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5.0 von 5 Sternen Großartig!
Das meiste ist ja schon gesagt und beschrieben worden. Ich habe das Buch gerade beendet und finde die Geschichte so großartig und genial geschrieben, dass ich es unbedingt bewerten wollte. Ich habe vieles von N.G. gelesen und manche seiner Geschichten schwächeln ein wenig, obwohl ich sie alle mag. Aber diese Geschichte ist einfach nur außerordentlich gut...
Vor 17 Monaten von Lydia veröffentlicht

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A Very Dark and Scary Tale
The Ocean at the End of the Lane is set in a rural town, probably in the 20th century. Although there are lots of scenes that take place during daytime, there is a certain darkness that I felt spanning these scenes. This gave the setting quite a creepy atmosphere. Sometimes everything about the narrator’s house seemed so shabby and rotten. I think this was...
Vor 21 Monaten von darklittlelady veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 13. November 2013
Das meiste ist ja schon gesagt und beschrieben worden. Ich habe das Buch gerade beendet und finde die Geschichte so großartig und genial geschrieben, dass ich es unbedingt bewerten wollte. Ich habe vieles von N.G. gelesen und manche seiner Geschichten schwächeln ein wenig, obwohl ich sie alle mag. Aber diese Geschichte ist einfach nur außerordentlich gut erzählt, wunderbar, außergewöhnlich, spannend und eindrucksvoll. Und sie macht nachdenklich, dass liebe ich an Gaimans Geschichten. Eine aufwühlende, schöne Erzählung, auch gut zum Verschenken geeignet. Vielleicht nichts für Kinder..., aber sich für jugendliche Fantasyfans. Daher: Großartig! Ich lese sie bestimmt gleich nochmal. Leider, leider hab ich auch eine ausgefranzte Version, offensichtlich legt man bei HarperCollins keinen so großen Wert auf Qualitätsarbeit. Aber das beeinflusst den Text überhaupt nicht.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster? Ganz im Gegenteil ..., 1. November 2013
Von 
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(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... Meiner Meinung nach vermittelt diese Geschichte vor allem Hoffnung. Sie zeigt das auf, was wirklich trägt im Leben: Vertrauen, Freundschaft. Vor allem aber präsentiert sie ein überaus wohlwollendes Menschenbild. So ganz ohne Kollateralschäden geht es aber nicht. Licht und Schatten liegen eng beieinander.

Childhood memories are sometimes covered and obscured beneath the things that come later, like childhood toys forgotten at the bottom of a crammed adult closet, but they are never lost for good. (77)

Im Mittelpunkt der Erzählung steht ein namenloser Ich-Erzähler. Um die 50 Jahre alt, als er einer Beerdigung wegen in seine alte Heimat zurückkehrt. Um etwas Abstand zu gewinnen, sucht er das Grundstück auf, an dem er als Kind gelebt hat. Als er das, was er sucht, nicht findet, fährt er weiter ... ans Ende des Weges. Dorthin, wo einst ein junges Mädchen gelebt hatte. Lettie Hempstock. Verschwunden geglaubte Kindheitserinnerungen kehren zurück. Erinnerungen an den Tag als der südafrikanische Untermieter das Familienauto stahl, um darin Selbstmord zu verüben. Am Ende des Weges. An jenem Tag lernte der namenlose, siebenjährige Junge die elfjährige Lettie, deren Mutter Ginnie und die alte Mrs. Hempstock kennen. Nach und nach verändert sich die Geschichte hin zum Fantastischen. Dem Jungen eröffnet sich eine Welt, in der Monster die Menschen zu verführen suchen und aasfressende Schatten als Müllabfuhr fungieren. Beides bedrohliche Wesen. Wie gut, dass es die Hempstock-Frauen mit ihrer aussergewöhnlichen Begabung gibt. Paranormale Fähigkeiten, um das Übel einzudämmen, das der Junge unabsichtlich in die äussere Welt gebracht hat.

Nobody actually looks like what they really are on the inside. You don't. I don't. People are much more complicated than that. (1620)
You don't pass or fail at being a person, dear. (2530)
Different people remember things differently, and you'll not get any two people to remember anything the same, whether they were there or not. (2502)

Neil Gaiman entführt den Leser nicht einfach nur in eine magische Welt. Mit den Hempstock-Frauen und dem siebenjährigen Jungen hat er überaus sympathische Figuren geschaffen. Figuren mit Vorbildcharakter. Nicht fehlerlos, aber von einer bemerkenswerten Charakterstärke und Integrität. Der Junge, der dem Monster Zugang zur Welt der Menschen gegeben hat, der sich jedoch von dessen Verführungskünsten nicht beeindrucken lässt. Nicht materielle Werte sind es, die für ihn zählen. Und die Hempstock-Frauen mit ihrem Wissen aus der Ewigkeit, die nichts und niemanden verurteilen. Jeder hat seine Daseinsberechtigung. Ob Monster, ob Aasfresser. Wenn ein Fehler geschieht, so wird er beseitigt, bereinigt. Möglichst auf eine Art und Weise, welche allen Beteiligten gerecht wird. Allerdings scheuen sie auch nicht davor zurück ihre magischen Fähigkeiten zu nutzen, wenn erforderlich. Mitmenschlichkeit. Mitgefühl. Verständnis. Diese Frauen verkörpern universelle Werte. Und sie zeigen dem Jungen, wie wichtig es ist das eigene Leben zu leben. Sein Angebot, auf der Hempstock-Farm zu bleiben, nehmen die Frauen nicht an.

You get on with your own life. ... You just have to grow up and try and be worth it. (2417)

Freundschaft, Vertrauen, und wieso man manchmal ein Opfer bringen muss. Man kann so vieles aus dieser Geschichte herauslesen. Ich bin sicher, andere Leser werden noch ganz andere Dinge bemerken. Der Schluss selber ist bemerkenswert. Ein Kreis schließt sich. Das Leben geht weiter. Der namenlose Ich-Erzähler kehrt zu den Seinen zurück.

Eine Geschichte voller Magie.
Großartig!

-->> Für Kinder möglicherweise nicht so ganz geeignet wegen der Schattenseiten, die eben auch sehr realistisch beschrieben werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A Very Dark and Scary Tale, 17. Juli 2013
The Ocean at the End of the Lane is set in a rural town, probably in the 20th century. Although there are lots of scenes that take place during daytime, there is a certain darkness that I felt spanning these scenes. This gave the setting quite a creepy atmosphere. Sometimes everything about the narrator’s house seemed so shabby and rotten. I think this was brilliant.

The main characters we meet in Ocean are the narrator (sometimes in the form of a grown up man, more often as a little boy) and his family, the narrator’s friend Lettie and her family and then there is a woman called Ursula Monkton. All characters are very believable, some friendly, some scary, some a little blurry. The blurriness of these characters might be because they are of lesser importance to the story. But as we are experiencing the story through the little boy, I think his mother shouldn’t be that blurry even though she only plays a minor role.

The story itself is interesting and I’m still not that sure what to think of it. I don’t know if Mr. Gaiman wants it to be interpreted or not. I’m not sure if it should simply stay a fantastic tale, or if there is supposed to be more depth to it. If there is, I think it’s clever. (I can’t tell much more without putting spoilers in here). If it’s just a tale, I think it’s a nice tale but it’s not very special at all. It reads quickly, it’s NOT for children, of that I’m sure, but it didn’t surprise me. The Ocean at the End of the Lane a very dark and scary tale of a boy who is unfortunate enough to be involved in something he doesn’t understand and fortunate enough to find good friends.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Good story, but not his best, 23. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Although the title states that this is a novel, it is actually more of a novella, which is not a bad thing in this case, since the story is tightly packed and every sentence is meaningful. The story is not just a dark fairy tale, it has a lot to say about childhood and growing up (which is obvious), but, more importantly, about the evil that lurks in the hearts of men. Some very powerful scenes, but the scariest moment in the whole book (SPOILER ALERT!) is when Ursula says that she had never made them (the grown-ups) do anything. Still, the story is actually not that gripping, it's more a nostalgic trip to the lost innocence of childhood, which means the book will not be particularly appealing to younger readers.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen It was not the sea. It was the ocean, 30. Juni 2013
Der neue Roman von Neil Gaiman ist eigentlich mehr eine sehr lange Kurzgeschichte, ganz im Stil von z.B. October in the Chair aus Fragile Things. Eine irre, zärtlich-grausame Mixtur aus Kindheitserinnerungen und purem unwirklichem Horror. Dazu gibt es Porridge und Toast mit Marmelade und die Sicherheit der drei Hampstock-Frauen Lettie, Ginnie und Old Mrs Hampstock, die auch einmal Grausiges aus der Zeit schneiden können, wenn sie nachher die Säume wieder gut vernähen.

Kaum einer braucht einen Namen in diesem Buch, außer den Hempstock-Frauen und dem Grauen aus Lumpenstoff, Ursula Monkton, die als Fußwurm in unsere Welt gelangt und einen Tunnel in einem Jungen hinterlässt.

Und so wie die Wirklichkeit eine Zuckergusskruste auf einem Schokoladenkuchen voller Würmer und Hunger ist, so sind auch die Wörter im Roman eine Kruste auf den Bildern, die sie verpacken. Und in diese Bilder kann man hineintauchen wie in einen Ozean, der in einen Holzeimer passt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr rätselhafte Geschichte, 27. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was habe ich mich schwergetan mit diesem Buch. Vor allem lag dies daran, dass ich -anders als der siebenjährige Protagonist - dauernd versucht war, irgendeine Deutung der rätselhaften Geschichte vorzunehmen, denn als Erwachsener nimmt man unerklärliche Dinge nicht einfach so hin. Meine Deutung war dann die: dass es Neil Gaiman genau darum geht, dass Kinder in einer anderen Welt leben als Erwachsene, die mit dem Verlust der kindlichen Phantasie und dem Eintritt ins Erwachsenenalter unwiderbringlich verlorengeht. Dabei muss es sich keineswegs um eine heile harmonische Welt handeln. Für den jungen Protagonisten ist die unsympathische Haushälterin die böse Hexe, und mehr als das, die netten altmodischen Nachbarinnen sind deren Widersacherinnen und Zauberinnen aus der Urzeit,und ein Ententeich ist der Ozean, der bei Bedarf im Wassereimer herumgetragen werden kann. Ist das nur kindliche Vorstellungskraft, oder ist dies die Wirklichkeit? Der erwachsenen gewordene Protagonist kann sich an all die geheimnisvollen und auch grausigen Geschehnisse dieses einen Sommers nicht mehr erinnern und sieht die Welt nüchtern - und vielleicht nur deren äußerste Oberfläche, hinter der die nur dem Kind offenen Mysterien schlummern.
Oder so.
Vielleicht wollte Gaiman aber auch nur ein Buch schreiben, in dem er ein paar Kindheitserinnerungen mit ein paar Ideen zu einer story verknüpft, und zwar in der ihm eigenen Weise, völlig phantastische Welten zu erschaffen. Dabei schöpft er aber, wie ich schon in "Neverwhere" fand, das Potential seiner eigenen Vorgaben nicht richtig aus, als wäre die Phantasie des Autors größer als seine Möglichkeit zur Umsetzung. So richtig überzeugt hat mich das Ganze nicht.
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5.0 von 5 Sternen Magisches Buch über das Erwachsenwerden, 29. Juni 2014
Inhalt:

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen.

Weil ich den englischen Klappentext so schön finde, hier ist er auch noch:

This is what he remembers, as he sits by the ocean at the end of the lane:

A dead man on the back seat of the car, and warm milk at the farmhouse;
An ancient little girl, and an old woman who saw the moon being made;
A beautiful housekeeper with a monstrous smile;
And dark forces woken that were best left undisturbed.

They are memories hard to believe, waiting at the edges of things. The recollections of a man who thought he was lost but is now, perhaps, remembering a time when he was saved ...

Meine Meinung:

Achtung, ich breche gleich in eine besondere Art der Schwärmerei aus.
Ich liebe dieses Buch. Ich habe jede einzelne Seite geliebt, jeden Satz, jedes Wort. Ich habe die Geschichte in mich aufgesogen und sie hat mich berührt wie eigentlich keine zuvor. Ich hätte nicht erwartet, dass es Bücher gibt, die so etwas überhaupt vermögen.
So, nach der Liebeserklärung versuche ich ein bisschen objektiver zu sein.
Das Buch beginnt damit, dass ein Mann mittleren Alters nach einer Beerdigung in seinem Auto fährt und unbewusst dort landet, wo er aufgewachsen ist. In einem Hof in Sussex, weit abgeschieden von allem. Dort fährt er bis zum Ende der Straße, wo die Farm der Hempstocks liegt. "Old Mrs. Hempstock" empfängt ihn und der Protagonist bittet, zum Ententeich gehen zu dürfen - dabei erinnert er sich, dass seine Freundin aus der Kindheit, Lettie, den Teich immer ihren Ozean genannt hat.
Während er dort sitzt, beginnt der Protagonist sich zu erinnern. Ich sage Protagonist, weil er nie einen Namen bekommt - witzigerweise habe ich das erst gemerkt, als ich das Buch ausgelesen hatte. Er erinnert sich an seine Kindheit und dass dabei allerhand Seltsames vorgefallen ist. Er erinnert sich an eine außergewöhnliche Haushälterin, die nicht war, was sie schien. Und er erinnert sich an all die Merkwürdigkeiten, die ihm mit Lettie passiert sind. Dabei lässt Gaiman allerlei Weisheiten einfließen, die so nur einem siebenjährigen Jungen einfallen können. Oder seiner elfjährigen Freundin Lettie, die auch mehr ist, als sie scheint.

"I'm telling you something important. Grown-ups don't look like grown-ups on the inside. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look like they always have. Like they did when they were your age. The truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in this whole wide world."
- Lettie (11) zu dem Protagonist (7) -

"Der Ozean am Ende der Straße" ist zwar genretechnisch irgendwie bei Fantasy einzuordnen, aber eigentlich ist es ein Buch über das Erwachsenwerden. Das Erwachsensein. Gaiman sagt im Anhang in einem Interview, dass es darum geht, wie machtlos man als kleiner Junge gegen all die großen, furchtlosen und rechthaberischen Erwachsenen ist. Wer glaubt ihm schon, als er sagt, dass seine Haushälterin ein böser Wurm ist? Niemand. Aber der Junge weiß das.
Was mir noch sehr nahe ging, war, dass der Junge ebenso sehr Bücher geliebt hat wie ich es tue. Er beschreibt, wie er sich in ihnen verliert. Und überhaupt habe ich mich auf vielen Seiten wiedergefunden. Gaiman fängt die Kindheit sehr authentisch ein - nicht als wehmütige Erinnerung, sondern als das, was sie ist: Ein ständiger Kampf gegen die Erwachsenen, die nie glauben, was das Kind in seiner Fantasie erfunden hat. Oder hat es all die Dinge gar nicht erfunden?

Mein Fazit:

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber "Der Ozean am Ende der Straße" ist ein wunderschönes, lesenswertes Buch. Nicht nur für Fantasyliebhaber, sondern für jeden, der mal ein Kind war - oder es tief im Inneren immer noch ist. Es war mein erstes Buch von Neil Gaiman und ich bin schon dabei, mir all seine anderen Bücher zu besorgen. Vielleicht werden sie mich nicht mehr so sehr berühren wie dieses, aber ich habe mich auch in seinen Schreibstil verliebt. Es gibt keine Worte - oder ich kann keine finden - die das beschreiben, was ich beim Lesen gefühlt habe. Wenn ich sage, dass ich ein neues Lieblingsbuch habe, dann ist das die höchste Auszeichnung, die ich geben kann.
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5.0 von 5 Sternen Beeindruckender Autor, tröstliche Geschichte, 15. Februar 2014
Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie es Neil Gaiman immer wieder gelingt, derart fantasiereiche, tröstliche, beeindruckende Bücher zu schreiben, ohne dabei auch nur ansatzweise gezwungen, erzieherisch oder prätentiös zu wirken. Tatsächlich traue ich mich kaum, hier den Inhalt des kleinen Büchleins (180 Seiten) wiederzugeben, da ich sicher bin, dass ich mit meinen zwangsläufig gewählten Begriffen "Geist", "Monster" etc. genau den falschen Eindruck schüren würde. Daher bin ich auch sehr auf die deutsche Übersetzung gespannt - sicher eine Herausforderung.

Jedenfalls empfinde auch ich die Geschichte nicht als düster oder gruselig. Das liegt aber zweifelsohne nicht daran, dass der Autor dazu nicht in der Lage wäre. Ich erinnere nur an die bestialisch grausamen Kopfgeldjäger Mr Croup und Mr Vandemar aus Niemalsland: Roman. Auch dieser Roman hat düstere Elemente, da aber der Ich-Erzähler so voller Vertrauen in seine Freundin ist, hatte ich als Leser nie das Gefühl der Ausgeliefert- oder Unterlegenheit.
Im Gegenteil. Immer wieder fühlte ich mich getröstet und gleichzeitig erntgenommen.

Auch die vielgestreuten Verweise der Überlegenheit von Kindern gegenüber Erwachsenen bei gleichzeitiger Machtlosigkeit ihnen gegenüber empfand ich als elegante Verknüpfung zwischen Realität und Fantasie - und obendrein sehr weise. Wie gesagt, ich hatte (im Gegensatz zu vielen Romanen, die einen Zeitsprung von Erwachsenen zu ihrer Kindheit beinhalten) nie den Eindruck, dass irgendetwas erzwungen oder belehrend ist.

Sprachlich kann ich auch dieses Mal nur den Hut ziehen. Gaiman erzählt gewohnt rasant, ohne dabei auf sprachliche Bilder oder Rafinesse zu verzichten. Mir selbst würde ein solches Kunststück definitiv niemals gelingen!

Ein wirklich, wirklich toller Roman des unfassbar begabten Briten Gaiman. Bitte schnell mehr davon.
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4.0 von 5 Sternen Kein Roman, eher eine Novelle oder Erzählung, 31. Januar 2014
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Liza Hempstock kam als Geist schon in "The Graveyard Book" vor, in "The Ocean at the End of the Lane" geht es um drei Frauen aus der Hempstock Familie, die zudem viel Ähnlichkeit mit den Schicksalsgöttinnen aus "The Sandman" und den drei Schwestern aus "American Gods" haben. Wer Gaiman kennt, weiß, dass der Autor so gern an seinen eigenen Mythen oder zumindest an seiner eigenen Auslegung von Mythen spinnt.
Die Hempstocks beschützen mit allen magischen Mitteln einen Jungen und dessen Familie, der durch ein Missgeschick in das Beuteschema einer finsteren Gestalt geriet. Und wie man Gaiman kennt, geht das nicht ohne Opfer und am Ende ist manches wieder gut, aber eben nicht alles.

Ich liebe Gaimans Stil und fast alles, was er schreibt. Damit bekommt er schon immer Bonuspunkte. Hätte die Story jemand anders geschrieben, wäre sie für mich wahrscheinlich nicht so spannend gewesen, denn irgendwie ist sie, anders als frühere Meisterwerke Gaimans, nicht sonderlich originell. Sorry, aber ich kann es nicht anders behaupten, auch wenn mich andere Gaiman-Fans dafür nicht lieben werden. ;-)

Distanziert betrachtet finde ich, dass Gaiman schon immer Höhen und Tiefen hatte, auch im "Sandmann" nicht manche Stories nicht so gut wie andere, aber bis zu "American Gods" fand ich ihn zumindest immer einzigartig und innovativ. Mittlerweile fällt mir zum wiederholten Mal auf, dass Gaiman anfängt, sich selbst und andere zu stark zu wiederholen. ("The Graveyard Book" war eine nette Kindergeschichte, aber bot nur ein bekanntes Handlungsschema, angelehnt am "Dschungelbuch" und Harry Potter. "Anansi Boys" hätte man auch als Feel-Good-Movie mit einem US-Komiker verfilmen können.)
Dennoch weiß ich, dass ich weiterhin so gut wie alles von ihm lesen werden, denn, wie schon gesagt, ich liebe einfach seine Schreibe. Und hoffe nun innigst, dass der Meister bald wieder einen Geniestreich wie "Neverwhere" oder "American Gods" schafft.
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5.0 von 5 Sternen The Ocean at the End of the Lane, 19. September 2013
Neil Gaiman mochte ich eigentlich schon immer, nur von seinem Graveyard Book war ich ein bisschen enttäuscht. Auf sein neues Werk bin ich eher zufällig gestoßen, als ich nach einem englischen Hörbuch gesucht habe, das mich interessieren könnte. Auch wenn ich Hörbüchern etwas skeptisch gegenüberstehe, hat Neil Gaiman es dieses Mal wieder geschafft, mich mit seiner Geschichte zu verzaubern.

Die Handlung beginnt mit einem Mann mittleren Alters, der wegen einer Beerdigung in seine Heimatstadt zurückkehrt. Dort erinnert er sich wieder an eine Freundin aus Kinderzeiten, Lettie Hempstock, die den Ententeich hinter ihrem Haus als Ozean bezeichnete. Seine weiteren Erinnerungen nehmen den Leser mit auf eine fantastische Reise in seine Kindheit.

Denkt man zu Beginn noch, dass man sich in unserer Welt befindet und die Geschichte einer ganz normalen Kindheit hört, wird man bald eines Besseren belehrt. Harmlose hellseherische Fähigkeiten der Familie Hempstock sind nur der Anfang, gegen Ende wird es immer fantasylastiger und auch furchteinflößend.

Sehr schön fand ich, dass die Geschichte aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird. Die Ängste und Schrecken sind ganz andere als die eines Erwachsenen und doch werden sie so eindringlich beschrieben, dass man mit dem 7-jährigen Jungen fühlt und sich wieder erinnern kann, wie es war, als man noch Angst vor der Dunkelheit hatte.

Vielleicht hat mir das Buch auch deshalb so gut gefallen, weil ich als Hörbuch gehört habe. Neil Gaiman liest sehr angenehm und ich war gezwungen, mir knapp 6 Stunden Zeit für seine Geschichte zu nehmen. Hätte ich das Buch gelesen (192 Seiten in der Hardcover-Ausgabe), hätte ich es vermutlich an einem Abend komplett durchgelesen und auch viel schneller wieder vergessen.

Ich war wirklich begeistert und habe jetzt auch wieder Lust darauf, die Bücher von Neil Gaiman zu lesen, die ich noch nicht kenne.
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The Ocean at the End of the Lane: A Novel
The Ocean at the End of the Lane: A Novel von Neil Gaiman (Taschenbuch - 8. April 2014)
EUR 6,07
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