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5.0 von 5 Sternen An excellent introduction to Soviet Union, 2. Juni 2011
Von 
Dr. Bojan Tunguz (Indiana, USA) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Soviet Union: A Very Short Introduction (Very Short Introductions) (Taschenbuch)
There are few countries that loomed as large over the history of twentieth century as did Soviet Union, and none had done more to maintain a sustained threat to the Western countries and institutions. However, during most of its history, Soviet Union was largely a mystery for all those who wanted to know more about this vast country. This was due mostly to its own system of secrecy and disinformation, with tight control over the information that it permitted to get out to the public. Now, almost two decades after its collapse, we are finally starting to get a much more detailed and nuanced picture of this state. Thanks to this, scholars like Stephen Lovell have been able to produce very frank and detailed accounts, and this very short introduction is certainly one of the best on the subject. The chapters of this book are grouped thematically rather historically, along dichotomous topic. The author is very frank about the brutality of the Soviet regime, and almost every page mentions some of the more outrageous aspects of the Soviet life. This, however, is not the product of any anti-communist ideological bias - Lovell merely reports the facts as they are. In fact, there is hardly any mention and explanation of the communism and Lovell certainly doesn't try to make an apology for the Soviet regime along the lines that Marxism was a good theory that had been poorly implemented in practice.

No single book on such a vast subject can ever hope to do it full justice, and certainly not one that purports to be a very short introduction. However, as far as introductions go, this one is as good as they come. It will keep readers interest and provide a well-flowing narrative. It can also serve as a guide to further study on the topic, thanks to the well organized bibliography at the end.
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5.0 von 5 Sternen Unbedingte Leseempfehlung, 24. März 2014
Von 
Ralf Raths "Raths" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soviet Union: A Very Short Introduction (Very Short Introductions) (Taschenbuch)
„We have not the slightest chance of understanding the 20th century – or the early 21st – without giving the Soviet contribution its due.“

Dieser Satz der letzten Seite von Lovells Einführung über die Sowjetunion fasst blendend zusammen, warum ich dieses Buch in die Hand genommen habe: Die UdSSR einigermaßen zu begreifen ist unerlässlich, wenn man sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftig – und auch ich habe das Gefühl, mehr von James-Bond-Klischees und Hörensagen in meinem Bild dieses Staates geprägt zu sein, als von Faktenwissen. Also habe ich beschlossen, diesem Staat mehr Aufmerksamkeit zu widmen und habe mir als Startpunkt eine kurze Einführung gesucht – dafür sind die ja da.

Das Lovell-Buch ist dabei ein Glücksgriff. Er distanziert sich gleich zu Anfang davon, den immer gleichen Parabelflug der chronologischen Klischees durchzugehen, sondern will mit einer alternativen Struktur den Leser dahin bringen, ein Gefühl, einen Geschmack dieses Staates zu bekommen: My primary analytical aim in this book will not be to show when and how the USSR wentg wrong, or to speculate on when exactly its collapse became inevitable, but rather to explain the workings of a society , economy, and political system very alien to the Britons and Americans of the early 21st century. I want to characterize the Soviet Union, not to pronounce sentence on it.“ (S.4)

Diesen Anspruch löst er glänzend ein. Mit dem Durchleuchten von sechs Gegensatzpaaren macht Lovell einen faszinierenden, weiten Fächer auf, der den enorme Facetten dieser einmaligen, riesigen und diversifizierten Gesellschaft erahnen lässt: „Future and past“, „Coercion and participation“, „Poverty and wealth“, „Elite and masses“, „Patriotism and multinationalims“ und „West and East“ sind seine Themen – wobei er betont, dass es noch hundert andere Gegensatzpaare gibt, die sich ebenso anböten.

Die einzelnen Kapitel sind faszinierend, weil sie eine hochdynamische, oft widersprüchliche, energiegeladene Gesellschaft zeigen, die (wenn man alle Kapitel zu einer Synthese zusammenzieht), an ihrem eigenen Traum gescheitert ist. Dass sie diesen aber wirklich, aufrichtig und mit enormer Kraft verfolgt hat, ist die wichtige Lehre dieses Buches. Als „Systemkonfliktgewinner“ sind wir eine zynische, abwertende Betrachtung der UdSSR gewohnt: Ein gewissenloses Überwachungssystem von eiskalten Machtpolitikern ohne Seele und Vision; ein geknechtetes Volk in Fabriken oder Lagern, die Flucht ins Private und den Schwarzmarkt etc. etc. Ohne diese negativen Seiten zu verschweigen stellt ihnen die gleichzeitigen konstruktiven Aspekte gegenüber: Der echte Glaube an eine historische Mission, die all den Hunger und den Mangel sinnvoll machte; das Streben und Schaffen für eine Welt von morgen auf allen Ebenen der Gesellschaft. Mit der Darstellung beider Seiten nimmt Lovell das historische Phänomen und seine Akteure wirklich ernst.

Die (je nach Thema teils vollkommen wilde und sprunghafte) Dynamik des Wandels von der kraftvollen, visionären Bewegung hin zu einem gerontokratischen, patikular-nationalistischen, ausgelaugten Staat, der seiner eigenen theoretischen Berechtigung verlustig geht – dieses kraftvolle Bild zeichnet Lovell auf nur 150 Seiten gut lesbar und mit einer interessant kommentierten weiterführenden Leseliste.
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Soviet Union: A Very Short Introduction (Very Short Introductions)
Soviet Union: A Very Short Introduction (Very Short Introductions) von Stephen Lovell (Taschenbuch - 23. Juli 2009)
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