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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück nach Kingsbridge
Ken Follett ist ein fleißiger Thriller-Autor. Die Fans seines historischen Romans "Die Säulen der Erde", ein Buch, das seit rund 20 Jahren ein Bestseller ist, mussten sich jedoch in Geduld üben. Mit "Die Tore der Welt", so der deutsche Titel, kehren wir in die mittelalterliche englische Stadt Kingsbridge zurück. 200 Jahre sind vergangen, wir schreiben...
Veröffentlicht am 18. Februar 2008 von Helga Kurz

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57 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Book without end...
Als großer Fan des Vorgängers habe ich mich sofort auf das neue Buch von Follett gestürzt und es in zwei Wochen gelesen.
Leider bin ich von dem Ergebnis ziemlich enttäuscht.
Vielleicht war die Erwartungshaltung einfach zu groß - für mich steht jedenfalls fest:

An "Die Säulen der Erde" kommt dieses Buch nicht einmal...
Veröffentlicht am 4. November 2007 von Marc Aurel


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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück nach Kingsbridge, 18. Februar 2008
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Ken Follett ist ein fleißiger Thriller-Autor. Die Fans seines historischen Romans "Die Säulen der Erde", ein Buch, das seit rund 20 Jahren ein Bestseller ist, mussten sich jedoch in Geduld üben. Mit "Die Tore der Welt", so der deutsche Titel, kehren wir in die mittelalterliche englische Stadt Kingsbridge zurück. 200 Jahre sind vergangen, wir schreiben das Jahr 1327. Einige Nachfahren der Menschen aus den "Säulen der Erde" leben noch hier, viele neue lernen wir kennen, darunter etliche Hauptfiguren. Aus denen ragt, um nur eine zu nennen, Caris, eine Nachfahrin von Jack Builder heraus. Sie muss ins Kloster flüchten, um der Hexenverbrennung zu entgehen. Und schon sind wir wieder mitten in turbulenten Geschichten um Baukunst, Unterdrückung, Intrigen, Krieg, Liebe, Schmerz, Macht und Gier und nicht zuletzt in der des tastenden medizinischen Fortschritts und seiner Rückschläge. Die Pest, die immer wieder aufflammte und wütete, war neben vielen anderen Krankheiten und Verletzungen, für die es keine wirklich gute Hilfe gab, die Geisel jener Zeit. Sie entvölkerte ganze Landstriche. Dies war schon schlimm genug gewesen, aber das Leben setzte noch eins drauf und hielt zur Drangsal der meisten Menschen auch noch Klerus und Adel bereit.

Ken Follett schreibt drastisch und drückt sich deutlich aus. Literarische Schnörkel sind nicht nach seinem Geschmack. Sexszenen und Schilderungen von Gewalttaten lassen kaum Spielraum für die eigene Phantasie. Er sagt uns, was Sache ist, und das ist nichts für empfindliche Naturen. Alle anderen werden ausgezeichnet unterhalten, auch wenn dem Buch eine etwas straffere Schreibe gut getan hätte. Aber da ist die Fabulierlust des Autors davor.

Mancher mag dieses Buch verächtlich als Historienschinken abtun, was es auch ist, aber eben nicht nur. Ken Follett scheint gründlich recherchiert zu haben, über was er da ausholend und mäandert schreibt, auch wenn das Ergebnis wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen wird. Aber wer sich mit dieser Zeit auf hohem Niveau beschäftigt, greift ohnehin nicht zu diesem Buch - es sei denn, um sich zu entspannen. Dieses Buch ist, um ein liebenswürdigeres Wort als abwertend "Schinken" zu benutzen, ein richtig schöner Schmöker, in den man sich verkriechen und die reale Welt für eine ganze Weile ausblenden kann. Gründe dafür, werden Pessimisten sagen, gibt es genug. Schließlich haben sich die Menschen seit dem Mittelalter im Kern kein bisschen geändert. Den Beweis dafür liefert jeden Tag jede beliebige Tageszeitung mit ihren selten hoffnungsfrohen Schlagzeilen. Fazit: Auch wenn viele sagen werden "Aber die Säulen der Erde waren viel besser, weil...", - gut gemacht, Ken Follett, und herzlichen Dank für dieses Buch. Wir werden uns bei Ihnen mit traumhaften Absatzzahlen revanchieren.

Übrigens, das Hörbuch zu "Säulen der Erde" hat ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es eignet sich gut, um zeitsparend sein Gedächtnis aufzufrischen und sich auf die "Tore der Welt" einzustimmen, auch wenn dieses ein in sich abgeschlossenes Buch ist. Wer gar das Buch noch einmal zur Hand nimmt, wird vielleicht (wieder) feststellen, dass es in den "Säulen der Erde" auch schon einige Längen gibt, die es zu überwinden gilt.

Helga Kurz
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57 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Book without end..., 4. November 2007
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Als großer Fan des Vorgängers habe ich mich sofort auf das neue Buch von Follett gestürzt und es in zwei Wochen gelesen.
Leider bin ich von dem Ergebnis ziemlich enttäuscht.
Vielleicht war die Erwartungshaltung einfach zu groß - für mich steht jedenfalls fest:

An "Die Säulen der Erde" kommt dieses Buch nicht einmal annähernd heran!

Die Geschichte ist in vielen Details sehr an den Vorgänger angelehnt und ist vor diesem Hintergrund auch ziemlich vorhersehbar. Wieder geht es um einen Baumeister, der dieses Mal aber nicht eine Kathedrale, sondern eine Brücke zu bauen hat.
Die Kirche ist 200 Jahre nach dem ersten Abenteuer auf die "böse Seite" gerückt. Dabei wirkt es schon sehr konstruiert, dass die Mönche fast ausnahmslos und ständig auf der bösen, reaktionären und obstruktiven Seite stehen, wohingegen die Nonnen immer nur gut, einsichtig und progressiv sind. Besonders die Charaktere Philemon und Godwyn finde ich erheblich zu einfach ausgestaltet - sie sind einfach nur immer schlecht und böse.

Auch die anderen Protagonisten gewinnen enttäuschend wenig Tiefe. Sie sind wenig originell ausgestaltet: es gibt einen bösen Ritter (Ralf), der eigentlich immer nur böse, gemein und verachtenswert ist und einen strahlenden Helden (sein Bruder Merthin, der Baumeister), der eigentlich immer das richtige, gute und moralisch Einwandfreie tut.
Ob letzterer ganz zum Schluss doch noch mit seiner großen Liebe, der guten Schwester Caris zusammenkommt, die zwischenzeitlich gezwungen wird als Nonne in das Kloster einzutreten, soll hier natürlich auf gaaaar keinen Fall verraten werden ;-)

Auch abgesehen von den eher platten Charakteren ist der Plot wenig enfallsreich. "Die Säulen der Erde" boten viele Handlungsstränge mit wirklich spannenden Wendungen und interessanten Verstrickungen, die sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelten und zum Schluss elegant auflösten.
Das fehlt dem Nachfolger leider völlig.
Hier sind die meisten Geschichten vorhersehbar und wenig originell. Auch gibt es kein zentrales Thema (wie der Bau der Kathedrale im Vorgänger), um den sich die Einzelschicksale ranken:
Die Brücke ist schon bald fertig gebaut und von da an plätschert das Buch von einem Plot zum nächsten: Es geht um den Beginn des 100jährigen Krieges, dann um die Pest, dann um einige Einzelschicksale und vieles mehr. Ich habe hier den roten Faden vermisst, der die Einzelschicksale zusammenhält.

Vor diesem Hintergrund ist das Buch dann auch zu dick geworden. 1100 Seiten lese ich immer wieder gerne, solange sie spannend und kohärent erzählt sind. Mein Eindruck war aber, dass man diese Geschichte auch auf 500 Seiten hätte erzählen können.

Fazit: Wer (wie ich) lange auf den Nachfolger gewartet hat, mag sich das Buch kaufen, wenn es denn unbedingt sein muss. Die Erwartungen sollten dann aber deutlich zurückgeschraubt werden. Wer einfach nur einen guten, unterhaltsamen historischen Roman lesen möchte kann auch besseres finden, wie z.B. den neuen Roman von Rebecca Gablé.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, mehr aber leider nicht, 7. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Mit Fortsetzungen ist das immer so eine Sache - insbesondere dann, wenn sie nicht aus eigenem Antrieb des Autors entstehen, sondern er sie mehr oder minder nur aufgrund des "popular demands" schreibt, weil seine Leser ihn immer wieder drauf ansprechen.
Mit dementsprechend gemischten Gefühlen machte ich mich ans Lesen der Fortsetzung von Pillars of the Earth, das zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört.
Das Fazit schonmal vorweg: Ken Follett hat hier ein gutes Buch geschrieben, das mich auf seine Weise gefesselt hat. Man fühlt sich wieder in die damalige Zeit zurückversetzt, und die Hauptcharaktere wachsen einem mit der Zeit durchaus ans Herz.
Aber den Vergleich mit dem grandiosen Vorgänger hält "World Without End" zu keiner Zeit stand. Während sich bei "Pillars" die Story langsam entfalten konnte, immer neue Stränge hinzukamen, immer wieder überraschende Wendungen eintraten, und die Geschichte so ein hochdynamisches Eigenleben entwickeln konnte, wirkt "World Without End" ziemlich konstruiert und vorhersehbar.
Schon innerhalb der ersten 60 Seiten tauchen alle späteren Hauptcharaktere auf. Wirklich überraschende Entwicklungen bleiben aus, die Charaktere sind entweder gut (Gwenda, Merthin, Caris) oder böse (Ralph, Philemon, Godwyn).
Der Handlung fehlt ein starkes, allumfassendes Element, ein echter roter Faden. Sie wirkt stellenweise wie eine Aneinanderreihungen von einzelnen Kurzgeschichten, die zudem zueinander sehr ähnlich sind (böse Kirche will gute Pläne von Caris/Merthin zunichte machen). Die beiden Liebesgeschichten Caris-Merthin und Gwenda-Wulfric sind nicht stark genug, und vor allem zu vorhersehbar - zumal Wulfric das ganze Buch über als Charakter sehr blass bleibt. Im Verlauf der Jahre gewinnt die gute Seite immer mehr, und die böse muss immer größere Niederlagen einstcken, bis sie (am fast schon kitschigen Ende) völlig vernichtet bzw. vertrieben wird. Wirklich große Überraschungen gibt es keine.
Ein weiterer negativ auffallender Aspekt ist die Menge an Ideen, die vom Vorgänger abgeschrieben wirken:
Merthin, der junge, hochtalentiere Steinmetz, der anfangs um Anerkennung kämpfen muß, und später nach Italien zieht, erinnert doch zu sehr an Jack aus "Pillars" (der seinerseits nach Santiago Compostela zog). Und beide bringen neue Ideen von ihrer Reise mit. Elfric, Merthins Feind zu Beginn des Buches, erinnert dabei auch stark an Alfred Builder. Auch verfolgen beide ihr ganzes Leben über die eine Liebe. Auch Caris weckt in ihrer Rolle als starke Frau schnell Erinnerungen an Aliena - ohne allerdings wie diese jemals völlig am Boden gewesen zu sein; selbst in ihrer Zeit als Nonne kann sie sich durch ihre Arbeit im Hosptial einen Traum erfüllen.
Ähnliches gilt für die andere Seite, sowohl Godwyn als auch Philemon erinnern stark an Waleran Bigod, und Ralph wirkt wie eine armseligere Version von William Haleigh.

Zusätzlich muss gesagt werden, dass keiner der Charaktere eine solche Tiefe und Lebendigkeit erreicht, wie die Charaktere aus "Pillars". Sie wirken teils skizzenhaft, Ralph sogar völlig überzogen. Der innere Kampf in Caris, die sich nicht binden will, wird nicht ausreichend herausgearbeitet und wirkt dadurch aufgesetzt. Merthin ist zu unfehlbar, zu sehr voll von revolutionären Ideen, die natürlich auch immer funktionieren. Das Verhalten von Godwyn und Philemon erscheint gar stellenweise in sich unlogisch, und wirkt, als ob sie sich immer gerade so verhielten wie es der Plot gerade verlange.

Auch ist es etwas unglaubwürdig, dass die gute Seite keine wirklich heftige Niederlage einstecken muss. Es gibt immer auch eine positive Seite, die die erlittenen Niederlagen teils sogar trivial erscheinen lassen. Im Umkehrschluss trägt auch die böse Seite nie einen echten, scheinbar vernichtenden Sieg davon. Dies mag auch teilweise am Erzählstil liegen, der oft direkt nach einem Handlungshöhepunkt abbricht, und somit die weiteren direkten Auswirkungen auf die Charaktere der Fantasie des Lesers überlässt - das beste Beispiel ist hier das Hexentribunal gegen Caris, dem sie dadurch entgeht, dass sie zur Nonne wird - hier bricht die Erzählung abrupt ab, nachdem Merthin darauf seinen Entschluss gefasst hat, nach Florenz zu ziehen. Die Gefühle, die die beiden (egentlich hätten sie kurz darauf heiraten sollen) durchmachen müssen, werden nur grob skizziert, dann bricht die Erzählung ab und beginnt erst 7 Jahre später wieder. Durch solche Elemente, die die direkten Folgen einer Niederlage aussparen, erscheinen die Niederlagen trivial, da direkt danach gezeigt wird, dass die Betroffenen das ganze doch recht gut verkraftet haben.

Trotz alle dem hatte ich großen Spaß beim Lesen, zu faszinierend ist einfach die im Buch beschriebene Welt - auch wenn sie lange nicht den Detailreichtum aufweist, wie in 'Pillars'. Wie gesagt, "World Without End" ist trotz allem insgesamt ein gutes Buch, dass ich im mir Bekannten Schaffen Ken Folletts wohl irgendwo im Mittelfeld einordnen würde. Als Nachfolger für "Pillars" ist es somit enttäuschend (der Vorgänger ist für mich deutlich Folletts Meisterwerk), aber wenn man das ausblendet und das Buch an sich betrachtet, bleibt es ein insgesamt gutes Buch - das aber mehr Potenzial gehabt hätte.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahrlich Wundervolles Entertainment! (Audiobook, 12 CDs, abriged), 20. Februar 2008
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Audio CD)
Hörbuch-Rezension: WORLD WITHOUT END (Ken Follett) gelesen von Richard E. Grant
Abriged (gekürzt) |12 CDs in 2 Pappcases (zum Einstecken) | ca. 14 Stunden Laufzeit (ca. 14 Tracks/ CD) | erschienen bei PENGUIN Audio

Ob WORLD WITHOUT END (dt. Titel: DIE TORE DER WELT) nun in Sachen anspruchsvoll und historisch korrekt mit anderen Romanen dieses Genres mitzuhalten vermag, möchte ich in dieser Besprechung erst gar nicht anschneiden. Wer nichts vom relativ eindimensionalen Geschreibsel dieses Autors, also von Ken Follett, hält - Finger weg. - - - Ich habe mir dieses AUDIOBOOK (=Hörbuch) in seiner gekürzten Englischen Fassung zugelegt, weil ich irgendwo im Netz eine Bewertung darüber gelesen habe und der Sprecher, der Schauspieler Richard. E. Grant, wurde dabei in höchsten Tönen gelobt. Kann auch sein, dass es die Verlagsinfo war. Ich war jedenfalls neugierig genug. - Und das bereue ich keinesfalls.

Ich fand WORLD WITHOUT END hochgradig unterhaltsam. Wenn man schon mehr von Ken Follett kennt, wird man hier kaum Überraschungen erleben. Auch diesmal geht es (anfangs jedenfalls) um Bautätigkeit, genauer gesagt um den Bau einer Brücke. Außerdem dunkle Geheimnisse, Intrigen (böse Mönche), fiese Hinterhältigkeiten (Weiber!), wahre Helden (edle Ritter), gute Gönner. Das alles passiert nicht im Rahmen einer großen Entwicklung, wie man sie von den SÄULEN DER ERDE kennt, hier werden eher - ein wenig hat der Roman einen gewissen Soap-Opera-Charakter - einige Episoden aus dem Leben der Protagonisten der Reihe nach erzählt.

Was der Hörer hier miterlebt ist ein fantastisches Spektakel fürs Ohr. Englisch-Kenntnisse sind nun einmal Voraussetzung - und obgleich ich diese erfülle, wird's stellenweise recht dürftig mit meinem Verständnis, denn ein großer Teil der Handlung dreht sich um Architektur. Wie ein Dom (Kuppel) gebaut wird, wie man eine Brücke baut (Material, Anlegestelle, Säulen ...) - so Sachen halt. Das empfand ich als "mighty confusing", doch dem Verständnis der eindimensionalen Handlung war es nicht wirklich abträglich. ;-)

Als ich mit dem Audiobook anfing war es kurz nach Weihnachten. Dafür benötigt (es handelt sich um 12 CDs) habe ich mehr als einen Monat. Manches habe ich doppelt angehört, empfand das aber nicht als Strapaze, sondern war stellenweise beim zweiten Mal noch entzückter. - - - Richard E. Grant bereitet die gekürzte Lesung für den Hörer beinahe wie ein Hörspiel auf. Die Stimmen und Dialekte, die der Mann hier zum Besten gibt verursachen hochgradig gute Laune, auch wenn "poor Merthin" (das ist zunächst der große Verlierer der Geschichte) einige Male ordentlich verkackeiert wird und Follett den Zuhörer emotional ordentlich aufregt (das kann er ja gut). Aber so war das nun mal im Alltag des Mittelalters: Das Leben war damals schon kein Ponyhof. Wie denn auch, die hatten damals noch nich' mal Ponyhöfe! :-p

Eine echte Empfehlung für Leute, die sich mal (wieder) an ein Hörbuch in Englisch heranwagen möchten.

Tipp! Dieses Hörbuch (Audioook, abriged) gibt es hier im amazon'schen Sortiment mit unterschiedlichen ISBN oder ASIN-Nummern (und Preisen ;-). Die Suchekönnte sich lohnen! - Und ärgern Sie sich nicht, wenn die "Bewertungen" der Rezensionen von Audiobook und Print-Versionen wild miteinander vermixt werden, das versteht man als Rezensent selber nicht so ganz.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Soap im Mittelalter, 7. Dezember 2008
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Taschenbuch)
Da schon so viel über das Buch geschrieben wurde, möchte ich meine Rezension auf einen Punkt beschränken, der vielleicht bei einer Kaufentscheidung helfen kann:
"Die Tore der Welt" wird als geschichtlicher Roman kategorisiert. Beim Lesen aber fühlte ich mich eher an diese typischen Fernsehserien der 1980er wie "Dallas" oder "Denver-Clan" erinnert: die ganze Handlung dreht sich um eine überschaubare Anzahl Personen, die alle irgendwie miteinander verwandt oder bekannt sind, und deren Freundschaften und Feindschaften, Intrigen und Bündnisse. Das 14. Jahrhundert bietet dazu eigentlich nur eine Kulisse, ebensogut hätte die Geschichte mit leichten Änderungen auch 100 Jahre später oder früher spielen können.
Dazu kommt, dass die Denk- und Handlungsweisen vieler Charaktere anachronistisch, also unzeitgemäß, dargestellt sind - oft wirkt das, als wären Menschen aus unserer Zeit mit einer Zeitmaschine zurückgereist.
Follett bezieht sich nur selten auf tatsächliche historische Ereignisse, der Schwerpunkt der Handlung liegt auf den persönlichen Interaktionen, sprich: dem Hick-Hack, der Hauptcharaktere.

Kurz und knapp: Ein unterhaltsamer Roman, wenn man gern Familiendramen und Daily Soaps mag. Für Leser historischer Romane dagegen wahrscheinlich eher zu seicht.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei der englischen Taschenbuchausgabe natürlich unschlagbar: man bekommt hier über 1000 engbedruckte Seiten, die viele Stunden Lektüre versprechen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kein Meilenstein wie Pillars of the earth, 30. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Mit World without end (Die Tore der Welt) hat Ken Follett nach vielen Jahren endlich eine Fortsetzung meines Lieblingsromans Pillars of the earth (Die Säulen der Erde) geschrieben.
Die gebundene Ausgabe hat 1111 Seiten und die Geschichte spielt wieder in Kingsbridge in England - im 14. Jahrhundert, zwei Generationen später als Pillars of the earth. In dem Buch geht es schnell zur Sache und Intrigen, Schicksalsschläge und Romanzen geben sich die Klinke in die Hand. Es macht Spaß das Auf und Ab der Hauptcharaktere (und natürlich der Bösen) zu verfolgen. Allerdings flacht das Buch zum Ende hin stark ab. Man hat im letzten Viertel das Gefühl in einer Soap gelandet zu sein. Jedes Kapitel ist eine Folge an deren Ende ein Cliffhanger lauert. Ungefähr: Und sie lebten glücklich und zufrieden, doch dann kam die Krise. Außerdem waren die Geschichten nicht wirklich liebevoll gestaltet und deren Verlauf oft absehbar. Mir hat das Buch insgesamt gefallen, allerdings liegt das vielleicht auch daran, dass Ken Follett noch Bonuspunkte vom Vorgänger bei mir hat. Das Buch wäre wirklich besser gewesen mit 200 Seiten weniger. So ist es nur ein weiterer Follett und leider kein Meilenstein wie Pillars of the earth.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I had some concerns, 21. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
I am happy to report that my concerns were unfounded. The book is long, but it has a lot going on and is not at all bloated. There are several stories being told, but they all interweave and the elimination of one would be a loss. Although it is set in the same location and refers back to some of the original characters, reading or remembering "Pillars" is not required. I enjoy learning about the construction and medical theories of the day and wish this aspect had been further expanded, but if a reader does not, there is not so much of it that it would be detrimental!!! I would also recommend reading Tino Georgiou's bestselling novel--The Fates--if you haven't already.
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A stunning masterpiece - but about 400 pages too long, 13. Oktober 2007
Von 
Mark O'Neill (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
I've been waiting God-knows how many years for this book so when it finally came out, I barely thought about my "don't buy expensive hardbacks" rule - I just bought it because I was so desperate to read it.

There's no doubt that this is a classic masterpiece of a novel and it is on the same level as "Pillars of the Earth". However, it is way too long! Clocking in at 1,100 pages, this is a huge doorstopper of a book and it personally took me 2 weeks to finish it (and I am a FAST reader!). But nevertheless, the writing is of an extremely high standard, the story is amazingly fascinating and engaging and each character is so believable. By the end, they will feel like old friends to you.

"World Without End" takes place 300 years after "Pillars of the Earth". We return to Kingsbridge but we now see the descendants of the characters from Pillars of the Earth. The all-powerful Priory is still in charge of the village but the town's people want to change that. The Prior is a conservative, frightened of change, and he constantly thwarts the plans of Merthin, the man who gradually takes control of the town with his business enterprises.

Then there's Caris who Merthin loves. Caris loves him too but doesn't want to marry him. Then there's Gwenda who loves Wulfric but he has his eye on Annet.

Of course a Follett book wouldn't be complete without some bad guys and the lead bad guy is Ralph who is the Lord of the county and treats everyone harshly.

As I said, be prepared for a long read but you will soon realise this is a fantastic book and a worthy successor to Pillars of the Earth. It makes me wonder if Follett will go for the triple-whammy and make it a trilogy?
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen langatmig, 1. Januar 2008
Von 
Shiraz (Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Als ich das Buch in der Buchhandlung entdeckt habe, konnte ich kaum erwarten, es zu lesen. War der Vorgänger "die Säulen der Erde" doch einer der spannendsten Schmöker, die ich je gelesen habe. Leider kommt "world without end" jedoch nicht an diese Klasse heran.
Es liegt nicht nur an den 1110 Seiten - mindestens 400 zuviel -, die die Lekture zäh werden lassen. Auch die Geschichte und die Charaktere sind einfach nicht stark genug. Zum einen fehlt ein Spannungsbogen, der vom Beginn bis zum Ende reicht. Statt einer großen Aufgabe, die die Helden zu bewältigen haben, zerfällt ihr Leben in viele kleine Herausforderungen, die alle keine wirklich Spannung erzeugen: Mal stänkert ein beschränkter Mönch, dann vergewaltigt ein gewalttätiger Ritter eine Frau, dann kommt mal zwischendurch die Pest oder es gibt ein paar Abstimmungen zu überstehen, in denen sich gut-fortschrittliche und dumm-konservative Kandidaten gegenüberstehen, dann sterben ein paar Böse und andere gewinnen aus dramaturgischen Gründen an Macht, und so weiter. Doch bei allem fehlt die große Klammer. Hätte das Buch nach der Hälfte aufgehört, es hätte vermutlich auch kein Leser irgend etwas vermisst.
Ebenso lauwarm sind die Charaktere. Einige gute, die nicht recht zueinander finden sollen, stehen einer Truppe Bösewichte gegenüber, die leider alle nicht sehr fähig oder nicht wirklich böse sind, so dass man eigentlich nie zittern muss.
Fazit: Ich hab das Buch gelesen und es nicht bereut, lange im Gedächtnis bleiben wird es mir aber auch nicht.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Caris ist zu modern, 3. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: World Without End (Gebundene Ausgabe)
Auch ich habe mich auf einen neuen Follett, der im Mittelalter spielt, gefreut. Das Buch ist leicht zu lesen, aber für einen Follett zu oberflächlich. Die Guten sind immer gut, die Bösen immer böse, es gibt keine Entwicklung der Charaktere. Sehr interessant waren die Schilderungen der Bautätigkeit und der Pest (wobei ich schon Drastischeres gelesen habe). Meine Hauptkritik richtet sich aber auf Caris - sie ist viel zu modern geschildert. Sie kann alles, macht alles und verkörpert eine Frau des 20. Jahrhunderts, die rein zufällig ins 14. Jahrhundert geraten ist. Für mich war diese Figur ziemlich unglaubwürdig, ich hatte auf raffiniertere Wendungen gehofft. Aber im Vergleich mit so vielen anderen historischen Romanen, die meistens eine extrem schlechte Qualität aufweisen, ist ein Follett immer noch um Längen besser.
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World Without End
World Without End von Ken Follett (Gebundene Ausgabe - 4. Oktober 2007)
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