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am 12. März 2005
Wieder ein Roman, bei dem ich die deutsche Übersetzung vermisse.
Es handelt sich um eines der besten Bücher, die ich kenne.
Geschildert wird die Geschichte eines jungen Mädchens aus armen Verhältnissen im England des 18. Jahrhunderts. Sie ist mit ihrer Lage unzufrieden, träumt von sozialem Aufstieg und schönen Kleidern. Zunächst wird sie Prostituierte, später findet sie eine Stelle als Dienstmädchen bei einem Schneider. Obwohl sie dort erstmals ein glückliches Zuhause hat, bringt der
Wunsch nach Reichtum Mary dazu, sich weiter heimlich zu verkaufen. Schließlich kommt es zum Eklat und Mary wird im Affekt zur Mörderin.
Das Buch ist spannend, psychologisch überzeugend und schildert die Klassengesellschaft sowie die Rolle der Frau zur damaligen Zeit sehr präzise. Ich denke, es würde auch viele deutsche LeserInnen interessieren
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am 5. Dezember 2012
Dieses Buch ist wie eine perfide Einladung. Versprochen wird ein harmloser Unterhaltungskuchen, in den man schnell beißt, um festzustellen, dass die Gastgeberin Rasierklingen unter den Teig gemischt hat. Ich war sehr angetan und konnte nicht anders, als alle Rezensionen auf amazon.com zu lesen. Der Roman ruft Abscheu oder Begeisterung hervor, polarisiert aber nicht nur. Viele haben bemerkt, dass etwas in ihm fehlt, stört oder nicht passt.

Wie kommt das zustande? Zunächst einmal indem er bewusst an mehrere Romantraditionen anknüpft, mit einem auktorial erzählten Prolog anfängt und vielleicht ein wenig dazu verführt, ihn nicht als historischer Gegenwartsroman zu lesen, sondern eben als Klassiker. Genau so wurde er oft gelesen. Als Prostituiertenroman aus dem 18. Jahrhundert, in dem die Protagonistin zunächst "falsche" Entscheidungen trifft und dann die Chance bekommt, sich zu "bessern", indem sie sich in die traditionelle Frauenrolle einer bürgerlichen Familie fügt ("ein glückliches Zuhause"). Oder als Roman des Realismus aus dem 19. Jahrhundert, der anhand eines exemplarischen Frauenschicksals verdeutlichen möchte, zu welchem moralischen Verderben widrige soziale Umstände führen können. Oder am häufigsten als eine Mischung aus beiden. So gelesen ist "Slammerkin" aber höchst unbefriedigend, weil die Autorin unsere Erwartungshaltungen nicht bedient. Die Hauptfigur Mary Saunders stammt aus schwierigen Verhältnissen, aber das Buch ist weder wirklich eine soziale Studie, noch versucht es, Mitleid zu erzeugen. Sie ist besessen mit dem Materiellen, aber weder eine Nana, die in einem misogynen Gestus die Gier und Verdorbenheit des Jahrhunderts verkörpern soll, noch eine Madame Bovary, die sich Illusionen macht. Mary bekommt ihre Chancen auf ein Happy End, natürlich auch in der Ehe (wie Fanny Hill und Moll Flanders), aber es kommt ganz anders. Darüber hinaus ist das kein Erotikroman: Die Sexszenen erzeugen Wut und Ekel statt den vom Cover versprochenen orgiastischen Sensationen. Und das Wichtigste: Die Autorin weigert sich, uns zu belehren. Die erwartete Moral der Geschichte kommt und kommt nicht.

In anderen Worten, Darstellungen der Prostitution als sittliche Verfehlung, die es zu verurteilen gilt, und des "glücklichen Zuhauses" als erstrebenswerte Alternative, sind etwas, womit man in der feministischen Gegenwartsliteratur nicht so wirklich rechnen kann. Was Emma Donoghue aber auch sehr fremd ist, ist Einseitigkeit, und so glänzt sie schon hier mit der größten Stärke von Raum: Die Fähigkeit, schwierige Themen sehr differenziert darzustellen, ohne sie dabei auch im Geringsten zu verharmlosen. Das Ergebnis ist ein aufwühlender Roman, der in Sachen Dreck und Lebenshunger selbst Jeanette Winterson das Wasser reichen kann, in dem die Lebensweise der Figur eine Wahl ist und doch keine, die Gegensätze zwischen Arm und Reich da, aber nicht die erwarteten, das "glückliche Zuhause" eine denkbare Alternative und eine freudianische Groteske, die vor Sarkasmus trieft. Was man noch entdecken könnte, sind eine versteckte, verblüffend originelle Genderdarbietung, die mich Tränen lachen ließ, und die große Begabung der Autorin, wirklich alle Figuren in ihrer Ambivalenz zu zeichnen. Und natürlich ist das in erster Linie ein Buch über Geschlechterpolitik, aber nicht nur. Es setzt sich eigentlich mit der Frage auseinander, was Prostitution ausmacht, und beschränkt sie weder allein auf die Vergangenheit, noch allein auf Frauen.

Die dritte häufigste Lesart - der Roman versuche lediglich, die Lebensweise der Unterschichten im 18. Jahrhundert realistisch zu beschreiben - kann ihm auch nicht ganz gerecht werden. Am Ende ironisiert er ausgerechnet die Möglichkeit einer historisch getreuen Darstellung und führt sie ins Absurde.

Was die Sprache betrifft, kann ich mich größtenteils der Produktbeschreibung anschließen, nur: Wenn die Brüste der Protagonistin wie Hasen hüpfen, ist das entweder eine Persiflage oder es gibt einfach ein Problem. Obwohl der Flirt mit dem Trivialen hier durchaus gewollt ist, gibt es leider wirklich ein Problem, so dass ich hin und wieder an The Sealed Letter erinnert wurde, wo die Stille wie ein Keks bricht und das völlig ernst gemeint ist. Glücklicherweise bleiben die kleinen Ausrutscher Ausnahmen: Emma Donoghues Sprachbilder sind meist wunderschön. Was einem noch auffallen könnte, ist die ungewöhnliche Erzählperspektive. Der Roman beginnt mit einem Auktorialerzähler, wechselt dann in einen personalen und später noch einmal in die personale Multiperspektive, also, die erste Hälfte wird nur aus der Sicht der Protagonistin erzählt, der zweite aus der Sicht aller Figuren. Mir hat es gefallen, weil es Sinn ergibt.
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Die 14-jährige Mary Saunders hat Träume. Eigentlich bescheidene Träume - ein schönes Kleid, ein buntes Haarband, lauter Dinge, die für die Tochter einer armen Näherin im London des 18. Jahrhunderts dennoch Träume bleiben müssten. So schön wie die bunten Prostituierten der Seven Dials möchte sie aber auch sein, und ihre Naivität macht sich ein schmuddeliger Hausierer zu Nutze, der sie im Dunkel einer Seitenstraße vergewaltigt und ihr dafür ein Haarband überlässt. Als sie ihre Schwangerschaft nach fünf Monaten nicht mehr verheimlichen kann, wirft die Mutter sie auf die Straße, wohl wissend, dass ihre Tochter dort eigentlich keine Chance hat zu überleben.

Dass sie es trotzdem schafft, hat sie Doll zu verdanken, einer Prostituierten, die sie bei sich aufnimmt und von der sie sehr schnell lernt, dass ihre einzige Chance darin besteht, es ihr gleich zu tun. Und siehe da, trotz der gefährlichen, erniedrigenden und wenig appetitlichen Begleitumstände ihrer Existenz fühlt Mary sich zum ersten Mal frei und selbstbestimmt. Dass dies eine gefährliche Illusion ist, ist ihr in ihrem immer noch kindlichen Gemüt allerdings nicht bewusst, und sie sieht sich plötzlich gezwungen, London schnellstmöglich zu verlassen. Sie findet sich in Monmouth wieder, der Stadt ihrer Eltern, als Hausmädchen bei einer wohlhabenden Schneiderfamilie. In der Situation also, in der sie trotz aller Annehmlichkeiten nie sein wollte, und dass es auch hier kein gutes Ende nehmen würde, erfährt man bereits im Prolog.

Emma Donoghue zeichnet ein ernüchterndes, jedoch sehr realistisches Bild des 18. Jahrhunderts, natürlich mit besonderem Blick auf Lebensumstände und Rolle der Frauen, und zwar nicht nur der Prostituierten. Man ist aber auch als Mann häufig von Dankbarkeit erfüllt, zweihundert Jahre später zur Welt gekommen zu sein.

Man fragt sich immer wieder, ob Mary eine Chance gehabt hätte, wenn sie sich manchmal anders entschieden hätte, oder ob der freie Wille auch hier nur eine Illusion gewesen ist. Eigentlich war sie eine ziemlich moderne Frau, die eben nicht bereit war zu akzeptieren, was Schicksal und Konvention ihr zugedacht hatte, so simpel und mitunter fragwürdig ihre Motive und Lebensziele auch gewesen sein mögen.

Häufig wird man auf englischsprachige Romane erst dann aufmerksam, wenn sie ins Deutsche übersetzt werden. Bei Slammerkin hat es immerhin dreizehn Jahre gedauert, und ich kann nur sagen, dass es höchste Zeit war.
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am 12. März 2012
First of all: This is not genre fiction. This is a historical novel interested in illustrating what real women's lives may have looked like in the 18th century. It is not an overly emotional book and it does not have an ending you would expect from genre fiction.

I bought this novel after reading "Room" which was an amazing page turner and an impressive novel. This novel is completely different. It is set in London in the mid to late 18th century and tells us about the life of a very young women, Mary. Her father died when she was little, and she grew up with her mother and her stepfather. As she finds herself pregnant after being raped, her mother kicks her out and she has nowhere to go. She begins earning her living in the streets, in the only way that is open to her.

The overall narrative structure of the novel is well laid out. Mary's life and her decisions are well presented. Donoghue illustrates very convincingly the life of ordinary people in London at the time and the author does an excellent job in presenting their motivations, how they might have felt about their social position, about changes in their lives, etc.
Her subject matter is courageous: the depiction of rape, of dependence, of ambition and dreams, of prostitution and crime, of disillusionment, love, loss. This is a laudable aspect of the book: It depicts very realistically what the life of women of different backgrounds may have looked - and felt - like at the time.

Yet I found something missing, and I find it hard to put my finger on it. Maybe the story should just have been cut down some 50-100 pages to create more suspense. Or maybe there was too much foreshadowing going on, so that you always knew how Mary would end up. Maybe Mary is also just too difficult a character so that it is sometimes really hard to identify with her.

Nevertheless, reading this novel was entertaining and gave me a good idea of what life for poor women may have looked like in this period.
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am 21. November 2012
Prostitution is a difficult subject in fiction. It's either tinged with judgment, pity or with a complete lack of reality. Slammerkin manages to avoid these dangers. It's a historical novel that offers a better insight into the profession than most sociology books.

Donoghue manages to create an exceptionally realistic story from, according to her, "the surviving facts of the real Mary Saunders's life, which are disputed and few" and despite her being irredeemable, I found Mary likable. The outcome is known from the start, yet I felt compelled to keep on reading. It's clear that she's responsible for most of her bad experiences but there is no judgment and this allows the reader to see her as a complete person. The author's explanation for Mary's crime is believable, even understandable.

The writing is fairly tight, without unnecessary descriptions that do not further the plot. Donoghue sticks to the "show not tell" premise and, once the setting is introduced, she does not overload the pages with historical details. They are not what makes 18th century England come alive anyway but the mentality of the book's well-rounded characters.

In the end one feels that while life may not have always pretty then, it's not any better or worst than it is now; and this is, in my opinion, the author's biggest achievement: preventing a dark story from becoming overwhelmingly depressing. The lack of an emotional "victim" slant and a sprinkling of happy times made the worst of times easier to bear.

Then again, there it no happy end to soften up the blow of it and maybe that's why it's not more popular.
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am 17. November 2012
Der Roman erfüllt genau die Wünsche, die man an einen historischen Roman haben kann. Er spricht alle Gefühlslagen an und die Sprache liest sich sehr schön, wenn auch vom Vokabular in der Fremdsprache her durchaus anspruchsvoll. Eine empfehlenswerte Lektüre, mit der das Schmökern einfach Spaß macht.
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am 1. Januar 2005
This is a well written, artfully told tale of a young, working class, teenage girl, Mary Saunders, in eighteenth century London, England, who, through a moment's exercise in bad judgment, finds herself turned out of the only home she has ever known by her own mother. Her desperation to survive sees her ushered into a life of prostitution and servitude. Based upon the actual, brief but notorious, life of a certain Mary Saunders, a servant girl who killed her mistress and was executed for her crime in 1764, it is a fascinating, historical tapestry, woven out of the few known threads of a misbegotten life.
Here, Mary Saunders is cast as an unsophisticated, thirteen year old, who, as many young girls are wont to do, desired pretty fripperies. One day, she coveted a red ribbon, and her desire for it would ultimately cost her dearly. Tossed out of her home by her mother, when her indiscretion becomes evident, Mary finds herself immersed in the underbelly of London, surviving as only a poor, but pretty, young girl can in eighteenth century London. Turning to prostitution, she descends into a life that heralds both her independence and her personal degradation.
The fates ultimately conspire to have Mary leave London for Monmouth, the birthplace of her mother. There she arranges to meet with one of her mother's childhood friends, Mrs. Jones. Giving her a sob story, Mary initially preys upon Mrs. Jones' tender sensibilities, and she is hired on as a sort of servant, but with favored status due to her being Mrs. Jones' old friend's daughter.
While there, Mary, now sixteen, is torn between her surprising contentment with her new found role and her desire to return to the excitement of London. Her life seems to be headed in a new direction, however, if she can only manage to make the choices that she needs to make in order to keep her life on track. Unfortunately, she begins to weave a web of deception that in the end becomes her own waterloo, wiping out all vestiges of hope for a life worth living. Ultimately caught between a rock and a hard place, Mary commits an act that she cannot undo, and it is this that is her own final undoing.
A dark and atmospheric tale, this is a story that is sure to capture the imagination of the reader. Through the vivid use of language and historical, period detail, the author captures the flavor of the class conflicts of eighteenth century England, as well as a sense of the strictures and social mores which were imposed upon the women of that time. Graphic and explicit in its description of Mary Saunders' brief and all too tragic life, this book is an unusual and intriguing work of fiction.
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