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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Roman in einem Roman"
Ian McEwan gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsschriftstellern. Auch in seinem neuen Roman "Sweet Tooth" zeigt er, welch großartiger Erzähler er ist.

Der Roman spielt Anfang der 1970er Jahre mit all den bekannten Turbulenzen - Wirtschaftskrise, Terrorismus, der Kalte Krieg.

Serena Frome hatte als Tochter eines anglikanischen...
Vor 22 Monaten von SiMi veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die andere, leider weniger überzeugende, Seite des MI5
McEwans aktueller Roman ist beim ersten Lesen leider mit Anstrengung verbunden. Auch wenn die Ich-Erzählerin Serena gerade zu Beginn durch ihre Kindheit und Jugend rast, hat man als Leser doch schon ab der Mitte dieses schleppende Gefühl in der Brust. Besonders die Szenen im MI5 dehnen sich und sind für politisch Uninteressierte zum Teil ein verwirrendes...
Vor 18 Monaten von Delia veröffentlicht


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Roman in einem Roman", 23. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
Ian McEwan gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsschriftstellern. Auch in seinem neuen Roman "Sweet Tooth" zeigt er, welch großartiger Erzähler er ist.

Der Roman spielt Anfang der 1970er Jahre mit all den bekannten Turbulenzen - Wirtschaftskrise, Terrorismus, der Kalte Krieg.

Serena Frome hatte als Tochter eines anglikanischen Bischofs eine behütete Kindheit. Nach einem nicht sehr erfolgreichen Mathestudium in Cambridge und einer Affäre mit einem älteren Mann bekommt sie eine Stelle beim MI5, dem britischen Spionageabwehrdienst - anfangs mit etwas anderen Aufgaben, als sie es sich vorgestellt hat.

Dann aber bekommt sie ihre Chance: Als passionierte Leserin wird sie mit einem Auftrag betraut, der sie in die Welt der Literatur führt. Dadurch lernt sie den Schriftsteller Tom Haley kennen und verliebt sich in ihn ...

In "Sweet Tooth" geht es um Freundschaft und Liebe, Eifersucht, Lügen und Verrat. Und es geht um Literatur, um Lesen und Schreiben und um zahlreiche bekannte Literaten wie z. B. Martin Amis, Ian Fleming, W. H. Auden, T. S. Eliot.

Der Roman ist wunderbar aufgebaut. Der letzte Satz "Dearest Serena, it's up to you." führt geradewegs wieder zum Anfang, so dass man versucht ist, das Buch gleich ein zweites Mal zu lesen.

Überhaupt ist das Ende einfach fabelhaft - überraschend und absolut stimmig!

Übrigens: Alle, die McEwans frühe Erzählungen gelesen haben, werden denken "das kenn ich doch", denn der Schriftsteller Tom Haley verwendet in seinen Geschichten bekannte Motive (wie z.B. der vermögende Mann, der sich in eine Schaufensterpuppe verliebt).

Uneingeschränkte Leseempfehlung!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I took a bath and made myself fragrant.", 3. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
The narrator is Serena Frome - "rhymes with plume" - who recalls her brief career as a spy. The opening of Sweet Tooth implies a dramatic, if not dangerous intent: "Almost 40 years ago I was sent on a secret mission for the British security service. Within 18 months of joining I was sacked, having disgraced myself and ruined my lover, though he certainly had a hand in his own undoing". But first lines can be deliberately misleading. This is Ian McEwan, after all, metafiction supremo.

The Encounter scandal, in which it was revealed that the respected cultural periodical was funded by the CIA, has been a source of epic controversy since that funding was revealed in 1967. Here it serves as a backdrop to operation Sweet Tooth that takes place in the early 70s. Serena joins the MI5, England's equivalent of the FBI but is tainted by her poor third-class degree and most of all by her sex: at the time, women in MI5 are little more than secretaries or honey traps, used in sex stings where enemy diplomats or spies are compromised and then turned. It is a version of the honey trap - Operation Sweet Tooth - that the comely Serena is recruited for. The MI5 conducts its own salvo in the Cultural Cold War: they single out a promising writer named Tom Healy who seems like he might be naturally sympathetic to the political aims of the Western Allies, and give him financial support and greater visibility. Serena is there to offer herself to Tom and to keep tabs on him. Predictably they fall in love and she keeps him in the dark about his true patrons. Meanwhile, her adulterous "old MI5 hand" turns out to have been a Communist asset, putting his protégé Serena under suspicion. As in any spy story, it's unclear who's lying to whom until late in the game.

This isn't really a novel about MI5 or the cold war or even the 70s, this is a novel about writers and writing, about love and trust. It's about our own peculiar responses to the magic of narrative. McEwan has always been a good old-fashioned teller of tales, and the suspense and surprises in this book are well engineered. Always the metafictional con he uses his game to reinforce and deepen the pleasurable illusions of reality.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die andere, leider weniger überzeugende, Seite des MI5, 23. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
McEwans aktueller Roman ist beim ersten Lesen leider mit Anstrengung verbunden. Auch wenn die Ich-Erzählerin Serena gerade zu Beginn durch ihre Kindheit und Jugend rast, hat man als Leser doch schon ab der Mitte dieses schleppende Gefühl in der Brust. Besonders die Szenen im MI5 dehnen sich und sind für politisch Uninteressierte zum Teil ein verwirrendes Geflecht aus Informationen über Politik und Wirtschaft der 70er Jahre in Großbritannien. Als kleinen Kunstkniff könnte man es betrachten, wenn man sich als Leser in die Ich-Perspektive Serenas hineinversetzt, die eigentlich auch keine große Ahnung von dem hat, was im Britischen Geheimdienst vor sich geht – wir als Leser erfahren also durch Serenas Augen genauso wenig und stehen ratlos vor den seitenlangen Passagen. Diese scheinen aber auch nicht wirklich mit der Handlung zu tun zu haben, jedenfalls haben sie mich persönlich nur immer wieder aus der Kontinuität der Handlung gerissen.
Die Geschichte im Ganzen wirkt schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen: Ein unbedarftes, halbwegs begabtes Mädchen kommt zum Britischen Geheimdienst, weil mutmaßlich ihr toter Exfreund – wobei, ob er nun tot ist oder nicht, wird meines Erachtens auch nicht wirklich deutlich – zu Lebzeiten ein gutes Wort für sie eingelegt hat. Ihr Auftrag ist es nun, den jungen Schriftsteller Tom Haley zu begutachten. Wird er von ihr gut beurteilt, kann er in das Programm ‚Sweet Tooth‘ aufgenommen werden, das britische Autoren im Geheimen fördert. Sie macht jedoch den Fehler, sich auf eine Affäre mit ihm einzulassen…
Nun gut, von der Regierung unterstützte Schreiberlinge wird es gegeben haben und gibt es sicher in einigen Ländern auch heute noch, aber so ganz plausibel erschien mir McEwans Erklärung nun doch nicht: Wir wollen einen Schriftsteller, der liberal schreibt und den wir dann verdeckt mit jeder Menge Geld unterstützen können. Wenn er positive Aufmerksamkeit auf das Land legt, dann super … Wenn nicht, auch nicht schlimm. Eine eindeutige Motivation des Ganzen ist mir hier entgangen.
Die Protagonistin Serena war mir auch beim ersten Lesen wahnsinnig unsympathisch. Sie ist wunderschön und intelligent, hat tolles Haar und kann das kleine Naivchen spielen, wenn’s gewünscht wird. Ihrer Ansicht nach, liegen ihr die Männer zu Füßen, welchen Umstand sie dann auch nutzt, um selbige wie Socken zu wechseln. Leider haben sie dann aber doch alle irgendeine Macke, die die Beziehung zerbrechen lässt. Allgemein werden die Charaktere nicht sonderlich ausdifferenziert und wirken oft wie Stereotypen. Dies wird auch dadurch deutlich, dass einige Personen in Serenas Umfeld nur aufzutauchen scheinen, wenn es gerade wieder etwas für den Leser zu erklären gibt – ist die Situation vorbei, wird der Charakter wieder in die Mappe getan und wartet auf seinen nächsten Auftritt.
Wie ich zu Beginn schon sagte, scheint das Buch beim ersten Lesen nicht allzu viel herzugeben – zumindest, wenn man McEwan schon kennt und besseres gewohnt ist. Doch hat man das Ende gelesen, tritt der AHA-Effekt ein und plötzlich ergeben einige Dinge mehr Sinn oder lassen sich in einem neuen Licht sehen. McEwan spielt erneut mit der Metafiktion und der Leser weiß nicht genau, wer nun wirklich was erzählt und welche Ereignisse in der Story real oder erfunden sind.
Leider ist es schon ein Kampf, bis auf die allerletzte Seite vorzudringen, auf der der Clou dann endlich verraten wird. Obwohl ich dann zwar wusste, weshalb Serena so unsympathisch sein könnte, hat das nichts daran geändert, dass man ja trotzdem 320 Seiten mit ihr verbringen muss.
Weiterhin habe ich auch den Klappentext zu bemängeln: Es wird von einer dramatischen Liebesgeschichte berichtet und Serena selbst sagt auch im Buch, dass sie alles ruiniert habe. So überaus dramatisch war die Geschichte weder während des Lesens, noch am Schluss selbst, als der Leser endlich erfahren hatte, was geschehen war.
Fast ohne Einschränkungen gefielen mir jedoch die jeweiligen Kurzgeschichten von Tom Haley, die Serena detailliert wiedergibt (besonders zu empfehlen ist die mit der Schaufensterpuppe). Dadurch wirkte das ganze Buch jedoch irgendwie als hätte McEwan super Ideen für Kurzgeschichten gehabt, aber wusste, dass diese sich nicht verkaufen lassen – also hat er mal eben eine halbwegs absurd-stabile Handlung konstruiert, die seine Kurzgeschichten problemlos aufnehmen kann. Ich würde sagen auf beiden Seiten Potential verschenkt.
„Sweet Tooth“ ist kein schlechtes Buch und wenn man es einmal gelesen hat, begreift man beim zweiten Mal auch mehr von der Handlung und den Figuren. Wer jedoch nicht so viel Zeit darauf verwenden möchte, dem sei abgeraten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Spy Who Loved Me, 22. September 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Dass eine Tätigkeit für den britischen Geheimdienst mitunter auch erotische Aspekte hat, weiß man, seit James Bond in regelmäßigen Abständen die (Damen)welt rettet. Das hat Serena Frome allerdings nicht im Hinterkopf, als man sie im Rahmen der Operation "Sweet Tooth" auf den jungen Schriftsteller Tom Haley ansetzt, den der Security Service MI5 für finanziell förderungswürdig hält, weil er politisch auf der richtigen Seite zu stehen scheint. Serena, jung und hübsch, scheint die geeignete Person zu sein, die frohe Botschaft zu überbringen (selbstverständlich ohne ihren Arbeitgeber und damit die Geldquelle zu offenbaren), und natürlich passiert das Unausweichliche: Die beiden verlieben sich ineinander.

Wir lesen die Geschichte als Serenas "Memoiren", geschrieben 40 Jahre später. Wir erfahren eine Menge über eine lebens- und lesehungrige junge Frau, die eher durch Zufall beim Security Service gelandet ist, und über den aus heutiger Sicht höchst amüsanten Kulturkampf, den die westlichen Geheimagenten im Kalten Krieg für die gute Sache geführt haben. Jede Zeit scheint die Geheimdienste zu haben, die sie verdient.

Wir wissen von Beginn an, und das ist angesichts der Konstellation schließlich kein Wunder, dass das alles kein gutes Ende nehmen wird. Dazu ist Serena dann doch zu naiv; das gilt aber auch für ihren Vorgesetzten, der ebenso wenig wie sie in der Lage ist, Arbeit und Privatleben angemessen auseinander zu halten.

Und ohnehin scheint das ganze "Sweet Tooth"-Projekt eine Totgeburt zu sein, wobei man sich zugegebenermaßen wundern muss, wie Tom Haley zur Zielperson des Security Service werden konnte, wenn man die teils zitierten, teils zusammengefassten Erzählungen liest, die er bislang so veröffentlicht hatte. So zieht sich die Geschichte ein wenig hin und nimmt erst im letzten Viertel wieder Fahrt auf. Dann aber richtig, und die Pointe kommt, wie es sich gehört, zum Schluss, und, wie ich zugeben muss, einigermaßen überraschend.

"Sweet Tooth" bringt eine Zeit zurück, die man eigentlich erfolgreich verdrängt hat: Kalter Krieg, IRA-Attentate, zünftige Arbeitskämpfe, Energiekrise und vollgequalmte Büros. Es wird einem ein wenig bewusst, wie alt man inzwischen sein muss, dass man mit all dem noch was verbindet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krisenzeiten, 2. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt haben sich meine Vorrezensenten bereits ausführlich geäußert.

"Sweet Tooth" ist für mich nach einigen schwächeren Romanen wieder Ian McEwan in Topform. Ein cleveres, auf exquisite Weise an den Nerven zerrendes und auf hohem Niveau unterhaltendes literarisches Vexierspiel (einige Rezensenten scheinen es darauf anzulegen, anderen alles zu vermasseln, recht vielen Dank dafür!) und zudem eine spannendende Zeitreise in das England der 70er. Wer nicht in diesem Jahrzehnt aufgewachsen ist und/oder ein Faible für diese bewegte Dekade hat, sollte allerdings besser die Finger davon lassen, denn es werden doch so einige politische und historische Kenntnisse vorausgesetzt. Andernfalls: Man kann auch mal nachschlagen und -forschen, wenn einem Namen und Zusammenhänge nicht geläufig sind. Schadet auch nichts - Ehrenwort!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alte Geschichten - neu verpackt, 13. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Das Buch an sich ist recht interessant geschrieben, jedoch versteht man manche Dinge nicht gleich, wenn einem politisches und geschichtliches Hintergrundwissen über die Zustände der 70er Jahre in England fehlt.
Die Geschichte an sich ist recht einfach gestrickt und wird durch interessante Kurzgeschichten unterbrochen und aufgelockert. Bei diesen Kurzgeschichten handelt es sich jedoch um abgewandelte frühere Geschichten von Ian McEwan. Auch das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend, da es zu stark an frühere Werke des Autors erinnert.
Trotzdem ist das neuste Buch von McEwan durchaus lesenswert, aber man sollte lieber nicht zu viel erwarten. Wer frühere Kurzgeschichten des Autors bereits kennt und "Atonement" gelesen hat, wird dieses Buch vermutlich nicht so gut wie diese finden und feststellen, dass McEwan seine alten Geschichten hier einfach noch mal neu verpackt hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen surprise ending, 22. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
Loved it. Read as fast as Serena does. Loved the ending. I too am a sucker for it all working out in the end.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Autor braucht kreative Auszeit!, 31. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
Was für eine Enttäuschung! Nach dem wirklich lesenswerten Roman "Saturday" hat McEwan nicht mehr viel Überzeugendes zusammengebracht: "Solar" ist am Ende nicht enrsthaft genug für das Thema, "Am Strand" wäre in den 50erJahren ein wichtiges Buch gewesen, ist aber in der Gegenwart völlig überflüssig, und nun "Sweet Tooth! Ein seltsame Mischung aus Liebesgeschichten, Agentenkrimi, verwässerter Zeitgeschichte und Informationen über einen Autor, der um sich selbst kreist. Also bitte! Wenn Mc Ewan unveröfffentlichte Kurzgeschichten loswerden will, dann soll er sie doch seine Protagonistin in vollständiger Form lesen lassen. Aber Inhaltsangaben von eigenen Geschichten mit ein paar Zitaten anzureichern und in eien RToman zu packen , das geht nun wirklich nicht! Insgesamt muss ich sagen, dass ich selten so viele Seiten in einem Roman überschlagen habe, um möglich schnell ans Ende zu kommen.
Und dann die Sprache! Banalitäten mit mühsam ausgesuchtem Wortschatz aufzubessern, ist keine gute Schreibweise. Anders herum wäre es besser: Überraschende Gedanken in einfacher Sprache. Aber das ist halt nicht sein Stil. Schade!
Was soll diese Seitenschinderei des Autors? Er wird doch nicht nach Seiten bezahlt! Viel weniger wäre viel mehr gewesen.
Man kann nur hoffen, dass McEwan zur Qualität früherer Romane zurückfindet.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein Erlebnis. McEwan schafft es, durch die Verwendung unterschiedlicher Stile das Innenleben seiner Protagonisten zu spiegeln. Der Schriftsteller sehr gewählt, dinstinguiert und in vielen Fällen poetisch, die Geheimdienstmitarbeiterin kühl, klar, nüchtern. Hoffentlich bleibt dieses Spiel im Deutschen erhalten. Die Geschichte selbst ist spannend, der Dreh zum Schluss raffiniert und überraschend. Das ist eindeutig eines von McEwans besten Büchern.
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5.0 von 5 Sternen Absolutely brilliant., 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
McEwan is a true genius. The best novel I have read. A slow start but an incredibly rich ending. Amazing creativity in writing 10 books in one. A book about books.
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Sweet Tooth
Sweet Tooth von Ian McEwan (Gebundene Ausgabe - 21. August 2012)
EUR 19,95
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