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am 1. Juni 2010
Die vollfarbige, pompöse Aufmachung des Buches, das hervorragende Layout, die vielen großformatigen Storyboards, der reichliche, mehrspaltige Text: Die erste Sympathiewelle, die einen beim Aufschlagen für den Autor überkommt, ist gesichert. Francis Glebas' Erläuterungen bleiben in "Directing the Story" stets auf einem ausgesprochen umgangssprachlichen, grundsätzlichen Niveau (was das Englische für deutsche Leser sicher verständlicher macht). Der Aufbau des gesamten Buches ist wirklich sauber strukturiert; mit einem "Säulenprinzip" erklärt Glebas Kapitel für Kapitel, wie man den Zuschauer in den Bann einer visuell erzählten Geschichte ziehen kann. Zum Filmemachen und für Animatoren sind dies sehr wichtige Lektionen; umsetzbar sind praktisch alle Prinzipien jedoch sicher auch für Comiczeichner. Zentrales Element des Buches ist ein umfangreiches "1001 Nacht"-Storyboard, anhand dessen seine Leitsätze demonstriert werden. Die Storyboards füllen stets ganze Seiten, was auch das ungewöhnliche Format des Buches rechtfertigt. In den ersten Kapiteln passen die einführenden Storyboards noch nicht so ganz zum Text - das bessert sich jedoch im Verlauf des Buches.

Francis Glebas plaudert auch dankenswerterweise sehr gerne aus dem Nähkästchen und wirft gerade in den einführenden Kapiteln mit Geschichten aus seiner Disney-Zeit nur so um sich. Dabei vergisst er niemals, wer seine eigenen Lehrer waren, was auch an den reichlichen Literaturhinweisen in den Fußnoten ersichtlich ist. Als inspirierende Einführung mit einem klaren Fingerzeig in Richtung weiterführende Literatur ist "Directing the Story" fast ein Volltreffer.

An ganz unerwarteten Stellen stolpert man jedoch auch über heftige Patzer, die man sehr schlecht ignorieren kann. Zu Anfang verrennt sich Glebas leider in einer ennervierend monotonen Frage-Antwort-Frage-Antwort-Rhethorik, die ihm sein Lektorat eigentlich um die Ohren hätte schlagen müssen. Wen eine besondere Vorliebe mit den "Geschichten aus 1001 Nacht" verbindet, könnte sich außerdem von den zentralen Storyboards geradezu angegriffen fühlen: Der Autor disneyfiziert die altehrwürdige Geschichte derart ausschweifend, dass es selbst dem guten alten Walt die Sprache verschlagen hätte. Wenn Glebas dann auch noch z.B. Schauspieler aus "Zurück in die Zukunft" falsch benennt und eine Szene aus diesem Film ganz einfach falsch interpretiert, zuckt man unwillkürlich zusammen. Etwas mehr Recherche hätte dem ansonsten eigentlich recht imposanten Werk zweifelsohne gut getan, Herr Glebas!
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