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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Original ist unübertroffen
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu...
Veröffentlicht am 22. September 2007 von weiser111

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A great tale marred by incredibly mushy characters
This makes the third time I've read Dracula, and the third time that I've had to force my way through the middle half of the book. The story itself is very good, and it's easy for the reader to be swept up in Stoker's descriptions of the country where Dracula comes from. It can be VERY creepy at times, especially at the first and near the end, and contrary to some of...
Veröffentlicht am 26. Juni 2000 von William Parsons


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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Original ist unübertroffen, 22. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Gebundene Ausgabe)
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von heutigen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert darauf legt, dass ihm subtil erzeugte Schauder den Rücken herunterlaufen, der ist hier bestens bedient.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Original ist unübertroffen, 21. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Penguin Classics) (Taschenbuch)
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von heutigen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert darauf legt, dass ihm subtil erzeugte Schauder den Rückern herunterlaufen, der ist hier bestens bedient.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Faksimile Ausgabe zum 100. Todestag des Autors, 24. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schön aufgemacht in einer gelben Karton-Präsentationsbox die das Buch in einem roten, leinenbezogenen Schuber beherbergt. Nummerierte Ausgabe (limitiert auf 1000) inkl. einer Kopie des Originalvertrages zwischen Bram Stoker und dem Verleger A. Constable. Das Buch selbst eine wunderschöne Faksimile Ausgabe, selbst das Papier fühlt sich an wie aus einer anderen Zeit. Für Liebhaber schöner Bücher, Dracula Fans und Sammler ein Muss. Vielen Dank an den Verlag für dieses schöne Stück.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung und Lesevergnügen garantiert, 18. Mai 2002
Von Ein Kunde
Bram Stokers bekanntester Roman "Dracula" ist zweifelsohne ein literarisches Meisterwerk und hat auch heute noch nichts von seiner Gänsehaut-Spannung eingebüßt. Bram Stoker gelingt es hierbei hervorragend, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Meiner Meinung nach ist es ein Muss, dieses Werk in englischer Originalsprache zu lesen, was auch für den eher ungeübten Leser ohne weiteres möglich sein dürfte, da nur so die sprachliche Finesse, mit der Stoker "Dracula" geschrieben hat, zum Ausdruck kommt.
Ich bin von der besonderen Qualität dieser "Dracula"-Ausgabe fasziniert, denn sie übertrifft z. B. sogar den Film in ihrem Spannungsgehalt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Originalbiss in die Originalhälse, 25. Oktober 2008
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge eigenartiger Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. In London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von allzu vielen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert darauf legt, dass ihm subtil erzeugte Schauder den Rücken herunterlaufen, der ist hier bestens bedient.

Diese Ausgabe empfiehlt sich für Leser, die "nur" den Roman im englischen Original lesen wollen und dafür ein marginales Vorwort in Kauf nehmen. Auch eine bibliophile Ausstattung sollte man bei diesem Preis nicht erwarten. Wer seinen Englischkenntnissen misstraut, kann aber auch guten Gewissens zur deutschen Übersetzung von Stasi Krull greifen (Hinter dem Pseudonym "Stasi Krull" verbirgt sich niemand Geringeres als h.c. artmann).
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein extrem spannender Roman für schlaflose Nächte, 13. April 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Gebundene Ausgabe)
Bram Stokkers Dracula ist für mich einer der besten Romane, den ich kenne, und ich habe schon wirklich sehr viele Bücher gelesen. Es geht darum, das der rumänische Graf Dracula in England ein Haus kaufen möchte. Ein Makler wird zu ihm geschickt, um mit ihm alles über den Kauf zu klären. Doch schon bald fällt dem Makler auf: Mit dem Grafen stimmt etwas nicht! Tagsüber lässt er sich nie Blicken, er isst nichts und sein Spiegelbild ist nicht im Spiegel zu erkennen. Dann wird der Graf auch noch gefährlich und der Makler flüchtet nach England. Doch schon bald kommt der Graf nach England und Kinder werden mit Bisswunden am Hals aufgefunden......
Ein extrem spannendes Buch, sehr bekannt, sogar ein Klassiker. Es stört in diesem Falle überhaupt nicht, dass das Buch nur aus Tagebucheinträgen und Briefen besteht.
Dieses Buch eignet sich für lange Abende und schlaflose Nächte. Ich kann es unbedingt empfehlen, es lohnt sich.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als nur ein Vampir-Roman!, 28. August 2006
Von 
Anja Meyer "Celtruaidh" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Gebundene Ausgabe)
Dracula ist eines der faszinierendsten Bücher überhaupt. Man muß sich beim lesen des Buches immer vor Augen halten das es bereits 1897 erschien, und für seine Zeit, und darüber hinaus revolutionär war. "Dracula" bezieht die atemberaubende Spannung nicht aus dem plakativen Grauen welches vielen anderen Vampir-Geschichten zu eigen ist, sondern aus einem latenten Gefühl der Angst und Bedrohung. Der Graf selber tritt selten in Erscheinung, und gerade das macht die Sache so spannend, denn der "Film" spielt sich während des lesens im Kopf ab, wohl das beste was ein Roman bewirken kann. Sehr lobenswert finde ich auch die Übersetzung. Ich kenne das Original nicht, aber die Sprache des Buches ist bemerkenswert modern, man merkt dem text keinesfalls sein Alter an. Alles in allem ein sehr empfelenswertes Lesevergnügen! Es lohnt sich diesen Klassiker zu lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A, B, AB oder 0?, 26. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Taschenbuch)
Über dieses Buch, einen der Klassiker des Horrors, ist schon viel geschrieben worden und das meiste davon beschäftigte sich mit dem Vampirthema. Dabei ist die Geschichte wesentlich vielfältiger. Neben den übernatürlichen Plotelementen und den Exkursionen in Richtung Abenteuer- und Detektivroman gibt es auch den Handlungsstrang der Jagd aus Rache und den Versuch, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Am wenigsten beachtet wird gewöhnlich die romantische Komponente. Dabei ist sie nicht nur besonders wichtig für die spätere Jagd aus Rache, sondern wurde auch auf eine erfrischend realistische Art behandelt.
Die Liebesgeschichte zwischen Jonathan Harker und Mina Murray ist nicht mit der Hochzeit der beiden zuende. Das klingt zunächst verwirrend, wenn man daran gewöhnt ist, Liebesgeschichten nur als Phase der Verliebtheit vor der Ehe zu lesen (oder filmisch realisiert zu sehen), wie es heute vielfach der Fall ist. Stokers verheiratetes Paar fällt nicht gleich nach der Trauung in einen Alltagstrott, es folgt auch keine Ehehölle, in der die beiden einander von ihrer jeweils häßlichsten Seite kennenlernen. Jonathan und Mina kümmern sich umeinander und kämpfen füreinander. Sie hat ihn geheiratet, obwohl er halbtot und deutlich vorgealtert von seinem Ausflug in die Karpaten zurückkehrte; ihre erste Aufgabe in der gerade geschlossenen Ehe war es, ihn gesundzupflegen und aus einem Zustand wieder hochzupäppeln, der dem eines sehr alten Menschen oder eines hilflosen Kleinkinds ähnelte. Jonathan andererseits setzte sich ganz für Mina ein, nachdem sie von Dracula gebissen worden war. Er wollte nichts davon wissen, daß sie sich in ein Monster verwandeln könnte, sondern verwendete bis zum (guten) Schluß all seine Energie darauf, sie zu retten und Dracula zu stoppen - obwohl er sich nicht sicher sein konnte, daß Mina nach dem Tod des Vampirs wieder normal werden würde.
Ähnlich tief wie die Verbundenheit zwischen diesen beiden ist die gemeinsame Liebe, die Lord Godalming, Dr. Seward und Mr. Morris für Lucy Westenra empfinden. Im Laufe der Handlung machen alle drei ihr einen Heiratsantrag. Schweren Herzens weist sie Dr. Seward und Mr. Morris ab und verlobt sich mit Lord Godalming - der mit den anderen beiden eng befreundet ist. Bevor sie ihn heiraten kann, wird sie allerdings von Dracula gebissen, der ihr in mehreren Nächten ihr gesamtes Blut aussaugen will. Dem versuchen die Helden durch Bluttransfusionen entgegenzuwirken. Nacheinander spenden alle drei für Lucy Blut - eine Angelegenheit, die zur Zeit der Entstehung des Buches noch wenig erforscht und riskant war. Bram Stoker weiß beispielsweise noch nichts von Blutgruppen. Es ist also ein großes Opfer, das Lucys Verehrer bringen. Und obwohl zwei von ihnen von Lucy abgewiesen wurden, beschließen sie bereits im Zuge dieser mysteriösen "Krankheit", durch die Lucy so viel Blut verliert, daß sie die Sache gemeinsam angehen und ihr helfen wollen. Sie wird wenig später dennoch ganz zum Vampir gemacht und beginnt, Kinder anzugreifen. Sie muß getötet werden, was letztlich ihr Verlobter übernimmt. Anschließend übertragen Lord Godalming, Dr. Seward und Mr. Morris die Loyalität, mit der sie bis zuletzt für Lucy eingestanden sind, auf deren beste Freundin Mina, die ebenfalls ein Opfer des Grafen wird. Auch hier stehen sie Jonathan Harker in nichts nach. Sie verwenden alle verfügbaren Mittel darauf, Dracula zur Strecke zu bringen, was einerseits als Rache für Lucys Tod gedacht, andererseits aber auch ein übertragener Freundschaftsdienst an Mina ist.
Allein diese kleine Gegenüberstellung zeigt bereits, wie ungewöhnlich und tiefgründig der Text ist und wie vielfältig Stoker arbeitet: Neben den ganz rationalen Passagen, in denen es um die Verfolgung und Tötung des Vampirs geht, und die sich teilweise wirklich aus Fahrplänen und Reisebeschreibungen zusammensetzen, gibt es auch diese hoch-emotionalen Stücke, in denen klar wird, daß die Helden des Buchs keine herzlosen, übercoolen Monsterschlächter sind, an denen alles spurlos vorbeigeht.
"Dracula" ist immer noch ein großes Buch, das durch seine Vielschichtigkeit und Lebendigkeit den meisten nach 1897 geschriebenen Vampirgeschichten überlegen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer kennt ihn nicht, ..., 10. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Gebundene Ausgabe)
... den berühmtesten Vampir der Welt. Es wird nicht soviele Leute geben, die noch niemals vom berühmten Graf Dracula gehört haben. Jedoch trau ich mich zu behaupten, dass die wenigsten den Roman von Bram Stoker gelesen haben. Auch ich kannte bis jetzt nur vage die Geschichte bzw. eigentlich nur den gleichnamigen Film von Francis Ford Coppola. Beim lesen dieses Romans stellte ich jedoch fest, dass die Verfilmung der Handlung des Buches so ganz und gar nicht nachempfunden ist. Sicherlich gibt es Stellen welche nahezu gleich sind und ein paar Textpassagen sind sogar ident, aber die Charakter werden in diesem Buch ganz anders beleuchtet als im Film. Meiner Meinung nach wirkt die Handlung des Romans glaubwürdiger und die Charaktere sind auch realistischer dargestellt, wenn man bei einem Vampirroman überhaupt von Realismus sprechen kann. So sind mir auch im Nachhinein einige Filmszenen klarer erschienen, da der Roman bei gewissen Szenen Licht in die Dunkelheit bringt. Vermeintlich Zusammenhanglose Szenen des Filmes werden somit klar. Der Roman ist in einer Art Tagebuch geschrieben, wobei man die Geschichte immer aus einer anderen Perspektive erfährt. So liest man ständig Tagebucheinträge von Jonathan Harker, Mina Harker, Lucy, Quincey, Van Helsing etc. etc. War ich am Anfang doch etwas skeptisch, da ich die "normale" Erzählschreibweise bevorzuge, so muss ich im nachhinein gestehen, dass diese Art von Erzählstil ganz passend für diesen Roman ist und die Geschichte an Authenzität gewinnt. Auch die Charakter bekommen eine gewisse "Dichte" und man kann direkt mit diesen Mitfühlen bzw. sich in deren Lagen versetzen. Auch die Sprache ist sehr einfach geschrieben. Obwohl dieser Roman schon im 19. Jahrhundert geschrieben wurde, wirkt er niemals altmodisch oder sprachlich unverständlich. Zur Geschichte selbst will ich gar nicht viel sagen, viele kennen sie und im Prinzip dreht sich der halbe Roman um die Jagd nach dem Grafen Dracula welche auf den letzten Seiten ein relativ unspektakuläres Ende nimmt. Das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt an diesem Roman. Da hat mir das Ende des Filmes wesentlich besser gefallen. Zum Ende will ich nicht zuviel verraten, für mich war es etwas enttäuschend. Auch wirkt der Graf in dem Buch sehr viel verwundbarer als im Film dargestellt, was mich während des lesens auch ein wenig irritiert hatte, da ich mir den Grafen wie im Film als relativ unverwundbar vorgestellt hatte. Auch der Charakter der Lucy, welcher im Film fast überhaupt nicht berücksichtigt wurde, wird hier auf den ersten 200 Seiten bevorzugt behandelt. Im großen und ganzen ein sehr gelungener Roman von Bram Stoker. Nun kann ich auch behaupten den "richtigen" Dracula gelesen zu haben, welcher sich relativ stark vom Film unterscheidet. Mit seinen fast 500 Seiten ist "Dracula" auch niemals langweilig oder langatmig und hat meiner Meinung nach genau die richtige Buchlänge. Der einzige Kritikpunkt den ich vielleicht vorbringen kann, ist der Schluss. Der war für meinen Geschmack ein wenig zu abrupt. Aber das soll den Lesespass bekanntlich nicht gleich trüben, außerdem ist es ja eine persönliche Meinung. Für diesen Preis ist der Roman sowieso ein Pflichtkauf und Bram Stokers Dracula macht bestimmt in jeder Bibliothek ein gutes Bild.
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5.0 von 5 Sternen Der Originalbiss in die Originalhälse, 1. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Taschenbuch)
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge eigenartiger Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. In London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von allzu vielen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert darauf legt, dass ihm subtil erzeugte Schauder den Rücken herunterlaufen, der ist hier bestens bedient.

Die "penguin"-Ausgabe empfiehlt sich für Leser, die "nur" den Roman im englischen Original lesen wollen und dafür ein marginales Vorwort in Kauf nehmen. Auch eine bibliophile Ausstattung sollte man hier nicht erwarten -- falls das jemand bei diesem Preis erwarten sollte. Der ist nämlich unschlagbar. Wer seinen Englischkenntnissen misstraut, kann guten Gewissens zur deutschen Übersetzung von Stasi Krull greifen (Hinter dem Pseudonym "Stasi Krull" verbirgt sich niemand Geringeres als h.c. artmann).
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