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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar und traurig, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Wolf Totem: A Novel (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beschreibt elf Jahre aus dem Leben des Han-Chinesen Chen, die er nach der Kulturrevolution bei den nomadisch lebenden Monogelen in der zu China gehörenden inneren mongolischen Provinz verbringt.
Dabei lernt er die Lebensphilosphie dieser Nomaden kennen, die seit Jahrtausenden im Einklang mit der dortigen natürlichen Umwelt, dem wilden Grassland, leben. Diese ist das Wolf-Totem. Der Autor beschreibt sein Leben und wie sich sein Denken im Laufe der Zeit verändert und wie er begreift wie das Wolf-Totem auf wunderbare Weise das Leben und Überleben der Menschen in dieser extrem harten Umwelt auf die Dauer ermöglicht. Der Wolf ist dabei ein sehr wichtiger Teil des natürlichen Gleichgewichts.
Die Beschreibungen der Auswirkungen des dauernden Konkurrenzkampfes des Wolfes mit dem Mensch und den anderen Tieren wird durchaus stellenweise auch repititiv und ermüdend, aber dadurch auch sehr einprägsam dargestellt. Ich habe noch nie eine emotional ergreifendere Darstellung eines biologischen Gleichgewichts gelesen.
Ich möchte dem Ende der Geschichte nicht vorgreifen, aber Umweltprobleme in China sind ja durch die Olympiade international bekannt geworden. Deswegen ist dies ein sehr wichtiges Buch, das jeder, dem ein harmonischen Leben des Menschen in einer natürlichen Umwelt am Herzen liegt, gelesen haben sollte. Die Wirkung stellt sich ganz von selbst ein...

Wolf Totem
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5.0 von 5 Sternen an impressive book, 5. März 2013
Von 
Lucy M. "cute & cool" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wolf Totem (Taschenbuch)
Mongolei - Steppenland

Der Wolf ist den Völkern des Graslandes Urahn, Lehrmeister, Kriegsgott und Vorbild zugleich. Wölfe waren es, die das Grasland vor ökologischen Katastrophen schützten, und Nomadenvölker zollen dem Tier schon seit Jahrhunderten höchste Verehrung. Im spirituellen Leben der Graslandbewohner war der Wolf ihr Totem, im täglichen Überlebenskampf ihr Feind.

Der Bestand der Wölfe ist ein ökologischer Index für Grasland. Sind die Wölfe verschwunden, hat das Grasland seine Seele ausgehaucht. Die Natur hält da Gleichgewicht zwischen Tier und Mensch. Die Fähigkeit eines Volkes zu eigenem Schutz und Selbstverteidigung ist die Grundlage seines Überlebens. Die Menschen und Wölfe des Graslandes sind im harten Konkurrenzkampf die einzigen gesetzten Spieler, die eine Chance haben zu überleben.

Jedoch im Kampf zwischen Viehzüchtervolk und Wolfsrudeln herrscht ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis und es gibt eine ganz einfache Logik des Graslandes, die schlicht und einfach der objektiven Entwicklung folgt. Die Bewohner des Graslandes haben gelernt, mit Wölfen zusammen zu leben. So eine Art Stilleben verwoben mit gewaltigen kriegerischen Strategien und Kämpfen zwischen den Fronten. Dieses Zusammenspiel von Ursache und Wirkung zwischen den Kreaturen dieser Welt prägte die Menschheitsgeschichte.

Der Roman Wolf Totem greift, zu Recht, sehr hart die menschliche Ignoranz gegenüber der Umweltzerstörung an. Er zeigt die Verhältnisse während der Kulturrevolution in den 60er Jahren, als die chinesischen Studenten in die Innere Mongolei geschickt wurden, um das Leben der nomadischen Viehzüchter kennen zu lernen. Viele von ihnen wurden von der Faszination, die von der mongolischen Kultur und ihren Traditionen, die sehr von der urtümlichen Schönheit des Graslandes und des mongolischen Wolfes beeinflusst werden, ausgeht, in ihren Bann gezogen. Die Arglist und die Weisheit der Wölfe, ihre hohe Kriegskunst und ihr unbeugsamer Charakter, die Liebe und der Hass der Graslandbewohner und die magische Anziehungskraft der Wölfe haben Chen Zhen dazu bewegt, eine untrennbare Verbindung einzugehen. Er beschließt ein Wolfsjunges aufzuziehen, um das Verhalten der Wölfe zu studieren und eine Kreuzung Wolf/Hund zu züchten. Chen liebt seinen kleinen Wolf über alles, aber die nicht artgerechte Haltung des Tieres hat mich unsagbar berührt. Doch der kleine Wolf wusste sich oft selbst zu helfen.

Ich war total fasziniert von der Klugheit und dem Mut der Wölfe und umso mehr das Buch dem Ende näher kam, umso mehr habe ich mich auf ihre Seite gestellt. Das Buch ist wirklich faszinierend und zeichnet das harte Leben der Viehzüchter in voller Härte aus. Auch die Angst vor dem Fortschritt und das drohende Unheil der Zerstörung des Graslandes war ein ständiger Begleiter der Steppenbewohner.

Mit dem Einzug von Han-Chinesen in das Grasland, hat auch der Einzug der Ausrottungskampagne mit barbarischen Methoden begonnen. Ich war entsetzt, traurig, empört und zutiefst bewegt. In weniger als einem halben Jahrhundert wurde das Grasland zerstört. Da bleibt nur noch zu sagen: Der arme kleine Wolf, der arme große Wolf, die armen Tiere des Graslands.

Kritik: Obwohl mir klar ist, dass alle Warnungen der Mongolen bei den skrupellosen Han-Chinesen auf taube Ohren gestoßen sind, muss ich dem Autor anlasten, dass die immer wiederkehrende Wiederholung über die ökologische Erhaltung des Graslands, die stilistische Erscheinung des Buches etwas in Mitleidenschaft gezogen hat. Es war zwar immer eine andere Situation und aus der Sicht eines anderen geschildert, aber trotzdem eine Wiederholung.

Dem Buch gebe ich trotz dieser Kritik 5 Sterne, weil ich einfach absolut überwältigt bin von der erzählerischen Leistung und der Umsetzung der Buchidee. Das Buch mag zwar als Erstlingswerk seine Mängel haben, aber ich bin der Meinung, weil es lt. Klappentext in China das meist gelesene Buch ist, dazu beitragen wird, das Kriegsbeil zwischen Mensch und Wolf zu begraben.

Ich kenne mich in der politischen Welt zwischen China und der Mongolei überhaupt nicht aus, aber mein Wunsch ist, das Buch möge helfen, die Verbindung zur Natur nicht zu verlieren und die Steppenlandschaft mit ihren Tieren zu bewahren!
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Wolf Totem
Wolf Totem von Jiang Rong (Taschenbuch - 26. März 2009)
EUR 12,04
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