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am 1. Februar 2005
Vor der kritischen Betrachtung des Romans vorab ein paar Worte: "Cloak of Deception" ist nur auf englisch erhältlich und wird auch in absehbarer Zeit nicht übersetzt. Warum das so ist, kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, denn es gehört zum Besten was im StarWars-Universum veröffentlich wurde. Es spielt nur kurze Zeit vor der ersten StarWars-Filmepisode ("Die dunkle Bedrohung).
Auf ein Riesen-Frachtschiff der Handelsföderation wird im Outer Rim (peripher gelegener Galaxiebereich, fernab des Einfluss- und Kompetenzbereichs der Republik) ein hochprofessioneller Terror-Anschlag durch die sog. Nebula.-Front ausgeübt. Qui-Gon und Obi-Wan waren durch einen Informanten dem Spezialisten, der für diese Tat verantwortlich ist, schon auf der Spur, konnten die Attacke aber nicht mehr verhindern. Die Sache wird zum Politikum, denn die Handelsföderation verlangt nun vom Senat der Republik, aufrüsten zu dürfen um solche Anschläge zukünftig besser abwehren zu können. Dies wollen der oberste Kanzler Valorum und zahlreiche Senatoren widerum nicht, da die Handelsföderation bereits ein quasi-Monopol im Outer-Rim besitzt und nur ungern als neue, hochgerüstete Militärmacht gesehen werden würde.
Mehr soll und kann nicht verraten werden, da dieser Plot äußerst dicht und verschachtelt ist. Es wird im Folgenden ein Anschlag auf den obersten Kanzler höchstpersönlich durchgeführt; und wieder mal kommt es zu einem ereignisreichen Finale.
Dieser Roman ist in keinster Weise mit der restlichen StarWars-Literatur zu vergleichen: dies ist ein knallharter Polit-Thriller. Es geht um den Zerfall einer Republik von innen durch Korruption, Bürokratie und Opportunismus. Stimmen werden gekauft; hinter den Kulissen läuft die eigentliche Politik ab und befindet sich die wahre Macht.
Aufgrund des ernsten Themas ist es nicht verwunderlich, daß der Schreibstil alles andere als mitreißend und fesselnd ist. Emotionen werden weder durch Einzelschicksale noch durch empathischen Stil entfacht, aber das will der Autor auch überhaupt nicht. Man wird enorm gefordert, dieses komplizierte Puzzle zusammenzusetzen.
Der wahre Held in diesem Buch ist der Bösewicht, der liebenswürdige Senator und "Puppet-Master" Palpatine. Es ist ein Genuss zu sehen, wie er durch seine wohlklingenden und vernünftigen Worte abseits des Senats alle (vor allen Dingen die höchste Instanz, den obersten Kanzler) dirigiert, Entscheidungen einflösst und schwerwiegende Prozesse initiiert. Man ist erschrocken über dieses politische Genie, verärgert über die Inkompetenz der Republik und hat Mitleid mit Kanzler Valorum, der nur Gutes will, aber zu einem immer schwächer werdenden Zahnrad im Getriebe der Republik degradiert wird.
Das Buch mündet direkt in die Ereignisse von Episode 1, was einen enormen Verständnisgewinn zur Folge hat. Wir wissen nun warum die Handelsföderation eine Handelsblockade ausgerechnet beim kleinen harmlosen Planeten Naboo durchführt, warum Valorum im Senat keinen Stich mehr macht, etc. Wirklich ein tolles und anspruchvolles StarWars-Buch!
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am 7. Juni 2001
Cloak of Deception erzählt die Vorgeschichte zu "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung".
Im Mittelpunkt stehen der Oberste Kanzler der Republik, Valorum, der Senator Naboos, Palpatine und die Handelsföderation, die alle aus Episode I schon hinlänglich bekannt sind.
Auf Schiffe und Eigentum der Handelsföderation hat es in letzter Zeit immmer wieder Anschläge gegeben, teilweise von Terroristen, teils aber auch von einfachen Piraten. Der Grund für diese Anschläge sind die Methoden der Föderation in Bezug auf die Sicherung ihrer Handelsprivilegien. Als ein Frachter der Föderation von Aktivisten der "Nebel-Front" vernichtet wird, nimmt auf Coruscant, dem Zentrum der Republik, eine Intrige ihren Lauf, die mit der Vernichtung des Kanzlers Valorum auch die Republik in den Tod reißen könnte...
Cloak of Deception ist wunderbar geschrieben und gibt dem Leser einen sehr guten Einblick in die Ränke und Methoden, die am Ende zur Blockade Naboos, wie sie in Episode I dargestellt wurde, führen werden. Besonders Senator Palpatine, der künftige Herrscher des Imperiums, wird seinem Ruf als widerlicher Manipulator voll gerecht.
Besonders interessant an Cloak of Deception allerdings ist, daß der Autor offenbar Einblick in das Drehbuch von Episode II erhalten hat, die im Mai 2002 erscheinen wird. Unter anderem tauchen Personen und Organisationen auf, die Star Wars Fans wohl schon aus verschiedenen Spionageberichten kennen.
Alles in allem ist dieses Buch sehr zu empfehlen, und man kann nur hoffen, daß es bald auch auf deutsch erhältlich sein wird.
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Als Terroristen der Nebula Front den Frachter Revenue in ihre Gewalt bringen scheint dies nur einer von vielen Anschlägen auf die Handelsföderation zu sein. Doch die Piraten unter Führung des ehemaligen Kriegshelden Captain Cohl haben es nicht auf Lösegeld oder das in den Frachträumen lagernde Erz abgesehen, sondern suchen etwas viel wertvolleres, von dem eigentlich nur handverlesene Offizielle etwas wissen sollten. Die Zerstörung der Revenue in Folge von Cohls Flucht lässt auf Seiten der Handelsföderation und ihrer zahlreichen Verbündeten allerdings wieder Rufe nach einer militärischen Aufrüstung laut werden, setzen ihr Terrorgruppen wie die Nebula Front doch immer wieder zu.

Während die ganze Galaxis annimmt Cohl wäre bei der Zerstörung der Revenue umgekommen ist Jedi Meister Qui-Gon Jinn nach monatelanger Jagd auf den Piraten-Kapitän weniger von dessen Dahinscheiden überzeugt. Der Jedi-Rat hat ihm allerdings vorerst die Hände gebunden und hält auch wenig von Qui-Gons Parteinahme für Gruppierungen wie die Nebula Front. Da die Republik selbst keine Streitkräfte unterhält sieht sich Kanzler Valorum fast gezwungen der Militarisierung der Handelsföderation zuzustimmen, kontrolliert sie doch die Hälfte des von Korruption gebeutelten Senats und kann auch neutrale Welten unter massiven Druck setzen. Doch Valorums Berater und Freund Senator Palpatine eröffnet ihm einen möglichen Ausweg, die Besteuerung der Freihandelszonen und Handelsstraßen könnte eventuell die Monopolstellung der Handelsföderation aufbrechen und Steuern lukrieren, um den Welten des Mid und Outer Rim mit Entwicklungshilfe unter die Arme zu greifen. Schon bald wird Valorum für seinen Versuch vermittelnd einzugreifen selbst zum Ziel der Terroristen...

Kennt man etwa James Lucenos "Labyrinth of Evil" (dt. Titel Labyrinth des Bösen) weiß man bereits was man von Lucenos Episode 1 Tie-in erwarten kann, denn beide Werke sind sich von ihrer Konzeption sehr ähnlich. Sie sind überaus spannende und vor allem wendungsreiche Tie-ins die direkt in die Handlung der Filme überführen und deren Roll-in-Texte genuin erweitern. Und beide Romane sind eine (fast) rastlose Hetzjagd auf den Spuren einer sinistren Verschwörung, die sich wie ein roter Faden von "Cloak of Deception" bis "Labyrinth of Evil" zieht. Allerdings ist Cloak of Deception ein noch viel mehr um Einführung bemühtes Werk.

2001 wenige Monate nach "Darth Maul: Shadow Hunter" erschienen ist Lucenos Episode 1 Tie-in nachwievor schlichtweg das Standardwerk über die weit weit entfernte Galaxis vor der Belagerung von Naboo. Zudem gehört es zu den wenigen Büchern (vier Romane, lässt man die Jugendbücher und die Klonkriegsromane außer Acht) die überhaupt Prequel-Ära erschienen sind. Unter diesen ist es zudem aus subjektiver Perspektive gleich auch noch das herausragendste. Kaum ein anderer Autor hat sich wie James Luceno die Mühe gemacht die Umstände, in welchen die Handlung der Filme ihren Lauf nimmt, zu erklären und gerade bei der hochpolitischen Episode 2 dessen Vorgeschichte Alan Dean Foster aufarbeiten sollte spürt man das Fehlen der ordnenden Hand eines James Luceno.

Doch was macht diesen Luceno-Faktor aus?
Einerseits die enorme Liebe zum Detail, welche er für seine Star Wars-Auftragsarbeiten aufgebracht hat. Luceno knüpft eng an das Expanded Universe an und lässt etwa Tarkin, Vergere, Jorus C'baoth, Kinman Doriana, Sate Pestage, Darsha Assant und Anoon Bondara kurz auftreten. Zudem hat er die ihm zur Verfügung gestellten Referenzwerke und Essential Guides ausgiebig studiert, sodass sich seine Werke immer hervorragend in das EU fügen, während manch anderer Autor deutlich sorgloser Brüche in Kauf nimmt. Und Luceno geht noch weiter, er nimmt auch die zuweilen stiefmütterlich behandelte Aufgabe wahr die in der Prequel-Ära so wichtige galaktische Politik zu inszenieren. Dabei geht er in Cloak of Deception soweit, dass man sich an einen Polit-Thriller erinnert fühlt. Womit wir auch schon beim zweiten wichtigen Punkt sind, der den Luceno-Faktor ausmacht. Trotz aller Detailverliebtheit ist Luceno ein wahrer Meister des Spannungsaufbaus. Seine Handlungswendungen sind unvorhersehbar, Situationen ändern sich mehrmals, das Ende ist fast immer eine Überraschung. Und um Befürchtungen das alles könnte zu Lasten der Action gehen, den Wind aus den Segeln zu nehmen, Cloak of Deceptions Action-Sequenzen brauchen den Vergleich nicht zu scheuen.

Der ganz besondere Reiz Cloak of Deceptions liegt wohl auch darin dass mit dem Roman eine wirkliche Einführung in die Welt der Prequels vorgenommen wird. Wir erfahren warum die Handelsföderation über eine solche Macht erlangen konnte und die feigen Neimodianer überhaupt die Militarisierung ihrer Handelsflotten forderten. Oder warum die Republik derart instabil geworden ist, dass ein offenes Aufbegehren gegen ihre Autorität schon Formen annimmt. Es ist der Masterplan des Darth Sidious, den man hier in aller Brillanz vor Augen geführt bekommt. Und obwohl noch nicht enthüllt werdend darf wer Sidious ist, weshalb Palpatine und der Sith-Lord noch als eigenständige Persönlichkeiten dargestellt werden, so ist für den Leser doch offensichtlich dass hier ein und derselbe durchtriebene Puppenspieler im Hintergrund agiert. Gelegentlich fragt man sich sogar ob jetzt Sidious oder Palpatine gewisse Entwicklungen angestoßen haben, denn letzterer wird in Cloak of Deception fernab der Filme mit einer wichtigen Hauptrolle bedacht und ist keineswegs der "freundliche Onkel" welchen man aus den Filmen zu kennen glaubt. Auch Senator Palpatine ist eine verschlagene Persönlichkeit, der als Valorums engster Berater in der Loge von dessen Feinden genauso gerne gesehen ist.

Noch ist die Galaxis allerdings ein friedlicherer Ort als nach der Belagerung von Naboo, denn selbst die militanten Anhänger der Nebula Front folgen Regeln, wenngleich sie wie alle anderen von der Schattengestalt Darth Sidious bzw. Senator Palpatine zu aggressiverem Vorgehen gedrängt werden. Wäre Sidious nicht, die Handelsföderation würde sich dem Obersten Kanzler beugen, doch Sidious Einflüsterungen und die Beweise seiner Macht lassen ihm seine Marionetten willig folgen. Hätte der dunkle Lord bei all den kleinen Krisen nicht seine Finger im Spiel, die Jedi könnten Frieden und Gerechtigkeit bewahren. Man sieht regelrecht wie Sidious Schattenhand das Gleichgewicht der Macht in seine Richtung zu verlagern beginnt.

Fazit:
Der beste Roman zur Prequel-Ära.
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am 11. Februar 2010
James Lucenos "Cloak of Deception" ist bis zum heutigen Tag noch nicht ins Deutsche übersetzt worden und die stets neu angekündigten Star Wars Reihen und Einzelromane, scheinen eine Veröffentlichung auch immer weiter in die Ferne zu rücken. Es bleibt dem Fan also nichts anderes übrig, als zum amerikanischen Original zu greifen, wobei sich wohl besonders diejenigen mit Problemen bei der englischen Sprache fragen werden, ob sich eine Anschaffung überhaupt lohnt. Dieser Zahn kann gleich gezogen werden, denn die Antwort lautet: Ja, es lohnt. Und wie! "Cloak of Deception" ist nämlich mehr als nur ein weiteres Buch im stetig wachsenden Erweiterten Universum. Als Vorgeschichte für "Episode I - Die dunkle Bedrohung" konzipiert (aber drei Jahre danach veröffentlicht), greift es die Themen auf, welche auf der Leinwand zu kurz kamen und bei vielen Fans Fragen offen gelassen haben. Warum die Besteuerung der Handelsrouten? Was hat es eigentlich mit den grundlosen Anklagen wegen Korruption gegen Kanzler Valorum auf sich? Warum ist sein Einfluß während des Zwischenfalls von Naboo schon so gering? Und warum wird überhaupt dieser abgelegene, friedliebende Planet von der Handelsföderation für ihre Blockade ausgewählt? Hierauf und auf mehr gibt "Cloak of Deception" Antwort, das kurz nach den Ereignissen im eBook "Darth Maul: Saboteur" seinen Anfang nimmt:

Der Bergbauplanet Dorvalla im Outer Rim, mehr als ein halbes Jahr vor der Blockade von Naboo. Daultay Dofine, neimodianischer Captain des Lucrehulk-Frachtschiffs "Revenue" (und späterer Kommandant des Droidenkontrollschiffs über Naboo), wird unsanft aus der Betrachtung seines verladenen Erzes gerissen, als er sich plötzlich einem Angriff durch die "Nebula Front" gegenübersieht. Diese mysteriöse Bewegung, welche vor terroristischen Anschlägen nicht zurückschreckt und den Einfluss der Handelsföderation in der Äußeren Systemen brechen will, hat offensichtlich Dofines Schiff zum nächsten Ziel auserkoren. Bevor die "Revenue" geeignete Verteidigungsmaßnahmen ergreifen kann, haben Truppen unter Kommando des rauhbeinigen Captain Arwen Cohl schon die Brücke gestürmt. Was sowohl Cohl als auch Dofine nicht wissen. Auch der Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und sein Padawan Obi-Wan Kenobi befinden sich auf dem Schiff. Sie sind in den letzten Wochen Cohl gefolgt, um sich von ihm zur geheimen Zentrale der "Nebula Front" führen zu lassen. Dieser Plan droht nun zu scheitern, als ein weiteres Schiff der Handelsföderation aus dem Hyperraum springt und die Terroristen die Flucht ergreifen, in dessen Folge die "Revenue" zerstört wird.

Was als ein kleines Gefecht im Outer Rim begonnen hat, bewegt bald den gesamten Senat und erschüttert die Grundfesten der Republik. Verärgert über die ständigen Angriffe auf ihre Flotte verlangt nun die Handelsföderation von dem politischen Gremium eine Erkaubnis zur Aufrüstung, um für zukünftige Anschläge besser gewappnet zu sein. Eine Bitte, welche bei Kanzler Valorum und vielen anderen Abgeordneten auf taube Ohren stößt, da bereits jetzt die Handesföderation das Outer Rim fast vollständig kontrolliert und sich eine unanfechtbare Monopolstellung gesichert hat. Noch besser militärisch ausgestattet, könnte sie zu einer Gefahr für die Republik werden, welche selbst seit vielen Jahren keine Flotte oder stehende Armee ihr Eigen nennt. Im Gegenzug versucht man stattdessen eine Besteuerung der Handelsrouten durchzusetzen, um das Monopol der Handelsföderation zu brechen und damit der "Nebula Front", dessen gemäßigter Flügel einer Verständigung nicht abgeneigt wäre, die Motivation zum Kampf zu nehmen.

Während auf Eriadu ein Handelsgipfel vorbereitet wird, schmiedet Darth Sidious im Dunkeln weitreichende Pläne mit seinen neuen Verbündeten Nute Gunray, Hath Monchar und Rune Haako. Mit ihrer Hilfe will er den Sturz der Republik erreichen, den er als Senator Palpatine von Naboo, enger Freund Kanzler Valorums, auf politischer Ebene gleichsam vorantreibt...

Bis hierhin und nicht weiter sei diese äußerst komplexe Geschichte angerissen, die gerade von ihrer Vielschichtigkeit und den gewundenen Pfaden lebt. "Cloak of Deception" ist kein übliches Sternenabenteuer, sondern ein Politthriller allererster Güte mit äußerst dichtem und tiefgründigem Plot. Wer hier Lichtschwertkämpfe, große Weltraumschlachten und Blastergefechte erwartet, hat zum falschen Buch gegriffen. Politik ist das Thema und mit ihr all deren grässliche Auswüchse. Erschreckend und mitreißend beschreibt Luceno die Korruption und den vorherrschenden Opportunismus im Senat, der unwissentlich Darth Sidious in ferner Zukunft den Griff zur Macht ermöglichen wird. Da werden Staatsbeamte geschmiert, Bündnisse geschmiedet und Attentate geplant. Ein jeder versucht sich einen Platz an der Sonne zu sichern. Nach und nach muss man fassungslos verfolgen, wie die Republik von innen zerfällt, der mächtige Jedi-Orden angesichts all der Gesetzeslosigkeit handlungsunfähig wird. Und hinter all dem Ganzen steckt Senator Palpatine alias Darth Sidious, den ein anderer Rezensent äußerst treffend als "Puppenspieler" bezeichnet. Eine äußerst gut gewählte Bezeichnung, scheint er doch alle Strippen in der Hand zu halten und die Majonetten des Senats nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. (Parallelen zur realen Welt werden hier natürlich nur allzu deutlich) Er mag Blitze geschleudert und Jedis getötet haben, doch es ist seine diabolische Rolle in diesem Buch, die mir besonders Gänsehaut bereitet hat. Im Stile von Grima Schlangenzunge flüstert er Valorum seine "guten Ratschläge" ein und manövriert in damit in die Richtung, in der er ihn haben will. Schlichtweg großartig.

Fassungslos verfolgt man dann auf der anderen Seite das träge, behäbige Handeln des Jedi-Ordens, der sich selbst nicht einig ist und damit unwissentlich den Boden für die eigene Vernichtung bereitet. Luceno gelingt es dabei, Elemente der Prequels mit denen der alten Trilogie und dem EU auf äußerst intelligente Weise miteinander zu verbinden. Kinman Doriana, Sate Pestage, Wilhuff Tarkin und Vergere sind nur ein paar der Figuren, die in späteren SW-Abenteuern noch eine gewichtige Rolle spielen werden. Das Resulatet dieser gelungenen Verflechtung ist eine gehörige Portion Star Wars Flair, welches durch tragische "Helden" wie Arwen Cohl noch verstärkt wird.

Insgesamt ist "Cloak of Deception" ein Highlight im riesigen EU, das Episode I eine Tiefe verleiht, welche der Film nie vermuten ließ und mich trotz der sehr anspruchsvollen englischen Sprache (Luceno schreibt scheinbar weitaus gehobener als Stover, Reaves und Co.) vollends gebannt und fesselt hat. Ein unheimliches, düsteres Buch, das den Abgesang der Alten Republik einleitet und allen Freunden von tiefgründigen SW-Abenteuern unbedingt empfohlen sei. Möge die Macht mit den Verlegern sein und sie begreifen lassen, dass dieses Werk schnellstmöglich übersetzt gehört!
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am 29. September 2010
"Cloak of Deception" von James Luceno ist ein eigenständiger Roman, der die Vorgeschichte zu "Episode I - Die dunkle Bedrohung" - und damit für die Prequels an sich - erzählt. In Episode I hört man von "Besteuerung der Handelsrouten", "unbegründete Korruptionsvorwürfe", "schwacher Kanzler" und dergleichen. Dieser Roman klärt diese Begriffe auf und ermöglicht einen besseren Blick auf die politischen Intrigen der Galaktischen Republik.

Ersteinmal zur Handlung: Die Schiffe der Handelsföderation werden immer öfter von einer Gruppe Aufständiger, die sich "Nebula Front" nennen, attackiert. Daher drängt sie darauf, ihre Schiffe mit weiteren Verteidigungsanlagen und Kampfdroiden auszustatten. Kanzler Finis Valorum steht in der Zwickmühle, da er einerseits den Einfluss der Föderation eingrenzen, aber andererseits eine friedliche Lösung erwirken will. Letztendlich mündet die Handlung in eine Friedenskonferenz auf Eriadu, die jedoch von Attentatsplänen überschattet wird...

"Cloak of Deception" ist ein wirklich interessanter Roman, da er viele Elemente miteinander verbindet: Die Vorgeschichte zu Episode I, einen Polit-Thiller und den bekannten Star-Wars-Roman. Der Leser sieht sehr gut die Verschlagenheit Senator Palpatines und seinen Aufstieg zur Macht. Der Roman greift auch in hohem Maße auf die Jedi zurück, die man besser kennenlernt. Alles in allem ein empfehlenswerter Roman, der fünf Sterne verdient.
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am 14. Juli 2007
In diesem Buch werden die politischen Hintergründe und Intrigen detailliert beschrieben, die in den Filmen zu kurz kommen, weil dort die Action im Vordergrund steht. Szenen, in denen Palpatine/Sidious sich mit seinen Dunkelmännern trifft, sind dort eher spärlich gesäht, werden in diesem Buch aber in den Vordergrund gestellt. Die hier geschilderten Zusammenhänge sind wichtig zum Verstehen der Vorgänge in Episode I und durch sie bekommt dieser Film mehr Gewicht und Bedeutung, als er bei vielen bisher hatte (Image eines Kinderfilms).

Da die Politiker und die Mitglieder der "Nebula Front" im Mittelpunkt stehen, spielen die Jedi eigentlich nur eine Nebenrolle: Sie kommen als (verdeckte) Ermittler meistens einen Schritt zu spät zum Tatort und müssen sich mit Spurensuche beschäftigen. Außerdem sind sie längst nicht an allen Schauplätzen präsent.
Ferner ist zu beobachten, daß sie oberflächlicher dargestellt werden als die Mannschaft von Captain Arwen Cohl, auf deren Probleme und Schicksale tiefer eingegangen wird. Man kann die Figur des Cohl fast schon mit der des Han Solo vergleichen, der ja auch nicht immer eindeutig auf der legalen Seite des Gesetzes steht. Cohl ist der heimliche (tragische) Held dieses Buches.

"Cloak of Deception" gibt es m.W. noch nicht auf Deutsch, was mehr als schade ist, nimmt es doch eine Art Schlüsselstellung ein. Der Autor benutzt eine eher gehobene Sprache und man muß immer ein gutes Englisch-Wörterbuch dabei haben. Beispiel: Es wird z.B. meist "clandestine" anstelle von "secret" verwendet (to dissemble vs to hide, perilous vs dangerous). Hierdurch kann man nicht behaupten, daß das Lesen flüssig vonstatten geht.

Wer sich für Politik, für "investigativen Journalismus", für das Aufdecken von Intrigen etc. interessiert, bekommt hier ein spannendes Buch in die Hand. Bücher, die sich vornehmlich mit den Jedi-Rittern beschäftigen, gibt es ja schon mehr als genug. Insofern ist es vielleicht ein eher untypisches Starwars-Buch, wodurch es allerdings umso interessanter wird.
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am 14. August 2006
Ein Teil des Puzzels, wenn man so will, um die Entstehung der ersten Konflikte in der Republik und den Aufstieg von Palpatine.

Das spannendste ist in diesem Roman wirklich, die Machenschaften von Senator Palpatine/Lord Sidious.

Luceno beschreibt meisterhaft, wie der Senator seine Macht gebraucht, um andere zu manipulieren.

Wie er Sympathien quasi heranzieht um gleichzeitig gegen diesselben Menschen/Wesen zu intrigieren.

Auch die Vorgeschichte der Handelförderation ist nicht uninteressant.

Spannend geschrieben, wie schon das Labyrinth des Bösen.

Wer diesen Roman versäumt, der versäumt was.

Speak da truth
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am 27. Februar 2006
This is the kind of what I call "bridge books", which contains important bits of the big story puzzles, just like Star Wars Episode III's role in explaining the crucial moment where Anakin fell apart and became Darth Vader. This book explains how Republic falls apart and became the Empire under the Palpatine's intriguing grand plot.
I agree that a Star Wars fan should read and have this book considering its important role in understanding the big picture of Star Wars universe, however I find the story flow is not so flowing or engaging, compared to other books/series written by Timothy Zahn, for example.
The result is quite a dull book, containing more historical and political matters of the Republic and little about the Jedi (of course, this could be preferred who enjoy Star Wars more from the political side, which is not my case).
So to give easy clue for you to decide whether you should buy this book:
For Star Wars fans - Yes.
For non Star Wars fans - Yes, if you like political intrigues, or No, if you just want to read more about interesting adventures of Jedi Knights around the Galaxy (You could pick up other series like the Jedi Academy, or even the newer New Jedi Order)
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am 25. Mai 2012
"Schleier der Täuschung" von James Luceno war für mich eine kleine Enttäuschung. Aufgrund der Romane "Labyrinth des Bösen" oder "Dunkler Lord - der Aufstieg des Darth Vader" hatte ich hohe Erwartung an dieses Buch, die leider nicht ganz erfüllt wurden.
Zwar bietet die Story einige interessante Hintergründe, wie etwa Sidious' tückische Machenschaften im Hintergrund oder eine gute Verknüpfung der Handlungsfäden, doch die Dialoge lassen für meinen Geschmack eindeutig zu Wünschen übrig.
Unterhaltungen zwischen Jedi stellen eine große Ansammlung von Pseudo-Weisheiten dar, eingebaut in viel zu lange Gespräche, die mir nach einiger Zeit ein Gefühl des Fremdschämens bereiteten.
Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist folgender: Wenn ich auf dem Buchdeckel "Star Wars" lese, stelle ich mir vor, es könne in dem Buch in irgendeiner Weise um "Star Wars" gehen. Wenn ich das Buch jedoch lese, stelle ich fest: Politik...aha. Besteuerung der Handelsrouten...okay. Ein völlig unfähiger überalterter Kanzler wird plötzlich Hauptfigur... interessant...

Mein persönliches Fazit: Wer ein bisschen Krimi mag und wem zähe Dialoge von peinlichen Jedi-Meistern nichts ausmachen, wird dieses Buch mögen.
Wer Star Wars erwartet, wohl eher nicht.
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am 8. September 2003
Ugols ABC-Z:
Allgemein: Sehr schöner Hintergrund der Alten Republik. Und eine sehr gute Story mit einigen Wendungen, wie sie natürlich einem Sith-Lord zustehen.
Beschreibungen: Alles in allem ganz gut, netter Einleitungstext, ganz SW-Stil. Ansonsten nichts Auffälliges.
Charactere: Sehr gute, bildliche Beschreibungen aller Haupt- und Nebencharaktere. Vor allem Wilhufs Erscheinen fand ich schön.
Zusammenfassung: Auch wenn man weiss, wo es enden wird, hier wird der Grundstein für Episode 1-4 oder segar bis 6 gelegt. Als Star Wars - Interessierter sehr interessant, als Fan ein MUSS.
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