Kundenrezensionen


28 Rezensionen
5 Sterne:
 (14)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissender Schreibstil macht dieses Buch zu etwas besonderem
4,5 Sterne!

We Were Liars kannte ich durch viele englische Booktuber. Da ich schon andere Bücher von Emily Lockhardt gelesen habe wollte ich auch We Were Liars unbedingt lesen. Während meines Londonaufenthalts viel mir das Buch zufällig durch das Projekt "Books On The Underground" in die Hände.
Ich bin ebenfalls der Meinung,...
Vor 7 Monaten von Flügel veröffentlicht

versus
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hatte mehr erwartet
Jap, der Klappentext verrät absolut nichts über das Buch. Und doch wird es momentan einfach so gehyped, dass ich das Mysterium um dieses Buch lüften musste, und erfahren wollte, worum es eigentlich geht.

Ich weiß, dass alle Booktuber sagen, dass es das Beste ist, wenn man nicht weiß, worum es in diesem Buch geht, wenn man...
Vor 9 Monaten von Die Lesetante veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hatte mehr erwartet, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Gebundene Ausgabe)
Jap, der Klappentext verrät absolut nichts über das Buch. Und doch wird es momentan einfach so gehyped, dass ich das Mysterium um dieses Buch lüften musste, und erfahren wollte, worum es eigentlich geht.

Ich weiß, dass alle Booktuber sagen, dass es das Beste ist, wenn man nicht weiß, worum es in diesem Buch geht, wenn man anfängt, es zu lesen. Irgendwie sehe ich nicht so ganz ein, warum das so sein soll. Wenn ich ein paar Eckdaten gehabt hätte, hätte das meinen Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt. Aber ich scheine alleine mit dieser Ansicht zu sein. Mich nervt es manchmal einfach, nicht zu wissen, worauf die ganze Geschichte denn jetzt hinausläuft.

Wie dem auch sei, ich werde eine Beschreibung des Inhalts abgeben (ohne Spoiler natürlich!). Wenn irgendwer das nicht lesen will, dann soll er einfach zum Fazit runterscrollen.

Es geht um die Familie Sinclair. An oberster Stelle steht Harris Sinclair. Ihm gehört die Privatinsel, die Häuser in denen seine Töchter wohnen und vor allem die Macht. Ich fand es schwierig, ihn einzuschätzen. Auf der einen Seite manipuliert er alle und behält seine Macht um jeden Preis. Auf der anderen Seite gibt es auch immer wieder Momente, in denen er nett zu seiner Enkeltochter ist.

Diese Enkeltochter und unsere Protagonistin ist Cadence. Ich könnte jetzt den ganzen Stammbaum erklären. Wichtig ist aber nur zu wissen, Harris hat drei Töchter, und diese haben insgesamt 7 Kinder. Jeden Sommer kommt die gesamte Familie Sinclair nach Beechwood, die Privatinsel.

Cadence verbringt ihre Zeit dort mit ihrer Cousine Mirren, ihrem Cousin Johnny und dessen Freund Gat. Gat gehört nicht zur Familie, ist jedoch Johnnys bester Freund und außerdem ein Neffe eines Bediensteten. Deshalb kommt er auch jeden Sommer mit. Cadence nennt ihre Gruppe liebevoll „Liars“. Warum genau, bleibt unklar.

In einem Sommer hat Cadence einen Unfall. Danach kann sie sich an nichts mehr erinnern, als dass sie sich anscheinend im Meer den Kopf angestoßen haben muss. Allerdings gibt es ein paar Ungereimtheiten an dieser Sache. Cady hat danach schlimme Kopfschmerzen und kann nicht mehr richtig am Leben teilnehmen. Deshalb kehrt sie einen Sommer lang nicht auf die Insel zurück. Als sie im nächsten Jahr wieder dort auftaucht, will keiner mit ihr über die Geschehnisse reden und ihr erzählen, was passiert ist.

Außergewöhnlich und sehr gut war der Schreibstil. Die Autorin hat viele Metaphern benutzt, besonders wenn es darum ging, verletzt zu werden. Außerdem wurden immer wieder Märchen-Elemente eingebaut, die Cady selbst geschrieben hat. Diese ließen sich immer auf ihre aktuelle Situation übertragen.

Die Familie Sinclair war sehr gut ausgearbeitet. Alle Mitglieder dieser Familie sind im Reichtum aufgewachsen und fühlen sich mehr oder weniger als etwas Besseres (die Erwachsenen zumindest). Allerdings war ich doch immer wieder geschockt über den Umgang miteinander. Die Familienmitglieder möchten nach außen hin perfekt erscheinen. In Wirklichkeit sind sie alles andere, als das. Zum Beispiel, als Cadys Vater die Familie verlässt, befiehlt ihre Mutter Cady, dass sie sich normal verhalten soll. Sie darf keine Gefühle zeigen. Auch, wenn es um den Großvater geht, versucht Cadys Mutter sie oft als Druckmittel einzusetzen. Verluste und negative Gefühle werden in der Familie einfach verschwiegen und unter den Tisch gekehrt.

Das Ende enthielt einen Plottwist, den ich so absolut nicht habe kommen sehen. Ich muss gestehen, dass ich mir während Cady Erinnerungen langsam zurückkehren, nicht viele Gedanken darüber gemacht habe, welche davon wahr sind und welche nur Einbildung. Deshalb war ich am Ende wirklich überrascht. Allerdings hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Das Buch war nicht schlecht oder so, aber bei all dem Hype habe ich wohl einfach zu hohe Erwartungen entwickelt.

Fazit:

Dieses Buch erzählt eine sehr tragische und dramatische Geschichte mit einem unvorhersehbaren Ende. Wer auf Familiensaga steht, auf mysteriöse und undurchdringliche Umstände, rätseln und ab und zu auch ein bisschen Verwirrtheit, der sollte es mit dieser Geschichte versuchen. Allerdings lohnt es sich wirklich, denn der Schreibstil war wirklich herausragend. Auch die Protagonistin Cadence hat mir sehr gefallen. Ich kann nicht so genau sagen, was mir insgesamt gefehlt hat, doch für mich ist es nicht so ein Buch, was mir ewig im Kopf bleiben wird. Es war definitiv außergewöhnlich und hebt sich von der Masse der YA-Bücher ab. Aber trotzdem hatte ich einfach mehr erwartet. Und dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissender Schreibstil macht dieses Buch zu etwas besonderem, 21. August 2014
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
4,5 Sterne!

We Were Liars kannte ich durch viele englische Booktuber. Da ich schon andere Bücher von Emily Lockhardt gelesen habe wollte ich auch We Were Liars unbedingt lesen. Während meines Londonaufenthalts viel mir das Buch zufällig durch das Projekt "Books On The Underground" in die Hände.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man so wenig wie möglich über dieses Buch wissen sollte, bevor man es liest. Der Spalt zwischen zu wenig und zu viel verraten ist bei diesem Buch sehr schmal; wer aber trotzdem ein bisschen mehr wissen möchte, kann sich den nächsten Absatz (natürlich ohne Spoiler!) durchlesen. Wer sich lieber überraschen möchte, überspringt diesen einfach.

Im großen und ganzen handelt das Buch von der Familie Sinclair, die sehr wohlhabend und gerade dafür bekannt sind. Die Familie, bestehend aus drei Generationen, besucht jeden Sommer ihre Privatinsel. Im Vordergrund steht unsere Protagonistin Cadence, die mit den Erwartungen kämpft eine richtige Sinclair zu sein, die sie aber offenbar nicht ist und nicht sein will. Sie trifft sich jeden Sommer mit Mirren, John und Gat und zusammen werden sie die Liars genannt. Eines Sommers hat Candence einen Unfall an den sie sich nicht erinnern kann und niemand will ihr erzählen, was wirklich passiert ist.

Der Schreibstil der Autorin macht dieses Buch wirklich aus. Es gibt einige Zeitsprünge, die mich manchmal verwirrt haben. Meistens konnte ich sie aber schnell einordnen. Vor allem die Emotionen der Protagonistin Cadence kommen durch den Schreibstil zum Ausdruck und sind der Dreh- und Angelpunkt. Auch gibt es einige Metaphern in Form von Märchen, die alle gut zur jeweiligen Handlung gepasst und richtig schön und tiefgehend waren.
Als Leser liest man nicht nur die Geschichte an sich, die bis zum Schluss sehr spannend und - zumindest für mich - unvorhersehbar ist und schließt mit Cadence Stück für Stück ihre Erinnerungslücken bis das große Gesamtbild sichtbar wird. Man erhält durch viele erzählte Erlebnisse von Cadence zusätzlich einen Einblick in das Leben der Sinclairs und die Treffen der Liars.

FAZIT
We Were Liars hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil hat mich begeistert und mitgerissen. Cadence war eine tolle Protagonistin und überhaupt waren alle Charactere gut ausgearbeitet und greifbar - auch wenn es am Anfang schwer war bei den vielen Charakteren die Übersicht zu behalten. Die Handlung war bis zum Schluss spannend und das Ende hat mich überrascht.

Zum Englisch:
Zuerst viel es mir schwer mich einzulesen aber nach einigen Kapiteln war mir der Schreibstil und die Charaktere soweit vertraut, dass ich der Handlung gut folgen konnte. Allgemein finde ich das Englisch einfach verständlich und sollte für Leute, die sich mit der englischen Sprache einigermaßen auskennen kein Problem sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Geschichte mit einem herausragenden Schreibstil, 29. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Kindle Edition)
"We Were Liars" gehört wohl zu den Büchern, über die im Jahr 2014 am meisten gesprochen und geschriebe wurde. Englischsprachige Blogs überschlugen sich mit positiven Bewertungen und somit wurde auch ich neugierig, denn ich wollte unbedingt herausfinden, was sich hinter dieser geheimnisvollen Geschichte versteckt.

Bereits am Anfang war mir klar, dass ich im Gunde genommen rein gar nichts weiß, denn in der Kurzbeschreibung wird nicht unbedingt viel verraten, sodass es in der Geschichte um alles oder auch um nichts gehen könnte. Meine Erwartungen waren demnach sehr hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, denn "We Were Liars" entpuppt sich als spannende Geschichte, die mich in den Bann ziehen konnte.

Der Schreibstil ist außergewöhnlich und mitreißend. Die Geschichte liest sich flüssig, fast bis zum Schluss geheimnisvoll und spannend. Das Ende selbst hätte ich in keinster Weise so erwartet, sodass die Autorin mich oftmals auf die falsche Spur geführt hat. Die Dialoge lesen sich hervorragend, Figuren und deren Umgebung sind detailliert ausgearbeitet und ich konnte mich auf alle von ihnen einlassen - auch wenn nicht alle unbedingt sympathisch waren.

Das Hauptaugenmerk ist hierbei auf Cadence gerichtet. Diese hatte einen Unfall und leidet seitdem an großen Kopfschmerzen. Jeden Sommer verbringt sie ihre Ferien auf Beechwood, eine Insel, die ihrer Familie gehört. Diese Familie ist stellenweise alles andere als sympathisch, denn besonders ihr Großvater Harris ist ein herrschsüchtiger Mann, der gerne seine Familie um sich hat, um diese zu kontrollieren. Obwohl Cadence Unfall für Unruhe gesorgt hat, möchte ihre Familie das Thema am liebsten totschweigen und sie bekommt nur wenige Antworten auf ihre viele Fragen. Dadurch muss sie weiterhin ohne Erinnerungen an dem Tag leben und muss diese mühevoll für sich selbst zurückerlangen.

Wie oben bereits erwähnt, weiß man bei dieser Geschichte nie so ganz, woran man tatsächlich ist. Die Geschichte bleibt auf vielen Strecken mysteriös und in meinem Kopf haben sich immer mehr Fragezeichen gebildet, sodass mich das Ende tatsächlich beinahe umgehauen hat, denn ich hätte ja quasi mit allem gerechnet, nur eben nicht mit so einem Twist.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich diese ganze Geheimnistuerei um das Buch gar nicht gebraucht hätte, denn eine normale Kurzbeschreibung, die zumindest etwas verraten hätte, hätte mich ebenfalls zu diesem Kauf bewegt. Hier wurde ein Hype geschaffen, der dem Buch zum Teil nicht gerecht wird. Die Geschichte ist gut, keine Frage, wird aber wohl niemals in die Top 10 meiner Lieblingsbücher gelangen, da ich dieses Buch sicherlich kein zweites Mal mehr lesen werde, da der Überraschungseffekt einfach nicht mehr vorhanden ist.

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich mag die Farben und das verschwommene Foto passt perfekt zu den verlorenen Erinnerungen, denn so sind die Figuren, die hier abgebildet sind, auch nicht direkt greifbar. Die Kurzbeschreibung ist geheimnisvoll und verrät nur wenig. Wer sich also einfach vollkommen unvorbereitet auf ein Buch einlassen möchte, sollte dies nach dieser Kurzbeschreibung unbedingt versuchen.

Insgesamt konnte mich E. Lockhart mit einem spannenden Plot, interessanten Figuren und einem herausragenden Schreibstil von sich überzeugen. Zwar kann ich den ganz großen Hype um die Geschichte immer noch nicht so ganz verstehen, möchte das Buch aber dennoch jedem Leser ans Herz legen, der sich auf eine Geschichte ohne großes Vorwissen einlassen möchte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn die Erinnerung zurückkommt..., 3. Dezember 2014
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
Cadence ist in eine sehr reiche Familie hineingeboren, die jeden Sommer zusammen auf einer eigenen Insel verbringt. Alles scheint rosig zu sein. Oder? Jedenfalls hatte Cadence das immer gedacht, bevor sie vor 2 Jahren einen schlimmen Unfall auf der Insel hatte, seitdem unter Gedächtnisverlust leidet und das Gefühl hat, dass da irgendwas nicht stimmt. Nach zwei Jahren Abstinenz von der Insel will sie endlich zurückkehren, um ihre Erinnerungen zurückzubekommen und wieder ein Mensch zu werden. E. Lockhardt erzählt diesen Prozess recht spannend. Langsam wird alles enthüllt. Zwar ist die Geschichte sommerlich und locker erzählt, in ihr steckt aber trotzdem eine schwere Tragik, die einen gegen Ende den Atem raubt. Ich habe das Buch gern gelesen, aber so das letzte i-Tüpfelchen fehlte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Be a little kinder than you have to, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Kindle Edition)
Es war einmal eine wunderschöne und erfolgreiche Familie. Sie verbrachte ihre Sommertage auf einer kleinen privaten Insel an der Küste Massachussets. Ein gestrenger Hausherr wachte über sie alle. Er wollte nur das Beste für seine Töchter und Enkel. Doch das Beste war noch nicht gut genug. Angetrieben von dem Wunsch, ihm zu gefallen, verstrickten sich die Töchter in Lug und Trug. Doch das Imperium sollte nicht ewig währen.

Eines muss man den Verlegern dieses Werkes lassen: man hat wahrlich keine Kosten und Mühen gescheut, um dieses Buch wie ein Mysterium anzupreisen. Um die Qualität dieses Buches noch höher zu schrauben, wird der Verkauf gleich durch eine ganze Auflistung an Pressestimmen und Zitaten von namhaften Autoren ergänzt. Ein paar Beispiele:

“Thrilling, beautiful, and blisteringly smart, We Were Liars is utterly unforgettable.”
- John Green

“Lockhart has created a mystery with an ending most readers won’t see coming, one so horrific it will prompt some to return immediately to page one to figure out how they missed it. At the center of it is a girl who learns the hardest way of all what family means, and what it means to lose the one that really mattered to you.”
-Publishers Weekly, starred review

“This mindblowing YA thriller from E. Lockhart will make you glad you’re the 99 percent…And that’s about all we can tell you when it comes to the story of ‘We Were Liars,’ the book by E. Lockhart that everyone will be reading, and re-reading, this summer. It’s twisty, it’s mysterious, and it’s got a surprise ending that’ll knock your socks off.”
-Kat Rosenfield, MTV News

Die Geschichte rund um die Sinclair-Familie steht ganz im Zeichen von Desperate Housewives, American Beauty und Pretty Little Liars. Die Familie ist das hochgehaltene Alpha und Omega, doch die aufgeputzte Fassade ist starken Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Alles ist mehr Schein als Sein – und dieser Schein soll um Gottes Willen um jeden Preis aufrechterhalten werden. Perfektion ist Alles, Perfektion ist Kapital und von letzterem haben die Sinclairs reichlich. Der alljährliche Sommerurlaub wird auf der eigenen Insel mit vier stattlichen Häusern verbracht. Dort buhlen vor allem die drei Töchter von Harris Sinclair um seine Gunst, denn ihren Lebtag hatten sie alles, was sie sich wünschten. Nie mussten sie einer richtigen Arbeit nachgehen, also sind sie angewiesen auf das großzügige Erbe des dominanten und autoritären Inselherrschers. Auch die Kinder haben unter dem konservativen Zepter zu leiden und werden für die Bemühungen der Erwachsenen instrumentalisiert.
Wir folgen der Geschichte der Sinclairs durch Cadence Sinclair Eastman. Sie ist fast 18 Jahre alt, als sie beginnt, uns von dem Sommer zu erzählen, als sie 15 war. Es war ein Sommer wie jeder andere auf Beechwood Island und doch sollte sich alles ändern. Cadence wird Opfer eines tragischen Unfalls. Die kommenden Monate und Jahre sind durchzogen von schrecklichen Kopfschmerzen und Gedächtnislücken. Außerdem erachtet es ihre Familie für geboten, dass sie die nächsten Sommer nicht auf der Insel verbringen soll. Diese Isolation und Ungewissheit ist das Schlimmste für sie: Cadence weiß nicht, was im Sommer 15 vorgefallen ist. Nur langsam kommen die Erinnerungen zurück.

Häppchen für Häppchen erfährt man mehr und mehr über die Intrigen innerhalb der Familie und die Lasten, die auf einem jeden Mitglied liegen. Es scheint, als hätte jeder Dreck am Stecken. Nur ganz sachte eröffnen sich die Ereignisse rund um Cadence’ Unfall. Niemand hilft ihr auf die Sprünge, sie muss selbst herausfinden, was vorgefallen ist. Cadence bedient sich bei der Schilderung der Ereignisse einer sehr jugendlichen Sprache, angereichert mit Melancholie und Leidenschaft. Die Wortwahl ist simpel, aber kunstvoll arrangiert und wirkt dadurch streckenweise sehr poetisch. Besonders über ihre Familie schreibt sie, als wären sie alle Teil eines Märchens mit der berühmten Frage nach der Moral von der Geschicht’. Bekannte Märchenthemen werden dabei zu einer Allegorie ihrer Familie und so dringt man immer tiefer in die Strukturen dieses Geschlechts ein, von dem man wahrscheinlich kein Abkömmling sein möchte. Was wirklich mit Cadence vorgefallen ist, soll natürlich auch hier nicht berichtet werden. Es ist der Geschichte zuträglich, wenn man so wenig wie möglich über die Personenkonstellationen weiß, deswegen möchte ich hier auch nicht wirklich darauf eingehen. Was man allerdings anmerken kann ist, dass die Charaktere für einen Jugendroman erstaunlich viel Tiefgang aufweisen. Auch der scheinbare Wert von Standesunterschieden und kultureller Herkunft wird thematisiert, ein Wert wie er in heutigen Gesellschaften mehr als antiquiert sein sollte, aber sicherlich dennoch nicht ad acta gelegt worden ist.

Der Twist am Ende der Geschichte ist viel gerühmt, vielleicht aber auch in Teilen überbewertet. Möglicherweise ist man als geübter Leser schon zu sehr an die verschiedensten Geschichtskonstruktionen gewöhnt und auch, wenn man fleißig Filme (besonders Psychothriller schaut) dürfte einen das Ende nicht im Mindesten aus den Socken hauen. Im Grunde war mir schon nach den ersten Kapiteln klar, was da ungefähr passiert ist. Ich wusste zwar noch nicht wie, aber ich wusste, was das Resultat ist. Dennoch … auch dieses Erahnen hat einen ungeahnten Reiz ausgemacht, das Buch so schnell wie möglich durchzulesen. Entweder möchte man herausfinden, was passiert ist oder man möchte wissen, ob man Recht behalten sollte. So oder so vermag es die Erzählweise, einen in einen Lesetornado zu ziehen, aus dem man erst entlassen wird, wenn die letzte Seite gelesen ist. Ob überraschend oder nicht, dieses Buch sollte gelesen werden. Die eigene Meinung kann nicht ersetzt werden und spannende Lesestunden mit vielen Fragezeichen sind garantiert. Denn Sicherheiten gibt es hier keine.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Was geschah Sommer 15?, 25. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
Sie kommen jeden Sommer auf die Insel seit sie acht Jahre alt sind. Es ist ihre Insel und sie gehört dem Großvater von Cadence, die älteste der Enkel und Enkelinnen. Es waren wundervolle Sommer voller Sonnenuntergänge, Strandtage. Es waren nur sie vier: Mirren, Johnny, Cady und Gat. Liebe, Freundschaft und geteilte Momente.
Bis im Sommer fünfzehn sich alles änderte. Niemand weiß, was geschehen ist. Sie wissen nur, dass Cadence seitdem an extremen Kopfschmerzen leidet, die ihr Leben beeinträchtigen. Sie hat ihre Erinnerungen an diesen Sommer verloren. Doch was ist geschehen?

Die Frage muss sich der Leser stellen und sie treibt ihn durch die Geschichte. Man begleitet Cady duch die Suche nach ihrer Erinnerung. Wie sie auf die Insel zurückkehrt, zu ihren Freunden, zu ihrer Liebe. Mit ihrer Familie und trotzdem scheint sich etwas geändert zu haben. Nur was?
Dabei ist es nicht nur eine Geschichte über die Suche nach der Wahrheit, sondern auch über die schwierigen Verhältnisse einer reichen Familie. Denn sie gehört zu den Sinclairs, einer alten amerikanischen Familie, die sich immer weiter auseinanderzutreiben scheint. Probleme in einer Welt, bei der Geld keine Rolle spielt.
Das Setting und die Eingrenzung auf die Insel, die nur im Sommer an Bedeutung gewinnt, erzeugt eine Art klaustrophobisches Gefühl. Die Wahl der Verdächtigen, falls sie überhaupt verdächtig werden müssen, grenzt sich ein und die Möglichkeiten sind minimiert. Ein sommerliches Gefühl kommt auf, am Strand und mit Grillen, dem ein großer Schatten beiwohnt.
E. Lockhart gelingt eine Geschichte zum Miträtseln, bei der sie Andeutungen macht, den Leser vorantreibt, immer weiter, immer tiefer in die Erinnerungen Cadys, immer weiter in die familiären Verhältnisse hinein, bei denen keiner mit Cadence über diesen einen Sommer reden will.
In einem poetischen und phantastischen Schreibstil versucht sie die Leser auf die falsche Fährte zu führen. Mit intelligenten Metaphern und Märchensequenzen, in denen man versucht die Wahrheit zu finden, der Autorin auf die Schliche zu kommen.
Leider verrät sie schon zu viel und man kann sich schnell die Tragödie zusammenreimen. Die Überraschung bleibt aus und manche Parallele zu bekannten Filmen lässt sich finden. Diese frühere Erkenntnis raubt ein wenig den Reiß an den Roman, der sich spätestens ab der Hälfte des Buches fast selbst enthüllt und dem Leser seine Geheimnisse preisgibt.
Auch ist die Protagonistin Cadence an mancher Stelle eher nervtötend, als wirklich zugänglich. Man will mit ihr mitfühlen, doch als jemand, der seine Habseligkeiten weggibt und diese als "Charity"sieht, fehlt es dem Leser schwer sich mit ihr zu identifizieren oder ihre Verhältnisse und Verhaltensweisen wirklich kritisch zu hinterfragen. Was den anderen Charakteren und ihrem Umfeld nicht schaden kann. Durchweg unterschiedliche Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, manchmal so abstrus, dass sie einem wieder sympathisch sind. Das macht sie menschlich, eine Sache, die Cadence manchmal fehlt.
Trotz allem bestimmt oftmals die Oberflächlichkeit das Spiel. Alles ist nur auf dieses eine Ende hinauskonstruiert, was der Gesamtheit an Tiefe nimmt. Viel zu wenig erfährt man über die Familien selbst und nur am Rande. Mehr Hintergrund hätte nicht geschadet.
So ist "We were Liars" nicht der großartige Roman, als der er verkauft wird. Durchaus spannend, auch wenn dem Geheimnis schnell die Luft ausgeht, in einer interessanter Sprache. Ein Roman, bei dem der Sommer die Tragödie schrieb, die der Leser viel zu schnell erkennt.

Fazit
"We were Liars" ist ein interessanter Roman zum Miträtseln. Filmähnlich, spannend und in wundervoller Sprache, der über sein eigenes Konzept stolpert und oftmals nur an der Oberfläche schabt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen The tragic story of a family crumbling under the weight of its money, prestige and secrets., 5. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
Cadence Sinclair has spent her summers on Beechwood, a family island which belongs to her grandfather. She and the other grandchildren who are also her best friends since childhood call themselves the Liars. Cady tells you what it means to spent summers on Beechwood island. What is expected from you as a Sinclair and what does it mean to live with regrets, in a world in which no mistakes are allowed?
Stories set on a private island that only very few people have access to always draw me to them, especially if there's talk about a mystery and dark family secrets.
For me WE WERE LIARS was not so much a thriller working with tension and anticipation. I experienced it more as a live rendition of Cady's thoughts, piecing together what happened two summers ago. E. Lockhart's writing was jumbled, incoherent (kind of like Cady's memories), and absolutely not fit to engage a reader like me.
I have no idea why the teens were called Liars because in the end there really weren't that many secrets to be surprised about. I didn't connect with the characters at all, not even with Cady. And the entire family, the prestige, manipulation and money, everything that determined the Sinclairs' lives, was just so insufferable. No family I could bring myself to care about.

2/5 ** WE WERE LIARS – The tragic story of a family crumbling under the weight of its money, prestige and secrets.

I guess this is one of the reads you either really really like because you get it, or you don't. Well, I didn't. Couldn't see the sense behind all of Cady's musings and her telling you about her great Sinclair family. Originally, I didn't plan to read WE WERE LIARS and only wanted it since everyone else started talking about how much they wanted it. I should've listened to my original feeling that this wouldn't be a story for me.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Gutes Buch mit tollem Schreibstil, 18. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Kindle Edition)
Inhalt (hier möchte ich nicht zu viel verraten): Das Buch handelt von der Familie Sinclair, die jeden Sommer auf einer Privatinsel verbringt. Es geht vorallem um Cady, unsere Protagonistin, die mit dem Druck und den Erwartungen der Familie zu kämpfen hat und um den Unfall, der in einem der Sommer passierte.

Im Vorfeld habe ich schon viel über "We were liars" gehört. Viele waren sehr angetan von dem Buch, andere wiederum fanden es nicht besonders.
Nun wollte ich mir meine eigene Meinung dazu bilden und da es das Ebook für ca. 1€ gab, habe ich schnell zugeschlagen und es sogar kurze Zeit nach dem Kauf auch schon gelesen.

Ich habe einige Ebooks auf meinem Kindle, außerdem habe ich meinen Kindle seit fast 2 Jahren, aber ich habe noch kein komplettes Buch darauf gelesen, weil mir richtige Bücher einfach lieber sind.
"We were liars" hat es nun geschafft. Es war das erste vollständige Ebook was ich auf meinem Kindle gelesen habe. Innerhalb von 1,5 Tagen hatte ich es durchgelesen.
Und ich muss sagen, dass es mir gefallen hat. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was in diesem einen Sommer passiert ist und konnte meinen Kindle kaum aus der Hand legen, ich wollte die Auflösung so schnell wie möglich heraus finden. Viele meinten, dass sie das Ende ab einem gewissen Punkt so kommen sahen, ich persönlich nicht, ich habe mit etwas anderem gerechnet.

Es gibt viele Zeitsprünge, wodurch ich teilweise gar nicht richtig wusste, wann genau was passierte. Was aber nicht tragisch ist.
Ich finde den Schreibstil mit den vielen Metaphern sehr toll, und das Englisch ist meiner Meinung nach auch recht verständlich. Wenn ich etwas mal nicht verstanden habe, habe ich meistens einfach drüber weg gelesen.

4,5 von 5 Sternen würde ich dem Buch geben, da mich ein Buch vollkommen umhauen muss, um 5 Sterne zu bekommen. Und da sich manche Sachen doch wiederholt haben und ich ab und zu an manchen Stellen etwas gelangweilt war, kann ich keine 5 Sterne geben. Es war wirklich gut und man denkt auch nach dem Beenden des Buches über die Auflösung nach, zumindest ging es mir so, aber zu 5 Sternen recht es nicht ganz.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Das beste Buch seit langem!, 2. August 2014
Von 
Mioli - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
Wie vermutlich viele andere Interessenten bin ich auf E. Lockharts "We were liars" durch Youtube aufmerksam geworden. Dort wurde dieses TBuch von diversen Booktubern empfohlen und da ich auf der Suche nach neuer Strandlektüre war, bestellte ich es kurzerhand in der Taschenbuchversion.
Der 99Cent Preis für Kindle ist dennoch absolut unschlagbar!

Es fällt schwer, den Inhalt zu beschreiben ohne schon viel vorweg zu nehmen.
Es dreht sich im wesentlichen um Cadence "Cady" Sinclair, geboren mit in eine reiche und altehrwürdige amerikanische Familie, die ihre Ferien in großem Kreis auf der Privatinsel Beachcreek Island verbringen. Doch nicht alles ist so perfekt, wie es die Familie die Außenwelt vermuten lässt und Cady kämpft stark mit hohen Erwartungen, falschen Freunden und Druck von allen Seiten.

Wirklich wunderschön ist die Schreibart der Autorin in diesem Buch. Lange hatte ich als Leser absolut keine Ahnung, was handlungstechnisch grade passiert, da es viele Zeitsprünge und Gedankenfetzen gibt, doch immer hatte ich diesen Drang die Story weiter zu lesen. Geschrieben mit einer Leichtigkeit und Ironie, die im starken Kontrast zum teilweise sehr düsteren Inhalt des Buches ist, fesselte das 240-Seiten Büchlein mich ungemein.
Grade zum Ende hin wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Cady und ihren Freunden weitergeht und das Ende hat mich wirklich überrascht. Ich habe das Buch im Flugzeug gelesen und war den Tränen wirklich nahe, was mir sonst selten passiert! In einem Rutsch habe ich das Werk verschlungen und es jagt mich in meinen Gedanken noch knapp 3 Wochen später und lässt mich einfach nicht los.

Interessant ist, dass es nicht chronologisch aufgebaut ist und Zeit und die reine Handlung eher in den Hintergrund treten, während Cadys Emotionen stark durchscheinen und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind. Man muss sich drauf einlassen und wer eine leichte Sommerlektüre sucht, ist hier absolut fehl am Platz.
Trotzdem oder grade deswegen gebe ich "We were liars" 5 von 5 Sternen, da es mich tief berührt hat.
Ich kann es voll und ganz empfehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mind blowing!, 3. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: We Were Liars (Taschenbuch)
Ich liiiiiiebe den schreibstil von e. Lockhart in diesem buch!!!!! Sowas von toll und einzigartig. Die atmosphäre, welche sie dadurch schafft ist unglaublich dicht und traumähnlich. Die geschichte hat mich von anfang an in ihren bann gezogen und ich konnte das buch nicht mehr aus der hand legen. Eine absolute empfehlung!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

We Were Liars
We Were Liars von E. Lockhart (Gebundene Ausgabe - 13. Mai 2014)
EUR 14,28
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen