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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmerzhaft schön und überaus ergreifend
Inhalt

Der Tag beginnt wie jeder andere für Mia. Sie frühstückt gemeinsam mit ihrer Familie, freut sich, dass die Schule wegen starken Schneefalls ausfällt und beschließt mit ihren Eltern und ihrem Bruder einen Familienausflug zu machen. Alle Vier steigen ins Auto. Nicht weit von ihrem Elternhaus entfernt passiert dann das Unfassbare:...
Veröffentlicht am 14. November 2010 von Christina - http://www.animali...

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Disappointing
What it’s about: Mia is a rather introverted cellist that comes from a family of rock-musicians and -enthusiasts. On the way to school she and her family have a car accident that leaves Mia in a critical state - she’s in a coma and can see everything that’s happening around her, while being unable to intervene.

Writing 0/5:
I can not...
Vor 4 Monaten von The Bookavid veröffentlicht


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmerzhaft schön und überaus ergreifend, 14. November 2010
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
Inhalt

Der Tag beginnt wie jeder andere für Mia. Sie frühstückt gemeinsam mit ihrer Familie, freut sich, dass die Schule wegen starken Schneefalls ausfällt und beschließt mit ihren Eltern und ihrem Bruder einen Familienausflug zu machen. Alle Vier steigen ins Auto. Nicht weit von ihrem Elternhaus entfernt passiert dann das Unfassbare: Ein anderes Fahrzeug fährt mit voller Wucht in ihres hinein. Nach einer kurzen Schrecksekunde steigt Mia aus, sucht ihre Familie und findet sie schnell. Ihre Eltern liegen schwer verletzt und regungslos am Boden. Mia erkennt sofort dass sie tot sind. Auf der Suche nach ihrem Bruder sieht sie ihren eigenen Körper und realisiert, dass auch sie schwer verletzt und bewusstlos ist. Ihr Geist hat aus irgend einem Grund den Körper verlassen und sie beobachtet von nun an alles, was um sie (also ihren Körper) herum geschieht. Sie sieht die Verwandten, die sie im Krankenhaus besuchen, ihre Freundin Kim und ihren Freund Adam, die verzweifelt versuchen in ihr Zimmer zu gelangen. Mia wird schnell klar, dass sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens steht, jener zwischen Leben und Tod...

Meinung

"If I Stay" ist wirklich unglaublich gefühlvoll geschrieben. Schon am Beginn der Handlung, kurz nach dem Autounfall, wird einem das bewusst. Die Genauigkeit mit der Gayle Forman die Leichen von Mias Eltern beschreibt und die Eindrücke von Mia wiedergibt ist einerseits kaum erträglich, anderseits überaus passend. Man kann sich in jeder Sekunde in Mia hinein versetzen, versteht ihren Schmerz obwohl sich natürlich niemand ausmalen kann, wie schrecklich es ist seine ganze Familie auf einen Schlag zu verlieren. Man fühlt sich Mia so nah, überlegt gemeinsam mit ihr, ob es noch einen Sinn hat weiter zu leben und lässt ihr Leben Revue passieren.
Diese Rückblicke, in denen Mia von ihren schönsten aber auch von ihren schwierigsten Momenten im Leben erzählt, sind wunderbar gelungen. Dadurch fühlt man sich ihr und all den Menschen um sie herum noch näher. Vor allem die Musik, die eine zentrale Rolle in Mias Leben darstellt, hat mich verzaubert. Mia ist eine der besten Cellistinnen des Landes und geht wahrscheinlich nach New York, um dort ein angesehenes Musikcollege zu besuchen. Dadurch ergeben sie aber Probleme mit ihrem Freund Adam, der in einer nicht ganz unbekannten Band spielt und daher selbst immer quer durchs Land reist. Den beiden wird klar, dass sie nicht mehr viel gemeinsame Zeit haben, aber dass die Zeit in Wirklichkeit so schnell abläuft, haben sie beide nicht geahnt. Die von der Autorin eingebauten Musikstücke, die im Laufe der Beziehung von Mia und Adam eine große Rolle gespielt haben, fand ich wunderschön. Gayle Forman hat es sogar geschafft ein wenig Interesse an klassischer Musik zu wecken, ich habe mir gerade einige der im Buch erwähnten Lieder auf youtube angehört.

"If I stay" ist gerade zu geschaffen für eine Erzählung aus der Ich-Perspektive, die hier perfekt eingesetzt wurde. Nicht nur einmal hat mich die Nüchternheit, mit der Mia die Geschehnisse im Krankenhaus schildert, überrascht. Sie findet sich viel schneller mit ihrem Schicksal ab, als ihre Mitmenschen, die natürlich alle hoffen, dass wenigstens sie diesen schrecklichen Unfall überlebt.

Besonders gut gefallen hat mir hier, dass man als Leser wirklich nicht weiß wie es ausgeht, ich hätte von diesem Buch eigentlich erwartet, dass das Ende vorhersehbar ist und wurde dann positiv von Gegenteil überrascht.

Alles in allem ist "If I stay" wahnsinnig gefühlvoll, herzzerreißend, und traurig, aber auch hoffnungsvoll und fröhlich. Man geht als Leser fast jede Gefühlsregung durch. Außerdem lässt es einen - nach den leider nur knapp 240 Seiten - auch nicht mehr so schnell los. Ich überlege immer noch was ich an Mias Stellte getan hätte und ob ich überhaupt jemals vor so einer Entscheidung stehen will.

Fazit

Schmerzhaft schön und überaus ergreifend - ein Must-Read!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Disappointing, 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
What it’s about: Mia is a rather introverted cellist that comes from a family of rock-musicians and -enthusiasts. On the way to school she and her family have a car accident that leaves Mia in a critical state - she’s in a coma and can see everything that’s happening around her, while being unable to intervene.

Writing 0/5:
I can not emphasize this enough: If you need lots and lots of flashbacks to tell your story, why would you set in the present? Just set it in the past! I was annoyed by being ripped violently from the present story all the time for random flashbacks that I simply did not care about. It feels like Foreman uses this for character building and I feel like I’m reading a draft. Hadn’t she been a bestseller author before, this would never have gotten published. I expect to read in one tense, I don’t want to skip back and forth between timelines that seem to even cross rather than be told chronologically. The writing itself is irrelevant to that, I just can’t stand these kinds of storytelling and it frustrates me insanely.

Plot 1/5: Aside from the flashbacks, there is not much to talk about. The novel is only 230 pages long. Not counting the massive extra-feauture things that make the paper copies of the novel look longer than it actually is. Mia falls in a coma. She reminisces about irrelevant things that happened in the past. Yeah. And of course the novel ends in a cliffhanger so the reader has to buy the second book. This is obviously a novel that got split in two to make money and why would I support that?

Characters 2/5:
Mia is such a weird character. She’s a teenager, but she thinks and reasons like an adult. Even in the flashbacks, at age 10. Maybe, if you want to write about someone being reasonable and smart, give them a bit character depth and not make them sound like an adult. I want to read YA, realistic YA, so don’t give me Adult Literature with a character that’s unreasonable sensitive to everything that happens around her. Throughout the entire novel I had the notion that this is basically the plot of every alternate universe fanfiction I’ve ever read. Introverted, rather shy girl comes from a family of people that are completely different from her, then she unexpectedly wins the heart of the coolest boy in town, and she doesn’t understand why. And then that poor noodle has to prove to her that he truly loves her, even though she’s not pretty/cool/punk rock enough. Yeah, come on. If you’re going to choose rockstar characters, don’t make them all super-cool and don’t everyone loeve them. That’s called Mary Sue. And apparently this stuff happens to bestseller authors as well.

Overall: Do I recommend?
Definitely not. Thumbs down. A really unsatisfying novel that can’t even stand alone like every good first book of a trilogy/duology should. In order to understand what’s going on, you have to buy the second. And yeah, I’m not going to do that. The novel left me confused, not even the slightest bit emotionally affected and just overall isn’t anything I haven’t read before on the internet. By even better fandom writers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kalter Februar Morgen..., 21. November 2014
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Kindle Edition)
Mia liebt ihr Cello und ihre wundervolle chaotische Familie. Und sie liebt Adam, ihren Freund. Als sie gute Chancen hat, als Cellistin für das New Yorker Juillard - Konservatorium ein Stipendium zu erhalten, muss sie eine Entscheidung treffen. Soll sie alles aufgeben und bei ihrer Familie und Adam bleiben oder soll sie ihren Traum leben und nach New York gehen?
Aber dann, von der einen auf die andere Sekunde zählt das alles nicht mehr. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto von Mia und ihrer Familie. Plötzlich steht sie vor einer einzigen wichtigen Entscheidung des Lebens:

"If I stay. If I live. It's up to me." S. 77

If I Stay oder auch Wenn ich bleibe von Gayle Forman ist ein wundervolles Buch, dass einem ans Herz geht. Es hat einen von der ersten Sekunde gepackt.
Man lernt eine total chaotische Familie kenne, in der Musik einfach alles ist. Mia selbst fühlt sich manchmal wie das schwarze Schaf, mit ihrer Leidenschaft für die klassische Musik, während ihre Familie aus "Rockstars" besteht. Ihr Vater war der Sänger in einer Band, ihre Mutter war ein Groupie und ihr Bruder Teddy spielt Schlagzeug. Teddy wächst einem sofort ans Herz!

Die ersten Seiten gleich zu Anfang nehmen einen als Leser echt mit!
Es gibt so viele Zitate, die ich markiert habe:-) Gayle Forman hat einen tollen Stil und bringt Dinge super gut auf den Punkt.

If I Stay ist sehr verständlich und einfach geschrieben. Diese Filmausgabe ist auf Englisch und obwohl ich normalerweise sehr selten Bücher auf Englisch lese und es wohl auch ein wenig eingerostet ist, hatte ich keine Probleme.
Es ist daher bestimmt auch gut für jüngere Leser geeignet:-)

Als Kapitelüberschriften dienen Uhrzeiten. Die Zeit, die im Krankenhaus vergeht, wo Mia sich in einer Art Zwischenwelt befindet. Sie liegt im Koma, kann sich aber frei im Krankenhaus bewegen, jeden sehen und hören.
Natürlich stellt sich hier die Frage, ob das nicht alles zu weit hergeholt ist, aber ich fand die Idee gut für das Buch, da sie in den Momenten, wo sie Adam oder ihre beste Freundin beobachtet, hinterfragt, wie es weitergehen soll.
Abwechselnd zu den Krankenhausszenen gibt es Rückblenden auf Mia's Leben, wie es einmal war. Hier lernt man sie besser kennen. Kann ihre Gedanken, die sie im Krankenhaus hat besser verstehen und macht es einem selbst auch nicht leicht zu entscheiden, was für Mia besser wäre. Bleiben oder gehen?
Am Ende liegt die Entscheidung natürlich bei Mia, aber man fiebert natürlich mit...

Am Ende habe ich dem Buch jedoch nur vier Sterne gegeben, weil mir im Gesamten doch etwas gefehlt und mich Mia's Charakter selbst ein wenig zu sehr gestört hat.
Sie ist sehr verbissen, im Hinblick auf das Cello spielen. So übt sie stundenlang in ihrem Zimmer, während Adam und ihr Vater Basketball spielen. Würde ein Mädchen in ihrem Alter nicht wenigstens zuschauen?
Auch der Umgang mit der Tatsache, dass ihr Freund in einer Band spielt und sie sich wärend seines Auftritts im Hinterzimmer verkriecht, ermöglicht keinen Pluspunkt in ihrem Charakter.
Aber es gibt auch Momente, wo sie sich loslöst und ihr Leben genießt. Diese Momente sind toll und besänftigen einen auch wieder^-^

Und am Ende hat mir zusammenfassend mehr Tiefgang, mehr Charakter... gefehlt.
Die Geschichte und die Idee ist richtig gut, aber ein paar mehr Kapitel mehr, in denen Charaktere mehr herausgearbeitet und die Geschichte noch greifbarer gemacht wird, hätten dem Buch sicherlich nicht geschadet!

Ich kann es aber auf jeden Fall empfehlen und diese Filmausgabe verfügt des Weiteren über Hintergrundinformationen zum Film.
Es gibt ein Interview mit der Autorin, sowie Erklärungen der Musikauswahl (fand ich richtig klasse).
Und ein Interview mit Chloe Grace Moretz (Mia) und Jamie Blackley (Adam).
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4.0 von 5 Sternen Entscheidung zwischen Leben und Tod, 9. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
Entscheidung zwischen Leben und Tod
Es sollte ein wunderschöner Tag werden. Die Schule fällt wegen des Schneefalls aus und Mia, ihr Bruder und ihr Vater, der als Lehrer tätig ist, sind von ihrer Erscheinungspflicht befreit, haben den Tag für sich. So beschließt auch Mias Mutter einen Tag frei zu nehmen um einen Familienausflug zu unternehmen. Die Vier steigen ins Auto und fahren los.
Und plötzlich ist alles anders. Mia findet sich in einem Verkehrsunfall wieder. Ein anderes Fahrzeug hat sie erwischt und ihre Eltern liegen regungslos am Boden. Sie sind tot. Verzweifelt sucht sie ihren Bruder in der Nähe des Unfallsortes und stößt stattdessen auf ihren eigenen leblosen Körper. Ist sie ums Leben gekommen? Ist sie bei dem Autounfall gestorben? Ein Geist? Ist sie schon tot? Als der Krankenwagen kommt und um ihr Leben kämpft, muss sie sich eingestehen, sie scheint noch lebendig, doch ihr Geist ist außerhalb des Körpers. Nur warum? Wieso ist das möglich?
Mia kommt auf die Intensivstation und liegt in einem komatösen Zustand. Verwandte, Freunde und ihre beste Freundin Kim sowie ihr Freund Adam versuchen verzweifelt ihr zu zeigen, dass sie kämpfen soll und leben. Sie wollen sie nicht verlieren. Doch was soll sie tun? Bleiben oder sterben, jetzt wo sie weiß, dass sie einen Teil ihrer Familie verloren hat? Eine Entscheidung zwischen Leben und Tod.

Mias Geschichte ist in zwei Zeitebenen erzählt. Einerseits die Gegenwart, in der ihr die Verwandten und Freunde beistehen, versuchen in ihr Zimmer zu gelangen, sie am Leben zu erhalten. Andererseits die Passagen aus ihrer Vergangenheit wie sie Adam, ihren Freund, kennenlernt wie sich ihr Leben bis dahin entwickelt hat, welche Pläne sie hatte. Eine Rückblende nach der Anderen, die ihr dabei helfen soll zu entscheiden, was sie tun soll. Den Kampf aufnehmen und überleben oder aufgeben und dem Tod ins Gesicht sehen.
Die Protagonistin selbst ist ein Charakter, der schon durch seine Interessen von der Masse abhebt. Sie liebt die Musik, die Klassik und sie spielt Cello. Das Instrument gehört zu ihrem Leben wie das Atmen, obwohl ihre eigene Familie zwar musikalisch ist, aber aus dem Rocklager entstammt und sie dadurch sich oftmals fehl am Platz fühlt. Schon dadurch wirkt sie schnell als Außenseiterin, die in Punkto Beliebtheit keine Höchstwertung bekommen kann. Trotz allem hat sie ihre Träume, an denen sie festhält und man merkt ihr die Passion zur Musik an. Dazu passt auch ihr Freundeskreis und Umfeld. Allem voran ihr Freund Adam, der zwar in einer Rockband spielt, aber Mia liebt für ihre Liebe zu ihrem Instrument und die Musik. Eine Liebe, die sie zusammenhält und an der sie doch öfter zweifelt.
Denn auch wenn Mia erwachsen wirkt, ist sie doch noch eine Jugendliche, die sich mit Zukunftsängsten, Zweifeln und anderen Problem auseinandersetzen muss. Wohin geht der Weg, was soll sie tun? Studieren? Wohin? Dadurch wirkt "If I Stay" ab den ersten Moment nicht nur nach einer Tragödie, sondern auch nach einem Roman über die Jugend, ihre Entscheidungen und wie ihr Handeln das Leben anderer beeinflusst. Und vor allem wie ein einziger kleiner Moment das komplette Leben umkrempeln kann und wir vielleicht die wichtige Entscheidung treffen müssen, auch wenn wir das nicht wollen. Sie spielt all diese Varianten hindurch, überlegt wie alles begonnen hat und entscheidet dadurch schlussendlich, ob sie überleben will oder nicht.
Die Aktionen ihrer Freunde, damit sie Mia zu Gesicht bekommen, sind unglaublich rührend und zwischen der Tragik ist der Humor und die Ehrlichkeit nicht verloren gegangen. Man wird nicht erdrückt von den Umständen, von der Trauer. Sie schwebt nur über uns, die ganze Geschichte entlang und gibt die Kulisse für eine Geschichte über das Leben.
Der lockere Schreibstil, der nie gezwungen jugendlich klingt, sondern über Leidenschaften und Liebe spricht ohne zusätzlichen Schnulzfilter macht diese Geschichte angenehm und schnell zum Lesen. Trotz allem bleibt sie oftmals viel zu sehr an der Oberfläche und greift nicht tiefer in Mias Gefühlswelt. Fast wirkt es schon unterkühlt und es fehlt an Emotionen und Stimmung, die die Autorin versucht zu unterdrücken, um der Handlung Raum zu geben, aber gleichzeitig aber auch dazu führt, dass sie etwas trostlos und lieblos erscheint. So scheint es manchmal geradezu kalt wie reagiert wird, obwohl das in dieser Situation nicht so gemeint ist.
Ob am Ende Mia aus dem Koma erwacht? Sie leben oder sterben will? Darauf warten man bis zum Schluss und hofft und bangt um sie wie die, die sie lieben.

Fazit
"If I Stay" ist ein interessanter Jugendroman mit einer einfachen Grundidee. Was ist, wenn du zwischen dem Leben oder dem Tod entscheiden musst? Was würdest du tun zu diesem Zeitpunkt? Mias Geschichte berührt und vor allem durch ihren ungewöhnlichen Charakter ist es ein besonderer Roman über das Leben als Teenanger mit einer Passion ohne zu viel Kitsch und Weichzeichner. Über Entscheidungen und Momente, die unser Leben bestimmen und für immer beeinflussen, auch wenn wir sie nicht kommen sehen. Lesenswert!
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3.0 von 5 Sternen Gayle Forman schreibt ziemlich flüssig, allerdings nicht immer so emotional, wie ich es mir bei einem solchen Buch wünsche, 23. Oktober 2014
Erste Zeilen: Everyone thinks it was because of the snow. And in a way, i suppose that's true.

Eye-Candy: Es ist halt ein Mädchengesicht, wenn auch nicht frontal und somit wenigstens etwas anders, als die meisten anderen Mädchengesicht-Cover. Das Farbkonzept gefällt mir sehr gut und die Filmausgabe finde ich sogar fast noch etwas besser.

Inhalt: Als Mia und ihre Familie zusammen unterwegs sind, haben sie einen Autounfall. Plötzlich steht Mia mitten im Chaos und sieht wie ihre Familie und sie selbst um ihr Leben bangen. Ab hier macht sie eine außerkörperliche Erfahrung durch, in der sie entscheiden muss, ob sie bleiben oder gehen möchte, leben oder sterben.

Meine Meinung: Da ich das Buch in seiner tatsächlichen physischen Form noch nie gesehen habe, wusste ich nicht, dass es so ein schmales kleines Ding sein würde. Als ich dann die Seitenanzahl gesehen habe, dachte ich, dass das sehr schwierig sein wird, auf so wenigen Seiten eine emotionale Geschichte zu erzählen. Schließlich hört man seit dem Erscheinungsdatum von If I stay nichts Anderes als "Feels" hier und Feels da. Eine Schande, dass ich das Buch so lange auf meiner Wunschliste hatte und es einfach nicht gelesen habe.

Wie gesagt, die wenigen Seiten haben mich abgeschreckt. Aber das war, bevor ich herausfand, dass das Büchlein so viele Längen hat. Stellt sich die Frage, wie man so viele Längen in ein so verdammt schmales Buch reinpacken kann.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Mia erzählt, die eine außerkörperliche Koma-Erfahrung macht. Während ihr Körper nichts wahrnimmt, ist ihr Geist wach, wandert herum und sieht alles, was um sie herum passiert. Keine neue Idee, mindestens drei Filme und einige Bücher fallen mir da ein, aber wie war das noch mal mit dem Rad und der neuen Erfindung? Im Grunde hätte einfach nur die Umsetzung gut sein müssen, was auch bedingt der Fall ist.

Mia ist eine größtenteils angenehme Protagonistin. Sie hat das typische "Ich habe eine tolle Familie, ich bin talentiert, habe einen tollen Freund, aber irgendwie bin ich doch total unglücklich"-Syndrom. Sprich: Sie macht sich zum Opfer, wenn sie eigentlich keinen Grund dazu hat. Meistens jedoch ist sie eine angenehme Seele (Doppeldeutigkeit ahoi). Und dann hat sie ihre inneren Monologe, die nichts, aber auch rein gar nichts zur eigentlichen Handlung beitragen. Dann plaudert sie aus dem Nähkästchen und erzählt total viel über unwichtige Dinge.

Diese Zeit hätte man darauf verwenden können Adam (Mias Freund und erste Liebe) und ihre Beziehung näher zu charakterisieren. Es heißt ständig, sie würde ihn lieben und bla, aber richtig viel bekommt man von den beiden als Paar nicht mit.
Das, was man mitbekommt, ist nichts, worüber man fangirlen kann. Adam, der gut aussieht und beliebt und talentiert ist, steht auf Mia, die ebenfalls talentiert ist, aber Minderwärtigkeitskomplexe hat. Obwohl er Musik liebt (so wie Mia auch), kann er es nicht verstehen, wenn Mia üben muss, um an einer guten Musikschule angenommen zu werden.
Neben dieser Einstellung, die ich mir absolut nicht bei meinem Freund wünschen würde, hat er die Art sich in den Mittelpunkt zu drängeln. Hier verrate ich mal nichts, aber er verkompliziert einige Dinge in einer gewissen Situation zunehmends, obwohl es auch viel einfacher gehen könnte.

Gayle Forman schreibt ziemlich flüssig, allerdings nicht immer so emotional, wie ich es mir bei einem solchen Buch gewünscht hätte.

Bewertung: Das Buch hat mich ergriffen, allerdings nicht so sehr, wie erhofft. Dafür war es an einigen Stellen zu flach und zu langatmig. Einige mögen das als atmosphärisch beschreiben, aber meins ist so etwas einfach nicht, daher und aufgrund der anderen Kritikpunkte ♥♥♥,♥ Herzchen.
Ich habe auch Band 2 gelesen und den Band fand ich etwas schlechter. In dem Band wird die Geschichte aus Adams Sicht erzählt. Kurz zusammengefasst: Adam, die Heulsuse.
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5.0 von 5 Sternen Wunderschön ergreifend und extrem emotional!, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
Gayle Formans "If I Stay" ist wahrscheinlich eines der emotionalsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Dies ist wahrhaftig ein Buch, dass extrem nahegehend ist und man dieses erst einmal sacken lassen, durchatmen und letzendlich verarbeiten muss. Obwohl "If I Stay" mit seinen 220 Seitchen nicht zu den dicksten Schmöckern zählt, ist der Inhalt mindestens genauso tiefgehend wie der eines Wälzers. Gayle Forman verzaubert ihre Leser mit einer unglaublichen Emotionalität und lässt einen während des gesamten Lesens nicht mehr los. Denn "If I Stay" ist bis in die letzte Zeile extrem ergreifend, verletzlich, schmerzhaft und zugleich unendlich wunderschön. Wer sich nach einer spannungsvollen Lektüre sehnt, der sollte eventuell nicht zu Gayle Formans dramatischem Roman greifen, denn hier sind anstelle von Spannung viele Gefühle zu vergeben.

Gayle Forman lässt den Leser an Mias grausamen Schicksalschlag teilhaben. Wie wenige Sekunden, eine Entscheidung, ein schicksalhafter Moment doch ein ganzes Leben verändern kann. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, sodass der Leser ununterbrochen mit der Protagonistin Mia mitfiebert. Mich hat die Schnelligkeit in der Gayle Forman dem Leser von dem furchtbaren Autounfall berichtet erstaunt, ich hätte erst viel später im Buch damit gerechnet. Allerdings baut die gesamte Handlung auf diesem auf und so wandelt der Leser zwischen Gegenwart und Vergangenheit, in der man Mias Freunde und Familie näher kennen lernen darf, hin und her. Schnell stellt man fest, dsas Mia ganz anders ist als ihre Familie. Alle Familienmitglieder besitzen blonde Haare und sind blauäugig, außer Mia diese ist brünett und hat braune Augen. Auch Musiktechnisch kommt Mia mit ihrer Familie auf keinen grünen Zweig, denn Mia liebt klassische Musik und spielt mit einer wahnsinnigen Hingabe Cello, während ihre Familie riesengroße Rockmusik-Fans. Dennoch lernt der Leser die unglaublich große Verbundenheit dieser vier Menschen kennen und wie sehr sie sich gegenseitig lieben und zu schätzen wissen. Allerdings erfährt Mia nicht nur von ihrer Familie Liebe, sondern ebenfalls von ihrem Freund Adam. Die beiden geben das absolute Traumpaar und die beiden verbindet die gemeinsame Liebe zur Musik. Ein Leben ohne Adam könnte sich Mia nur schwerlich vorstellen und Adam geht es genauso, denn für Mia würde er alles stehen und liegen lassen. Und auch Mias beste Freundin Kim, ist unmöglich aus ihrem Leben weg zu denken. Die beiden sind wie Pech und Schwefel und betiteln sich als "dunkle, ruhige, gute Mädchen-Zwillinge", einfach das perfekte beste Freundinnen-Duo, dass immer aufeinander zählen kann.

Bis zum Schluss war ich von Mias unglaublicher Ruhe entsetzt. Wäre ich in ihrer Situation, wäre ich wohl mehr als einmal schreiend im Kreis gelaufen und hätte mir ununterbrochen die Augen aus dem Kopf geheult. Aber wahrscheinlich hat ihr gerade diese Nüchternheit, mit der sie auf ihr eigenes Leben hinunterblickt geholfen, sich nicht selbst zu verlieren. Nachdem wunderschön ergreifendem Ende von "If I Stay" möchte ich unbedingt in "Where she went" weiterlesen und hoffe natürlich auf eine ebenso ergreifend emotionale Geschichte.
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3.0 von 5 Sternen Tolle Ansätze, aber nicht alle Charaktere konnten mich überzeugen..., 30. August 2014
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
Gayle Forman – If I Stay

Worum geht’s?

Mia steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Sie ist eine herausragende Cello-Spielerin und hat die Möglichkeit auf die Juilliard Musikhochschule in New York zu gehen, aber will sie wirklich ihre Familie und vor allem ihren Freund Adam hinter sich lassen? Bevor sie sich jedoch entscheiden kann, geschieht etwas Unerwartetes: Ihre Familie kommt bei einem Autounfall ums Leben und sie fällt ins Koma. Und nun muss sie sich wirklich entscheiden. Bleiben oder gehen?

Schreibstil

Ich habe If I Stay auf Englisch gelesen und kann euch empfehlen es auch zutun, selbst, wenn ihr noch nicht so viel Übung habt. Gayle Forman schreibt einfach und schön. Sie ist nicht unbedingt meine Lieblingsautorin, aber ich hatte doch meine Momente, in denen mich ihr Schreibstil gefangen gehalten hat. Besonders die Nüchternheit, in der die Erzählerin das Geschehen schildert, passt unglaublich gut zur Geschichte. Ich denke, dass Gayle Forman zu den Autoren gehört, die ihren Schreibstil wirklich gut anpassen können. Aber das werde ich sicher herausfinden, wenn ich bald Just One Day von ihr lesen werde.

Meine Meinung

Ich bin ein bisschen zwiegespalten, was das Buch betrifft. Das Thema ist normalerweise nicht unbedingt meins, weil ich einfach nicht gerne Bücher über den Tod lese, aber da Gayle Forman so hochgelobt wird, wollte ich ihrem Buch definitiv die Chance geben, mich zu begeistern.

Es gibt zwei Arten von Büchern: die handlungsbasierten und die charakterbasierten. If I Stay basiert auf seinen Charakteren, die Handlung, die tatsächlich stattfindet, ist eher schwach. Deshalb wird sich auch meine Rezension hauptsächlich auf die Charaktere beziehen.

Bei If I Stay empfand ich die Charaktere als weder stark noch schwach. Die Protagonistin Mia hat alles, was das Herz begehren könnte: eine tolle Familie, ein wahnsinniges Talent fürs Cello spielen, rosige Zukunftsaussichten und einen Freund, der als Bandmitglied auf dem aufsteigenden Ast ist. Und trotzdem fühlt sie sich, als würde sie nicht dazugehören, als hätte man sie als Baby vertauscht und sie kann nicht verstehen, wie Rocker Adam sich ausgerechnet in sie verlieben konnte.
Ihr größtes Problem taucht erst auf, als ihre Familie schlagartig tot ist, aber damit setzt sie sich gar nicht wirklich auseinander. Zunächst schreibt der Leser das dem Schockzustand zu, später scheint es so, als könnte sie in ihrem Koma gar keine richtigen Emotionen empfinden. Aber das hat mir gefehlt, um das Ganze realer zu machen. Ich wollte mir nicht immer nur anhören, wann Adam sie denn jetzt endlich im Krankenhaus besuchen kommt, ich wollte wissen, wie sie mit dem Verlust umgeht. (Beim Schreiben wird mir gerade klar, dass Verdrängung vielleicht auch eine Art Bewältigung ist.)

Das Buch hatte sehr viele Rückblicke, die dem Leser die anderen Charaktere näher bringen sollten. Das war eine wunderschöne Idee und stilistisch sehr gut umgesetzt, hat aber auch die Spannung stark herausgenommen. Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn die Rückblicke gegen Ende hin abgenommen hätten.
Besonders Mias Familie, ihre beiden Eltern, ihr Bruder Teddy und ihre Großeltern, haben einen großen Teil in diesen eingenommen. Der Leser erfährt mehr über die musikalische Begabung in der Familie und darüber, dass sie als Familie wirklich glücklich sind. Besonders Mias Vater konnte mich als Charakter sehr überzeugen, an ihre Mutter kann ich mich jetzt - ein paar Tage nach dem Lesen - schon kaum noch erinnern.

Auch ihre Freundin Kim und ihr Freund Adam tauchen in den Rückblicken oft auf. Wir erfahren, wie Adam und Mia sich kennengelernt haben, tauchen ein in ihren ersten Kuss und das erste intime Kennenlernen, aber der Zauber, der auf einer solchen romantischen Beziehung lasten sollte, fehlt. Ganz im Gegenteil, die Erzählerin gibt sogar zu, dass sich Mia und Adam wegen ihrer Gegensätze eigentlich schon im ersten Monat wieder getrennt hätten, wenn es nicht Mias Familie als Anker gegeben hätte.
Nach den ersten beiden Rückblicken mit Adam macht sein Charakter eine Wandlung durch, die mir nicht gefallen hat. Von Seite zu Seite wurde er mir unsympathischer. Er gönnt Mia den Erfolg nicht unbedingt, sondern ist beleidigt, weil sie ihn zurücklassen würde, wenn sie an die Juilliard gehen würde. Dabei ist er mit seiner Band zur Zeit des Unfalls schon so berühmt, dass er häufig gar nicht da ist. Wieso darf er Erfolg haben, aber Mia nicht?

So kam es auch, dass das Ende für mich nicht nachvollziehbar gewesen ist. Ich war davon ausgegangen, dass Mia bereits ihre Entscheidung getroffen hatte und da Adams Liebe zu ihr und ihre Liebe zu ihm mir eher schwach vorgekommen ist, scheint mir das auch nicht die Lösung zu sein. Persönlich glaube ich, dass es am Ende die Musik gewesen ist, die ja einen wirklich großen Anteil an dem Buch ausmacht.

Das hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Man lernt einiges über klassische Musik, es gibt sogar eine Playlist, die ihr hier finden könnt, was ich während des Lesens leider noch nicht gemerkt habe. Es wird viel von der Musik abhängig gemacht, sie spielt an zentralen Stellen (etwa bei dem Unfall oder bei der Karriere) eine wichtige Rolle, so dass dadurch meine Theorie für den Schluss nochmal unterstützt würde.

Nachdem ich jetzt so viel über die Charaktere geredet habe und eigentlich immer noch nicht alles erzählt habe, was mir auf dem Herzen liegt, möchte ich auch noch ein paar Worte zur Handlung loswerden. Wie anfangs schon erwähnt, basiert dieses Buch nicht auf der Handlung. Die Handlung nimmt ungefähr einen Tag in Anspruch, vom Morgen des Unfalls bis zu ihrer Entscheidung (welche ich euch natürlich nicht verrate). In dieser Zeit wandelt sie als "Geist" im Krankenhaus herum, sieht, wie sich die Doktoren und Krankenschwestern um ihren Körper kümmern und wie sie immer wieder von Familie und Freunden besucht wird. Das Wenige, was geschieht, wäre eigentlich spannend (immerhin will doch jeder wissen, wie sie sich entscheidet), aber die Rückblicke nehmen einen so großen Teil der Spannung wieder heraus, dass das Buch nach der ersten Hälfte stark für mich abgenommen hat. Besonders zum Ende hin kamen mir manche Rückblicke sinnlos vor und ich hätte mir gewünscht, dass ihre Entscheidung in der Handlung schon früher geschehen wäre und es nicht so abrupt geendet hätte.

Fazit

So kam es, dass mich If I Stay nicht überzeugen konnte, obwohl ich begeistert von Gayle Formans Ansätzen war und ihre Charakterarbeit besonders als jemand, der selbst schreibt, nur bewundern kann. Empfehlen kann ich es euch auf jeden Fall, wenn ihr Bücher wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Ein ganzes halbes Jahroder Die Achse meiner Welt mochtet, obwohl es meiner Meinung nach mit diesen nicht ganz mithalten kann. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht.
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3.0 von 5 Sternen Viel weniger nahegehend als erwartet, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
Kurz zum Inhalt: Die 17jährige Mia steht nach einem fatalen Autounfall, bei der sie beide Eltern verloren hat - selbst noch in Lebensgefahr schwebend - vor der wohl größten Entscheidung ihres Lebens: Soll sie bleiben, in einer Welt, die nie mehr so sein wird wie sie sie kannte, in der es ihre Familie nicht mehr gibt? Oder soll sie den "leichten Weg" gehen, zusammen mit ihren Eltern? Und dann ist da noch die Frage, was mit ihrem kleinen Bruder Teddy passiert ist. Sie weiß nicht, ob er den Unfall überlebt hat. Wenn er noch lebt… kann sie dann einfach gehen und ihn ganz alleine lassen auf dieser Welt?

Erzählt wird "If I Stay" aus Mia's Sicht, losgelöst von ihrem Körper, der im Koma auf der Intensivstation liegt. Mia sieht und hört, was um sie herum geschieht, wie die Menschen, die ihr nahe stehen sie der Reihe nach besuchen… und dabei kommen Erinnerungen auf, sie erinnert sich an Schlüsselmomente in ihrem Leben, lässt die letzten Jahre Revue passieren und versucht sich dabei klar zu werden, ob sie bleiben möchte, ob sie bleiben kann.
Bis zum Ende des Buches bleibt mehr oder weniger unklar, wie Mia sich entscheiden wird… auch wenn meine persönliche Vermutung sich dann für mich doch wenig überraschend bewahrheitet hat.

Sehr lebendig und lebensnah werden Mia's Erinnerungen an einzelne Momente beschrieben, die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten der einzelnen Charaktere sind dabei wirklich gut herausgearbeitet worden, der Autorin ist es gelungen, ihnen allen Leben einzuhauchen. Besonders Mia's eigenwillige Mutter wird mir in Erinnerung bleiben.
Sehr schön fand ich die große Rolle, die die Musik im Buch spielt und wie diese in die Geschichte eingebettet wurde. Mia, die angehende Cellistin, die sich jedoch mit Selbstzweifeln plagt, ihr Freund Adam, der in einer Rock-Band spielt - das ist Stoff für eine "nette" Geschichte in der Geschichte… eine Geschichte, die aber ausbaufähig gewesen wäre.

Ich bin wirklich sehr zwiespältig in meiner Meinung. Es ist ein schönes Buch… aber ich habe nicht so ganz in das Buch hineingefunden, es ist mir nicht ans Herz gewachsen… was mich zu meinen KRITIKPUNKTEN führt:

- Erstens mal fand ich das Buch zeitweise nicht so fesselnd. Das liegt wohl daran, dass es aufgrund der einzelnen oft zusammenhangslosen Erinnerungen sehr episodenhaft geschrieben wurde. Oft sind das sehr schöne Erinnerungen, aber oft nerven sie auch einfach nur, weil sie den Lesefluss enorm stören und die Spannung vernichten. Fast jedes Mal ist es mir beim Lesen so gegangen, dass ich zuerst genervt war, aus der Gegenwarts-Story gerissen zu werden, dann aber die Rückblende sehr schön fand. Aber kaum war die Rückblende zu Ende, musste man sich wieder in der Gegenwart zurecht finden. Das ewige Hin und Her war nervig - und hat auch nicht gerade dazu beigetragen, das Buch in einem Rutsch lesen zu wollen. Ich habe es mühelos zur Seite legen können, ohne akut wissen zu wollen, wie es weitergeht.

- Auf meinen zweiten Kritikpunkt spiele ich schon in der Überschrift an: Ich habe mich auf Lesen unter Tränen eingestellt, aber die Tränen und ein großes Aufwühlen der Gefühle blieben aus. Emotional hat das Buch in mir gar nicht so viel ausgelöst. Warum war das so? Für ein Mädchen, das gerade ihre Familie verloren hat, waren mir Mia's Gedanken oft einfach zu akzeptierend, zu nüchtern. Es gibt kurze Momente, in denen sie nicht weiter weiß, in denen sie schreien will, in denen sie realisiert, dass ihr Leben, wie sie es kannte, vorbei ist. Aber größtenteils sieht sie sehr sachlich auf ihre Welt, fast zu sachlich, wie ich fand, wo sie sich doch in einer Situation befindet, in der der Schmerz sie zerreißen müsste. Darauf geht die Autorin meines Erachtens nach zu wenig ein. Und ich meine damit nicht, dass mir Gefühsduselei gefehlt hat, ich bin wirklich froh, dass dies kein solches Buch ist - ich meine damit einfach nur, dass ich mich als Leser zeitweise nicht wirklich nah dran an Mia's innerster Gedankenwelt gefühlt habe. Und auch die wirklich tiefe Auseinandersetzung mit der Beantwortung der Fragen, die Mia sich stellen muss, kam meiner Meinung nach viel zu kurz.

- Last but not least: Ich weiß jetzt schon, dies ist ein Buch, das ich schon sehr bald wieder vergessen haben werde. Es hallt nicht nach…
Wenn ich ein richtig gutes Buch gelesen habe, dann habe ich (oft tagelang) das Gefühl, gar kein neues Buch anfangen zu können, weil ich einfach noch nicht "bereit" dazu bin, weil mich das Gelesene noch zu sehr aufwühlt - dieses Gefühl habe ich bei "If I Stay" vermisst… und das gerade bei einem Buch, bei dem man das Aufgewühlt-Werden besonders erwarten würde!

Abgesehen von diesen Kritikpunkten: Ein durchaus ganz gutes Buch, ein sanfter, leichter, schöner Schreibstil.
Ein Ende, das in Erinnerung bleibt und zeigt, dass es oft die Kleinigkeiten sind, die zu großen Entscheidungen führen!
Ich habe es recht gerne gelesen, auch wenn es mir nicht so viel gegeben hat, wie ich erhofft hatte.

(Die Ausgabe beinhaltet einiges an Zusatzmaterial: ein interessantes Interview mit der Autorin zum Buch, Behind The Story, Behind The Music, Leseproben zu anderen Gayle Forman Büchern, u.a. auch zur Forsetzung "Where She Went", die ich nicht lesen werde).
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen No. Just.. no., 28. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: If I Stay (Taschenbuch)
** spoiler alert ** It is not often that a book is so bland, it is not only impossible to like, it is also impossible to hate.

I wonder what kind of a person would describe it as ''heartbreaking and gorgeously written'' or ''achingly beautiful''. Maybe I don't have a heart. Perhaps I am incapable of appreciating beauty or masterful writing. I would like to think that is not the case. Maybe it is more simple - I do not fall in the right age category.
I might not be the type of person who cries at the end of every heart wrenching movie, but I have read my share of books, many of which leaves you with a lingering feeling of sadness or joy. Books that actually trigger an emotional response, whatever it might be. This one was simply too superficial, always scratching at the surface of characters, situations and their problems. And surface is all they have.
The main character, Mia, is your average high school student. The author can not stop emphasizing how much you should identify her with her cello playing and music. Perhaps, because there is nothing else notable about her personality. Adam, her boy-toy, is your typical high school guy playing in a band. Their relationship can be summed up in ''The cool guy in a band picked me, the quiet classical music fan, oh!, I am not good enough, I have little self-esteem and I will keep pondering why on earth he found me worthy of his love for the rest of the book.'' The author tried to portray Mia's family as more of the unconventional kind, but there really is not much interesting about them. Both parents fall in the ''Bad girl/boy gone good.'' Mia's reaction to her coma state is somewhat unrealistic and immature. Snapping her fingers to go to Hawaii? Not sure if that was supposed to humor me, well, it did not. Throughout the story you will find moments where Mia is simply being indecisive whether to live or die, hospital scenes and little episodes of hers and her family's former life (like making pancakes for breakfast). Lots of bits of this and that, too trivial and bland to make anyone care. In the end, she will make up her mind and choose life, unsurprisingly during one of Adams ''heartbreaking'' visits, for more books have to be sold. Can't really write a story of a dead person, can you?

I usually don't write reviews and I am not entirely sure how to go about it. But this, this was such an awkward experience that I had to bitch about it.. a little. I did not expect greatness, nor did I expect something that would sweep me of my feet and leave me utterly astonished, really. But I did expect it to be somewhat entertaining at least, in that trivial young-adult novel kind of way. For a book that claims to be sad and emotional, it is rather emotionless.

I was looking for an easy-read and.. I got one? Be careful what you wish for?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Idee, aber nur mäßig fesselnd, 8. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir ist "If I Stay" vor kurzem beim Stöbern im Buchhandel in die Hände gefallen.
Die Kurzbeschreibung hat mich gleich fasziniert und auch die Romanidee finde ich gut und anders.
Also gleich mal als Ebook kaufen :-)

Durchgelesen hatte ich es dann schnell, bei nur knapp über 200 Seiten.
Nur lag das leider nicht daran, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, so wie es bei einem guten Buch immer sein sollte. Trotzdem bereue ich nicht es gelesen zu haben, es war trotz allem ein schöner Roman.

Nun... was soll ich sagen?
Der Schreibstil von Gayle Forman hat mir im Grunde gut gefallen, aber ich bin von Anfang an nicht richtig in die Story reingekommen.

Der Einstieg ins Buch und die Vorstellung von Mia und Ihrer Familie am Frühstückstisch wird ziemlich schnell "abgefrühstückt" und die Charaktere waren mir eigentlich noch zu unbekannt, als wir kurz danach direkt zum Umbruch - nämlich dem Unfall - kommen.

Eigentlich passiert hier etwas Schreckliches, doch genau ab dem Zeitpunkt habe ich mich schon nicht mehr abgeholt gefühlt.
Es ist möglicherweise so gewünscht, dass alles irgendwie dumpf wirkt, durch die veränderte Situation und die Ich-Perspektive der Protagonistin, allerdings nimmt das dem Handlungsverlauf auch viel von seiner Spannung. Als Leser ist es einem eben am wichtigsten hier auch mitfühlen zu können.

Wie einer der anderen Rezensenten bereits erwähnt hat, ist es einem für den Großteil des Buches recht egal, ob Mia nun am Leben bleibt oder nicht und das Ganze wirkt teils ganz schön langatmig. Ich muss meinen "Mit-Bewertern" allerdings auch recht geben, dass die Nebencharaktere (wie Mias Freund, die Beste Freundin etc.) sehr liebenswert & schön ausgearbeitet sind und auch in den Rückblicken waren einige wirklich gute Momente.

Gegen Ende nimmt die Story nochmal an Fahrt auf und die letzten ~20 Seiten habe ich wirklich mitgelitten und auch die eine oder andere Träne verdrückt.

Alles in allem ein schöner Roman für Zwischendurch, wenn auch kein Highlight auf der Leseliste.
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If I Stay
If I Stay von Gayle Forman (Taschenbuch - 6. April 2010)
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