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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!
Wie schon Cryptonomicon ist auch Quicksilver kein Mainstream-SF, sondern Science Fiction im besten Sinne - im Lem'schen Sinne, so möchte man fast sagen, "Wissenschafts-Fiktion". Daß es darüberhinaus streckenweise unglaublich gut und unterhaltsam geschrieben ist, sei nur am Rande erwähnt. Worum geht es?
"Quicksilver" ist eine grandiose Reise in...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2003 von OW

versus
32 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung!
Das Buch wurde in den Staaten als „publishing event" angekündigt, und genau das ist es: weder ein besonders guter, noch sonderlich interessanter Roman, sondern ein Marketingereignis. Dabei ist der 900-seitenschwere Türstopper nur der erste Teil einer auf 3000 Seiten angelegten Trilogie über die „Scientific Revolution" unter Isaac Newton. 900...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2003 von jdkuchen


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 27. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver, English edition (Broschiert)
Wie schon Cryptonomicon ist auch Quicksilver kein Mainstream-SF, sondern Science Fiction im besten Sinne - im Lem'schen Sinne, so möchte man fast sagen, "Wissenschafts-Fiktion". Daß es darüberhinaus streckenweise unglaublich gut und unterhaltsam geschrieben ist, sei nur am Rande erwähnt. Worum geht es?
"Quicksilver" ist eine grandiose Reise in die Welt der frühen Enzyklopädisten und "Naturphilosophen", die die Grundlage für die modernen Naturwissenschaften und damit für die technische Welt legten, in der wir heute leben.
In diesem ersten Band eines auf drei Teile angelegten "Baroque Cycle", das wiederum in drei Bücher zerfällt, gelingt es Stephenson, die Welt um 1700 für mich lebendig werden zu lassen. Die "Handlungen" im eigentlichen Sinne wären schnell erzählt, und wiederum sind sie wie schon im "Cryptonomicon" in Zeit und Raum verschränkt, doch eigentlich handelt Quicksilver von den Gedanken, Motiven, Hoffnungen, Ängsten, Religionen einer ganzen Epoche; eine Geschichte der Wissenschaft und der Alchemie - kurz: ein lebendiges Panorma einer Zeit und ihrer Menschen.
Manch ein Leser mag damit nichts anfangen können und das Buch frustriert zur Seite tun, doch wer sich für (Wissenschafts-)Geschichte, Mathematik und Philosophie begeistern kann, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Andererseits ist das Buch natürlich kein "historischer Roman" - viele handelnde Figuren sind zwar in der Tat historische Personen, doch Quicksilver ist keine Kompilation von Biographien berühmter Männer des Barock; die Namen Newton, Leibniz, Hooke stehen - ähnlich der Person des Enoch Root, der wahrhaft als "Agent des Zeitgeistes" wie schon durch das Cryptonomicon auch durch Quicksilver streift - als Chiffren für die grundlegenden wissenschaftlichen "Strömungen" der Epoche.
Besonders plastisch wird - zumal im ersten Buch - in der Tat der "Wissenschaftsbetrieb" des frühen 18. Jahrhunderts; allerdings empfinde ich die Schilderung weniger als Karikatur sondern vielmehr als die Beschreibung des ernsthaften Bemühens, Wissenschaft von Alchemie, Wissen von Aberglauben zu scheiden. Daß es dazu erforderlich ist, einem Geköpften den Kopf aufzusägen, das Gehirn zu entfernen, einen Blasebalg an die Luftröhre anzuschließen und dann mit den Händen Kehlkopf, Zunge und Lippen zu bewegen, um so Laute zu formen und dadurch zu verstehen, wie die Anatomie der Sprache funktioniert - all das liest sich zwar wunderbar grotesk, zeigt aber auch den Mut, Dinge zu tun, die man nie zuvor gewagt hat auch nur zu denken.
Freunde des Helden Shaftoe aus dem Cryptonomicon kommen dann im zweiten Buch auf ihre Kosten, wenn Stephenson die verrückten Missionen des Bobby Shaftoe in die Welt der Musketiere und Mantel-und-Degen-Helden verlegt. Auch hier gelingen Stephenson wiederum wunderbare Momentaufnahmen der Zeit und ihrer Menschen.
Schwächen: Ja, wenige. Manchmal spürt man deutlich das Bemühen des Autors, eine bestimmte enzyklopädische Begebenheit, oder eine historische Person auf Teufel-komm-raus in die Handlung zu zwingen, und hier geht ihm dann leider die großartige Leichtigkeit verloren, mit der es ihm sonst in der Tat gelingt, Menschen, Orte, Handlungen zu beschreiben. Auch mancher Sprung zwischen den Zeitebenen wirkt etwas bemüht. Doch zu lang ist das Buch nicht.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist nicht langweilig!, 8. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle (Taschenbuch)
Vorab sollte ich vielleicht zugeben, ein riesiger Fan von Stephenson und seinen Büchern zu sein - meine Meinung ist auf ger keinen Fall objektiv!
Ich finde Quicksilver - ebenso wie die beiden Nachfolgebände - spannend, lehrreich und vor allem extrem lustig. Man sollte sie auf jeden Fall auf Englisch lesen, damit der gesamte Wortwitz nicht durch die Übersetzung verloren geht.
Und ja, der Baroque Cycle IST verdammt lang! Wenn man nicht aufpasst, im Englischen nicht so sicher ist oder auch einfach mal für ein paar Tage nicht weiter liest, kann man schnell den roten Faden verlieren.
Aber meiner Meinung nach sind diese Bücher die Anstrengung alle mal wert! Die Charaktere - in meinem Fall hauptsächlich Jacks Bruder Bob - wachsen einem beim Lesen - was ja doch eine gewisse Zeit in Anspruch nimt;)- wirklich ans Herz.
Allen, die von der puren Seitenzahl nicht abgeschreckt werden, ist der Cycle nur zu empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildungsroman vs. Unterhaltung, 20. Oktober 2003
Wer keine Zeit und Lust hat, sich auf den großartigsten Bildungsroman seit "Sophies Welt" einzulassen, braucht wirklich nicht mehr weiterlesen.
Alle, für die ein Buch mehr als nur ein Zeitvertreib vor dem Einschlafen ist und denen die neuere deutsche Literatur zu überfrachtet und abgedreht ist, werden jede einzelne Seite dieses großartigen Buches lieben.
Egal, ob die Zustände auf den Sträßen der damaligen Zeit in teils schillernden, teils drastischen Bildern geschildert werden oder der pseudoakademische Betrieb auf die Schippe genommen wird. Stephenson weiß, wie in eigentlich allen seinen Büchern, gleichzeitig zu unterhalten wie auch Wissen zu vermitteln.
Die Würze und der Bezug zu den "Menschen" in "Quicksilver" wird, wie schon im großartigen "Cryptonomicon" durch den unglaublichen "Shaftoe-Clan" geschaffen.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Kombination: moderne Story + europ. Geschichte, 15. Februar 2004
Wie man es von Neal Stephenson schon fast gewohnt ist, 'funktioniert' das Buch auf mehreren Ebenen. Da ist einerseits die Geschichte des (fiktionalen) Wissenschaftlers Daniel Waterhouse, dessen Leben sich im Dunstkreis von Newton, Leibniz und anderen abspielt. Andererseits sind der britische und europäische Adel Protagonisten in Waterhouse's Dasein. Eine weitere tragende Person ist Eliza. Sie steht im Mittelpunkt der Geschichte einer 'einfachen' Frau, die als ehemalige morgenländische Sklavin ein glückliches Händchen in finanziellen Geschäften beweist und so im europäischen Adel aufsteigt. Quasi nebenbei ist sie in allerlei Intriegen und Spionagetätigkeiten verstrickt. Die Erzählstränge beider Hauptpersonen sind miteinander verschränkt, haben einige Berührungspunkte und spielen in der Zeit von ~1650 bis 1720.
Neben der oben sehr grob skizzierten Storyline erfährt der Leser sehr viel über die europäische Geschichte und Lebensweise des 17. Jahrhunderts. Ein weiterer Sub-Plot ist die Entstehung dessen, was in dieser Zeit aus der Alchemie hervorging und später als moderne Wissenschaft bekannt wurde. Neben der Erforschung von beispielsweise Optik und Mechanik sind die Grundlagen und die Geschichte der Cryptographie thematisiert. Und hier schließt sich virtuell auch der Kreis zu Stephensons Buch 'Cryptonomicon'. Denn die Charactere Enoch Root, Waterhouse und Shaftoe deuten zumindest dem Namen nach schon einen Zusammenhang an, der in diesem Band allerdings noch im Dunkeln verbleibt.
Die Schilderungen von Handlungen, Personen, Orten oder Städten sind immer sehr detailreich und liebevoll ausgestaltet. In dieser Hinsicht ist die Darstellung ähnlich gut gelungen, wie beispielsweise in Noah Gordons 'Medicus'. So wird man als Leser voll und ganz in den Bann der Geschichte gezogen. Neben einer ansprechenden Storyline schafft Stephenson es quasi nebenbei die europäische Geschichte im 17. Jhh. zu vermitteln. Auch wenn diese Epoche schon ein paar Tage her ist, der Leser hat dennoch das Gefühl mittendrin zu sein. Interessanterweise mußte erst ein Amerikaner kommen, damit ich mich mit diesem - für die Europa doch recht ereignisreichen - Zeitabschnitt überhaupt beschäftige.
Das Buch macht Lust auf mehr: Einerseits auf mehr von der Geschichte und ihren Hauptdarstellern (glücklicherweise folgen noch 2 Bände), andererseits auf Sekundärliteratur. Davon findet sich glücklicherweise einige, so z.B. auch im Internet (Metaweb), wo Stephenson selbst einige Hintergründe und Details seiner Recherchen erklärt.
FAZIT: Die teilweise ausufernden, sehr bildlichen Beschreibungen mögen vereinzelt langweilig wirken oder gar abschrecken. Läßt sich der Leser jedoch auf das Buch und die Geschichte ein, so darf er eine gelungene und sehr unterhaltsame Kombination von Story, Geschichte und Wissenschaft erleben. Das Werk ist durchweg fundiert, interessant geschrieben und dabei an nicht wenigen Stellen auch lehrreich. Bestnote!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich gelungen, wenn die Länge nicht abschreckt, 21. Oktober 2004
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle (Taschenbuch)
Man mag es zwar fuer eine eine kleine Albernheit halten, die Hauptcharaktere des Cryptomicons -Shaftoe, Waterhouse und Enoch Root (der hier Enoch der Rote heisst) ins ausklingende 17. Jahrhundert zu verlegen - aber diese Verlegung ist Rundum gelungen!
Der Zeitpunkt und die Nebenfiguren (u.a Issac Newton, Lous der XIV und Leibnitz) sind wunderbar gewaehlt und alles ist toll recherchiert. Man lernt eine Menge ueber die Zeit und die Charakteristiken der Person und was noch wichtiger - man wird blendend unterhalten. Stephenson spielt dabei nicht nur mit dem Setting sondern zeigt sein ganzes koennen, wenn es um Stilfragen geht - so sind enige Kapitel als Schelmenroman geschrieben, einige in Briefform und einige "normal" - hervorragend!
Zwei Anmerkungen aber: Quicksilver ist lang - aehnlich wie das Cryptonomicon weiss man nicht worauf alles hinauflaufen soll. Das mag nicht jedermans Sache sein. Und: Quicksilver endet zwar, aber es bleibt bei vielen losen Enden. Man muss also auf den naexhsten Band (gerade in Amerika raus) warten. Mit dieser Einschraenkung - Rundum gelungen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Swashbuckling it is, 29. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle (Taschenbuch)
There were hints at the plot in the other reviews, so I won't repeat those. The book (or rather, the "cycle") has three main characters: Daniel Waterhouse, the best natural philiosopher of his time if it weren't for Hooke, Newton and Leibniz; Jack Shaftoe, vagabond and follower of the imp of the perverse; and Eliza, an ex-slave, Odalisque and financial genius. Apart from these, there are great historical personalities like Newton, Leibniz, Louis XIV, William of Orange and a host of less prominent people of the time. A bit like the deus ex machina, Enoch Root from the Cryptonomicon appears at important crossroads in the story.

There are two main themes in the whole cycle: The history of science, and money in general and in particular - in a sense, reminiscent of the Cryptonomicon, yet totally different because of the time difference. These themes are presented in a language that is itself baroque and certainly difficult to read for a non-native speaker, but absolutely fabulous at the same time. The books made me smile, laugh out loud, almost cry, nervous from tension, as a good entertaining novel should. It is not a book (or three books) to read for ten minutes every day; to really get into it you need time and endurance but I enjoyed every page of it/them. The best read I had in some time.

For a very different, namely more cultural, view of the same era I can recommend the books by Monaldi & Sorti about the life of Atto Melani, a historical person-cum-spy in these novels. Compare in particular the descriptions of Louis' court in the Baroque Cycle and Secretum.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellent despite some patchiness, 16. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle (Taschenbuch)
Having read Cryptonomicon, I had high hopes for this one, and I was not disappointed. An excellent read, lots of action and proto-science, intrepid characters and derring-do.
All the same, there were some patches where I had to flick through the descriptions of yet another warfield in Europe to get back to the plot. The crude alchemy was a bit overdone. The real star is Enoch Root and more of him would have been good, as long as he does not gain supernatural powers, which would spoil the enchantment of intelligence vanquishing ignorance.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Barock auf ganzer Linie, 19. Januar 2004
Neal Stephenson wurde als Science Fiction - Autor bekannt. Sein vorletzter Roman Cryptonomicon spielte allerdings bereits teils in der Gegenwart, teils im zweiten Weltkrieg, was ihm einen boshaft ironischen Rückblick auf die Geschichte des Digitalzeitalters als Geschichte der Codes und Verscwörungen ermöglichte.
Quicksilver geht nun noch sehr viel weiter zurück - nämlich ins späte 17. Jahrhundert (der Großteil des Romans spielt zwischen dem Ende des britischen Interregnums und der glorious revolution von 1688. Stephenson interessiert sich für den Beginn eines ersen globalen Zeitalters: die europäischen Nationalstaaten haben nicht nur erstmals Kenntnis der gesamten Welt erlangt, sondern auch zum ersten Mal eine weltumspannende Wirtschaftsordnung geschaffen (basierend auf dem in den spanischen Kolonien Südamerikas geförderten Silber, das nur mit Hilfe des titelstiftenden Quecksilbers - durch Amalgamierung - gewonnen werden kann).
Tatsächlich vermittelt Stephenson ein gutes Bild dieser Zeit (wobei er sich einige bewußte Anachronismen gönnt:Die Nebenfigur, die dauernd "you've got mail" kräht, die venezianischen Gondoliere, die unter "canal rage" leiden...). Allerdings setzt der Roman einiges Stehvermögen voraus (über 900 Seiten, welche den Plot noch nicht annähernd abschliessen), richtet sich an Leser mit Grundkenntnissen englischer und europäischer Geschichte (es hilft, zumindest grob über Cromwell, den englischen Bürgerkrieg und die restoration Bescheid zu wissen)und ist streckenweise fast unübersetzbar (wenn Stephenson etwa Szenen als Dialoge wie aus Bühnenstücken von Dryden arrangiert oder einen kurzen Auftritt von Pepys in der Sprache der diaries erzählt).
Ist er also trocken und langatmig? Im Wesentlichen: Nein; wenn auch einige Passagen im ersten Drittel doch zuviel des Guten sein könnten.
Worum geht es? Im wesentlichen verfolgt der Roman Leben und Karriere dreier Personen:
Daniel Waterhouse, der einer puritanischen Fmilie entstammt,in Cambridge zum Freund und Kndermädchen des allzu experimentierfreudigen Isaac Newton wird und zu seiner Überraschung in die Politik gerät.
Eliza, einer Kurtisane, die in Holland Reichtum und in Frankreich politischen Einfluss erwirbt.
Und natürlich dem Söldner, Dieb, Freibeuter, Kurier und Gauner Jack Shaftoe, der eine wirklich denkwürdige Begegnung mit Ludwig dem XIV., einigen Ratten, einer großen Portion verdorbenem Fisch und einem türkischen Kavalleripferd hat.
Mit von der Partie sind natürlich auch drei britische Könige, Newton, Hooke, Wren und der Rest der royal society, Ludwig xIV., Leibniz, Jan Sobieski, Colbert, Benjamin Franklin, wenn auch nur als achtjähriger Lausejunge und sogar Edward Teach (der den meisten Lesern als Blackbeard der Pirat bekannter sein dürfte).
Stephenson bessenene Recherche und Vorliebe für pikareske Abenteuer verdienen nicht nur Respekt, sie haben - jedenfalls bei mir - auch dafür gesorgt, dass man den Brocken (übrigen spielt eine Szene auch tatsächlich in einer Walpurgisnacht auf dem Brocken!) begeistert verschlingt.
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5.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte, 1. Juni 2013
Von 
Victor Clauss (Weißenstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Absolut top. Spannend Geschichte aus dieser Perspektive zu lesen. Schöner kann kein Geschichtsunterricht sein. Kann ich nur neugierigen jeden empfehlen.
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32 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung!, 4. Oktober 2003
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quicksilver, English edition (Broschiert)
Das Buch wurde in den Staaten als „publishing event" angekündigt, und genau das ist es: weder ein besonders guter, noch sonderlich interessanter Roman, sondern ein Marketingereignis. Dabei ist der 900-seitenschwere Türstopper nur der erste Teil einer auf 3000 Seiten angelegten Trilogie über die „Scientific Revolution" unter Isaac Newton. 900 Seiten klingen nach viel, doch sie klingen nach noch viel mehr, wenn man „Quicksilver" ließt. Kein erkennbares Plot (das Buch setzt sich eigentlich aus drei separaten Romanen zusammen, deren Storylines erst spät eher schlecht als recht zusammengeführt werden), flache Charaktere und ermüdende Beschreibungen von Settings und Kleidung lassen das Buch wie eine schlechte Version der Victorian Novels erscheinen. Wahlweise ließt es sich aber auch wie Pynchon für Arme: enzyklopädisch, monumental und laaaaaangweilig. Wahrscheinlich wollte Stephenson jeden Archivschnipsel, den er recherchiert hat, auch in die „Geschichte" einbauen und daher verläuft er sich in unendlichen Exkursionen, die aber weit weniger interessant sind als z.B. in "Cryptomonicon." Kurzum: „Quicksilver" wäre gerne eine unglaublich clevere postmoderne Dekonstruktion narrativer Konventionen im Sinne von „Ulysses" oder „Gravity's Rainbow," ist aber letztendlich nichts weiter das 900 seitenlange Protokoll eines erzählerisches Versagens. Nach diesem Buch wird der Autor den schweren Beweis liefern müssen, dass er mit „Cryptomonicon" sein kreatives Zenit noch nicht überschritten hat. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass auch nur ein Drittel der Leser bereit sein wird, Geld und vor allem Zeit in die nächsten beiden Teile zu investieren. John Irving hat einmal geschrieben, dass ein guter Roman auf Seite 300 immer besser ist als auf Seite 30. Im Falle von „Quicksilver" macht es keinen Unterschied wo man zu Lesen anfängt oder aufhört. Dieses Nachschlagewerk-Flair mögen fanatische Fans postmoderner Literatur vielleicht reizvoll finden, für mich können aber auch die schlausten Wortspiele einen guten Plot nicht ersetzten. Jedenfalls nicht, wenn damit 900 Seiten gefüllt werden sollen.
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Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle
Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle von Neal Stephenson (Taschenbuch - 21. September 2004)
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