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4.0 von 5 Sternen Mehr Überlegung zur Sprache denn Roman
China Miéville legt hier beinahe schon eher eine als Science Fiction getarnte kommunikationsphilosophische Abhandlung denn einen Roman vor. Eigentlicher Protagonist der Erzählung ist eine außerirdische Sprache, deren Besonderheit nur vordergründig ist, dass sie nur zweistimmig gesprochen werden kann, deren eigentliches Charakteristikum aber die...
Veröffentlicht am 18. Juli 2011 von M. Heider

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weak performance of an otherwise brilliant author
'Embassytown' tries to do for linguistics & space opera what Peter Watts did for neuropsycology & hard scifi in 'Blindsight'.
Sadly, the attempt fails. [Spoilers ahead]

While i am a huge fan of Mievilles other books, this is lacking in several fields:
The main premise of the story, the existence of a verbal language that can only be understood if...
Veröffentlicht am 23. Mai 2011 von André


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Überlegung zur Sprache denn Roman, 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Embassytown (Taschenbuch)
China Miéville legt hier beinahe schon eher eine als Science Fiction getarnte kommunikationsphilosophische Abhandlung denn einen Roman vor. Eigentlicher Protagonist der Erzählung ist eine außerirdische Sprache, deren Besonderheit nur vordergründig ist, dass sie nur zweistimmig gesprochen werden kann, deren eigentliches Charakteristikum aber die mentale Unfähigkeit ihrer Sprecher ist, zwischen dem Begriff und dem, was der Begriff bezeichnet, zu differenzieren. Es ist eine Sprache, die nur Wahres, Reales und Existentes bezeichnen kann, mit Sprechern, die nichts anderes als das denken können - und somit mangels Abstraktion eigentlich gar keine Sprache.

Die Handlung folgt nun der Begegnung der Sprache - und somit der Gedankenwelt ihrer Sprecher - mit der Idee, dass Sprache auch Irreales bezeichnen kann. Aus dieser Kollision einer Mentalität ohne jedes Abstraktionsvermögen mit der Abstraktion ergeben sich im Laufe des Buches teils katastrophale Ereignisse, allerdings sind diese nicht die Hauptsache. In erster Linie ist "Embassytown" die Geschichte der Entwicklung einer Sprache und somit eine Gedankenspielerei über Sprache schlechthin, und darüber, wie Begriff und Bezeichnetes eben nicht ident sind, und was das für Denken und Kommunikation eigentlich bedeutet.

So intelligent und interessant dies an sich sein mag, so liegt hierin leider doch auch die Schwäche des Buches. Miéville war es wohl in erster Linie an einer romanhaften Untersuchung von Sprache (und damit Denken) gelegen - eine interessante Handlung bleibt dabei aber etwas auf der Strecke. Zumindest mich konnte der Plot, obgleich routiniert aufgebaut und stilistisch sicher erzählt, zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln, und meine Begierde, zu erfahren, was als nächstes passieren würde, hielt sich in Grenzen. Und wenn die Sprache an sich auch ein großartiges Konstrukt Miévilles ist, so fehlen dem Buch doch ähnlich interessant konstruierte und einprägsame Charaktere von dem Kaliber, das man von diesem Autor gewohnt ist.

Somit kann das Buch nur begrenzt empfohlen werden. Wer einen Faible für Sprachwissenschaft oder Kommunikationsphilosophie hat, sollte unbedingt zugreifen, wer an Miéville aber bisher vor allem seine fantastischen Welten und einfallsreichen Handlungsverläufe geschätzt hat, sollte sich hier vielleicht eher zurückhalten.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Idee als rettendes Argument, 24. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Embassytown (Taschenbuch)
Ich möchte vorwegnehmen, dass ich das Original in Englisch gelesen habe.

Ein Stern für... den beispiellosen Zugang zu Sprache und Kommunikation über das Genre Science Fiction/Science Fantasy, es ist erstaunlich, welche Möglichkeiten sich auftun, wenn sich die 2 treffen. Teilweise herausfordernd abstrakt, bringt einem der Autor die Welt von Sprache und Nicht-Sprache näher. Ein Dualismus, der sich in weiteren Aspekten des Buches finden lässt: es gibt Orte und Nicht-Orte, Reales und Utopien, sehr viel Schein und weniger Sein.

Ein Stern für... die sprachliche Kompetenz des Autors, die mich immer wieder daran erinnert, wie gut es ist ein Wörterbuch schnell zur Hand zu haben. Feinstes Englisch für anglophile Plaudertaschen, ein schönes "nice-to-have" sind die vielen deutschen Lehnwörter.

Ein Stern für... die Beschreibung einer kolonialen Gesellschaft, die auf Kontrolle, fehlendem Wissen und strikter Hierarchie basiert. Anomalien physischer, psychischer und sonstiger Natur werden aus den vermeintlich friedlich Zusammenlebenenden entfernt, Liebe ist stilisiert zu einer archaischen, längst überwundenen Gefühlsregung, Sex wird praktiziert, vorausgesetzt, die Körper sind kompatibel.

Ein Stern für... das Erlebnis China Miélville. Sicherlich Geschmackssache, wie viele AutorInnen seines Genres, aber einzigartig, sobald man gewillt ist, seiner Vorstellung von dieser wunderbaren Idee von Geschichte zu folgen. Embassytown ist ein Buch jenseits seichter Unterhaltungsfantasy, das anstrengt, sämtliche Gehirnwindungen für die ungeahnten Möglichkeiten einer guten Story zu öffnen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weak performance of an otherwise brilliant author, 23. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Embassytown (Taschenbuch)
'Embassytown' tries to do for linguistics & space opera what Peter Watts did for neuropsycology & hard scifi in 'Blindsight'.
Sadly, the attempt fails. [Spoilers ahead]

While i am a huge fan of Mievilles other books, this is lacking in several fields:
The main premise of the story, the existence of a verbal language that can only be understood if spoken by two speakers simultaneously, the speakers being 'attuned' yet explicitly non-psychic is just too much woo-woo. Mieville has stepped from the fringes of sciences into the realms of fantasy for every one of his prior novels, but this time he tried to do it for scifi, and the science element simply does not react well to the kind of weird emo wrangling that Mieville usually does.
Characters are developed competently, and by the end of the book i was ready to forgive the blatant science-(and by transit of property plot-)holes.
But then...
Humanity had been trying to communicate with the aliens for Millenia, succeding only via the proxy of specially bred and cybernetically enhanced pairs of humans. Then, after the monopoly of these diplomats is challenged by an oddball duo, who subsequently wreak psycho-linguistic havoc with the aliens and enthrone themselves as some kind of godking with addictive voice, some random character saves the day by teaching the aliens to expand their communications skills to sign language. Not duet-signlanguage, or some sort of Vulcan-mindmeld signing via touching, just plain old signing, developed from the common precursor of pointing with the meaning of 'There'. Wow. One, the aliens already were described as using body language prior to the day-saving human effort, two, it's a language in its own right, so the aliens should not understand single-mind messages and Third... well it's just plain annoying, deus ex machina.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine Entdeckungsreise, 16. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit "Embassytown" hat Mieville wieder einmal seine außerordentlich Begabung für neue und unerwartete Szenarien bewiesen. Es ist kaum möglich, eine Inhaltsangabe seiner Werke zu geben, da meiner Ansicht nach ein großer Teil des Genusses darin liegt, sich aus dem völligen Dunkel am Anfang jeder Geschichte allmählich ins Licht zu tasten, für mich häufig bei Mieville, auch in diesem Fall, eine äußerst befriedigende Entdeckungsreise.
"Embassytown" ist eine echte SF-Story mit allem, was dazugehört: interstellare Reisen, fremdartige Aliens, eine Zentralmacht mit eigener, bösartiger Agenda (ein Lieblingsthema von Mieville), die Außenseiter, die sich dagegen auflehnen. Den eigentlichen Kern der Geschichte bildet jedoch die Schwierigkeit der Kommunikation zwischen den menschlichen Siedlern und ihren extraterrestischen Gastgebern, den "Hosts". Dabei setzt Mieville sehr geschickt Erkenntnisse der Linguistik und Sprachphilosophie ein und erforscht die Bedeutung von Wahrheit und Lüge. Das Ganze ist keineswegs blutleer, sondern äußerst spannend, so wenn Sprache zur Droge wird, die eine ganze Zivilisation zu zerstören droht. Großartiges Garn, das man, wie immer, im Original lesen sollte.
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1.0 von 5 Sternen Zäh und ohne wirkliche Handlung, 28. Januar 2014
Von 
Holger (São Paulo, Brazil) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman liest sich sehr zäh - der Autor stellt philosophische Betrachtungen über Sprache und Kommunikation mit Außerirdischen in den Vordergrund. Das geht eine Zeit lang gut, aber frustriert - es kommt einfach nicht mehr.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The best from Mieville yet, 15. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Embassytown (Taschenbuch)
It's hard to say what exactly makes this book the best from China Mieville. It is the first where I thought that the ending had been well thought out, and was not just a dangling end. It's the first where the characters really feel fully defined, and the first where the story comes before the setting.

The story deals with aliens who have a telepathic language, and who become infected with a virus/drug when humans use the language incorrectly. It's an interesting idea (although not new of itself) and well worked out. Although this book is nominally science fiction, it is probably better shelved with John Christopher than with Iain M. Banks, since it looks at the effect of a few simple changes on society, rather than developing an entire mythology. There is a passage early in the book dealing with FTL, but it is later that the book hits its stride. Sentient computers are introduced, but never really enter the story properly, and the ending is all people.

I'd thoroughly recommend this as a start to China Mieville, although for my taste The City & The City (Random House Reader's Circle) was at least as good, if not better.
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Embassytown
Embassytown von China Mieville (Taschenbuch - 5. Januar 2012)
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