Kundenrezensionen


132 Rezensionen
5 Sterne:
 (28)
4 Sterne:
 (26)
3 Sterne:
 (35)
2 Sterne:
 (22)
1 Sterne:
 (21)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, aber keine "leichte Kost"
So ist das halt mit den Nachfolgestories zu Bestsellern: sie kommen an den "Urknall" nicht mehr wirklich ran.
Auch dieser Dan Brown ist, wie die meisten seiner Bücher, spannend angelegt - ein echter Pageturner, da sich die Story nur nach und nach entfaltet, und viele Überraschungen und Raum für Spekulationen bietet.
Allerdings ist die Handlung,...
Veröffentlicht am 23. Februar 2010 von Dreamteam

versus
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnitzeljagd für Erwachsene
Illuminati" hat mich zu einem Fan von Dan BROWN gemacht. Die gelungene Mischung von Thriller und einer außergewöhnlichen brillanten Stadtführung durchs katholische Rom, verbunden mit einer Einführung in alte Verschwörungstheorien war vergnüglich zu lesen. Sakrileg" , wo London und Paris die Schauplätze waren fiel etwas ab, da der Plot...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von Volker Wrusch


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnitzeljagd für Erwachsene, 27. Oktober 2009
Illuminati" hat mich zu einem Fan von Dan BROWN gemacht. Die gelungene Mischung von Thriller und einer außergewöhnlichen brillanten Stadtführung durchs katholische Rom, verbunden mit einer Einführung in alte Verschwörungstheorien war vergnüglich zu lesen. Sakrileg" , wo London und Paris die Schauplätze waren fiel etwas ab, da der Plot nun bekannt war, der Spannungsbogen weniger dramatisch und die Verschwörungstheorie so überladen wie sattsam bekannt war. The lost symbol", im englischen Original gelesen, war eine Enttäuschung. Die Handlung spielt nun in Washington, was für einen amerikanischen Autor wohl immer mit einer Überflutung von patriotischen Gefühlen einhergeht. Überspitzt gesagt ist die Grundaussage des Buches, dass es wohl Gott geben muss, weil er so etwas Tolles wie die Amerikaner erschaffen hat. Denn am Ende des Buches, das kann ich sagen, ohne zu viel zu verraten, passiert fast gar nichts mehr. Warum sich der CIA so für den Fall interessiert, bleibt ziemlich nebulös.
Robert LANGDON, der aus den vorigen Büchern bekannte Symbologe wird zu einer Rede nach Washington eingeladen. Dort stellt er fest, das sein Freund, ein Mitglied einer bedeutenden Freimaurerloge verstümmelt und entführt worden ist. So beginnt die übliche Schnitzeljagd zu verborgenen und weniger verborgenen Sehenswürdigkeiten von Washington. Nebenher erfährt man etwas über Noetik. Darunter verstand man früher eine vorwissenschaftliche philosophische Aussage über den Geist, heute bezeichnet es eine obskure esoterische Beschäftigung mit Phänomenen wie Geistheilung und Hellsehen. Damit arbeitet die gängige weibliche Heldin des Buches, die Schwester besagten Freundes. Was sie dort eigentlich macht wird, bleibt aber auch eher dunkel und ist wenig anregend. Insgesamt wird man von der Handlung wenig mitgerissen. Die Dialoge sind teilweise grottenhaft schlecht und aufgeblasen. Eine Stelle, wo LANGDON vor Studenten spricht ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Er schwadroniert dort über das Licht der Erkenntnis. Dann sind alle Stundenten natürlich muckmäuschenstill und schwer betroffen. Die Studenten, die bei solchen platten Gemeinplätzen vor Ehrfurcht erstarren, möchte ich mal sehen. Das ist sehr naiv. Als Freimaurer würde ich mich ärgern, wenn ich so geschildert werde, wie diese Abziehbilder in dem Roman.
Allerdings bekommt der Leser durch den Roman Lust, wie schon bei den früheren Büchern, den Handlungsort als Tourist zu besuchen und die angezeigten Sehenswürdigkeiten werden in der Folge wohl einen Ansturm erleben. Ich dagegen bleibe nur noch mäßig gespannt, wohin die Reise von LANGDON wohl das nächstes Mal geht- China, Indien, Deutschland? Der Hype um den Roman ist extrem übertrieben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


87 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dan Brown kann alles... sogar langweilen, 30. September 2009
Von 
Christian Rendel (Witzenhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Beste, was ich noch über "The Lost Symbol" sagen kann, ist, dass es mich sehr motiviert hat, die US-Hauptstadt zu besuchen und mir ihre architektonischen Schätze selbst anzuschauen. Ansonsten ist das Buch ein unglaublicher Langweiler.

Unser brillanter Harvard-Symbologe Robert Langdon taucht also diesmal in die Welt der Freimaurer ein. Ein geheimnisvoller Bösewicht entführt Langdons Freund, der ein hochrangiger Freimaurer ist, und erpresst Langdon dazu, für ihn auf die Suche nach einer ebenso geheimnisvollen Pyramide zu gehen, auf der sich wiederum eine geheimnisvolle Karte befindet, die angeblich zum noch geheimnisvolleren Versteck der allergeheimnisvollsten "Ancient Mysteries" führen soll. Die will der Bösewicht haben, weil er sich davon den Schlüssel dazu erhofft, seine eigene Verwandlung in einen allmächtigen Dämon zu vollenden. Aha.

Dann kommt noch die geheimnisvolle Direktorin einer geheimnisvollen CIA-Abteilung ins Spiel, die bereit ist, dem Bösewicht zu geben, was er will, und dafür sogar das Leben von Langdons entführtem Freund und auch das von Langdon selbst zu opfern. Grund dafür ist angeblich der Umstand, dass noch viel mehr auf dem Spiel steht als nur die Geheimnisse der Freimaurerei und das Leben eniger Leute, sondern - Trommelwirbel - eine geheimnisvolle nationale Sicherheitskrise!

Das Dumme ist nur, dass der Leser erst gegen Ende des Buches erfährt, was das denn für eine Krise sein soll. Dan Brown missachtet hier völlig den ersten Grundsatz der Spannungserzeugung: Der Leser muss wissen, was auf dem Spiel steht. Allerdings hat Brown auch allen Grund dazu, das so zu machen, denn als dann endlich herauskommt, was es mit der "Krise" auf sich hat, entpuppt sie sich als Rohrkrepierer. Mehr als eine mittelschwere PR-Krise ist es nämlich eigentlich nicht. Wenn Brown wirklich nicht mehr auf der Pfanne hatte, war es vielleicht tatsächlich noch das Beste, den Offenbarungseid so lange wie möglich hinauszuzögern.

Apropos Offenbarung: Natürlich gibt es auch in "The Lost Symbol" wieder die Dan-Brown-typische überraschende Wendung auf Seite 448. Nur überrascht sie da leider niemanden mehr. Der Leser hat sie nämlich schon spätestens seit Seite 221 kommen sehen.

Dasselbe Problem besteht bei den wiederum Dan-Brown-typischen Rätselspielen, die ja normalerweise eines der Merkmale sind, die an seinen Büchern am meisten Spaß machen. Hier jedoch sind sie so schlichtsinnig, dass die Frage, wieso Langdon immer so lange braucht, um dahinter zu kommen (und wieso man dafür überhaupt einen Harvard-Symbologen braucht), noch das Rätselhafteste daran ist. Manche Lösungen springen einem förmlich ins Gesicht, und dann muss man sich noch durch ein Dutzend Seiten quälen, bis Langdon es endlich auch geschnallt hat. Vielleicht sollte der Professor allmählich ans Emeritieren denken.

Der größte Mangel des Buches ist aber, dass es eigentlich nur aus "McGuffins" besteht - so nannte Hitchcock leere Versatzstücke in einer Geschichte (wie etwa den Aktenkoffer mit "geheimen Dokumenten" in "39 Steps"), die als Spannungselemente nur so lange funktionieren, solange sich niemand fragt, was es mit ihnen eigentlich auf sich hat. In "The Lost Symbol" führt immer nur ein McGuffin zum nächsten, der Inhalt des "Koffers" kommt nie zum Vorschein. Kann er auch nicht, es gibt nämlich keinen. Erst ganz am Schluss, als eigentlich schon alles vorbei ist, sieht Brown sich genötigt, seine Helden noch ein bisschen in der dünnen mystisch-philosophischen Suppe vom "Anzapfen der ungenutzten Potenziale des menschlichen Geistes" herumrühren zu lassen - auch wieder nur ein Versatzstück.

Bis dahin ist der Leser freilich vor Langeweile so benebelt, dass er sich vielleicht gar nicht mehr die Frage stellt, was denn an dieser umwerfenden Offenbarung so geheimhaltungswürdig gewesen sein soll.

"Angels and Demons" war ein richtig guter, intelligenter Thriller. "The Da Vinci Code" war zwar inhaltlich albern, aber wenn man ein Auge zukniff und so tat, als wüsste man nichts über Kirchengeschichte, immerhin recht spannend. In "The Lost Symbol" zeigt Dan Brown, dass er nicht nur albern sein, sondern auch langweilen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


128 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gehobenes Mittelmaß - Nicht den Hype wert, aber durchaus unterhaltsam, 22. September 2009
Sollte es Ihnen so vorkommen, als redete ich ein bisschen um den heißen Bei herum - dann ist das auch so. Ich möchte bei dieser Rezension gerne so genau wie möglich sagen, was ich warum wie empfinde, OHNE aber zuviel von der Handlung preiszugeben: diese Rezension ist also Spoiler-frei.
Worum es in der Geschichte geht, erklärt die Produktbeschreibung, hier geht es nur um die Bewertung.
The Lost Symbol kann meiner Meinung nach nicht mit den Vorgängern mithalten. Vielleicht liegt es daran, dass Langdons Herangehensweise an seine "Fälle" gerade das ist, was die Bücher ausmacht. Und DAS lockt bei Buch drei niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Alles schonmal da gewesen. Und ganz im Gegenteil: Seine Einstellung und seine Sprüche klingen doch oft SEHR dick aufgetragen.(Beispiel "Ich gehöre auch einer Geheimorganisation an, und knie alle sieben Tage am Tag des Sonnengottes vor einem antiken Folterinstrument und nehme Blut und Menschenfleisch zu mir" - als Anspielung auf das Christentum und das Abendmahl, mit der er seine Studenten schockt.). Das ist zwar ein, zwei Mal echt lustig, aber man wird das Gefühl nicht los, das Dan Brown krampfhaft versucht, besonders schlau und gewitzt zu wirken.
Natürlich gibt es auch dieses Mal wieder ein großes Geheimnis, das es zu lüften gilt. Was nervt ist, der sich STÄNDIG wiederholende Dialog zwischen Langdon und so ziemlich allen anderen Charakteren des Buches: "Es gibt ein Geheimnnis, Mr Langdon" - "Nein, gibt es nicht" - "Da Geheimnis existiert, Mr Langdon" - "Nein, es ist ein Mythos" - "Es gibt dieses Geheimnis wirklich, Mr Langdon" - "Nein, das gibt es nicht" usw etc pp. In jedem Kaptiel, in dem Langdon mitspielt gibt es einen derartigen Dialog und nach einem Drittel des Buches weiß man immer noch so viel wie am Anfang. LANGWEILIG! Währen man in Davinci Code und Illuminati noch Puzzlteile Stück für Stück zusammengeführt hat, wird in The Lost Symbol die ganze Zeit das gleiche beredet, um dann relativ schnell gegen Ende des Buches zu einer Erleuchtung zu kommen.
Was ich am schlimmsten finde, ist jedoch die Logik der Hauptdarsteller, die Dan Brown für das Heranschreiten des Plots opfert. Also nehmen wir einmal an, wir seien Wissenschaftler, die an einem SO geheimen Projekt forschen, dass wir in einem hermetisch abgeriegelten, von der Stromversogung unabhängigen, geheimen Labor arbeiten. Wir haben SO viel Angst, dass unser Projekt an die Öffentlichkeit gerät, dass wir noch nicht einmal unsere Handys benutzen, wenn wir arbeiten, aus Angst, jemand könnte IRGENDWIE etwas über unsere Ergebnisse erfahren. Würden Sie nun jemanden, der plötzlich über HörenSagen in ihrem Leben auftauch, der ihnen nur indirekt auf höchst auffällige Art und Weise über den Weg läuft, einfach mal so - weil er neugierig ist- Zutritt zu diesem Labor geben? nein? Ich auch nicht. Aber die weibliche Hauptperson schon. Aber vielleicht war das Labor ja auch gar nicht sooooo toll, denn schließlich hatte man kein Geld für Nachtsichtgeräte mehr, um sich im Fußballfeld-langen Korridor, der zu unserem Geheimlabor führt zu orientieren. Wir laufen lieber immer drei Minuten durch absolute Finsternis - schließlich ist das spannender, wennd der Bösewicht kommt.
Verräterische Handys kann man auch nur ausschalten, indem man sie aufklappt und sich durch das Licht verrät - einfach die Batterie rauszunemhmen kommt uns natürlich nicht in den Sinn.
Apropos - auch der Bösewicht ist nicht der schlaueste. Wir wollen also etwas organisches, dass nicht von einem Metalldetektor entdeckt werden kann ins Capitol schmuggeln. Wie machen wir das? NATÜRLICH! Indem wir etwas metallenes (einen Ring), den wir auch einfach an unserer Hand tragen könnten, in dem Behältnis lassen, dass wir schmuggeln - von dem wir eigentlich NICHT wollen, dass es Aufsehen auf sich zieht - zum Beispiel, weil der Metaldeektor Alarm schlägt, wegen besagten Ringes.
Die Logik stimmt also hinten und vorne nicht. Und das kommt von mir - ich bin normalerweise jemand, der Ungereimtheiten auch mal akzeptiert und sich in ein Buch "fallen lässt". Dennoch musste ich hier ständig mit dem Kopf schütteln.
Positive sei jedoch erwähnt, dass man knapp 20h Lesezeit ganz gut rumkriegt und sich dabei unterhalten fühlt, wenn man auch manchmal beide Augen zudrüken muss. Und das ist für mich die Hauptsache. Daher auch drei wohlgemeinte Sterne. Fünf sind es abe beim besten Willen nicht - denn hervorragend ist dieses Buch nicht. Gutes Mittelmaß trifft es glaube ich ganz gut
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechtester Dan Brown, 12. April 2010
Ich muss sagen, ich mochte Dan Browns Bücher bisher. Bisher. The Lost Symbol ist schlecht. Ich empfehle niemandem es zu lesen. Wer sich für die interessanten Washingtoner Kustwerke begeistern kann, möge dies in einem Sachbuch tun, es wird besser geschrieben und spannender sein als dieses Werk.

Zum Warum:
- Robert Langdon: Held im dritten Abenteur mutierte irgendwo zwischen Da Vinci Code und Lost Symbol zu einer weinerlichen, leicht schwer von begrifflichen Witzfigur. Er begreift nichts, sein meistgebrauchtes Wort ist "What?!" Inklusie der Satzzeichen.
- Die Story: Langdon wird in ein berühmtes historisches Gebäude gerufen, dort findet sich ein erster blutiger Hinweis, der ihn, alsbald in Begleitung einer weiblichen Heroine auf die Spur eines Rätels (mit Symbolen, wer hätte das erwartet) in Mitten eines Geheimbundes führt. Man folgt den Hinweisen und am Ende gelingt die Rettung und Lösung aller Rätsel. Wer die Schablone kennt, legt sie problemlos über die ersten beiden Langdon Romane.
- Der Schreibstil: Sollten Sie trotz meiner Warnung das Buch lesen und einmal aus Versehen eine Seite überblättern, machen Sie sich nichts daraus. Jedes Detail, jedes Symbol, jede Ausführung eines Charakters wird mindestens drei mal wiederholt und zwei bis fünf Seiten weiter als "Flashback" noch einmal gebracht. Dies ist keine Übertreibung.
- Der Schurke: Seine (wahre) Identität ist jedem Leser ab der Vorstellung der relevanten Persona bekannt. Wirklich. Es gibt keinerlei Zweifel. Außerdem verhält er sich in bester 80er Jahre James Bond Gangster Manier. Er verrät ständig seine Pläne, läßt seine verhassten Gefangenen am Leben, damit sie langsam sterben (oder, ja huch, gefunden werden) und hinterläßt eindeutigste Hinweise auf seinen geheimen Schlupfwinkel. Wirklich, es ist zum Haare raufen.
- Das Tempo: Immer wenn das Buch Gefahr läuft ein wenig Fahrt aufzunehmen, kommt sofort eine langweilige Rückblende auf ein früheres Ereignis. Man möchte ins Buch beißen. Beispiel? Ziemlich am Anfang rennt (!) Langdon zu einem Vortrag, den er in DREI Minuten halten soll und verfällt während dieses Laufs in eine Rückblende an eine Vorlesung vor unbestimmter Zeit in der er seinen brillianten Intellekt, welchen er leider vor Anfang des Buches verloren zu haben scheint, vor seinen Studenten präsentiert.
- Die "Spannung": 90% aller Wendungen, Ereignisse und Personen sind durchsichtig und vorhersehbar. Man wartet nur seitenlang auf die Bestätigung der bereits erlangten Sicherheit.

Das einzig Gute an dem Buch ist ein gewisses Wecken von Interesse an der Hauptstadt der USA und der beeindruckenden Werke, die dort geschaffen wurden. Finger weg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Writing by numbers, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: The Lost Symbol (Gebundene Ausgabe)
Oops... Dan Brown did it again. The same book, I mean.
There is one thing that Dan Brown can do okey: a plot.
One (1) plot, I mean. This one:
- The same flat, two-dimensional protagonist (Robert Langdon, whose darkest secret is claustrophobia, yawn...) is in Harvard when he receives a mysterious call.
- Before he knows, he is decoding symbols and running after the steps of an assassin.
- There is a tough chief of security that believes he is guilty, or hiding something.
- There is a chick; she's a scientist of course. In Brown's world, all scientist are rather hot, rather mature, single, and long, dark haired.
- There is a secret, of course. Only that this time, what is described as "something with terrible and catastrophic consequences" is not remotely important, really. I mean, who cares.
- The dialogs are always the same, and go like this:
1) Character A reveals something incredible.
2) Character B calls bulls***.
3) Character A demonstrates it.
4) Character B stands in awe.
- Langdon: A middle age, athletic, single, distinguished, wealthy, Tom-Hanks-looking, refined Harvard professor. No wife, no girls... Come on, Robert! Accept you're gay, already! Your claustrophobia is a symptom of how "locked" you feel inside that closet! You starred in 3 books, and your only weird personality characteristic is a Mickey Mouse wristwatch? Double yawn, dude.

The imperdonable mistake: a third-person narrator can lie or ignore things, but an omniscient narrator cannot. And you did, Dan, you lied. Cheap trick, that makes the reader lose confidence in the story, because the story and the author cannot be trusted in.

In synthesis: this book has been written using a template, the same template the author used in his previous books. Dan, do something original again, please. You can do it!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schema F läuft sich langsam tot ..., 19. November 2009
Der allseits bekannte Symbolexperte und Harvardprofessor Robert Langdon wird wieder einmal Knall auf Fall aus Harvard abkommandiert, diesmal nach Washington, D.C. Dort erwartet ihn im Capitol eine böse Überraschung anstelle des gut gefüllten Vortragsraumes, den er erwartet hatte, als man ihn bat, kurzfristig als Gastredner über Symbolforschung einzuspringen - ein Hinweis der makaberen Art, der, wie sich herausstellt, auf die geheimnisvolle Freimaurer-Pyramide hinweist, die den Schlüssel zu allumfassender Macht in sich bergen soll.

Langdons alter Freund Peter Solomon, seit Jahren Freimaurer, könnte ihm dabei sicher helfen, doch Solomon ist verschwunden. Stattdessen wird Peters Schwester Katherine diesmal Langdons weiblicher Gegenpart, nachdem sie durch ihre bahnbrechende parawissenschaftliche Forschung in einem Geheimlabor in große Gefahr geraten ist. Gemeinsam versuchen die beiden, sowohl das Rätsel der Pyramide zu lösen als auch Peter wiederzufinden, bedroht durch eine schwer fassbare Person, die im Hintergrund die Fäden zieht.

Die Lektüre Dan Brown wurde schon des öfteren mit dem Verzehr von Fast Food verglichen, und ich finde, der Vergleich passt absolut. Bei Burger und Pommes wie bei Dan Brown weiß man, was man zu erwarten hat, man kriegt es und ist erst mal zufrieden, auch wenn das Ganze keinen weltbewegenden Nährwert hat und sicher nicht die große kulinarische bzw. literarische Kunst verkörpert.

Nach dem inzwischen bewährten und bekannten Strickmuster wird der Harrison-Ford-Verschnitt Robert Langdon von jetzt auf gleich aus seinem beschaulichen Harvard an den Handlungsort befördert, bekommt ein paar Stunden Zeit, um ein vertracktes Symbolrätsel zu lösen, das ein Geheimbund in die Welt gesetzt hat, und muss dabei nicht nur ständig aufpassen, dass ihm und seiner obligatorischen Begleiterin nicht von düsteren Mächten im Hintergrund der Garaus gemacht wird, sondern auch noch versuchen, das Leben seines bedrängten Freundes zu retten.

Das spielt sich, wie gehabt, so ab, dass er wie verrückt von A nach B hetzt, auf die Schnelle mit den abstrusesten Mitteln Symbole und Geheimbotschaften entschlüsselt und ab und zu noch ein paar gelehrte Ergüsse über sein (erfundenes) Fachgebiet Symbologie von sich gibt. Geschickt legt Brown ein paar falsche Fährten, bedient sich dabei der üblichen Holzhammer-Cliffhanger-Methode zum Kapitelende, springt zwischen Schauplätzen und Personen hin und her und erzeugt damit durchaus ordentliche Spannung. Die Ausflüge in die Welt der Symbole sind gar nicht mal uninteressant, dafür hat sich das Gesamtschema nun aber doch schon ein wenig abgenutzt.

Die Auflösung des ganzen Zaubers zeigt sich dann ziemlich unspektakulär und hält nicht so ganz, was die Geheimnistuerei versprochen hat, dafür gibt's natürlich auf dem Weg dahin jede Menge Actioneinlagen und haarsträubende "Stunts".

Fazit: wie bei Brown üblich ein Popcornthriller in Reinkultur, dessen Muster sich allmählich totzulaufen droht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja..., 28. Oktober 2009
Von 
Frank-peter Zeh (Tübingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Als ich im Jahr 2003 "The Da Vinci Code" ausgeliehen bekommen habe, war ich gerade in Amerika und habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Daraufhin besorgte ich mir direkt "Angels & Demons" und stellte fest, dass ich ebenfalls nach gerade einmal 3 Tagen am Ende des Buches angekommen und von Browns Schreibstil fasziniert war...Allerdings auch damals schon mit gewissen Abstrichen, da die letzten 100 Seiten von "Angels & Demons" nicht unbedingt nötig gewesen wären...
Wie dem auch sei, ich war im Dan Brown Fieber und besorgte mir noch Deception Point und Digital Fortress, die - auch in dieser Reihenfolge - immer mehr von dem Nervenkitzel von "The Da Vinci Code" vermissen liesen.
Am 15.09.2009 war es dann endlich soweit: der neue Dan Brown lag bei mir im Briefkasten. Natürlich hab ich sofort angefangen ihn zu lesen und natürlich hab ich auch für dieses Buch keine Woche gebraucht (man bedenke, ich nutze nicht die öffentlichen Verkehrsmittel und komme eigentlich nur abends zum Lesen..). ABER: Diesmal hat das Lesen nicht so viel Spaß bereitet wie das bei den bisherigen Robert Langdon Episoden der Fall war.
Sicherlich habe ich mich über ein Wiedersehen mit dem Mickey Mouse Uhren-tragenden Harvard-Professor gefreut, doch leider wirkt es in dieser Geschichte als wolle Brown mit allen Mitteln Spannung in jeden Satz legen, koste es was es wolle...was leider zum genauen Gegenteil führt.
Der mysteriöse Bösewicht ist nach wenigen Kapiteln weit entfernt von irgendetwas Mysteriösem und die Geschichte an sich versucht eine Mischung aus Da Vinci Code und Angels & Demons zu sein, was auf ganzer Linie misslingt. Am schwächsten ist wohl der Versuch Geschichte und Amerika zu verbinden, was aufgrund der Tatsache dass Amerika noch keine 600 Jahre lang existiert schon schwierig ist. Der Da Vinci Code und Angels & Demons kann aber gerade aus dieser Zeit in Europa seine Mysterien schöpfen.
Unterm Strich bleibt für mich jedoch das Urteil: nicht schlecht. Wenn es kein Dan Brown wäre hätte es vielleicht sogar eine noch bessere Bewertung bekommen, vielleicht sogar die höchste: das Buch lässt sich gut lesen; es ist immer noch spannend und hat interessante Wendungen.
Für einen Dan Brown Fan ist es jedoch zu vorhersehbar; zu sehr an Browns Bestsellern entlang gehangelt und zu sehr darauf bedacht auch den Amerikanern das Gefühl zu geben, sie hätten eine wirklich ALTE Tradition und Geschichte.

Ich freue mich trotzdem schon auf den nächsten Dan Brown, hoffentlich wieder mit Robert Langdon und hoffentlich nicht erst in 6 Jahren!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 33° sind eben nur Schonwäsche, 2. Oktober 2009
Das Buch hinterlässt bei mir einen gespaltenen Eindruck.

Auf der einen Seite kommt dieses Buch für meinen Geschmack zu lehrbuchhaft daher. Auf der anderen Seite weist das Buch - trotz seiner Natur als Roman (fiction) - allzu realitätsferne Stellen auf. Damit meine ich nicht die Ausführungen über Noetic - davon habe ich zu wenig Ahnung, als dass ich das auch nur annähernd einschätzen könnte. Mir geht es mehr um Situationen, bei denen sich das Gefühl einschleicht: "Wäre das realistisch/logisch beschrieben worden, wäre es nur halb so spanend!"

Doch der Reihe nach:

1.
Bereits in den ersten beiden Langdon-Bänden werden reichlich Symbolik-Vorlesungen gehalten, die aber die Lösung des Falles voranbringen.

In "The lost Symbol" fragt sich der geneigte Leser nach etlichen Seiten Ausführungen über Symbole an manchen Stellen, wie die Ausführungen den Fall weiterbringen sollten. Unklar ist mir dies bspw. bei der Geschichte mit dem kleinen Kästchen, das sich als Kreuz auffaltet - interessant gemacht zwar, aber aus meiner Sicht ohne gesteigerten Nährwert für die Story. Etliche Wiederholungen der Thematik, die das Buch durchziehen, verstärken den Effekt zusätzlich.

2.
Obwohl Roman, hapert es an einigen Stellen an nachvollziehbarer Logik: Ich persönlich habe bspw. meine Zweifel, dass Wachs (mit soviel Sand wie auch immer) das Gewicht und die Haptik einer (Granit?-)Steinpyramide haben kann.

Realitätssinn geht Brown m.E. auch ab, wenn er das verstümmelte Folteropfer Peter Solomon praktisch unmittelbar nach dessen Befreiung mit Langdon und seiner Schwester tiefgründig und langanhaltend philosophieren lässt und Touren unternimmt - offenbar ohne jede Schwäche und jeden Gedanken daran, sich untersuchen und verarzten zu lassen. Andererseits könnte diese Stelle auch eine Supermann-(Erleuchteten-)Parabel darstellen, um die sich das Buch ja gerade dreht (nicht nur um 33°)... Geist über Materie...?

Außerdem: Warum funktioniert das CIA-Wärmesuchgerät nicht in Kalorama Heights? Vergessen einzuschalten?

3.
Wirklich neu kommen mir die Handlungsstränge in dem Buch nicht vor:
Langdon wird wegen seines einzigartigen Wissens in Schwierigkeiten gebracht - Auftritt Polizei (tut böse, ist es aber eigentlich gar nicht) - wilde Verfolgungsjagd - Freunde helfen Langdon - Langdon ernsthaft in Schwierigkeiten - dramatische Wende - Problem gelöst

Das gab es bei Brown schon.

4.
Bei dem Epilog ist es mir so vorgekommen, als wollte Brown zum x.mal seine Ausführungen über Noetic zusammenfassen und bei der Gelegenheit gerade noch mit ein paar Insider-Informationen über Washington glänzen, die er bislang nicht sinnvoll in den bisherigen Text einfließen lassen konnte.

5.
Ich denke, Brown hätte mit ca. 200 Seiten weniger ein atmosphärisch dichteres Werk schaffen können als ihm das mit der vorliegeden Seitenzahl gelungen ist. Zu viele Wiederholungen, zu viele Ausführungen, die die Story nicht richtig vorwärts bringen. Bei den Vorgängern musste ich mich zu keinem Zeitpunkt zwingen, "dran zu bleiben" - hier schon.

"The lost Symbol" jedenfalls ist lange nicht so gut wie seine beiden - zugegeben überragenden - Vorgänger!
Deshalb mit viel Wohlwollen: 3 Punkte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen liest sich gut weg, aber..., 19. September 2009
Von 
Dan Brown hält an seinem Erfolgsrezept fest: Die Kapitel sind relativ kurz, die Handlungsstränge sind gut miteinander verwoben (so das eigentlich immer irgendwo was spannendes passiert) und geschickte Auslassungen verführt den Leser "nur noch dieses eine Kapitel" weiter zu lesen.
Als Film (mit Überlänge) würde der Stoff sicher gut funktionieren, als Buch stellt es sich leider immer wieder selbst ein Bein. (eine Fahrt per U-Bahn gefällig? Die Auflösung hab ich kommen sehen. Das hätte kürzer sein können.)
Dazu kommen noch einige andere Längen:
- es braucht 200 Seite (2/5 des Buches!) bis Langdon aus dem Capitol heraus kommt;
- Dan Browns Figuren hören sich definitiv gern selbst über ihre Fachgebiete reden;
- der eigentliche Epilog ist etwa 40 Seiten lang und in ihm wird mindestens die Hälfte der Zeit versucht Neotic und seine Implikationen noch mal greifbar zu machen (die Wissenschaft wie Gedanken Dinge verändern und beeinflussen können - in die Richtung gibt es wirklich Forschungen, was man von dem Thema selbst hält ist Geschmackssache);
- an der Stelle, die wahrscheinlich als die "dramatischste" des ganzen Buches geplant war, hat sich der Autor SEHR weit aus dem Fenster gelehnt. Die Situation wird am Ende vom Autor verständlich aufgelöst, aber für einen kurzen Moment hatte ich wirklich die Befürchtung, das Buch würde ins Paranormale abrutschen.
- und noch ein paar andere Dinge, zum Beispiel dass Peter Solomon (obwohl man mit seinem Überleben mitfiebern soll) als Figur wahnsinnig blaß bleibt.

Was eigentlich Spannung erzeugen soll (wer tut gerade das Richtige und wer glaubt nur das Richtige zu tun?) bläht das Buch - in meinen Augen - nur unnötig auf.
Und wirklich spannend wird es eigentlich erst zwischen Seite ~300 und ~450, was doch etwas spät ist.

Und trotzdem läßt sich das Buch locker weglesen. Durch die kurzen Kapitel läßt man sich gern verführen noch ein paar Seiten mehr zu lesen.
Die ganzen negativen Punkte fallen einem eigentlich erst auf, wenn man das Buch nach der letzten Seite aus der Hand legt und feststellt "so umwerfend war das eigentlich gar nicht".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das wahre Geheimnis hinter dem Roman, 4. Oktober 2009
Von 
Niklas Morgan "History Reader" (Berlin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Bericht verrät, welche Geheimnisse die meisten Leser beim neuen Dan Brown Roman übersehen haben!!! Auch exklusiv die ersten Eindrücke des nächsten Robert Langdon Buches!!

Man muss es Dan Brown lassen. Er versteht es wirklich aus einem Potpourri an Schnipseln, die er aus den Legenden der ganzen Welt zusammensucht, eine spannende Geschichte zu konstruieren, oder besser gesagt ein spannendes Rätsel. Denn die literarische Qualität des Buches ist (wie bei den Vorgängern) eher dürftig. Das Buch ist konzipiert als "page turner" und basiert auf dem guten alten "cliff hanger" Prinzip. Am Ende jedes der vielen kurzen Kapitel lässt der Autor den Leser in der Luft hängen. Allerdings übertreibt er es diesmal etwas, und schleppt selbst die Auflösung von Trivialitäten hinüber ins nächste oder übernächste Kapitel. Weniger wäre mehr gewesen, kann man nur feststellen. Rätselfreunde werden jedoch auf ihre Kosten kommen.

So will ich auch gerne zugestehen, dass einen das Buch etwa ab der Mitte packen kann, zumindest wenn man sich zusammen reißt, und nicht dauernd über die Ungereimtheiten nachdenkt. Doch leider störten bei mir einige Dinge den Lesegenuss.
Zum einen ist das Buch ein weiterer Robert Langdon Klon. Und wie bei jedem Klon geht einem das identische Muster irgendwie auf den Geist. Wieder ein Psychopath (Illuminati Spinner, Opus Dei Mönch und nun Tätowierter Freimaurer/Okkultist/Zauberlehrling), wieder eine brünette Frau an der Seite des Helden, wieder wissende Mächte um ihn herum, wieder eine Schnitzeljagd von einem Rätsel zum anderen. Muss man sich immer zu 100 % kopieren, um erfolgreich zu sein, und vom Leser Geld zu bekommen?

Was dieses Werk jedoch von den beiden anderen Langdon Geschichten unterscheidet ist die finale Trivialität der ganzen Angelegenheit. War man bei Angels and Demons noch neugierig hinter die Geheimnisse des Vatikans und der Kunstschätze Roms zu blicken, und interessierte man sich beim da Vinci Code noch für die fraglich historischen Hintergründe hinter all dem Jesus und Maria Magdalena Spuk, den gnostischen Evangelien und dem Grals Mythos, so hinterlässt das Thema dieses Romans am Ende der Geschichte nichts als ein Achselzucken.

Vermutlich saßen Dan Brown und sein Verleger über einem guten Rotwein zusammen und der Verleger schlug ihm vor, doch endlich mal was über amerikanische Geschichte zu schreiben, und nicht immer nur dieses europäische Getüdel, von dem die meisten US Leser sowieso keine Ahnung hatten, und das sie sowieso nicht interessierte. Und wenn man schon dabei wäre, das Tourismus Büro aus Waschington DC hat eine großzügige Spende gemacht, und wünscht, dass möglichst viele Gebäude der Hauptstadt darin mit mysthischen Spekulationen auftauchen mögen. Nun inzwischen bereiten sie sicherlich die "Dan Brown - Lost Symbol - Washington DC" Bustouren vor. Nun, leider ist da nicht viel an echter Geschichte zu holen. Gebäude, deren historisches Alter man im direkten Vergleich mit der Walhalla in Regensburg oder dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig vergleichen könnte, sind nun mal nicht in derselben Liga wie der Petersdom in Rom oder das Werk von Leonardo da Vinci.

So entpuppt sich das (zugegeben aufwendig konstruierte) Rätsel um die verborgene Pyramide der Freimaurer am Ende als nichtssagend, und des Rätsels Lösung steht bei jedem daheim im Bücherschrank, wenn auch bislang missverstanden. Lobet den Herren. Und das Göttliche ist in jedem von uns. Am Ende spielt es keine Rolle wie viel von diesem Roman eigentlich halbwegs historische Fakten sind, und wie viel davon erfunden ist. Es interessiert nicht und hat auch keine Relevanz. Der ganze Hype um die Freimaurer ist nach Dan Browns Buch nichts anderes als ritualisiertes Bewahrertum von Binsenweisheiten, als geheime und verlorene Wahrheiten verklärt, deren "Schutz" und Verbergen in einem komplexen Rätsel, das von Generation zu Generation bewacht wird, keinem vernünftigen Menschen auch nur halbwegs einleuchtet. So ist man danach nicht schlauer als davor und vermisst schmerzlich die vielen Stunden Lebenszeit, die einen die Nichterkenntnis gekostet hat.
Anders als im da Vinci Code, wo man sich mit Freunden ganze Abende über die historischen und theologischen Aspekte austauschen konnte, und wo jeder Leser, der danach sich etwas ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat, auf die eine oder andere Art bereichert wurde.

So, wer jetzt eine Antwort auf den ersten Satz dieses Berichts erhofft hat, den muss ich enttäuschen. Allerdings hat er nun einen kleinen Vorgeschmack auf das Gefühl erhalten, dass ihn nach dem Ende der Lektüre des Buches erwartet. Ich wünsche mir nun als Berliner als nächsten Dan Brown Thriller einen entsprechenden Robert Langdon Roman über meine Stadt. Hier gibt es genug schöne Inschriften voller Symbole und jede Menge Geschichte. Sicher kann man Siegessäule und Brandenburger Tor, mit dem Deutschen Dom verbinden, vor allem wenn morgens der Schatten des Fernsehturms auf das dritte Pferd der Quadriga fällt, der Schlüssel dafür steckt in der Büste der Nofretete, um diesen zu finden muss man in den geheimen Tagebuchaufzeichnungen von Friedrich dem Großen nachlesen, zu finden unter seiner Grabplatte im Schlosspark von Sanssouci, wobei man bedenken muss, dass sein Leichnam noch von den Nazis aus Potsdam verschleppt wurde und sich also das wahre Vermächtnis, der verschwundene Schatz des Priamos von Troja, hinter einer geheimnen Schrankwand von Göhrings ehemaliger Villa im Grunewald verbirgt, die während der Teilung von einem hochrangigen Nato Offizier bewohnt war, der wiederum der extrem geheimen Bilderberger Bewegung angehört und nach dem Mauerfall im Stasi Archiv den unwiderlegbaren Beweis dafür gefunden hat, dass tief unter dem alten Flughafen Tempelhof eine bereits von den Tempelrittern gegründete Kultstädte liegt, in der eine Bestie, der berühmte Berliner Bär, das größte Geheimnis der Menschheit bewacht.

Fazit: Wer sollte das Buch als teure Hardcopy Ausgabe lesen?
- Amerikaner (möglichst mit Hang zu New Age Esoterik), die endlich mal einen Robert Langdon Thriller in Amerika haben wollen
- Hardcore Fans von Dan Brown
- Freunde von Kreuzworträtseln, Sudoku, Verschwörungstheorien

Wer könnte das Buch als billige Taschenbuchausgabe lesen?
- Leser mit viel Zeit
- Sammler, die unbedingt alles von Dan Brown gelesen haben wollen, um darüber mitreden zu können

Wer sollte sich das Buch sparen?
- Leute mit wenig Zeit zum Lesen (es gibt bessere Bücher und wie schon im Buch erklärt wird, unsere Lebenszeit ist endlich...)
- Erstleser von Dan Brown (soweit es die überhaupt gibt), die sollten zunächst den Da Vinci Code lesen
- Leute die hoffen, nach dem Da Vinci Code kommt noch mehr (nun, nicht hier....)
- Leute die hoffen, ähnlich gut unterhalten zu werden wie bei den vorherigen Büchern des Autors (leider nein)
- Europäer, die sich wenig für die Freimaurer und all den amerikanischen Zirkus darum herum interessieren
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

The Lost Symbol
The Lost Symbol von Dan Brown (Gebundene Ausgabe - 15. September 2009)
EUR 23,66
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen