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Levels of Life
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TOP 100 REZENSENTam 3. Dezember 2014
"Levels of Life" ist ein Triptychon über die Liebe. Auch wenn man's nicht gleich merkt, denn Julian Barnes' Einstieg führt in die abenteuerliche und skurrile Welt der Ballonflugpioniere, jener risikofreudigen Männer und Frauen, die versuchten, was niemand vor ihnen je versucht hatte, die in atemberaubende Höhen aufstiegen und so die Welt mit neuen Augen sehen durften, und die dafür manchmal, Ikarus gleich, einen hohen Preis bezahlten. Die Symbolik erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Von zweien dieser "Balloonatics" handelt auch das zweite Bild, vom todesmutigen Colonel Barnaby, der der unvergleichlichen Sarah Bernhard verfällt und dabei ebenfalls der Sonne zu nahe kommt.

Und dann kommt ein heftiger Schnitt, ein Ende mit Schrecken, das auch Julian Barnes' eigener Liebesgeschichte zuteilwurde, als seine Frau nach fast 30jähriger Ehe an einem Hirntumor starb, kaum mehr als einen Monat nach der Diagnose, ähnlich den Ballonfahrern, die, als ihr Ballon in Flammen aufging, aus höchster Höhe zur Erde stürzten. Er fragt nach dem Sinn des Lebens, das er ohne seine - ich benutze diesen abgenutzt-heiteren Ausdruck, weil er es eben doch trifft - bessere Hälfte weiterleben muss. Er geht, fast ein bisschen zu heftig, ins Gericht mit all den Menschen, die ihm und seiner Frau nahestanden, und die sich trotzdem in seinen Schmerz nicht hineinfühlen können, und ihren gut gemeinten, aber mitunter bodenlos dummen Versuchen, ihm Trost zuzusprechen. Selbstmord wird erwogen und, aus einem sehr bedenkenswerten Grund, wieder verworfen. Es ist eine verzweifelte, wunderschöne posthume Liebeserklärung, vielleicht sogar eine Art Lebenshilfe zum Umgang mit Verlust und mit denen, die Verlust erleiden mussten.
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am 2. August 2013
Barnes writes novels based on his own reading, so that he first gets into what he has been reading, and then follows his own associations and thoughts. Such as 'Flaubert's Parrot', and 'Levels of Life'. In 'Flaubert's Parrot' he makes a search for the author of 'Madame Bauvary', by way of an admirer. This is rather hilarious, but in the end he also associates it with something in the biography of the admirer which is rather sad. His essays in 'Through the window' are a great pleasure, and very interesting because of his deep understanding of literature and what writing is about.
In "Levels of Life' he describes the beginning of ballooning in the 19th century. For the first time man is not punished any longer for behaving like a bird and getting off the earth. It opens a new perspectivective upon the earth and upon human life, if you don't give up after a few failures, which are only technical. In the last part he dives a level lower: human grief and mourning, when a beloved one is buried six feet under ground level. Then too, one should not give up or give in, but live on. Even if it is much harder, because there are no ways to prepare for that, or any technical solutions.
A very clever book again, but for me it didn't do as much as the ones I mentioned above. Widows and widowers, however, find it very comforting. Their feelings are acknowledged by the story of Barnes' loss of his beloved wife of over 30 years..
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Warum Kunst, warum Kultur, warum Literatur? Als Sinnstiftung in einer sinnlosen Welt, einfach nur aus Freude am Schönen und der Möglichkeiten, als Trost, als Mittel, um mit den Zumutungen des Lebens zurechtzukommen. Julian Barnes ist mit seinem kleinen Buch "Levels of Life" etwas ganz Großes gelungen; in den ersten beiden Abschnitten beschäftigt er sich zunächst mit der historischen Person des Felix Tournachon, genannt Nader, einem Photographen, der erstmals aus einem Heißluftballon heraus Bilder aus der Vogelperspektive aufnahm. Es folgt im zweiten Abschnitt die ebenfalls historisch verbürgte Liebesgeschichte zwischen der Schauspielerin Sarah Bernhardt und dem englischen Oberstleutnant Fred Burnaby, der sich bis zu seinem Tod 1885 für die militärische Nutzung der Ballonfahrt aussprach. Wie Barnes diese beiden Episoden aus dem 19. Jahrhundert mit dem Tod seiner Frau Pat im Jahr 2008, davon handelt das dritte Kapitel, in Verbindung bringt, ist ganz große Literatur und zeigt, warum Barnes völlig zu Recht als einer der besten zeitgenössischen Autoren Englands gilt.

"So why do we constantly aspire to love? Because love is the meeting point of truth and magic. Truth, as in photography; magic, as in ballooning" (37). Im Nachhinein erscheint es eigentlich nur logisch, die Ballonfahrt als Sinnbild für die Liebe zu nehmen. Die Euphorie, das Gefühl, über allem zu schweben, das Gefühl der Unbesiegbarkeit, der emotionale Ausnahmezustand, die Gefahr, der Absturz, der harte Aufprall, aber auch das Fragile, das Momenthafte, wo nur ein Augenblick, eine Bewegung, genügt, um alles zu zerstören: "And so it is with our life: so clean, so sure, until, for one reason or another – the balloon moves, the cloud disperses, the sun changes angle – the image is lost for ever, available only to memory, turned into anecdote" (110). Dass Liebe und Tod, beides emotionale Ausnahmesituationen, spätestens seit Shakespeare die produktivsten Quellen menschlicher Schaffenskraft sind, ist kein Geheimnis. Auch Barnes hatte sich bereits im ersten Buch nach dem Tod seiner Frau diesen Themen gewidmet. War "Nothing to be frightened of" noch ein Versuch, Trost in der Philosophie des Abendlandes zu finden, ist "Levels of Life" ein zutiefst persönliches Buch aus der Sicht eines Mannes, der den Menschen verloren hat, der ihm am nächsten war. Das kann großer Kitsch werden oder aber, wie in diesem Fall, großartige Literatur!

Fazit: Morgen wird die Longlist für den Booker Prize 2015 veröffentlicht. Da es sich bei "Levels of Life" aber im eigentlichen Sinne nicht um einen Roman handelt, wird das Buch wohl auf der Liste fehlen. Schade eigentlich, denn nach seinem Sieg 2011 hätte Julian Barnes auch dieses Mal wieder realistische Chancen auf den Titel gehabt.
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am 18. August 2015
...obwohl ich mir das Buch ausgesucht hab, weil ich selbst einen schlimmen Verlust erlebt habe und dachte, ich könnte hier mit Barnes' Trauer mitschwingen. Ich liebe die Fabulierkunst von Julian Barnes, aber was er da abgeliefert hat, hat mich befremdet und ratlos zurückgelassen. Wozu diese ganze Ballongeschichte? Für billige Vergleiche später in seiner Trauer? Billig, billig. Seine Trauer - nur auf sich selbst fixiert, der Verlust seiner Frau, die namenlos und gesichtslos bleibt, wird nur in seinem Schmerz reflektiert, ein Egospektakel - oder ist das die Parallele zu den Ballonfahrern? Mir hat's nichts gegeben. Ich hab mich gefragt, was Barnes mit dieser egozentrischen Seelenbeschau wollte, die er da vor seinen Lesern ausbreitet. Mir hat sein Gestus nicht gefallen, gerade mit dieser überflüssigen Balloneinlage. Mich hat's enttäuscht. Gnadenhalber zwei Sterne.
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am 8. November 2013
Mit jedem nächsten Buch erreich Julian Barnes noch höhere Qualität. Für mich ist er ein der besten Schriftsteller unserer Zeit.
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am 24. Februar 2014
This was my second Julian Barnes, and his style of writing matched the content superbly. No, not necessarily easy reading throughout, but well worth it.
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am 29. Mai 2013
Mein britischer Schriftsteller No1. Jede Zeile eine Freude zu lesen. Ich wünsche ihm noch viele Jahre. Also: kauft und lest seine Bücher.
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am 19. Juni 2013
Ich habe dieses Buch nicht selbst gelesen, sondern an meine bessere Hälfte verschenkt. Sie war begeistert und konnte mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Das ist für mich eine besondere Empfehlung wert.
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