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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gleichermaßen komische wie traurige Geschichte. Sehr schön.
Was dem Leser dieses Romans schon beim ersten Blättern auffällt, ist die originelle graphische Aufmachung. Die "selected works", von denen im Titel die Rede ist, das sind vor allem Graphiken und Illustrationen, für die der 12 jährige T. S. Spivet in Washington mit einem Preis ausgezeichnet wird und die im Buch zur Illustration der Handlung am Rand...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2009 von Ralf Kellermann

versus
0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mehr davon versprochen
Ich habe eine Rezension im Radio gehört, darauf hin habe ich das Buch gekauft. Nach den ersten 20 Seiten wollte ich aufhören und das Buch weiter verschenken. Dann habe ich versucht weitere 20 Seiten zu lesen und dem Buch noch eine Chance zu geben. Leider hat sich meine erste Meinung verfestigt. Es ist ziemlich trocken und langweilig. Die Geschichte kann einen...
Veröffentlicht am 16. April 2012 von Petra


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gleichermaßen komische wie traurige Geschichte. Sehr schön., 10. Dezember 2009
Von 
Ralf Kellermann (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was dem Leser dieses Romans schon beim ersten Blättern auffällt, ist die originelle graphische Aufmachung. Die "selected works", von denen im Titel die Rede ist, das sind vor allem Graphiken und Illustrationen, für die der 12 jährige T. S. Spivet in Washington mit einem Preis ausgezeichnet wird und die im Buch zur Illustration der Handlung am Rand neben den Text platziert sind. Ebenfalls am Rand erscheinen - durch gepunktete Linien mit Textstellen verbunden - kleine Exkurse und Randnotizen. Das könnte natürlich einfach eine alberne Spielerei sein. Ist es aber nicht. Mehr noch als die Illustrationen dienen diese Randnotizen nicht nur zur Illustration und als expliziter Kommentar. Sie verweisen gewissermaßen symptomatisch auch darauf, dass der Erzähler zu seiner Geschichte ein gespaltenes Verhältnis hat.

Ja die Geschichte: Da geht es zunächst einmal um die Reise des Jungen aus dem immer noch irgendwie wilden, vor allem aber auch provinziellen, Montana ins entfernte Washington D. C. Im renommierten Smithsonian Institute soll er einen Preis für seine Werke entgegennehmen. Allerdings wissen die Verantwortlichen noch nicht, dass der Künstler erst 12 ist. Weil er kein Geld hat, springt er zunächst als Hobo auf einen Zug, der ihn nach Chicago bringt, und von dort geht es, mittlerweile schwer verletzt, im Truck weiter nach D. C. Soweit ist es eine Art literarischer Roadmovie. Da T. S. als zwar hochbegabter, insgesamt aber eigentümlich unreifer Junge aufbricht und deutlich gereift im Osten ankommt, trägt das Buch auch Züge eines Adoleszenzromans. Ein Kampf mit Messern mit tödlichem Ausgang und einige andere spannende Szenen verleihen der Geschichte Aspekte eines Abenteuerromans. Und eingelagert in die Reisehandlung findet sich auch noch eine Geschichte, die der Protagonist eher zufällig stößt: ein Notizheft seiner Mutter entpuppt sich als eine von der Mutter verfasste halbfiktive Lebensgeschichte einer Ururgroßmutter von T. S., die als erste Geographin auf einer Expedition in den Westen zog, sich verliebte und dort blieb. Ein Schuss spielerischer postmoderner Reflexion auf den Sinn des Erzählens überhaupt und des historische Erzählens im Besonderen also. Ein insgesamt recht weites episches Panorama, das mit viel Liebe zum Detail erzählt und illustriert und kommentiert wird.

Die unbekümmerte Fabulierfreude erscheint hier allerdings gebrochen. Der Strom des Erzählens wird durch die Randnotizen nicht nur ergänzt, sondern oft auch unterbrochen. Während sich der Protagonist in der erzählten Gegenwart wacker in Richtung Osten vorkämpft, wird er immer wieder eingeholt von der traumatischen Erinnerung an Tod des Bruders einerseits und von Einsichten in die fehlende Nähe zu den Eltern andererseits. T. S. ist ein begnadeter Zeichner und ein (etwas überzogen dargestellt) extrem belesener und sprachlich sehr differenzierter junger Wissenschaftler. Vor allem aber wird er verfolgt von Schuldgefühlen und Gedanken an eine Familie, die irgendwie zwar funktioniert, die sich aber unter der Oberfläche als Ensemble isolierter Egozentriker entpuppt. Was den Rest der Familie zwar nicht glücklich erscheinen lässt. So richtig darunter leiden tut aber offenbar nur der Protagonist, weil der das Pech hat, mit leicht autistischen Zügen zu intelligent und etwas sensibler als die anderen zu sein.

Ein Roman, das den Leser oft schmunzeln lässt, aber immer wieder auch anrührt und zum Nachdenken anregt. Ein komisches und gleichzeitig trauriges Buch. Sehr lesenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Herangehensweise an den "stream of consciousness", 3. März 2010
Die ganz einfache Lektüre ist "The Selected Works of T.S.Spivet" sicher nicht. Die spielerische Technik der illustrierten Randnotizen mag ästhetisch brilliant sein, den Lesefluss stören sie letztlich doch etwas. Der Fließtext bleibt immer kohärent, die Randnotizen jedoch enthalten häufig überraschende thematische Abschweifungen. Hier muss man sich als Leser schnell eine möglichst effiziente neue Lesetechnik zulegen, um Reif Larsens Erstlingswerk genießen zu können.

Larsen greift auf breite Stereotypen zurück, um seine Helden zu charakterisieren. Die traditionsverhafteten "letzten Cowboys" des Westens, die besessenen Wissenschaftler in Gegenwart und Vergangenheit, die Pionierinnen im Kampf für die Emanzipation der Frau und insbesondere auch die scheinbar infunktionale Familie: Sie alle werden liebevoll beschrieben und gewinnen so in Larsens Welt ihre Existenzberechtigung.

Mit der Erwartung eines Abenteuer/Reiseromans bin ich an dieses Buch herangegangen, und der Klappentext geht auch sehr in diese Richtung. Die Vorstellung ist etwas überzogen: Zwar gibt es definitive Elemente dieser Stilrichtung, der gesamte Mittelteil des Romans hat jedoch einen ganz anderen, wesentlich ruhigeren Charakter. Zuletzt rutscht Larsen sogar in etwas fantastische Gefilde, gibt einer fast allmächtigen Geheimgesellschaft Raum. Im Vordergrund stehen jedoch stets die Gefühle und der Reifungsprozess des kleinen Hauptdarstellers. Die Auflösung der Geschichte war für mich sehr akzeptabel, entspricht sie doch der durchaus noch etwas eingeschränkten Sicht des Protagonisten. Mit wesentlichen neuen Informationen zur Einschätzung seiner Umwelt, seiner Mitmenschen, seiner Träume, seiner Vergangenheit und Zukunft lässt Larsen seinen Helden T.S.Spivet zurück, noch bevor dieser seine üblichen Karten davon zeichnen konnte. Es bleibt dem Leser überlassen, den gedanklichen Stift zu übernehmen und neue Verbindungslinien auf der Landkarte zu ziehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Aufmachung, 3. Januar 2010
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Besonders wegen der Aufmachung erhält dieses Buch von mir 5 Sterne. Die vielen Randbemerkungen und Zeichnungen sind liebevoll gestaltet und enthalten Informationen, die die Welt nicht braucht - so denkt man. Aber da hat man sich getäuscht. Jede Karte, die T.S. zeichnet, ist ein Versuch, ein Stück Information für sich hinzuzufügen, um die Welt im Ganzen zu verstehen. Jede Information hat ihren Platz, besonders da es sich um Tatsachen handelt im Gegensatz zur Forschung von T.S.' Mutter, die schon seit 20 Jahren vergeblich auf der Suche nach einem Phantomkäfer ist und daher die Wissenschaft und die Welt nicht weiterbringen konnte. Was die Geschichte selbst angeht, so schwankt sie meiner Meinung nach zwischen 4 und 5 Sternen. Sie hat ihre Längen, ist manchmal etwas überzogen und natürlich im Ganzen völlig unglaubwürdig, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Wer viel Zeit hat, kann sich in dieses Buch fallen lassen und mit T.S. versuchen, die Geheimnisse der Welt und des Lebens zu erkunden. Die wissenschaftliche Reise in die Geheimnisse der Welt wird auf zweiter Ebene durch T.S.' Abenteuerreise gen Osten fortgeführt. Besonders Spaß machen dabei die Stellen, in denen T.S. den Mangel an Kreativität, Verständnis und Forschungsgeist seiner Lehrer entlarvt, die ihm offensichtlich nicht besonders viel beibringen können. Gleich dananch kommt die eingebettete Geschichte seiner Ur-Ur(?)-Großmutter, der ersten Forscherin in seiner Familie. Was aber am meisten berührt, sind die kleinen Anmerkungen zum Leben und Tod seines Bruders, die T.S. fast unsichtbar versucht einzustreuen, denn über seinen Bruder wird nicht mehr gesprochen. Das heißt aber nicht, dass T.S. damit umgehen kann, besonders da ihn starke Schuldgefühle plagen. Sehr bezaubernd und empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reise zu sich selbst, 16. Juli 2010
Das Buch schildert die Reise des jungen, hochbegabten T.S. Spivet. Sein konkretes Ziel ist Washington D.C., sein inneres Ziel ist die Versöhnung seiner eigenen, reichlich dysfunktionale Familie. Ein holzschnittartiger Vater, eine ätherische Mutter, eine patente Schwester und ein verunfallter Bruder komplizieren seine Kindheit in der Einsamkeit einer Farm im US-Bundesstaat Montana. Die familäre Dramatik kommt jedoch nicht bleischwer daher, sondern wunderbar humorvoll. T.S. Spivet beobachtet seine Umwelt mit der analytischen Präzision eines begabten Naturwissenschaftlers und gleichzeitig mit großer Wärme und Empathie. Seine vielen liebevollen Illustrationen und die wunderbar klugen Anmerkungen des Jungen öffnen und schulen die Augen des Lesers für die eigene Umwelt. Ein wunderbares Buch, um mal wieder die Perspektive zu wechseln und neue Sichtweisen auszuprobieren. Und ein sprachlicher Lesespass - deutsch wie englisch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschöne Reise.... etwas unkonventionelles Ende, 20. Dezember 2010
Von 
Sehr schön erzählt und natürlich wunderbar illustriert. Das etwas offene Ende lässt mich als Liebhaber von Abenteuerbüchern eher kalt.... Hauptfigur zum Ende hin- und hergerissen und plötzliche Beziehungsänderung zum Vater wenig plausibel... Schade.... Die ersten zwei Drittel des Buches sehr gelungen!!!!
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5.0 von 5 Sternen Een heerlijk boek, 5. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gewoon een heerlijk en onderhoudend boek over een kind in de ban van de wetenschap op reis in zijn eigen (?) wereld. Lekker om te lezen.
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4.0 von 5 Sternen Tiefgründig und eindrucksvoll, 21. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Reif Larson hat hier ein Buch geschrieben, welches viele erstaunliche Eigenschaften aufweist. Abgesehen von den graphischen Spielereien, die essentieller Bestandteil des Buches sind, schafft Larsen es, innerhalb seiner Geschichte weitere Erzählungen einzubinden und Charaktere unglaublich tief zu beschreiben ohne dabei über sie selbst dabei auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Twas derartiges habe ich bislang noch nicht erlebt.
Das vielleicht wichtigste Merkmal des Buches jedoch ist:
Je weiter man sich der letzten Seite nähert, desto weiter entfernt man sich von einem Ende der Geschichte. Nachdem ich feststellen musste, dass nach dem letzten Satz wirklich nichts mehr kommt, konnte ich nur denken "Das geht doch nicht! Komm schon, Reif Larsen, die Geschichte fängt doch grade erst an!" Aber da hilft alles nichts, das Buch liefert nur den bewegenden Auftakt, der Rest spielt sich dann noch wochenlang im Kopf des Lesers ab.
Auch mich wird T.S.S., der kleine hochbegabte, aber wohl auch autistische Junge noch lange begleiten und mit seinen Zeichen- und Messgeräten auf die unscheinbaren Dinge unserer Welt aufmerksam machen.
Den fünften Stern verfehlt das Buch nur deshalb, weil es ein Taschenbuch ist. Leider gab es nur die Taschenbuchausgabe in der Buchhandlung. Solche Bücher wie dieses müssen gebunden sein, das haben sie verdient. Deshalb habe ich jetzt auch die "gute" Version bestellt.
Larsen schreibt derzeit an einem weiteren Buch - man darf gespannt sein.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anstrengend, aber man wird belohnt, 4. März 2011
Dieses Buch wollte ich wegen seiner schönen Optik gerne haben, die Geschichte war zunächst eher zweitranging (hat mich aber trotzdem interessiert).
Das Buch ist wirklich anstrengend zu lesen, ich habe lange gebraucht, aber jedes Mal, wenn ich es aufschlug, habe ich mich über die schönen Illustrationen gefreut. Die Geschichte ist etwas seltsam, aber irgendwie ist das nicht schlimm, sondern trägt zum Gesamtkunstwerk, was dieses Buch für mich ist, bei. Es ist bestimmt nicht für jeden etwas, aber diejenigen, die gerne mal "etwas ganz Anderes" lesen wollen, kommen voll auf ihre Kosten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top!, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Selected Works of T.S. Spivet (Taschenbuch)
Alles gut, alles toll. Was muss ich noch schreiben? Zehn Worte verbleiben erfoderlich... Brauch ich nicht. Alles einwandfrei verlaufen und so.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mehr davon versprochen, 16. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe eine Rezension im Radio gehört, darauf hin habe ich das Buch gekauft. Nach den ersten 20 Seiten wollte ich aufhören und das Buch weiter verschenken. Dann habe ich versucht weitere 20 Seiten zu lesen und dem Buch noch eine Chance zu geben. Leider hat sich meine erste Meinung verfestigt. Es ist ziemlich trocken und langweilig. Die Geschichte kann einen nicht wirklich in ihrer Bahn ziehen. Schade!
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The Selected Works of T.S. Spivet
The Selected Works of T.S. Spivet von Reif Larsen (Taschenbuch - 7. Oktober 2010)
EUR 10,20
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