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Kundenrezensionen

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4,1 von 5 Sternen
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am 15. Juli 2012
i absolutely loved this novel...it twists and turns and has such a dark streak of pitch black humor, that I found myself laughing out loud at it's audacity. I would not dream of giving away the secrets contained within...but I have read some criticisms from people who were disapponted by the ending. I myself found it perfect...there could be no other ending, and just re-reading the last two lines still sends a shiver down my spine. Brilliant, to quote a bit of another critic..It is like an icy cold martini, light blue in color that tastes so good, you almost don't notice the slight taste of the anti-freeze mixed within...Read it...just read it!
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am 26. August 2014
Gillian Flynn lässt mein Herz höher schlagen.

Dieses Buch hat mich immer wieder überrascht und zwar so sehr, dass ich es nicht glauben konnte und meine Gedanken neu sortieren musste. Genau diese Reaktion wünsche ich mir von Büchern und ich kann ohne schlechtem Gewissen sagen, dass ich dieses Buch liebe.

Wer Gillian Flynns Bücher liest, wird mit Charakteren konfrontiert, die einem nicht sympatisch sind und ihre Hauptfiguren sind definitv keine Helden, aber genau das macht ihre Bücher aus.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Spannung und Plot-Twists lieben und die eine gute Story sympatischen Hauptcharakteren vorziehen.
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am 16. Januar 2014
Die Autorin lotet das ewige Spannungsfeld zwischen Mann und Frau sehr geschickt aus und konstruiert aus den jeweils typischen Erwartungen und Verhaltensweisen einen Handlungsablauf, der nach und nach eine fatale Zwangsläufigkeit entwickelt. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, wobei die weibliche Hauptfigur (Amy) und die männliche (Nick) abwechselnd zu Wort kommen und der Leser so immer umfassender ins Bild gesetzt und durchaus direkt angesprochen wird. Natürlich geschehen böse Dinge, dennoch entspricht dieser Roman nicht der landläufigen Vorstellung von einem Thriller, bei dem man als Leser zittert und spekuliert, wie alles zusammenhängt. Das Ende ist, nach gut 550 Seiten Erwartungsaufbau, zwar logisch-schlüssig, aber ohne den thrillertypischen Knalleffekt. Das "Puh!", mit dem man sonst ein spannendes Buch aus der Hand legt, bleibt hier wohl aus. Lesenswert und unterhaltsam ist dieses Werk aber allemal.
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am 7. März 2015
Schön verstörend geschrieben. Ich habe es in zwei Tagen verschlungen, weil ich es auch einfach nicht weglegen konnte. Ich liebe es, wie Flynn einen gekonnt an der Nase herumführt und habe selten so falsch gelegen mit meinen Vermutungen über den Handlungsausgang. Umso besser die Überraschung über die geniale Wendung... Unglaublich wie fesselnd und vor allem GUT das Werk geschrieben ist. Gerade ohne Happy End sehr erfrischend... SEHR lesenswert! Ich bin ehrlich begeistert!
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am 13. April 2016
„There’s a difference between really loving someone and loving the idea of her.“*
„Love makes you want to be a better man […] real love, also gives you permission to just be the man you are.“*

Gillian Flynns Buch Gone Girl ist ein Pageturner. Es fiel mir sehr schwer, das Buch zur Seite zu legen. Man findet hier eine unterhaltsam geschrieben Geschichte mit unvorhersehbaren Wendungen des Plots.

Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden von Amy Elliott, Nick Dunnes Ehefrau. Es ist der fünfte Hochzeitstag, an welchem Amy verschwindet. Nick erfährt von einem Nachbarn, dass die Haustür offen steht, und so fährt er nach Hause um nach dem Rechten zu sehen. Dort findet er eine demolierte Einrichtung vor, von seiner Frau keine Spur. Sofort schaltet er die Polizei ein und gerät kurz darauf selbst ins Visier der Ermittler. Während die Polizei ermittelt, wird eine Suchaktion nach der verschwundenen Ehefrau eingeleitet.

Erzählt wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Zum Einen aus der Sicht des Ehemannes Nick, also als Ich-Erzähler. Er berichtet die Geschehnisse aus der Gegenwart. Die zweite Erzählperspektive ist die der verschwundenen Ehefrau Amy. Auch sie berichtet aus der Ich-Perspektive, allerdings werden hier Tagebucheinträge aus der Vergangenheit in die Erzählung Nicks eingestreut. Die beiden Perspektiven wechseln sich stetig ab. Durch die verschiedenen Berichte der Protagonisten wechselt die Sympathie des Lesers vom einem zum Anderen Erzähler und es wird nach und nach deutlich, dass diese von außen perfekte Beziehung gar nicht so perfekt war.

Es handelt sich weder um einen Thriller, noch um einen Krimi. Vielmehr wird hier eine Art Psychographie der Ehe zwischen Nick und Amy entworfen. Der Erzählstil ist leicht verständlich, die Erzählungen lassen sich flüssig lesen und fesseln einen immer wieder. Beim Leser hinterlässt diese Geschichte und deren Wendungen ungute Gefühle, was für den Erzählstil spricht. Dennoch blieb für mich die Geschichte relativ abstrakt. Beide Protagonisten stellen ihre Seite zwar plausibel dar, sie selbst sind aber dennoch schwer zu begreifen und ihre Handlungen oftmals nicht nachvollziehbar.

Der Ausgang der Geschichte ist definitiv nicht vorhersehbar und ohne viel verraten zu wollen, ist er zum Einen schwer nachvollziehbar und zum anderen für den Leser eher unbefriedigend. Alles in allem handelt es sich aber endlich mal wieder um ein ungewöhnliches Ende. wer ein Hollywood Ende sucht, wird es hier nicht finden. Ian McEvans Abbitte lässt grüßen.

2014 wurde das Buch verfilmt. Leider konnte ich mir den Film bisher nicht ansehen. Aber er ist fest vorgemerkt. Ich bin gespannt, wie die Atmosphäre des Buches umgesetzt wurde.

Abschließend kann ich dieses Buch nur empfehlen, wer Unterhaltung sucht, wird sie finden. Wer ungewöhnliche Wendungen des Plots mag, wird auf seine Kosten kommen. Wer gerne auch einmal eine Alternative zu den gewöhnlichen Happy Ends liest, wird nicht enttäuscht werden.

Die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel Gone Girl – Das perfekte Opfer bei Fischer Taschenbuch.

* Leider habe ich die Seitenzahl nicht mehr parat, sodass ich keine korrekte Quellenangabe machen kann. Die Zitate stammen aus der Originalausgabe erschienen bei Phoenix Paperback 2013.
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am 28. November 2014
Meine Meinung: Was für eine Geschichte. Sie hatte nicht nur einen unglaublichen Sog, nein, sie hat mich aus den Socken gehauen! Es gibt (beinahe) nichts daran auszusetzen.
Wenn ihr vielschichtige Charaktere sucht, dann greift zu. Lest oder hört das Buch und geht danach in den Film (was ich noch machen werde, wenn ich einen geeigneten Kinopartner gefunden habe).
Eine kleine Anekdote, um euch das Buch näher zu bringen: Ich habe die Angewohnheit Freunden Bücher zu schenken, die ich 1) selber geliebt habe oder 2) selber noch lesen möchte. Dieses Buch gehört zur zweiten Kategorie. Die Freundin, die das Glück hatte von mir beschenkt zu werden, hat sich nur bedingt gefreut. Sie meinte: Bla, das Buch ist zu dick; bla, es ist ja so klar, was passiert; bla, es zieht sich, warum ist das alles so psychologisch?
Anscheinend haben meine Freunde keinen guten Geschmack. Denn das Buch ist zwar lang, aber eine Langatmigkeit habe ich zu keinem Zeitpunkt gespürt. Ich war sofort in der Geschichte, neben Amy und Nick.
Und wow, es ist so was von nicht klar was passiert. Die Freundin ist einfach nur in jede Falle getappt, die die Autorin dem Leser aufstellt. Das sind nicht wenige Fallen und auch ich habe mich hin und wieder in einer wiedergefunden.

Vertonung: Eine der besten Vertonungen, die ich bisher gehört habe. Die Stimmen von Christiane Paul und Matthias Koeberlin sind so emotional und passen perfekt zu den Charakteren.
Mir hat sehr gut gefallen, dass die Sprecher nicht miteinander im Dialog gesprochen haben. Die Ich-Erzählperspektive wurde zum Glück nicht durchbrochen.

Fazit:Gut begründete psychologische Konflikte und Handlungsweisen, tiefschichtige Charaktere, die man noch nicht einmal mit einem Röntgengerät durchschauen kann, muss ich mehr sagen? Machen wir es kurz und schmerzlos, ♥♥♥♥♥ Herzchen. Lest/Hört dieses Buch, denn es ist verdammt gut.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Oktober 2014
Die Geschichte von Gillian Flynn über die Schicksale des Ehepaars in den U.S.A. ist lesenswert. Nicht nur, weil sie ihren Protagonisten eine frische Sprache gegeben hat und sie in ihren "Diaries" unverblümt vom Leder ziehen lässt. Amüsant, wie sich Gillian versucht in die Rolle eines Mannes hineinzufinden und Dinge schreibt, wie Frauen meinen dass Männer denken... Auch die unerwarteten Wendungen, die sie die Geschichte nehmen lässt, sind spannend! Das Ende der Geschichte hat mir -im Gegensatz zu manchen amerikanischen Kommentatoren, sehr gut gefallen. Das "Every day, you have to be you" könnte ein Klassiker werden.

Es ist eine sehr amerikanische Geschichte, die hier erzählt wird und die auf dem wahren Fall einer öffentlichen Vorverurteilung eines Ehemannes durch eine Fernsehmoderatorin beruht, die im Fernsehen diesen Mann des Mordes an seiner Ehefrau beschuldigte. Die Fernsehdame hatte unrecht, der Ehemann war unschuldig und wurde freigesprochen, die Karriere der Moderatorin war beendet. Man kann sich einen derartigen Fall in Deutschland schlecht vorstellen - man könnte die Geschichte vielleicht teilweise auf den Fall "Kachelmann" übertragen, in dem die Regenbogenpresse u.a. gegen einen Mann antrat und bekanntermaßen verlor. Hier und in der Realität stand rasende Eifersucht als Antrieb hinter dem Geschehen, und Eifersucht ist bekanntermaßen eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Amerikanische Kommentatoren werden nicht müde, die "unreliable narrator" hervorzuheben, die Gillian Flynn ihre Geschichte entwickeln lässt. Die Protagonisten der Geschichte, die dem Leser im den ersten Teil des Buches ihre jeweilige Sicht der Dinge wie Honig ums Maul schmieren und dabei so das Blaue vom Himmel herunterlügen, dass sich die Balken biegen, sind schon raffiniert aufgebaut. Gillian Flynn lies sich jedoch von ihrer eigenen Begeisterung mitreißen und trugt zu dick auf: Frauen morden selten, und äußerst selten so brutal, dass es wie beim Schlachter zugeht. Hier hätte ich mir eher vorstellen können dass sie Desi die Schlagadern abdrückt und ihn so außer Gefecht setzt, das wäre dann auch nicht wie ein Splatter-Movie daher gekommen.

Die Geschichte ist intelligent erzählte Unterhaltung, die man so in Deutschland leider nicht findet: Die deutschen Verlage sind sie nicht gerade fruchtbarer Nährboden für spannende Kriminalromane.
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2013
"Man sagt immer, dass Kinder aus Trennungsfamilien es schwer haben, aber Kinder aus Wunderehen haben ihre ganz eigenen Probleme." (S. 43 aus der deutschen Übersetzung "Gone Girl - Das perfekte Opfer")

Inhalt:

In Nicks und Amys Ehe kriselt es - und an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy dann auch noch spurlos. Schnell richten sich die Ermittlungen gegen Nick selbst. Und die Hinweise sprechen Bände - oder?

Die Buch-Abrechnung:

+ Nichts ist wie es scheint: Geschickt lenkt die Autorin Gillian Flynn die Ereignisse in die von ihr gewünschte Richtung - um nach einer Weile das Gelesene wieder in Frage zu stellen. Wenn man denkt man weiß woran man ist, dann sollte man sich da mal nicht so sicher sein. Gillian Flynn weiß es einen an der Nase herumzuführen.

+ Der Mittelteil: Zur Mitte des Buches wird es interessant. Es gibt spannende Wendungen, die zwar teilweise erahnt werden können - aber manchmal auch unverhofft kommen. Ich habe die Story gerne verfolgt und wollte wissen wer welche Motive hat und woran Schuld ist.

+ Perspektivenwechsel: Das Buch ist schildert in abwechselnden Kapitel die Geschichte aus Nicks und Amys Sicht. Das hat mir sehr gut gefallen, da man so verschiedene Einblicke bekommt. Es führt zu Verwirrungen und fördert die Spannung.

- Die Protagonisten: Amy und Nick waren mir beide leider recht unsympathisch und so konnte ich keinen Kontakt zu beiden (und ihren abgefahrenen Gedanken) bekommen. Besonders Amy hatte teilweise recht langweilige Züge bei denen man nicht so in Detail hätte gehen müssen. Außerdem konnte man dadurch, dass beide so extrem unsympathisch waren, leider kein Mitleid empfinden - weder mit Nick, noch mit Amy.

- Zäher Start: Der Anfang war für mich leider nicht gelungen. Er ist viel zu ausschweifend und erzählt von Amys und Nicks bisherigem Leben. Das war leider so gar nicht spannend sondern eher ziemlich öde. Viel lieber hätte ich mehr darüber erfahren was mit der verschwundenen Amy passiert ist.

- Zu viele Abschweifungen: Wie gerade geschildert, ist der Start des Buches zu zäh. Und das zieht sich leider auch stellenweise durch den weiteren Verlauf des Buches. Hier hätte doch einiges weg gekürzt werden können ohne dass die Story ansich in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Für mich war dieser Thriller viiiel zu ausschweifend und hätte mit weniger Seiten deutlich knackiger und interessanter sein können.

FAZIT: Dieser Thriller wird sehr gehypt. Das Buch sei unvergleichbar, etc. - aber ganz ehrlich? Für mich war es maximal ein durchschnittlicher Thriller. Da hab ich schon bessere gelesen. Nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat mich dieses Buch nun mal auch definitiv nicht. Solide 3 Sterne.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
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Ich bin kein großer Thriller-Fan. Um die härteren Varianten mit ihren Axt-schwingenden Serienkillern, den grausam verstümmelten Leichen, abgetrennten Körperteilen und in dunklen Verliesen malträtierten Opfern mache ich einen großen Bogen, und auch der weniger brutale Rest reizt mich meistens nicht. "Gone Girl" war nach längerer Zeit wieder ein Thriller, der mich interessiert hat - wegen der vielen guten Kritiken, und weil ich bei der Ausgangssituation davon ausgehen konnte, dass es sich eben nicht um das übliche Psychopathen-Gemetzel handelt.

Eine Frau verschwindet spurlos, und ihr Mann wird verdächtigt, sie ermordet zu haben. Lösungsmöglichkeiten: a) ihr Mann hat sie umgebracht; b) jemand anderes hat sie umgebracht; c) sie wurde nicht umgebracht.

Die Idee, die hinter "Gone Girl" steht, ist nicht neu und wurde schon in diversen Büchern und Filmen verarbeitet. Den Preis für die originellste Geschichte bekommt Gillian Flynn also schon einmal nicht. Für Realitätsnähe übrigens auch nicht, denn ihre Figuren und der Handlungsverlauf sind teilweise schon sehr, sehr unglaubwürdig. Ich bezweifle stark, dass sich ein Fall in der Art, wie sie ihn erzählt, tatsächlich irgendwo schon einmal abgespielt hat.

Lesenswert ist das Buch dennoch, denn es ist gut geschrieben und zumindest phasenweise sehr spannend. Die Geschichte wird abwechselnd von der verschwundenen Frau (Amy) und ihrem unter Mordverdacht stehenden Mann (Nick) erzählt, wobei Amy anfangs nur in Form von (teils) älteren Tagebucheinträgen zu Wort kommt. Dadurch liefert sie Hintergrundinformationen zu ihrer Ehe und sich selbst, die man aus Nicks Erzählung nicht erfährt. So weit, so übersichtlich. Allerdings erzählen weder Nick noch Amy die ganze Geschichte, und wenigstens eine(r) von ihnen lügt wie gedruckt. Als Leser wird man so ein bisschen an der Nase herumgeführt. Das ist gut gemacht und sehr unterhaltsam.

Im zweiten Teil werden die Zusammenhänge klar(er), und man fiebert bei der Auflösung des Falles mit. Das ist zumindest teilweise ziemlich interessant, und ich hatte oft Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung wird nicht durchgehend gehalten (dafür ist eine der Figuren einfach zu unglaubwürdig und die Handlung zu haarsträubend), aber unterhaltsam ist das Ganze auf alle Fälle. Lediglich das Ende ist etwas enttäuschend. Ich habe auf einen Knalleffekt gehofft, eine überraschende Wendung/Enthüllung, die die Geschichte noch einmal auf den Kopf stellt. Das war leider nicht der Fall. Der Schluss ist eher unbefriedigend und irgendwie seltsam.

Fazit: Ein Buch, das gute Unterhaltung bietet. Nicht realistisch, aber durchaus spannend. (Knappe 4 Sterne.)
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am 16. Juli 2014
Vorweg: Hätte das Buch nur aus der zweiten Hälfte bestanden, hätte ich fünf Sterne vergeben.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, 1. Boy Loses Girl, 2. Boy Meets Girl und 3. Boy Gets Girl Back (or vice versa), wovon die ersten beiden Teile relativ gleichmäßig lang sind und insgesamt ca. 490 Seiten ausmachen. Die Kapitel werden abwechselnd aus Amys und Nicks Sicht erzählt. Der erste Teil zeichnet sich hierbei dadurch aus, dass Amys Beiträge Rückblenden aus ihrem Tagebuch, seit sie Nick kennengelernt hat, sind und Amy erst im zweiten Teil zum Tag ihres Verschwindens kommt, während Nicks erstes Kapitel bereits der Tag ihres Verschwindens ist, d.h. Amys erzählte Zeit ist wesentlich länger als seine. Die Ordnung der beiden Erzählstränge ist jedoch streng chronologisch und irgendwann hat Amys Erzählung Nicks eingeholt, weshalb der weitere Verlauf noch spannender wird.
Zum ersten Teil: Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe, aber ich fand die Geschichte so langweilig, dass ich das Buch am liebsten aus der Hand gelegt hätte. Zum Schluss steigerte sich die Spannung langsam immer ein kleines bisschen mehr, vor allem durch die Schatzsuche, aber den Großteil fand ich nur lahm. Nick war mir unsympathisch (was durch seine Affäre mit einer seiner Studentinnen nicht eben besser wurde), die Tagebuch-Amy war mir auch unsympathisch, ihre auftauchenden Eltern ebenso und die Sprache war mir zu vulgär. Nur Go, Nicks Schwester, fand ich einigermaßen sympathisch.
Zum zweiten Teil: Hier tritt das erste Mal die echte Amy als Parade-Psychopathin in Erscheinung und erzählt die wahre Geschichte, die so ziemlich das Gegenteil ihres Tagebuch-Ichs ist. So etwas Irres, psychisch Durch-Mark-und-Bein-Gehendes habe ich echt noch nicht gelesen. Die Handlung ist nur hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen, dabei aber perfekt und genial geschmiedet und verwoben. Nick, dem schon von Beginn an etwas Anrüchiges anhaftete, wird durch die raffinierten, perfiden Pläne seiner Gattin immer mehr zum Verdächtigen und Geächteten und landet letztendlich im Gefängnis. Ich bin froh, dass es sich nur um Fiktion handelt. Man stelle sich mal vor, so etwas würde in echt passieren, wie leicht 99% aller Menschen darauf reingefallen wären und so über Nick geurteilt hätten wie in dem Buch. Gruselig. Leider hatte ich zwischendurch doch ein bisschen Sympathie für Nick und, noch viel schlimmer, stellenweise sogar für Amy.
Zum dritten Teil: Die Geschichte hat kein klassisches Happy End, was die gesamte Handlung noch gruselig-schauriger erscheinen lässt. Kleines Manko: Ich kann mir einfach nicht hundertprozentig vorstellen, dass Amys Märchenerzählungen derart wasserdicht sind, auch wenn die Handlung dadurch natürlich noch grauenvoller wirkt.

Vermutlich war es die Intention der Autorin, dass man zuerst mit Amy als ihrem Tagebuch-Ich sympathisieren und danach umso schockierter sein sollte, welcher Effekt bei mir aufgrund der mangelnden Sympathie leider ausfallen musste. Stattdessen konnte ich mir aber sehr gut Nicks Ohnmacht und das Gefühl des Alleingelassenwerdens, wenn selbst bei Familienmitgliedern immer mehr Zweifel aufkommen, sowie die gesellschaftliche Ächtung und mediale Schlammschlacht vorstellen. Sicherlich soll der Gesellschaft auch ein Spiegel vorgehalten werden, wie leichtgläubig und leicht zu manipulieren die meisten Menschen sind, sogar Experten, wenn der Plan denn nur perfekt genug ist.
In dem Buch bleibt nichts, wie es scheint, und man sollte lieber gar nicht erst darüber nachdenken, welche Konsequenzen Derartiges im echten Leben hätte, denn in Wahrheit ist der Ehemann bei einer solchen Beweislage wohl doch meistens der Mörder und die Frau das Opfer.
Definitiv ein faszinierendes Thema.
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