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8
4,0 von 5 Sternen
The Children of Hurin
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38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2007
Die Meinungen werden geteilt sein...

Diejenigen, die von der erzählerischen Struktur eines "Hobbits" wie auch des "Herrn der Ringe" begeistert waren, werden durch vorliegendes, ausführlich editiertes Werk über einen bereits im "Silmarillion" und in den "Nachrichten aus Mittelerde" behandelten Charakter eine mittelprächtige Enttäuschung erfahren. Wer sich aber von jeher zu den Tolkienfreaks zählte, der in historischer Akribie alle Einzelheiten "Mittelerdes" und deren urzeitlicher Vorwelt "Beleriand" erfahren will, der wird an der kraftvollen Prosa des englischen Originals seine wahre Freude haben.

Denn wo in den bisherigen Erzählungen die vorliegenden Erlebnisse fragmentarisch wirkten und dem geneigten Leser alle Konzentration abverlangten, so wird im nun erschienenen "The Children of Húrin" ein hervorragendes Beispiel dafür gegeben, wie man literarische Puzzleteile gekonnt zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammensetzt.

Die Geschichte Húrins, welcher Morgoth, einem der ältesten Widersacher der Elben und Menschen, offen widerstand - und deren Kinder daraufhin verflucht wurden - warten mit allem auf was eine klassische Heldensage an Tod, Trauer und Verderben zu bieten hat. Wen Geschichten stören, bei denen schon von vornherein absehbar ist, wie sie ausgehen, dem sei von diesem Drama entschieden abgeraten.

Freunde klassischer Literatur englischer Sprache erfahren jedoch besonders im Originaltext die pure Urkraft und Essenz tolkienscher Prosa. Ein bestechendes Beispiel sei hierfür unter anderem das dritte Kapitel "The Words of Húrin and Morgoth" oder auch die Schilderung jener unerbittlichen letzten Ereignisse der Tragödie im finalen "The Death of Túrin".

Und doch wird es am Ende immer noch einige geben, die Christopher Tolkiens Veröffentlichung für reine Geldschneiderei halten - denen die "Introduction" zu einer anstrengenden Aneinanderreihung von Namen und Ereignissen mutiert. Die anderen begeistern nicht nur die zahlreichen Zeichnungen und Illustrationen Alan Lees und der wie üblich informative Anhang - es bietet sich ihnen der bereits erwähnte faszinierende Einblick in die Vorgeschichte "Mittelerdes" - aber auch die traurige Erkenntnis, dass J.R.R. Tolkien einfach nicht alt genug geworden ist, um sie selbst zu veröffentlichen...

Insofern kann man zwar nicht von von dem "Meisterwerk" sprechen - doch eines "Meisters Werk" ist es allemal...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2007
There's no way I can top some of the other reviews posted here, so I'll focus on a different question: "Should I, someone who knows little about Tolkien, buy this book for a friend who's a Tolkien fan?"

The short answer is yes. As Tolkien's major tales go, this one ranks in third place after Lord of the Rings and The Hobbit (or second for those who don't like the children's flavor of The Hobbit). Unlike The Silmarillion, this is a genuine story with a narrative and character development. The only deficiency is that, without those hobbits, it lacks the light and comic touch they provide, giving it a grimmer and more fatalistic feel. Unless he reads Tolkien only for the hobbits, your friend will be delighted with your gift.

Perhaps the only other Tolkien work that would top The Children of Hurin in value--and one you ought to consider if your friend doesn't have it already--is The Letters of J. R. R. Tolkien. It's a collection of Tolkien's letters over a six decade span (from 1914 to 1973), and it provides the definitive background to Middle earth. When I wrote the entry on "Magic in Middle earth" for The J. R. R. Tolkien Encyclopedia, I used it almost exclusively. It was far better to let Tolkien explain what he meant than to make guesses of my own.

--Michael W. Perry, author of Untangling Tolkien (a book-length LOTR chronology)
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2007
Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Die Grundrisse der Geschichte um Turin Turambar und seine Schwester Nienor begegnen dem erfahrenen Tolkienisten ja bereits im "Silmarillion" und in den "Unfinished Tales" (dt. "Nachrichten aus Mittelerde"). Was hat Christopher Tolkien, Sohn und Nachlassverwalter also dazu bewogen, den "Narn i Hîn Húrin" nochmals in Buchform zu veröffentlichen? Die Liebe zur Prosa seines Vaters? Die berührende Schönheit der Erzählung? Die tragische Kraft der Geschichte? Die überdurchschnittlich hohe Stromrechnung des vergangenen Winters?

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Und so sehr man sich bemüht, sich abgezockt zu fühlen, wenn man herausgefunden hat, dass Nachlassverwalter-Man dem bereits Veröffentlichten nichts noch Unveröffentlichtes hinzuzufügen hat, so hilflos muss man schließlich vor "The Children of Hurin" kapitulieren. Natürlich kennt man die Geschichte, klar weiß man, wann der Protagonist einen entscheidenden Fehler macht und... selbstverständlich war die Geschichte beim ersten Mal lesen unvorhersehbarer. Und dennoch wird man zum wiederholten Mal von der schier überwältigenden Kraft des Tolkienschen Erzählgenies übermannt/fraut/elbt. Auch wenn Turins Schicksal kein Überraschungsmoment mehr zu bieten hat, so fesselt es einen doch bis zur letzten Seite und man hofft, dass man bislang das - soviel sei verraten, düstere - Ende immer missverstanden hat und doch so etwas wie ein Silberstreif am Horizont bleibt.

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Und wem Turin und Nienor in seiner/ihrer Lektürevergangenheit noch nicht über den Weg gelaufen sind, sollte hier nicht lange zögern und zugreifen. Für alle anderen gilt: "The Children of Hurin" vervollständigt die Tolkiensammlung, sieht hübsch aus (vor allem die wieder einmal phänomenalen Grafiken vom "selordofsetolkienillustreischn" Oscar © Preisträger Alan Lee), riecht herrlich nach neuem Buch und lässt einem die einfach herzzerreißend traurig-schöne Geschichte von Turin Turambar wieder einmal genießen.

Vorsicht, diese Ausgabe ist auf Englisch und nicht immer ganz leicht zu verstehen. Wer sich aber die Mühe macht, wird mit wunderbaren Formulierungen belohnt, die die (gute) Übersetzung nicht ganz ins Deutsche hinüberretten kann.
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am 28. Januar 2015
Ich habe das Buch in der Kindle-Version auf englisch gelesen, aber nach 3/4 der Strecke aufgehört. Für mich waren die vielen Namen und Beziehungen von Personen und Schauplätzen recht verwirrend, obwohl eine Genealogie im Anhang beigefügt ist und auch eine Karte - allerdings nur eine sehr groß-maßstäbliche. Obwohl sich die Handlungsstränge über mehrere Jahrzehnte erstrecken, wirkt der Text langatmig. Ich finde auch den Schreibstil etwas langweilig und gewollt antiquiert. Ich hatte vorher den Hobbit (ebenfalls auf englisch) gelesen und hatte einen anderen Stil erwartet. (Diese Rezension bitte vor dem Hintergrund bewerten, dass ich keine native speaker bin).
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2007
Ich kann meinem Vorredner voll zustimmen.

Das Buch kommt in einem schönen Hardcover-Umschlag und ist sowohl mit Bleistiftzeichnungen als auch mit farbigen ganzseitigen Drucken verziert: alles im allem ein sehr edles Buch.

Von den 329 Seiten bleiben abzüglich 30 Seiten Einführung und 70 Seiten Appendix nur noch 230 Seiten Geschichte übrig - weniger als für "Der kleine Hobbit".

Und dies ist auch mein Hauptkritikpunkt an diesem Buch, es ist keine wirklich Geschichte sondern nur die Niederschrift einer Sage, ab und zu mit ein bisschen Dialog gewürzt. Zumindest ist es lebhafter als "Das Silmarillion" und vermochte mich trotz des oberflächlichen Berichtstils zeitweise zu fesseln.

Wer keinen ausformulierten Roman sondern nur eine Sage erwartet, sich an der Sprache Tolkiens (Englische Version ist Pflicht!) erfreuen kann, oder schon "Das Silmarillon" gemocht hat wird mit dem Buch sehr zufrieden sein.

Alle anderen sollten sich den Kauf überlegen, den viel zu lesen bekommt man für den stolzen Preis leider nicht.
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am 4. Juli 2014
Oha - wer hier "Herr-der-Ringe-Stil" erwartet sitzt auf dem falschen Pferd. Die Kinder Hurins sind Teil der Vorgeschichte aus dem ersten Zeitalter. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit Namen erschlagen wird, ist der Stil ein ganz anderer, eher im Stile alter Legenden (wie ja auch von Tolkien gewollt). Hier gibt es keinen packenden Plot, sondern eine Art "Uns ist in alten Maeren". Ich fand es schwergängig.
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am 28. Dezember 2012
I couldn't ask for anything much better! Other than a slight rip on the outer casing (probably a fluke which was easily fixed by a small piece of tape), this is a great quality product!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2013
Da ich ein riesengroßer Tolkien-Fan bin habe ich mich nun mal dazu aufgerafft weitere Werke von ihm zu kaufen, als nur immer wieder "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" durchzuschmökern. Leider konnte ich mein Silmarillion nicht mehr finden, deswegen war das auch mit auf der Liste..
Nun zu den Büchern: Die Bestellung war unproblematisch- es gab keine Probleme oder Verzögerungen. Innerhalb von einer Woche war alles angekommen. Die Pakete waren unbeschädigt, gut verpackt zum Teil mit Papier gepolstert- alles tip top! (:
Danach wurden die Bücher erstmal grob inspiziert- keines kam irgendwie kaputt oder verknickt an! Auch wenn einige der Bücher nur "einfache Taschenbücher" waren, sahen sie trotzdem sehr schick aus und wenn man ein wenig beim lesen aufpasst (nicht den Buchrücken zu der durchzudrücken) dann werden sie sicherlich auch lange halten und auch von hinten noch schön aussehen!
Die gebundenen Ausgaben sind natürlich etwas schöner in der Hand zu halten und gesamt auch'nen Ticken besser verarbeitet.
Alle Bücher sind - finde ich - einfach zu verstehen auf Englisch und wunderbar geschrieben

Alles in allem kann ich die Bücher wirklich jedem weiterempfehlen- sie sind ihr Geld wert gewesen und werden noch oft durchblättert werden! ;)
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