Kundenrezensionen


171 Rezensionen
5 Sterne:
 (121)
4 Sterne:
 (30)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:
 (10)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Würde des Menschen
Der Inhalt dieses Jahrhundert-Romans ließe sich zur Not in ein, zwei Sätzen wiedergeben: Arme Teufel geraten durch ein System, das sie nur allmählich und bruchstückhaft durchschauen, unwiderruflich und immer tiefer ins Elend. Warum also einen über 500 Seiten dicken Roman darüber lesen? -- Antwort: Weil er gut ist, und weil keine einzige...
Veröffentlicht am 15. September 2005 von weiser111

versus
3.0 von 5 Sternen A Decent Novel
Although I liked THE GRAPES OF WRATH, I'm not sure why it attracts so many 5-star ratings and raves from literature buffs. I am not a high school student who hated the interculary chapters (some of which were the best ones in the book...especially the one about fermenting anger). My biggest problem with this book is that Steinbeck simply takes it too seriously. The...
Am 27. Juni 1999 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 218 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Würde des Menschen, 15. September 2005
Rezension bezieht sich auf: The Grapes of Wrath (Penguin Modern Classics) (Taschenbuch)
Der Inhalt dieses Jahrhundert-Romans ließe sich zur Not in ein, zwei Sätzen wiedergeben: Arme Teufel geraten durch ein System, das sie nur allmählich und bruchstückhaft durchschauen, unwiderruflich und immer tiefer ins Elend. Warum also einen über 500 Seiten dicken Roman darüber lesen? -- Antwort: Weil er gut ist, und weil keine einzige Seite, kein einziger Satz überflüssig oder gar langweilig wäre. Seine unsentimentale Sprache ist dermaßen plastisch, dass es kaum auszuhalten ist.
"Grapes of Wrath" beruht auf Steinbecks eigenen Recherchen; er hatte selbst eine Familie auf dem Treck von Oklahoma nach Kalifornien begleitet und die Zustände unterwegs und in den kalifornischen Lagern miterlebt. In weiten Passagen des Romans verwendet er eine Sprache, wie sie auch seine Protagonisten hätten verwenden können, und vor allem übernimmt er ihre Perspektive. Vielleicht erklärt das die unglaublich dichte Atmosphäre seines Romans, die den Leser mit voller Wucht trifft und ihn nie auf Distanz gehen lässt. (Die Leser seien aber gewarnt -- das gute alte Schulenglisch allein reicht nicht aus, den Roman im Original zu lesen.)
Oklahoma, Anfang der 1930er Jahre: Infolge des Börsencrashs 1929 wird vielen kleinen Farmern der Kredit gekündigt, und zu allem Elend machen Dürren, Bodenerosion und Überschwemmungen die Ernten zunichte. Ganze Landstriche werden entvölkert; es entstehen die unüberschaubaren Riesenfarmen, die seitdem die Landschaft des Mittleren Westen prägen. Ein endloser Treck enteigneter Familien zieht nun über die gar nicht romantische Route 66 ins Gelobte Land, nach Kalifornien -- es kursieren Handzettel, dass man dort guten Lohn für leichte Arbeit zahle. Die Phantasie der Farmer wird bevölkert vom weißen Häuschen im Schaten der Orangenbäume und von Waschtrögen voller Trauben, in die man sich hineinsetzen kann; ihre Realität aber bestimmen Armut, Hunger und Heimatlosigkeit.
Steinbeck kontrastiert immer wieder von Kapitel zu Kapitel die Einzelschicksale der Menschen mit journalistischen Berichten und Analysen über die Gesamtsituation der heimatlosen Farmer, über Ursachen und Zusammenhänge der Katastrophe, veranschaulicht anhand der Zustände in Kalifornien Marx'sche Begriffe wie Proletarisierung, Verelendung, Entfremdung oder Mehrwert, ohne diese Begriffe je nennen zu müssen -- die Zustände sprechen für sich und brauchen keine Schlagworte. Auch diese "überpersönlichen" Kapitel sind, wie der ganze Roman, in der Sprache der enteigneten Farmer verfasst.
Vor allem geht es in "Grapes of Wrath" jedoch um das Schicksal der Joads, einer typischen Farmersfamilie aus Oklahoma. Auch sie können ihren Kredit nicht mehr abbezahlen und werden brutal von ihrer Farm vertrieben, auch sie beladen einen schrottreifen Lastwagen und ziehen nach Kalifornien: Eltern, zwei kleine Kinder, die Großeltern, die älteren Söhne Tom, Noah und Al, die schwangere Tochter mit ihrem Mann, ein Onkel, und der desillusionierte Wanderprediger Jim Casy (letzterer mit Zügen von Steinbeck selber). Auch wenn ihr Schicksal für das von Abertausenden steht, sind die einzelnen Figuren keine Schablonen, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit ihren widersprüchlichen Charakteren, würdevoll auch im ärgsten Elend. Es sind die unzählbaren kleinen, genau beobachteten Szenen, die diesen Protagonisten und mit ihnen dem ganzen Roman ihren unverwechselbaren Charakter verleihen, diese stete Balance von stoischer Schicksalsergebenheit und Rebellion, Mutlosigkeit, innerer Stärke und verhaltener unsentimentaler Zärtlichkeit. --
Schon unterwegs zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Mutter der Fixpunkt der Familie ist, während ihr Mann und ihr Schwager angesichts des wachsenden Elends von Tag zu Tag, von Misserfolg zu Misserfolg immer mehr resignieren. Zusammen mit ihrem Sohn Tom versucht sie, die allmählich zerfallende Familie so gut es geht zusammenzuhalten -- die Großeltern sterben unterwegs, ein Sohn und der Schwiegersohn setzen sich ab, der Wanderprediger schließt sich protestierenden Arbeiter an und wird daraufhin ermordet.
Der soziale Abstieg geht auch im Gelobten Land weiter -- die Löhne werden systematisch unters Existenzminimum gedrückt und der Gewinn der Großfarmen maximiert, die Heere der Arbeitslosen bis zur Weißglut provoziert. Schließlich tritt Tom Joad der Arbeiterbewegung bei und geht in den Untergrund.
Das Ende der Joads und ihrer abertausend Leidensgenossen, ob zum Guten oder zum Bösen, erfährt man nicht im Roman; die Schlussszene könnte ein Wendepunkt sein, oder auch das definitive Ende. Bleiben wird aber Tom Joad: Er wird überall dabeisein, "wherever there's a fight so hungry people can eat, [...] where there's a cop beating up a guy[...]. I'll be in the way guys yell when they're mad. I'll be in the way kids laugh when they're hungry and they know supper's ready. And when the people are eating the stuff they raised, and living in the houses they build, I'll be there, too."
Steinbeck machte mit "Grapes of Wrath" bei dessen erstem Erscheinen Furore; das Buch wurde zeitweilig verboten und nur noch mehr gelesen, es erhielt den Pulitzer-Preis, wurde zum Ausgangspunkt soziologischer Untersuchungen -- und beeindruckt seine Leser bis heute.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen One of the most relevant and poignant books of all time., 6. Februar 2013
Von 
Ned Middleton (British professional underwater photo-journalist & author) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Grapes of Wrath (Taschenbuch)
Who am I to review one of the greatest literary works of all time? Could I possibly give this book anything less than the maximum rating it so richly deserves? Should I even commence? Those were just some of my private thoughts as I finally put down a copy of this book - read. This is the book which stirred the American conscience, caused political reform and brought about change when first published in 1939. This is the book which described how families were starving to death because of corruption. This is John Steinbeck at his exceptional best. For those people who never got around to reading this engaging and absorbing account of the Joad family, may I suggest you actually purchase a copy (any copy!) and finally read it.

Today the world is either in recession or emerging from the dark grip of this latest financial catastrophe. Whilst we may live in a time when millions of families are no longer allowed to starve to death - well, not in the developed world at any rate, I earnestly believe there are lessons to be learned from this book about the rich and powerful who care not for their fellow man but only for personal gain. More importantly, those lessons are as relevant today as they were in 1939.

Another similarity also failed to escape my notice; In this book we see how US police and other officials use their positions of authority to threaten and even blackmail the many thousands of American migrants who were simply looking for work in order to feed hungry mouths. These people had not arrived from any foreign country and were not even black - something which would have made their persecution much easier. No!, these ordinary white American folk were honest farmers who had been forcibly evicted from their homes and the land they had worked for generations. Seventy years on, here in the UK, we are besieged by TV programmes depicting our different police forces undertaking their various duties around the country. Yet more cheaply produced "reality" television! Significantly, however, I have occasionally noticed how some police officers deliberately provoke a hostile situation where none exists. Whilst not on the scale portrayed in this outstanding work, it is interesting that I should recognise that underlying attitude of arrogant superiority.

Whilst some may find the book slow going at the start, Steinbeck quickly gathers in those loose strands until they suddenly pull together to assume a story, reveal a mental photograph and produce a relevance into which the reader becomes fully immersed. I promptly learned local words and understood the dialect in which they were spoken as the Joad story unfolded. I could hear those southern accents as hardships are endured and explained through the actions of those who lived them. This was the organised, legalised daylight robbery and exploitation of the poor by the rich who were actively supported by the law enforcement agencies. A week's work for 1,000 fruit pickers paying 50 cents an hour is advertised to 3,000 hungry people who then pass on the message. Consequently, 5,000 starving workers arrive in search of that employment. With so much competition, the rate is lowered to 30 cents - take it or leave it! It was a deliberate ploy repeated time after time. Anyone attempting to organise his fellow workers is photographed, black-listed and branded a communist. Now feed that to your children. Then the banks insist the farmers reduced the rate to 25 cents and any landowner who questions that decision is swiftly reminded of his own vulnerability as a mortgagee! In short, either you pay them 25 cents or you join them! My own immediate reaction was to recognise a similarity between then and now - specifically with those modern banking practises which preyed on the sub-prime market. Anyone who cared to consider precisely what "sub-prime" meant, knew it was a policy destined to fail. And fail it did in spectacular fashion - and yet, the fat cat bankers still draw bonuses based on "personal performance" and not on their company's overall profit or loss...

I note from some of the comments appended to certain editions of this book, that various issues have been produced in which, apparently, Steinbeck's prose are changed to make the work an easier read. Please don't take the easy option, take the version written as it was intended to be read - i.e. the version written by Steinbeck. If not, you cannot claim to have read this book at all - instead you have the equivalent of, say, a Romeo and Juliet story - set in Manhattan in the 21st Century - and there are plenty of those...

In closing, I would urge anyone (indeed everyone) who has not already read an original version of this book, to go out and buy a copy - any old copy, and then simply read it. Having done that, you too will draw parallels with our modern age and understand what I mean. You will also be richer for having done so - as would those fat cats who, unfortunately, will probably never bother. Having finally finished reading this outstanding work, I wonder how many of you will still be wondering whatever happened to that perfectly matched pair of Bays! I do...

NM
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 1. März 2002
Von Ein Kunde
In den Dreißiger Jahren muß die Farmerfamilie Joad, wie viele andere, nach Jahren der Dürre und der Mißernten ihre Heimat in Oklahoma verlassen. Sie machen sich auf den Weg nach Kalifornien, wo es genug fruchtbares Land für alle geben soll.Aber statt dessen finden sie nur Mißtrauen, Verrat, Gewalt und Ausbeutung, aber auch Hilfe und Solidarität von völlig unerwarteter Seite.
Steinbeck erzählt hier die Geschichte aller Menschen, die sich auf den Weg in die Fremde machen müssen, deren einziger Besitz ihre Arbeitskraft ist - und die Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben. Dieses Buch ist heute so aktuell wie vor sechzig Jahren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Longman-Ausgabe mit super-Hintergrundinformationen, 20. Juni 2002
Von Ein Kunde
Ein absoluter Top-Hit für Freunde guter englischer Bücher. Zunächst einmal ist es ein gutes Buch. "The Grapes of Wrath" wird als bestes Werk des Nobelpreisträgers J. Steinbeck angesehen. Es ist eine spannende Geschichte, die gleichzeitig viel Kritik an einem reinen Gewinn-Kapitalismus enthält. Die Familie, deren Schicksal erzählt wird, wächst dem Leser schnell ans Herz. Um ein Bespiel (von vielen) herauszugreifen: Mir gefielen besonders gut die großartigen Schilderungen des Verhaltens, Fühlens und der kleinen Gemeinheiten der "little Fellows", besonders Ruthie.
Jetzt ein paar Tips: Ich habe eine englische Longman-Ausgabe bei Amazon gekauft und habe es nicht bereut. Die reichlaltigen Dialoge in amerikanischer Umgangssprache, versteht man nach einiger Gewöhnung gut. Um den Lesespaß zu erhalten, sollte man nur die zum Verständnis wichtigen Vokabeln nachschauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Würde des Menschen, 13. September 2005
Der Inhalt von Steinbecks Jahrhundert-Roman ließe sich zur Not in ein, zwei Sätzen wiedergeben: Arme Teufel geraten durch ein System, das sie nur allmählich und bruchstückhaft durchschauen, unwiderruflich und immer tiefer ins Elend. Warum also einen über 500 Seiten dicken Roman darüber lesen? -- Antwort: Weil er gut ist, und weil keine einzige Seite, kein einziger Satz überflüssig oder gar langweilig wäre. Seine unsentimentale Sprache ist dermaßen plastisch, dass es kaum auszuhalten ist.
"The Grapes of Wrath" beruht auf Steinbecks eigenen Recherchen; er hatte selbst eine Familie auf dem Treck von Oklahoma nach Kalifornien begleitet und die Zustände unterwegs und in den kalifornischen Lagern miterlebt. In weiten Passagen des Romans verwendet er eine Sprache, wie sie auch seine Protagonisten hätten verwenden können, und vor allem übernimmt er ihre Perspektive. Vielleicht erklärt das die unglaublich dichte Atmosphäre seines Romans, die den Leser mit voller Wucht trifft und ihn nie auf Distanz gehen lässt. (Die Leser seien aber gewarnt -- das gute alte Schulenglisch allein reicht nicht aus, den Roman im Original zu lesen.)
Oklahoma, Anfang der 1930er Jahre: Infolge des Börsencrashs 1929 wird vielen kleinen Farmern der Kredit gekündigt, und zu allem Elend machen Dürren, Bodenerosion und Überschwemmungen die Ernten zunichte. Ganze Landstriche werden entvölkert; es entstehen die unüberschaubaren Riesenfarmen, die seitdem die Landschaft des Mittleren Westen prägen. Ein endloser Treck enteigneter Familien zieht nun über die gar nicht romantische Route 66 ins Gelobte Land, nach Kalifornien -- es kursieren Handzettel, dass man dort guten Lohn für leichte Arbeit zahle. Die Phantasie der Farmer wird bevölkert vom weißen Häuschen im Schaten der Orangenbäume und von Waschtrögen voller Trauben, in die man sich hineinsetzen kann; ihre Realität aber bestimmen Armut, Hunger und Heimatlosigkeit.
Steinbeck kontrastiert immer wieder von Kapitel zu Kapitel die Einzelschicksale der Menschen mit journalistischen Berichten und Analysen über die Gesamtsituation der heimatlosen Farmer, über Ursachen und Zusammenhänge der Katastrophe, veranschaulicht anhand der Zustände in Kalifornien Marx'sche Begriffe wie Proletarisierung, Verelendung, Entfremdung oder Mehrwert, ohne diese Begriffe je nennen zu müssen -- die Zustände sprechen für sich und brauchen keine Schlagworte. Auch diese "überpersönlichen" Kapitel sind, wie der ganze Roman, in der Sprache der enteigneten Farmer verfasst.
Vor allem geht es in "The Grapes of Wrath" jedoch um das Schicksal der Joads, einer typischen Farmersfamilie aus Oklahoma. Auch sie können ihren Kredit nicht mehr abbezahlen und werden brutal von ihrer Farm vertrieben, auch sie beladen einen schrottreifen Lastwagen und ziehen nach Kalifornien: Eltern, zwei kleine Kinder, die Großeltern, die älteren Söhne Tom, Noah und Al, die schwangere Tochter mit ihrem Mann, ein Onkel, und der desillusionierte Wanderprediger Jim Casy (letzterer mit Zügen von Steinbeck selber). Auch wenn ihr Schicksal für das von Abertausenden steht, sind die einzelnen Figuren keine Schablonen, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit ihren widersprüchlichen Charakteren, würdevoll auch im ärgsten Elend. Es sind die unzählbaren kleinen, genau beobachteten Szenen, die diesen Protagonisten und mit ihnen dem ganzen Roman ihren unverwechselbaren Charakter verleihen, diese stete Balance von stoischer Schicksalsergebenheit und Rebellion, Mutlosigkeit, innerer Stärke und verhaltener unsentimentaler Zärtlichkeit. --
Schon unterwegs zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Mutter der Fixpunkt der Familie ist, während ihr Mann und ihr Schwager angesichts des wachsenden Elends von Tag zu Tag, von Misserfolg zu Misserfolg immer mehr resignieren. Zusammen mit ihrem Sohn Tom versucht sie, die allmählich zerfallende Familie so gut es geht zusammenzuhalten -- die Großeltern sterben unterwegs, ein Sohn und der Schwiegersohn setzen sich ab, der Wanderprediger schließt sich protestierenden Arbeiter an und wird daraufhin ermordet.
Der soziale Abstieg geht auch im Gelobten Land weiter -- die Löhne werden systematisch unters Existenzminimum gedrückt und der Gewinn der Großfarmen maximiert, die Heere der Arbeitslosen bis zur Weißglut provoziert. Schließlich tritt Tom Joad der Arbeiterbewegung bei und geht in den Untergrund.
Das Ende der Joads und ihrer abertausend Leidensgenossen, ob zum Guten oder zum Bösen, erfährt man nicht im Roman; die Schlussszene könnte ein Wendepunkt sein, oder auch das definitive Ende. Bleiben wird aber Tom Joad: Er wird überall dabeisein, "wherever there's a fight so hungry people can eat, [...] where there's a cop beating up a guy[...]. I'll be in the way guys yell when they're mad. I'll be in the way kids laugh when they're hungry and they know supper's ready. And when the people are eating the stuff they raised, and living in the houses they build, I'll be there, too."
Steinbeck machte mit "The Grapes of Wrath" bei dessen erstem Erscheinen Furore; das Buch wurde zeitweilig verboten und nur noch mehr gelesen, es erhielt den Pulitzer-Preis, wurde zum Ausgangspunkt soziologischer Untersuchungen -- und beeindruckt seine Leser bis heute.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bekannteste Werk, 8. Dezember 2012
Von 
Felix - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grapes of Wrath (Penguin Modern Classics) (Taschenbuch)
des US-amerikanischen Schriftstellers, der selbst einen Treck gen Westen der Route 66 begleitet und somit einen Eindruck des Geschehens hatte. Dieses Buch kannte ich bereits unter dem deutschen Titel "Früchte des Zorns" und wollte die Originalfassung noch mal nachlesen. Es schildert das Schicksal von Familien in den 1930 er Jahren, wo
durch die "Große Depression" und hinzu gekommene Dürrejahre verschuldete Farmer Oklahomas und Arkansas in Richtung Kalifornien zogen, in dem Glauben ihr Leben dort besser gestalten zu können. Hier wird das Leben der Familie Joad geschildert, die auch in diesem Land von Armut und Bitterkeit nicht verschont bleiben. Trotz weiteren Entbehrungen und Demütigungen, Hunger und Anfeindungen, sowie Schicksalsschlägen innerhalb der Familie, gelingt es hauptsächlich der Mutter dieser Familie Würde und Menschlichkeit aufrecht zu erhalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen A true American classic, 16. Januar 2014
This serious master-piece has its setting during the "Great Depression" and gives a general view of the 1930's. John Steinbeck who may be the greatest chronicler of this cataclysm wrote this The Grapes of Wrath which is about the struggles of the poor during this time. In the story, the Joad family endures many struggles on their way to find work in California and their lives are a microcosm of struggles of the poor during this time. Like thousands of other families, they encounter hunger, violence, betrayals, setbacks and despair. Yet the Joads maintained dignity, courage, and hope to recover. America was fortunate in that the poor did maintain these virtues which kept their hopes alive and made them not to rebel and throw the nation into anarchy. The nation was also lucky with the ascension to power of Roosevelt. The Grapes of Wrath shows how a people with hope and a leadership committed to its people can overcome disaster to become strong again.It reads in so many ways like Disciples of Fortune and the writing flows in an effortless manner. The Grapes of Wrath a true American Classic is one of the most outstanding books that I have ever read. It does not fail to leaves its mark on a reader.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen grapes of wrath, 24. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
grapes of wrath
überragendes buch! die verschiedenen stile in den einzelnen kapiteln sind sehr überzeugend und die detailgetreue der schilderungen.
warum plötzlich sandy auftauchte, bleibt bisher unergründlich, so schnell er auch wieder verschwand.. kap 12
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Kapitalismuskritik - Aktueller denn je, 20. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Aus der Sicht von kalifornischen Obstpflückern erzählt John Steinbeck die Ungerechtigkeiten in einer Gesellschaft des Raubtierkapitalismus. Der Roman ist aktueller denn je - er zeigt auf, wie die Landarbeiter systematisch entrechtet werden. Die Ausbeutung der Landarbeiter im Roman "Grapes of Wrath" lässt sich direkt übertragen auf die Kreditnehmer der Subprime - Loans. Sie werden entrechtet, ausgebeutet und dann nachdem sie der kurzfristigen Gewinnoptimierung gedient haben - sich selbst überlassen.
Lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen The Grapes of Wrath, 27. Februar 2000
The first thing that came to mind when I read Steinbeck's classic The Grapes of Wrath was its parallel to Upton Sinclair's The Jungle - the downward spiral of a migrant family who find themselves in a struggle to subsist in abject poverty. (Fortunately, where Sinclair rams Socialism down our throats in The Jungle, Steinbeck merely offers us a spoonful here.)
Steinbeck provides wonderful development for each character in this story; though none of them could be called bright, each figure possesses a unique depth and personality. Tom Joad is the angst-ridden main character who has just been released from serving a long prison sentence. Ma is the family matriarch who provides strength and optimism even in the worst times. Jim Clancy is the fallen preacher who joins the Joad's on their sojourn. (Clancy is certainly the novel's most over-analyzed character - he has been likened to a metaphor for Jesus Christ, but I just didn't see it.)
This now classic tale takes place during 1930's, and is about a family of Oklahoma Dustbowl farmers who, like countless others, migrate to California after losing their farm. But they don't give up without a fight, leaving only when the bulldozers come to raze their home. Packing up all of their possessions in the family jalopy, they make their way across a Depression Era America that has little pity on "ignorant Okies". Along the way they meet other Okies fleeing back home from California after finding only starvation in the so-called promised land. (One of the most heart wrenching figures in the novel is the Okie who is returning after helplessly watching his child die of starvation). But, just like the Rudkis family in The Jungle, the Joad's are sure that, with some hard work, things will be different for them. Though the family does find work picking fruit, it is not the Garden of Eden they'd hoped it would be. Even the children must endure twelve hour days of backbreaking work in the hot sun under the cruel eye of their supervisors at their slave-labor-like work camps. They are forced to live in infested wooden shacks called "company housing", and to buy their food at the "company store" whose prices are exorbitant and which comes out of their already paltry pay. The most horrifically ironic part is that while their meals usually consist of gruel "with bacon grease for strength", they dare not eat the fruit they pick for fear of swift and severe punishment. Forced to flee the camp after Tom assaults a would-be rapist, the family is all but lost. The final scene is heart wrenching and unforgettable - and proves Ma's claim that the poor are the ones who can be counted when somebody is in need.
The Grapes of Wrath is considered one of this century's greatest literary masterpieces, and with good reason. Its many layers are deeply thought-provoking - and provides insightful social commentary which could address many issues we deal with even today. Read it!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 218 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xac59ae3c)

Dieses Produkt

The Grapes of Wrath (Penguin Modern Classics)
The Grapes of Wrath (Penguin Modern Classics) von John Steinbeck (Taschenbuch - 7. September 2000)
EUR 8,80
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen