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Das Buch wurde zum angegebenen Datum angeliefert, und ich bin damit sehr zufrieden. Auch lobenswert ist dass das Buch auf Amazon.de ueberhaupt zu bekommen war (im Gegenteil z. B. zu Amerikanischem Amazon).
Veröffentlicht am 30. April 2011 von Music Lover and Nit Picker

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Marx-Insider schreibt für Marx-Insider
Zu Eric Hobsbawm: How to Change the World. Tales of Marx and Marxism. London 2011

Leute, die zu unterschiedlichen Zeiten einen Film gesehen hatten, unterhalten sich darüber, welche Szenen sie gut oder nicht gut und welche Darsteller sie überzeugend oder enttäuschend fanden. So ähnlich schreibt Hobsbawm in seinem neuesten Buch über Marx...
Veröffentlicht am 16. August 2011 von Person


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3.0 von 5 Sternen Ein Marx-Insider schreibt für Marx-Insider, 16. August 2011
Zu Eric Hobsbawm: How to Change the World. Tales of Marx and Marxism. London 2011

Leute, die zu unterschiedlichen Zeiten einen Film gesehen hatten, unterhalten sich darüber, welche Szenen sie gut oder nicht gut und welche Darsteller sie überzeugend oder enttäuschend fanden. So ähnlich schreibt Hobsbawm in seinem neuesten Buch über Marx und Marxismus. Es ist ein Insider-Text von einem, der von Karl Marx alles gelesen hat, für Leute, die von Karl Marx alles gelesen haben.
Hobsbawm schreibt im Vorwort zu seinem Buch, das es bisher nur auf Englisch gibt:
"This book, a collection of many of my writings in this field from 1956 to 2009, is essentially a study of the development and posthumous impact of the thought of Karl Marx..."
Genauer: Es handelt sich vor allem um eine historische Erzählung, die über die Jahrzehnte zwischen 1880 und 2010 den wechselnden Einfluss der Marxschen Theorien auf das intellektuelle, künstlerische und wissenschaftliche Personal der westlichen Welt ausbreitet.
Um im Filmbeispiel zu bleiben: Über die politisch-soziale Story des Films erfährt man wenig, aber der Nachspann des Films Marx und der Marxismus" wird von Hobsbawm lange und ausführlich ausgebreitet: Wann, wo und in welcher Auflage irgend eine Schrift von Marx erschienen ist; was Marx gelesen hat und was nicht; wer Marx gelesen hat und wer nicht; wer welche These von Marx positiv aufgegriffen oder kritisch verurteilt hat.
Da Hobsbawm selbst zum akademischen Bereich zählt, aber verständlich und einprägsam formulieren und schreiben kann, sind seine Beobachtungen und Analysen durchaus interessant und lesenswert. Wer im akademischen Bereich studiert oder arbeitet, der wird bei Hobsbawm eine Menge zitierfähiger Gedanken finden.
Über den Inhalt der Schriften von Karl Marx erfährt man etwas nur in zwei der hier gesammelten Aufsätze: Ein Kommentar Hobsbawms zum Kommunistische Manifest" und ein Kommentar zu einem Kapitel aus den Grundrissen": Formen, die er kapitalistischen Produktion vorhergehen". Dieser wenig bekannte Text von Marx über die vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen wird von dem Historiker Hobsbawm klug und weitgehend fair" referiert und kommentiert.
Ich möchte allerdings ein paar kritische Bemerkungen machen zu Hobsbawm Aufsatz' über das Kommunistische Manifest.
Dieser Aufsatz ist, wie das ganze Buch von Hobsbawm, voll des Lobes für Karl Marx: "Marx, like Darwin and Freud, belongs to the small class of thinkers whose names and ideas have, in one form or another, entered the general culture of the modern world." (Hobsbawm, 212)
Aber Hobsbawm lobt Marx als Denker, nicht als Sozialrevolutionär. Seine sozialen und politischen Vorstellungen werden historisiert und relativiert: "Moreover, it is clear that the Manifesto was not only written in and for a particular historical situation, but also that it represented one phase - a relatively immature phase - in the development of Marxian thought." (Hobsbawm, 109)
Hobsbawm tut so, als wäre der Inhalt des Kommunistischen Manifests keine noch unbeendete Aufgabe für die Mehrheit der Gesellschaftsmitglieder, sondern nur noch ein Studienobjekt für Historiker, die auf Ideengeschichte spezialisiert sind.
Was Hobsbawm vom Kommunistischen Manifest gelten lässt, ist die Beschreibung der Kapitalistenklasse: "However, what will undoubtedly also strike the contemporary reader is the Manifesto's remarkable diagnosis of the revolutionary character and impact of ,bourgeois society'. The point is not simply that Marx recognised and proclaimed the extraordinary achievements and dynamism of a society he detested ... It ist that the wolrd transformed by capitalism which he described in 1848, in passages of dark, laconic eloquenzce, is recognisably the world of the early twenty-first century". (Hobsbawm, 110)
"In some ways we can even see the force ot the Manifesto's predictions more clearly than the generations between us and its publication. (Hobsbawm, 112)
Das Bild, das Marx 1848 von der Kapitalistenklasse und ihrer Gesellschaft zeichnete, das findet Hobsbawm im modernen Kapitalismus wider. Was Marx jedoch über die Lohnarbeiterklasse schrieb, das ist für Hobsbawm überholt und heute ohne Belang.
"At this time Marx knew little more about the proletariat than that ,it is coming into being in Germany only as a result of the rising industrial development' ... He knew even less about labour movements..." (Hobsbawm, 116).
Die Schlussfolgerung von Marx, dass die Lohnarbeiterklasse aufgrund ihrer sozialen Situation in der Lage sei und vor der Aufgabe stehe "to emancipate all humanity and end class society by its overthrow of capitalism" war laut Hobsbawm nur eine bloße "Hoffnung" von Marx, "but not a conclusion necessarily imposed by that analysis." (Hobsbawm, 117).
Es ist deshalb kein Wunder, wenn Hobsbawm zu dem Schluss kommt: "The ,classics' texts cannot easily be used as handbooks to political action, because Marxist movements today, and presumably in the future, find themselves in situations which have little in common ... with those in which Marx, Engels and the socialist and communist movements of the first half of this century elaborated their strategies and tactics." (Hobsbawm, 377).
Der Buchtitel von Hobsbawm: "How to change the world" verspricht also Anderes als Hobsbawm halten kann und halten will. Der korrekte Buchtitel von Hobsbawm müsste lauten: "How to Impress Academics". Diese Aufgabe erfüllt das Buch von Hobsbawm ausgezeichnet.
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5.0 von 5 Sternen Volltreffer, 30. April 2011
Das Buch wurde zum angegebenen Datum angeliefert, und ich bin damit sehr zufrieden. Auch lobenswert ist dass das Buch auf Amazon.de ueberhaupt zu bekommen war (im Gegenteil z. B. zu Amerikanischem Amazon).
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How to Change the World
How to Change the World von Eric Hobsbawm (Taschenbuch - 19. Januar 2012)
EUR 13,95
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