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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Facettenreiche Auseinandersetzung mit Tod und Sterben
"I don't believe in God, but I miss him." So lautet der erste Satz dieses halb autobiographischen, halb essayistisch-philosophischen Buches, das im weitesten Sinn um das Thema Tod und Sterben kreist. Wer sich mit der Frage nach der eigenen Vergänglichkeit beschäftigen will, wird die Lektüre dieses Buches als lohnend empfinden. Julian Barnes ist ein...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 von H., Matthias

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nothing to be frightened of
Ich habe die englische Ausgabe dieses Buches von Julian Barnes. Es ist nach meiner Ansicht sehr weitläufig geschrieben, d.h. der Autor macht in seinem Text viele Seitensprünge. An und für sich sind diese ständigen Abweichungen mit vielen Zitaten eigentlich interessant, aber das verlangt dann doch viel Konzentration vom Leser.
Veröffentlicht am 12. April 2009 von Hermann Kessler


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Facettenreiche Auseinandersetzung mit Tod und Sterben, 20. Oktober 2008
"I don't believe in God, but I miss him." So lautet der erste Satz dieses halb autobiographischen, halb essayistisch-philosophischen Buches, das im weitesten Sinn um das Thema Tod und Sterben kreist. Wer sich mit der Frage nach der eigenen Vergänglichkeit beschäftigen will, wird die Lektüre dieses Buches als lohnend empfinden. Julian Barnes ist ein postmoderner Atheist und bietet keinen religiösen Trost an. Dennoch ist er für die - in seinen Augen freilich sehr unwahrscheinliche - Möglichkeit offen, dass es vielleicht doch einen Gott geben könnte; dieser wenig dogmatische, tolerante Atheismus unterscheidet Julian Barnes auf angenehme Weise von Richard Dawkins. (Was ihn mit Dawkins allerdings verbindet, ist der trockene britische Humor, mit dem er sein Thema angeht).
Barnes schreibt von seiner Kindheit, den Erinnerungen an Eltern und Großeltern und an ihr Sterben. Er breitet auch seine Lesefrüchte aus - viele davon aus der französischen Literatur. Dabei schaut er sich sowohl an, was verschiedene Autoren und Philosophen über den Tod gesagt und geschrieben haben, als auch wie sie sich in ihrer Sterbestunde verhalten haben. Postmoderne Identitätsvorstellungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn es eigentlich kein Ich gibt - um was trauere "ich" dann eigentlich, wenn "ich" sterbe?
Man wird nicht jeder von Barnes' Ideen zustimmen - doch sind seine Gedanken so vielfältig, so wenig dogmatisch, so verspielt-facettenreich, dass das Buch Reflexionsprozesse anstoßen wird; darin ist es ungeheuer gewinnbringend.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "If you teach someone how to die, then you teach them how to live" (41)., 20. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Taschenbuch)
Was unterscheidet uns Menschen von allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten? Nur wir sind im Gegensatz zu Hund, Katze, Maus etc.pp. dazu in der Lage, in Kategorien wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu denken. Daraus ergibt sich unweigerlich, dass jeder von uns weiß oder zumindestens wissen sollte, dass ihn eines Tages das Zeitliche segnen wird. Doch da wir schlechterdings nicht fähig sind uns das Nichts vorzustellen, sind wir zu wahren Meistern geworden, in unserem Alltag die Allgegenwärtigkeit des Todes zu verdrängen. Im Grunde genommen dient ein Großteil der menschlichen Kultur nur diesem einen Zweck. Die Religionen dieser Welt sind im Kern nichts anderes als Trostspendekonstrukte, die die Angst vor dem Tod nehmen sollen. Selbiges gilt auch für einen Großteil der abendländischen Philosophie, die und das richtige Leben lehren will, um dem Tod gelassen entgegen gehen zu können. In seinem neuen Roman "Nothing to be frightened of" widmet sich Julian Barnes auf seine eigene und im besten Sinne höchst englische Art und Weise diesem Thema. Mit viel Witz, Ironie und doch zutiefst ernsthaft unternimmt Barnes eine Reise durch seine eigene Familiengeschichte und versucht unter Berücksichtigung der geläufigsten religiösen und säkularen Antworten auf die Endlichkeit der menschlichen Existenz seinen Frieden mit Gevatter Tod zu machen.

"People say of death, 'There's nothing to be frightened of.' They say it quickly, casually. Now let's say it again, slowly with re-emphasis. 'There's NOTHING to be frightened of'" (99). Im Titel des Romans befindet sich der Grund, warum der Tod für uns so etwas Unvorstellbares darstellt. Wir können uns nicht das Nichts vorstellen, geschweige denn, eine Ewigkeit in diesem Nichts verbringen zu müssen. Die Hinwendung zu Gott ist für den Atheisten Barnes kein Ausweg. Im ersten Satz des Romans bringt er diese Einstellung sehr schön zum Ausdruck: "I don't believe in God, but I miss Him" (1). Wer möchte sich nicht gerne in die Arme einer allwissenden Sinnstiftungsmaschine flüchten, die eine Antwort auf alles hat. Barnes jedoch hält es eher mit Montaigne, der in seinen bis heute faszinierenden Essais seine Philosophie selbst mit einem Zitat Ciceros umschreibt: "To be a philosopher is to learn how to die" (39). Dahinter steht der Gedanke, dass ein zufrieden gelebtes Leben die beste Vorbereitung auf den eigenen Tod ist: "If you teach someone how to die die, then you teach them how to live" (41).

Der Roman ist jedoch mehr ist jedoch mehr als eine Einführung in die Todesthematik aus philosophischer Perspektive, auch wenn dies mit solch einer Leichtig- und Zugänglichkeit passiert, dass man gleich zu den Originaltexten greifen möchte. Zu den bemerkenswertesten Stellen gehören Barnes Beschreibungen des Sterbens seiner Eltern sowie sein Umgang damit. Gerade in diesen Passagen beeindruckt der Roman mit dieser Mischung aus leichter Ironie und tiefer Ernsthaftigkeit.

"I would expect a dying person to be an unreliable narrator, because what is useful to us generally conflicts with is true, and what is useful at that time is a sense of having lived to some purpose, and according to some comprehensible plot" (190). So gesehen ist ein menschliches Leben durchaus vergleichbar mit einem Roman: Aus vielen unzusammenhängenden Episoden entsteht im Rahmen einer Erzählung die Illusion einer in sich stimmigen Gesamtkonstruktion mit Einleitung, Hauptteil und Schluss, die einen Sinn ergibt. Einen Sinn, den wir all verzweifelt zu finden versuchen.

Fazit: Ein zutiefst unterhaltsames, anspruchsvolles und bewegendes Lesevergnügen. Barnes Roman hat alles, was gute Literatur ausmacht. Unbedingt lesen!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nothing to be frightened of, 9. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Taschenbuch)
Ich liebe Julian Barnes. Und daher liebe ich dieses Buch besonders, in dem er sehr persönlich mit dem Begriff Tod, mit seiner Furcht davor und wie er sie zu meistern versucht, umgeht. Und wie andere, sein Philosophen-Bruder z.B. oder andere Schriftsteller, sich zu diesem Thema äußern. Was überhaupt nicht stimmt ist die Behauptung auf dem Cover, es wäre ein lustiges Buch. Leicht zynisch und selbstkritisch wie immer schafft er es, ohne weinerlich oder pathetisch zu werden, die ewige Endfrage ein bisschen weniger schwer sein zu lassen. Grandios! Sollte jeder gelesen haben.
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5.0 von 5 Sternen frightened? of death? this helps immensely., 13. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Kindle Edition)
Everyone confronts this. But almost everything in our society fails to deal with it. Why?

I finished the book comforted and ready to take the next inevitable step.

To be read and savoured at five year intervals, until...
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4.0 von 5 Sternen Highly amusing and typically British: Thoughts about living and dying, 25. Juni 2013
Von 
Dr. Volker Hoeper "Asmodino" (Schortens, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Kindle Edition)
Countless stories about death and dying. Many examples from the authors own experience and a lot from history. Sometimes you lose the overview.
Lightweight and ironically written, with a distinct touch of melancholy. Amusing passages, you laugh out loud. In addition sad resignation. Always with the typical British mocking undertone, apparently not taking anything seriously.
There are incredibly good passages. For example he refuses the enforcement of the selfish genes. After the 3. Generation you as a person are surely forgot (grandson- generation), perhaps still exists as far fable. Its own genetic material into the great-grandchildren is about 12.5%. 87.5% of the genes are foreign. After another generation almost nothing is available. The author uses the free will against the biological determinism of the selfish genes,that alone want to force their transmission and survival. The main argument of people and parents is that they think, that they will "continue" or "live on" through their children after death. But do we really continue our parents or grandparents in any way? Probably not. See above.
"Live your life here and now fully out-do your best, and if you ask me why-I do not know."
Lessing describes history as the ordering of coincidences, and for Barnes is a human life the same in miniature: "A consciousness span in which certain things happen, some of which are predictable, others are not."
Max Frisch said, man invent a story and keep it for his life.
Barnes says: "We are turning strange, incomprehensible, contradictory input into some kind of a credible story, but believable especially for ourselves"
And then finally Barnes describes a thought of the astrophysicist and astronomer Martin Rees, who pointed out, that an immeasurable amount of time is in front of our planet and the life (the sun does not even have half of their life behind them), and that we do can not guess where the Darwinian selection process may still lead what is to occur on creatures and awareness. Even if humanity will be several times atomically or otherwise destroyed: "What then will exist will be as different from us as we differ from amoebas and bacteria."

An abundance of deep and banal, sometimes funny and sad, but always worth reading thoughts.
Highly recommended.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A family memoir, a celebration of art, an argument with God, 12. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Taschenbuch)
Julian Barnes' new book is, among many things, a family memoir, an exchange with his brother (a philosopher), a meditation on morality and the fear of death, a celebration of art, an argument with and about God, and a homage to the French writer Jules Renard.

Though he warns us that 'this is not my autobiography', the result is a tour of the mind of one of Britain's most brilliant authors
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Literary Perspective on Death from an Agnostic with an Ironic Sense of Humor, 23. März 2012
Von 
Donald Mitchell "Jesus Loves You!" (Thanks for Providing My Reviews over 124,000 Helpful Votes Globally) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nothing To Be Frightened Of (Taschenbuch)
"Fear not, O land;
Be glad and rejoice,
For the LORD has done marvelous things!" -- Joel 2:21 (NKJV)

Having enjoyed some of Julian Barnes' novels, I picked up this book expecting another one (I don't like to read reviews in advance for authors I like). Well, I was wrong. But I'm glad that I read the book.

Mr. Barnes has written what amounts to witty table conversation of the sort that you would expect from a well-read, and thoughtful top author addressing subjects that include logical possibilities for what could follow death, the significance of one's own death to others, how literary figures have reacted to the prospect of death, the fallibility of memory, the misleading perspective of the current moment, what evolution means about the present and future, and the role of the novelist. There's a nice contrast between serious, objective statements and ironic commentary, often presented as counterpoints.

As someone who accepted Jesus as my Lord and Savior at 13, I found the book fascinating. To the best of my knowledge, I don't know any well-read, thoughtful authors who are agnostics. It's a perspective I didn't have. While I enjoy sharing my faith, it was helpful to me to find out what Mr. Barnes finds to be not useful about those who have done so with him. I'm sure I'll be a more considerate and helpful witness in the future as a result.

I was struck by how different life must be to those who don't have a relationship with God and haven't experienced His supernatural touch in so many ways from healing to miraculous assistance in impossible situations to protection from danger. I pray that more people will know the peace and comfort of such a relationship.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nothing to be frightened of, 12. April 2009
Ich habe die englische Ausgabe dieses Buches von Julian Barnes. Es ist nach meiner Ansicht sehr weitläufig geschrieben, d.h. der Autor macht in seinem Text viele Seitensprünge. An und für sich sind diese ständigen Abweichungen mit vielen Zitaten eigentlich interessant, aber das verlangt dann doch viel Konzentration vom Leser.
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Nothing To Be Frightened Of
Nothing To Be Frightened Of von Julian Barnes (Taschenbuch - 5. März 2009)
EUR 10,35
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