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Kundenrezensionen

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am 11. Februar 2009
Als Kinder waren Quentin Jacobsen und seine Nachbarin Margo Roth Spiegelman unzertrennliche Spielgefährten. Auf der Highschool haben sie allerdings nichts mehr miteinander zu tun. Während Margo, um die sich die abenteuerlichsten Gerüchte ranken, nun zu den angesagten Leuten an der Schule zählt, bewundert Quentin sie nur noch aus der Ferne. Für ihn ist sie zu einem Phänomen geworden.

Das alles ändert sich allerdings als Margo eines Nachts vor seinem Fenster auftaucht und Quentin um Hilfe bittet. Gemeinsam stürzen sie sich in ein von Margo sorgfältig geplantes Abenteuer und Quentin beginnt zu hoffen, dass er in Zukunft wieder an Margos Leben teilhaben könnte.

Am nächsten Morgen ist Margo allerdings verschwunden. Da es aber nicht das erste Mal ist, dass Margo einfach mal von Zuhause wegläuft, sehen ihre Eltern nichts bemerkenswertes am Verschwinden ihrer unberechenbaren Tochter. Quentin bemerkt allerdings bald, dass dieses Mal etwas anders ist. Dieses Mal hat Margo eine Reihe von Hinweisen hinterlassen die einzig und allein für Quentin gedacht sind.
Als Q (mit der Hilfe seiner Freunde) versucht Margos Spur zu folgen, stößt er dabei aber anstelle von Antworten auf immer mehr Fragen. Um Margo zu finden muss er alles was er von ihr zu wissen glaubte noch mal überdenken und stellt dabei fest, dass das Bild, das er all die Jahre von ihr hatte kaum etwas mit der echten Margo zu tun hat.

Erst auf der Suche nach ihr lernt Q Margo wirklich kennen.

John Greens Paper Towns ist ein großartiges, wirklich clever geschriebenes Buch. Während die Suche nach Margo und das Rätsel um die "Paper Towns" absolut spannend ist, trifft man auch immer wieder auf den Humor der für John Green so typisch ist. Paper Towns ist eines der Bücher bei denen man manchmal fast den Tränen nahe ist und sich an anderen Stellen vor Lachen nicht einkriegen kann. Ich kann Paper Towns wirklich nur jedem empfehlen :)

DFTBA
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am 6. März 2011
I first fell in love with John Green when he came out with the book LOOKING FOR ALASKA. I was equally enchanted with AN ABUNDANCE OF KATHERINES. Last night, I finally finished John Green's latest and greatest addition, PAPER TOWNS. Mind you, I have been trying to finish it for three days crammed between work, work, and more work. It got to the point that something had to give and it was going to be my work, because I just had to finish the book. I read someone else's review and she said that she was tempted to skip to page 305, the last page, to see what happened to one of the main characters, Margo. I want this person to know I was tempted to but, alas, I did not peek either - I was so proud of myself. Besides, waiting until the end made the book even more satisfying.

Reading this book reminded me of the people who I went to high school with - the band geeks, the jocks, the Untouchable popular kids. I knew people that were like Margo, Quentin, Radar, Ben, and Lacey. Some I liked, others I didn't. I get Margo's feeling of needing to get out of the paper town she lives in so she doesn't get even more sucked in.

Would I have done it her way? Probably not, but her way led to some really funny dialogue between the characters and a neat little mystery to figure out.

PAPER TOWNS pulls you in from the beginning. One thing Green does so well is go into detail, painting rich layers seamlessly tying together the characters and their stories.

We read a story about something that happened in Quentin and Margo's childhood and then skip forward many years to a time right before Prom, which Quentin will not go to for any amount of money offered. Things get interesting when Margo shows up at his window dressed liked a ninja, insisting that he has to help her. Mind you, Margo is Quentin's unrequited love, so you tell me, does he go along with Margo's adventure? It only takes a little coaxing, but he sure does. The night, as they accomplish all the things on Margo's list, who is hellbent on revenge, is pretty magical, not just for Quentin but Margo, too.

School the next day was definitely interesting, for lack of a better word. Quentin struggles to say awake in class because their adventure lasted to just about dawn, and then realizes that Margo isn't in school. I am not sure if I would have gone to school, either, after all they had done the night before....

The question will soon become - where is Margo? She has seemingly disappeared, leaving clues for Quentin to find. Will Quentin and his friends figure out the clues, and will they lead to Margo? And if they do, will she be dead or alive? You will just have to read the book to find out.

It will not surprise me one iota if Green walks away with a few awards for this book. Definitely another winner!

Reviewed by: coollibrarianchick
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am 14. März 2012
Buchinhalt:

Seit Quentin zurückdenken kann, gab es für ihn immer nur dieses eine Mädchen. Margo Roth Spiegelman von der anderen Straßenseite. Als Kids unzertrennlich, sieht Quentin sie heute nur noch von weitem. Margo gehört zur angesagtesten Clique während `Q' selbst zu den Spinnern/Strebern zählt und den Streichen von Margos Freunden immer wieder zum Opfer fällt. Doch eines Abends klopft Margo an Quentins Fenster und überredet ihn, sie zu ihrem ganz persönlichen Rachefeldzug gegen ihre eigenen Freunde zu begleiten. Wegen der alten Zeiten und der Faszination zu dem rätselhaften, durchgeknallten Mädchen streift er also mit ihr durch die Stadt und erlebt eine verrückte Nacht. Am nächsten Morgen wacht Quentin auf und Margo ist verschwunden. Und während sogar Margos eigene Familie ihr Kind aufgibt, schwört Quentin sie zu finden. So macht er sich anhand kleiner Anhaltspunkte auf Spurensuche. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihre Welt und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer jungen Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat. Es ist eine Reise, die Quentin nie vergessen wird.

"Tonight, darling, we are going to right a lot of wrongs. And we are going to wrong some rights..." ~ Margo, P. 30

Persönliche Meinung:

Momentan ist John Greens neuester Roman "The Fault in our Stars" in seiner Heimat Amerika in aller Munde. Und auch einige Blogger hierzulande haben sein aktuelles Buch in den Himmel gelobt. Grund genug für mich, das Buch auch endlich zu kaufen, denn bereits John Greens Kurzgeschichte aus dem Buch "Tage wie diese" (OT: "Let it snow") hatte mir unglaublich gut gefallen. Doch heute geht es erstmal um die Besprechung zu einem älteren Buch von Green, welches ich gleich mitgekauft habe. In "Paper Towns" (dt. Titel: "Margos Spuren") begibt sich der Leser in das sonnige Orlando/Florida. Dies ist das Zuhause des 17-jährigen Protagonisten Quentin.

Die Geschichte beginnt mit einer Rückblende in der Quentin erst 9 Jahre alt ist. Seine beste Freundin zu dieser Zeit, in die er auch heimlich verliebt war, ist die gleichaltrige Margo Roth Spiegelman. Unzertrennlich sind sie und lassen uns an ihrem wohl schicksalträchtigsten Tag teilhaben. Mit dem ersten Kapitel befindet sich der Leser wieder in Quentins Gegenwart. Margo und er haben sich vor Jahren entfremdet. Und während Margo zum beliebtesten Mädchen an der Schule geworden ist, hängt Quentin bei den `Nerds' rum. Doch eines Nachts verändert sich alles. Seine ehemalige Freundin taucht an seinem Fenster auf und bringt ihn dazu, mit ihr Rache an die vermeintlichen Freunde zu verüben. Und so arbeiten sie 11 Rachezüge von Margos Liste ab. Zum Morgengrauen trennen sich ihre Wege. Doch Quentins Hoffnung, Margo wieder näher gekommen zu sein, ist neu entfacht. So quält er sich nach der durchgemachten Nacht übermüdet in die Schule. Von Margo fehlt aber jede Spur. Die Tage vergehen, und Quentin beginnt sich große Sorgen zu machen. Gemeinsam mit seinen Kumpels Ben und Radar macht er sich auf die Suche nach Anhaltspunkten, welche Margo eventuell hinterlassen haben könnte. So finden sie Dinge über sie heraus, die Quentin niemals an Margo vermutet hätte. Je mehr er sich auf die anscheinend absichtlich hinterlassenen Hinweise fixiert, umso mehr verliert er sich in Margos Welt. Aber wird Qentin seine Jugendliebe je wiedersehen, oder ist es für Margo und ihn längst zu spät?

"...All those paper people living in their paper houses, burning the future to stay warm..."
~ Margo, P. 57

Mit Quentin schuf Green einen authentischen, symphatischen Protagonisten der vielleicht nicht zur hippsten Clique gehört, aber dafür weiß was wahre Freundschaft ist. Freunde hat er ohne Zweifel in Ben und Radar gefunden, die dem Buch die richtige Würze geben. Dieses Buch geleitet einen nicht nur auf einen Roadtrip durch die USA. Es ist eine Geschichte über das Erwachsen werden, und wie man sich trotzdem seine Träume bewahrt.

"...All these scary-as-hell clues. All this intimation of tragedy. But no place. Nothing to hold on to. Like trying to climb a mountain of gravel..." ~ Quentin, P. 154

Fazit: "Paper Towns" ist eine wahre Entdeckung für mich gewesen. Die Geschichte um Quentin und seiner Suche nach der wahren Margo und sich selbst, vereint viele Stimmungen. Witzig, scharfsinnig, verträumt, abenteuerlich, und nicht zu vergessen die wortgewandten Dialoge. Diese Mischung macht dieses preisgekrönte Buch zu einem Schatz. Ich habe oft herzhaft lachen müssen. Und genauso oft las ich dieses Buch ganz still, mit Tränen in den Augen und vollkommen gebannt. Feuertaufe bestanden, Herr Green. Ich freue mich nun umso mehr, auf seine anderen Werke.
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am 1. November 2010
Quentin und Margo waren gute Freunde - als Kinder. Jetzt gehört Maro zu den beliebtesten Mädchen an der High School. Quentin dagegen ist froh über jeden Schultag, an dem er und seine Freunde nicht gemobbt werden. Margo bewundert er nur noch von Weitem. Bis sie eines Abends an sein Fenster klopft und ihn zu ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer einlädt.

Worum es wirklich geht: Das Abenteuer, das Quentin erlebt, nachdem Margo am nächsten Tag verschwunden ist. Mit Hilfe einiger weniger Hinweise und seinen Freunden versucht er sie zu finden. Zusammen mit Quentin findet der Leser aber nicht nur heraus, wo Margo sein könnte, sondern auch wer sie überhaupt ist. Und auch über seine eigenen Freunde kann Quentin noch einiges lernen.

Die ersten Kapitel mit Margo sind spannend und witzig geschrieben, danach wird das Buch aber erst richtig gut. Quentins Freunde sorgen für den "Comic Relief", die Story ist abwechslungsreich und führt den Leser immer mal wieder auf überraschende Fährten. Fazit: ein Empfehlenswertes buch, auch Für nicht Mehr ganz jugendliche Leser (Groß- und Kleinschreibung © Margo Roth Spiegelmann).
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am 5. April 2012
'Paper Towns' reads a little like the written version of an American high school movie. Parties, booze, exams, prom, sex and pranks are the center of life for Quentin, Ben, Radar and Lacey as they move towards graduation from their high school in a small suburban neighborhood in Florida. However, when their friend Margo suddenly disappears, leaving behind a trail of clues for them to follow, they ditch their hometown (and their graduation ceremony) to go on a wild goose chase across America to find and rescue her.

Overall, I found this book entertaining and funny in a goofy teenage kind of way. Not particularly deep, and I didn't find the mystery aspect overly clever or convincing (especially the resolution at the end). But good for some enjoyable light reading, especially for young adults. (3.5 stars for me).
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am 13. April 2015
Ich werde es mir verkneifen, hier noch eine weitere Zusammenfassung des Buchs aufzuführen, die kann sich jeder in der Artikelbeschreibung durchlesen.

Für mich war es das dritte Buch von John Green, das ich gelesen habe und es hat mich vom ersten Moment an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die Figuren ähneln stark denen in "Looking for Alaska", was mir ebenfalls gut gefallen hat, wo mir der Einstieg jedoch etwas schwer fiel. Dem war nicht so bei "Paper Towns", bereits die erste Seite war spannend und lesenswert und ich wollte einfach nur MEHR davon.
Vielleicht finde ich das Buch so genial, weil so viele philosophische Elemente einbezogen werden, gerade die vollkommen unterschiedlichen Interpretationen von Whitmans Gedicht, dessen Zeilen ich immer und immer wieder lesen musste, weil sie mich so berührt haben. Das Buch spart nicht mit Zitaten, die Erinnerungswert haben, gerade auch einige Metaphern, von denen ein Buch nie genug haben kann ;-)

Bei einigen Lesern, denen das Buch nicht gefallen hat, habe ich unter anderem den Grund gesehen, dass Margo ihnen immer unsympathischer wurde. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Wenn man aufmerksam gelesen hat, dann sind all ihre Reaktionen vollkommen nachvollziehbar und ich denke es ist am Ende des Buchs jedem selbst überlassen, "welche Margo" die "echte" ist, da es im Grunde genommen offen bleibt. Für mich ist es eindeutig, aber es gibt auf jeden Fall einen gewissen Spielraum und ich kann mir durchaus vorstellen, dass andere eine vollkommen andere Ansicht zu ihrem Charakter haben als ich. Und das ist in Ordnung, weil ich denke, dass genau das John Greens Absicht war.
Denn das Buch lehrt uns doch gerade, dass wir nicht allen Konventionen folgen sollen (was mir schon bei TFIOS unter anderem sehr gefallen hat), sondern uns eigene Meinung bilden und nicht alles einfach hinnehmen sollen.

"I'm a big believer in random capitalization. The rules of capitalization are so unfair to words in the middle."

Im Vergleich zu John Greens "The Fault in our Stars" hat es mich nicht so überzeugt, da es teilweise etwas fernab von der Realität war, aber andererseits kann man diese beiden Werke nicht miteinander vergleichen, da sie thematisch vollkommen verschieden sind. "Paper Towns" ist aber dennoch allemal 5 Sterne wert, besonders da ich "TFIOS" viel mehr geben würde, wenn ich könnte :-D

Fazit: Ein gelungenes Buch für jedermann, solange man sich auf ein paar Ungereimtheiten einlassen kann, die dem Zauber des Romans jedoch keinen Abbruch tun. Es hat auf jeden Fall Wiederlesewert!
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am 1. Oktober 2014
"Paper Towns“ habe ich im Rahmen der John-Green-Lesewoche gelesen, die von einer befreundeten Bloggerin initiiert wurde. Eine Woche lang lasen wir gemeinsam Bücher dieses Autors und beantworteten Fragen, die sie sich ausgedacht hatte. Für mich war diese Woche die erste Annäherung an John Green, der zurzeit wahnsinnig erfolgreich mit seinem Werk „The Fault in our Stars“ / „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist. Trotzdem war es nicht dieses Buch, das seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stand, sondern „Paper Towns“.

Quentin Jacobsen kennt Margo Roth Spiegelman seit Kindertagen. Doch wie das eben so ist wenn Kinder erwachsen werden, haben sie sich mit den Jahren auseinander gelebt. Umso überraschter ist Quentin, als Margo eines Abends an sein Fenster klopft und ihn wie ein Ninja gekleidet zu einem wilden Ausflug entführt. Sie erleben eine magische Nacht und Quentin hofft, dass er Margo nun wieder näher kommt, doch am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Anfangs denkt sich niemand etwas dabei, denn schon früher brannte sie des Öfteren einfach für ein paar Tage durch. Aber dieses Mal ist es anders. Margo hinterließ Hinweise, die eindeutig für Quentin bestimmt sind. Er folgt ihrer Spur aus Brotkrumen und sucht das Mädchen, das er seit seiner Kindheit kennt. Doch je weiter er vorankommt, desto klarer wird ihm, dass sich am Ende dieser Spur eine völlig andere Person befindet, die vielleicht nicht auf ihn wartet.

Ich fand „Paper Towns“ überraschend tiefsinnig. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass John Green sich mit der Spannung zwischen der Realität und der Illusion einer Person beschäftigt, doch genau darum geht es meiner Meinung nach. Quentin hatte dieses idealistische Bild von Margo, das er jahrelang gehegt, gepflegt und erweitert hat. Im Laufe der Schnitzeljagd erkennt er jedoch, dass es eben auch genau das war: ein Bild, zweidimensional und ohne echte Tiefe. Durch ihre Hinweise verrät Margo ihm eine Menge über ihre wahre Persönlichkeit, die nur bedingt etwas mit der Fassade zu tun hat, die sie sorgsam aufrechterhielt. Erstaunlich ist, dass Quentin auf diese Weise nicht nur viel über Margo lernt, sondern auch über sich selbst. Ohne es anfangs zu ahnen, begibt er sich auf eine transformative Reise. Ich glaube, ihm ist das ganze Buch über nicht bewusst, dass Margo in gewisser Weise nur eine Stellvertreterin ist. Ja, er sucht sie, aber eigentlich sucht er sich selbst und mit jedem Schritt in Richtung der echten Margo wird auch er selbst ein bisschen echter. Dieser Selbstfindungsprozess ist in meinen Augen auch der Grund, warum Quentin sich ab einem bestimmten Punkt ziemlich obsessiv verhält. John Green hat diese Fixierung wunderbar herausgearbeitet, indem er sich eines literarischen Gleichnisses bediente. Es ist garantiert kein Zufall, dass Quentin ausgerechnet „Moby Dick“ im Unterricht liest, denn er hat durchaus Ähnlichkeit mit Kapitän Ahab. Margo hingegen hat eine Schwäche für die Gedichte von Walt Whitman, was mich dazu brachte, darüber nachzudenken, inwiefern sie durch seine Werke repräsentiert wird, während sie selbst abwesend ist. Ich glaube, es geht gar nicht um ein spezielles Gedicht, wovon Quentin überzeugt ist, sondern eher um Whitmans Art und Weise zu schreiben. Den weiten Interpretationsspielraum, den er seinen LeserInnen lässt.
Mir ist noch ein weiterer Punkt aufgefallen, den ich für ein literarisches Gleichnis halte. Quentins Englischlehrerin heißt Dr. Holden. Klingelt es da bei euch? Holden. Wie in Holden Caulfield. „Der Fänger im Roggen“. Einer der populärsten Analyseansätze geht davon aus, dass dieses Buch von J.D. Salinger primär eine Kritik an der amerikanischen Gesellschaft und an der Idee des amerikanischen Traums ist. In „Paper Towns“ ist es Margo, die eine ähnliche Kritik äußert; sie empfindet das Leben im Inbegriff des amerikanischen Traums – der Vorstadt – als flach und farblos. Es ist äußerst interessant, dass Dr. Holden diejenige ist, die Quentin hilft, Whitmans Gedicht „Song of Myself“ zu interpretieren und ihm damit den Schlüssel zum Verständnis von Margo schenkt. Das kann kein Zufall sein. Guten AutorInnen passiert so etwas nicht einfach so. Ich glaube nicht, dass John Green nur zufällig über diesen Namen gestolpert ist.

Ich habe die John-Green-Lesewoche mit der Lektüre von „Paper Towns“ wirklich genossen. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit Quentin auf die Reise zu gehen; herauszufinden, was es bedeutet, eine andere Person wahrhaft zu kennen und was dafür nötig ist. Ich hätte nie gedacht, dass mich so viel Tiefgründigkeit erwartet, unterstützt von Figuren, die nicht nur sympathisch sind, sondern mir auch rasant ans Herz wuchsen. Es hat mich begeistert, dass John Green nicht nur hypothetisch über die Facetten und das Ausleben einer Persönlichkeit schreibt, sondern seine Überlegungen auch umfassend auf seine Charaktere überträgt. Sie alle sind lebendig und glaubhaft.
Ich verstehe nicht, warum „Paper Towns“ bei vielen John Green – Fans weniger gut ankommt, denn ich fand es toll. Ich musste nur einen Blick hinter die Fassade werfen.
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am 18. August 2012
Quentin ist ein zunächst unscheinbarer, ja schon fast langweiliger High School Schüler. Eines Nachts jedoch taucht die für ihre abenteuerlichen Unternehmungen berüchtigte Margo, seine Nachbarin, Freundin aus Kindertagen und (ehemalige) Jugendliebe, vor seinem Fenster auf und lädt ihn zu einem nächtlichen Abenteuer ein. Während sich die beiden zu Beginn der High School mehr und mehr voneinander entfernt haben, kommen sie sich in jener Nacht wieder näher, während sie vergangenes Unrecht an ihren Mitschülern mit viel Kreativität und Witz ausgleichen.

Am nächsten Morgen ist Margo verschwunden, jedoch nicht ohne Quentin clevere, versteckte Hinweise auf ihren Verbleib zu hinterlassen. So beschließt er - unterstützt von seinen Freunden - den "Brotkrümeln" zu folgen und Margo zu finden.

Paper Towns ist eine interessante und zu keiner Zeit langweilige Lektüre. Die Story zeigt auf, wie wir dazu neigen unsere romantischen Interessen so weit zu idealisieren, dass sie kaum oder gar nicht mehr der Realität entsprechen. Die Entwicklung des Protagonisten hin zu dieser Erkenntnis wird spannend und humorvoll erzählt.

Das Buch ist allen zu empfehlen, die nach einer scharfsinnigen Geschichte mit viel Charme und tiefgründigen Charakteren suchen.

Meiner Meinung nach absolut lesenswert!
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am 25. Mai 2016
Ich habe dieses Buch von einer Freundin empfohlen bekommen, die meinte sie hätte dieses Buch schon sooo oft gelesen und es ist ihr absoluter Liebling. Meinem Credo (Erst das Buch, dann der Film) folgend, habe ich somit dieses Buch gelesen, bevor der Film damals rauskam und bevor ich den Trailer gesehen habe um voreingenommen zu sein.
Es ist ein solides Buch und schön geschrieben, aber nach The Fault in Our Stars, welches mich mehr als nur einmal zum weinen gebracht hat, habe ich mir noch mehr gewünscht.
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am 1. Mai 2015
The author John Green has once more succeeded to write a story about two characters who immediately went under my skin. From the moment I started reading the book I was driven down the valley of a funny, intriguing story of two people called Margo & Quentin. I read the book in one afternoon, because I just couldn't leave it till another day to find out will Quentin find Margo. I loved the book. I loved the story. Definitely recommending it to all people who are looking for an adventurous and touching moments.
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