Zeit "im" Internet "verbringe".
Im Mittelpunkt von Carrs Buch steht die These, dass das Internet vom Menschen neue Denk- und vor allem neue Lesegewohnheiten fordert. Wobei "fordert" wohl nicht das richtige Wort ist. "Beibringt" würde es wohl eher treffen; wehren kann man sich dagegen nämlich nicht.. Laut Carr verbessern Internetnutzer ihre Fähigkeit, Texte zügig zu überfliegen und gezielt Informationen aus Texten (die via Bildschirm präsentiert werden) herauszufiltern. Einen längeren Text zu lesen - sprich auch ein Buch - wird aber für den modernen Menschen immer schwieriger. Lange Rede kurzer Sinn: Die Konzentrationsspanne verkürzt sich, logischerweise nimmt die Tiefe mit der man sich mit etwas (Carr wagt hier sogar den Schritt weg von reiner Informationsverarbeitung hin zum Privaten) auseinandersetzt ab. Man befindet sich nur noch im "seichten Wasser", also "in the shallows", so auch der Untertitel der englisch Originalversion. Oder um Carr zu zitieren: "Wir kratzen nur noch an der Oberfläche".
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und finde, dass englisch Sachbücher oft lockerer rüberkommen als die deutschen Übersetzungen. Wissenschaft scheint im englischsprachigen Raum wohl insgesamt weniger staubig als in Deutschland zu sein. Das Buch ist mit Schulenglisch "machbar", anstrengen muss man sich aber schon. Carrs Buch hat Längen, manchmal weicht der Autor ein wenig zu weit vom roten Faden ab und verirrt sich ein wenig auf seinen - durchaus spannenden - Exkursen. Aber halt... Vielleicht liegt das eben auch genau an meiner zu häufigen Internetnutzung. Durchkämpfen ist also die Devise.
Schreibt Carr aber dann doch eng an seinem roten Faden, ist das außerordentlich spannend und verstörend. "Verstörend" vor allem deswegen, weil man sich nicht dagegen wehren kann und weil sich unser Gehirn eben immer ändert; egal, ob wir das so wollen oder nicht. Carrs Buch ist ein wichtiges Buch, weil es klar macht, dass das Internet sicher Vorteile bietet, aber eben auch kein Allheilmittel ist. Wie man mit Carrs Erkenntnissen umgehen soll, bleibt jedem selbst überlassen. Carr liefert keine Patentrezepte, sondern gibt offen und ehrlich zu, dass er - trotz seines Wissens um die Problematik - große Probleme damit hat, selbst passend zu reagieren.
Insgesamt ein lesenswertes und intelligentes Buch mit wichtiger Message. Teil etwas langatmig und ein wenig zu ausufernd; deswegen - immerhin - vier gute Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Ein Kommentar zu unserer Cyber-Gesellschaft, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: The Shallows: What the Internet is Doing to Our Brains (Taschenbuch)
Der Klappentext behauptet, dieses Buch sei „Der stumme Frühling“ des literarischen Geistes. Zwar vergleicht man hier Äpfel mit Birnen, aber im Kern gibt es in diesem Buch eine provozierende Erörterung der Auswirkung verschiedener Techniken auf die Funktionsweise des Geistes. Carrs Hauptthese, die er in seinem Artikel „Is Google making us stupid?“ schon ausführlich erklärt, ist, dass das Internet Veränderungen in unseren Hirnen auslöst, die unsere Denk- und Erinnerungsvermögen nicht unbedingt positiv verändern. Grundsätzlich spielt das Internet die Rolle eines Universums der Ablenkung, das eine unendliche Vielfalt an leichter Unterhaltung und sinnlosen Unterbrechungen einführt, wodurch wir unsere Gehirne nach einem süchtig-machenden Muster von ineffektivem Multitasking trainieren. Wir heben die neue Technik auf ein Podest, als Eingang zu einer neuen Welt des Wissens und der Kommunikation, die viele Vorteile im Rahmen von sozialer Wechselwirkung, persönlicher Freiheit und wissenschaftlicher Bemühung mit sich bringt. Carr ist jedoch der Meinung, dieses Portal sei beileibe nicht ohne Nachteile, dass diese Technik unsere Fähigkeit des tiefen Denkens und das effektive Nutzen des Gedächtnisses beeinträchtigt.

Obwohl die Veröffentlichung seines Artikels / dieses Buches für Furore sorgte, worin der Autor als demagogischer Technikfeind dargestellt wurde, gibt es wenig luddistische Rhetorik hier, und das Buch ist mitnichten die großspurige Jeremiade, als die es oft abgestempelt wird. Das Buch selbst ist zum größten Teil gut geschrieben, die Kernargumente bleiben der Schilderung immer nah, und Recherchen, die die Behauptungen unterstützen, sind reichlich vorhanden. Sicherlich ist dies keine ernsthafte wissenschaftliche Arbeit und der Vorwurf ist wohl gerechtfertigt, dass sich Carr nur die besten Befunde herausgepickt hat, die seine These unterstützen. Dennoch bleiben genug Denkanstöße. Die Argumente des vorher erwähnten Artikels sind in dem Buch näher ausgeführt, mit interessantem, historischen Hintergrund, Forschungsergebnissen aus den Bereichen der Neurowissenschaft und Psychologie, und Parallelen zu anderen technischen Veränderungen. Trotzdem liest sich der Text phasenweise wie ein hetzend-geschriebener Studienaufsatz: Eine Kette von hoffnungsvoll würdigen Zitaten verknüpft durch gelegentliche Bindewörter („...und...“, „...aber...“). Die besten Kapitel sind die, wo sich der Autor vor dem Personalpronomen „ich“ nicht gescheut hat und die, die eigene Erfahrungen und Kämpfe des Autors mit der neuen Technik wiedergeben, sowie der leider allzu kurze Kapitel über den Einfluss des Internets auf den Verbrauch unserer Gedächtnisse.

Mit weniger als 250 spärlich gedruckten Seiten sollte dieses Buch selbst die Aufmerksamkeitsspanne von dem „novus homo“, den das Buch beschreibt, nicht erschöpfen. Es wird wohl für Menschen von Interesse sein, die auf beiden Seiten der Internetgeburt geboren wurden, und die gut recherchierten Berichte über historische Parallelen und psychologische Aspekte bieten viele kleine Leckerbissen für das Gehirn zu verdauen. Dass Carr getadelt wird, keine Lösungen zu den problematischen Entwicklungen, die er hervorhebt, anzubieten, zählt meiner Meinung nach zu den Stärken, nicht den Schwächen. Es handelt sich hier eher um einen Kommentar, und keine Kritik. Gesellschaftlicher Wandel lässt sich genau so gut aufhalten wie die Gezeiten, obwohl wir als Individuen unsere eigenen Wege beschreiten dürfen. Aber es ziemt sich für uns, diesen Wechsel wahrzunehmen.
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5.0 von 5 Sternen Da Sein (Tun) bestimmt unser Bewusstsein, 25. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer schon mal P. Watzlawick gelsen hat, wird auch diese Buch mit Begeisterung lesen.
Unsere Wahrnehmungen sind durch unser idividuellen Erfahrungen und Entwicklungen geprägt.
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The Shallows: What the Internet is Doing to Our Brains
The Shallows: What the Internet is Doing to Our Brains von Nicholas Carr (Taschenbuch - 27. Mai 2011)
EUR 12,95
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