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5.0 von 5 Sternen "Krumme Gurke" kommt in den Westen, 27. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Not Always So: Practicing the True Spirit of Zen (Taschenbuch)
Er war kein Philosoph oder Schriftgelehrter. Nur ein kleiner Tempelpriester eines unbedeutenden Tempels in der Nähe von Tokyo. "Krumme Gurke" nannte ihn sein Zenlehrer, weil er sehr vergesslich und zu nichts zu gebrauchen war.

Aber er lernte Englisch, und nachdem er auf tragische Weise seine Frau verloren hatte, kam er mit 55 Jahren (1959) nach San Francisco, um dort die japanische Gemeinde zu betreuen. Suzuki Roshi, wie ihn seine amerikanischen Schüler eines Tages nannten, starb im Dezember 1971 mit 67 Jahren und hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck im Westen.

Mit "not always so" ist nun ein drittes Buch mit Teachings von Shunryu Suzuki (dem "kleinen" Suzuki) auf den Markt gekommen. Obwohl der Herausgeber und Schüler von ihm, Edward Espe Brown, mit anderen Schülern kräftig Kosmetik an der Sprache der Vorträge betrieben hat, bricht die Urkraft zen-buddhistischer Erfahrung von Suzuki Roshi häufig durch die geglättete Oberfläche.

"Things as it is", wie Suzuki immer wieder sagt, die letzte Realität, um die geht es. Dazu braucht es nicht viele Worte. Die einzelnen Teachings sind im Buch nur 3-4 Seiten lang. Aber mehr als zwei davon am Tag kann man nicht verkraften, so gehaltvoll sind sie. Und nicht etwa deshalb, weil sie angefüllt wären mit Wissen und Theorien. Obwohl auch Suzuki natürlich die Schriften der chinesischen Zenmeister, und vor allem von Dogen, dem Begründer des japanischen Soto-Zen, kennt und gelegentlich zitiert. Aber mit einem Augenzwinkern und der Aufforderung, nicht alles für Ernst und bare Münze zu nehmen. "Wherever you are, enlightenment is there."

Um Suzuki bei Sesshins in Tissajara, im abgelegenen Meditationszentrum in den kalifornischen Bergen der 70er Jahre, möglichst nahe zu sein, empfiehlt es sich, die englische Ausgabe des Buchs zu lesen. Suzuki Roshi's Englisch ist, da er es selbst erst mühsam lernen musste, leicht nachzuvollziehen. Es transportiert Intuitives zwischen den Worten, das in der deutschen Übersetzung noch ein Stück weiter weg ist.

Der kleine Tempelpriester, der sich ob der Behandlung durch die Zen-Authoritäten bei einem späteren Japanbesuch mit seinen Schülern eher schämte, hat den Weg der Beat-Generation der 68er Jahre in Kalifornien und weltweit geprägt. "Not always so" kann über das Bedauern ob meiner "späten Geburt" hinweg helfen.
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Not Always So: Practicing the True Spirit of Zen
Not Always So: Practicing the True Spirit of Zen von Zen Center San Francisco (Taschenbuch - 2. Juni 2009)
EUR 11,00
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