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102 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lynleys wahres Comeback
Thomas Lynley ist von seiner ziellosen Wandertour aus Cornwall nach London in sein Stadthaus zurückgekehrt. Die Frage, wann er seinen Polizeidienst wieder antreten soll, beantwortet sich, als Isabelle Ardery vor seiner Tür steht. Lynleys Vertreterin holt ihn ins Team zurück, nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern um sich ihren eigenen Aufstieg zu...
Veröffentlicht am 12. April 2010 von javelinx

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Well ....
There were so many good reviews, covering plot etc., that I can't add much there. I just found the book very hard to get into. I used to love every Lynley/Havers mystery - until Helen was killed off. Since then I've read each book, hoping ... hoping ...hoping. The last was encouraging and this one wasn't awful, but when a mystery doesn't grip within the first 50 pages,...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2010 von kashew


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102 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lynleys wahres Comeback, 12. April 2010
Von 
javelinx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) (Gebundene Ausgabe)
Thomas Lynley ist von seiner ziellosen Wandertour aus Cornwall nach London in sein Stadthaus zurückgekehrt. Die Frage, wann er seinen Polizeidienst wieder antreten soll, beantwortet sich, als Isabelle Ardery vor seiner Tür steht. Lynleys Vertreterin holt ihn ins Team zurück, nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern um sich ihren eigenen Aufstieg zu erleichtern. Bereits ihr erster Mordfall erweist sich als kompliziert, und Ardery gibt keine gute Figur ab. Die ehrgeizige geschiedene Mutter zweier Söhne stärkt sich vor dem ersten Arbeitstag mit Wodka auf der Damentoilette, es gibt Fahndungspannen, personelle Fehlentscheidungen und Insubordination im Team, die fast zu einer Schlägerei führen. Lynley erweist sich als erstaunlich tolerant und glättet hinter den Kulissen die Wogen. Den besten Riecher hat wieder einmal Barbara Havers, die mit Arderys neuer Kleiderordnung genauso ihre Probleme hat wie mit ihren instinktlosen Sachentscheidungen, und auf eigene Faust die Ermittlungen in eine entscheidende Richtung führt.

Endlich liefert E. George die Geschichte, auf die viele schon vor zwei Bänden gewartet hatten, und erzählt, wie Lynley die Fäden seines Lebens wieder aufnimmt und mit seinen Freunden und Mitarbeitern zusammentrifft, wie er wieder aus seiner apathischen Schockstarre erwacht und, anfangs noch etwas entrückt wirkend, Einblick in seine Gefühle vermittelt - bis hin zu einer neuen Beziehung zu einer Frau. Die Kriminalgeschichte ist sorgfältig konstruiert, mit Charakterstudien unterlegt, leidet aber nicht an der moralischen und psychologischen Überfrachtung wie vorausgegangene Folgen, sondern bietet in bester Tradition des englischen Krimis Einblicke in die alltäglichen menschlichen Abgründe wie Eifersucht, Habgier, Ehrgeiz und Haß. Eingestreut in die Haupthandlung sind Berichte über ein lange zurückliegendes Verbrechen psychisch schwerst gestörter Jugendlicher, die Hintergrundinformationen liefern, deren Bedeutung sich erst im Lauf der Ermittlungen offenbaren, die Handlung aber nicht dominieren. Positiv bemerkbar macht sich ein feiner, ironischer Humor, der den letzten Büchern ebenfalls weitgehend gefehlt hatte.
Eine der interessantesten Figuren ist wieder einmal Havers, die einen aussichtslosen Kampf mit der von der neuen Vorgesetzten ausgegebenen Kleiderordnung und ihrem Privatleben austrägt und die eifersüchtig auf Lynleys Duldung der neuen Chefin reagiert. Hier ist auch der einzige Schwachpunkt des Plots: dass Lynley sich so widerstandslos einspannen und ausnutzen läßt und Alkoholismus und Inkompetenz der neuen Vorgesetzten hinnimmt, wirkt ziemlich unglaubwürdig. Der Rest der Geschichte ist aber so gut, daß sich das verschmerzen läßt.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich!, 20. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) (Gebundene Ausgabe)
Freunde von Inspector Lynley und Sergeant Havers haben harte Zeiten hinter sich. Erst wird eine liebenswerte Nebenrolle grausam ermordet (With No One as Witness), dann folgt die Erklärung für diesen Mord in einer düsteren Sozialstudie (What Came Before He Shot Her), und als Lynley quasi inkognito wieder auftaucht, tut er das nur, um mit dem offenen Ende eines offenen Falles wieder abzutauchen (Careless in Red (Inspector Lynley)). Für alle, die bis hierhin durchgehalten haben, die gute Nachricht: Die harten Zeiten sind vorbei!

"This Body of Death" beginnt mit zwei völlig unterschiedlichen Erzählsträngen. Der erste folgt (auf einem wahren Fall beruhend) dem Protokoll eines erschütternden Verbrechens in einem Problemstadtteil. Der zweite beginnt im idyllischen New Forest, wo halbwilde Ponys im Sommersonnenschein grasen und romantische Cottages in verwunschenen Bauerngärten auf ein neues Strohdach warten. Ganz so pilcher-mäßig ist die Idylle natürlich nicht, was schließlich die erprobten Mitarbeiter von Scotland Yard auf den Plan ruft. Dort hat sich das Personalkarussell ohne Lynley weitergedreht und Havers & Co mit Isabelle Ardery eine Vorgesetzte beschert, deren Ehrgeiz vor nichts Halt macht: Weder vor der schnellen Lösung des Falles noch vor Havers' Kleidungsstil und auch nicht vor dem Versuch, Lynley zurück ins Team zu holen. Während in dem Fall mal wieder nichts so ist, wie es anfangs scheint, und auch Havers unverbesserlich bleibt, hat Arderys Rhetorik zumindest bei Lynley Erfolg.

Das Buch ist aber weit mehr als ein Krimi mit persönlichem Ermittler-Touch und einer bis zum konsequenten Ende perfekt aufgebauten Handlung. Elizabeth George tut endlich wieder, was sie am besten kann: Sie verpackt vielschichtige Themen und Probleme ohne einfache Lösungen in eine spannende Krimi-Handlung. Es geht um Moral und Gier, Schuld und Schuldgefühle, menschliche Abgründe und menschliche Größe, beschrieben mit viel Einfühlungsvermögen, wunderbarer Beobachtungsgabe für kleine Schwächen und einer Prise Humor. Das gesamte Personal aus dem Lynley-Havers-Kosmos hat denkwürdige Auftritte, und der dem Verbrechen zugrunde liegende Kriminalfall läßt keinen Leser kalt.

Mein Fazit: Endlich wieder große englische Krimi-Kunst made in USA. Der fünfte Stern fehlt, weil Lynley in Arderys Gesellschaft meinem Empfinden nach ein wenig allzu sehr den stets loyalen, ewig verständnisvollen Kummerkasten gibt. Warum Ardery einen Kummerkasten allerdings auch dringend braucht, sollte jeder selbst nachlesen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sie sind beide zurück..., 20. April 2010
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) (Gebundene Ausgabe)
...sowohl Inspector Lynley als auch Elizabeth George - "This body of death" ist wieder einer ihrer Romane, die in Stil und Spannung an ihre ersten Werke anknüpfen. Hatte man inbesondere bei "Careless in red" noch das Gefühl, vor lauter Handlungssträngen und Personenfülle komplett den Überblick zu verlieren, findet man hier eine wunderbar stringente, in sich logische Handlung.

Auf einem Friedhof wird eine ermordete junge Frau gefunden, die vor Monaten fluchtartig ihre Heimat in Hampshire verließ. Für die Ermittlungen holt sich AC Hillier Verstärkung: Acting Superintendent Isabelle Ardery, die bereits in einem der früheren Bände auftauchte, kommt nach London, um mit diesem Fall ihr Können und ihre Eignung als Webberlys Nachfolgerin zu beweisen. Sie sucht Lynley auf, um sich dessen Unterstützung zu sichern und ihn ins Team zurückzuholen - in der weisen Voraussicht, dass er ihr, inbesondere in Bezug auf ihr Durchsetzungsvermögen bei Havers und Co., nützlich sein kann. Obwohl er sie völlig durchschaut, lässt er sich vor ihren Karren spannen und kehrt zurück, muss sich nun aber ihren Anweisungen unterordnen.

Die Entwicklung der Geschichte selbst ist äußerst gelungen. George spielt wieder mit psychologischen Hintergründen, fordert den Leser heraus und präsentiert ihm endlich wieder die so lange vermisste Teamdynamik - mit einer spöttischen, widerspenstigen Havers, einem besonnen Winston, der dieses Mal zuschlagen darf und natürlich Lynley, der in jeder Hinsicht zurückkehrt. Der große Wermutstropfen dieser Geschichte liegt für mich in der Entwicklung der Geschichte zwischen Ardery und Lynley; erstere ist auch die einzige Figur, die relativ schwach beleuchtet wird und trotz einer wirklich unglaublich schlechten Ermittlungsleistung beim Yard bleiben darf. Dies liegt möglicherweise daran, dass George den Charakter von Isabelle Ardery im nächsten Buch weiter ausbauen will und sich hier auf das Offensichtliche (ehrgeizige Mutter, die nicht nur mit dem Alkohol, sondern auch dem Exmann kämpft) beschränkte. Am Ende ist man sich nicht einmal sicher, ob die Person sympathisch ist oder nicht. Aber schließlich braucht man ja auch keinen kleinen Köder für das nächste Buch ;)

Sternstunden hat in diesem Roman eindeutig wieder Barbara - schon allein die von Ardery verordnete Shoppingtour mit ihrer kleinen Nachbarin Hadiyyah ist wunderbar, ihre Ermittlungen mit Winston Nkata sind vom üblichen "Barb - Winnie"-Geplänkel geprägt und in jede Richtung wird dieses Mal ihre Eifersucht gefordert. Natürlich macht sie auch sonst wieder, was sie will - und bügelt damit am Ende die schlechte Arbeit ihrer Vorgesetzten aus.

Fazit: Absolut empfehlenswert. Humor, Plot und Dialoge sind so gut wie lange nicht mehr.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Havers rettet Fall und Buch, 21. April 2010
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) (Gebundene Ausgabe)
Elizabeth Georges neuer Roman ist eigentlich alles, worauf die meisten Lynley/Havers-Fans lange, sehr lange gewartet haben. Der aktuelle Fall über eine junge Frau, die nach ihrem plötzlichen Verschwinden aus ihrem Dorf in Hampshire auf einem Londoner Friedhof brutal ermordet aufgefunden wird, ist interessant aufgebaut und bis zum Schluss spannend erzählt. Es gibt jede Menge liebevoll charakterisierte Verdächtige und die Lösung ist weder zu offensichtlich noch zu unglaubwürdig, so dass das Miträtseln Spaß macht. In einer Nebenhandlung wird über ein weiteres schockierendes Verbrechen (relativ detaillierte Beschreibung der Folter eines Kleinkindes; für alle, die das lieber nicht lesen möchten) berichtet, dessen Bedeutung im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall gegen Ende des Buches aufgeklärt wird. Im Verlauf des Buches gibt es ein Wiedersehen mit nahezu allen Charakteren des Lynley/Havers-Universums, wobei insbesondere Havers humorvolle Glanzauftritte hat.

Und Lynley? Der ist irgendwie zurück, aber auch nicht wirklich. Investigativ ist er absolut spitze, aber als Person befremdlich wesensverändert. Das mag vor dem Hintergrund seines Verlustes verständlich sein, aber dennoch ist seine übermenschliche Toleranz, Geduld und Verständigkeit insbesondere gegenüber der neuen Chefin auf Probe Isabelle Ardery nicht nachvollziehbar. Wobei wir auch schon bei der größten Schwachstelle des Buches wären: Die Darstellung der Isabelle Ardery ist nervtötend und unglaubwürdig. Trotz beachtlichem persönlichen, familiären und beruflichen Stress' ist eine solche Hysterie und Inkompetenz nicht entschuldbar. Weder im professionellen noch im persönlichen Bereich hat Frau George irgendetwas geschrieben, dass mir Ardery zumindest menschlich näher bringen konnte, weshalb ich Lynleys Verhalten etwas fassungslos beobachtet habe. Na, immerhin hat sie laaaaange Beine, wie George nicht müde wird zu betonen.

Leider gibt es noch mehr zu kritisieren: Die überdeutliche Anlehnung des Nebenstranges an den Fall James Bulger finde ich geschmacklos. Zumindest hätte sich Frau George etwas mehr Mühe beim Verfremden geben können, wenn sie diese grausige Realität unbedingt für Unterhaltungslektüre verwenden muss.

Insgesamt ist das Buch für Kenner der Reihe (ein bißchen Hintergrundinfo zu den Charakteren ist schon nötig) durchaus sehr lesenswert. Ganz subjektiv gesehen, stimmt mich diese Lektüre etwas wehmütig, denn dies ist nun schon der fünfte Roman in Folge, bei dem sich Elizabeth George vom "klassischen" Lynley/Havers-Roman entfernt und vor allem Lynley verfremdet oder auf Lynley/Havers gleich ganz verzichtet. Alles unterliegt dem Wandel, dennoch hält sich meine Vorfreude auf Buch 17 in Grenzen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Well ...., 20. Oktober 2010
Von 
kashew (Zurich Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) (Gebundene Ausgabe)
There were so many good reviews, covering plot etc., that I can't add much there. I just found the book very hard to get into. I used to love every Lynley/Havers mystery - until Helen was killed off. Since then I've read each book, hoping ... hoping ...hoping. The last was encouraging and this one wasn't awful, but when a mystery doesn't grip within the first 50 pages, then I struggle. If you are a die-hard E George fan, then by all means enjoy this book. If you haven't read earlier books, then I would find this one a hard intro.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen disappointed again, 13. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Taschenbuch)
I've been a George fan since the first book. That was many years ago.
I enjoyed them for many installments, but then they started to loose
something. The last two or three were just bog standard mysteries.
Nothing special. I approached this book with high hopes.
Finally another George in the 'old' style. Only to be disappointed again. Started off well, but then it just didn't develop Lynley
or Havers further. Lynley was all surface suffering and strangely unaffected by almost anyone and anything. No depth to his feelings. Havers is just plodding along, nothin happening. I expected Havers to clash with the new DI Ardrey, but no , except for a few verbal snipes she went along, against her own instincts. Not the Havers we have come to know and love! I found the new DI Isabelle Ardry unbelievable (one reviewer called her loathsome, I agree) . Her alcohol problems would surely have been noticed and reported some time ago. Hard to fathom her fellow officers letting it go. The plot is good, altho I found the weaving-in of the 'old' crime unplatable. Seems that George has an axe to grind re child offenders and their motivation. Dreadful childhood, neglect etc. etc. leading to 'inevitable' crime. It was distasteful and unnecessary. I will check out the next George from the public library, and save myself the money.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Rezension aus dem Bauch heraus ..., 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Taschenbuch)
Nachdem ich mich durch das unsäglich fade Vorgängerbuch "Careless in Red" förmlich durchquälen musste, finde ich den "Neuen" von E.G. sehr flott und angenehm zu lesen. Diesmal sind es weniger Hauptpersonen (deren psychische Probleme zwar eine Rolle spielen, aber nicht wie in Careless in Red bis zum Erbrechen ausgewalzt werden), und es ergibt sich recht schnell ein nachvollziehbarer Zusammenhang der Handlungsstränge.
Außerdem sind wir ja nun endlich die Luxusproblemchen von Lynleys langweilig perfektem Eheweib los, die wohl zum Schluss der Autorin genauso auf die Nerven gingen wie vielen LeserInnen, so dass die Autorin die gute Helen durch hochdramatischen Abgang ins literarische Jenseits beförderte.
Ardery als handfeste Säuferin ist mir das wesentlich sympathischer :-))).
Dieses Buch hat mir wirklich Spaß gemacht, danke Mrs. George!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Compendium des Wissens mit mäßig spannender Handlung, 16. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Taschenbuch)
Ich habe mich durch diesen Wälzer durchgearbeitet bis ich erst im letzten Viertel auf spannende Handlung stieß. Lehrreich für mich waren die Informationen über die Technik des Dachdeckens mit Reet, über die Aufzucht von Ponys auf Gemeingrund, die hierarchische Ordnung der verschiedenen britischen Polizeiformationen und die Geografie der Grafschaft Hampshire. Da dies erst mein zweites Elizabeth-George-Buch ist, war ich auf eine so detaillierte Beschreibung von Elementen, die für den Fortgang der Handlung kaum wesentlich sind und unter "incidental information" abgehakt werden können, nicht gefasst. Interessant fand ich auch die Beschäftigung der Autorin mit den sexuellen Aktivitäten einiger der Charaktere - so ist für mich Cunnilingus von zwei Männers im fahrenden Auto ein echtes Novum. Erst sehr spät im Buch werden die Verknüpfungen der handelnden Kriminellen miteinander durchsichtig. Zuvor wird zu sehr durch detaillierte Schilderung von unschuldigen Verdächtigen vom Handlungsstrang abgelenkt. Bei einer Personen, Gina, wird man zum Schluß völlig im Unklaren gelassen, wie sie in die Handlung kommt. Es wird viel getrunken, vor allem von der auf Bewährung arbeitenden Isabelle, was Lynleys Einstellung ihr gegenüber völlig unglaubwürdig macht.
Ich legte das Buch, bis zum Ende gelesen, etwas unbefriedigt zurück und hoffe im nächsten Lynley-Buch wieder einen etwas konziseren, eher zielführenderen Thriller zu finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lynley und Havers - wundervoll lebendig charakterisiert!, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Taschenbuch)
Das ist das erste Lynley-Buch, bei dem ich nicht irgendwann mal etliche Seiten überblättert habe... Jede Seite lohnt sich und ist ein Genuss. Zum Inhalt ist ja schon einiges gesagt worden.

Abgesehen davon, dass es wirklich spannend ist (man weiß so ungefähr, in welche Richtung es geht, aber die Auflösung kommt erst später), finde ich dieses Buch vor allem deshalb so bemerkenswert, weil die Charakterisierung von Lynley und Havers so perfekt ist: Man könnte fast meinen, die beiden seien real existierende Personen. Beide sind so verschieden, aber beide ungeheuer sympathisch. Vor allem Lynley, der als "very decent man" beschrieben wird, ist so einfühlsam charakterisiert worden, dass es einem ganz warm ums Herz wird, ohne dass es kitschig wird. So jemanden hätte ich auch gerne als Kollegen... Gerade die Tatsache, dass er sich mit dieser etwas anstrengenden Isabelle anfreundet und Havers (und die Leser) das so gar nicht verstehen wollen, macht die Sache so reizvoll und differenziert.

Und als Gegenpol zum nahezu perfekten Lynley dann die eben so gar nicht attraktive Havers, mit der man sich wunderbar identifizieren kann.

Ich mag dieses Buch sehr, weil sowohl die Handlung, als auch die Entwicklung der Charaktere so spannend ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: This Body of Death (Taschenbuch)
Mit dem letzten Buch -Careless in Red- hatte ich mich nicht anfreunden können, genauergesagt, ich habe mich gelangweilt. Hier nun kehrt die Autorin zu alter Form zurück. In jeder freien Minute habe ich gelesen, jede Störung war ein Ärgernis.
Lynley hat den Tod seiner Frau wieder ein Stück weiter bewältigt und kehrt zur Met zurück. (Ich rechne es der Autorin hoch an, daß sie anscheinend ihre Charaktere recht ernst nimmt und ihrer Romanfigur Zeit und Raum für Trauerarbeit läßt). Auf dem vakanten Platz von Malcom Webberly sitzt temporär die mit allerlei persönlichem Ballast beladene Isabelle Ardery, deren erster Fall sie gleich mindestens an die Grenze der Überforderung bringt - auf einem Friedhof wurde die Leiche einer unbekannten jungen Frau gefunden. George verknüpft mit psychologischem Feingefühl, Sinn für Stil und durchaus auch Humor diese Story mit der wohl an einen bekannten realen (britischen) Mordfall angelehnten Geschichte um drei kindliche Mörder.
Glücklicherweise wird auch Barbara Havers wieder einiges an Raum zugebilligt, deren äußeres Erscheinungsbild immer noch ihre innere Zerrissenheit wiederspiegelt. Ardery wird nicht gerade sympathisch gezeichnet, ab/an ist Lynleys Verhalten ihr gegenüber auch nur bedingt mit dem Trauma durch Helens Tod zu erklären. Mir geht es wie vielen, auf Isabelle Ardery kann ich verzichten, andererseits vermute ich, daß George sie als Konfliktpotential für weitere Bände verwenden will. Wohin zuviel Harmonie führt, konnte man bei Helen Clyde sehen - wohin sollte diese Figur sich bloß entwickeln?
Einen Faden läßt George meiner Meinung nach übrigens lose (um nicht zu spoilern, nur ein Stichwort: Sidney), ich bin gespannt, ob er wieder aufgegriffen wird.
In Kürze: Wer niveauvolle Krimis mit mehr Psychologie als Eingeweiden lesen möchte - kaufen!!
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This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16)
This Body of Death (Inspector Lynley Mysteries 16) von Elizabeth George (Gebundene Ausgabe - 15. April 2010)
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