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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als Puddingkochen
Nachdem ich mit Begeisterung Jane Austen Romane gelesen habe machte ich mich auf die Suche nach anderen englischen Autorinnen jener Zeit und traf auf Charlotte Bronte und Jane Eyre.

Aufgemacht wie eine Autobiografie werden zuerst Janes Kinder- und Jugendjahre beschrieben. Jane Eyre wächst bei der reichen Familie ihres Onkels auf, sie ist Vollwaise. Als ihr...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2007 von Radiocat

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ... dass sich der Verlag nicht schämt, so etwas zu veröffentlichen....
ist mir ein Rätsel. Aber gut, ist ja bekannt, dass es mehr schlechte Hörbücher gibt als gute auf der Welt und wirklich gute, die ich gern und immer wieder höre, finde ich nur sehr schwer, das muss ich der Fairness halber anmerken: mein Anspruch ist möglicherweise sehr hoch.
...Dennoch maße ich mir an, zu meinen, dass Grundlagen fehlen...
Veröffentlicht am 6. August 2010 von Remmirath


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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als Puddingkochen, 3. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Penguin Popular Classics) (Taschenbuch)
Nachdem ich mit Begeisterung Jane Austen Romane gelesen habe machte ich mich auf die Suche nach anderen englischen Autorinnen jener Zeit und traf auf Charlotte Bronte und Jane Eyre.

Aufgemacht wie eine Autobiografie werden zuerst Janes Kinder- und Jugendjahre beschrieben. Jane Eyre wächst bei der reichen Familie ihres Onkels auf, sie ist Vollwaise. Als ihr Onkel stirbt wird sie von ihrer Tante und besonders ihrem Cousin schwer schikaniert. Sie rebelliert und wird in ein Internat für arme Waisenkinder gesteckt. Auch die Jahre auf der Schule sind hart und grausam doch wie durch ein Wunder überlebt die kränkliche, blasse Jane auch diese Zeit. Nach der Schule und nachdem sie dort einige Jahre selbst Lehrerin gewesen war, möchte Jane mehr von der Welt sehen und sucht sich eine Stelle als Gouvernante. Sie landet im düsteren Haus von Mr.Rochester. Dieser ist fasziniert von Janes scharfer Intelligenz, ihrer ehrlichen Natur und ihrem Mut, sie verlieben sich. Doch Janes seltenes Glück währt nicht lange, denn Mr.Rochesters Haus birgt ein dunkles Geheimniss aus der Vergangenheit seines Besitzers...

Jane Eyre ist mir im Laufe des Buches zu einer meiner liebsten Romanheldinnen geworden. So viel Unglück, Grausamkeiten und Schmerz Jane auch wiederfahren ist, hat sie nie daran gedacht aufzugeben. Charlotte Bronte hat damals mit Jane eine ganz neue Art von Romanheldinnen geschaffen. Eine Frau, die sich weder durch Schönheit, Sittsamkeit noch durch Geld auszeichnet sondern mit einem scharfen Verstand und die dazu noch Rechte einfordert die zur damaligen Zeit nur Männern vorenthalten waren.
Die Atmosphäre ist im ganzen Buch düster, leicht unheimlich und passt zu Jane Eyre und Mr.Rochester. Auch das Ende ist kein klassisches happy ending es trägt einen dunklen Nachgeschmack.
Den Roman habe ich sehr gerne gelesen und er hat mir sehr viel gegeben. Und obwohl schon 150 Jahre alt, lässt sich Charlotte Brontes plastischer Schreibstil gut und flüssig lesen. Vorallem für Frauen (gerne auch für Männer) ist Jane Eyre ein Stern am ewigen Literaturhimmel und wärmstens zu empfehlen
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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinreißend!, 21. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist einfach ein Klassiker und es lohnt sich absolut es in der Originalsprache zu lesen, auch wenn man mit dem herkömmlichen Schulenglisch schon mal ins Stolpern kommt. Aber der Witz und die Intelligenz der Protagonisten kommt auch so hundertprozentig rüber!

Über den Inhalt will ich mich nicht auslassen, nur so viel: Der Mittelteil erinnert an Jane Austens Pride&Prejudice, nur, dass in Charlotte Brontes Buch die Protagonisten nicht ganz so eindimensional und brav erscheinen. Jane und Mr. Rochester haben zwar beide ihre Prinzipien und sind im Grunde "gut", aber sie sind weder perfekt noch tun sie so als ob. Die Vor- und Nachgeschichte zur Romanze zwischen Jane und ihrem "Herrn" gibt der Geschichte eine zusätzliche Dimension und macht sie irgendwie "greifbarer". Ms. Bronte zeichnete keine kitschig-süße Fantasiewelt, in der immer alles schwarz oder weiß sein muss. Sie zeigt uns, dass es wichtig ist, trotz allen Widrigkeiten des Lebens uns selbst und unseren Prinzipien treu zu bleiben. Und natürlich, dass es sich lohnt, um seine Liebe zu kämpfen.

Fazit: Preis ist mehr als ok, Geschichte teils spannend, teils romantisch und man nimmt auch noch ein paar gute Gedanken mit! Volle Punktezahl!!!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der englischen Erzählliteratur, 19. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre: Roman (Taschenbuch)
Brontes Roman Jane Eyre folgt in vielerlei Hinsicht dem Muster des Entwicklungsromans, so wie es durch Goethes Wilhelm Meister geprägt wurde und durch Thomas Carlyles Goethe-Übersetzung Eingang in die englische Literatur fand. So verfolgt der Leser die 'apprenticeship' seiner Heldin von der Kindheit bis zur Heirat und dem Finden ihres Platzes in der Gesellschaft. Ähnlich wie David Copperfield und Oliver Twist ist auch Jane ein Waisenkind, die ihrer Umwelt erhebliche Widerstände entgegen setzen muß, um für sich einen bescheidenen Lebensraum zu finden. In allen Prüfungen, die ihr vom Leben auferlegt werden (Tod der Freundin, tragische Liebesgeschichte, etc,), verletzt sie nie ihre moralischen Wertvorstellungen und beweißt stets Mut und Entschlossenheit. Da der Roman als fiktive Autobiographie als Ich-Erzählung verfaßt und aus der Retrosperktive geschildert wird, ergeben sich stets interessante Konstellationen zwischen erzählendem und erlebendem Ich. Brontes Werk ist nicht nur ein Klassiker der englischen Erzählliteratur, sondern auch ein frühes Dokument, des imaginären Erprobens neuer Aktions- und Handlungsräume der Frau im 19. Jahrhundert. Schonungslos ist der Roman auch als zeit-und gesellschaftskritisches Portrait , das in vielerlei Hinsicht mit den eigenen Erfahrungen der Autorin durchsetzt ist: das oft menschenfeindliche und erbamungslose englische Schulwesen und vor allem die beschränkten Möglichkeiten, die sich einer Frau zur Zeit des Viktorianismus boten, um ihren eigen Lebensunterhalt zu verdienen.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss man gelesen haben!, 28. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre: Roman (Taschenbuch)
Jane Eyre ist eines der wunderbarsten Bücher, die ich je gelesen habe. Charlotte Bronte war ihrer Zeit weit voraus. Sie beschreibt eine sehr charakterstarke Frau, die feste Prinzipien hat, die sie immer streng einhält - selbst wenn sie dabei ihre große Liebe zu verlieren droht. Jane Eyre ist trotz negativer Kindheitserfahrungen - sie wächst u.a. bei einer Verwandten auf, die ihr alles andere als Liebe, Vertrauen und Verständnis entgegen bringt - ein äußerst gradliniger Mensch. Noch dazu ist sie sehr offen, ehrgeizig und wissbegierig, was für Frauen in dieser Epoche sehr ungewöhnlich ist. Außerdem hat Jane eine starke Kämpfernatur, sie verfolgt ihren Weg trotz vieler Rückschläge. Die Geschichte der Jane Eyre fasziniert mich immer wieder. Lese ich dieses Buch, bin ich fast ein Teil der Handlung, denn der Stil, in dem Charlotte Bronte schreibt, fesselt den Leser ungemein. Um diese Geschichte zu beschreiben und zu rezensieren, reichen einige kurze Worte gar nicht aus. Es ist ein Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte und Jane ist eine Frau, an der man sich ein Beispiel nehmen kann.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der Weltliteratur, 18. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Taschenbuch)
Jane Eyre wächst unter schweren Bedingungen im Waisenhaus und bei lieblosen Verwandten auf. Als junge Frau kommt sie als Erzieherin auf den abgelegenen Herrensitz Thornfield, wo sie die kleine Nichte des düsten Mr. Rochester unterrichten soll. Zwischen dem älteren, reichen Gutsbesitzer und der zurückhaltenden, aber klugen Jane entsteht schon schnell eine besondere Verbindung, die in einem überraschenden Heiratsantrag mündet. Für die überglückliche Jane scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, aber ihr Leidensweg ist noch nicht vorbei, denn Mr. Rochester hütet ein dunkles Geheimnis ...
Dieser überaus spannende Roman besitzt alles, was ihn zu einem der besten Bücher aller Zeiten macht - schaurige Atmosphäre, flüssige, wundervolle Sprache und detaillierte Beschreibungen, lebensnah gezeichnete Charaktere mit Stärken und Schwächen, eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen. Die äußerlich schwache und innerlich so starke Jane Eyre ist eine der einprägsamsten Frauengestalten der Weltliteratur. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne liest und stundenlang in einem Schmöker versinken kann.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der schönsten Liebesgeschichten überhaupt, 27. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Penguin Popular Classics) (Taschenbuch)
Dies ist die romantsiche Liebesgeschichte der jungen Jane Eyre und Lord Rochester. Sie kommt, als Gouvernante, in sein Haus und gewinnt die Liebe des Hausherren. Kurz vor der Hochzeit muß sie jedoch erfahren, daß dieser bereits verheiratet ist. Enttäuscht läuft sie mittellos davon... Ein von der ersten Seite an spannender, autobiographisch erzählter Roman, der gerade durch die altertümliche, stilistische hervorrangende Erzählkunst den Leser in die Zeit der Jane Eyre versetzt und ihn auch erst am Ende des Buches wieder losläßt. Auch nach eineinhalb Jahrhunderten immer noch lesenswert
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Male and loved it!, 25. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Penguin Classics) (Taschenbuch)
I just read in the second-to-last review that the reader (from suburban D.C.) never met a man or a boy who liked this book. Well here's one! I am 23 years old and have just finished it for my literature class, but it's not unprobable I would have read it otherwise anyway, sience it is a classic. Anyway, I first of all think it was very well written with a fluent language. The main reason why I enjoyed it so much, though, is because of the way the writer seems to understand and symphatise with her characters (which are all very real), even for the ones that have faults she condemns. You might think I, being a man (or a boy), could not identify with Jane, but in many ways I could. Maybe because Charlotte Brontë is so superb in making her literal world coming alive, that I almost feel I'm there myself, or maybe just because Jane Eyre is the kind of person you'd want to be.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen CANONIZATION AND ITS EFFECTS, 28. Juli 2000
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Penguin Classics) (Taschenbuch)
About a year ago, my book group read, "Wide Sargasso Sea," Jean Rhys' 'pre-quel' to "Jane Eyre." In book group, we are frequently forced to give notice to the fact that a book varies with the age of the reader and that there are childhood books that belong to childhood while there are other books that grow with you throughout your life. With that in mind, I thought it would be fun to REread Jane Eyre. About half way through the book, I realized that I had never read it before: this was my first read! Interestingly, the woman who led the discussion on Wide Sargasso Sea had the identical experience. So did another. We decided that it was more than the movie in which the still only babyfat Orson Welles wished himself to be the romantic hero: Jane Eyre was so much a part of Western Culture that without actually having read the book, we knew it. Charlotte Bronte, writing at the very beginning of the 19th century, was a much better writer than many who followed her. George Sand's writing is more pretentious and more closely tied to the 18th century. While "Little Women" is a wonderful book to revisit, Louisa May Alcott's potboilers are tiresome. I can not get into Dickens or James Fenimore Cooper. Until you come upon writers who bridge the gap between the 19th and 20th centuries -- Edith Wharton springs to mind -- no one is quite as readable as Charlotte, unless it is one of her sisters.
That is not to say that the plot holds up. It is riddled with co-incidence that nearly undermines Bronte's intentions. However, her characters live and have dimension, even if their circumstances do not. So often, the infamous "canon" is criticized as being full of dead white European males. Charlotte is a woman whose work has shaped our thoughts and influenced us for nearly 200 years. I would say that Charlotte Bronte is part of the Western canon.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich, mitreißend und überzeugend - zeitlos!, 9. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Broschiert)
Als Charlotte Bronte diesen Roman schrieb, waren Romanheldinen grundsätzlich wunderschön, blütenrein, zart, unschuldig, und spätestens im letzten Drittel des Buches adlig. Miss Bronte versprach ihren Kolleginen, sie könne eine arme, unscheinbare Heroine erschaffen, die genauso interessant wie die handelsüblichen strahlenden Schönheiten sei. Dieses Versprechen hat sie gehalten.
Die Hauptfigur Jane Eyre verbringt ihre Kindheit als verachteter Außenseiter im Haus ihrer unfreundlichen Tante, bis sie beim ersten Aufbegehren gegen erlittene Ungerechtigkeit in ein Internat abgeschoben wird, dass wenigstens genauso schlimm ist. Nach einer mehrjährigen Erziehung ergreift sie den einzigen akzeptablen Beruf für eine gebildete Frau: sie wird Gouvernante in einem recht finsteren Haushalt mit einem noch finstereren Hausherren. Trotz der Launen des Herren und den unbeirrbaren Grundsätzen der Angestellten kommen die beiden sich näher...
Klingt das wie ein Klischee? Ist es auch, Jane Eyre ist, objektiv betrachtet, eine so zutiefst moralische, gehorsame, dienstbare Frau, dass man meinen sollte, ein moderner Leser könne sie gar nicht ertragen, und eine Leserin noch viel weniger. Und so offensichtlich, wie die Heldin eine Aschenputtelfigur ist, ist die Geschichte ein Märchen und nicht nur das Happy-End unrealistisch. Aber trotzdem ist die Geschichte absolut ueberzeugend und mitreißend, die Handlungen, Gefühle und Motivationen von Jane Eyre sind einleuchtend beschrieben. Und ihre Untergebenheit bezieht sich nur auf ihre Handlungen als Dienstboten, ihre Gedanken und Entscheidungen sind autonom, und ihre Emotionen sowie die archetypischen Situationen der Einsamkeit, der Verlassenheit, der Suche nach Freundschaft machen diesen Roman so überzeugend. Weitere Empfehlungen:
Die Eindringlichkeit dieser Geschichte wird verständlich, wenn man sich mit der Biographie der Autorin beschäftigt, und die Geschichte selbst erhält in dem Film "Sargasso Meer" einen völlig neuen Aspekt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Puddingkochen nichts für Frauen, 19. Dezember 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Gebundene Ausgabe)
"Es ist zwecklos zu fordern, der Mensch solle sich mit einem beschaulichen Leben zufriedengeben. Er braucht Betätigung und Abwechslung, und wenn er sie nicht findet, schafft er sie sich selbst. Millionen sind zu einer noch geruhsameren und eintönigeren Existenz verdammt als ich, und Millionen lehnen sich stumm gegen ihr Los auf. Niemand weiss, wieviel Aufruhr und Rebellion - abgesehen von politischer Empörung - in den Menschenmassen gären, die die Erde bevölkern. Frauen gelten im allgemeinen als sehr ruhig und sanftmütig, aber sie fühlen nicht anders als Männer; sie müssen ihre Begabungen ebenso erproben können wie ihre Brüder, und genau wie diese brauchen sie einen Bereich, in dem sie ihre Fähigkeiten entfalten können. Sie leiden unter allzu starker Einschränkung und er-zwungener Tatenlosigkeit nicht weniger als Männer; und es ist engstirnig, wenn ihre privilegierteren Mit-menschen sagen, sie sollten sich aufs Puddingkochen und Strümpfestricken, aufs Klavierspielen und Taschenbesticken beschränken. Es ist gedankenlos, sie zu verurteilen oder sich über sie lustig zu machen, wenn sie bestrebt sind, mehr zu tun oder zu lernen als das, was Tradition und Sitte ihrem Geschlecht zubilligen."

Aus Jane Eyre" von Charlote Bronte, Verlag Philipp Reclam 1990, übersetzt von Ingrid Rein, S. 173 f.

Kleine Anmerkung zum Roman.

Als der Roman 1847 erschien war er über Nacht ein grosser Erfolg, obwohl Charlotte Bronte darin die Religion und das Patriarchat, zwei Säulen der Gesellschaft, fadengerade und unzweideutig kritisiert hatte, obwohl sie es deshalb ratsam fand, den Roman unter einem Pseudonym zu veröffentlichen und obwohl ein grosser Teil der Kritik den Roman als höchst schädlich und antichristlich einstufte. Nicht zuletzt die oben zitierte Stelle hatte zu diesen Abqualifizierungen geführt. Nun, die Kritiker von damals kennt kein Schwein mehr, der Roman von Charlotte Bronte dagegen ist well und alive, weiterhin in vielen Ausgaben erhältlich und, last but not least, eine weiterhin lesenswerte und packende Geschichte.
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Jane Eyre (Penguin Popular Classics)
Jane Eyre (Penguin Popular Classics) von Charlotte Brontë (Taschenbuch - 25. Januar 2007)
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