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5.0 von 5 Sternen Hervorragend
Terry Eagleton übertrifft sich diesmal fast selbst. 'Why Marx was Right' zerlegt auf gekonnte Art und Weise die stumpfsinnigsten und grauenvollsten Klischees, mit denen sich der Marxismus herumschlagen muss, und bringt auf den Punkt, was in einer Gesellschaft wie der unseren natürlich fast keiner hören will: Warum Marx eben doch Recht hatte. Wie immer bei...
Veröffentlicht am 28. Juni 2012 von Dracula

versus
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3.0 von 5 Sternen Säkulare Volksbeglückung
So ändern sich die Zeiten. Jahrelang war der marxistische Literatur- und Kulturkritiker Terry Eagleton so etwas wie ein Outlaw unter den Intellektuellen. Seine gesellschaftskritischen und literaturtheoretischen Bücher und Aufsätze genossen zwar durchaus Ansehen, doch sein gleichsam fundamentalistischer Glaube an die Lehre von Karl Marx als allein...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2011 von Michael Dienstbier


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5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 28. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Why Marx Was Right (Taschenbuch)
Terry Eagleton übertrifft sich diesmal fast selbst. 'Why Marx was Right' zerlegt auf gekonnte Art und Weise die stumpfsinnigsten und grauenvollsten Klischees, mit denen sich der Marxismus herumschlagen muss, und bringt auf den Punkt, was in einer Gesellschaft wie der unseren natürlich fast keiner hören will: Warum Marx eben doch Recht hatte. Wie immer bei Eagleton absolut lesbar geschrieben.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Säkulare Volksbeglückung, 24. Oktober 2011
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Why Marx Was Right (Gebundene Ausgabe)
So ändern sich die Zeiten. Jahrelang war der marxistische Literatur- und Kulturkritiker Terry Eagleton so etwas wie ein Outlaw unter den Intellektuellen. Seine gesellschaftskritischen und literaturtheoretischen Bücher und Aufsätze genossen zwar durchaus Ansehen, doch sein gleichsam fundamentalistischer Glaube an die Lehre von Karl Marx als allein seligmachendes Welterklärungsmodell war vielen dann doch zu einseitig und unreflektiert. Und nun? Dank diverser Finanz-, Wirtschafts- und Bankenkrisen fragt nun sogar Frank Schirrmacher, Herausgeber der konservativen FAZ, ob die Linke nicht doch eigentlich schon immer Recht gehabt habe. In seinem neuen Buch "Why Marx was right" kontert Eagleton in zehn Kapiteln jeweils einen Einwand, der so oder in so ähnlicher Form gegen den Marxismus vorgebracht wird.

Und in der Tat lässt einen das Buch etwas verwirrt zurück. Eagleton ist ein äußerst begabter Autor und schreibt mit viel rhetorischer Finesse, Witz und Überzeugungskraft über sein Thema. Er wirkt dabei vor allem so überzeugend, weil seine höchsteigene Interpretation des 'wahren Sozialismus' wohl auch im Deutschland des beginnenden 21. Jahrhunderts bis weit in die politische Mitte hinein ihre Anhänger finden würde. Gegen den Einwand, der Sozialismus sei "anti-individual" entgegnet Eagleton: "It is democracy taken with full seriousness, rather than democracy as (for the most part) a political charade. And the fact that people are more free means that it will be harder to say what they will be doing at five o'clock on Wednesday" (76). Eine konsequent realisierte kommunistische Gesellschaft, so der Autor, "organises social life so that individuals are able to realize themselves in and through self-realization of others" (86). Das klingt in der Tat wie ein durchaus anzustrebender Gesellschaftszustand, doch Eagleton bleibt unklar, wie dieser Zustand erreicht werden kann.

Gegen den Einwand, der Sozialismus sei von oben verordnete Gleichmacherei, antwortet er: "Genuine equality means not treating everyone the same, but attending equally to everyone's different needs" (104). Diesem Satz würde ja sogar die gesamte FDP-Fraktion zustimmen, womit er aber auch nicht mehr als eine wohlklingende politische Hohlphrase ist, die sich nicht in konkretes politisches Handeln umsetzen lässt.

Wenn Eagleton über das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit in einer sozialistischen Gesellschaftsordnung schreibt, dürften selbst bei dem erzkonservativsten Reaktionär die Freudentränen fließen: "Marx's work is all about human enjoyment. The good life for him is not one of labour but of leisure. Free self-realisation is a form of 'production,' to be sure; but it is not one that is coercive" (126f.).

Fazit: Mit der Lehre von Marx scheint es so zu sein wie mit Bibel oder Koran. Es ist der reinste Selbstbedienungsladen, in dem jeder das findet, was mehr oder weniger seinem vorgefertigten Weltbild entspricht. So fällt es natürlich leicht, alles und jedem marxistische Tendenzen zu unterstellen. Jetzt fehlt nur noch, dass Frank Schirrmacher mit der roten Fahne vorweg in den Klassenkampf zieht.
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Why Marx Was Right
Why Marx Was Right von Terry Eagleton (Taschenbuch - 3. Januar 2012)
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