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4.0 von 5 Sternen nicht der beste, aber ein guter Hornby
Zu Beginn der Lektüre (des englischen Originals) war ich etwas befremdet: die Geschichte über eine leicht skurrile Fangemeinde eines amerikanischen Singer-Songwriters namens Tucker Crowe, der Mitte der 80er Jahre unter mysteriösen Umständen seine bis dahin nicht wirklich ertragreiche Karriere beendet hatte und sich aus dem öffentlichen Leben...
Vor 3 Monaten von Krenberger veröffentlicht

versus
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Hornby Top 5
Hornbys Romanfiguren sind aelter geworden. Es geht nicht mehr um die Frage, was man aus seinem Leben machen will, wenn Illusionen und Traeume zerschmelzen und die Realitaet einzug haelt. In Juliet, Naked geht es um Personen, die ihre Illusionen schon lange verloren haben und nun vor der Frage stehen, was sie die letzten 15 oder 20 Jahre eigentlich gemacht haben. Diesen...
Veröffentlicht am 14. Februar 2010 von J. Roth


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Hornby Top 5, 14. Februar 2010
Von 
J. Roth (Erfurt, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Taschenbuch)
Hornbys Romanfiguren sind aelter geworden. Es geht nicht mehr um die Frage, was man aus seinem Leben machen will, wenn Illusionen und Traeume zerschmelzen und die Realitaet einzug haelt. In Juliet, Naked geht es um Personen, die ihre Illusionen schon lange verloren haben und nun vor der Frage stehen, was sie die letzten 15 oder 20 Jahre eigentlich gemacht haben. Diesen fuer Hornby neuen Ansatz fand ich ansprechend, vielleicht weil ich selber aelter werde, aber leider wurde der Roman eher eine Enttaeuschung. Die Handlung ist konstruiert bis ueber die Grenzen der Glaubwuerdigkeit. Die einzige Person, die ich gelungen finde, ist Annie. Was sie durchlebt, kann ich gut nachvollziehen (und dabei bin ich ein Mann), waehrend Tucker und Duncan fuer mich ziemlich fremd und oberflaechlich dargestellt bleiben. Dabei haette gerade Duncan das Potenzial zu einer tiefergehenden Betrachtung. Leider ist auch die lockere Sprache Hornbys verloren gegangen. Nur gelegentlich findet sich der Sprachwitz, der fuer mich bisher einen groessen Teil des Lesevergnuegens bei Hornbys Werken ausmachte. Ich will nicht sagen, dass ich mich bei der Lektuere gelangweilt habe, aber ich wuerde jedes einzelne andere Werk von Hornby "Juliet, Naked" vorziehen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht der Beste Honrby, 15. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Taschenbuch)
Wie viele liebte ich Fever Pitch, High Fidelity, About a Boy und A long way down. How to be good hat mich schon gelangweilt und jetzt auch ebenso Juliet Naked. Mir kommt vor, dass Nick Hornby männliche Figuren wesentlich treffender charakterisieren kann. Mit weiblichen Portagonisten kommt er nicht so klar. Ich als Frau konnte mich weder in Katie aus How to be good noch in Annie aus Juliet Naked reinfühlen (Warum eigentlich immer diese Verniedlichungsform von Frauennamen?).

Interessant am Buch und sehr treffend beschrieben war dieses Fandom-Milieu. Jeder der mal Fan-Homepages und Foren im Internet angeschaut hat, weiß: ja genau so ist es. Der ein oder andere Leser/Leserin wird sich darin wohl selbst wiederentdecken.

***Achtung Spoiler***
Was mich an dem Buch so stört, ist leider wieder ein Mal (wie so oft in letzter Zeit in der zeitgenössischer Literatur verbreitet) die Reduzierung der Frau auf die Mutterrolle. Die kinderlose Annie hat Torschlusspanik. Anscheinend auch im 3. Jahrtausend für viele immer noch undenkbar, dass die Mutterschaft nicht die einzig mögliche Erfüllung für eine Frau ist. Gegen Ende hin verhält sie sich zunehmend irrational: sie kopuliert sehr unromantisch mit dem alternden Ex-Rockstar Tucker Crowe, der bereits 5 Kinder von 4 verschiedenen Frauen und somit jede Menge Probleme hat. Sie täuscht ihn über die Verwendung von Verhütungsmitteln. Das Ende ist offen: ist Annie schwanger? Kehrt sie zurück zu ihrem Ex Duncan? Folgt sie Tucker in die USA? Der Autor wusste wohl keine Lösung und so wir leider auch nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht der beste, aber ein guter Hornby, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Gebundene Ausgabe)
Zu Beginn der Lektüre (des englischen Originals) war ich etwas befremdet: die Geschichte über eine leicht skurrile Fangemeinde eines amerikanischen Singer-Songwriters namens Tucker Crowe, der Mitte der 80er Jahre unter mysteriösen Umständen seine bis dahin nicht wirklich ertragreiche Karriere beendet hatte und sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte, klang zunächst wie eine bei englischsprachigen Autoren beliebte Fingerübung: man nehme einen relativ unbekannten Künstler, dieser wird von einem kunstbeflissenen Anhängen wider Erwarten aufgespürt und ein bis dahin gut gehütetes und Legenden bildendes Geheimnis wird (möglicherweise) aufgedeckt. Zum Glück: es kam anders. Der vermeintliche Anführer der Fangemeinde, Duncan, unternimmt mit seiner Lebensgefährtin Annie eine Reise durch die USA und zwar entlang der markanten Stationen, die die Karriere von Tucker Crowe geprägt haben, darunter der Ort, an dem er sein Dasein als Musiker an den Nagel hängte, das Haus einer besungenen Angebeten, Julie, die dem berühmtesten Album Crowes, Juliet, die Grundlage gab, und andere Plätze, die gemeinhin kein herkömmlicher Tourist jemals hätte finden wollen geschweige denn können. Annie ist jedoch mit der Beziehung zu Duncan unzufrieden und dies gipfelt darin, als sie zur unerwarteten Neuerscheinung eines Albums von Crowe, einer akustischen Version von Juliet, genannt Juliet, Naked, eine Meinung postuliert, die diametral entgegengesetzt zu der steht, die Duncan in das Forum der Fangemeinde gepostet hat. Duncan sieht die gemeinsame Basis dadurch beschädigt, begeht sogar einen Seitensprung, der, als er ihn beichtet, zur endgültigen Trennung führt. Das alles wäre als Gesellschaftsstudie schon interessant und durch die wunderschöne und metaphorische, selbst für nur gelegentlich englisch Lesende gut verständliche und doch komplexe Sprache Hornbys auch lesenswert. Aber er setzt natürlich noch einen drauf und offenbart Tucker Crowes wirkliches Leben. Dieser offenbar sich unter einem Pseudonym gegenüber Annie und ab da nehmen die Dinge einen regelrecht chaotischen Verlauf. Crowe muss sich auf einmal mit der Kollision zwischen seiner Künstleridentität und der Realität, aber auch mit seinen zahlreichen Verfehlungen als Ehepartner und vielfacher Vater auseinander setzen – von denen die Fangemeinde selbstverständlich nichts ahnt –, besucht sogar Annie in England und sieht sich auf einmal mit einem Vielfachen an menschlicher und künstlerischer Verantwortung konfrontiert, als mit der Menge, die er eigentlich zu ertragen bereit gewesen wäre. Das Ende muss natürlich offen bleiben, aber es kann durchaus verraten werden, dass Hornby ganz meisterhaft immer weitere Häutungen der Zwiebel namens Wahrheit vornimmt, ohne am Ende zu einer allgemeingültigen Lösung zu führen, dabei immer wieder Gesprächssequenzen und Situationsschilderungen einstreut, die regelrecht zum lauten Hinauslachen animieren, aber trotzdem die ganze menschliche, emotionale Tragik aller Beteiligten nicht unberücksichtigt lässt. In der Reihe der zahlreichen Hornby-Romane ist Juliet, Naked sicher nicht mein Lieblingsroman, aber er zeigt bei einem scheinbar langweiligen Thema sein ganzes Können und der Leser muss sich immer wieder dazu bekennen, vorschnelle Schlüsse gezogen zu haben, die im Laufe der Geschichte widerlegt werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich als großer, 14. November 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Gebundene Ausgabe)
Nick Hornby Fan habe ich echt gefreut, als ich das Buch in der Bibliothek entdeckt habe. Der Anfang war dann auch noch ganz vielversprechend: Paar fährt ihrem, besser: "seinem", Idol (natürlich Rockstar)hinterher und besucht denkwürdige Stationen seiner Karriere. Der Rest ist allerdings unglaublich langweilig und zieht un schleppt sich so dahin: Paar trennt sich, sie bekommt per Mail Kontakt zu dem Star. Dessen Leben wird dann auch noch geschildert. Also ich hab nicht verstanden, was mir dieses Buch sagen will. Ja klar, wir werden alle älter und auch ein Rockstar braucht irgendwann eine Brille und muss sich um Versicherungen und Rasenmäher kümmern. Und eine Beziehung kann nach 15 Jahren scheitern. Also nix neues. Und auch nicht unterhaltsam, da schlecht erzählt und ohne Wortwitz geschrieben. Es liest sich erstaunlich hakelig und man "stolpert" des öfteren über Schachtelsätze und die unrunde Erzählweise. Also ich wäre nicht drauf gekommen, dass es sich um ein Buch von Hornby handelt. Enttäuschend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend oberflächliches Buch, 6. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Taschenbuch)
Hornby war noch nie niemals mein Liebling, zugegeben, doch einige seiner Bücher waren durchaus ganz nett geschrieben und auch von der Idee her ansprechend und kreativ. Mit Juliet Naked hat er es jedoch geschafft, selbst diese Eigenschaften vollständig zu verlieren.

Aus mir unerfindlichen Gründen musste ich dieses Buch für das Studium lesen und es tut mir leid um das ausgegebene Geld. Den Charakteren mangelt es an Tiefe und der Handlung an Originalität: Eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die aus alltäglichen Gründen zerfällt und ein alltäglicher Umgang seitens der Personen damit; wobei im Alltag die Personen nicht so flach sind.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es fehlt ein wenig der Humor..., 26. März 2010
Von 
Nordlicht (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Taschenbuch)
Die Geschichte einer scheiternden Beziehung, all die Jahre zusammen gehalten durch die Einsamkeit des Lebensortes und das gemeinsame Interesse für Kunst. Auf er einen Seite eine Frau, die Kindlosigkeit und Mangel an Perspektive frustriert, auf der anderen ein Mann, dessen Lebensinhalt ein Songwirter der 80er ist, der vor 20 Jahren verstummte und von der Bildfläche verschwand.
Ein neues Album - unbearbeitete Rohfassungen seines letzten Plattenerfolgs, sorgt für die Implosion einer Beziehung und zweier Leben. Und dann taucht der Musiker selber in dem beschaulichen englischen Küstenstädtchen auf - mit einem Sack voller Probleme und ohne all das Feuer und die Lebensweisheit, die seine Songs durchzogen.

Juliet, Naked ist ein schönes Buch - ein Liebesroman, wie er typisch für die Feder von Hornby ist. Allerdings fehlt ein wenig des Humors, den "About a Boy" oder "High Fidelity" so besonders machen. Zwar schmunzelt man immer wieder im Verlauf der Geschichte, aber genau so oft mischen sich traurige Momente und Erinnerungen in den Lesegenuß. Auf jeden Fall ist es ein typischer Hornby und wird den meisten Lesern seiner Bücher gefallen. Für mich nicht sein bestes Werk und bei weitem nicht so ein überraschender Genuß wie "Slam!", aber immer noch klasse!
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Direkt aus dem Leben gegriffen, 11. September 2009
Von 
Deborah (Tübingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Gebundene Ausgabe)
Nick Hornby hebt sich mit seinen Büchern stark von den vielen Romanen ab, mit denen unser Markt überschwemmt wird. Einzigartig sind seine fein herausgearbeiteten, nuancierten Charaktere und seine Sprache, die ,auf künstlerisch hohem Niveau, doch nie abgehoben sondern wie direkt aus der Umwelt gegriffen, wirkt.
In seinem neuesten Roman "Juliet, Naked" kehrt Hornby zu uns teilweise bekannten Wurzeln zurück - seiner Liebe zu Musik und deren Einfluss auf die Menschen, wie sie ja auch in "High Fidelity" eine große Rolle spielte.
Mit Hornby sind nun auch seine Charaktere allesamt älter geworden. Und diese Personen passen so überzeugend in unsere desillusionierte Gesellschaft von heute: der vergessene Musiker, der realisiert, dass er sich sein Leben verbaut hat, der besessene Musikfan, der seine Zeit und sein Leben eben diesem Musiker widmet und die Frau, die das Gefühl hat, die letzten fünfzehn Jahre ihres Lebens verpasst zu haben. Allesamt bedauerliche Menschen mit denen wir uns aber sehr gut identifizieren, oder die wir wenigstens verstehen, können - Menschen, wie Hornby sie in jedem seiner Bücher beschreibt.
Dem fiktiven Tucker Crowe, der zentralen Figur, hat er eine komplett überzeugende Hintergrundgeschichte gegeben - ich habe zu Beginn sogar gegoogelt, ob es diese Person tatsächlich gegeben hat. Neben erfundenen Wikipediaeinträgen mit Werkauflistung und erdachter Internetplattform ist vor allem Crowes privater Hintergrund, der im Laufe des Buches immer weiter aufgedeckt wird, komplett überzeugend. Und auch die Handlung, die zu Beginn noch etwas vor sich hinplätschert, steckt voller überraschender Wendungen und hat ein unvorhersehbares Finale.
Leider ist es das Finale, das mit etwas enttäuscht hat:

**SPOILER**

Am Ende wird klar, dass Tucker trotz Herzinfarkt nichts gelernt hat aus seinem Leben; Annie,
desillusioniert, beschließt ihm, ohne sein Wissen in die USA zu folgen. Außerdem ist unklar, ob sie nicht sogar ein Kind von ihm erwartet. Sie wäre also nichts mehr als die nächste Kurzbeziehung mit unehelichem Kind.

***

Das Ende ist komplett offen, die Personen haben sich nicht weiterentwickelt und ich hatte schlussendlich das Gefühl einer gewissen Sinnlosigkeit: warum überhaupt ein solches Buch lesen, wenn es nicht ermutigt, und nicht wenigstens einen kleinen Hoffnungschimmer am Horizont lässt, dass sich etwas geändert hat (wie z.B. in "About a Boy").
Also, für alle Nick Hornby Fans ein Muss. Wer seine Werke wie "About a Boy", "High Fidelity" und vielleicht vor allem "A Long Way Down" mochte, wird sicher auch von "Juliet, Naked" nicht (oder kaum) enttäuscht. Auch sonst würde ich es jedem empfehlen, der gerne moderne britische Literatur liest und sich nicht so leicht von depressiven Charakteren und einer (vielleicht of zu) realistischen, nicht romantisierten Story abschrecken lässt.
Gute 4 Sterne
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen High Fidelity 2.0 - oder doch 0.5?, 24. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Taschenbuch)
Als ich 2009 erfuhr, dass Nick Hornby wieder einen Roman veröffentlichen würde, in dem Musik eine Rolle spielt, hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Er ist tatsächlich dann am besten, wenn er über Musik schreibt. Auf Juliet, Naked musste ich ich dann doch etwas länger warten und als es letzte Woche hier ankam, war ich tatsächlicher voller Vorfreude, doch leider hielt das Buch nicht ganz, was es versprach.

Mir wirkte die Geschichte von Duncan, Annie und dem Rockmusiker Tucker Crowe, der durch scheinbar mysteriöse Umstände vor über zwanzig Jahren aufhörte, Musik zu produzieren, zu sehr wie High Fidelity 2.0 (inkl. einem unsympathischen männlichen Hauptcharakter - Duncan -, der anscheinend nicht fehlen durfte) und bereits auf den ersten fünfzig Seiten scheint klar zu sein, welche Richtung der Roman nehmen wird. Trotz eines kleinen Twists kurz vor Schluss, scheint das offene Ende eben doch zu dem zu führen, was sich zu Beginn abzeichnet. Schlecht ist der Roman jedoch nicht. Die 248 Seiten lesen sich gut und mitunter ist Hornbys Erzählung wirklich klasse, weist aber, obschon er keine 500 Seiten umfasst, ein paar Längen auf, die den Gesamteindruck schwächen. Lesenswert ist Hornbys Roman allerdings dennoch, auch wenn es nicht Hornbys bestes Buch ist (und schon garkein neues "High Fidelity").
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn nur das Ende nicht wäre ..., 16. Oktober 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Gebundene Ausgabe)
"They had flown from England to Minneapolis to look at a toilet." Um besagte Toilette ranken sich in der kleinen Internet-Fan-Gemeinde des ehemaligen Singer/Songwriters Tucker Crowe unzählige Gerüchte, seit sich dieser vor 20 Jahren nach einem Besuch derselbigen plötzlich aus dem Musikbusiness zurückzog und vollständig aus der Öffentlichkeit verschwand. Auch im Alltag von Annie und Duncan, die als kinderloses Paar in einem kleinen Badeort an der englischen Küste leben, dreht sich vieles um den verschwundenen Künstler. Als unerwartet ein Demoband auftaucht, das unbearbeitete Songs aus dem erfolgreichsten Tucker Crowe-Albums "Juliet" enthält und unter dem Namen "Juliet, Naked" veröffentlicht werden soll, kommt es über den künstlerischen Gehalt der Neuveröffentlichung zum Streit. Duncan geht fremd und wird von Annie, die plötzlich die Sinnlosigkeit ihrer langjährigen Beziehung erkennt, vor die Tür gesetzt.

Als weitere Resonanz auf ihre im Internet veröffentlichte Rezension von "Juliet, Naked" erhält Annie eine e-Mail von Tucker Crowe persönlich und stellt im Verlauf des sich vertiefenden Kontakts fest, dass die Realität im Leben des alternden Ex-Stars deutlich von dem abweicht, was im Internet an Gerüchten und Mutmaßungen über Tucker Crowe existiert. Was Annie nicht davon abhält, sich langsam aber sicher in Tucker zu verlieben.

"Juliet, Naked" handelt von sinnlosen Beziehungen, von Musik, vom Verhalten von Fans im Internetzeitalter, von verlorener Zeit. Über weite Strecken knüpft Nick Hornby dabei nahtlos an seine meiner Meinung nach besten Bücher "Fever Pitch" und "High Fidelity" an. Herrlich ironische Dialoge treffen auf exakte Beobachtungsgabe (als Beispiel sei hier die gnadenlose Beschreibung von Annies Wohnort Gooleness genannt, einem typisch (?) englischen Seebad, dass seine besten Zeiten längst hinter sich hat und das als kulturellem Höhepunkt der Eröffnung einer Ausstellung über das Jahr 1964 entgegensieht, in der sich vieles um ein Haiauge dreht ...). Die Schwächen der handelnden Personen werden sehr pointiert und zum Vergnügen des Lesers auch häufig überspitzt dargestellt, die Charaktere wirken dabei aber trotz (oder gerade wegen ?) ihrer Erfolglosigkeit und ihrer weitestgehenden Unfähigkeit, ihr eigenes Leben in Ordnung zu bringen, zunächst durchaus glaubwürdig und bei allen Schwächen sogar liebenswert.

Kurzum, ein Buch, bei dem man häufig schmunzeln und manchmal auch laut lachen muss, und bei dem man mit Spannung auf den Schluss wartet, denn man fragt sich stets, auf welchen Ausgang dieses komplette Beziehungschaos wohl zusteuert. Doch je näher man dem Schluss des Buches kommt, um so deutlicher scheint mir zu werden, dass auch Hornby leider kein wirklich guter Schluss für seine Geschichte eingefallen ist. Annie, die als Ursache ihres unerfüllten Lebens ihre Kinderlosigkeit entdeckt hat, verzichtet bei einem One-Night-Stand mit Tucker bewusst auf Verhütungsmittel, um zumindest dieses Problem aus der Welt zu schaffen und verlässt das verstaubte und weitergehende persönliche Änderungen unmöglich machende England in Richtung Amerika. Tucker findet durch ein Gespräch mit seinem größten Fan Duncan den Glauben an seine musikalischen Fähigkeiten wieder und veröffentlicht ein neues Album, das bei seinen treuen Anhängern in der Internet-Community jedoch gnadenlos durchfällt. Ob es zwischen Annie und Tucker zu einer echten Beziehung kommt, bleibt offen, ebenso bleiben die Konflikte zwischen Tucker und seinen Kindern, die zuvor in großer Ausführlichkeit thematisiert wurden, ungelöst.

Das Verhalten der Hauptpersonen am Ende der Geschichte überrascht den Leser (zumindest mich) negativ, die bis dahin überzeugenden Charaktere wirken jetzt unglaubwürdig, das Ende konstruiert. Mein Fazit: Die Geschichte hätte ein besseres Ende verdient gehabt (womit keineswegs ein typisches Happy-End gemeint ist). Da sich die Schwächen des Romans allerdings auf die letzten paar Seiten des Buches beschränken, kann ich die Lektüre allen Hornby-Fans und solchen, die es werden wollen, trotzdem empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meister seines Faches, 8. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Juliet, Naked (Gebundene Ausgabe)
Wieder mal beweist Hornby, ein Meister seines Faches, dass er nie zu abgegriffenen Szenarien greift, liebenswert-skurile und doch weitgehend glaubwürdige Charaktere zu zeichnen vermag, immer dabei seinen angelsächsischen (or whatever) Sinn für feinen Humor einzuflechten versteht und kurzum seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln versteht. Ohne zu einer Inhaltsangabe anzusetzten (dazu gibt es bereits genügend Informationen), möchte ich allerdings einen Moment beim Endes des Buches verweilen: Zwar hätte ich selbst keine Ahnung gehabt, wie die Geschichte hätte ausgehen sollen, ohne dass ihr auch nur ein Hauch von Schmalzigkeit anhaften würde und wo doch meinem Wunsch nach einem Ende im Sinne von "Und-alle-waren-etwas-weniger-einsam" genüge getan worden wäre. Und doch hatte ich mir einen etwas befriedigenderen finalen Kunstgriff von Hornby erhofft als den, den er tatsächlich gewählt hat. Ich blieb etwas ratlos zurück, kann dies aber durchaus verzeihen in Anbetracht des insgesamt Gelungenen.
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Juliet, Naked
Juliet, Naked von Nick Hornby (Taschenbuch - 5. Januar 2010)
EUR 8,10
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